Die Zukunft der abgebrannten Energien

Seit sich die Nachricht vom „radikal“ verändernden E.on Konzern verbreitet, berichten die unterschiedlichsten Medien gerade so als ob es eine andere Alternative gegeben hätte. Der Vorstandschef steht schließlich ca. 60.000 Mitarbeitern vor. Er hat 31 Milliarden Schulden im Konzern und soll für den Rückbau der Atomkraftwerke weitere 14,5 Milliarden irgendwann mal flüssig machen. Für seinen Kohlestrom kriegt er Jahr für Jahr weniger und im Geschäft mit den Erneuerbaren Energien sind die Renditen nicht in „AG-Höhe“ zu erwirtschaften.

Oder habe ich da was verpasst und die 800 Energiegenossenschaften betreiben Kraftwerke mit einem üppig gut bezahlten Personalstand und geben ihren Genossen noch eine auskömmliche Ausschüttung. Den Genossenschaften wohlgesonnenen Verbände werden Spenden überwiesen und der Werbewirtschaft werden tausende von Euros zugeschoben um das Energiegenossenschaftsmarketing zu betreiben. Nee, ich hab nix verpasst. Mit den Einspeisetarifen die momentan für Erneuerbare Energien gezahlt werden kann kein Konzern alle seine Nutznießer weiter beschäftigen. Ausnahmen gibt es natürlich wie immer! Mit der Offshore Windenergie ist es möglich die satten Strukturen eines Konzerns zu ernähren. Der Netzbetrieb (mit staatlich garantierten 9,05 Prozent ) ist natürlich auch ein Leckerli was sich ein E.on gerne einverleiben würde. Unter dem schicken Wort „Kundenbetreuung“ darf man sich den Rundum-Sorglos-Flatrate Energie Kunden vorstellen, der nur noch die Abbuchungserlaubnis vom Girokonto unterschreiben muss. Ansonsten ist alles in der Flatte-Ratte drin. Aufgehübscht natürlich von tollen Bildern der exklusiven E.on App die allen Kunden Tag und Nacht zur Verfügung stehen.

Die „Neue E.on“ will also mit Offshore Kraftwerken Strom produzieren, über eigene Netze transportieren und den zufriedenen Kunden frei Haus liefern.
Wohlgemerkt mit 40.000 Mitarbeitern!
Wohlgemerkt die Gehälter in dieser Branche sind nicht die schlechtesten!
Wohlgemerkt die Sozialleistungen bei E.on liegen leicht über denen der Branche der Erneuerbaren Energien! (Achtung da spielte leichte Ironie mit!)

In die noch Neuere E.on, (übernehmen wir einfach mal den Namen E.off aus der Süddeutschen) steckt das Management von E.on mal kurz 20.000 Mitarbeiter und alle Kraftwerke der abgebrannten Energien. Das sind dann die Öl, Gas, Kohle und Atomkraftwerke. Die E.off wird dann nach und nach ihre Einnahmequellen verlieren, denn E.on baut ja Kraftwerke mit Erneuerbaren Energien! Viele Kraftwerke müssen es schon sein wenn tausende E.on Mitarbeiter davon leben wollen! Die Aktionäre von E.on wollen natürlich auch ernährt werden! Wobei die E.on Aktionäre anscheinend eine gleiche Anzahl von den tollen E.off Aktien erhalten sollen! Nicht erklärt wurde wie der Aktienkurs der Neuen E.on Aktien stabil bleiben soll wenn man die 20.000 Mitarbeiter inclusive aller Kraftwerke rausnimmt und an der Börse Aktien von E.off anbietet! Wo der Mehrwert herkommen soll erschließt sich mir nicht. Oder vielleicht hab ich doch so eine klitzekleine Ahnung was da angedacht ist. Wenn die Aktionäre von E.off plötzlich nicht in Deutschland sondern aus dem Ausland nicht an die Gerichten sondern ein frei verhandelbares „Investor-Staat-Schiedsverfahren“ anstreben, dann ist klar wo der Mehrwert liegt. Die ziehen uns BürgerInnen in den Hinterzimmern bei Kaffee, Schampus und Häppchen die Kohle in einer Art „Flatrate“ für abgebrannte Energien aus dem Hintern.

Aber das war doch klar!
Nachdem wir schon üppig für die Bereitstellung von Energie gezahlte haben, fleißig das Quecksilber aus den Schloten der Kohlekraftwerken inhaliert haben, die atomare Minimalststrahlung in unseren Körpern biologisch abgebaut haben zahlen wir auch in naher Zukunft für den IrRWEg der abgebrannten Energien. Wer sonst als die Bürger?

Was allerdings auch klar ist! Wir Bürger können es kostengünstiger! Wir müssen es nur tun. Deshalb mein Tip wie immer: Baut Photovoltaikanlagen!

3 Gedanken zu „Die Zukunft der abgebrannten Energien

  1. Pingback: E.on will grün werden – kleine Presseschau zum Radikalumbau von Deutschlands größtem Energiekonzern | Sunny. Der SMA Corporate Blog

  2. Pingback: Wird E.ON nun sauber? - SUSTAINMENT´s BLOG

  3. Thomas Weigel

    Bei E.ON ist das genauso wie bei den Bad Banks, denn die Verlustbringer werden ausgegliedert, ist ja auch logisch. Viel interessanter ist aber auch, dass die AKW´s dort untergebracht werden und tja, wenn es schlecht läuft und man die Firma Hops gehen läßt, darf der Bürger dann den Abriss für die AKW´s zahlen, ist ja dann hoffentlich genug Asche im Topf von der EEG Umlage, sind schon clever die Jungs von E.ON, übrigens, der Aktienkurs ging schön nach oben !!

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