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In Summe 30.000 Dollar Kredite vergeben

Stammleser kennen diese Nachricht bei mir im Blog. In gewisser Regelmäßigkeit verkünde ich das Überschreiten einer Marke in KIVA. So geschehen im März 2013 (20.000 Dollar) und im November 2013 (25.000 Dollar). Jetzt habe ich mit meinen KIVA-Team-Freunden die 30.000 Dollar Marke geknackt. Wir sind inzwischen 34 “Members” die ihre Micro-Kredite dem Team “New Energy” zuordnen. Im KIVA Gesamt Team Ranking spielen wir keine Rolle (derzeit Platz 788 von 29.704) aber dies ist ja auch nur eine spielerische Motivationsvariante die mit dem eigentlichen Sinn von KIVA nichts zu tun hat. Trotzdem vielen Dank an meine KIVA-Team-Freunde es macht Spaß zu sehen, dass man nicht alleine Kredite an sinnvolle Projekte vergibt.

Wohlgemerkt keine Spenden sondern zinslose Kredite die wir vergeben haben. Wir erhalten also unser Geld zurück! Meine Kredite die ich vergebe sind kaum erwähnenswert weil ich immer “nur” 25 Dollar (die Mindestsumme) an ein Projekt vergebe. Das erscheint knauserig wenn man es liest, aber für mich ist es ein Ritual ein Projekt auszuwählen. Momentan suchen über 5.000 Projekte in KIVA nach Menschen die Projekte finanzieren. Es “erdet” mich jeden Tag wenn ich diese “25 Dollar Peanuts” vergebe. Meinen letzten 25 Dollar Kredit habe ich an Elsha aus Kenya vergeben. Sie benötigt die 100 Dollar zum Kauf eines Solar “panels”. Vermutlich ist das “panel” so groß wie ein DIN A 4 Blatt! Aber egal ihr hilft es enorm denn Sie hat dann am Abend Licht! Ein Luxus den wir hier in Europa nicht verstehen können. Aber die 46 Jahre junge verwitwete Dame hat auch noch 10 Kinder! Oh, Jesses!!! Keine Bank gäbe ihr einen Kredit! Aber KIVA kann es tun, denn die vier Menschen die je 25 Dollar zur Verfügung stellen glauben an Elsha. Auch ich bin mir sicher sie gibt mir meine 25 Dollar wieder zurück und wenn nicht, dann sag ich bitte Elsha du hast es zumindest versucht… Wer jetzt glaubt ich würde mein Geld nie wieder sehen der täuscht sich. Bei mir sind es nach sechs Jahren 98% meiner vergebenen Kreditsumme wurden zurückgezahlt. Die Mehrzahl der Menschen sind halt doch “gute”!

So jetzt aber noch etwas zur Statistik vom Team New Energy.
2014 11 21 KIVA Team 30.000

Unsere Kredite gingen zu 80% an Frauen! Leider ist unser Kreditvolumen welches wir vergeben haben gegenüber 2012 rückläufig! In welche Sektoren wir die Kredite vergeben ist oft nicht korrekt Klassifiziert.

Auch bei der Geographischen Verteilung kann KIVA mit einer Statistik aufwarten:
2014 11 21 KIVA Team 30.000 Statistik

Wie erwartet werden die Afrikanischen Länder auch vom Team New Energy bevorzugt. Wie ihr seht steht demnächst das nächste “Jubiläum” an! Denn im Moment haben wir 997 Darlehen vergeben das tausendste Darlehen wir also demnächst vergeben… Außerdem interessant, wir haben unsere Darlehen in 74 Ländern vergeben. Wenn man bedenkt, dass KIVA “nur” in 83 Länder bisher aktiv war haben wir schon sehr viel erreicht.

Auch wenn bisher alle meine Aufrufe (fast alle!) erfolglos waren, versuche ich es erneut. Ich kann jedem der ein paar Euro verkraften kann nur empfehlen mit KIVA direkt Menschen zu helfen. Wer weiß besser wie diese Menschen selbst was sie benötigen? Am Beispiel von Elsha ist klar zu erkennen, nur wenn Elsha den Kredit glaubt dass sie den Kredit zurückzahlen kann, wird sie investieren. Diese Entscheidung muss sie treffen. Wir geben ihr das Vertrauen und unsere paar Kröten das ist alles was wir tun. Es kann aber für die Einzelperson viel sein! Auch wenn es wie im Beispiel von Elsha “nur” 100 Dollar sind.

Natürlich wäre es nett wenn sich jemand entschließt bei KIVA mit zu machen wenn er sich dem Team New Energy anschließt, Dann kann ich bald wieder vom Überschreiten einer “magischen Grenze” berichten.

RWE tanzt uns auf der Nase rum!

Was ich am 11.11.2014 (gestern) in der Bibliser Pfaffenauer Halle erleben durfte war an Zynik nicht zu überbieten. Vollkommen überraschend für mich ist der Leistungsbetrieb des Atomkraftwerkes in Biblis (zumindest Block A!) noch nicht Geschichte. Der Kraftwerksdirektor Kemmeter sagte deutlich wenn die Verfassungsbeschwerde „erfolgreich“ wäre, würde RWE nicht auf den Weiterbetrieb des AKW’s verzichten. Bums da war es raus!

Diese Rendite orientierten bezahlten Manager, von denen nie einer selbst Verantwortung übernimmt, sagen uns den Bürgern: wir werden im Namen der Aktionäre euch so lange mit Atomkraftwerken beglücken bis ihr uns genügend Euros überwiesen habt. Wobei Aktionäre nie genug kriegen, deshalb wird es nun mal ein Fass ohne Boden. RWE wird die Bürger abzocken bis die Bürger die Beseitigung der radioaktiven Schweinerein selbst in die Hand nehmen.

Seit gestern werden die Einwendungen von Bürgern zur Stillegung und zum Rückbau erörtert!

Das sieht dann so aus.

Die Sitzungsleitung läßt einen Redner an das einzige Mikrofon im Saal. Der Bürger bringt seine Einwendung vor. Der Sitzungsleiter gibt das Rederecht an einen Mitarbeiter des Ministeriums oder an RWE. Die Antworten des Ministeriums sind meist verständlich und werden von den Mitarbeitern ad hoc gegeben. Wenn RWE das Wort erhält wird dies vom “Boss” an einen seinen “Märchenerzähler” weitergegeben. Dieser ist immer in der Lage ein Papier hervorzuzaubern welches er in monotonem Gebrabbel fehlerfrei vorlesen kann. Gut gemacht lieber gutbezahlter Angestellter von RWE. Diese “Märchenerzähler” haben natürlich unterschiedliche Fachgebiete und je nach Fachgebiet fällt auch deren Sprache aus. Mich erinnert es an das Kasperltheater, da ist der Kasper, die Oma, der Polizist, der Räuber und das Krokodil. Jeder weiß wenn die einzelne Figur auf die Bühne tritt was ihn erwartet. In Biblis läuft ein erbärmliches Kaperltheater ab. Ich werde natürlich heute wieder hingehen als welche Kasperlfigur ich hingehe weiß ich nicht. Es wird auf den Betrachter ankommen wie er meine Figur beurteilt. Sicher ist auch ich werde für dieses Kasperltheater Eintritt und was noch lächerlicher ist auch beim rausgehen (aus dieser Menschenverachtenden Technik) mitbezahlen. Auch wenn es nur die EEG Umlage für meinen selbstproduzierten und eigenverbrauchten Strom ist!

Ich weiß aber, dass diese Art von Bürgerbeteiligung eine einzige Farce ist. Trotzdem werde ich jetzt mein Bündel packen und wieder vor Ort gehen. Ich muß da durch. Mir werden wieder die Emotionen durchgehen aber da müssen die Ministeriums und die RWE Mitarbeiter durch. Dafür kriegen sie eine Menge Schmerzensgeld. Ich werde aber nach der Anhörung detaillierter über diese Farce schreiben und es wird einigen nicht gefallen!

Eins noch zum Schluß es ist ein Armutszeugnis, dass die Politik auf Landesebene egal welcher Partei angehörend sich nicht haben blicken lassen. Ich sage vielen, vielen Dank für dieses eindeutige Signal!

Wenn Bürger lästig sind!

Vor meinem Urlaub habe ich den Ball an die Politik im Bundestag, im Landtag und im Kreistag gegeben. Heute möchte ich Bilanz ziehen. Wobei die Bilanz ernüchternd aussieht. Ich habe nur eine Rückmeldung erhalten und zwar von Angela Dorn von den Grünen im Hessischen Landtag, die meine Mail über den Fraktionsvorsitz (Matthias Wagner) anscheinend erhalten hatte. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit ihr in Verbindung setzen. So stelle ich mir Demokratie vor. Meine Mail wurde von den hessischen Grünen im Landtag Ernst genommen.

Alle anderen meinen wohl, mich müsste man nicht ernst nehmen.
Alle anderen werden mich auch noch kennenlernen!
Alle anderen kann ich nur sagen, setzen Note “6”!

Ich hatte folgende Fraktionsvorsitzende ohne Rückmeldungen angeschrieben:

Bund CDU Volker Kauder volker.kauder@bundestag.de
Bund SPD Thomas Oppermann oeffentlichkeitsarbeit@spdfraktion.de
Bund Die Linke Gregor Gysi fraktion@linksfraktion.de
Bund Grüne Katrin Göring-Eckardt + Anton Hofreiter info@gruene-bundestag.de
Hessen CDU Michael Boddenberg ‘cdu-fraktion@ltg.hessen.de’
Hessen SPD Thorsten Schäfer Gümbel ‘t.schaefer-guembel@ltg.hessen.de’
Hessen Die Linke Janine Wissler ‘j.wissler@ltg.hessen.de’
Bergstraße CDU Alfons Haag ‘info@bergstrasse.cdu.de’
Bergstraße SPD Josef Fiedler ‘ub.bergstrasse@spd.de’
Bergstraße Grüne Evelyn Berg + Thilo Figaj ‘mail@gruene-bergstrasse.de’

Keiner dieser angeschriebenen “Fraktionsvorsitzenden” hat sich bei mir zurückgemeldet! Die Mailadressen scheinen korrekt zu sein, jedenfalls kam keine zurück. Die Fraktionsvorsitzenden hatten also meine Mail. Aber keiner hat sich mit mir in Verbindung gesetzt. Es könnte ja sein, dass die Fraktionsvorsitzende nicht die richtigen Ansprechpartner sind. Aber nein, meine Mail vergammelt in irgendwelchen Postfächern. Denn weitergeleitet haben die Fraktionsvorsitzenden meine Mail auch nicht. Sonst hätte sich doch irgendjemand gemeldet? In jedem dieser Parlamente sind Abgeordnete die mich persönlich kennen. Ich bekam nur die eine Rückmeldung. Wenn dies demokratische Mitbestimmung ist kann ich drauf verzichten!

Ist es Größenwahnsinnig wenn ich von den Fraktionsvorsitzenden um eine Weiterleitung an die Fraktionsmitglieder bitte? Oder habe ich nicht das Recht als Bürger auf eine Weiterleitung? Ich weiß es nicht, aber wenn mir keiner Rückantwort gibt stehe ich ganz schön im Regen. Was soll ich denn als Bürger tun? Ach so, wenn Wahl ist soll ich ein Kreuz machen. Mach ich auch aber ein wenig würde ich schon mein Fachwissen akzeptiert wissen…

Die “Energiewende” wird immer wieder bei politischen Sonntagsreden als dezentral und Bürger basierend betitelt. Wenn aber die Bürger von den Politikern nicht mehr ernst genommen werden dann ist was faul in unserem System. Egal auf welcher Ebene ich die Fraktionsvorsitzenden angeschrieben habe, das Energiethema ist auf allen politischen Ebenen präsent. Deshalb finde ich die Ignoranz der politisch Verantwortlichen meines offenen Briefes ist ein Schlag in das Gesicht unserer Demokratie. Ich erwarte Rückmeldungen wenn ich meine Abgeordneten anschreibe und nicht ein wegducken vor meinen Fragen. Ihr kennt den Sonnenflüsterer und ihr wißt damit ist nicht Ende meiner Aktion. Die Fraktionsvorsitzenden werden demnächst von mir hören… Auf welchem Weg verrate ich noch nicht…

Nochmals vielen, vielen Dank an Angela Dorn und den Hessischen Grünen es hat mich sehr gefreut von euch eine Rückmeldung zu erhalten. Ich melde mich demnächst bei Angela und ich bin mir sicher mit unserer Erneuerbaren Power schaffen wir die Energiewende auch wenn viele andere uns ignorieren, bremsen oder Knüppel zwischen die Beine werfen wollen.

Wir können schreiben und reden was wir wollen, wenn uns keiner liest oder zuhört ist all dies unnötig. Wichtiger ist natürlich nicht nur zuhören oder lesen sondern handeln. Wem dies immer noch nicht genug ist dem empfehle ich diese 6 Minuten Rede. Da ist alles gesagt:

Nur 100 % Erneuerbare Energien?

Wieso wird eigentlich immer nur 100% Erneuerbare Energie diskutiert? Ich bin der Meinung wir sollten auch über einen Energieexport aus Deutschland reden. Schließlich haben wir einen Ruf als “Exportweltmeister” zu verteidigen. Auch wenn wir inzwischen je nach Gesichtspunkt gesehen nicht mehr an der Spitze sind, so ist doch unser Wohlstand darauf begründet, dass wir Waren exportieren. Warum also eine Denkhürde aufbauen, dass wir nur die Energie produzieren möchten die wir selbst benötigen. Ich bin nicht so bescheiden! Wir sollten auch Energie exportieren.

Dabei ist das System eigentlich ganz einfach. Jeder Haushalt sollte seine Energie möglichst vollständig selbst erzeugen, evtl. zwischenspeichern und verbrauchen. Überschüsse die selbst nicht genutzt werden, sollen eine Stufe höher (Dorf, Stadtviertel, ) angeboten und dort vorrangig verbraucht oder gespeichert oder eben erneut eine Stufe höher angeboten werden.

Dieses Stufenkonzept geht natürlich mehrstufig vom Haushalt, Stadtviertel, Stadt, Landkreis, Bundesland, Bundesrepublik und dann Europa. Selbst über Europa hinaus wäre es möglich Energie anzubieten.

Weiterhin wäre es sinnvoll den Austausch der einzelnen Stufen zu ermöglichen. Also die Energielieferung von Haus zu Haus oder Stadtviertel zu Stadtviertel. Dazu möchte ich die Folie 9, die Josef Göppel (CSU Bundestagsabgeordneter) auf dem Bürger Konvent in Fulda erläutert hat,.zeigen:
Göppels Zellenbeispiel
Die Natur wendet selbst diesen Austausch zwischen kleinen Zellen an und wird nicht von oben nach unten versorgt. Wenn der Austausch “unten” auf der Häuserebene oder Stadtviertel Ebene funktioniert wird viel weniger Energie von den übergeordneten Organisationen benötigt. Lokal geht vor global! Wenn wir lokal allerdings mehr erzeugen wie benötigt dann geben wir gerne etwas an die nächst Höhere Organisationsstruktur ab. Aber nicht über eine fiktive Börse die mit der realen Situation nichts zu tun hat.
Auch hierzu zeige ich eine Folie die Peter Kosack in seinem Vortrag verwendet, mit der er auf den Lösungsvorschlag des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung verweist.
Vorschlag Wissenschaftlicher Beirat

Damit ist eigentlich alles aufgezeigt. Wir zapfen (vorrangig) Wind und Sonne an und machen im Falle des Überflusses Gas aus Strom. Der einzige Baustein der (noch) nicht im Industriemaßstab realisiert wurde ist die Wandlung von Strom in Gas. Aber daran wird geforscht und ausprobiert.

Als Gegenbeispiel möchte ich auf ein Video von Amprion verweisen die nächste Woche in meine Heimatstadt kommen um das Ultranet uns vorzustellen!
Das ist zwar ultra nett aber das Filmchen zeigt klar wo der Konzern hin möchte. Im Norden stehen die Windräder und im Süden die Solaranlagen. Der Netzbesitzer überträgt gegen Gebühr über weite Strecken die Energie und kassiert dabei ordentlich ab. Ich sage dazu nein es geht anders…

Wenn wir in der Lage sind mit Wind und Sonne unseren Bedarf an Energie zu decken dann sollten wir uns nicht bescheiden, sondern wir sollten klar sagen: Wir können mehr als 100% wir können auch Energie exportieren! Deshalb die Mindestforderung 110 % Erneuerbare Energien sollte das Ziel der Bundesrepublik sein aber nicht mir langen Leitungen sondern mit einem engen vernetzten Geflecht!

Energie Bildung in Erneuerbaren Energien

Wir wollen ja mindestens 100% Erneuerbare Energien dezentral von Bürgern initiiert. Dieses erklärte Ziel kann allerdings nicht “von oben” gelebt werden sondern muss “von unten” organisiert werden. Wir werden sehr viele Menschen ausbilden müssen! Inzwischen gibt es genügend Beispiele wie sich Bürger organisieren um gemeinsam eine Photovoltaikanlage finanzieren oder gleich eine Genossenschaft gründen um mehrere Projekte zu finanzieren und zu betreiben. Ein weiterer Baustein wird aber die Qualifizierung von vielen, vielen Menschen sein um die dezentrale Energiewende zu schaffen. Bildung ist einer der Schlüssel für eine mindestens 100% Energieversorgung. Deshalb hat sich Metropolsolar für eine eigene Homepage stark gemacht auf der Bildungsangebote gesammelt werden.

Die Seite nennt sich http://www.energiebildung.info/

Wenn ihr auf der Startseite nach unten scrollt findet ihr die aktuellsten Veranstaltungen. Dass die Seite noch nicht (wird sie vermutlich auch nie!) fertig ist wird hier erklärt. Dies bedeutet aber auch ihr könnt euch noch einbringen um diesen “Veranstaltungskalender” noch zu verbessern!

Über die Angebote Seite könnt ihr eine Auswahl von Veranstaltungen treffen. Oder ihr wählt einen Anbieter dessen Veranstaltungstermine ihr euch anschauen wollt.

Die bequemste Art über Neue Veranstaltungen immer informiert zu werden ist aber der Newsletter. Den könnt ihr individuell einstellen und euch aktuell über Neue Veranstaltungen benachrichtigen lassen.

Aber die Energiebildungs-Info Seite ist nicht nur für Interessenten gedacht sondern jeder der Veranstaltungen zum Thema Bildung und Erneuerbare Energien plant kann seine Events einstellen. Dazu wendet ihr euch an eine der Kontaktpersonen. Die Kontaktpersonen geben euch die Hinweise um Veranstaltungen einstellen zu können. Ziel ist es eine zentrale Seite für Veranstaltungen zum Thema Erneuerbare Energien zu haben an der sich jeder informieren kann wo, wann, was passiert. Übrigens ganz zufällig findet heute eine Veranstaltung von mir initiiert statt.

Wen wundert das Thema der Veranstaltung: “Bürger machen die Energiewende selbst!“. Schaut euch die nähere Beschreibung auf der Energiebildung Seite an und noch besser kommt heute Abend vorbei und bildet euch weiter!

Legal Steckdosenmodule anschließen!

Obwohl ich erst gestern was zu den Balkonmodulen (Steckdosenmodul, Guerillamodul, Piratenmodul, Plug in Modul, Wandmodul) geschrieben habe, auch heute erneut Argumente warum es legal möglich ist Strom in eine Steckdose einzuspeisen. Die generelle Verteufelung “es wäre nicht erlaubt” habe ich zu oft gehört. Wenn dann das Produkt von S-I-Z und deren Fakten aufgezählt werden, wird es meist still. Es scheint doch zu gehen.

Hier erst mal die 7 Fakten von S-I-Z:

Eines der “Kniffe” liegt wohl darin, dass vollkommen auf das EEG verzichtet wird. Damit sind alle Argumente “…laut EEG darf nur…” obsolet.
Ausserdem wird das Modul nicht über eine Steckdose in einen Endstromkreis sondern in einen Einspeisestromkreis angeschlossen. Der Unterschied: Beim Einspeisestromkreis gibt es nur die eine Steckdose, an der das Modul angeschlossen wird. Dieser Stromkreis wird an den Sicherungskasten geführt und dort mit 16 Ampere abgesichert. Zur Not werden beim Kunden Steckdosen stillgelegt oder aber ein neuer Stromkreis installiert!
Es gibt EVU’s denen dies noch nicht “sicher” genug ist dann wird die Schuko-Steckdose durch eine spezielle Wieland Steckdose ersetzt. Dann kann der Kunde das Solarmodul nur an die eine spezielle Steckdose anschließen und jede Verwechslungsgefahr ist gebannt. Dass der Wechselrichter die VDE Normen erfüllt dürfte wohl klar sein und dass die Balkonmodule (Steckdosenmodul, Guerillamodul, Piratenmodul, Plug in Modul, Wandmodul) beim EVU angezeigt werden ist selbstverständlich. Aber nur angezeigt! Es wird keine “Genehmigung” eingeholt! Dem EVU steht es dann frei den eventuell noch vorhandenen Stromzähler ohne Rücklaufsperre auszutauschen. Wenn dieser Zähler “ohne Rücklaufsperre” im Hausanschluss bleibt, dann würde Strom der vom Modul produziert wird und nicht gleichzeitig im Haus verbraucht wird in das öffentliche Netz eingespeist. Das ist nicht schlimm aber der Stromzähler würde dann rückwärts laufen und dies ist nicht erlaubt. Deshalb sollte das EVU einen Stromzähler mit Rücklaufsperre einbauen dann fließt zwar immer noch der Strom in das öffentliche Netz der Zähler zählt aber diese Strommenge nicht. Die Guerilla Modul Besitzer verschenken deshalb einen Teil ihrer Stromproduktion. Deshalb kann man sagen die Steckdosenmodule sind nicht nur für die Besitzer ein Gewinn sondern auch für die Allgemeinheit!

Auf gehts wo sind die Solar-Guerilla und Solar-Piraten die sich trauen ein Modul in die Steckdose zu stecken?

Plug in System

Es führt jedes mal zu heftigsten Diskussionen! Viele sagen mir es wäre verboten ein Solarmodul (Balkonmodul, Steckdosenmodul, Plug in Steckdosenmodul, Guerillamodul, Piratenmodul) an die Steckdose anzuschließen. Einer sagt genau das Gegenteil. Wolfgang Müller vom Solar Info Zentrum (SIZ) in Neustadt. Er war ja auch bei unserem 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße als Referent bei uns. Jetzt hat er mir seine Präsentation zur Verfügung gestellt.

Hier ist sie:

Da sind viele Infos zu finden warum das “Guerilla Modul” vom SIZ legal angeschlossen werden kann. Selbst das Rheinland Pfälzische Wirtschaftministerium (Seite 55) hat sich die Module installiert. Wer also der Meinung ist der “Anschluß an einer Steckdose” wäre nicht zulässig dem empfehle ich sich hier zu erkundigen:

Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz

Hausanschrift: Stiftsstraße 9, 55116 Mainz
Postanschrift: Postfach 3269 55022 Mainz
Aus dem Bundesgebiet: Telefon: 06131 / 16-0
Telefax: 06131 / 16-2100
International: Telefon: 0049 6131 / 16-0
Telefax: 0049 6131 / 16-2100

Wie in dem Blogartikel vom Runden Tisch Weinheim wird immer nur auf Berge von zum Teil veralteten Papieren von anderen Institutionen verwiesen aber kein konkreter Beleg aufgezeigt was z.B. am Modul vom SIZ nicht erfüllt würde. Mich stört auch die Selbstherrlichkeit zu behaupten es wäre nicht zulässig ein Solarmodul an die Steckdose anzuschließen. Als ob der runde Tisch alle technischen Lösungen in Deutschland kennen würde… Ich werde der Sache nachgehen und bin gespannt.

Wer sich für solche spannenden Themen interessiert, dem kann ich nur empfehlen mal bei den Energie Gesprächen von Metropolsolar vorbeizuschauen. Am kommenden Freitag 31.10.2014 ist es wieder soweit. Einfach anmelden, vorbeikommen, staunen und am Schluß eine Klimakonferenz am Kaffeetisch durchführen!

Danke Eurosolar!

Vielen, vielen Dank an Eurosolar für die Preisverleihung des Deutschen Solarpreises an die Energieblogger in der Kategorie Medien. Es war wieder eine tolle anregende Veranstaltung im feierlichen Rahmen. Natürlich ist eines der Höhepunkte der Würdigungsfilm der Preisträger. Ihr solltet euch die 2 Minuten gönnen und dieses Filmchen bei Eurosolar anzusehen. In diesem Jahr wurde der Deutsche Solarpreis in sechs Kategorien vergeben.

Städte/Gemeinden, Landkreise und Stadtwerke
Gemeinde Feldheim für den Aufbau einer eigenständigen Strom- und Wärmeversorgung mit Erneuerbaren Energien

Solares Bauen und Stadtentwicklung
Galaxy Energy GmbH für die vorbildliche Nutzung Erneuerbarer Energien beim Neubau des Firmensitzes in Berghülen

Kommerzielle, industrielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen
Heidelberger Energiegenossenschaft eG für die Umsetzung eines wegweisenden Vermarktungsmodells mit Erneuerbaren Energien

Lokale oder regionale Vereine/Gemeinschaften
Sonneninitiative e.V. für die Verwirklichung zahlreicher Solarkraftwerke in Bürgerhand

Medien
Energieblogger für den Aufbau der Internetplattform www.energieblogger.net

Sonderpreis für persönliches Engagement
Jürgen Döschner für seinen kritischen und progressiven Journalismus im Energiesektor

Natürlich bekam jeder seinen eigenen Solarpreis für 2014.

DeutscherSolarpreis2014_024Alle Bilder “@Spitzlicht Fotografie. Daniel Schmitt.” Eurosolar
DeutscherSolarpreis2014_165
Hier die sechs Preisträger mit ihren Preisen. Von links Galaxy Energy GmbH, Christian Quast Sonneninitiative, Kathrin Hoffmann Energieblogger, Heidelberger Energiegenossenschaft eG, Jürgen Döschner und Gemeinde Feldheim.

Übereicht wurde der Preis an die Energieblogger an Cornelia Daniel-Gruber und Kilian Rüfer.
DeutscherSolarpreis2014_082

Alle zehn anwesenden Energeiblogger haben sich natürlich auch noch (vor dem Schlemmen!) ablichten lassen.

DeutscherSolarpreis2014_126
von links: Patrick Jüttemann, Andreas Raetsch, Kathrin Hoffmann, Daniel Bönninghausen, Cornelia Daniel-Gruber, Kilian Rüfer, Tina Ternus, meine Wenigkeit, Björn-Lars Kuhn und Daniel Bannasch.

Am Schluß noch alle Preisträger aus allen Kategorien:
DeutscherSolarpreis2014_117

Dies sind alle Preisträger mit denen wir nach der Preisverleihung noch ordentlich die Ehrung gefeiert haben. Auch hier gab es wieder sehr interessante Kontakte und Gespräche. Wir sind einfach eine Klasse Gemeinschaft!

100% Erneuerbare Energien und wer setzt es um?

Das Energie Autonomie Haus

Ich habe mal wieder für MetropolSolar Rhein-Neckar e.V. am Freitag, den 31. Oktober um 19 Uhr ein MPS Energie Gespräch Bergstraße organisiert. Das Energie Gespräch findet im Restaurant „Am Stadtgraben“ in Heppenheim, Gräffstraße 8 statt.
Thema “Die Politik versagt, die Bürger machen die Energiewende jetzt selbst – Beispiel das Energie-Autonomie-Haus“.
Referent ist Dr.-Ing. Peter Kosack von der TU Kaiserslautern.

Auch bei diesem Bergsträßer Energiegespräch werde ich einen “Pecha Kucha” Vortrag halten. Keine Angst wer sich darunter nicht vorstellen kann, es tut nicht weh und dauert nur 6:40 Minuten. Der Pecha Kucha Vortrag gibt einen Überblick was mich momentan energetisch bewegt aber auch was jeder machen kann um dem Ziel 100% Erneuerbare Energien näher zu kommen.

Nach dem Vortrag von Peter Kosack gibt es Gelegenheit zu Diskussion mit fließendem Übergang zu Stammtischgesprächen bei Essen und Trinken.

MetropolSolar Rhein-Neckar e. V. lädt bereits zum 6. Mal in Zusammenarbeit mit dem „Sonnenflüsterer“ Erhard Renz aus Bürstadt zum MPS Energie Gespräch ein. Der Verein ist ein finanziell und politisch unabhängiges Netzwerk für 100% Erneuerbare Energien in der Region.

Damit wir besser planen können, bitte unbedingt anmelden oder per Mail an erhard.renz (ät) t-online.de.

 

Bürgerkonvent

Am Wochenende war ich in Fulda beim 1. Bürgerenergie-Konvent vom Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn). Es erinnerte mich ein wenig an die Regiosolar Veranstaltungen die ich im Laufe meines sonnigen Lebens schon erlebt habe. Begonnen hat Regiosolar 2004 in Berlin später dann 2008 in Marburg oder 2009 in Erfurt. Es gab jährliche Veranstaltungen bei denen sich die Solarinitiativen trafen. Leider war Erfurt die letzte Veranstaltung dieser Art und das Treffen fehlt uns auch heute noch. Deshalb ist es gut, dass es eine Neue Form des bürgerlichen Engagements gibt. Die Gründungsinitiatoren sichern die Zielsetzung der Bürgerenergie und stehen mit Ihrem Namen für eine Energieversorgung mit den Bürgern für die Bürger.

Neben den bereits installierten Gremien wie Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung sollte auf dem Konvent acht Personen gewählt werden die im “Rat für Bürgerenergie” tätig sein sollen. Die acht Räte sollen mit ihrer Kompetenz den Diskurs entscheidend mitgestalten und maßgeblich dazu beitragen, die Kultur der Bürgerenergie weiterzuentwickeln. Na wenn dass nicht interessant wäre habe ich mir gedacht. Also hab ich mich für einen Sitz im Rat beworben.

In der kurzen Zeit von zwei Minuten sollten die Kandidaten vorstellen, was für mich natürlich eine Herausforderung war. Ich gebe es zu ich hab gnadenlos überzogen…
Aber trotzdem hat meine Bewerbungsrede wohl gezündet denn ich wurde gewählt. Danke an alle die mir dieses Vertrauen geschenkt haben und dies obwohl ich mich als “Anfänger bei Erneuerbaren Energien” bezeichnete! Anfänger in dem Sinn, dass ich gerne was Neues Anfange. Warum sollte ich auch Dinge tun für die andere bereit stehen? Ich möchte an der Spitze der Bewegung sein so lange wie ich dieses Tempo halten kann und momentan traue ich mir dieses Tempo noch zu.

Schön ist natürlich, dass weitere Mitglieder von Metropolsolar in den Rat gewählt wurden. Kai Hock und Felix Schäfer von den Bürgerwerken . Auf dem Bild erzählen sie gerade wie der Strom von den von Genossenschaften betriebenen Kraftwerken zum Stromverbraucher kommen.

BBEn konvent publikum
Fotos Copyright: Bündnis Bürgerenergie

Natürlich stell ich dann auch gleich das offizielle “Ratsbild” vom Sonnenflüsterer vor.
Rat BBEn 2014
Es gibt noch viel zu tun. Dass Erneuerbare Energien die Zukunft sind ist klar, ob die Kraftwerke in Bürgerhand betrieben werden steht noch in den Sternen. Lasst uns für die Bürger werben und die Konzerne außen vor!

Also los geht’s.