Röttgen rüttelt die Regierungsparteien auf

6. Februar 2010

Jetzt wird es spannend. Röttgen steht vorerst noch zu seinen Aussagen bekommt allerdings ordentlichen Gegenwind aus den eigenen Reihen. Da läuft ein Fuchs durch die Gegend der Lügen verbreitet “Wir können unsere Umweltziele ohne Kernkraft nicht erreichen”. Der gegen Windräder (Vogelschredderanlagen) und Photovoltaikanlagen (Subventionsgräber) Stimmung macht. Der Fuchs meint was im Koalitionsvertrag steht wäre die Wirklichkeit. Stand im Koalitionsvertrag auch wieviel Photovoltaik wir in Deutschland 2009 installiert haben? Nein, man hat uns wie immer unterschätzt.
Es gibt sie halt immer noch die ewig gestrigen die noch nichts kapiert haben. Herr Röttgen bleiben Sie bei Ihrem Standpunkt die Branche der Erneuerbaren Energien kann die Stromerzeugung aus Atomkraftwerken locker ersetzen. Wir könnten sogar noch mehr. Dazu benötigen wir eine Reduzierung von Hemmnisssen die den Ausbau der Erneuerbaren Energien behindern.

Hoffentlich war sich Röttgen bewußt, daß er sich mit dieser Aussage den Zorn der anderen Branche (die strahlende) und deren Profiteure zugezogen hat. Ich kann mich noch erinnern was hier in Hessen los war als Ypsilanti und Scheer es gewagt haben die Energiewende einzuleiten. Das steht Ihnen jetzt auch bevor.

Auf eines können Sie sich aber verlassen. Die Anti Atomkraft Szene wird Ihre Einschätzung zur Akzeptanz der Atomkraft voll erfüllen. Wir werden am 24.4.2010 im Norden und im Süden (Biblis) zeigen wie stark wir sind.

Wir werden stark und mächtig sein!

Widerstand auf allen Ebenen

25. Januar 2010

Ich hab mir ja am Sonntag in Michelstadt Claudia Roth von den Grünen gegönnt. Der wichtigste Satz für mich war daß jetzt der “Widerstand auf allen Ebenen” angesagt sei. Ich ergänze Widerstand mit allen Mitteln.
Es ist alles erlaubt was nicht verboten ist. :-)

Wer sich dem lokalen Widerstand anschließen will dem empfehle ich den Blog von AKWende in dem ich auch schreibe. Dort bauen wir derzeit die öffentliche Anlaufstelle für die Atomkraftblöcke Biblis A und B auf. Natürlich sind neue Gesichter bei unseren Treffen immer gern gesehen. Das nächste Treffen (Plenum) ist am Donnerstag den 18.2.2010 in Bensheim Hauptstraße 39 im Faktoreikeller (wenn man davor steht rechts geht eine Treppe in den Untergrund :-) ).

Wir sind ein lockeres Bündnis mit Menschen aus vielen Gruppierungen, Parteien, BI’s, Vereinen und auch Einzelpersonen alle mit dem Ziel Biblis A und B abzuschalten.

Wer mehr wissen will kann natürlich Kontakt aufnehmen oder kommentieren.

Biblis, wir kommen wieder! Keine Frage!

5. Januar 2010

Inzwischen wurde mein Leserbrief veröffentlicht. Leider wurde er wieder einmal um einiges gekürzt, aber immerhin wurden einige Themen angesprochen. Zu meiner Überraschung wurd am gleichen Tag ein zweiter Leserbrief veröffentlicht. 

Leserbrief in Bürstädter Zeitung 29.12.2009
Das hat mir grade noch gefehlt. Da wird unsere friedliche Demo gleich mit gewaltbereiten Chaoten verglichen. Es ist immer die gleiche Methode. Man wirft mit Dreck, ein bißchen wird schon hängenbleiben. Selbst wenn jemand die Menschen aus dem schwarzen Block so gereizt hätte, daß diese mit Gewalt antworten. Dann wären maximal 10 Fensterscheiben zu Bruch und 20 Autos in Flammen aufgegangen. Sowas darf natürlich bei dem normalen Deutschen nicht sein.
Aber ein 35 Jahre altes Atomkraftwerk weiterbetreiben obwohl man wissen müsste. Die Dinger sind noch nicht mal richtig versichert. Wenn was passiert dann tragen wir die Anwohner das Risiko und RWE wird einen Teufel tun unsere Schäden zu 100% zu entschädigen.

Aber wehe es trägt einer schwarz!

Oder es ist auch o.k. wenn Vorstände von Aktiengesellschaften ihr Vermögen innerhalb eines Jahres von 1 Milliarde auf 1,4 Milliarden steigern. Immer nach dem Motto wer was leistet der bekommt auch viel. Sowas nimmt man in Deutschen Wohnzimmern klaglos hin.
400 Millionen in einem Jahr! Ich hab 37 Jahre beim Benz in Monnem gschafft! Wenn ich jedes Jahr 100.000 Euro bekommen hätte, dann wären in 37 Jahren 3,7 Millionen Euro zusammengekommen. Das ist noch nicht einmal ein hundertstel von dem was die tollen Burschen in einem Jahr für ihre Taten bekommen. Da komm ich mir vor wie ein Nichtsnutz.

Aber wehe es trägt einer schwarz!

Dass diejenigen die unsere Wirtschaftskrise zu Verantworten haben nicht in schwarz sondern in Anzug mit Krawatte rumlaufen stört auch niemanden. Mit diesen Anzugsträgern hat man sich ja schon arrangiert.

Jetzt reichts ich muß mal kucken ob ich für den 17.1. mein kleines schwarze im Schrank finde. So rein aus Solidarität. :-)

Ach so. Ich hab natürlich schon reagiert und einen neuen Leserbrief abgeschickt:

Schwarzer Block

Herr Horn Sie sollten uns Demonstranten schon selbst überlassen wie wir uns kleiden. In Biblis waren ca. 20-30 Personen komplett in schwarz gekleidet. Sie liefen vorne am Demozug mit einem Transparent von der Antifa. Auf dem Transparent wurde auf die Verwertung von radioaktivem Material verwiesen. Die Gruppe war während der Demo friedlich. Warum H. Horn diese Menschen und auch alle anderen Demonstranten in die Nähe von Chaoten schreiben will ist mir schleierhaft. Wir waren friedlich und wir haben uns auch vereinbart am 17.1. wieder friedlich durch Biblis spazieren zu gehen. Ausser dem „schwarzen Block“ konnte ich aus noch weitere Blöcke ausfindig machen. Da waren die Linken, die SPD, die Grünen aber auch aus der CDU waren Menschen vertreten. Es waren von Attac, Greenpeace, BUND und Nabu Menschen unterwegs. Zumindest bei einer dieser Gruppierungen bin auch ich Mitglied. Alle diese Gruppen eint die Meinung es wird Zeit Biblis Block A und B abzuschalten. Dazu gibt es Verträge und die sind einzuhalten. Wer mit Tricks die selbst unterschriebenen Verträge versucht zu umgehen mit dem kann man auch in Zukunft keine neuen Verträge machen. Das Vertrauen in diese Manager ist dahin.
Mich verwundert aber auch, daß H. Horn anscheinend die handvoll friedlich schwarz gekleidete Menschen fürchtet. Unsere derzeitigen Wirtschaftsprobleme wurden leider durch Anzugs und Krawattenträger verursacht. Auch hier kann ich nicht alle in einen Topf werfen sondern muss differenzieren. So lange wie wir friedlich spazieren gehen gibt es keinen Grund einen aus unserer Gruppe in die Nähe von gewaltbereiten Chaoten zu schieben. Wir halten uns an Verträge, die RWE will es anscheinend nicht. Deshalb sind wir am 17. Januar wieder in Biblis unterwegs.

Mal sehen ob auch der abgedruckt wird.