Solar Förder Verein und Energie in Bürgerhand

6. Dezember 2009

Da ich sowohl Mitglied beim Solar Förder Verein (SFV) bin aber auch Genosse bei Energie in Bürgerhand (EiB) möchte ich heute zu den negativen Aussagen des SFV bezüglich EiB schreiben.

Der SFV ist bekannt für seine Verdienste bezüglich der Kosten deckenden Vergütung oder vielen kleinen Verbesserungen im EEG für die Photovoltaik. Ebenso meldet sich der SFV regelmäßig zu allen die Photovoltaik betreffenden Diskussionen. Dabei ist der SFV auch immer für seine extreme Stellung pro Solarenergie berüchtigt. Bei der Beurteilung von EiB kann ich aber keinen einzigen der “Argumente” nachvollziehen.

Zu 1) Strom aus Sonne und Wind wird von privaten Betreibern billiger erzeugt

Was dieser Satz in Verbindung mit EiB aussagen soll ist mir schleierhaft. EiB kauft einen Anteil an der THÜGA. Die THÜGA wiederum ist an ca. 90 Stadtwerken beteiligt. Warum sollte es nich möglich sein durch Informationen aus den Stadtwerken und Information vor Ort in den Gemeinden der Stadtwerke die Erneuerbaren Energien voranzubringen?
Irgendjemand muß ja schließlich die Informationskampagnen machen. Bei aller Liebe zum SFV aber sowohl die Zeitschrift des SFV (Solarbrief) als auch die Homepage des SFV wird nur begrenzt gelesen. Wenn wir die Chance haben in den Kundenzeitschriften von ca. 90 Stadtwerken Werbung bei ca. 5 Millionen Kunden für Erneuerbare Energien machen können bewirkt dies ein vielfaches von den Statements des SFV. Eine Studie der RWE von 1993 sowie eine Stellenausschreibung von 1997 sollten langsam in das Archiv überführt werden. Im Zusammenhang mit den Stadtwerken der THÜGA stehen diese Argumente nicht.

Zu 2) Für die Bereitstellung weiterer Stromspeicherkapazitäten sind Stadtwerke und Stromkonzerne nicht die geeignete Adresse

Auch hier wird mit einer Aussage von RWE argumentiert. EiB kauft aber keine Anteile an der RWE sonder an der THÜGA und damit an ca. 90 Stadtwerken. Diese Stadtwerke agieren anders wie eine AG es sind Kommunale Versorger. Wenn wir viele Wind und Photovoltaikkraftwerke bauen werden Speicher benötigt. Aber es wird auch jemand benötigt der diese Speicherung managt. Da ist EiB bei den Stadtwerken goldrichtig.

Zu 3) Das Stromnetz muss verstaatlicht werden

Die Übertragungsnetze sicherlich aber doch nicht die Verteilnetze in den Städten. Die können ohne weiteres der Kommune (ihren Stadtwerken) gehören. Auch da ist es einfacher wenn wir gezielt die 90 Stadtwerke ansprechen und nach und nach deren Netze vollständig in die Hände der Stadtwerke holen. Ich wünsche mir jedenfalls keinen Staatlichen Netzbetreiber den ich im Call Center anrufen muß wenn in Bürstadt eine Störung im Stromnetz ist.

…und dann sind die Argumente auch schon alle. Es wird in keinster Weise honoriert, was EiB bereits jetzt bewegt hat. Wir sind in einen völlig neuen Markt eingetreten. Wir haben bereits 22 Mio. eingesammelt. Bereits 4.000 Menschen haben gezeichnet. Das sind mehr Zeichner wie der SFV Mitglieder hat. Ich finde es deshalb nicht in Ordnung, daß der SFV negative Äußerungen über EiB macht. Es gibt nicht den einen Königsweg um 100% Erneuerbare Energien zu erreichen. Wir müssen viel Aktionen in Gang setzen um auch das notwendige Kapital locker zu machen und das hat EiB bereits eindrucksvoll getan.

Thüga in Bürgerhand

22. April 2009

Heute möchte ich auf Bürgerbewegung der besonderen Art hinweisen. Die TiB Thüga in Bürgerhand Bewegung. Hier versuchen wieder einmal ein paar aufrechte BürgerInnen ihre Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen. Diese Bürgerbewegung hat mal wieder ihren Ursprung in der Freiburger Gegend. Es verwundert auch nicht, daß auf der Unterstützerliste Namen wie Sladek (EWS Stromrebellen), Disch (Plusenergiehaus) und mein Freund Burghard Flieger (Genossenschaft) zu finden sind.

Sie kennen die Thüga nicht? Aber EON die sind bekannt als Kohle und Atom Kraftwerksbetreiber aber auch als aktiver Förderer dieser Techniken. Der EON gehört die Thüga zu 100% und hatte ihre Beteiligungen an Stadtwerken in der Thüga gesammelt. Da merken die 110 Stadtwerke nicht gleich mit wem sie Zusammenarbeiten. Oder der Stromkunde hält die Thüga für unbedenklich.

Das Bundeskartellamt hat die großen Vier Stromkonzerne auf dem Kieker… eines der Vorwürfe Verflechtung von EON mit den 110 Stadtwerken. Schließlich gehört in vielen Fällen das Kraftwerk EON die Übertragungsnetze EON und nur die Verteilnetze in den Städten den Stadtwerken. An den Stadtwerken ist die Thüga (EON) wiederum zu 40% beteiligt. Das Bundeskartellamt vermutet dann “Verflechtung”.

Wer die Thüga kauft kann natürlich nur vermutet werden. Spekulationen gibt es genug. Aber die sinnvollste wäre natürlich einen möglichst großen Anteil von der Thüga in Bürgerhand zurück zu holen. Leider wird der Verkaufspreis der Thüga bei 3-4 Milliarden gesehen. Deshalb bleibt nur die Übernahme eines Anteils. Je mehr Geld die Bürgerbewegung einsammeln kann um so größer könnte der Anteil sein den TiB ankaufen möchte. Dies geht natürlich nur wenn der Verkäufer (EON) mitspielen würde.

Trotzdem ist als erstes Bürgerengagement gefordert. Schaut euch die Homepage an und wenn es euch möglich ist zeichnet eine Anteil. Ich werde noch eine Nacht drüber schlafen aber morgen werde ich dann einen Anteil für 500 Euro zeichnen… Da muß der Sonnenflüsterer dabei sein. Reiner Olympischer Gedanke!

Die Sahara Connection predigt wieder

14. Dezember 2008

Sie haben es wieder mal zu Franz Alt’s Sonnenseiten geschafft. Es ist auch schwierig an ihren permanent trommelnden ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern vorbeizukommen. Die Rede ist von der Sahara Connection “DESERTEC” die ein neues Energie Malefiz propagieren.

Sahara Malefiz

Links das allseits bekannte Malefiz (Bild von Wikipedia) und rechts das Euro-Supergrid (Bild von DESERTEC) von mir auch respektlos “das lange Kabel” genannt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Keiner liebt die Energieversorger

17. Oktober 2008

Jedenfalls nicht die konventionellen.
So manches mal wenn ich wieder über die großen vier Energieversorger herziehe kommen mir bedenken, daß ich vielleicht doch etwas übertreibe. Jetzt habe ich allerdings die Studie von Kundenmonitor gefunden. Ab jetzt mach ich mir keine Gedanken mehr.

Denn schlechter kann man nicht mehr abschneiden…

wann greift die Politik dieses Thema auf?

Eine der Aussagen “die Freundlichkeit der Mitarbeiter läßt nach”. Wie lange lassen wir uns das noch gefallen?

Die Deutschen sind mit den Energieversorgern nicht mehr zufrieden also jagt sie zum Teufel. Übernehmt die Netze von Strom, Gas und Wasser und organisiert eure eigene Versorgung. Versorgt euch mit erneuerbaren Energien. Das ist es doch was 90% der Deutschen wollen. Dies führt zur regionalen Wertschöpfung und Arbeitsplätze vor Ort. Bei Firmen die vor Ort ihren Sitz haben kann man Einfluß nehmen. Versucht dies mal bei den großen vier…