Bosse ziehen den kürzeren

22. August 2010

Wie kann man nur so überheblich sein. Vierzig Wichtigtuer meinten sie könnten der Bundesregierung mal zeigen wie toll und mächtig sie sind. In großen Zeitungsanzeigen dokumentieren Sie “IHRE” Unterschrift unter einen Energiepolitischen Appell. Nicht genug der Provokation sie wollen auch noch mit einer Homepage weitere Unterschrifte sammeln. Immerhin haben inzwischen 488 Personen diesen Mist unterzeichnet.

Jetzt sind aber Niklas Sum aus Berlin und Philipp Schächtele aus Freiburg auch auf die Idee gekommen für eine andere Energiezukungt auch Unterschriften zu sammeln. Die beiden machen das über Ihre neu eingerichtete Homepage www.energie-ohne-zukunft.de und haben momentan gerade die 700 Unterschriften erreicht. Ich bin mir sicher, dass dies erst der Anfang ist. Schließlich haben bei Campact ca. 160.000 BürgerInnen für einen Ausstieg aus der Atomkraft unterschrieben…

Nun liebe Bosse und liebe Angela wie sieht es mit der Demokratie jetzt aus? Zählen die Unterschriften der 40 Möchtegern-Bosse mehr als die Unterschriften der Bürger?

Eine Regierung sollte wissen was sie will…

3. August 2010

Heute vor einem Jahr hatte ich noch Hoffnung, dass der schwarz gelbe Kelch an mir vorübergehen würde. Leider hat die Demokratische Mehrheit gemeint sie müssten einer Kombination von schwarz gelb oder genauer CDU, CSU und FDP die Möglichkeit einer Regierungsbildung geben. Dieses Trio hat sich dann “schnell” mit einem Koalitionsvertrag zur Zusammenarbeit geeinigt. Danach herrschte Friede, Freude Eierkuchen!

Das solare rumgeeiere möchte ich heute nicht nochmals beleuchten sowohl die Kürzungen, Aussetzungen bei der Solarwärme noch die unqualifizierte Änderung des EEG waren Meisterleistungen der Regierung. Ich möchte mich mal wieder der Atomfrage widmen. :-)

Eigentlich sollte man meinen, dass sich Parteien auf den Moment vorbereitet haben ab dem Sie die Regierungsmehrheit haben. Denn wenn Parteien dann noch nicht wissen was sie wollen was hat denn der Wähler dann gewählt? Eine Verpackung ohne Inhalt? Jedenfalls beauftragte das Dreigestirn erst einmal ein Energie Konzept für die Bundesrepublik.

Darauf warten momentan alle. Allerdings hindert dies niemanden aus diesen drei Parteien schon mal zu artikulieren wie lange die Laufzeit der alten Atomkraftwerke zu verlängern sind. Das Spektrum dieser Äußerungen ist beeindruckend:

Es gibt einen Stadtrat die wollen sogar SOFORT aussteigen! In Landshut und die CSU ist dabei!
Der Saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) warnt davor die Laufzeit (ohne Bundesrat) zu verlängern!
Der Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) könnte sich mit 8 Jahren mehr zufrieden geben.
Zehn Jahre sollten es bei Björn Thümler (CDU) schon sein.
Das reicht dem Bayrischen Umweltminister nicht. Hans-Peter Friedrich (CSU) meint 15 Jahre aber nicht pauschal für alle.
Natürlich darf Mappus (CDU) aus Baden Württemberg nicht fehlen. Schließlich hat er nächstes Jahr Wahl. Bei ihm sollen es schon 17 Jahre sein. Oder 15 plus X dafür würde er auch ein “Skalp” opfern? Hat wohl zu viel Karl May in seiner Jugend gelesen.
Kein Sommerloch Thema ohne Brotherle (Brüderle FDP) für den die 15 bis 20 Jahre eine “signifikante Laufzeitverlängerung” sind.
Natürlich kommt Unterstützung aus den Lobbyverbänden zum Beispiel der weltbekannte Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie (LVI) die meinen so um die 20 Jahre müsste schon verlängert werden.
Oder die Vereinigung bayrischer Wirtschaft (vbw) “braucht 20 Jahre besser noch um 30 Jahre” leider geht aus dem Artikel nicht hervor ob die nur die Raucher Wirtschaften vertreten oder ob auch die Nichtraucher Wirtshäuser (in Bayern die Mehrheit) vertreten werden.
Die unbegrenzte Laufzeit predigt der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) er meint so lange Kraftwerke sicher sind können sie weiterlaufen. Zwei Minuten bevor sie unsicher werden könnte man sie ja vorsichtshalber endgültig abschalten…

Sicherlich ist diese Übersicht noch Lückenhaft aber ich hab mir bei der Sammlung schon Mühe gegeben. Da kann ich nur sagen der Wähler hat sicherlich das bekommen was er wollte. Eine klare Richtung wo die Reise hingeht. Oder auch nicht wenn der Bundesrat was anderes meint oder das ganze vor den Gerichten geklärt werden muss.

Ach so Angela hat auch mal was gesagt. Sogar vor der Wahl:

Bundesregierung ohne Konzept

11. April 2010

Ich habe von CDU/CSU/FDP seit dem Bundestagswahlkampf nur eines zum Thema Atomkraft gehört. Die Laufzeit muß verlängert werden. Na ja als alter Demokrat muss ich das akzeptieren, dass andere eine Meinung haben die ich nicht verstehe und nicht nachvollziehen kann. Inzwischen muss ich allerdings feststellen, dass ausser den Sprüchen “Brückentechnologie”, “Wir brauchen noch Atom” oder “Die Erneuerbaren Energien sind noch nicht so weit” keine belastbaren Daten dahinterstehen.

Jetzt sind die Jungs und Mädels schon mehr als ein halbes Jahr im Amt und sie verweisen immer noch auf die “in Auftrag gegebene Berechnung” die erst im Herbst diesen Jahres vorliegt. Es sind Berechnungen die von CDU/CSU/FDP in Auftrag gegeben werden. Da weiß jeder Auftragnehmer welches Ergebnis gewünscht ist. Na Klasse!

Da treten Menschen ein Amt an und verkünden erst einmal Stammtischparolen und geben Berechnungen in Auftrag. Als ob es solche Berechnungen nicht schon gebe. Von CDU/CSU/FDP am 28.8.2002 in Auftrag gegeben.

Standortbestimmung für Kernkraftwerke
gemäß dem von CDU/CSU und FDP definierten Szenario „fossil-nuklearer Energiemix“ der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung“ des Deutschen Bundestages.

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Wer sich nicht die ganze Studie anschauen möchte kann das Ergebnis als Deutschlandkarte sich hier ansehen.
Enquete Komission CDU FDP Atomkraftszenario

Laut Studie müssten 60 Atomkraftwerke in 2050 am Netz sein. Ich denke mir bei den neueren Berechnungen von CDU/CSU/FDP wird ein ähnlicher Schwachsinn rauskommen wie hier in dieser Studie.

Ich sehe das anders: “Es gibt keine Alternative zum Atomausstieg. Jedenfalls nicht hier in Deutschland“.

Wir haben ein anderes Verständnis von Sicherheit wie andere.
Wir sind Vorreiter für eine neue Technik der Energiegewinnung.
Wir haben die kreativen Köpfe die solch einen Wandel stemmen können.
Wir brauchen Politiker die uns in diesem Wandel begleiten, die wissen wo es hingeht und die uns unterstützen und keine die nochmal ein halbes Jahr rechnen müssen um uns anschließend noch behindern.

Reden ist Silber, abschalten ist Gold

15. Februar 2010

Derzeit profiliert sich unser neuer Umweltminister in unachahmlicher Art. Er droht eine Laufzeitverlängerung auf 40 Jahre an und wird trotzdem als grüner beschrieben. Die Medien schreiben so als ob er Kraftwerke abschalten würde. Dies hat er aber bis heute nicht getan. Er sagt zwar wenn die Erneuerbaren Energien 40% des Strombedarfs abdecken dann können wir auf Atomkraft verzichten. Allerdings tut er alles dafür, daß die Solarenergie gestoppt wird.

Da kann er gut große Töne spucken wenn er den Ausbau von Erneuerbaren Energien verhindert. Die Kraft Wärme Kopplung steht ja auch schon auf der Abschußliste. Es ist also Vorsicht geboten vor unserem Umweltminister. Aber wir sollten ihn beim Wort nehmen.

Unterschreibt den Aufruf des BUND der Herrn Röttgen auffordert endlich Atomkraftwerke abzuschalten.

KettenreAktion: Atomkraft abschalten!

8. Februar 2010

Jetzt ist es endlich geschafft und der Termin steht ich hoffe ich seh euch alle in Biblis zur:

Umzingelung des AKW Biblis
am Samstag, 24. April 2010
Dem Atomausstieg auf die Beine helfen: Statt endlich abzuschalten wollen die vier Energiekonzerne RWE, EON, Vattenfall und EnBW ihre Atomkraftwerke noch Jahre- und Jahrzehntelang weiter betreiben und einen täglichen Gewinn von einer Million Euro pro abgeschriebenem Atomkraftwerk kassieren. Nach der Landtagswahl im Mai in Nordrhein-Westfalen gehen die Verhandlungen zwischen der Regierung und diesen Atomkonzernen in die heiße Phase.

Wir stehen am energiepolitischen Scheideweg: Wird weiter auf Dinosauriertechnologien gesetzt – oder umgehend und konsequent auf Erneuerbare Energien umgestiegen!

Wir wollen raus aus einer Technologie, die ein verheerendes Unfallrisiko birgt, den Ausbau Erneuerbarer Energien blockiert und tausenden Generationen tödlichen Atommüll aufbürdet. Die Skandale um die sogenannten
Endlagerstandorte Morsleben, Asse und Gorleben zeigen: Das Problem des Jahrmillionen strahlenden Atommülls ist völlig ungelöst.

Die Alternativen sind längst da, man muss sie nur durchsetzen. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien – im Dreiklang mit Energiesparen und Energieeffizienz!

Es ist an der Zeit, ein unübersehbares Zeichen zu setzen. Das wollen wir zwei Tage vor dem Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe mit der Umzingelung des AKW Biblis tun. Als Teil der bundesweiten Proteste werden wir bei der zentralen süddeutschen Anti-Atom-Aktion mit tausenden Menschen auf die Straße gehen.

Daher fordern wir: Die Atomkraftwerke Biblis und Neckarwestheim müssen sofort stillgelegt werden. Und alle anderen Atomanlagen auch!

Ich freu mich über jeden der kommt!

Laufzeitverlängerung rechnet sich für niemanden

24. Januar 2010

Da die Bundesregierung anscheinend meint alle Atomkraftwerke könnten längere Laufzeiten durchhalten, möchte ich mal genauer hinschauen für wen sich das rechnet.

Die Bundesregierung
Für die Verlängerung von allen deutschen Atomkraftwerken gibt es in Deutschland keine Mehrheit. Deshalb wird das Ansehen der an der Regierung beteiligten Parteien durch diese Entscheidung geschwächt. Die Antiatombewegung wird dafür sorgen, daß diese Thema nicht von der Tagesordnung kommt. Es wird also ein unnötiges Dauerthema und Ressourcen werden vergeudet.

Die vier Kraftwerksbetreiber
Sie werden immer als die Profiteure dieser Entscheidung dargestellt.
Da würde ich mal sagen abwarten. Besser gesagt wir werben denen die Kundschaft ab. Bisher haben wir immer gesagt Stromwechsel zu einem der vier Ökoanbieter. Jetzt sage ich weg von den vier. Hauptsache weg von Atom egal zu welchem Stromanbieter. Jeder der bei den Vertragsbrechern (RWE, EON, EnBw und Vattenfall) bleibt macht sich mitschuldig an den längeren Laufzeiten für Atomkraftwerken und den Folgen die daraus erwachsen.

In der Berechnung wieviel Gewinn die Konzerne bei einer Laufzeitverlängerung machen wird immer vergessen in 2013 sind wieder Bundestagswahlen.
Da mit den vier Vertragsbrechern (RWE, EON, EnBw und Vattenfall) kein vernünftiger Mensch mehr Verträge machen kann müssen bei einer entsprechenden Mehrheit bis 2017 alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Die Linke und die Grünen dürften mit diesem Gedanken keine Probleme haben fehlt nur noch die SPD.
Ich erwarte deshalb jetzt von der SPD einen entsprechende Äußerung. Wenn alle Atomkraftwerke bis 2013 weiterproduzieren und es eine Linke Mehrheit gibt müssen alle Atomkraftwerke während der nächsten Wahlperiode (bis 2017) technisch abgeschaltet werden.
Beim Atomkonsens wurde ja eine entsprechende Menge an Strom vereinbart der noch produziert werden darf. Dem haben die Atomkonzerne zugestimmt. Wenn jetzt keines der Kraftwerke abgeschaltet wird dürfte spätestens 2017 dieses Kontingent erschöpft sein. Es wäre also legitim alle abzuschalten. Wenn die SPD dieses Signal geben würde könnten sich die vier (RWE, EON, EnBw und Vattenfall) überlegen ob sie das Risiko der Nachrüstung von alten AKW’s eingehen. Ich könnte mir auch vorstellen, daß auf den Hauptversammlungen der Aktiengesellschaften eine spannende Diskussion losgehen dürfte.

Die Castortransporte werden natürlich auch wieder mit vermehrtem Wiederstand aus der Bevölkerung rechnen dürfen. Alles Kosten und negative Presse für die vier. Das rechnet sich nicht!

Es bleibt also das Ziel für die Wahl 2013 eine Mehrheit für die Parteien zu schaffen die den “sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft” befürworten. Das Risiko der alten 17 AKW’s bis 2013 bleibt natürlich erhalten und ist nicht akzeptabel.

Deshalb Wiederstand gegen die Laufzeitverlängerung jeder kann mitmachen.

Polizei hat nich viel zu tun

27. Dezember 2009

Diese Überschrift über unseren Sonntagsspaziergang in Biblis hat mich mal wieder veranlasst einen Leserbrief an die Lampertheimer Zeitung zu schreiben. Ich weiß nicht ob er veröffentlicht wird deshalb hier schon mal vorab den Text:

Reporter nicht auf dem laufenden!

Es ärgert mich schon wenn ich von meinem demokratischen Recht Gebrauch mache und dann als Überschrift lesen muß „Polizei hat nicht viel zu tun“. Wir sind gekommen um einen Sonntagsspaziergang in Biblis durchzuführen und nicht um zu randalieren. Viele der älteren Demonstranten kommen aus der Friedensbewegung und lehnen Gewalt ab.

Entgegen der Zählung des Reporters (100 Teilnehmer) waren nach meiner Schätzung mindestens 250 Teilnehmer unterwegs dies wird von anderen Presseorganen sogar mit 300 noch überschritten.

Mit dem Sonntagsspaziergang wird eine alte Tradition wieder aufleben lassen. Wir werden jeden dritten Sonntag eines Monats in Biblis spazieren gehen. Denn wir erwarten, daß die Blöcke A und B demnächst, wie von den Vorständen von RWE in einem Vertrag zugestanden, abgeschaltet werden.
Wenn die Blöcke abgeschaltet werden, kann dieser Strom ohne Probleme durch die bereits installierten Erneuerbaren Kraftwerke ersetzt werden. In 2001 als der Atomausstieg gemeinsam beschlossen wurde hatten Erneuerbare Energien einen Anteil von 7% heute 15%. Mit diesen 8% könnten noch einige zusätzliche (auch Biblis A und B) Atomkraftwerke neben Obrigheim und Stade wie vereinbart abgeschaltet werden.

Lustig finde ich schon die Werbung im Bericht über RWE und deren Engagement in Erneuerbare Energien. Vielleicht kann der Reporter mal den prozentualen Anteil Erneuerbaren Strom an der Gesamtproduktion in Deutschland von RWE recherchieren, dann hätten wir ja mal eine Messlatte um die Verdienste von RWE am Ausbau der Erneuerbaren Energien zu messen.

Auch die naive Aussage Atomenergie wäre von RWE reduziert worden. Jeder weiß, sie wurde deshalb reduziert weil man einen techn. Fehler (Dübel) hatte und weil man mit dem Betrieb über die Bundestagswahl kommen wollte.
Auch der Hinweis des Reporters, es stehen keine ausreichenden Alternativen zur Verfügung ist einfach lächerlich.

Es ist schon bemerkenswert dass der Reporter vom Sonntagsspaziergang nur wenige Sätze berichtet. Aber einen allgemein Vortrag über Atomenergie und Lobhudeleien über RWE verbreitet.

Wir sind aber nach Biblis gekommen um zu zeigen, dass wir die Atomkraft Gegner noch da sind.
Dass mit uns zu rechnen ist und dass wir es nicht demütig hinnehmen wenn die Laufzeiten dieser Kraftwerke verlängert werden. Aber wir erwarten auch einen Bericht von unseren Aktionen der unserer Aktion gerecht wird. Denn wir sind nicht die Werbeabteilung von RWE. Da muß der Reporter wohl unlängst gewesen sein.

Jetzt erst recht. Ich hupe für den Atomausstieg!

13. Dezember 2009

Nachdem meine One Man Show nicht funktioniert hat habe ich Verbündete gesucht und gefunden. Wir hupen jetzt gemeinsam für den Atomausstieg. Wir sind der Meinung, daß acht Jahre seit der Vereinbarung aus der Atomenergie auszusteigen, den Kraftwerksbesitzer genug Milliarden in die Kassen gespült haben und jetzt endlich wie vereinbart abgeschaltet werden muß.

Es sind genug Argumente ausgetauscht. Wir drehen uns in der Argumentation im Kreis.

Auch wir “drehen uns im Kreis”

Ich hupe für den Atomausstieg in Mannheim

Wir treffen uns in Mannheim an der Alten Feuerwache wer eine Hupe hat kann sie gerne mitbringen. Die Aktion startet am Samstag den 19.12.209 um 13 Uhr. Von dort aus gehen wir wie auf der Grafik eingezeichnet immer gegen den Straßenverkehr (im Kreis rum) die Straßen lang. Dort hupen wir für den Atomausstieg. Wer zu spät kommt der kann einfach mit seinem Auto die Straße lang fahren er wird uns mit unserem neuen Transparent (siehe altes Schild) schon sehen. Wer uns verpasst, muss entweder an der Feuerwache eine Ehrenrunde drehen oder hinter dem Nationaltheater durch die Collinistraße drehen. Das ganze ist so eine Art Rundkurs.
 Ich verspreche euch, die Transparenten Maler haben erstklassige Arbeit geleistet. Wenn ihr hupt haben wir natürlich die Chance auch euch zu sehen. :-)

Ich hupe für den Atomausstieg Unser Logo kann kann natürlich von jedem zum Zwecke der Verbreitung kopiert und ausgedruckt werden. Vielen Dank nochmals an Gerhard. Wir hoffen auf gutes Wetter und wenn möglich viele die unser hupen hören.

Die Macht der Presse bei 700 Arbeitsplätzen

20. November 2009

Welch eine Schlagzeile!

Toyota verläßt Formel 1

Keine Angst ich meine nicht die Hauptschlagzeile von GM und Opel. Nein ich meine die Schlagzeile links unten.
“Toyota verlässt die Formel 1″.

Wenn man den kleinen Text ließt stellt man fest es geht um 750 Arbeitsplätze in Köln. Die Arbeitsplätze werden abgebaut und keiner wird sich deshalb groß aufregen. Wer braucht auch schon so etwas wie ein Formel 1 Team. Die Mitarbeiter sind sicherlich hochqualifiziert und finden wieder einen Job. Was solls also.

Stellen wir uns mal vor das Atomkraftwerk Biblis mit seinen 700 Mitarbeiter würde morgen geschlossen. Wie würde die Schlagzeile dann aussehen? Na klar, diese Nachricht wäre die Hauptnachricht und GM und Opel würden links unten erscheinen. Der Redakteur würde einen Kommentar schreiben. Denn die 700 Arbeitsplätze in der Atomkraft sind etwas ganz, etwas ganz ganz besonderes.
Dann würden sie wieder alle schreien in Biblis gehen die Lichter aus. Die Bürgermeisterin Frau Cornelia Gaus würde ihr Unverständnis äußern. Der Betriebsratsvorsitzende dem ach so sicheren Kraftwerk nachweinen und den Import von unsicherem Atomstrom beklagen. Der Kraftwerksdirektor Lauer würde traurig in den Ruhestand gehen. Alle würden der Politik die Schuld zuschieben. Der Kreis Bergstraße wird den Verlust der 700 Arbeitsplätze zutiefst bedauern denn die 700 haben ihre Brötchen schon immer im Kreis Bergstraße gekauft! Das Land Hessen würde sofort Entwicklungshilfe beantragen.

Köln hat diese Probleme scheinbar nicht?
Dort gibt es sicherlich auch Aussagen, daß dieser Ausstieg bedauerlich ist aber es wird nicht dieses Gejammer geben.

In der Solarbranche haben wir 2008 über 24.000 Arbeitsplätze geschaffen. Das sind pro Tag 80 neue nachhaltige Arbeitsplätze die regional Wertschöpfung betreiben. Die essen auch alle Brötchen. Innerhalb einer Woche haben wir 400 Arbeitsplätze geschaffen und hätten damit das “Arbeitsplatzloch” von Biblis Bloch “A” und “B” geschlossen. Die restlichen 300 Arbeitnehmer werden schließlich noch als Nachtwächter und Demontage “Fachkräfte” in Biblis benötigt.

Da das Atomkraftwerk Biblis genau so unnötig ist wie die Formel 1 Teams wäre es also mehr als gerecht wenn demnächst Biblis abgeschaltet wird die Schlagzeile maximal so groß zu machen wie die Toyota Ausstiegsschlagzeile!

Manchmal träume ich wirklich wenn ich Blogbeiträge schreibe. :-)

So gehts nicht!

3. November 2009

Aber jetzt weiß ich wenigstens, dass mit spontanen Aktionen der Autofahrer sicht nicht zum Hupen bewegen läßt. Zumindest nicht wenn ein einzelner die Animation übernimmt. Aber das war ja gerade meine Hoffnung. Autofahrer die ihre Hupe jederzeit Einsatzbereit vor sich haben machen spontan mit. Gestern jedenfalls hat es noch nicht funktioniert. Ich habe natürlich auch noch viel Verbesserungspotential.

Um 16 Uhr hab ich am Wasserturm in Mannheim mein Plakat ausgepackt. Kaum war das Plakat im Freien öffneten sich die Himmelsschleusen. Der Regen war natürlich schon hinderlich aber auch das fehlende Tageslicht behinderten die Aktion. An der Straße gab es Situationen, daß ich teilweise nicht an die Fahrbahn gekommen bin. Die Autos fuhren zwischen den Ampeln zu schnell um das Schild zu lesen, von handeln (hupen) ganz zu schweigen. Bis ich an der nächsten Ampel angekommen bin war ich schon durch und durch nass…

Mannheim im Regen

Dann habe ich nochmals die Straße an den Ampeln überquert aber auch da festellen müssen nicht an allen Fußgängerübergängen kommt man an die Autofahrer ran. An dieser Kreuzung hat mir Ursel zugehupt und man konnte hören und sehen, daß die Hupe der Autos schon eine starke Aufmerksamkeit erfährt. Die eigene Hupe ist nach meiner Erfahrung ebenfalls nebensächlich. Durch das Schild erfährt man Aufmerksamkeit die Tröte wird im geschlossenen Auto nicht wahrgenommen. Ausser man würde eine Fanfare einsetzen die würde jedoch wieder als Belästigung der Anwohner angesehen.

Nach dieser Straßenüberquerung habe die Aktion abgeblasen. So geht es nicht. Um die Trägheit des Fahrers kann so nicht überwunden werden. Mir geht es oft nicht anders wenn ich “Interessante” Plakate ausfindig mache. Aus dem fahrenden Auto weiß ich frühestens nach dem dritten Plakat weiß ich was sache ist. Dieser Effekt hat gestern gefehlt. Schade dass es nicht funktioniert hat. Jetzt muß ich mal sehen war draus wird aus “Ich hupe für den Atomausstieg”.

Wie wärs mit “Wir Hupen für den Atomausstieg” oder “Hup mit für den Atomausstieg” ich weiß noch nicht.

An alle die mich wieder mal unterstützt haben herzlichen Dank ich meld mich spätestens wieder wenn es weitergeht. :-)