Archiv des Autors: Erhard

Mein tausendster Kleinkredit

Man sollte meinen, irgendwann wird es langweilig einen Kleinkredit in Höhe von 25 Dollar zu vergeben. Momentan ist es bei mir genau umgekehrt. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß eines von tausenden (derzeit 5.765) Projekte auszusuchen und zu unterstützen. So auch heute Morgen.

Einfach ein tolles Bild von Roseline aus Kenia. Sie will sich eine Solarlampe kaufen für 75 Dollar! Ich hab ihr die 25 Dollar gern geliehen. Sie spart sich in Zukunft den Kauf von Kerosin und zahlt mir und meinen zwei Mitfinanzierern das „Darlehen“ zurück. So einfach kann „Entwicklungshilfe“ sein. Ich hab dieses Projekt hauptsächlich wegen dem tollen Bild (Solar ist natürlich Voraussetzung!) ausgewählt. Typisch (ca. 75 %) ist auch mein Darlehen an eine Frau und ebenso, dass ich mal wieder nach Kenia meine Dollars verleihe. Immerhin 12,9 % meiner 1.000 Darlehen sind nach Kenia geflossen. An zweiter Stelle hat Mexico mit gut 50 Darlehen von meinen Krümeln (Kuchen wäre übertrieben) erhalten. KIVA liefert da viele Informationen und vergisst nichts. Ich kann sogar erkennen wie viele Kredite von meinen „Eingeladenen“ (invitees) vergeben wurde. Meine Freunde und Bekannten können ein Lied davon singen. Bei Geburtstagen oder ähnlichen Anlässen verschenkt der Sonnenflüsterer meist einen KIVA Gutschein und der/die Beschenkten müssen sich mit dem KIVA System rumärgern… 😉

Aber auch daraus sind inzwischen 180 Darlehen entstanden. Freut mich!

Ich kann nicht sagen wie hoch mein finanzielles Engagement an meinem persönlichen BIP ist aber ich möchte mir auch keine Vorgaben machen. Immer wenn ich Bock habe schieße ich meinem KIVA Konto ein paar Kröten zu. Unter Druck lasse ich mich nicht setzen. Was dabei rauskommt könnt ihr an der Bundesrepublik sehen. In 1970 gab es den Beschluss 0,7 % des Bruttoinlandproduktes für Entwicklungshilfe auszugeben. Schon nach 47 Jahren ist es dieser Republik durch zwielichtige Buchungstricks diese 0,7 % zu erreichen. Da mache ich lieber so weiter wie ich am 28.10.2008 begonnen habe und heute mit dem 1.000 Kleinkredit ein Zwischenziel erreicht habe. Unter 25 Dollar kann ich mir wenigstens was vorstellen. Unter den 146,2 Milliarden Dollar die von allen Geberländer letztes Jahr kann ich mir nix vorstellen und Roseline aus Kenia sicherlich auch nicht…

Wer alle tausend Darlehen ansehen möchte, bitte hier geht’s lang. Mein erstes Darlehen habe ich übrigens dieser wilden Truppe aus Bolivien geliehen…
… und ihr werdet es nicht glauben die haben auch alles (25 Dollar!) an mich zurückgezahlt.

Wer sich über die große weite Energiewelt informieren möchte dem lege ich den Artikel von Daniel an’s Herz, aber vielleicht habt ihr auch ein großes Herz um eines der 5.765 Projekte mit 25 Dollar zu unterstützen.

Kleinvieh macht auch Mist

Oder eine Kuh macht Muh und viele Kühe machen Mühe. Sprüche gibt es genug, aber jedem Spruch sollten auch Taten folgen. Letztes Jahr im August habe ich ein neues KIVA Team, die Klimalotsen ins Leben gerufen. Anfang 2017 habe ich dem Team als Ziel für 2017 ein Darlehensvolumen von 10.000 Dollar gegeben. Heute feiern wir Halbzeit. Wir die Klimalotsen haben 5.000 Dollar an 195 Projekte vergeben.

Klar sind wir Klimalotsen nur ein kleines Staubkorn in der KIVA Welt aber wir sind froh und stolz dabei sein zu können. Die KIVA Community steht ja auch kurz davor ein phantastisches Jubiläum zu feiern. Die KIVA Community wird noch in diesem Jahr die Milliarden Dollar Grenze überschreiten.

Derzeit sind 966,3 Millionen Dollar verliehen worden und täglich werden ca. 200.000 bis 300.000 Dollar neu verliehen. Wie gesagt unsere 5.000 Dollar sind da ein ganz kleines Staubkorn.

Trotzdem freue ich mich persönlich über jedes Projekt dem wir 25 Dollar leihen können. Auch heute wieder ein Super Solarprojekt in Kenia. Josephine benötigt 75 Dollar um sich eine Solarlampe zu kaufen um das Kerosin Licht zu ersetzen. Sie zahlt die 75 Dollar in sechs Raten bis Anfang November 2017 zurück.

Mit den vergebenen Darlehen liegt das Team der Klimalotsen über dem Plan. Bei der Anzahl der Teammitglieder leider nicht. Derzeit sind 29 Teammitglieder dokumentiert und mein Ziel für Ende des Jahres liegt bei 100 Mitgliedern. Nach Ostern werde ich mich um die „Mitgliederwerbung“ intensiver kümmern. Mal sehen was sich da noch machen lässt.

Die Teamwertung in KIVA sieht für uns Klimalotsen sehr gut aus.
Wir liegen in der Teamwertung auf Platz 4.392!

O.K. so berauschend hört sich das nicht an… aber wenn ihr bedenkt, das derzeit über 34.000 Teams gelistet sind, dann haben wir in der kurzen Zeit schon einiges erreicht. Mit jedem 25 Dollar Darlehen steigen wir derzeit gut 10 Plätze nach vorne. Also wer noch Lust hat einfach dem Team Klimalotsen anschließen. Solltet ihr Hilfe benötigen einfach bei mir melden…

Von den Artikeln meiner Energieblogger Kollegen gefällt mir besonders der Titel „Energie von Mensch zu Mensch“ veröffentlicht im technewable Blog von Katja Reisswig. Lesenswert und der Titel Energie von Mensch zu Mensch der passt auch für KIVA. Vielen Dank!

Kernfusion hilft Idah nicht!

Aber ein Kleinkredit von 50 Dollar schafft es innerhalb kürzester Zeit den energetischen Wunsch von Idah aus Kenia zu ermöglichen. Sie kauft sich einen neuen Ofen mit dem sie weniger Kohlen verbrennt. Die Beschreibung ist etwas widersprüchlich zur Überschrift aber ich bin mir sicher bei dem Projekt wird weniger gelogen wie bei Iter.

Selbst wenn Bernard Bigot nicht lügt so phantasiert er doch. Schon der einleitende Satz vom Energieexperten der Welt „Der Forschungsreaktor Iter soll das Energieproblem der Menschheit lösen.“
Welch eine Überschätzung. (in Südhessen würde man sagen: Großmaul!)
Ein Forschungsreaktor soll das Energieproblem der Menscheit lösen… Weiterlesen

Ich mach das schon

Ja ich mach das schon jahrelang was der BSW in seiner angedachten Branchenkampagne „Ich mach das. Jetzt!“ versucht, in’s Leben zu rufen. Recht haben sie die Profis in Berlin.

Natürlich können die Profis nicht wie ich zu Hause sitzen und immer nur wenn ich Lust dazu habe einen Blogartikel schreiben. Nein, die Berliner müssen das Profihaft machen. Dazu wird eine Branchen Kampagne ins Leben gerufen. Momentan läuft die Kampagnen Aquise und wenn die Kampagne durchfinanziert ist startet sie durch. Es soll Kampagneninstrumente geben, eine Kampagnenreichweite soll abgesteckt werden um über das virale Marketing mit umfangreichem Infomaterial die Fachpresse und besonders wichtig die Massenmedien zu erreichen. Der Kampagnenclaim (mich bitte nicht fragen was damit gemeint ist…) vermittelt dem potentiellen Kunden das Gefühl: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um in Solar zu investieren. Der BSW sucht noch Teilnehmer die „Ich mach das. Jetzt!“ unterstützen. Na klar bin ich dabei. Natürlich nicht offiziell. Ich mach das schon und unterstütze natürliche diejenigen die „Ich mach das. Jetzt!“ erst machen. Weiterlesen

Kleinkredite werden zurückgezahlt oder auch nicht!

Bisher habe ich ja immer von der Vergabe von Kleinkrediten geschrieben. Jetzt nach gut 5 Monaten möchte ich mal auf den Stand der damaligen Kredite von den Klimalotsen schauen. Dazu rufe ich bei KIVA das Portfolio der Klimalotsen auf und erhalte eine Übersichtskarte.

Auf der Übersicht ist zu erkennen, es gibt Projekte die teilweise schon zu 57 Prozent zurückgezahlt sind. Weiterlesen

Lügen denn eigentlich alle?

Taugen diese Umfragen eigentlich etwas? Der Solarenergie Förderverein hat eine Umfrage erstellen lassen und 70% der Bevölkerung wünschten höchsten Vorrang für die Energiewende! Zumindest veröffentlicht es der Solarenergie Förderverein so auf seiner Webseite. Siebzig Prozent ist eine ganze Menge. Wenn ich bedenke, dass die Saarländische CDU mit 40 % Wählerstimmen höchst zufrieden ist und sich als Wahlsieger feiern lässt.

Die Spitzenkandidatin der Saarländischen CDU wirbt mit „Solidarität mit unseren Diesel Jobs“ und wird gewählt. Glauben die wirklich, dass ein Autokonzern der mit betrügerischer Software eine Umweltfreundlichkeit vorgaukelt, die Zukunft sein kann? Weiterlesen

Kröten und Frösche schlagen Kleinkredit!

Zumindest beim Pressebericht vom Bergsträsser Anzeiger lag der Focus der Berichterstattung bei den Kröten und Fröschen. Dass wir auch Kröten vergeben haben, wurde leider von der Reporterin nicht registriert. Ehrlich gesagt habe ich niemanden von der Presse gesehen.

Aber beim Frühlingsfest des Naturschutzzentrums Bergstraße gab es wie immer sehr viel Aktion für Kinder und Erwachsene. Da ist klar nur wenige kommen in den Genuss einer Presse Erwähnung. Aber was jammere ich, schließlich kann ich hier im Blog alles nachholen. Alles ist jetzt leicht übertrieben, denn ich war vier Stunden vor Ort und habe viele Gespräche zum Thema KIVA Kleinkredite der Klimalotsen geführt. Kredite haben wir natürlich auch wieder vergeben. Dass es lediglich bei vier Krediten blieb lag an der schlechten Internetverbindung. Weiterlesen

Wir betreiben Atomkraftwerke aber Balkonmodule können wir nicht

Gestern habe ich noch davon geschrieben, dass wir in Bensheim einen Netzbetreiber hatten der Balkonmodule ohne „Genehmigung“ und sonstigem Trara akzeptierte. Dies tat er allerdings nicht lange, dann begannen die bürokratischen Anforderungen bei denen ich es Leid bin, sie aufzuzählen. Jedenfalls ist der Balkonmodulmarkt im Bensheimer Stromnetz tot.

Bei Westnetz zeichnet sich das gleiche Spiel ab. Weiterlesen

Balkonmodule sind als Guerilla Modul prädestiniert

Momentan macht die Nachricht die Runde die Balkonmodule erreichen einen Durchbruch! Der Kern der Nachricht ist die Akzeptanz eines Netzbetreibers (Westnetz)

„Ab sofort könne jeder Kunde in dem Netzgebiet auf unbürokratische Weise die Solarmodule anschließen. Er müsse dazu nur Namen, Adresse, Leistung und Fabrikat der Module melden. Bis zu einer Leistungsgrenze von 300 Watt könnten diese de facto ohne sonstige Auflagen in die Steckdose gesteckt werden.“ Weiterlesen

Ethisch- ökologisch Geld anlegen und vorsorgen

Eine ganz wichtige Frage für jeden Menschen ist die Frage wo er „in guten Zeiten“ überschüssiges Geld ethisch- und ökologisch „hinlegen“ kann um für schlechtere Zeiten vorzusorgen. In unserer heutigen Zeit ist es ja einfacher als zu den Zeiten der Jäger und Sammler. Die hatten an Tagen mit fetter Beute, nur die Möglichkeit sich den Magen voll zu schlagen, weil das Essen in ein paar Tagen verdorben war. Geld dagegen verdirbt in der Regel nicht oder nur ein wenig durch Inflation. Geld kann im Sparstrumpf zwischengelagert werden und später genau so frisch wie am ersten Tag gebraucht werden. In unserer Gesellschaft gibt es natürlich Beruf für die Sparstrumpfverwaltung den Banker. Wer ein paar Kröten übrig hat kann diese einer „Bank“ auf der sich das Geld ausruhen soll leihen. Dein Geld ruht sich allerdings nur für den Geldgeber aus, die Bank lässt das Geld richtig arbeiten. Bei normalen Banken kann es eine ganz schön dreckige Angelegenheit sein. Da kann schon mal die Finanzierung von Atomkraftwerken, Kohlekraftwerke, Waffengeschäfte oder Ölplattformen in Naturschutzgebieten sein. Alles Dinge die der einzelne Bürger mit seinen paar Kröten niemals finanzieren würde. Eine Bank die viele kleine Kröten gesammelt hat und gut bezahlte Manager als Verwalter beschäftigt, die tun solche Dinge schon mal… Weiterlesen