Es gab mal wieder eine Umfrage zu Laufzeiten von Atomkraftwerken.
Ich geh mal davon aus, dass die Tagesschau ein ordentliches Tool im Einsatz hat bei dem mehrfaches Abstimmen unterbunden wird. Die maximal Verlängerungs Forderung von 28 Jahren wird garnicht erst abgefragt. Daran erkennt man, dass diese Forderung nur ein Papiertiger ist ähnlich wie die Forderung Atomkraftwerke abschalten sofort. Ich meine mit sofort am nächsten Tag.
Wenn ich mir die “Realo” Extremen anschaue dann wollen 13,7% eine mindest Verlängerung von 15 Jahren aber die doppelte Anzahl will eine frühere Abschalten wie derzeit im Gesetz festgelegt. Für die Röttgersche Acht Jahres Verlängerung können sich auch nur 8% erwärmen die sechsfache Zustimmung bekommt der “weiter so wie es ist” Wunsch.
Es gibt also 20% Zustimmung für eine Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerke. Von 20% träumt inzwischen die FDP nicht mehr die CDU sollte aber vor 20% Angst haben. Auch wenn die momentane Umfrage des Politbarometers grad mal wieder eine Besserung der Stimmungslage für die CDU ausweist.
Die Umfrage der Tagesschau zeigt zum x-ten mal. Atomkraft hat keine Mehrheit in Deutschland. Wenn die Regierung dies mißachtet muß sie mit massivem Widerstand rechnen. Diesen Widerstand werde ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen. Die Zeit der Energiewende ist gekommen. Dass muss auch die CDU einsehen.
Es lebe die Solare Weltrevulotion die demokratisch erreicht wird!
Nach der “abschalten” Aktion am Paradeplatz sind wir direkt zum Mannheimer Symbol dem Wasserturm gelaufen. Dort haben wir kurzerhand den Wasserturm besetzt.
Vielen Dank an Moritz Klein der das tolle Foto geschossen hat und es unter Creative Commons Lizenz 3.0 gestellt hat.
d.h. -freie Verbreitung und Vervielfältigung bei nichtkommerziellen Zwecken (bei kommerziellen Zwecken muss angefragt werden) -Bearbeitung ist erlaubt -und mein Name muss bei einer Veröffentlichung gennant werden, sowie auf die Lizenzierung aufmerksamgemacht werden.
Moritz kann natürlich nichts dafür, dass ich die Anti Atom Fahne oben links falsch rum hingehängt habe. Ich gelobe Besserung beim nächsten mal. Spätestens am 18.9.2010 in Berlin.
Bei herrlichem Wetter beteiligten sich ca. 200 Menschen in Mannheim am Paradeplatz bei der Campact Aktion “Abschalten”. Ich habe ein paar Fotos geschossen auf denen die Stimmung der Veranstaltung gut rüberkommt.
Jetzt wollen sie schon die Atomkraftwerke abschalten!
Liebe Atomkraftwerksbesitzer egal was ihr euch reinpfeift, nehmt ein “klein wenig” weniger davon. Vor euren Drohungen haben wir keine Angst, sondern wir bereiten schon die Feste vor. Wir würden sicherlich die ersten vier Wochen auf der Straße tanzen denn dafür braucht man keinen Strom.
Wenn ich mir anschaue wie die Konzernspitze in unsinnigen Aussagen ausbricht wenn die Politik verschiedene Szenarien durchspricht. Dann Frage ich mich schon wie diese Typen bei einem Unfall im AKW reagieren würden. Besonnenheit scheint jedenfalls nicht die Stärke an den Konzernspitzen zu sein. Eher schon die “dumme Sprüche” Fraktion. Das heisst beim GAU, wir würden auf hohem Kabarettistischem Niveau Entwarnungen und Verharmlosungen hören.
Dies kann natürlich kein Ziel für uns aus der Anti-Atom Bewegung sein. Ein Ziel ist es aber am 18.9. nach Berlin zu fahren. Ich hoffe ihr habt schon alle unterschrieben wir kommen ja langsam auf die tausend Unterschriften zu. Oder noch besser ihr organisiert einen Bus damit ich noch was zu tun bekommen.
Genug gebabbelt es muß mal wieder gezeigt werden wie mächtig die AntiAtom Bewegung ist. Wir werden uns deshalb unter dem Motto “Schluß jetzt!” am 18. September 2010 in Berlin treffen und das Regierungsviertel umzingeln.
Die Demo ist eine Initiative von Schacht Konrad, ausgestrahlt, BUND, IPPNW, Campact und den Natrufreunden. Natürlich gibt es bereits schon viele weiteren Organisationen die am 18.9. nach Berlin kommen. Natürlich kann bereits im Vorfeld die Demo unterstützt werden. Dazu gibt es die verschiedensten Möglichkeiten.
Klar, dass der Sonnenflüsterer auch einen Job übernommen hat. Ich helfe bei der Pflege der Buskarte und habe bereits das erste Dutzend Busse eingetragen die sich für die Demo bereits angekündigt haben. Jeder von euch kann sich in der Mitfahrbörse eintragen und so weitere Leute animieren nach Berlin zu fahren. Schließlich wollen wir viele werden.
Wer einen Bus organisiert kann auf der www.anti-atom-demo.de in der Mitfahrbörse dafür werben und damit auch seinen Bus füllen. Am besten ihr schaut es euch selbst an. Ihr könnt natürlich auch bei der Mobilisierung helfen. Auch dafür gibt es eine eigene Rubrik wo Flyer, Plakate etc. angefordert werden können. Das mindeste was ich allerdings an Engagement erwarte ist das eintragen in die Liste der Unterzeichner. Ihr unterzeichnet damit den Aufruf:
Wir widersetzen uns dieser unverantwortlichen Atompolitik! Wir dulden es nicht, weiter den Risiken von schweren Atomunfällen ausgesetzt zu sein. Dass die Atommüllberge weiter in die Höhe wachsen, für deren Lagerung es weltweit keine Lösung gibt. Dass der Weiterbetrieb der Atomreaktoren den Weg in eine klimaverträgliche Zukunft mit Erneuerbaren Energien verbaut. Wir haben es satt, mit dem Ausstieg auf den Sankt Nimmerleinstag vertröstet zu werden. Wir wollen die Atomkraftwerke abschalten – und zwar jetzt!
Es war ein sensationelles Erlebnis. Nach einer langen Vorbereitungszeit mit vielen Menschen diese Veranstaltung zu planen und dann durchzuziehen. Die Emotionen des Tages vom Aufbau der Stände über dem entgegenfiebern der ersten Demonstranten bis zur Umzingelung in Dreierreihen und dem Ausklang beim Abbau und säubern des Platzes.
Es waren sehr viele Eindrücke die ich im laufe des Tages gesammelt habe. Heute möchte ich im Blog den ersten und den letzten Eindruck in Form von Bildern darstellen. Bevor ich mit meinem Sonnenflüsterer Smart nach Biblis gefahren bin habe ich den Smart vor dem Großflächenplakat der Grünen (hmpfhmpf ) in Bürstadt geparkt.
Leider wurde das Plakat tatsächlich nach 10 Tagen schon wieder überklebt. In Mitlechtern dagegen hängt das Plakat immer noch.
Nach einem begeisternden Demotag in Biblis ist mir beim aufräumen folgender Bub/ folgendes Mädel ins Auge gesprungen:
Er/Sie buddelte auf dem Parkplatz des AKW in aller Seelen Ruhe. Irgendwie kam mir die Suche nach einem Endlager in den Sinn. Da demonstrieren 20.000 Atomkraftgegner für das abschalten der Schrottreaktoren und dem Kind reicht eine kleine Schippe und ein wenig Schotter um seinen Spaß zu haben.
Spaß hatten auch die 20.000 aber nur weiß Sie gemerkt haben sie können sich drauf verlassen sie sind nicht allein und wenn wir erst abgeschaltet haben, dann kriegt das Kind von uns ne ordentliche Schippe und dann darf es ein Endlager bauen mit einer ganzen LKW Ladung voll Sand.
RWE verhandelt mit E.ON über die Übertragung der Reststrommengen vom Atomkraftwerk Stade auf Biblis A. Was auf den ersten Blick als legal angesehen werden könnte. Das AKW Stade war noch vor Biblis A ans Netz gegangen und es dürfen nur Reststrommengen von älteren auf neuere AKW’s übertragen werden erweist sich nach näherem Studium der Vereinbarung von 2000 im Fall von Biblis A als falsch.
In der Anlage 2 dritter Absatz wurde folgendes vereinbart:
“Die Regelungen der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgern vom 14. Juni 2000 sehen vor, dass Biblis A ab dem 01.01.2000 bis zur Stilllegung maximal 62 TWh produzieren darf.”
Da Biblis A bis Januar 2010 ca. 57.800 GWh Stunden bereits produziert haben bleiben ihm noch nach Adam Zwerg 4.200 GWh dann ist Schluß. Abschalten.
Natürlich wissen die sehr verehrten (vom wem eigentlich?) Vorstände von dieser Klausel nichts mehr. Wobei im Netz von E.ON noch die Meldung zu finden ist:
“Die Vereinbarung ist vielmehr ein pragmatischer Kompromiss: Einer wirtschaftlich vertretbaren Befristung der Laufzeit steht die Zusage des ungestörten Betriebs der Anlagen gegenüber.”
Wirtschaftlich vertretbar war die Vereinbarung also und jetzt gehts nur noch um Zusatzgewinne der Großkonzerne. Das Risiko tragen die Anwohner. Atomkraft nein Danke!
Vor einem Jahr schon habe ich auf der weltgrößten Solarmesse der Intersolar in München versucht das magische des Spruchs “Atomkraft Nein Danke!” zu vermitteln. Leider mal wieder erfolglos. Das ist ein Zeichen der Birkenstocks, der Hippis der Alt68er. Ich konnte mich nicht durchsetzen. Wir haben unsere Wahlkampfgelder für andere Dinge ausgegeben und Menschen mobilisiert informiert und aufgeklärt.
Wir haben alles gegeben aber die Wahl haben andere gewonnen.
Jetzt ein Jahr später ärgere ich mich weil mein Dickschädel mal wieder nicht stur genug war.
Atomkraft Nein Danke!
Unter diesem Slogan werde ich wieder verstärkt um die Ecken ziehen und die Menschen bitten diesen Spruch wieder zu tragen. Ob als Anstecker, Button, Fahne oder Aufkleber. Einfach nur “Atomkraft Nein Danke!”. Mehr braucht es nicht. Seitdem ich selbst wieder den Button trage werde ich oft angesprochen. Den hab ich auch noch zuhause! Aber einen echten. Als ob meine Anstecker unecht wären… Oder ich werde gefragt hast du den aus dem Keller geholt.
Am Wochenende haben wir auf der Anti Atom Demo in Biblis 450 Anti Atom Fahnen verkauft. Lasst uns diese Fahnen nicht verstecken. Nicht in den Keller damit. Hängt diese Fahnen öffentlich sichtbar an eure Häuser, in eure Fenster oder in euer Auto. Wir waren bundesweit 150.000 Menschen die Atomkraft nein Danke demonstriert haben. Wir müssen den anderen dies auch im normalen Leben immer wieder sagen. Nicht nur in dem wir von der Demo in Biblis reden und sagen “ich war dabei” nein wir müssen es zeigen dass wir dort waren und Atomkraft sofort abschalten gefordert haben und weiterhin fordern.
Ich habe gerade mich mit Aufklebern, Buttons und Fahnen eingedeckt und werde mit diesen Materialien meine FreundInnen demnächst beglücken.
Ich merke gerade, daß es mir momentan nicht gelingt alle Blogs die ich schreibe regelmäßig (täglich) mit Geschichten zu füllen. Kein Mensch aber auch keine Maschine schafft die “volle Leistung” rund um die Uhr. Atomkraftwerke schon gar nicht. Auch wenn AKW’s in der Prosa immer als Grundlastkraftwerke bezeichnet werden. Auch jetzt im Moment sind nur 78% der Kapazität der Deutschen Atomkraft am Netz. Von ca. 20,5 GW sind nur 16 GW produktiv.
Wenn ich mich recht erinnere haben die Windräder an denen ich beteiligt bin im letzten Jahr an 80% der Zeit produziert. Natürlich nicht Vollast. Aber es heißt ja immer “die Windräder stehen meist”. Das ist natürlich falsch. An fast 7.000 Stunden im Jahr lieferten meine Windmühlen (mein kleiner Anteil jedenfalls ) hier im Binnenland Strom ins Netz.
Jetzt hat der Kraftwerksdirektor Dr. Lauer im 62. Kraftwerksgespräch mal wieder einen Kalauer rausgehauen. Er beschreibt, daß Erneuerbare Energien und Atomkraft zusammenpassen. Denn die AKW’s können jederzeit mit unterschiedlich geregelter Leistung arbeiten. Na ja was Lauer sagt muß noch lange nicht stimmen.
Was ich in Spanien jedenfalls sehe ist was anderes. Dort hat Windenergie teilweise schon einen Anteil über 50% an der Stromversorgung und die AKW’s werden ungeniert in Volllast weiterlaufen lassen. So wie in Deutschland halt. Dort schreibt keiner was von Regelkraftwerk sondern es wird einfach produziert so viel wie geht und der Kunde darfs dann zahlen. Natürlich wird vorher noch gegen den “unsteten” Wind geholzt.
Selbst wenn Lauer der Meinung ist er könnte seinen alten Schrottreaktor regeln möchte ich mal zu bedenken geben was dann passiert. Die Störungen in den AKW’s würden zunehmen und die alten Blöcke würden noch mehr belastet wie unter Volllast. Diesen Effekt kennt jeder von seinem Auto. Ein Motor der gleichmäßig läuft schafft mehr Betriebsstunden wie der Motor der ständig im Stadtverkehr hoch und runtergefahren wird.
Bei den alten Blöcken vom AKW Biblis wäre dies einfach nur Leichtsinnig. In Biblis sollte man nicht nur Block A und B abschalten sondern auch noch Lauer in den Ruhestand versetzen bevor er einen Irreparablen Schaden anrichtet.
Wie vermutet interessiert sich in Biblis niemand um einen Castor Transport. Warum auch, wo der Müll hinkommt interessiert in Biblis niemanden. Das Atomkraftwerk ist ja nur für die Energieversorgung da. Was anschließend passiert ist Sache der Allgemeinheit.
Jedenfalls war ich schon mal vorsorglich mit einem Castor Transport in Biblis. Als krönenden Abschluss bin ich nochmal ums Atomkraftwerk gelaufen. Auch da gabs keinerlei Probleme mit meinem Castor Transport. Nur einmal war es ziemlich makaber. Ich bin ziemlich vorne bei den ersten Test Umzinglern gelaufen als eine Lautsprechdurchsage uns verunsicherte. “Bitte verlassen Sie das Kraftwerksgelände“. So schallte es aus den x-Lautsprechern die an der Mauer um das AKW installiert sind. In diesem Moment bin ich mir schon hilflos vorgekommen. Der kleine Erhard vor dem Riesen Klotz von AKW. Man sieht keine Menschenseele weiß aber genau durch die vielen Kameras, der Polizei, Wasserschutzpolizei und dem Werkschutz die beobachten dich und dann diese blecherne Stimme. “Bitte verlassen Sie das Kraftwerksgelände“.
Später hab ich dann erfahren es wäre ein langhaariger Fotograf zu nahe an die Kraftwerksmauer gegangen. Na da hab ich ja ein gutes Alibi bei meinem Haarschnitt.
Jedenfalls haben auch die vielen Kameras meinen Castor Transport nicht endecken können. Genaugenommen habe ich nämlich einen Castor fiber transportier oder noch genauer einen kleinen Teil davon.
Es handelt sich um einen teil vom Unterkiefer des Europäischen Biber (Castor fiber). Diesen Knochen habe ich vom hessischen Nabu Landesvorsitzenden ausgeliehen bekommen. Er hat ihn in der Gegend von Biblis gefunden. Der Knochen dürfte mehrere tausend Jahre alt sein. In der Nähe vom Bibliser Atomkraftwerke wurden die Baggerseen ausgebaggert um den Kies für das Atomkraftwerk zu fördern. Bei diesen Ausgrabungen sind massenweise Knochen gefunden worden. Gerhard besitzt jedenfalls eine ordentliche Sammlung mit einigen Raritäten davon.
Durch konsequenten Schutz und Auswilderungen hat der Biber in den letzten Jahrzehnten ein großes „Comeback“ erlebt. Mir wäre es recht wenn wir das AKW abschalten und der Biber käme wieder zurück in seine Heimat. Die Bibliser sind ja früher schon durch ihren Kampf gegen den Sumpf aufgefallen. Vielleicht erinnern sie sich ja daran und bekämpfen demnächst den Sumpf der Atomkraftwerksbetreiber.
Auf jeden Fall hat es mir Spass gemacht mal einen Castor Transport selbst durchzuführen und habe damit auch mal die “andere Seite” kennengelernt. Das nächste mal bin ich aber wieder auf der Seite der Gegner der Castorentransporte. Ganz bestimmt!