Zirkulationspumpe für Warmwasser der unsichtbare Stromfresser

Wie bereits mehrfach beschrieben mache ich mir über meinen privaten Stromverbrauch immer mehr Gedanken! Dies kommt allerdings nur durch die Transparenz die mir meine Sonnenbatterie verschafft indem ich die Produktions und Verbrauchskurven mir anschauen kann.

Im Lieferumfang der Sonnenbatterie sind allerdings auch drei Funksteckdosen enthalten mit denen ich die Stromzufuhr zu Elektrogeräten ein- und ausschalten kann. Bei meinen Überlegungen wo ich diese Funksteckdosen einsetzen könnte habe ich meine Zirkulationspumpe für den Warmwasserkreislauf entdeckt! Auch hierzu habe ich inzwischen eine Folie für meine Vorträge erstellt:

Stromsparen mit der Zirkulationspumpe

Die 23 Jahre „alte?“ Pumpe hatte einen Stromverbrauch von stündlich 27 Watt. Da die Zirkulationspumpe „nur“ zeitgesteuert ein oder ausgeschaltet werden konnte und auch keine Unterscheidung von Wochenende und Arbeitstag vorgenommen werde konnte war die Einstellung ziemlich Inneffizient! Die Pumpe lief an 14 Stunden am Tag. Woche für Woche und Jahr für Jahr. Wenn wir Pech hatten erwischten wir trotzdem einen Zeitpunkt an dem die Pumpe nicht lief und das Duschwasser einige Zeit brauchte bis das warme Wasser aus dem Duschkopf kam! In Summe addierte sich der Stromverbrauch jährlich auf 120 Kilowattstunden und verursachte ca. 30 Euro Stromkosten.

Durch den Austausch der Zirkulationspumpe und Einsatz der Wilo Effizienzpumpe die nur 4,5 Watt pro Stunde verbraucht reduziert sich der Stromverbrauch auf maximal 40 kWh pro Jahr. Dabei setze ich ein rund um die Uhr pumpende Zirkulationspumpe voraus. Da ich aber zwischen die Pumpe und der Steckdose noch eine Funksteckdose gesteckt habe und wir nur per Funk die Zirkulationspumpe einschalten dürfte sich der Stromverbrauch auf wenige kWh reduzieren… Vorausgesetzt ich denke immer dran die Pumpe auch auszuschalten…

Da ich „nur“ die Stromersparnis anschaue verdränge ich natürlich die eingesparten Kilowattstunden bei der Wärme. Schließlich hat die Zirkualtionspumpe das warme Wasser durch die Rohre meines Hauses gepumpt und das „abgekühlte“ Wasser wieder in meinen „Warmwassertank“ gedrückt. Dieser wurde bei entsprechender Abkühlung durch den Gasbrennwertkessel wieder erhitzt! Im Sommer natürlich durch die solarthermische Anlage… Da ich keinerlei Tranpsarenz in meinem Heizungssystem habe kann ich dazu leider nichts berichten.

Wichtig aber auch hier nochmals, ohne die Strom-Transparenz durch die Anzeige meiner Sonnenbatterie wäre ich nie auf die Idee gekommen mich im eigenen Haus ums Stromsparen zu kümmern!

6 Gedanken zu „Zirkulationspumpe für Warmwasser der unsichtbare Stromfresser

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  2. lennart

    27 Watt / Stunde? das ist ja mal eine ganz neue einheit 🙂
    also entweder heißt es 27 „wattstunden pro stunde“ oder schlichtweg 27 watt.
    10 kilowattstunden ist eine energie. man könnte auch wattsekunden oder Joule sagen.
    Energie = Leistung mal Zeit
    W = P * t …. wenn P in watt/stunde angegeben würde, würde die rechnung nicht aufgehen 🙂

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    1. Wolfgang Gerber

      Es ist jetzt über ein Jahr her, dass jemand den Blödsinn von Watt/Stunde reklamiert hat. Und niemand hat diesen Fehler bisher korrigiert. So eine Angabe in einer technischen Dokumentation ist ein Armutszeugnis sondergleichen. Demnächst heisst es dann auch: Mein Auto hat 100 PS/Stunde.

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  3. Peter P. Elsen

    Hallo,
    installiere einen Thermostaten mit Sensor in den Rücklauf des WW. Systems (bei conrad etwa 12 Euro). Stelle eine Temperatur von 35°C bis 40 °C ein. Bei geringeren Wassertemperaturen läuft die Zirkulationspumpe. Die Heizwärmeverluste sind bei einer ordentlichen Rohrisolierung nicht dramatisch. Außerdem ist der Wärmeübergang Rohr-/Raumwand bei „stehendem“ Wasser wesentlich geringer als bei fließendem Wasser. Die Verlustwärme beheizt ja auch teilweise die Räume.
    Peter Elsen

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  4. Rainer

    Kilowatt, 1000 Watt (W), das Tausendfache der physikalischen Einheit der Leistung „Watt“

    Die Wattstunde [Wh] ist durchaus eine zugelassene Einheit. Laien, und Erhard darf dieses „Privileg“ durchaus für sich beanspruchen, neigen dazu das Wörtchen „pro“ Stunde zu nutzen, wenn sie geleistete Arbeit = Energie ausdrücken möchten. Irgendwer ist xx km pro Stunde gefahren oder gelaufen. Dumm nur „pro“ wird dann gern auch bei Energie welche ja Leistung „mal“ Zeit ist mit dem „/“ Zeichen dargestellt, was dann leider falsch ist.

    Eine Geschwindigkeit 5 km/h bedeutet im Gegensatz dazu, jemand, irgendetwas hat sich mit dieser Geschwindigkeit (von 5km) „pro“ Stunde bewegt. Kennt man die „Menge“ der Zeit, kann durch eine Division durch die vergangene Zeit die in dieser Zeit zurückgelegte „Strecke“ berechnet werden. Bei der „Dimensionengleichung“ verschwindet die Zeit (h) durch h/h = 1 auf höchst wundersame Weise aber mathematisch völlig korrekt.

    Eine Leistung die „für“ eine bestimmte Zeit erbracht wird, muss mit der vergangenen Zeit multipliziert werden. Die „verbrauchsstarke“ Zirkulationspumpe hat eine Leistung von 27 Watt, die „verbrauchsarme“ setzt mit einer präzise gesteuerten Leistung von lediglich 4,5 Wattstunden das Bedürfnis stets warmes Wasser am Zapfhahn zu haben um.

    Es wäre nun interessant bei beiden Pumpen die Förderleistung in Liter/h zu kennen oder deren sonstige technische Auslegung. Ist die verwendete Pumpe schon mal für ihre Aufgabe zu groß ?

    Leider wird das verschwiegen. Mich würde in diesem Zusammenhang das Typenschild beider Geräte interessieren. Ganz offensichtlich schaltet die „Sparpumpe“ nicht nur ein, wenn die vorgegebene Temperatur unterschritten wird. Damit hängt der „Verlust“ (die komplette genutzte Energie !) doch eigentlich hauptsächlich von den Wasserleitungsdimensionen (Länge und Querschnitt) und ganz besonders aber von den vorhandene „Dämmmaßnahmen“ über die gesamte Strecke, ab.

    Eine reine „Zeitsteuerung“ multipliziert alle negativen Anlagenzustände und verhindert lediglich die Zirkulation zu „vermutlichen Unzeiten“.

    Eben mal die Zirkulationspumpe auswechseln, ist womöglich noch immer zu teuer (Preis der „Sparpumpe“). Soweit möglich muss für die WW-Leitung in ihrem gesamten Verlauf eine bessere Wärmedämmung installiert werden. Auch das Volumen der WW-Leitung mag ja unnötig groß sein.

    Das Sparziel ist ja nicht hauptsächlich der Verbrauch der Zirkulationspumpe (auch wenn der recht problemlos messbar ist und durch die „Sparpumpe“ weitgehend vermeidbar ist), sondern die Energieverluste DURCH die Zirkulation in der WW-Leitung.

    Unter Umständen ist ein elektrischer „Kleindurchlauferhitzer“ direkt vor der Zapfstelle die bessere Lösung. Dort wird nur WW erzeugt, wenn es tatsächlich benötigt wird. Wer sowieso eine größere Renovierung plant, kann alle Komponenten auf maximale Einsparung auslegen.

    Die „sparsamste“ Zirkulationspumpe ist jene die komplett entfallen kann. Das wäre der Fall, wenn die WW-Leitung sehr kurz oder die WW-Bereitung direkt an der Zapfstelle erfolgt. Damit sind auch gleich alle Kleinspeicher (5 … 10 Liter) „vor Ort“ als „Stromfresser“ gemeint. Auf die man besser ganz verzichten sollte.

    Wer dann noch eine eigene PV mit „Überschusseinspeisung“ betreibt, kann WW nahezu kostenlos nutzen….

    Ach ja 24h x 4,5 Watt = 108 Wh (* 365 = 39.420 Wh oder ~39 kWh) suggeriert, die „Sparpumpe“ habe eine Leistung von lediglich 4,5W. Dagegen hat die „Alte“ 27 Watt x 14H = 378 Wh * 365 = 137.970 Wh oder ~138 kWh im Jahr auf dem Zähler.

    Der Zeitraum 24h sagt lediglich aus, die „Sparpumpe“ war in dieser Zeit „betriebsbereit“ und hat sie auch für einen unbekannten Zeitraum tatsächlich gearbeitet ? Wie groß allerdings die „Nennleistung“ beider Pumpen ist, wird leider nicht erwähnt.

    Nun ja, wofür ist Google da ?

    Die „Wilo Star NOVA Z 15 A 140 mm“ hat lt. Typenschild tatsächlich eine el. Leistung von 4,5 Watt. Dementsprechend ist auch die stündlich gepumpte Wassermenge optimal und entsprechend kleiner. Damit stimmt die Angabe 4,5 W * 1h = 4,5Wh tatsächlich. 39 kWh kosten bei 0,20€/kWh knapp 8 € in einem ganzen Jahr (7,884 €) was der Werbeaussage „Trinkwasser-Zirkulationspumpe Wilo-Star-Z NOVA Läuft 365 Tage im Jahr: bei nur 8€ Stromkosten*“ auch entspricht.

    Die Lösung von Herrn Elsen ist eine Variante, welche wohl ebenfalls sparsam genannt werden darf, aber Temperaturen unter 55°C sind womöglich keine Lösung, die lieben „Legionellen“ lassen grüßen. Dagegen hat er den eigentlichen „Bösewicht“ – die oft mangelhafte Dämmung klar erkannt…

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  5. Stephan

    Auch wenn die Pumpen noch so wenig Energie verbrauchen, sollte man die Zirkulation auf genau die Zeiten reduzieren, in denen das „schnelle“ Warmwasser auch genutzt wird, denn durch die Zirkulation geht je nach Isolation auch ordentlich Wärmeenergie in den Rohren verloren.

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