30. September 2009
Bundesweite Schlagzeilen mit dem Thema Energie zu machen. Diesmal geht es um die Gas-Netzübertragung. Bereits 2005 hat die Stadt Bürstadt entschieden die Gasnetzkonzession nicht mehr der HSE sondern an die Energieried zu vergeben. Schließlich hält die Stadt Bürstadt inzwischen einen Anteil von 25,1% an Energieried.
Leider mochte die HSE das Gasnetz nicht an Energieried verkaufen sondern meinte: “es gebe im neuen Energierecht keinen gesetzlichen Eigentumsübertragungsanspruch, deshalb seien auch vertragliche Ansprüche unwirksam geworden”. Die HSE hatte aber angeboten das Gasnetz an die Energieried zu verleasen.
Daraufhin ging Energieried vor Gericht und bekam auch jetzt vor dem Bundesgerichtshof recht. Das Gasnetz muss von der HSE an die Energieried verkauft werden. Natürlich ist diese Entscheidung zu begrüßen und wird auch für viele andere Kommunen wegweisend sein.
Aber der nächste Stolperstein ist schon gelegt. Zu welchem Preis wird verkauft? Da haben die HSE andere (höhere) Vorstellungen wie die Energieried. Ich befürchte da steht schon der nächste Rechtsstreit an.
Auf jeden Fall freue ich mich über die Energieried Aussage: “Wir brauchen eine umweltschonende Energieversorgung.” So klar habe ich das von Energieried noch nicht gehört. Wenn jetzt noch die Begriffe dezentral und erneurbar dazukommen bin ich zufrieden. Dass sich Energieried 2011 um das Bürstädter Stromnetz (bisher EWR) bewirbt freut mich natürlich auch. Aber ich sage gleich so wie es aussieht werden sich vier Unternehmen (Energieried, EWR, HSE und Pfalzwerke) für das Stromnetz bewerben. Ich fordere vom neuen Strom Konzessionsnehmer einen “ordentlichen” Stromeinspeisevertrag für Photovoltaikanlagenbesitzer wie z.B. der Photon Mustervertrag. Die EWR bietet ihn nicht an!
Schlagworte: Bürstadt, Einspeisevertrag, Energieversorgung
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21. Juli 2009
Diese acht-Seitige Broschüre löst bei mir jedesmal helle Begeisterung aus wenn ich sie wieder einmal in meinem Briefkasten vorfinde. Genaugenommen heißt die Broschüre MW: Mehr Wissen über Strom und Kernenergie. Dieses kostenlose Käseblatt wird von meinen Freunden der Fa.
herausgegeben.
Ich hab das Gefühl die werden immer primitiver. Auch andere sehen das so. Die Märchenstunde wird jedesmal mit einem Kommentar von meinem speziellen Freund Dr. Hartmut Lauer eingeleitet. Dieser Experte fabuliert über kleine Kinder und Leukämie im Umkreis von Atomkraftwerken.

Der absolute Knaller ist aber der Artikel “Biblis goes Hollywood” in dem die tolle Kino-Werbung vor “Ice-Age 3” beschrieben wird. Im Wormser Kino wird es ganz dunkel. Dann eine Stimme: “Wie? Abgeschaltet” dann hört man noch “Da muss man doch vorher drüber reden”. Dann wird das Filmchen vom Atomkraftwerk Biblis gezeigt. “Großes Kino braucht eine sichere Energieversorgung“.
Für wie blöd halten die Ihre Kunden eigentlich?
Während diese tolle Kino-Werbung lief waren beide Blöcke vom Atomkraftwerk Biblis abgeschaltet!
Das große Kino hat seinen Strom trotzdem bekommen. Ich bin auch dafür daß wir Biblis nicht abschalten. Wir sollten es nämlich überhaupt nicht mehr einschalten. Kino geht auch ohne Biblis.
Dass der Terror in Biblis keine Chance hat dank der Tarnschutzmaßnahme erfährt der interessierte Leser auch noch auf dieser Seite. Die Vernebelung des Atomkraftwerkes wird die Terroristen voll vorbeifliegen lassen. Aus lauter Verzweiflung werden die sich dann in den Rhein stürzen.
Dass Nuklear Abfälle kein Mengenproblem sind erfährt man dann auf Seite sieben.

“Nur 5% derAbfälle sind hochradioaktiv und man darf nicht vergessen, dass die Abfälle kontinuierlich abklingen, also ihre Aktivität verlieren.” Wenn es eine Gerechtigkeit gäbe, dann wären solche Sätze verboten. Oder:
“In Deutschland fallen rund 20 Millionen Tonnen konventioneller Sonderabfall an.
Davon werden ca. 300.000 Tonnen als besonders überwachungsbedürftig eingestuft.
Die gesamte Masse der nicht wärmeentwickelnden radioaktiven Abfälle entspricht nur etwa 4.000 Tonnen.”
Na wenn das nur so wenig ist… dann wissen die AKW’ler sicherlich wohin damit?
“Kernkraft und Leukämie: kein Zusammenhang”
Im Gegenteil Biblis soll jetzt als Luftkurort anerkannt werden mit Kneipbad im Rhein-Kühlwasser dort wo die Störe baden. Mann oh Mann dieses mehr Wissen schlägt einem ganz schön aufs Gemüt.
Schlagworte: Biblis, Energieversorgung, Radioaktiv
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4. Juni 2009
Vor ca. einem Monat habe ich von der Absicht einer Bürgerbewegung berichtet die einen Teil der Thüga in Bügerhand zurückkaufen möchte. Natürlich habe ich mich gleich mit 500 Euro beteiligt. Gestern habe ich die Bestätigung bekommen. Mein Geld ist gut angelegt.
Jetzt geht es aber erst richtig los. Welch eine Überraschung:
Wir brauchen Geld. (mehr Geld, viel Geld)
Natürlich möchte ich meinen Beitrag dazu leisten. Deshalb fordere ich hier vom Blog aus auf sich bei der “Energie aus Bürgerhand” zu beteiligen. Die 500 Euro ist die Mindestsumme die man einlegen kann. Klar ist natürlich, daß auch Leute gesucht werden die viel, viel mehr geben können. Aber jedes Mitglied in der zu gründenden Genossenschaft ist ein wichtiges Signal. Ihr könnt euch die Beteiligungsformulare als pdf auf der Energie in Bürgerhand runterladen. Wir wollen doch alle unsere Energieversorgung wieder in die eigenen Hände nehmen.
Je mehr Geld zusammenkommt um so mehr können wir uns von Thüga zurückkaufen. Die Bürgerbewegung hat viel vor. Sie agiert mit dem Motto:
Wir stellen alles auf den Kopf!
Vielleicht findet sich ja wie bei der Stromrebbelnaktion eine Werbeagentur die daraus eine bundesweite Bewegung macht und dann holen wir uns ein riesengroßes Stück Kuchen aus der Thüga!
Schlagworte: Energie in Bürgerhand, Energieversorgung, Thüga
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22. April 2009
Heute möchte ich auf Bürgerbewegung der besonderen Art hinweisen. Die TiB Thüga in Bürgerhand Bewegung. Hier versuchen wieder einmal ein paar aufrechte BürgerInnen ihre Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen. Diese Bürgerbewegung hat mal wieder ihren Ursprung in der Freiburger Gegend. Es verwundert auch nicht, daß auf der Unterstützerliste Namen wie Sladek (EWS Stromrebellen), Disch (Plusenergiehaus) und mein Freund Burghard Flieger (Genossenschaft) zu finden sind.
Sie kennen die Thüga nicht? Aber EON die sind bekannt als Kohle und Atom Kraftwerksbetreiber aber auch als aktiver Förderer dieser Techniken. Der EON gehört die Thüga zu 100% und hatte ihre Beteiligungen an Stadtwerken in der Thüga gesammelt. Da merken die 110 Stadtwerke nicht gleich mit wem sie Zusammenarbeiten. Oder der Stromkunde hält die Thüga für unbedenklich.
Das Bundeskartellamt hat die großen Vier Stromkonzerne auf dem Kieker… eines der Vorwürfe Verflechtung von EON mit den 110 Stadtwerken. Schließlich gehört in vielen Fällen das Kraftwerk EON die Übertragungsnetze EON und nur die Verteilnetze in den Städten den Stadtwerken. An den Stadtwerken ist die Thüga (EON) wiederum zu 40% beteiligt. Das Bundeskartellamt vermutet dann “Verflechtung”.
Wer die Thüga kauft kann natürlich nur vermutet werden. Spekulationen gibt es genug. Aber die sinnvollste wäre natürlich einen möglichst großen Anteil von der Thüga in Bürgerhand zurück zu holen. Leider wird der Verkaufspreis der Thüga bei 3-4 Milliarden gesehen. Deshalb bleibt nur die Übernahme eines Anteils. Je mehr Geld die Bürgerbewegung einsammeln kann um so größer könnte der Anteil sein den TiB ankaufen möchte. Dies geht natürlich nur wenn der Verkäufer (EON) mitspielen würde.
Trotzdem ist als erstes Bürgerengagement gefordert. Schaut euch die Homepage an und wenn es euch möglich ist zeichnet eine Anteil. Ich werde noch eine Nacht drüber schlafen aber morgen werde ich dann einen Anteil für 500 Euro zeichnen… Da muß der Sonnenflüsterer dabei sein. Reiner Olympischer Gedanke!
Schlagworte: Energieversorgung, Netze, Thüga
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21. Februar 2009
Gestern abend war ich in Kürnbach zu einem Vortrag eingeladen. Ausgelöst wurde dieser Kontakt durch einen meiner Vorträge vor ca. 3 Jahren in Böblingen. H. Grahm hat mich gebeten Infos zur Finanzierung einer Bürgersolaranlage zu geben. Vor Ort fand ich allerdings eine kleine aber bestens informierte Gruppe von Aktivisten vor. Wer möchte kann sich die Vortragsfolien hier (ohne mein gebabbel
) ansehen:
(leider werden einige Folien nicht korrekt dargestellt ich lasse trotzdem die Präsentation online.)
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Schlagworte: Energieversorgung, Kiva, SolarArt, Vorträge
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7. Februar 2009
Na ja da haben wir noch ein hartes Brett zu bohren. Silke Lautenschläger die neue Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist ja ganz schön voreingenommen. Aber ich freue mich schon auf die Diskussionen mit ihr. Denn eines ist klar. Jetzt geht die Arbeit los.
Wir müssen Frau Lautenschläger klar machen wie günstig erneuerbare Energien sind.
Wieviele Arbeitsplätze dadurch geschaffen werden und wie die Bürger wieder Vertrauen in Investitionen fassen.
Aber auch wie nachhaltig eine Energieversorgung mit erneuerbaren Energien für uns unsere Kinder und unsere Enkel sein kann. Wir müssen sie abbringen vom klimaschädlichen Kohle verbrennen vom radioaktiven Müll produzieren und von den Empfindungen Windräder würden nicht in einen Geopark passen.
All dies müssen wir tun und zwar schnell. Ich bin froh mit Silke Lautenschläger jemanden aus meiner Heimat als Energieministerin zu haben. Sie wird eher Verständnis haben für meine Befürchtungen wie jemand der weit weg von Atommeilern wohnt. Da sie neu ist im Energiesektor sehe ich eher Chancen eine offene Person vorzufinden wie jemand der schon jahrelang von den atomar fossilen Lobbyisten vollgesülzt wurde…
Auf gehts!
Schlagworte: Energieversorgung, Hessische Ministerin, Silke Lautenschläger
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20. Dezember 2008
Dieser Bausteine meiner Vorträge führt immer wieder zu Stille im Vortragsraum. Es wird auch dem letzten bewußt welchen Schindluder wir momentan mit unserer Erde treiben.

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Schlagworte: Energieversorgung, Vorträge, zeitliche Dimension
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