Energiearmut – Bangladesch zeigt wie es geht!

Während hier in Deutschland nur ungern über „Energiearmut“ geredet wird, wird überall in der Welt an Lösungen gearbeitet. Schon Ende letzten Jahres habe ich diesen Bericht aus Bangladesch bei energyload gefunden. Man stelle sich vor, eine Solaranlage beliefert Nachbarn mit Strom. Was wir hier in Deutschland dann für ein Geschrei haben. Die nutzen das öffentliche Stromnetz dann müssen sie auch dafür bezahlen. Sie sollen auch für die Übertragungsnetze zahlen. Die Umsatzsteuer natürlich auch und die EEG Umlage sowieso.
Was weiß ich was unsere Bürokratenmonster sich noch einfallen lassen…
In real stellt sich dann das „öffentliche Stromnetz“ als 10 Meter Kabel raus die bereits in der Erde liegen…

In Bangladesch wurde dagegen pragmatisch ein Gleichstromnetz für zehn Haushalte aufgebaut. Sicherlich kein Konzept für uns in Deutschland, aber die Idee Strom auch produktionsnah zu verbrauchen die muss verfolgt und unterstützt werden. Die Energiearmut in Bangladesch kann damit in kleinen Schritten angegangen werden. In Deutschland wird lieber über Energiearmut geredet und in Wahlkampfzeiten immer wieder gern mal spekuliert was zu machen wäre. Aktuell berichtet die taz über die sozialdemokratischen Erinnerungsschwächen in Berlin bezüglich ihrer Ankündigungen zum Thema Energiearmut. Es ist eine never ending Story weil niemand die bestens bezahlenden Stromkunden wirklich aus der Energiearmut führen will. Kunden denen der Strom abgestellt wurde sind alle im Grundtarif und zahlen den höchsten Tarif. Ich fordere schon jahrelang jedem dieser Menschen statt den Strom abzustellen ein PV Plug In Modul an die Außenwand zu hängen. Aber auf mich hören die in Berlin ja nicht… die machen lieber Leuchtturmprojekte…

Mein Leuchtturmprojekt des Tages wird in Nicaragua von Ismael errichtet. Bei den Energiebloggern habe ich heute keine spezielle Empfehlung. Die sind gerade etwas veröffentlichungs faul. Sucht euch am besten einen Artikel aus dem bunten Strauß der Energieblogger aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.