Kategorie-Archiv: Allgemeines

Atomwaffen – Büchel

Wenn momentan von Atomausstieg geschrieben wird dann steht meist die “zivile Nutzung” dieser Menschenverachtenden Technik im Vordergrund. Wer sich aber mit dieser Materie näher beschäftigt der merkt im Hintergrund gibt es auch die anders Seite diesert Technik. Die militärische Nutzung der “Kerntechnik”. Gerne wird dieses Thema verniedlicht so auch in Wikipedia in der “Liste von Kernwaffentest’s“. Da wird eine Auswahl aller ober und unterirdischen Test’s aufgelistet und die beiden Massaker in Japan (Hiroshima und Nagasaki) werden in der Tabelle noch unter “Name Testreihe Bombe” aufgeführt. Vielleicht kann ja einer der Leser diese makabere Überschrift ändern/ändern lassen? (ich habs mal probiert, sieht aber nicht gut aus?)

Wer in Wikipedia weiter liest stellt fest, diese Test’s wurden/werden vor allem durchgeführt um aufzuzeigen “wir sind eine Macht”, wir können Atombomben zünden. Wie hat ein bekannter Politiker mal zu meinem Entsetzen gesagt: “Es geht immer darum wer hat den längsten!”

Wer jetzt denkt diese Atomwaffen haben mit uns in Deutschland nix zu tun der wird staunen. Mitten in Deutschland lagert die USA noch Atomwaffen. Die scheinen zwar “veraltet” zu sein und zum Entsetzen der Bürger Initiativen, sollen diese Atomwaffen “modernisiert” werden. Damit dies nicht geschieht rufen die Initiativen zur gewaltfreien Blockade an 65 Tagen in Büchel auf. Da diese Blockaden immer wieder gewaltfrei verlaufen wird davon wenig in den Medien zu lesen sein. Schade eigentlich, denn wer Atomausstieg ernst nimmt, der entfernt auch diese Waffen aus Deutschland. Denn Energiewende heißt auch Finger weg von Waffen die Massenvernichtungswaffen und Menschenverachtend sind!

Hier der Flyer der Bügerinitiative und wer möchte kann sich auch auf deren Homepage Büchel Atomwaffenfrei informieren.

Wir machen die vier großen Atomkonzerne insolvent.

Der Text aus der Überschrift war mein zweiter Teil der Antwort auf die Frage der Reporterin: “Was ist ihr Ziel?“. Mein Antwort lautete “100% Erneuerbare Energien” und als Nachsatz “Dass heißt: Wir machen die vier großen Atomkonzerne insolvent!“.

Das mag zwar viele irritieren aber ich liebe solche klaren Statements. Es ist nicht mein Ziel alle vier insolvent zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass einzelne große Konzerne überstehen aber dann in der Hand der Bürger und nicht in der Hand von Managern mit Kurzzeitgedächtnis.

Aber von welchem Interview schreibe ich eigentlich? Am letzten Donnerstag war es so weit. Unser erstes offizielles Zwergen Solar Plug In System wurde vom Netzbetreiber in Betrieb genommen. Besser gesagt es wurde es nicht! Wir müssen nacharbeiten. Aber es sind nur noch Nuancen die uns vor dem “uneingeschränkten Pilotbetrieb” trennen.

Als erstes hier der Link zum SWR1 wo man den Bericht (noch vor der “Inbetriebnahme”) nachhören kann. Auch die beiden Mörlenbacher Aktivisten sind auf dem Foto zu sehen.

Nach der misslungenen Inbetriebnahme hat Hermann das System natürlich Ordnungsgemäß ausser Betrieb genommen.

Ausser Betrieb

Wobei jetzt das Risiko eigentlich erst recht vorhanden ist wenn ich die Hinweise des Netzbetreibers Ernst nehme. Denn das Solarmodul produziert Strom und wenn der Wechselrichter nicht ordnungsgemäß funktionieren würde (was er aber so weit wie wir wissen tut!) könnte Spannung an den Steckerkontakten anliegen. Wenn dann jemand in den Stecker fingern würde… Na, ja so weit wird es nicht kommen. Der Stecker liegt auf dem Balkon von Ute und die Balkontür ist abgeschlossen… Jedenfalls nehmen wir den Hinweis vom Netzbetreiber Ernst und werden um den Stecker und die Steckdose ein Kästchen bauen. Laut Hermann ist in Mörlenbach “der Dorfschmied” schon beauftragt. Als Beschriftung hab ich mir “Solar Castor” gewünscht! Mal sehen was draus wird. Eines ist klar ich berichte!

Vor Ort waren ausser fünf Mitarbeiter des Netzbetreibers und einige Aktiven von Metropolsolar noch der Mörlenbacher Bürgermeister, die Odenwälder Zeitung und ein Reporter vom HR! Leider sind mir noch keine Beiträge bekannt. Das wird aber noch!

Damit kann man sagen wir waren ein hochkompetentes Inbetriebnahme Team! :-)

Zur Technik noch einmal. Das Modul hängt am Balkon und kann nur über die Balkontür erreicht werden. Im Haus wohnen keine Kinder und als “Sicherung” dass niemand den Stecker unbedarf aus der Steckdose zieht hatten wir folgende “Lösung” eingebaut.

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Gut sieht vielleicht nicht so Professionell aus, aber aus unserer Sicht hätte es gereicht. Aus der Sicht des Netzbetreibers nicht. Na, ja da müssen wir halt nacharbeiten…

Inzwischen arbeiten wir aber nicht nur an dem einen Modul sondern durch die intensive Berichterstattungen und auch den Zugriffen hier im Blog unterstütze ich fünf weitere Solar Zwerge in vier verschiedenen Netzen! Natürlich sind wir bei allen noch in den Kinderschuhen aber auch dort geht es voran und wenn wir so weit sind gibt es hier im Blog Neues. Das Zwischenziel heißt “Solar2go” (Plug In Systeme verkaufen wie einen Becher Kaffee!) und das Gesamtziel 100% Erneuerbare Energien. Bis dahin gibt es noch viel zu schreiben im Sonnenflüsterer Blog. ;-)

 

Atomrückstellung, Geheimniskrämerei und RWE als Billiger Jakob!

So, so die Bundesregierung zweifelt an der Sicherheit der Atom Rückstellung! So jedenfalls suggeriert es die Überschrift von Spiegel Online. Im Artikel findet sich dann aber keine Aussage von der Bundesregierung sondern nur viel “man weiß nicht genau” was in den Gutachten tatsächlich steht. Aber die liebe Bundesregierung hat mal wieder eine “positive” Schlagzeile.

Ich als Anwohner der beiden Atomruinen in Biblis sehe das Ganze etwas anders. Ich erwarte einen sicheren Rückbau der Atomruinen! Koste es was es wolle!

Mir ist es egal wer zahlt, vor allem weil ich sicher bin, dass letztendlich die Kosten doch durch die Bürger getragen werden.

Damit ich verstehe wie es derzeit rechtlich aussieht hab ich mir die Studie vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) angeschaut. In der Studie “Atomrückstellungen für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung” von 10/2014 kann hier eingesehen werden. Die Erkenntnisse sind mal wieder erschreckend widerlich wie mit dem Thema Atomkraft umgegangen wird.

Zwei Zitate aus der Studie:
“Der Bundesrechnungshof hat 2011 die bisherige Rückstellungspraxis kritisiert und weist darauf hin, dass keine staatliche Stelle die Höhe der Rücklagen fachlich beurteilen und damit feststellen könne, ob sie ausreichend sind.” (Seite 8)
“Im Koalitionsvertrag 2013 der Schwarz-Roten Koalition auf Bundesebene hatte insbesondere die SPD in Richtung einer Fondslösung verhandelt. Im Ergebnis wurde letztlich folgende Formulierung im Koalitionsvertrag aufgenommen:
„Wir erwarten von den Kernkraftwerksbetreibern ihre Mitwirkung an der Energiewende und die Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die geordnete Beendigung der Kernenergienutzung. Ziel ist es damit, in Deutschland die Sicherheit des Restbetriebs der Kernkraftwerke und ihrer Entsorgung auch finanziell zu sichern und sozialverträgliche Lösungen für die Beschäftigten zu finden. Wir erwarten, dass die Kosten für den Atommüll und den Rückbau der kerntechnischen Anlagen von den Verursachern getragen werden. Über die Realisierung der rechtlichen Verpflichtungen der Energie-versorgungsunternehmen wird die Bundesregierung mit diesen Gespräche führen.“ (CDU/CSU/SPD 2013)” (ebenfalls Seite 8)
Hier ist zu bemerken, dass die Anwohner keine Berücksichtigung finden, aber für die Beschäftigten “sozialverträgliche Lösungen” zu suchen sind! Eine geordnete Beendigung ist mir nicht ausreichend, ich erwarte den “sichersten” Rückbau!

Dass es den Konzernen nicht um den sichersten sondern um den billigsten Rückbau geht bekommen wir ja immer wieder von den Konzernangestellten vorgehalten. Zum Beispiel nachzulesen im Wortprotokoll vom Erörterungstermin zum Rückbau der beiden Atomruinen in Biblis.
“Wir leben in einem Rechtsstaat, und da wahren wir auch die Rechte unserer Aktionäre. Das ist ein ganz normaler Vorgang. Mehr ist dem an dieser Stelle nicht hinzuzufügen. – Danke schön.” (Seite 71)

Aus der Studie möchte ich auf Abbildung 1 hinweisen.Niedrige Rückstellungen

Hier kann die Entwicklung der Rückstellungen der vier großen Atomkonzerne für den Rückbau und die Stilllegung in Euro je kw verglichen werden.
Als erstes fällt auf.

RWE erhöhte seine Rückstellungen als einziger Konzern nicht!

RWE hat die niedrigsten Rückstellungen bisher gebildet!

Ich könnte als Anwohner der beiden Atomruinen von RWE befürchten dass RWE die billigste Art des Rückbaus anwendet und dafür auch noch nicht viel Geld als Rückstellung in die Bilanz eingestellt hat.
Wenn die RWE so ein günstiges Rückbau/Stilllegungsverfahren kennt, wäre es da nicht im Sinne der Aktionäre den anderen drei Atomkraftwerksbetreibern ein kostengünstiges Angebot zu unterbreiten und aus dem Rückbau/Stilllegung von Atomkraftwerken ein Geschäft zu machen? Sozusagen Synergieeffekte? Denn eines ist doch auch klar, irgendwelche Menschen müssen den Rückbau/die Stilllegung auch machen. Da wären Experten vielleicht besser wie jedes Mal mit Anfängern den Rückbau die Stilllegung anzugehen? Der Nebeneffekt wäre dann ja auch, dass die bisherigen Rückstellungen (36 Milliarden Euro) vielleicht weiter reichen denn die FÖS schätzt die Rückbau/Stilllegungskosten ja bereits auf 48 Milliarden Euro. Um aber all diese auftauchenden Fragen besser verstehen zu können müsste die Informationspolitik der Konzerne verbessert werden. Deshalb habe ich an das Infoforum wieder einmal eine einfache Frage gestellt:

“Wer prüft eigentlich ob die Rückstellungen ausreichend sind, und sich die Anwohner auf den geplanten Rückbau zeitlich/finanziell verlassen können?”

Mal gespannt was ich diesmal für eine Antwort erhalte!

Unabhängig von den merkwürdigen Rückstellungen der vier Atomruinen Konzernen führt FÖS auf Seite 5 der Studie folgende Aussage aus:
“Der kumulierte wirtschaftliche Vorteil aus den Rückstellungen im Zeitraum 1970 bis 2014 beträgt nominal 65 Mrd. EUR; in Preisen 2014 sind dies 79 Mrd. EUR.”

Da sage mir nochmal einer die Erneuerbaren Energien wären die Kostentreiber im Energiebereich!

 

Energieblogger in Wikipedia

Die Energieblogger sind relevant!
Um in Wikipedia erwähnt zu werden muss Mann/Frau/Organisation relevant sein. Diese Relevanz haben die Energieblogger inzwischen erreicht und die Erwähnung in Wikipedia ist der Lohn.

Energieblogger in WikipediaEs freut mich, dass wir die Hürden überwunden haben und in der Online-Enzyklopädie erwähnt werden. Sicherlich war der Grundstein die Verleihung des Deutschen Solarpreises 2014 in Witten. Dieser Preis wird gerade von Eurosolar erneut ausgeschrieben. Bis zum 30.6.2015 können noch Vorschläge bei Eurosolar eingereicht werden. Da ich in den letzten beiden Jahren den Solarpreis entgegen nehmen konnte, dürfte ich aus dem Rennen sein! Aber mal sehen ich bin mir sicher, dass ich einige von den Neuen Preisträger kenne. Man kennt sich schließlich in der Solar Szene.

Der Artikel in Wikipedia über die Energieblogger erscheint mir noch etwas spartanisch. Leider kann ich das Tool Wikipedia selbst nicht bedienen aber sicherlich findet sich jemand aus unserer Community der sich auskennt und einige Aktionen der rührigen Energie Querköpfe in die Enzyklopädie einträgt.

Meint jedenfalls der Sonnenflüsterer…

Hybridstrommarkt für die Energiewende in Bürgerhand

Endlich schaffe ich es mal über das Buch von zwei Energieblogger der ersten Stunde Thorsten Zoerner und Björn-Lars Kuhn zu schreiben. Es geht um den Entwurf eines Neuen Strommarktes und ich sag es gleich es ist faszinierend was die beiden da in die Waagschale werfen. Das Buch nennt sich HybridStrommarkt - für die Energiewende in Bürgerhand. Wer das Buch kaufen möchte kann es auf der Seite von Björn bestellen. Für 6,45 Euro (davon 1,50 Euro Porto) erhält der Käufer die Überlegungen der beiden Datenbank-Freaks. Da die beiden aus der Sicht des Bürgers denken kann auch ich als einfacher Bürger das System verstehen. Ich kaufe beim Hybridstrommarkt nicht mehr meinen Strom bei einem Stromlieferanten sondern ich kaufe mir einen Anteil an einem Kraftwerk (egal ob Solar, Wind, Biogas etc.) und nur den Rest kauf ich bei einem “normalen Öko Strom” Lieferanten. Was dabei Verrechnungstechnisch im Detail abgeht muss ich nicht verstehen. Ich versteh ja auch im Detail nicht was in meinem Smartphone abgeht. Hauptsache ich kann meine übersichtliche Anzahl von Apps abrufen.

Das Ziel der beiden ist ein Gegengewicht zu denjenigen aufzubauen, die den Strommarkt von morgen von oben denken! Da ich bereits ein paar Bücher erstanden habe werde ich in nächste Zeit davon immer ein Exemplar im Smarti vorhalten. Smart Rechts 1

Wenn ihr mich seht, sprecht mich einfach an ich gebe diese Sinnvolle Lektüre gerne weiter. Einfach so, ohne Euros! Immer mit dem Gedanken alles was du gerne gibst wird dir irgendwann zurückgegeben.

Also immer Augen auf wo Smarti fährt dann gibt es den Einblick in den Hybridstrommarkt kostenlos.

8. MPS Energie Gespräch Bergstraße Elektromobilität

Leider kann ich aufgrund eines ärztlichen Termins (Nachuntersuchung) das 8. MPS Energie Gespräch Bergstraße nicht moderieren. Dabei hätte mich das Thema enorm interessiert! Elektromobilität von zwei Praktikern vorgestellt. Sowohl Tobias Bucher als auch Klaus Jerwan vom Verein Solarmobil Rhein-Main e.V. sind zwei leidenschaftlicher E-Mobil Fahrer und berichten zum aktuellen Stand.

Das 8. MPS Energie Gespräch Bergstraße findet am 20.3.2015 um 19 Uhr wie immer im Restaurant Stadtgraben in Heppenheim Gräffstraße 8 statt. Damit wir planen können bitten wir euch anzumelden.

Der Vortrag soll Appetit machen für die Sonderschau Elektromobilität die an den zwei darauffolgenden Tagen in Heppenheim im Rahmen der 40. Autoschau stattfindet. Tobias der die Sonderschau organisiert hat bereits mehr als zehn Zusagen von E-Mobil Fahrern. Es wird also einen tollen Überblick über die derzeitige E-Mobilitäts Szene geben.Autoschau_Heppenheim

Ob der 1. Sebastian Fettel Fan Club Bus auch elektrisch angetrieben wird glaube ich zwar nicht, aber interessant dürfte es sicherlich auf der Autoschau werden. Die Elektrofahrzeuge werden von Privatleuten ausgestellt und die Besucher können aus erster Hand Erfahrungsberichte abholen. Noch sind die Elektrofahrzeuge in der Minderheit. Aber die Bundesregierung möchte ja bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen. Bei mehr als 40 Millionen Autos selbst im Jahr 2020 nur ein Bruchteil von den Verbrennern. Es wird also noch viele Veranstaltungen wie die Autoschau Heppenheim geben müssen um die Menschen vom stinkenden, knatternden Auto auf das leise fahrende E-Mobil umsteigen zu lassen.

Gaskraftwerk stilllegen? Warum nicht verkaufen?

Der Energiemarkt ist verrückt! Diese Erkenntnis liegt mir schon lange vor. Aber es erstaunt mich immer wieder, wie es die Konzerne schaffen aus Mücken Elefanten zu machen und sich bei der Politik die Taschen mit Euros vollstopfen lassen. Dieses mal erstaunen mich die Berichte über das “Stillegen” des Gaskraftwerkes in Irsching. Betrieben wird dieses Kraftwerk von E.on, der Frankfurter Mainova, N-Ergie aus Nürnberg und die Darmstädter HSE. Wohlgemerkt nur ein “Stilllegen” kein abbauen und schon gar nicht ein verkaufen. Da wird mal wieder richtig geklappert. Im Spiegel und beim Bayrischen Rundfunk wird mal wieder richtig Stimmung gemacht. Die Betreiber drohen und die Politik haut sich Gegenseitig mal ordentlich auf die Köppe. Wie im Kasperltheater!

Die Konzerne nutzen mal wieder dieses Theater aus und verlangen was sie immer besondern gern tun – Geld! Aber keine Kleckerlesbeträge, nö 100 Millionen Euro im Jahr sollten es schon sein! Wieviel tatsächlich fließen kann ich nicht sagen. Bei 400 Millionen Baukosten wäre dieser “verlorene Zuschuß” jedenfalls ein ordentliches Sümmchen.

Jedes andere Unternehmen müsste sich einen Käufer suchen! Machen die aber nicht, denn sie wissen demnächst (in ein paar Jährchen) werden flexible Kraftwerke mit wenigen Emissionen hoch wirtschaftlich. Nun ja die Jährchen bis dahin möchten sich diese Firmen natürlich durch freiwillige Spenden der doofen Politk aus dem Geldbeutel der Bürger versilbern lassen.

Schaltet die Atomkraftwerke (noch 9 Stück) in Deutschland ab, nehmt die CO2 Zertifikate in Höhe des Zubaus der Erneuerbaren Energien aus dem Markt und ihr werdet erleben wie schnell Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Dann sind “saubere”, technisch top aktuelle Gaskraftwerke auch schnell wieder rentabel. Aber hört auf diesen Bettlern immer wieder Geld zu geben.

 

Relation? Hundekot und gefährliche Chemikalie

Ich erlebe es immer wieder, dass die Relationen von Nachrichten nicht mehr wahrgenommen werden. Als Beispiele habe ich zwei Nachrichten aus Städten gewählt wenn deren Namen fallen sofort bei Insidern alle Alarmleuchten angehen. Ich schreibe von Biblis und Ludwigshafen. Wobei in diesen Nachrichten es nicht um Meldungen der erwarteten Gefahrenquellen geht.

Nehmen wir als erstes die Nachricht Tonnen giftige Chemikalien im Rhein allerdings nicht durch einen Unfall sondern einfach durch Schludrigkeit verursacht! Da werden 1.600 Liter einer gefährlichen Chemikalie in den Rhein geschüttet und das Verfahren wird durch eine Geldstrafe von 1.500 Euro eingestellt. Pro Liter also nicht einmal einen Euro!

Da geht es in Biblis um die “Knödel – Gefahrenabwehr” korrekt ausgedrückt Hundekot! Die Verwaltung gibt sich Mühe und stellt “Tütenspender” im Gemeindegebiet auf! Die Exkremente der Tiere (immerhin Steuerzahler) problemlos (würg) aufgenommen werden und dürfen im öffentlichen Mülleimer “entsorgt” werden. Wohlgemerkt es geht um Hundekot der sich auf natürliche Weise (wenn an einem natürlich Ort abgelegt) abbaut…

Die Bürger erkennen diese “Gefahr” und informieren ihre Stadtverwaltung. Klar keiner will dieses Naturprodukt an den Schuhen hängen haben. Die Stadtverwaltung verweist auf die städtische Verordnung, dass die Verunreinigung durch Exkremente unverzüglich zu entfernen sind. Ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro. Jetz bin ich kein Experte (für Hundekot schon gar nicht) aber ich setze mal 100 Gramm für eine größere Portion an. Dann würde ein Kilo Hundekot 750 Euro Bußgeld kosten.

Im Ludwigshafen Beispiel kostete ein Liter gefährlicher Chemikalie ein Euro – ein Kilo Hundekot in Biblis ca. 750 Euro!

Manchmal denk ich wir haben die Relationen in unserer Gesellschaft verloren. Ich habe ganz bewußt zwei Beispiele genommen die nichts mit Energie zu tun haben aber ich glaube sie beschreiben gut, dass wir teilweise nicht mehr wissen wo wir eigentlich ansetzen müssten.

 

Plug In System “ordentlich” anschließen

Heute möchte ich beschreiben wie wir es geschafft haben ein Balkonmodul so anzuschließen, dass es vom Netzbetreiber “achselzuckend” akzeptiert (Zwergen Modul) wurde. Ich gehe nicht auf die Schwierigkeiten ein sondern beschreibe nur die Lösungen. Wir sind froh dass wir den ersten Netzbetreiber so weit haben dass er nicht mehr weiter weiß und das Plug In Modul akzeptiert. Natürlich werden wir an jedem einzelnen Punkt arbeiten und versuchen die Akzeptanz auf das notwendigste zu reduzieren.

Von Björn-Lars (Energieblogger) kam ja der Hinweis, dass die Bundesnetzagentur eigentlich keine Anmeldung verlangt. Also frag ich bei Björn mal nach ob er was Schriftliches hat. Es wäre die erste “Verbesserung” die wir durch unsere “Solar to go” Kampagne erzielt hätten! Denn die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur war eines der unverständlichen Aktionen die wir durchgeführt haben.

Wenn ich von wir schreibe dann meine ich die fünf Aktiven von Metropolsolar die sich dem Thema angenommen haben. Dem Tüftler, dem Elektriker, dem Aktiven vor Ort, der Spinne im Netz, dem Flüsterer der nur viel darüber redet und natürlich der Person bei der wir das Balkonmodul installiert haben.

Über Geld reden wir nicht! Wer bei dieser Aktion über Kosten redet den frag ich wie wirtschaftlich die Fahrt von Bertha Benz vor 126 Jahren war? Welcher Controller hat diese Fahrt kalkuliert? Mit dem ersten Plug In System ging es nur darum aufzuzeigen, dass es eigentlich keine stichhaltigen Hindernisse gibt. Dies ist uns gelungen.

Klar das System speist nicht über eine SchuKo Steckdose (schutz Kontakt Steckdose) sondern über eine Wielandsteckdose (siehe Foto) in das Hausnetz!Wieland Steckdose

Die Steckdose wurde extra gesetzt und mit dem Sicherungskasten über eine eigene Leitung direkt verbunden. Es gibt also keine weitere Steckdose oder einen weiteren Stromabnehmer. Wir nennen dies Einspeisestromkreis im Gegensatz zum Endstromkreis aus dem normalerweise Strom entnommen wird und auch mehrere Geräte angeschlossen werden können. Durch Stillegung von Steckdosen könnte aus einem Endstromkreis auch ein Einspeisestromkreis gemacht werden! Haben wir in diesem Fall aber nicht!

Durch den speziellen Stecker kann das Solarsystem nicht an jede x-beliebige SchuKo Steckdose angeschlossen werden. (Wir meinen es wäre ohne Risiko möglich auch über SchuKo Stecker einzuspeisen da beim ziehen des Steckers in 0,1 Sekunden keine Spannung mehr am Stecker anliegt!). Aber wie gesagt des Netzbetreibers Wunsch war uns Befehl!!!

Die Sicherung im Stromkasten wurde mit 10 Ampere abgesichert.
Das verwendete Plug In System haben wir vom Solar Info Zentrum beschafft. Der verwendete Wechselrichter entspricht dem VDE-AR-N-4105 diese Prüfung hat der Wechselrichter im Februar 2014 erhalten. Wenn ihr deshalb ältere Aussagen über Plug In Systeme seht, geht mal davon aus, dass die damals noch nicht den Wechselrichter von der Firma AE Conversion aus Bielefeld kannten. Die Anlage wird ohne EEG betrieben, dies bedeutet Strom der nicht im Haus verbraucht wird fließt in das Netz ohne Vergütung und ohne dass irgendjemand zählt wieviel Strom die ist!
Der Elektriker bestätigte dem Netzbetreiber die Ordnungsgemäßt Installation des Systems. Die Gebäudebesitzerin hat das komplette System beim Netzbetreiber gemeldet und dieser hat bisher nur mündlich durch den Kommentar “GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTSMEHR DAGEGEN” sein Einverständnis gegeben. Wir gehen deshalb davon aus, das Modul ist legal am Netz! Aber ich bin mir sicher, dass es dazu auch andere Meinungen gibt. Wir jedenfalls machen uns weiter auf den Weg und suchen weitere Interessenten die im Gebie Metropolregion Rhein Neckar zusammen mit uns Plug In Module in Betrieb nehmen. Keine Angst einfach melden mit zwei Interessenten bin ich schon im Kontakt. Wer noch mehr erfahren will der sollte am Freitag in Heppenheim um 19 Uhr im Restaurant “Restaurant Stadtgraben” vorbeischauen. Aber bitte unbedingt anmelden!

Mit Küchenmesser könnte man auch die Schwiegermutter erstechen!

Kein Mensch käme auf die Idee beim Kauf eines Küchenmesser vom Verkäufer den Hinweis zu bekommen: “bitte erstechen Sie damit nicht ihre Schwiegermutter…”

Natürlich ersticht man seine Schwiegermutter nicht und schon gar nicht mit einem Küchenmesser. Aber allem zum Trotz es passiert!

Ebenso wird kein Autokäufer sagen, bitte parken Sie mit dem tollen SUV nicht auf dem Gehweg! Oder bitte fahren Sie mit dem schnittigen Sportwagen nicht zu schnell in der Spielstraße! Trotzdem fahren täglich abertausende zu schnell auf Deutschlands Straßen und Millionen verstellen täglich Fußgängern den Gehweg.

Warum erzähl ich dies? Bei den Plug In Solarmodulen haben die Menschen noch kein Gefühl was legal und was illegal ist. Dies möchte ich heute beleuchten.

Natürlich ist dies keine rechtliche Beratung! Noch nicht mal eine fachmännische! Wer den Sonnenflüsterer liest, der weiß der Sonnenflüsterer hat bestimmte Erfahrungen gemacht, mehr nicht. Wer absolut sicher gehen will soll zum Rechtsanwalt gehen. Wer fachmännische Infos will kann sich die aktuelle Ausgabe (Februar 2015) von Öko Test kaufen. Der Artikel “Kleine Solaranlagen” (S.98 – 103) von meinem Freund Thomas Seltmann gibt seine fachmännischen Kommentare dazu. Bei Thomas findet ihr auch unendlich viel fachmännische Informationen zum Thema Photovoltaik. Die Homepage sieht auf den ersten Blick zwar übersichtlich aus aber sie hat ungeahnte Tiefen. Top Empfehlenswert.

Gehwegparken
Wenn ich einen Schritt von meinem Computer weggehe habe ich diese Aussicht! Zwei Autos die auf dem Gehweg parken. Illegal aber alle Akzeptieren es. Aber wenn ich sage hängt ein Solarmodul an den Balkon und schließt es an den Stromkreis an, dann hagelt es sofort Hinweise es wäre illegal. Ist es aber nicht!

Auch Thomas Seltmann schreibt in seinem Öko-Test Artikel: “Unbestritten ist, dass man solch eine Anlage anschließen und betreiben darf!“. Es geht aber um das wer, wie, was anschließt. Deshalb habe ich mich entschlossen so nach und nach die zwei “extremst” Varianten zu beschreiben wie ein System betrieben werden kann. Natürlich kann keiner dem Balkonmodul ansehen wie es betrieben wird und wer es wie angeschlossen hat. Die Balkonmodule sehen alle gleich aus!1 Plug In

Typisch deutsche Gartenzwergengründlichkeit sind solche Module die alle Normen gerecht werden, vom ordentlichen Elektriker installiert wurden, bei der Bundesnetzagentur angemeldet sind und auch vom Netzbetreiber ein o.k. bekommen haben. Ich hab das mal so dargestellt:

2 Micro PV
Meine fleißigen Zwerge waren aktiv und haben ordentliche Arbeit (Solar Zwergen System) geleistet. Natürlich zeigen sich die Zwerge nie bei Tageslicht und schon gar nicht so, dass Nachahmer auf die Idee kämen es dem ordentlichen Plug In Solarmodul Betreiber nachzueifern. Die Plug In Module sollen ja nach der Denke der Konzerne ein Nischenprodukt bleiben.

Gott sei Dank gibt es auch die Guerilla PV Fraktion. Da sieht die Modulmontage dann anders aus! Ist natürlich nicht erlaubt und sollte nicht nachgemacht werden. Aber ich hab gehört es sollen immer mehr schwarzhaarige Guerillios aktiv sein? Ein Bild davon hab ich auch schon

3 Guerillia PV

Der schwarzhaarige Geselle (links hinter dem Modul ist der Schopf zu sehen) macht sich im dunklen an die Arbeit. Er schraubt an das Solarmodulkabel (Guerilla-PV) einen Schuko Stecker (Panik ), er meldet das Modul nicht bei der Bundesnetzagentur (Schreck! ) und sagt auch nix dem Netzbetreiber (Netzkollaps? ::D:)! Guerilla eben. Macht alles was nicht erlaubt ist!!!

Aber ich muss sagen “auch dass funktioniert” ! Guerilla mäßig eben.
So ähnlich wie falschparken! Natürlich sollte der schwarzhaarige Geselle wissen was er macht! Die Gehwegparker wissen es ja auch! Die parken nur dort wo noch “genügend Platz” für die Fußgänger ist.

Was will ich mit dem merkwürdigen Artikel sagen. Wer es wirklich will kann ein Plug In Modul rechtlich einwandfrei betreiben. Dazu bedarf es einiger Spezialisten und viel Ausdauer. Er wird auf viele Menschen treffen die erzählen dies wäre nicht erlaubt – das muss er aushalten. Aber Bertha Benz hatte in ihrer ersten Fahrt auch nicht ihren guten alten “Carl Benz” mitgenommen. Der war nämlich auch der Meinung das Produkt ist noch nicht fertig. War es auch nicht. Auch heute ist das Auto noch nicht fertig und es werden immer wieder “unsichere” Teile eingebaut!

Lasst uns deshalb mit “Solar to go” den Plug In Modulen den Weg ebnen immer mit dem Blick die Sicherheit nicht aus den Augen zu verlieren. Aber auch nicht blind den Behörden oder Konzernen zu vertrauen die sicherlich wissen was sie wollen. Ich will was anderes wie Konzerne und Netzbetreiber!
Den ersten Netzbetreiber haben wir so weit, dass er Plug In akzeptiert! Andere werden folgen. Helft dass dieser Vorgang schnell über die Bühne geht um den Plug In Modulen einen Massenmarkt zu öffnen!

Ich will 100% Erneuerbare Energien dezentral und da sind die Plug In Module eine Super Sache! Wer Bock auf mehr hat am kommenden Freitag erzähl ich mehr dazu!