Sekt auf Abschaltung von E.OFF Grafenrheinfeld

Der Sekt hat genau so gut geschmeckt wie damals vor drei Jahren wie wir die Abschaltung der Atomruinen in Biblis gefeiert haben. Da ich schon vor zehn Jahren beim „Umschaltfest“ in Obrigheim dabei war, hätte ich mir natürlich gewünscht auch beim Count Down Abschaltpicknick in Grafenrheinfeld dabei zu sein. Das AKW in Grafenrheinfeld wurde gerade noch rechtzeitig vor meinem ersten Hochzeitstag abgeschaltet. Das war mir dann doch wichtiger wie das Elendskraftwerk dort in den Ruhestand zu begleiten.

Jetzt sind es immerhin noch acht Atomkraftwerke die hier in Deutschland die Menschen bedrohen. Damit haben wir das Bergfest der Abschaltungen überschritten. Auf einer anscheinend vom ZDF vergessenen Internetseite werden noch 17 Atomkraftwerke in Deutschland mit ihrem Gefährdungspotential aufgeführt. Für Grafenrheinfeld werden auf dieser Seite bei einem „schweren Unfall“ im Umkreis von 100 km 5.606.188 Menschen als betroffene notiert. Wohlgemerkt nur Menschen die in Gemeinden leben die mehr als 10.000 Einwohner beheimaten. So ist es immer in der Atomkraft, um Peanuts wird sich nicht gekümmert. Also sollten auch wir diese Statistik vergessen.
Es geht nicht um Sicherheit von x-Menschen sondern es geht um’s Geld.

Aktuell wird ja auch diskutiert den Deutschen Atommüll aus Frankreich und England zurück in die Heimat zu holen. Da sich die Länder nach jahrelangen Kaffeekränzchen und Kekstagungen nicht einigten hat die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks einen Vorschlag eingebracht. Unter anderem sollen einige Castoren zu meinen Haus und Hof Atomruinen gebracht werden.

Da hat sich der Bibliser Bürgermeister (plus CDU Landrat und Grüner Kreisbeigeordneter Matthias Schimpff) schnell auf eine drei Punkte Forderung geeinigt.

Sicherheit

Beteiligung

Lastenverteilung

Übersetzt heißt dies. Wir wollen Sicherheit, mitreden und viel Geld.

Als Argumentation wird plötzlich (nach 40 Jahren Atomkraft in Biblis) von den ehemaligen Befürwortern der Kernenergie die Nähe zum Frankfurter Flughafen erkannt!
Biblis will plötzlich bei bundesweiten Gesprächen mitwirken. Als ich die Einbeziehung meiner Heimatstadt Bürstadt (5 km von Biblis entfernt) in das Infoforum (Rückbau Atomruinen Biblis) reklamierte wurde dies abgelehnt weil schon über zwanzig Vertreter benannt seien und dies den Rahmen sprengen würde…
Aber bei der dritten Forderung wird das Rätsel aufgelöst. Für Geld wäre man bereit alles zu machen. Es ist im Atomgeschäft halt doch alles beim alten geblieben.

Das Geld steht im Vordergrund und für Geld wird alles gemacht.
Deswegen ist die Rendite der acht Atomkraftwerke der einzige Hebel den es gilt zu nutzen. Wir müssen diese Kraftwerke unrentabel machen. Da hätte zum Beispiel die Bundesregierung den Hebel der Steuer auf Brennstäbe. Die wurde erst vor ein paar Tagen vom Europäischen Gerichtshof für legal befunden. Vom Bundesfinanzministerium wurde dies noch begrüßt. Leider läuft diese Steuer 2016 aus? Warum eigentlich? Würde die Bundesregierung diese Steuer verlängern dürften wir viel schneller zu unseren wohlverdienten acht Flaschen Sekt kommen.

Auch auf Länder Ebene wäre die Möglichkeit gegeben, dass durch Umsetzung der seit Fukushima erkannten Sicherheitsdefizite, bei den Betreibern Schweißperlen auf die Stirn kommen. Aber auch da kneifen die Grünen Politiker…

Atomausstieg ist Handarbeit ein uralter Spruch der Anti-Atom Bewegung. Deshalb liebe AntiAtomis nehmt den Schraubschlüssel in die Hand und montiert ein Balkonmodul von mir aus auch als Guerilla-PV!

Denn abgeschaltet werden die restlichen acht Atomkraftwerke nur wenn sie unrentabel für die Konzerne sind.

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