Lärmschutzwand mit Photovoltaikanlage vor Verwaltungsgericht

9. Juli 2010

Sonnenwand” kommt vor Gericht

so stehts im Südhessen Morgen zu lesen. Na ja nicht direkt die Solaranlage steht vor Gericht zur Diskussion sondern das Verfahren wie der Bebauungsplan geändert wurde. Denn von dem Wohngebiet wurde ein ca. 5 Meter breiter Streifen (ca. 500 Meter lang) als Sondergebiet für Erneuerbare Energien ausgewiesen.

Mehr als eine “fehlerhafte Abwägung” konnte den Klägern und deren Anwalt nicht entlockt werden. Schade eigentlich, dass die Kläger nicht bereit sind ihre Bedenken der Öffentlichkeit darzulegen. Aber spätestens am 26.8.2010 wird in Kassel vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof offengelegt werden was an der Umwidmung denn falsch gelaufen war. Mir wurde übrigens vorgeworfen ich hätte nicht alle Fakten von Anfang auf den Tisch gelegt.

Ein Sondergebiet zur Energiegewinnung gehöre ebenso wenig direkt neben ein Wohngebiet wie ein Industriegebiet. Auch dieser Hinweis versetzt mich in erstaunen wenn man bedenkt, dass hinter der Lärmschutzwand sich derzeit eine Bundesstraße befindet die demnächst vierspurig ausgebaut wird. Im überarbeiteten Erneuerbaren Energien Gesetz wird ausdrücklich eine Bebauung im Umkreis von 110 Metern um Straßen und Schienen befürwortet.

Es gibt halt immer mindestens zwei Seiten von denen aus man die Sache betrachten kann.

Hessen vorn

20. Februar 2010

Endlich sind wir Hessen mal wieder vorn in einer Umfrage zu den Erneuerbaren Energien. Ich hatte mich schon fast daran gewöhnt, daß wir immer in den hinteren Rängen bei Umfragen landen.

Politik Engagement bundesweit für Erneuerbare Energien

Die Hessen stimmen Roland Koch zu 85% zu ein verstärktes Engagement bei Erneuerbaren Energien an den Tag zu legen. :-)
Schließlich will Roland Hessen zum Musterland der Erneuerbaren Energien machen. Welch ein Wählerpotential für Roland!

Auch hier in dieser Forsa Umfrage sind die Zustimmungen auf einem Niveau, daß in Umfragen normalerweise nicht erreicht wird. Wenn man bei der CDU von einer Volkspartei spricht wenn ca. 40% der Wähler ihr Kreuz bei den Christdemokraten machen, was sind dann erst 81% Zustimmung?
Sind dann die 81% Zustimmung Volksmeinung? Oder Volkes Wille?

Es gibt keine Maikäfer mehr!

8. Dezember 2009

Wenn die Hessische Landesregierung im Frühjahr 2010 über die Südhessischen Wälder ihr Gift ausschüttet. Das Gift “Dimethoat” soll per Hubschrauber über unsere Wälder ausgeschüttet werden. Bekämpft wird ein Insekt, daß nur durch die Folgen von abgesenktem Grundwasser, versauerte Böden und verdreckter Luft auf geschwächte Bäume stößt und sich ungehemmt vermehrt.

Ich lehne diese Tötung von oben ab. Wir sollten uns um die Ursachen kümmern und nicht eine Folgenbekämpfung durchführen. Die Ursachen sind Waldsterben, Grundwasserabsenkung und Klimaveränderung. In Kopenhagen besteht die Möglichkeit zu zeigen welche Energieversorgung in Zukunft gewollt ist. Dort sollten von der Bundesrepublik ambitionierte Zele vorgegeben werden. Für eine Erneuerbare Zukunft, mit gesunden Wäldern, saubere Luft und Maikäfern in Hülle und Fülle.

Damit die Hessische Umweltministerin von unserem Unmut über die Verteilung des Bienengefährlichen Giftes erfährt habe ich die Protestkarte des Nabu angehängt. Würde mich freuen wenn viele diese ausfüllen und abschicken.

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Ansonsten kann ich nur alle in die Südhessischen Wälder mit euren Kindern einladen. Im Frühjahr 2010 wird es ein Maikäfer Spektakel geben dass eure Kinder ein Leben lang nicht vergessen werden. Man muß es selbst erlebt haben wenn tausende der Sympatischen Käfer um einem herumkrabbeln.

20 Jahre zurück

9. November 2009

…nein ich schreibe nicht vom Mauerfall sondern von den Gegnern der Windenergie. Wieder einmal ein Fall “wir sind ja nicht gegen Windenergie, aber doch nicht hier bei uns”. Die Gemeinde Schaafheim im Landkreis Darmstadt Dieburg meint mal wieder sie müsste ihr “heiligs Landschaftle” schützen.

Das kommt davon wenn die Landesregierung nicht in der Lage ist einen neuen Regionalplan auf die Beine zu stellen. Dann wird halt nach dem alten Regionalplan Recht gesprochen. Der Regionalplan stammt noch aus dem Jahre 2000 und daran hab ich nicht unwesentlich mitgewirkt. :-)
Im derzeit noch gültigen Regionalplan wurden zwar einige Vorrangfläche aufgrund meines Antrages eingestellt aber leider hat das Regierungspräsidium die Gemeinden nicht mehr eingebunden und damit ist die Vorrangfläche eigentlich nicht Rechtens. Aber damals wurden die restlichen Flächen nicht automatisch für Windenergie verboten.

Im neuen Regionalplan möchte man Vorrangflächen ausweisen und alle anderen Flächen dann für Windenergie sperren. Das muss man sich mal vorstellen selbst wenn die Hessischen Regionalpläne ein Prozent ausweisen würden dadurch 99% für Windenergie gesperrt.

Ich möchte mal wieder einen meiner beliebten Vergleiche mit der Autoindustrie machen. Was würden die Hessen sagen wenn es eine festgeschriebene Anzahl von Autos für uns Hessen gäbe? Wenn ich ein Auto anmelden möchte sagt mir der Beamte, es tut uns leid es gibt schon genug Autos in Hessen suchen Sie sich eine Mitfahrgelegenheit oder warten Sie bis ein anderer sein Auto zurückgibt.

Oder wenn wir die Anzahl der Windmühlen an die Anzahl der Autos koppeln würden. Tausend Autos geben ein Windrad! Bisher haben wir ca. 21.000 Windmühlen in Deutschland stehen aber 42 Millionen Autos! Dann dürften wir nochmal 21.000 Windräder bauen aber was dann? Keine Windräder mehr bauen oder noch mehr Autos verkaufen damit wir ein weiteres Windrad bauen dürfen?

Ich wollte nur mal zwei kleine Hinweise geben wie bescheuert die Windkraftdiskussion ist. Wenn wir Strom wollen und vor allem kostengünstigen Strom, dann kommen wir um Windenergie nicht herum. Basta!

Natürlich ist es sinnvoll eine geordnete Planung auch für Windenergie durchzuführen. Ich bin in dem Thema seit 10 Jahren engagiert aber leider muß ich immer wieder erfahren, daß die kommunalen Politiker jedesmal bei Adam und Eva anfangen. Adam und Eva sind in der Windenergie:

Die sind laut.
Da braucht man immer ein Schattenkraftwerk wenn der Wind nicht weht.
Die stehen immer.
Die werden nur zum abzocken gebaut.
Die schreddern Vögel.
Die sehen häßlich aus.

Hab ich in letzter Zeit vor allem bei den Diskussionen und Leserbriefen in Heppenheim wieder ertragen müssen.

Lautenschläger droht den Erneuerbaren Energien

14. Oktober 2009

Hessen kann Berlin als Vorbild dienen!

Liebe Frau Lautenschläger dies ist eine Drohung für alle Erneuerbaren Energien. Hessen als Vorbild!

Da muss ich Sie leider enttäuschen die Zeiten sind schon lange vorbei. Vielleicht darf ich Sie auf die aktuelle Situation aufmerksam machen:

Hessen wird mit 5% Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bei Energymap gelistet.
Als Vorbild könnte Schleswig Holstein mit derzeit 42% Erneuerbare Energien dienen. Oder Brandenburg die schaffen auch schon 37% und das bei der noch lückenhaften Statistik von Energymap.

Aah, jetzt wird es mir klarer? Frau Lautenschläger CDU will bundesweit das Hessische-Niveau einführen… Da hört mein hessischer Patriotismus aber auf! Ich will 12% für Hessen aber schnell und danach werden wir Vorreiter für Erneuerbare Energien. Da schließe ich mich Roland Koch an und dann kann die Bundesrepublik unser Vorgehen kopieren. Vorher aber bitte nicht…

Zum besseren Verständnis nochmal das aktuelle Ranking:

42% EE Schleswig Holstein
37% EE Brandenburg
33% EE Sachsen Anhalt
29% EE Mecklenburg Vorpommern
26% EE Niedersachsen
13% Thüringen

12% Bundesdurchschnitt

11% Rheinland Pfalz
11% Bayern
8% Baden Württemberg
7% Nordrhein Westfalen
6% Saarland
5% Sachsen
5% Hessen
3% Bremen
2% Hamburg
1% Berlin

Hessischer Windstammtisch

22. Juli 2009

Bereits zum dritten mal trifft sich der Windstammtisch. Vom ersten Treffen gab es einen Bericht beim Bundesverband Windenergie (BWE intern, 3/2009)
Hessischer Windstammtisch

Danach haben wir uns auf Einladung der HSE noch einmal in Darmstadt getroffen und jetzt gehts zu Michael Häußer. Ihr wisst schon Michael ist derjenige der 9*2MW in Hessen demnächst (23.August 2009) einweiht!!!

Beim Windstammtisch aber lädt er uns amMontag den 28.9.2009 ab 19:30 Uhr nach 63165 Mühlheim, Zimmerstrasse 5  in die “Alte Wagnerei” ein.

Sicherlich wird Manfred Gose noch für ein Eingangs Referat sorgen und dann kann es losgehen. Gespräche mit den windigsten Typen aus Hessen. Wir haben alle vor Ort. Die Frischlinge und die alten Hasen. Die Techniker, die Monteure, die Freaks, die Kaufleute, die Planer und die Rechtsanwälte. Wer also schon immer mal sich den hessischen Wind um die Nase wehen lassen wollte, der muß am 28.9. in die Alte Wagnerei kommen zum Hessischen Windstammtisch.

Einladung zum Windmühlenfest

14. Juli 2009

Vielen Dank an Michael Häußer von dem ich die Einladung erhalten habe. Natürlich versuche ich vor Ort zu sein. Es werden 9 Windmühlen Vestas zu je 2 MW eingeweiht. (In Worten: Neun Windräder mit je zwei MEGAWATT)

IN HESSEN!

Sensationell! Wie hat das Michael wohl gemacht? Dass könnt ihr ihn Fragen bei der Einweihung. Die findet am 23. August 2009 statt. Wie ich ihn kenne wird er jedem Rede und Antwort stehen und dass ist auch schon das Geheimnis. Ausser natürlich man muß einen langen Atem und eine gewisse Dickschädlichkeit haben. Auf jeden Fall gratuliere ich schon jetzt der Fa. Luftstrom zu dem grandiosen Coup und wenn ich nicht aufgehalten werde ich meine Glückwünsche nochmal persönlich anbringen. Vielleicht kommen ja noch einige dazu die Einladung gilt für alle:

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Landesehrenbrief 2005

8. Juli 2009

Am 22.11.2005 erhielt ich aus den Händen von Landrat Matthias Wilkes den Landesehrenbrief überreicht. Unterzeichnet ist diese Auszeichnung von meinem speziellen Freund Roland Koch. Vorgeschlagen hat mich allerdings Herr Wilkes. In seiner Laudatio sprach er von Ausdauer und einer gewissen Hartnäckigkeit. “Global denken und lokal handeln” dieser Grundsatz der lokalen Agenda hätte ich beherzigt meinte der Landrat.

Erhard Renz erhält Landesehrenbrief von Landrat Wilkes
 

Natürlich habe ich auch damals die Ehrung zu einer kleinen Präsentation genutzt. Denn wenn ich einen Saal mit 50 Zuschauern habe muß ich was sagen. Wie der Präsentation von damals zu entnehmen ist habe ich mir damals schon ein 100% Erneuerbare Energien Region gewünscht. Was vor vier Jahren noch exotisch war wird heute überall ganz normal diskutiert.

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Peter Stephans Aprilscherz

4. Mai 2009

Es tut mir leid aber ich habe erst heute diesen köstlichen Aprilscherz im Netz gefunden. Da schreibt Peter Stephan immerhin Energiesprecher der hessischen Landesregierung. Dafür, dass er schon Monate an der Regierung ist, beschäftigt er sich sehr viel mit der Oposition die schon jahrelang keine Mehrheit mehr in Hessen hat. Zum ersten April kann man sich ja mal über den politischen Mitbewerber lustig machen aber es wäre doch mal angebracht endlich aufzuzeigen wie uns Roland Koch zum Vorzeigeland für erneuerbare Energien machen will.

Anscheinend fehlt dieses Konzept bei der CDU denn wie soll ich diese Aufforderung sonst auffassen?

Der Energiesprecher signalisierte Unterstützung für das vorgesehene Energiekonzept 2020 der Landesregierung und betonte, dass es „durchaus fraktionsübergreifende Schnittmengen und gemeinsame Ansätze“ hinsichtlich des Ausbaus erneuerbarer Energien gebe.
„Ich lade Sie herzlich ein, diese im Interesse einer nachhaltigen Energiepolitik mit Augenmaß in dieses Energiekonzept mit einzubringen“, betonte Stephan.

Es ist leicht sich über die Konzepte anderer lustig zu machen ohne selbst mal Zahlen auf den Tisch zu legen. Ich stelle der hessischen CDU gerne mal das Konzept vom Bundesverband Erneuerbare Energien vor. Der BEE rechnet das technisch realisiserbare Potential auf Bundes Ebene bis 2020 mit 47% erneuerbare Energien vor. Da bleibt das hessische Energiekonzept 2020 weit hintendran. Dies bedeutet Hessen wäre 2020 in der Energie Produktion bundesweit Schlußlicht, daß kann nur ein Aprilscherz sein Herr Stephan.

Leitstern Biodiesel und Patente

28. April 2009

Heute habe ich es geschafft die kompletten Leitsterne bei denen Hessen weniger als die Hälfte des Benchmark Landes erzielt hat darzustellen. Es war zuviel. Damit hatte ich nicht gerechnet. Selbst wenn wir Hessen das nächste mal nochmal so schlecht abschneiden ich werde mir dies nicht noch einmal antun. Deshalb Roland Koch gib jetzt mal Gas damit wir zum Vorzeigeland der erneuerbaren Energien werden.

Bei der Biodiesel Herstellungskapazität im Vergleich zu der Anzahl der Kraftfahrzeuge gibt es vier Länder die voranschreiten.
Biodiesel Herstellungskapazität

Leider gehört Hessen nicht dazu. Aber Schlußlicht sind wir auch nicht. Auffällig sind die drei Ostdeutschen Flächenländer die natürlich auch die landwirtschaftliche Verwertungsmöglichkeit haben.

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