Strom verbrauchen kann jeder – produzieren auch

3. Februar 2010

Ich bin mal wieder als Referent unterwegs. Den Einladungstext hab ich mit ein paar Anmerkungen versehen. Die Veranstaltung läuft unter dem Titel:

Photovoltaik, die „Königin unter den Erneuerbaren Energien“

Motivation (dafür bin ich zuständig :) ) und steuerrechtliche Betrachtung

 Die Energieagentur des Neckar-Odenwald-Kreises (EAN) lädt in Kooperation mit der Energieagentur des Main-Tauber-Kreises ein zu einer Vortragsveranstaltung, die die „Königin der Erneuerbaren Energien“ – so jedenfalls nennt ein Referent die Photovoltaik – zum Thema hat. Am

 Mittwoch, dem 24. Februar 2010,  19.00 Uhr

in der Erftalhalle in Hardheim sind alle willkommen, die sich über Photovoltaik im Allgemeinen und die Besteuerung von entsprechenden Anlagen im Besonderen informieren möchten.

 Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Heribert Fouquet werden die Landräte Dr. Achim Brötel und Reinhard Frank aus dem Main-Tauber-Kreis kurze Grußworte sprechen, bevor der „Sonnenflüsterer“ Erhard Renz unter dem Titel „Strom verbrauchen kann jeder – produzieren auch“ über Entwicklungen auf dem Gebiet der Photovoltaik berichten wird. Herr Renz blickt auf 10 Jahre Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Photovoltaik zurück. Die Motivation zum Engagement in die  Photovoltaik als Erneuerbare Energie spiele dabei eine sehr große Rolle. Ob drehbare Anlagen auf einer Verkehrsinsel oder PV-Anlagen auf einer Lärmschutzwand. Die Möglichkeiten solche Anlagen zu montieren sind vielfältig. (ist doch nett geschrieben :-) oder?)

Im Anschluss referiert Steuerberater Bernd Eckert über die Besteuerung von Photovoltaikanlagen.  Die aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten interessante und ökologisch  sinnvolle Investition in eine Solarstromanlage sollte nicht aus Angst vor den steuerlichen Folgen scheitern. Deshalb soll  möglichst unkompliziert die steuerlichen Rahmenbedingungen  des Betriebs einer gewerblichen Solarstromanlage dargestellt werden. Nicht nur die steuerlichen Pflichten, sondern auch Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten des deutschen Steuerrechts oder der seit 2009 neu geregelten Abschreibungsmöglichkeiten kommen dabei  zur Sprache. Weitere Inhalte des Vortrages werden unter anderem die Erstattung der Umsatzsteuer vom Finanzamt, die Besonderheiten der Umsatzbesteuerung bei Kleinunternehmen oder die Möglichkeit die Investition in eine Solarstromanlage auch als Baustein für die eigene Altersvorsorge zu sehen.

In einer abschließenden Frage- und Diskussionsrunde können Fragen geklärt werden. Die Gespräche können danach noch bei einem Imbiss fortgeführt werden. Einige Infostände im Foyer der Erftalhalle runden das Angebot ab. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos.

PR-tec statt Desertec

11. August 2009

So langsam kommen die Fakten auf den Tisch und die “Babbeldasche” von Desertec zeigen, daß dieses Projekt nur ein PR Gag oder besser PR-tec ist. Eine Planungsgesellschaft soll in den nächsten drei Jahren die “Wahrscheinlichkeit der Machbarkeit” darstellen. Mit ganzen 1,8 Millionen Euro wird diese Kaffeklatschgruppe im ersten Jahr ausgestattet. Mächtiger Start, in allen Medien war von 400 Milliarden Euro zu lesen und volle Bruchlandung mit 1,8 Millionen Euro jährlich.

Das wird ja ein mächtiger Geschäftsplan werden der nach drei Jahren ausgebrütet ist. Aber auch die mächtige Summe von 400 Milliarden Euro schmilzt in der Sahara Sonne schnell wenn man bedenkt, daß dies die Investitionssumme bis 2050 ist.

Somit jährlich 10 Milliarden.

Na ja, da sind die Erneuerbaren Energien in Deutschland heute schon höhere Investitionen gewöhnt. Nur bei uns macht keiner so ein Trara…

Investitionen Erneuerbare Energien Anlagen 2000-08

Dreizehn Milliarden Investitionen in Deutschland in 2008. Bis 2050 wären die ohne eingerechnete Steigerung 500 Milliarden Euro… Montagearbeitsplätze in der Heimat. Auf den Dächern unserer Bürger Kraftwerke ohne Leitungsverlust. Arbeitsplätze für die Überwachung, Wartung und Reinigung. Wir warten mit diesen Kraftwerke auf die natürliche Strahlung den natürlichen Wind und dem natürlichen Wasser. Die Biomassen die wir nicht selber essen oder unseren Haustieren verfüttern geben wir in die Biogasanlagen. Alles vor der eigenen Haustür ohne daß wir Angst haben müssten, daß morgen einer kommt und sagt. “Wir müssen leider den Preis erhöhen” oder “Wir brauchen den Strom aber woanders”

Aber dies EEG-äg wird nicht zur Kenntniss genommen. Nein es muss ein Sahara Märchen sein. Ich muß zugeben das Desertec Märchen ist eine gelungene PR-Kampagne die für wenig Geld eine ungeheure Resonanz erzielt hat. Davor und nur davor: Hut ab! In Luftnummern verkaufen haben die es einfach drauf…

Photovoltaik auf fremden Dach

21. März 2009

Zu der damaligen Zeit war mein “großes Auto” ein Lupo den ich in der SEAT Werkstatt immer zur Inspektion brachte. Mit dem Inhaber kam ich wegen der 5 MW PV-Anlage ins Gespräch. Es meinte er könnte momentan auf dem eigenen Dach nicht neu investieren da er erst in die Erweiterung seiner Werkstatt investiert hat. Da habe ich ihm angeboten einen Investor zu suchen. Das hat dann zwar etwas gedauert aber natürlich wurde ich fündig.
Autohaus mit PV

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Eine 30 kWp Anlage die optimal nach Süden ausgerichtet ist. Heutzutage würde ich selbst das Dach anpachten.

Hey, das wär es doch. Wenn einer diese Zeilen liest und ein Dach besitzt nach Süden ausgerichtet und mindestens ca. 250 qm groß einfach bei mir melden. Ich pachte das Dach für eine Photovoltaikanlage an. Warum bin ich denn noch nicht früher drauf gekommen. Ich bin schon ein halbes Jahr auf der Suche nach einem geeigneten Dach habe aber nix gefunden. Die Pacht liegt derzeit bei ca. 15 Euro je installiertem kWp und Jahr kommt ganz drauf an wie gut das Dach geeignet ist.

Na ja zurück zu der Anlage auf dem Dach des SEAT Autohauses. Wir wollten noch eine weitere Photovoltaikanlage auf dem angrenzenden Gebäude installieren leider hat der Besitzer da nicht eingestimmt. Jedenfalls haben wir damals festgestellt, daß mit der 30 kW Anlage im Jahr mehr Strom produziert wird wie in der Werkstatt verbraucht wird. Wenn das mal nix ist…