Archiv für die Kategorie „Argumente“

Umfrage zu Laufzeiten von Atomkraftwerken

Samstag, 28. August 2010

Es gab mal wieder eine Umfrage zu Laufzeiten von Atomkraftwerken.

Umfrage Laufzeiten für Atomkraftwerke

Ich geh mal davon aus, dass die Tagesschau ein ordentliches Tool im Einsatz hat bei dem mehrfaches Abstimmen unterbunden wird. Die maximal Verlängerungs Forderung von 28 Jahren wird garnicht erst abgefragt. Daran erkennt man, dass diese Forderung nur ein Papiertiger ist ähnlich wie die Forderung Atomkraftwerke abschalten sofort. Ich meine mit sofort am nächsten Tag.

Wenn ich mir die “Realo” Extremen anschaue dann wollen 13,7% eine mindest Verlängerung von 15 Jahren aber die doppelte Anzahl will eine frühere Abschalten wie derzeit im Gesetz festgelegt. Für die Röttgersche Acht Jahres Verlängerung können sich auch nur 8% erwärmen die sechsfache Zustimmung bekommt der “weiter so wie es ist” Wunsch.

Es gibt also 20% Zustimmung für eine Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerke. Von 20% träumt inzwischen die FDP nicht mehr die CDU sollte aber vor 20% Angst haben. Auch wenn die momentane Umfrage des Politbarometers grad mal wieder eine Besserung der Stimmungslage für die CDU ausweist.

Die Umfrage der Tagesschau zeigt zum x-ten mal. Atomkraft hat keine Mehrheit in Deutschland. Wenn die Regierung dies mißachtet muß sie mit massivem Widerstand rechnen. Diesen Widerstand werde ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen. Die Zeit der Energiewende ist gekommen. Dass muss auch die CDU einsehen.

Es lebe die Solare Weltrevulotion die demokratisch erreicht wird!

Eine Regierung sollte wissen was sie will…

Dienstag, 3. August 2010

Heute vor einem Jahr hatte ich noch Hoffnung, dass der schwarz gelbe Kelch an mir vorübergehen würde. Leider hat die Demokratische Mehrheit gemeint sie müssten einer Kombination von schwarz gelb oder genauer CDU, CSU und FDP die Möglichkeit einer Regierungsbildung geben. Dieses Trio hat sich dann “schnell” mit einem Koalitionsvertrag zur Zusammenarbeit geeinigt. Danach herrschte Friede, Freude Eierkuchen!

Das solare rumgeeiere möchte ich heute nicht nochmals beleuchten sowohl die Kürzungen, Aussetzungen bei der Solarwärme noch die unqualifizierte Änderung des EEG waren Meisterleistungen der Regierung. Ich möchte mich mal wieder der Atomfrage widmen. :-)

Eigentlich sollte man meinen, dass sich Parteien auf den Moment vorbereitet haben ab dem Sie die Regierungsmehrheit haben. Denn wenn Parteien dann noch nicht wissen was sie wollen was hat denn der Wähler dann gewählt? Eine Verpackung ohne Inhalt? Jedenfalls beauftragte das Dreigestirn erst einmal ein Energie Konzept für die Bundesrepublik.

Darauf warten momentan alle. Allerdings hindert dies niemanden aus diesen drei Parteien schon mal zu artikulieren wie lange die Laufzeit der alten Atomkraftwerke zu verlängern sind. Das Spektrum dieser Äußerungen ist beeindruckend:

Es gibt einen Stadtrat die wollen sogar SOFORT aussteigen! In Landshut und die CSU ist dabei!
Der Saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) warnt davor die Laufzeit (ohne Bundesrat) zu verlängern!
Der Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) könnte sich mit 8 Jahren mehr zufrieden geben.
Zehn Jahre sollten es bei Björn Thümler (CDU) schon sein.
Das reicht dem Bayrischen Umweltminister nicht. Hans-Peter Friedrich (CSU) meint 15 Jahre aber nicht pauschal für alle.
Natürlich darf Mappus (CDU) aus Baden Württemberg nicht fehlen. Schließlich hat er nächstes Jahr Wahl. Bei ihm sollen es schon 17 Jahre sein. Oder 15 plus X dafür würde er auch ein “Skalp” opfern? Hat wohl zu viel Karl May in seiner Jugend gelesen.
Kein Sommerloch Thema ohne Brotherle (Brüderle FDP) für den die 15 bis 20 Jahre eine “signifikante Laufzeitverlängerung” sind.
Natürlich kommt Unterstützung aus den Lobbyverbänden zum Beispiel der weltbekannte Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie (LVI) die meinen so um die 20 Jahre müsste schon verlängert werden.
Oder die Vereinigung bayrischer Wirtschaft (vbw) “braucht 20 Jahre besser noch um 30 Jahre” leider geht aus dem Artikel nicht hervor ob die nur die Raucher Wirtschaften vertreten oder ob auch die Nichtraucher Wirtshäuser (in Bayern die Mehrheit) vertreten werden.
Die unbegrenzte Laufzeit predigt der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) er meint so lange Kraftwerke sicher sind können sie weiterlaufen. Zwei Minuten bevor sie unsicher werden könnte man sie ja vorsichtshalber endgültig abschalten…

Sicherlich ist diese Übersicht noch Lückenhaft aber ich hab mir bei der Sammlung schon Mühe gegeben. Da kann ich nur sagen der Wähler hat sicherlich das bekommen was er wollte. Eine klare Richtung wo die Reise hingeht. Oder auch nicht wenn der Bundesrat was anderes meint oder das ganze vor den Gerichten geklärt werden muss.

Ach so Angela hat auch mal was gesagt. Sogar vor der Wahl:

Von wegen Freie Presse

Montag, 2. August 2010

Die AntiAtom Aktion in Michelstadt wurde von der Presse schlichtweg ignoriert. Auf Anfrage wurde geantwortet man hätte die Aktion nicht veröffentlicht “weil Nachahmer befürchtet werden”.

Ich dachte immer ein Lokaler Zeitungsredakteur berichtet über das Geschehen in seiner Gemeinde. Dass er nicht über alles und jeden berichten kann dürfte auch klar sein. Wenn aber eine politische Aktion die (aus meiner Sicht) für eine kleine Stadt was Aussergewöhnliches darstellt nicht berichtet wird dann ist dies keine neutrale Darstellung mehr.

Die lächerliche Aussage man befürchtet Nachahmer würde ja bedeuen es darf über keine Straftat mehr berichtet werden da auch dort Nachahmer zu befürchten sind.

AntiAtom Transparent an Historischem Rathaus in Michelstadt
Transparent am Historischen Rathaus in Michelstadt!

Aber ich glaube dran, dass wir die lokale Presse auch nicht brauchen. Wr probieren es jetzt mal mit dem Internet. Wäre doch gelacht wenn die Aktion in Michelstadt keine Nachahmer fände! Bei der Aktion ist niemand zu Schaden gekommen. Es ist ja wohl auch nicht verboten die Gelben Säcke von A nach B zu tragen? Das Transparent wurde ja auch ziemlich schnell entfernt (um 7:20 Uhr war das Transparent schon weg!) und die Gelben Säcke wurden rechtzeitig bevor die ersten Touristen den “schrecklichen Müllhaufen” gesehen haben entfernt.

Es war eine pfiffige symbolische Aktion die wenig Aufwand und wenig finanziellen Aufwand machte. Mit den Gelben Säcken kann die Atommüllproblematik wunderbar dargestellt werden. Auf der einen Seite die geordnete Entsorgung die der Bürger vorab bezahlt und mit einer akribischen Sammelwut wochenlang aufbewahrt um am Sammlungstag seine gelben Säckchen vors Türchen zu stellen. Auf der anderen Seite diejenigen die 126.000 radioaktive Fässer in den Undergrund kübeln und sich einen Dreck drum kümmern was damit geschieht.

Es würde mich deshalb nicht wundern wenn demnächst öfters Gelbe Säcke von A nach B getragen werden. Ich könnt mir zum Beispiel vorstellen mit vier Säcken das gelbe X auszulegen. Ganz einfach in 10 Sekunden erledigt. Mit acht Säcken dauerts ungefähr 20 Sekunden oder bei 55 jährigen auch mal 30 Sekunden.

Selbst wenn es Zuschauer gibt (gabs in Michelstadt!) kommt von diesen eher Hilfe “do liegt noch einer” als dass sich die Bürger gegen die Aktion stellen. Schließlich will die Mehrheit der Bürger den Atomausstieg.

Mit den gelben Säcken könnte man natürlich auch noch andere Formen legen. Das schwarz gelbe Radioaktivitäts Zeichen einen langen Castor Zug oder halt einfach Stapeln. Oder aber die Castor Strecke Kennzeichnen mit vielen, vielen Gelben Säcken. Auf die Säcke könnte man Gesichter malen. Schließlich sind es schwarz gelbe Säcke. Noch ein paar Anti AKW Parolen drauf fotografiert und das Foto an mich geschickt ich nehms gerne hier im Blog auf. Schließlich kann es doch wohl nicht sein, dass ein Lokalredakteur entscheidet was nachgeahmt wird und was nicht!

Auf gehts an die Gelben Säcke! :-)

bei euch liegen sicherlich auch welche rum.

Atomprotest vor Historischem Rathaus

Mittwoch, 28. Juli 2010

Gestern morgen um kurz nach 6 Uhr bin ich “zufällig” :-) am Historischen Rathaus von Michelstadt vorbeigekommen. 

Michelstädter Rathaus mit Gelben Säcken

Auf dem historischen Marktplatz vor dem über 500 Jahre alten Rathaus lagen 126 gelbe Müllsäcke gekennzeichnet mit dem Radioaktiv Zeichen. Symbolischer hätte der Ort nicht gewählt werden können. Auf der einen Seite eines der ältesten Rathäuser Deutschlands auf der anderen der sorgsam von den Michelstädter Bürgern in gelben Säcken gesammelte Müll der letzten vier Wochen.

126 Gelbe Säcke am Historischen Rathaus als Atomprotest

Der Bürger hat für die Entsorgung des Mülls bereits über den „Grünen Punkt“ bezahlt. Er muss nur noch den Verpackungsmüll ordentlich in Säcke verpacken, zwischenlagern und alle vier Wochen vor die Haustür legen. Dann kommt das Entsorgungsunternehmen und kümmert sich um die Verwertung der Wertstoffe.

Ganz anders sieht es in der Atomwirtschaft aus. Der hochgefährliche radioaktive Müll wird von den Betreibern der Atomkraftwerke einfach an den Staat übergeben. Natürlich kostenlos. Der Staat, besser gesagt die Allgemeinheit kann sich dann tausende von Jahre um den Lebensgefährlichen Dreck der Konzerne kümmern. Die Konzerne sprechen nur vom billigen Atomstrom und verunglimpfen die Erneuerbaren Energien. Da es derzeit weltweit kein Endlager für die strahlenden Fässer gibt wurden 126.000 Fässer in der Asse unfachmännisch eingelagert. Diese Fässer müssen bereits nach wenigen Jahrzehnten aus dem Salzstock geborgen werden. Natürlich auf Kosten der Bürger.

Atomprotest mit 126 Gelben Säcken
Der Michelstädter Protest macht deutlich wie wir momentan mit unserer Umwelt umgehen. Vor 500 Jahren wurde das Rathaus erbaut eine klitzekleine Zeitspanne im Vergleich zu dem strahlenden Müll den wir unseren Nachfahren aufbürden. Wer kann garantieren, dass die hochgefährlichen radioaktiven Stoffe auf jahrtausende gesichert gelagert werden. Wer übernimmt die Verantwortung?

 

AntiAtom Protest vor Michelstädter Rathaus
Der friedliche Protest mit schwarz/gelben Säcken reiht sich in die Vielfältigen Aktionen der Anti-Atom Bewegung ein. Am Montag standen 5.000 Menschen an 60 Büros von CDU/CSU und FDP Bundestagsabgeordneten und schlugen lautstark Alarm. Heute wurde vor einem der ältesten Rathäuser Deutschlands und morgen kann an jedem Ort in Deutschland diese Aktion kopiert werden. Der Protest geht weiter bis alle Atomkraftwerke abgeschaltet sind. Jeder Tag längere Laufzeit bringt mehr radioaktiven Müll und keiner weiß wohin damit.

Leider hat bisher noch keiner über diese Aktion berichtet. Eigentlich schade ich finde die Aktion Super!

Vielen Dank an diejenigen die sich den Gelben Säcken angenommen haben.

Yes, we do it!

Dienstag, 27. Juli 2010

Euphorie! Euphorie! Euphorie! Euphorie! Euphorie!

Hoher Blutdruck, Testosteron, glasige Augen, Gänsehaut und Haare stellen sich. :-)

Jubel, Euphorie und Stolz!

Dass geht ab wie ein Zäpfchen. Ich liebe einfache Aussagen vor allem wenn Sie einfach GEILE Nachrichten bringen:

Photovoltaik und Atom

Wir haben es geschafft!

Jetzt sind wir mit der Photovoltaik auch noch billiger wie Atomstrom. Was Wasser, Biomasse und Windenergie schon lange hinter sich haben hat jetzt auch noch die Photovoltaikbranche geschafft.

Ich bin so stolz auf uns!

Wer es noch nicht kapiert hat kann hier ein paar deutsche Hinweise nachlesen oder die englische Studie sich näher reinziehen. Ich machs nicht. Ich geh jetzt einen feiern! (Hier noch mehr Infos in deutsch)

Ole, Ole wir sind die Champions Ole!

Wir sind billiger wie Atom! Ich flipp aus…Waaahnsinn!

Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

Samstag, 10. Juli 2010

Jetzt hab ich mir während dieser Hitze tatsächlich die 2:38 Stunden Umweltausschuss angehört/angesehen. Ich kann nur jedem empfehlen sich dieses Frage und Antwortspiel mal anzuschauen. Wie hier argumentiert wird.

Ein paar Anmerkungen möchte ich noch machen.

Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorstand der RWE AG z.B. meint Offshore Windkraftanlagen wären “Großtechnische Anlagen” die nur von großen Konzernen finanziert werden könnten. Dazu wären die Gewinne aus den Atomkraftwerken da!
Leider hat RWE bis heute noch keinen Offshore Windpark realisiert…
Dann argumentiert er damit, dass Atomstrom CO2 frei wäre was natürlich eine Lüge ist. Eine Laufzeitverlängerung würde dazu führen dass RWE, EnBW, EON und Vattenfall die CO2 Zertifikate einsacken würden und an andere Länder verkaufen würden. Auf europäischer Ebene gesehen wäre also der Atomstrom aus Laufzeit verlängerten Kraftwerken auf keinen Fall CO2 frei!
Bei der Sicherheitsfrage (1:36:00 Stunde) stottert er rum und meinte auch bei Chemieunfällen wären die Besitzer nur bis zu einer bestimmten Höhe versichert. In meinen Verträgen steht im Kleingedruckten nur was von Nuklearschäden wären nicht versichert von Chemie steht da nix?

Stephan Weil Oberbürgermeister Hannover und Verband kommunaler Unternehmen (VUK) vertritt 700 Stadtwerke. Die decken 10% bei der Stromerzeugung und 54% bei der Stromverteilung zum Kunden ab. Er hat zwei schöne Aussagen gemacht. Wenn Brücken gebaut werden, dann dort wo die Ufer nah beisammen sind. Nicht die Vergangenheit verlängern sondern die Zukunft beschleunigen.

Bei den Stadtwerken wird es am Augenfälligsten. Wo war der Vertreter im Bundestag der Erneuerbaren Energien die 16% Strom einspeisen vertritt? Ich fühle mich nicht vertreten! Auch ich habe in Kraftwerke investiert die vom Weiterbetrieb von AKW’s geschädigt werden, auch wenn keiner in der Runde dies erkannt hat. Meine Photovoltaikanlage hat EEG Vergütung “nur” bis 2022 danach muss ich meinen Strom auf dem “Markt” verkaufen. Wenn AKW’s länger laufen werde ich weniger bekommen!

Dies war auch dem Prof. Dr. Justus Haucap Heinrich Heine Universität neu. Dafür meinte er man sollte die Lizenzen für die Atomstromproduktion versteigern. Bei vier deutschen Atomkraftwerksbetreibern kann ich nur sagen absolut lächerlich was der Prof. da von sich gibt. Vier potentielle Steigerer mit bekannten Produktionsstandorten, den kann ich nicht für voll nehmen…

Auf die kostenlosen CO2 Zertifikate in Milliardenhöhe weist Prof. Dr. Uwe Leprich hin. Er kennt auch keine seriöse Studie zu flexibel fahrbaren AKW’s und weist zu recht auf die immer noch Millionen Nachtspeicheröfen hin. Wenn Atomkraftwerke regelbar wären, würde es Sinn machen diese Nachts runter zu regeln und mit dem Unsinn Nachtspeicheröfen Schluß zu machen.

Rainer Baake Deutsche Umwelthilfe e.V. hat eine wunderschöne Definition von Grundlast. Da Erneuerbare Energien eine Vorrangige Einspeisung genießen sind die Erneuerbaren Energien die Grundlast! Alle anderen Energien müssen nur noch die Lücke zum Verbrauch schließen.
Ausserdem weist er auf die EEG Umlage erhöhenden Minuspreise hin. Kraftwerksbesitzer haben also einen weiteren Grund warum sie Ihre Atomkraftwerke nicht runterfahren wenn Wind und Sonne ausreichend vorhanden wären.

Für den Schluß hab ich mir Prof. Dr. Ing. Alfred Voß aufgehoben. Er spricht von 50 bis 140 Milliarden Kostenentlastung für die Stromverbraucher. Kostenentlastung setzt voraus dass die Preise von den Atomkraftwerksbetreibern an die Kunden gesenkt werden. Dann würde es eine massive Wechselwelle von Stromkunden der Stadtwerke zu den großen vier geben. Die Stadtwerke haben ja schließlich keine Milliardenvorteile.

Der Prof.Dr.Ing. spricht auch noch zusätzlichen Gewinnen von 40 bis 160 Milliarden für die Atomkraftwerksbesitzer. Dies bedeutet die kaufen dann die maroden Stadtwerke auf.

Den Höhepunkt der Anhörung findet sich bei 1:45:00 wo der Prof.Dr.Ing. von höheren externen Kosten bei der Photovoltaik wie bei Atomstrom spricht. Ich bin dafür ihm einen Platz in der Irrenanstalt zu reservieren aber im Bundestag hat er als Experte keinen Platz verdient.

Renditen von 10 bis 12 Prozent sind International üblich

Montag, 31. Mai 2010

Jetzt haben wir es mal wieder klar gesagt bekommen. Während die Renditen bei Photovoltaik sich in einer Größenordnung von 7 Prozent bewegen soll, dürfen die Netz Monopolisten schon mal den Internationalen Standard von 10 bis 12 % fordern. Wenn diese Forderungen nicht erfüllt werden dann gibt es halt keinen Netzausbau. So einfach ist das.

Wie lange lassen wir uns noch von den großen erpressen?

Wie brauchen den Netzausbau um die gewaltigen Mengen an Erneuerbaren Strom in Deutschland zu verteilen. Dieser Netzausbau muss endlich Fahrt aufnehmen und darf nicht durch diejenigen verhindert werden die nur eines im Sinn haben. Ihre Monopole aufrecht zu erhalten. Wenn die Netze nicht umgebaut werden um die Millionen Kraftwerke der Zukunft aufeinander abzustimmen werden die Monopolistischen Strukturen mit ihren erpresserischen Methoden bestand haben.

Dies ist aber das letzte was ich möchte…

Es läuft und läuft und läuft…

Sonntag, 30. Mai 2010

…das Öl im Golf von Mexiko. Die Käfer von VW laufen wahrscheinlich kaum noch. Natürlich ein paar Oldtimer aber in großer Zahl laufen heute die neuen Spritschlucker. Momentan zeigen allen BP den Finger und sagen so was macht man doch nicht. Es gibt sogar eine ganze Menge Vorschläge wie man das Logo von BP anpassen könnte ich hätte da zwar auch Vorschläge möchte sie aber noch nicht veröffentlichen. Natürlich ist momentan das Geschrei groß und noch größer sind die Versprechungen die dazu gemacht werden. BP wird die Kosten übernehmen ist eines davon.

Es wird aber die Zeit vergehen und dann müssen wir vielleicht mal “in der Zeit” lesen wie es war. Wie es mit den Versprechungen war. Wie man die Katastrophe zumindest unter dem Teppich halten wollte. Ich schreibe grad mal wieder von Tschernobyl. Vor mehr als 24 Jahren fand die Katastrophe statt. Man brauchte Hundertausende Helfer die das brennende Teufelsfeuer mit einem einsturzgefährdeten Kuppel absicherten.

Diese Sicherheitskuppel droht Einzustürzen, es regnet rein und keiner sagt laut was bei einem Einsturz passieren würde. Eine neue Hülle sollte bereits 2007 über das radioaktiv vor sich hinkokelnde Schrottkraftwerk geschoben werden. Momentan geht man mit 2013 für die Fertigstellung aus. Natürlich fehlt noch Geld wenn also jemand spenden will kann er sich dort melden. Natürlich werden die Kosten nicht von den Energiekonzernen übernommen. Aber auch nicht von den Energieverbrauchern sondern von der Allgemeinheit Atomstrom soll ja billig bleiben!

Wenn wir nichts tun, dann fahren immer noch Benzinaustos, Tschernobyl kokelt und in Mexico läuft Öl aus. Wenn ich wir sage meine ich alle Bürger die ihre Heimat und Wohlstand erhalten wollen. Nehmen wir die Verantwortung in die eigene Hand gründen Genossenschaften und bauen Kraftwerke, fahren mit unserem selbst erzeugten Strom Auto und pfeifen auf die großen Konzerne und ihre Lügen.

Swimmy

Freitag, 28. Mai 2010

Swimmy von Leo Lionni zeigt uns wie es geht.

“Kommt mit ins große Meer!”, ruft Swimmy den kleinen roten Fischen zu. “Ich will euch viele Wunder zeigen!”

 Der winzige, aber kluge Fisch Swimmy will ins große Meer hinaus. Denn dort warten die Wunder! Die kleinen roten Fische aber haben Angst vor den riesigen Fischen dort draußen. Swimmy überlegt und überlegt. Und endlich hat er eine Idee. “Ich hab’s!”, ruft er fröhlich. “Lasst uns etwas ausprobieren.” Und schon bald schwimmt der Schwarm kleiner Fische in Form eines Riesenfisches in das weite Meer hinaus. Und wirklich - die Riesenfische wagen nicht, in ihre Nähe zu kommen. Und so schwimmen noch heute viele kleine Fische, getarnt als Riesenfisch, glücklich durch das Meer.

“Das zentrale Moment ist nicht so sehr Swimmys Idee von einem großen Fisch, der sich aus einer Menge winziger Fische zusammensetzt, sondern sein energisch vorgebrachter Entschluss: ‘Ich spiele das Auge’. Er hatte das Bild des großen Fisches im Geiste vor sich gesehen. Das war die Gabe, die er erhalten hatte: zu sehen.” Leo Lionni

Ich hab das Buch von Josef Werum bekommen der mit seiner Firma In.Power GmbH es dem großen Fischschwarm aus kleinen Fischen nachmachen will. Eigentlich hätte ich schon lange von In.Power berichten müssen denn die Geschäftsidee ist super wichtig für die Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien. Bereits auf der letzten Husum Wind vor zwei Jahren haben ich mit Josef in Husum über das Projekt gesprochen. Aber erst jetzt wo ich mir die ersten Gedanken mache wohin mit meinem Photovoltaikstrom nach 20 Jahren hab ich mich wieder um das Thema gekümmert und Swimmy war mir ein Begriff.

Bleibt zu hoffen das die vielen kleinen Kraftwerksbesitzer erkennen, dass sie nur zusammen im großen Schwarm unter einem gemeinsamen Hut von z.B. In.Power stark sind und sich was trauen. Jedenfalls wäre es uns aber auch Josef zu wünschen.

RWE verbietet Ballonaktion und kotz drauf

Freitag, 7. Mai 2010

Ja, ja die RWE verbietet die Ballonaktion von Campact. Da lach ich doch. RWE hat nix zu verbieten. Wir machen natürlich die Ballonaktion ob es RWE passt oder nicht. Wir werden die Aktion nicht auf dem Gelände von RWE machen. Das mag sein ist aber unerheblich.

Mehr als 18.000 Luftballons werden auf die “Tödlichen Nachbarn” aufmerksam machen. Ob RWE dies mag oder nicht ist uns egal. Die Luftballons werden fliegen. Sie werden fliegen und den Anwohnern zeigen wie sich der radioaktive Fallout verteilen würde. Auch wenn dadurch bei den RWE Mitarbeitern “massive Existenzängste” entstehen und wir (die Ballonstarter) uns um “unsere Sicherheit” selbst kümmern müssen.

Übrigens verteilt RWE selbst momentan auf dem Maimarkt Gasgefüllte Luftballons an Kinder. Was soll ich denn davon halten? Oder das RWE Ballonteam auch eine Werbekampagne des Atomkonzerns. Bezahlt wird dies natürlich aus dem Werbebudget des Großkonzerns. All das darf ich als Anwohner mir anschauen. Mitfinanzieren auch da ich meinen Strom in Bürstadt nun mal aus dem Netz der EWR kaufen muß und an denen besitzt RWE 50%.

Mit Geld kann man halt große Töne spucken wir diejenigen die das Risiko tragen dürfen werden nicht gefragt. Ob ich als Anwohner “massive Existenzängste” habe juckt die 700 AKW`ler nicht. Aber ich gehe mal davon aus, egal wo die Ballons starten sie werden den Menschen erneut aufzeigen. Wer in der Nähe von Atomkraftwerken wohnt trägt das Risiko eines radioaktiven GAU’s und nur dies wollen wir mit der Aktion “Tödliche Nachbarn” aufzeigen.

Wir hätten natürlich auch ein anderes Thema nehmen können z.B. mein Lieblingsplakat von der Biblis Umzingelung aufgenommen von Kristina:
Atomkraft kotz drauf!

Atomkraft? Kotz drauf

Einfach genialer Slogan. Mit drei Worten alles gesagt. Vielen Dank an die junge Demonstrantin für diese tolle Plakat. Mach weiter so du wirst mal einen tollen Job in der Werbebranche bekommen oder in einer Public Relations Abteilung der Erneuerbaren Energien landen. :-)