Von wegen Freie Presse

Die AntiAtom Aktion in Michelstadt wurde von der Presse schlichtweg ignoriert. Auf Anfrage wurde geantwortet man hätte die Aktion nicht veröffentlicht “weil Nachahmer befürchtet werden”.

Ich dachte immer ein Lokaler Zeitungsredakteur berichtet über das Geschehen in seiner Gemeinde. Dass er nicht über alles und jeden berichten kann dürfte auch klar sein. Wenn aber eine politische Aktion die (aus meiner Sicht) für eine kleine Stadt was Aussergewöhnliches darstellt nicht berichtet wird dann ist dies keine neutrale Darstellung mehr.

Die lächerliche Aussage man befürchtet Nachahmer würde ja bedeuen es darf über keine Straftat mehr berichtet werden da auch dort Nachahmer zu befürchten sind.

AntiAtom Transparent an Historischem Rathaus in Michelstadt
Transparent am Historischen Rathaus in Michelstadt!

Aber ich glaube dran, dass wir die lokale Presse auch nicht brauchen. Wr probieren es jetzt mal mit dem Internet. Wäre doch gelacht wenn die Aktion in Michelstadt keine Nachahmer fände! Bei der Aktion ist niemand zu Schaden gekommen. Es ist ja wohl auch nicht verboten die Gelben Säcke von A nach B zu tragen? Das Transparent wurde ja auch ziemlich schnell entfernt (um 7:20 Uhr war das Transparent schon weg!) und die Gelben Säcke wurden rechtzeitig bevor die ersten Touristen den “schrecklichen Müllhaufen” gesehen haben entfernt.

Es war eine pfiffige symbolische Aktion die wenig Aufwand und wenig finanziellen Aufwand machte. Mit den Gelben Säcken kann die Atommüllproblematik wunderbar dargestellt werden. Auf der einen Seite die geordnete Entsorgung die der Bürger vorab bezahlt und mit einer akribischen Sammelwut wochenlang aufbewahrt um am Sammlungstag seine gelben Säckchen vors Türchen zu stellen. Auf der anderen Seite diejenigen die 126.000 radioaktive Fässer in den Undergrund kübeln und sich einen Dreck drum kümmern was damit geschieht.

Es würde mich deshalb nicht wundern wenn demnächst öfters Gelbe Säcke von A nach B getragen werden. Ich könnt mir zum Beispiel vorstellen mit vier Säcken das gelbe X auszulegen. Ganz einfach in 10 Sekunden erledigt. Mit acht Säcken dauerts ungefähr 20 Sekunden oder bei 55 jährigen auch mal 30 Sekunden.

Selbst wenn es Zuschauer gibt (gabs in Michelstadt!) kommt von diesen eher Hilfe “do liegt noch einer” als dass sich die Bürger gegen die Aktion stellen. Schließlich will die Mehrheit der Bürger den Atomausstieg.

Mit den gelben Säcken könnte man natürlich auch noch andere Formen legen. Das schwarz gelbe Radioaktivitäts Zeichen einen langen Castor Zug oder halt einfach Stapeln. Oder aber die Castor Strecke Kennzeichnen mit vielen, vielen Gelben Säcken. Auf die Säcke könnte man Gesichter malen. Schließlich sind es schwarz gelbe Säcke. Noch ein paar Anti AKW Parolen drauf fotografiert und das Foto an mich geschickt ich nehms gerne hier im Blog auf. Schließlich kann es doch wohl nicht sein, dass ein Lokalredakteur entscheidet was nachgeahmt wird und was nicht!

Auf gehts an die Gelben Säcke! :-)

bei euch liegen sicherlich auch welche rum.

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