13. April 2010
Es gibt sie überall die Nachbarschaftliche “Liebe” auch auf Städte Ebene. Frankfurt und Offenbach, Köln und Düsseldorf aber auch Bürstadt und Lampertheim.
Die Lampertheimer sind in letzter Zeit erschrocken aufgewacht und haben festgestellt die in Bürstadt nennen sich plötzlich Sonnenstadt. Das wirkt Überregional und die Sonnenbotschafterin hinterläßt einen nachhaltigen Eindruck bei der Jugend.
Warum also nicht auch so eine Photovoltaikanlage bauen. Der Energieversorger hat sogar “schon die zweite” Anlage gebaut. Aber ach oh Schreck was lese ich da!
Die Lampertheimer haben mit “Sonnenkollektoren” das Dach bestückt und wollen Strom damit ernten.
Ich empfehle mal in Schilda nachzufragen. Dort hat man auch schon Erfahrungen mit dem Transport von Sonnenstrahlen ins Haus. Das wäre so wie wenn man Kartoffel pflanzt und wartet bis die Spargel aus dem Acker wachsen.
Na ja wollen wir mal gnädig sein. Das ist natürlich “nur” ein Fehler vom “Redaktionsmitglied Uwe Rauschelbach” der sich mit der Technik noch nicht so auskennt. Damit es in Zukunft auch in Lampertheim besser wird nochmal gaaanz laaangsam geschriiieeben:
Kollektoren = Solarthermie = warmes Wasser
Module = Photovoltaik = Strom
Mit soviel Bürstädter Unterstützung wird es sicherlich auch in Lampertheim noch was mit der Solarenergie. Das kostet aber ein Pfund Spargel. Ausgeliefert von der Spargelkönigin Julia I das ist ja eine besonders Nette.
Schlagworte: Bürstadt, Kollektoren, Module
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2. März 2010
Orkan Xynthia ging leider auch nicht an der Sonnenwand vorbei. Nachdem sich die Medien aufgrund der vielen Schäden bundesweit mit Kommentaren zurückhielten konnte es einer im Photovoltaikforum nicht lassen und im vorbeifahren (von der Rückseite aus) erkennen warum sich die Module gelöst haben. Ausserdem findet er dass die überstehenden Module ziemlich doof aussehen. Na ja was schön ist kann jeder für sich entscheiden.
Dass die Module aber wegen dem Überstand sich gelöst haben ist allerdings falsch. Hier dazu das Foto wie sich die Module gelöst haben.

Nachdem das Modul aus der Halterung draussen war klapperte es beim nächsten Orkanstoß. Dies ging so lange gut bis auch die oberen Halter nachgaben und das Modul abrutschte. Dies konnte teilweise stundenlang dauern.
Wie bereits Olaf Greshake (SolarArt) in der Bürstädter Zeitung beschrieben hat:
”Die Abrissmuttern waren erst mit einem vorläufigen Drehmoment befestigt. In 99 Prozent aller Fälle ist das ausreichend.” Noch befinde sich das Kraftwerk im Anlaufbetrieb. Für Feineinstellungen müsse nachjustiert werden können. Mit der abschließenden Arretierung wurde deshalb gewartet. “Das endgültige Drehmoment ist unlösbar und soll vor Diebstahl schützen.”
Passend dazu kommt heute ein Bericht beim Photovoltaik Magazin. Dort wird genau der Schraubentyp beschrieben. Wer sich das Bild dort Großzoomt kann die Schraube mit der “Wespentaille” erkennen. Erst wenn mit einer entsprechenden Kraft die Schraube angezogen wird reißt der Kopf ab. Danach kann die Schraube nicht mehr einfach gelöst werden und schreckt somit Diebe ab.
An der Bürstädter Photovoltaikwand waren diese Schrauben noch nicht endgültig angezogen worden da noch ein Test der Anlage “unter Sonne” ausstand. Wenn bei diesem Test ein Modul ausgetauscht werden müsste dann wäre dies kaum noch möglich gewesen. Erst nach dem Test werden alle Schrauben mit Kraftaufwand die Sicherheitsschrauben “abgerissen”. Leider kam Xynthia dazwischen. Aber inzwischen wurden die Module bereits wieder eingearbeitet und selbst am Orkantag gab es noch sensationelle Fotos. Von wegen “sehen ziemlich doof” aus.

Schlagworte: Module, Photovoltaik, Sonnenwand
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26. Dezember 2009
…ist fertig!

Ist nur ein kleiner Scherz im Westen wie im Osten fehlen noch Module. Aber das Bild ist doch Geil oder?
Wenn ich dran denke, dass die Module als Siliziumwüste beschimpft wurden! Eigentlich wollte ich erst wieder einen Bericht schreiben wenn die Anlage fertig ist, aber wenn am 2. Weihnachtstag so ein tolles Sonnenwetter ist dann muß ich einfach die Unvollendete Lärmschutzwand nochmal zeigen.

Im Westen fehlen nur noch ein paar Module. Diese Arbeiten könnte man schon als filigran bezeichnen.
Im Osten da müssen sich die Monteure aber noch richtig sputen und richtig hinlangen. Denn das Ziel ist natürlich die Inbetriebnahme vor dem Jahreswechsel.

Aber die Schönheit ergibt sich doch allein schon durch die Unterkonstruktion. Find ich jedenfalls.

Schlagworte: Lärmschutzwand, Module, Unterkonstruktion
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1. September 2009
Nachdem ich die Projekt Voraussetzungen beschrieben habe möchte ich die Bauzeit überfliegen. Kaum hatten wir die ersten Module auf der Baustelle kamen auch schon die Probleme. Es war meines erachtens noch 2003 als die Monteure von Ralos während der Montage ein brodeln und zischen hörten. Ein Modul das gerade verlegt worden war hatte seinen Geist aufgegeben. Es war für alle unfassbar aber das Modul war verschmort. Der Vorfall wurde an BP Solar gemeldet und ca. zwei LkW voll mit Modulen wurden vom Dach wieder abgebaut und BP übergeben um die Ursache zu ermitteln.
Es dauerte ca. 2 Monate bis die nächste Lieferung von Modulen kam. Von BP Solar kam nie eine Erklärung was geschehen war. Heute wissen wir, daß dies ein Modul gewesen sein muss bei dem der Busbar zu scharfe Kanten hatte und bei Erwärmung in die Rückseitenfolie schnitt. Dies war ein Grund für die spätere Rückrufaktion der 5er Serie.
Ab diesem Zeitpunkt gelang es BP nicht mehr eine geordnete Belieferung der Bürstädter Weltrekordanlage zu gewährleisten. Wir schlichen so nach und nach an die 5 MW Grenze und hatten nach 22 Monaten Bauzeit endlich die Anlage komplett.
Bei meinem Abschlußfest “Fiesta del Sol” im Mai 2005 hatte es BP Solar nicht einmal nötig dabeizusein. Geschweige denn das Fest finanziell zu unterstützen. Trotzdem gelang es mir ein zweitägiges Fest mit allem drum und dran zu organisieren.
Bereits im August 2006 wurde in der Photon ein Bericht über brennende BP Module durch die Anschlußdose publik. In diesem Bericht äußerte sich Bernd Dussel (Geschäftsführer activ solar) bereits mit den Worten: “BP verdrängt das Problem schlicht”.
Eine Ausgabe später im September 2006 erneut ein Artikel in der Photon. Diesmal rät BP zum vorsorglichen abschalten.
Günter Schölzl einer der Geschäftsführer von Ralos benennt die Probleme. Es sind von der 2er bis zur 5er Serie alle Module betroffen. Danach beschreibt er noch den Vorgang von 2003.
BP Solar leitet eine weltweite Rückrufaktion ein. Auch die Bürstädter Anlage wird im ersten Step komplett vom Netz genommen. Nach eingehender Untersuchung durch BP Solar wird Dachabschnitt 3 und 4 mit den Modulen der 7er Serie wieder an das Netz genommen.
Bauabschnitt 1 und 2 bleiben abgeschaltet. BP Solar zahlt seit dieser Zeit für die abgeschaltete Anlage den Ertragsausfall!
In 2008 werden endlich die Module von BP der 5er Serie angefordert und werden vom Dach demontiert und BP Solar übergeben. Von den acht Sheddächern konnten nur zwei Dächer vor dem Wintereinbruch 2008 wieder mit den überarbeiteten Modulen belegt werden. Die restlichen 6 Sheddächern wurden mit Folien abgedeckt damit kein Regenwasser in das Gebäude eindringen kann. Dies geschah obwohl BP Solar einen Austausch der Module bereits 10/2008 abgeschlossen haben wollte.
In der Dezember Ausgabe 2008 bejubelt Photon die tolle Austauschaktion von BP Solar. Auf meinen Anruf hin bei Photon gab man kleinlaut zu von den noch nicht getauschten Modulen bei Großanlagen zu wissen.
Ja da sag ich nur: “was Ganzseitige Anzeigen alles bewirken können”. :-)
Gottseidank hab ich keine Werbung auf meinem Blog. Jedenfalls keine bezahlte. 



BP Solar hat mächtig aufgetragen wie toll die Austauschaktion gemanagt wurde.
Am 22.6.2009 wäre es so weit gewesen. Wir wollten die überarbeiteten Module der 5er Serie wieder auf das Dach bringen.
Aber am 21.6.2009 um die Mittagszeit brannte es auf dem Dach. Es brannte das Dach mit den Modulen der 7er Serie.
Was “mein” Dach aber auch alles ertragen muss…
Nein, BP Solar und ich wir lieben uns nicht.
Schlagworte: Module, Montage, Weltrekord
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10. Februar 2009
Nachdem der erste Wechselrichter installiert war konnten die ersten Module auch an das öffentliche Netz angeschlossen werden. Am 18.3.2004 war es soweit wir konnten abends die ersten Kilowattstunden am Einspeisezähler ablesen.

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Schlagworte: Einspeisezähler, Module, Photovoltaik
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18. Dezember 2008
Sätestens mit dieser Kampagne sind die Schönauer Stromrebellen bundesweit bekannt geworden. Deshalb war es für mich im November 2003 eine Ehre zu dem Rebellenseminar nach Schönau in den Schwarzwald eingeladen zu werden. Schließlich wollten die Stromrebellen über die weltgrößte Photovoltaikanlage informiert werden. Leider habe ich nur ein einziges Bild von dieser Veranstaltung bei der wir die Beteiligungsprospekte und einige Bilder zum anschauen an einem Stand zeigten.

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Schlagworte: Module, Störfall, Stromrebellen
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28. November 2008
Richtig montieren durften wir nur an den Wochenenden. Denn dann waren keine LKW auf dem Gelände der tts unterwegs. Deshalb musste es am Wochenende schnell gehen. Der Engpass war der Kran der die Module auf das Dach gehoben hat. Dieser Kran wurde von Bernd Dussel einem der Geschäftsführer von activ solar bedient. Ich habe den kompletten Montageprozess per Bild festgehalten.

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Schlagworte: Module, Montage, Prozesskette, Unterkonstruktion
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17. November 2008
Kaum drei Wochen nachdem die ersten Module auf dem Dach lagen hatten wir die ersten Prominenten Besucher vor Ort. Es sollte ein langer Lindwurm von Besuchern werden die sich den Weltrekord anschauen wollten. Landrat Wilkes war einer der fleißigsten der sofort erkannte welch ein Anziehungspunkt die Photovoltaikanlage wird. Er hat sofort seine Bürgermeister Dienstversammlung nach Bürstadt gelegt und die PV-Anlage mit allen 22 Bürgermeistern besichtigt.

Auf dem Bild sind Thomas Schmiedel (Tauber Solar - braune Jacke), Bernd Dussel (activ solar - blauer Anorak), Bürgermeister Alfons Haag (Bürstadt) neben Landrat Wilkes (Kreis Bergstraße - mit gelber Krawatte) und Bernd Müller (SEBZ - hinten links). Wer mich sucht braucht nur nach dem Pulli zu schauen…
Im Hintergrund ist gut die Holz-Unterkonstruktion für die Photovoltaikmodule zu erkennen. Wir hatten uns ja für Holz anstelle von 30 tonnen Aluminium entschieden. Ich hatte danach viele Diskussionen deswegen. Bisher haben sich die Befürchtungen der Pessimisten nicht bewahrheitet. Wir haben aber viel Energie eingespart, Geld gespart und unseren Regionalen Rohstoff genutzt.
Bei den BP Modulen ist gut zu erkennen, daß es sich um monokristalline Module (165 Watt Leistung) handelt. Zu erkennen ist dies an den weißen Flecken an den”Ecken” der Solarzellen. Da die Zellen aus runden Scheiben gewonnen werden “verliert” man diese weißen Stellen als Strom produzierende Fläche. Heutige monokristalline Module haben viel kleinere weiße Flecken…
Die Kontakte durch H. Wilkes bei den Bürgermeistern des Kreises nützen mir heute noch viel. Immer wieder werde ich zu den Bergsträßer Gemeinden eingeladen um über Photovoltaik zu berichten und Menschen zu überzeugen.
Schlagworte: Besucher, Bürstadt, Module, Pulli
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30. Oktober 2008
Beim Bankenskandal waren ja die Bayern wieder mal die ersten die in die Kasse greifen wollten. Milliarden für die Bayerische Landesbank. Es ist die gleiche Landesbank die sich bei der Finanzierung von Block 3 des Atomkraftwerkes im Finnischen Olkiluoto hervorgetan hat. Als ob die Finnen nicht selbst in der Lage wären ein Atomkraftwerk zu finanzieren. Allerdings bei einem Zinssatz von 2,6 % überlegt sich so mancher ob er das tun soll. Aber wenn etwas schief geht kann die Bayerische Landesbank sich ja auf den Deutschen Staat oder die Bayerische Landesregierung verlassen.
Der Steuerzahler springt dann schon mal für die Manager ein.
Ach so ich habe noch nicht geschrieben, daß es um 1,95 Milliarden Euro geht die von der Bayerischen Landesbank nach Finnland überwiesen wurden. Wieviel davon an Siemens (konventioneller Kraftwerksbau) überwiesen wird ist mir leider nicht bekannt.
Na die Peanuts von 1,95 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 2,6 % würde ich sofort nehmen. Ich würde dieses Geld in Deutschland in eine Solarfabrik stecken. Das bringt Arbeitsplätze…
Wir können gerne noch diskutieren ob ich Silizium produzieren
oder Solarzellen herstellen
oder Module produzieren
oder Photovoltaikanlagen betreiben würde.
Mit einem Zinssatz von 2,6% und 1,95 Milliarden könnte ich vielleicht sogar alles, aber wer gibt einem Solarier schon so einen Kredit? Die Bayern nicht
meint der
.
Schlagworte: Bayerische Landesbank, Landesregierung, Module, Siemens
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27. Oktober 2008
Zwei Jahre nach der Idee kamen die ersten Solarmodule auf das Dach. Auf dem Bild kann man die erste Palette mit Solarmodulen sehen die am Samstag den 27.9.2003 auf das Dach gehoben wurden. Keine Angst das war das einzigemal, daß ich Claus Rothenbach was “arbeiten”
gesehen habe. Natürlich wurde er kritischst von Peter Alberts beobachtet.

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Schlagworte: BP-Solarmodule, Module, Weltrekord
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