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Prokon Genossenschaft statt EnBW!

Eigentlich hab ich mich schon oft zum Thema Prokon geäußert. Jetzt aber geht es in eine entscheidende Phase die ich als hopp oder top bezeichnen möchte. Wie geht es weiter mit Prokon? Verkauf an EnBW oder Genossenschaft?

Meine klare Aussage und Bitte an alle Anteilseigner von Prokon:

Nehmt das Heft des Handelns in die eigenen Hände

Es wäre nicht gut wenn die vielen, vielen Windmühlen die mit eurem Geld finanziert wurden in die Hände von EnBW kämen. Da kann Herr Frank Mastiaux sich noch so viel Mühe geben. Seine schönen Worte werden bald Schall und Rauch sein. Das mindeste aber was passiert, immer mehr saubere Kraftwerke kommen in die falschen Hände. Bei Prokon wurden Fehler gemacht aber Fehler können korrigiert werden. Aber der “Spirit” eines Unternehmens kann durch kein “Compliance” geschrubbel verordnet werden, sondern es muss gelebt werden. Viele der Geldgeber von Prokon waren/sind gegen Atomkraft und haben deshalb in Windenergie investiert. Jetzt sollen die schönen Windräder für das halbe Geld an den Atomkraftwerksbetreiber gehen. Lasst euch dies nicht gefallen. Steht zu eurer Überzeugung dezentral, erneuerbar in Bürgerhand und lasst die EnBW ihr eigenen Ding machen. Wenn ich mir die Worte vom Vorstandschef anhöre wäre EnBW doch selbst in der Lage Windräder zu bauen. Dann soll er es doch in dem schönen Baden Württemberg tun. Wer hindert ihn daran? Laut seinen Worten kann EnBW doch alles! Nur mit Prokon ginge es noch besser. Aber nur eine Prokon Genossenschaft kann den “Spirit” den die Branche der Erneuerbaren Energien weiterhin braucht versprühen. Wenn wir, diejenigen die von Anfang an die 100% Erneuerbare Energien glaubten, uns nach und nach unsere Pioniere aufkaufen lassen geht unsere gemeinsame den Bach runter. Dass Windwärts und Juwi (teilweise) uns schon entwendet wurden ist schlimm genug.

Schaut euch an mit wem ihr Geschäfte macht.

Schaut euch die Kommentar an von Franz Alt und Hubertus Grass und dann entscheidet euch.

Meine Bitte/Hoffnung/Traum wäre, dass ihr dem Konzern die Stirn bietet und ein Zeichen der Bürger setzt!

Kurz nach der Veröffentlichung meines Blogbeitrags erreicht mich die Pressemitteilung von den Freunden von Prokon. Hier zur Info FvP-Pressemitteilung_20150521

Bürgerenergie

Plopp! (Die richtige Sektflasche wird heute Abend mit meinem Sonnenschein geköpft!)

Es gibt einen Grund zum Feiern! Dies ist mein 1.000 Artikel.

Fast sieben Jahre habe ich dafür gebraucht um heute über mein Lieblingsthema Bürgerenergie zu schreiben.

Der Begriff Bürgerenergie wird ja heiß umkämpft und jeder möchte sich für sein Projekt dieses positiv besetzte Wort anwenden. Unbescheiden wie ich in meinen 999 Vorgänger Artikel war, möchte ich mein Projekt ganz eindeutig als “Bürgerenergie pur” bezeichnen.
Solar2go bedeutet ein Bürger produziert mit der Sonne Strom den er selbst verbraucht!
Ohne Förderung, ohne Papierkrieg, ohne Deckelung, ohne EEG, ohne Lärm, ohne bewegende Teile, ohne Umweltverschmutzung, ohne radioaktiven Müll, ohne etwas zu verbrauchen nur einfach so.
Sonne, Modul, Wechselrichter und Kabel zum Hausnetz.

Wie positiv dieser Gedanke aufgenommen wird habe ich in letzter Zeit immer wieder erfahren. Deshalb bin ich sicher wir werden mit diesem Projekt noch viel Spaß haben. Aber auch viel Ärger!

Denn nicht jeder versteht Spaß! Schon gar nicht wenn wir ihm seine beste Einnahmequelle entziehen. Solar2go ist für diejenigen interessant die den höchsten Preis je Kilowattstunde bezahlen und dies sind diejenigen im Grundversorgungstarif! Wer wenig hat, dem nehmen die Stromversorger auch noch viel für eine Kilowattstunde Strom!

Es wird schwer werden bei 15 Millionen Gebäuden in Deutschland 10 Millionen Solar2go Systeme zu platzieren. Vor allem wenn ich bedenke, dass ich momentan gerade mal bei drei Zwergen und drei Guerilla Module angekommen bin!
Aber wer hätte damals am 1.7.2008 gedacht, dass ich es jemals auf eintausend Artikel im Sonnenflüsterer Blog schaffen würde?

Antwort: keine Sau!

Deshalb lasst euch nicht entmutigen hier ein Auszug aus einem meiner ersten (nachvollziehbaren) Solar-Vorträgen aus dem Jahr 2002.
Bezüglich des Preises einer Beteiligungsmöglichkeit:

Ältester Vortrag 2002

In Worten 6.350 Euro für eine Beteiligung in Höhe von 1 kWp an einer Gemeinschaftsanlage… Wer kann sich daran noch erinnern?
Auf die Frage wie hoch der Photovoltaikanteil an der Gesamtstromproduktion damals war konnte ich mir nie behalten ob es 0,01 Prozent oder nur 0,001 Prozent waren…

Zum Abschluß diesen tollen Tages jetzt doch noch ein schönes Foto von der dritten Solar2go PV Anlage die noch keine 100 Stunden Strom produziert! 20150518_084555[1]

Sonne zum Mitnehmen

So könnte ich ja die Solar2go Kampagne auch nennen. Aber die Sonne kommt ja alleine zu jedem nach Hause keiner muss sie mitnehmen. Also lassen wir es bei Solar2go. Die Kampagne läuft und es ergeben sich die unterschiedlichsten Entwicklungen.

Vom Pilotbetrieb in Mörlenbach gibt es nichts Neues zu berichten die Anlage produziert Strom im “Pilotbetrieb” und der Netzbetreiber…? Ja was macht der eigentlich? Wir wissen es nicht aber vielleicht gibt es ja demnächst eine “unbefristete Genehmigung zum Betreiben eines Balkonkraftwerkes“…

Die freudige Nachricht kommt von einem Balkon aus Bensheim! Das Zwergen Solarkraftwerk zwei ist am Netz, die Bundesnetzagentur ist verständigt und der Netzbetreiber auch. Von beiden noch keine Rückmeldung wobei wir die Meldungen erst vorgestern getätigt haben.

Bei weiteren sechs Netzbetreibern bin ich mit Aktivisten im Gespräch. Ein Modul soll nächste Woche abgeholt und installiert werden. Es tut sich was an den Steckdosen dieser Nation! :-)

Vier weitere Sonnenmenschen haben mit mir Kontakt und wir tauschen gerade Daten aus. Es kann also etwas dauern wenn mich jemand Neu kontaktiert. Aber ich bleibe dran.

Natürlich habe ich auch immer wieder Kontakte bei denen sich Schwierigkeiten ergeben und die Mitstreiter die Flinte ins Korn schmeißen. Dies kann mich aber nicht abhalten weitere Mitstreiter zu suchen. Heute Abend geht es zur Gesellschafterversammlung der “Ravensteiner Höhe GmbH&Co. KG” da suche ich bei meinen Mitgesellschaftern die seit mehr als zehn Jahren im Wind finanziell engagiert sind “Solarzwerge” oder “Guerilla PV’ler” . Für was sich der einzelne entscheidet muss jeder für sich entscheiden.

Propagieren kann ich nur den legalen Anschluss eines Mikro Photovoltaik Systems (MPS) mit Meldung bei der Bundesnetzagentur und Information des Netzbetreibers. Aber ich freue mich diebisch über jedes Guerilla Modul was installiert wird und wenn ich mit meinen Infos ein klein wenig dazu beigetragen habe freut es mich noch mehr. Dies ist auch bei dem folgenden Guerilla System der Fall.
:-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)

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Solar2go wörtlich genommen hat ein weiterer Leser des Blogs. Ich musste schon schmunzeln nachdem ich die Bilder vom Solar2go Kraftwerk gesehen habe. Das Mikro Photovoltaik System steht auf dem Balkon, die Leitung läuft durch die ganze Wohnung und der Stecker steckt in der Steckdose in der Küche. Genial einfach! Es funktioniert. Es ist sicher. Es kann jederzeit bewegt werden. Es ist einfach Solar2go!

Leider darf ich die Bilder nicht öffentlich stellen. Da sieht man mal wieder wieviele Bedenken unter den Sonnenmenschen momentan noch herrschen vor denen da oben…

Liebe Leser, dass muss anders werden. Die Menschen dürfen durch unnötigen Bürokratischen Aufwand nicht in die Guerilla PV gedrängt werden! Es muss möglich sein, ein MPS “Oma- und Opaleicht” legal in Betrieb zu nehmen. Dafür engagiere ich mich…

Meine Solaranlagen! Jedenfalls teilweise…

An manchen Tagen hab ich einfach keine große Lust was zum Thema Solarenergie zu schreiben. Heute ist so einer!

Dann schaue ich mal zurück bei welchen Solar Projekten ich schon helfen konnte. Seht mal eine kleine aber feine Auswahl:
Kiva Solar Energy

O.K. mit meinem Blog hat dies nichts zu tun. Schließlich ist der ganze Blog non Profit und meine zinslosen Darlehen (Micro Kredite) die ich für all diese Solar-Projekte gegeben habe, konnte ich nur dank meiner beruflichen Tätigkeiten sponsern. In der Regel werden bei KIVA die Darlehen zu 99% wieder zurück gezahlt. Deshalb brauch es einfach Zeit bis diese Menschen mir mein Geld wieder zurück geben.

KIVA ist einfach Klasse. Mein absolutes Graswurzelprojekt an dem ich mich voller Überzeugung gerne beteilige. Wer sich anschließen möchte ich hab schon einiges über KIVA geschrieben unter anderen auch eine Hilfestellung wie ein “Neuling” zur ersten Kreditvergabe kommt.

Momentan arbeite ich an dem Ziel in jedem Land, in dem KIVA Kredite anbietet, einmal ein Darlehen zu vergeben. Momentan hab ich 79 von 85 Länder erreicht!

Es fehlen noch Botswana, Singapore, Mauritania, Tunisia, Namibia und Vanuatu. Da gibt es aber momentan keine Projekte. Natürlich check ich öfter ob dort was angeboten wird. Mal sehen wie lange es noch dauert bis ich alle unterstützt habe…

Fair & Quer macht Sinn

Es ist schon einige Zeit vergangen seitdem die GLS ihre Kampagne “GLS Blog-Kooperative” gestartet hat. Aber jetzt endlich kann ich vom ersten Projekt berichten. Da ich selbst Kunde bei der GLS Bank bin stellt sich mir natürlich ganz besonders die Frage: “Was bewirkt mein Geld!“.

Es handelt sich bei dem von der GLS Bank unterstützten Projekt um einen Biomarkt in Heidelberg. Schon der Name “Fair&Quer” des Marktes zeigt seine besonderen Ansprüche. Bioprodukte fair und in hoher Qualität anzubieten. Ich war vor Ort und hab mir den “Neuesten Laden” in Heidelberg-Wieblingen mal genauer angeschaut.

IMG_0609aIn den Genuss der “kompetente Beratung” bekam ich gleich zu Beginn, durch die Geschäftsführerin und Inhaberin Antje Seyler zu spüren. Wir saßen zusammen im gemütlichen Bistro und keiner meiner Fragen blieb unbeantwortet. Für mich war schon immer Heidelberg das Zentrum der Bio Bewegung. Ich kann mich noch an die Heidelberger Umwelt Messe Trend erinnern auf der ich vor bestimmt schon 15 Jahren für Solarenergie geworben habe.
Aber damit kann Fair&Quer locker mithalten. Bereits 1999 wurde Fair&Quer in der Bergheimer Str. 34 eröffnet. Damals auf 75 Quadratmeter und mit 2.500 Produkten. Ein Bioladen wie man sich so Bioläden vorstellt. Aber anders wie viele andere Bioläden wuchs aus dieser kleinen Biopflanze ein mittlerweile prächtiges Mittelständisches Unternehmen. Das besondere dabei, die Grundsätze blieben erhalten!

Aus dem kleinen “Bio Tante Emma Laden” wurden zwei voll bestückte Bio-Märkte (Wieblingen und Handschuhsheim) in denen in Summe über 8.000 Produkte angeboten werden. Da ist alles vorhanden was Mensch braucht!

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Eine weitere Besonderheit ist der Fair&Quer Bio Catering Bereich. Für mich war dies eines der Highlights! Als “Landei” wie mich kaum vorstellbar wie bei mir zu Hause sich solch ein toller Service behaupten könnte.
In Heidelberg scheint dies aber zu funktionieren. Denn das Bio Catering wird seit 2007 angeboten und wer sich das “Speisenangebot” anschaut kann sich sicherlich vorstellen warum!
Da läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen nur beim Lesen der kulinarischen Möglichkeiten… Wenn da noch Bilder auf der Homepage von den ausgerichteten Festen gezeigt würden, ich glaub ich würd in den Bildschirm beißen!
Aber noch nicht genug. Fair&Quer fährt auch mit seinem Lieferservice entlang der Bergstraße und beliefert Kunden an die eigene Haustür. Bei dem Liefergebiet wurde mir klar, warum mir Fair&Quer noch nie in die Quere kam. Das Liefergebiet endet in der Klosterstad Lorsch sechs Kilometer von meiner Heimatstadt Bürstadt.

Aber dass was mir Antje gezeigt und erklärt hat finde ich eine super Geschichte. Fair&Quer bietet inzwischen 60 Menschen einen fairen Arbeitsplatz und vielen Kunden einen tollen Partner bei der täglichen Suche nach Bio Produkten. Dass bei dieser Entwicklung ständig eine Bank für die Finanzierung von Neuen Ideen nötig ist, dürfte jedem klar sein.

Beim Rundgang durch den Bio Markt kam dann ein weiterer Anknüpfungspunkt von Bio-Markt und Sonnenflüsterer zu Tage. Die frischen Waren Milch, Käse, Fisch, Fleisch und Obst, alle wollen gekühlt sein!

IMG_0607Da wird einiges an Energie benötigt! Ich wäre nicht der Sonnenflüsterer wenn ich Antje nach ein paar Tagen keine Kontaktadresse zwecks eines energetischen Projektes genannt hätte.
Mal sehen ob daraus etwas wird. Es kann, muss aber nicht!

Auch dieses Projekt mit meiner geliebten Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken (GLS) ( ich bin dort seit 2003 Kunde), hat mir sehr viel Freude bereitet.

Es zeigt mir, dass Geld nicht alles ist.
Aber wenn man zuviel davon hat und keine Idee mit Sinn.
Dann macht es Sinn sein Geld der GLS anzuvertrauen.

Diese Bank fördert nur Projekte die Sinn machen. Wenn ein sinniges Projekt aber auch noch Fair ist dann kann ich nur sagen: Hier haben Bank, Bio Laden und Kunden eine gemeinsame Basis auf der sie aufbauen können.

Ich wünsche allen immer frische Waren, frische Ideen und frischen Mut für den weitern Biologischen Weg.
Bei Fair&Quer bin ich nicht das letzte mal gewesen!

Strom aus Erneuerbaren Energien soll sich finanziell selbst tragen!

Natürlich müssen sich Investitionen rechnen. Doch bereits bei der Frage wie schnell sich das Geld für die Investition wieder im Geldbeutel sein soll scheiden sich die Geister. Bei Konzernen sollen die Euros schon mal nach 3 bis 4 Jahren wieder in der Kasse klingeln. Vom Bürger wird erwartet es kann schon 14 Jahre dauern bis er seine mühsam ersparten Euros wieder im Säckel hat. Bei der EEG “Erfindung” im Jahr 2000 gingen die Politiker von einer Rendite von 7-7,5% aus die jedem Investor zustehen soll wenn er als “Unternehmer” in Erneuerbare Energien investiert. Diese “Traumrenditen” sind inzwischen vorbei. Aber das Zinsniveau allgemein ist ja auch auf einem Tiefpunkt.

Bei meiner “Zielgruppe” für das Mikro Photovoltaik System (MPS) gehe ich davon aus, dass es “Pioniere” sind denen die Wirtschaftlichkeit nicht im Vordergrund steht. Trotzdem werden natürlich Zahlen erwartet.

Die technische Seite ist klar. Wir empfehlen die Installation von einem Solarmodul mit einer Spitzenleistung von ca. 250 Watt. Als maximalen Ertrag setzen wir 250 Kilowattstunden im Jahr an. Die “dümmste Installation” müsste immer noch 150 Kilowattstunden im Jahr bringen!  Der Kaufpreis liegt auch ziemlich sicher bei 700 Euro. Jetzt gibt es noch zwei Unbekannte! Wieviel vom produzierten Strom wird im eigenen Haushalt genutzt und wieviel Cent spare ich für jede nicht eingekaufte Kilowattstunde Strom ein.

Bei der ersten Rückmeldung aus unserem ersten  legal angeschlossenen MPS lag der Nutzungsgrad bei 80%! Wobei diese Zahl (ca. ein Monat Betrieb!) noch keine richtige Basis ist. Da die Hausbesitzerin berufstätig ist, sind eben wenige Verbraucher tagsüber in Betrieb. Natürlich spielt auch der Abrechnungsmonat eine erhebliche Rolle. Also ist dieser Wert sehr individuell zu sehen.

Was aber setzen wir an als Strompreis? Zum einen gibt es Menschen die dem günstigsten Stromtarif akribisch hinter her sind. Da wäre bei mir in Bürstadt ein Angebot mit 24,1 Cent derzeit möglich. Oder nehme ich meinen Öko Tarif von Naturstrom (26,3 Cent je kWh)? Oder setzt ich gar den Grundversorgungspreis (ebenfalls bei mir 26,4 Cent je kWh) an?

Danach kommt die spannende Frage wie entwickelt sich der Strompreis in den nächsten 20 Jahren! Erhöht sich der Preis jährlich um ein Prozent? Zwei, oder drei? Es gibt da ein Unternehmen welches Vorweggeht und dieses Unternehmen (kein unbekannter in der Branche!) verkauft in einer Top beworbenen Aktion auch Stromspeicher… und die sollen 6% Strompreissteigerung in ihren Wirtschaftlichkeitsberechnungen einrechnen…

Na dann tu ich das doch auch!

Bei dem Vorweggeher Unternehmen entwickelt sich der Strompreis von 26,4 Cent bei einer 6% Strompreissteigerung auf 80 Cent je kWh innerhalb der nächsten 20 Jahre! Wer dem nicht glaubt kann auch 3% ansetzen, dann kommen wir “nur” noch auf 46,2 Cent je kWh.

Wenn ich diese Zahlen über 20 Jahre verwende komme ich auf folgende Minimal und Maximal Ertragszahlen. Bei der schlechtesten Annahme von einer Produktion von 150 kWh im Jahr die nur zu 80% genutzt werden kann (sind je 120 kWh) und einer Strompreissteigerung von “nur” 3 % auf Basis des günstigsten Stromanbieters ergibt sich eine Einsparung von 775,92 Euro.

Das Maximum sieht so aus, dass ich 250 kWh im Jahr produziere und auch im Haus nutze und eine Strompreissteigerung von 6% ansetze auf Basis des teuren Grundversorgers vermeide ich Kosten von 2.324,25 Euro. Bereits im zehnten Jahr sind meine Ausgaben wieder eingespielt.

Wie man sieht gibt es eine ganz schön große Spanne!

Wirtschaftlichkeit

Dies sind die nackten Zahlen! Wie der Strompreis sich tatsächlich entwickelt weiß niemand. Ob Angela Merkel noch mehr Kosten auf die Kleinen Stromabnehmer verteilt? Ob Sigmar Gabriel noch mehr stromintensive Unternehmen von der EEG Umlage befreit? Ob die großen Konzerne noch viele Offshore Windräder bauen die vom Kleinabnehmer finanziert werden? Ob z.B. E.ON aufgesplitterte Bad Energie Uniper demnächst insolvent ist und die Rückbaukosten der Atomkraftwerke sowie die Lagerung des Atommülls über den Strompreis verrechnet werden weiß ich nicht.

Da ich nicht davon ausgehe, dass die Große Koalition demnächst die sinnvolle Mikro Photovoltaik Systeme begünstigt, kann auch sofort in diese Technik investiert werden. Mit begünstigt meine ich keine finanziellen Begünstigungen sondern die technischen und bürokratischen Hürden.

Wer sich aber ein Solar2go MPS an den Balkon hängt der kann beruhigter auf diese Entwicklungen schauen. Vor allem ist doch die Botschaft, wenn alles richtig gemacht wird, kann ein Solar2go MPS sich richtig rentieren. Oder?

 

Kommt die GESA?

Wer schon mal auf Demonstrationen war kennt die GESA als Gefangenen Sammelstelle. Ich meine aber mit GESA die “Gesellschaft für Solare Ausnutzungsrechte” angelehnt an die GEMA die für die Nutzung von “Musik” die Rechte der Komponisten/Musiker vertritt.

Da bisher von atomar als auch fossilen Verbrennungskraftwerken Steuern gezahlt wurden, müssen natürlich diejenigen die sich der kostenlosen Energiequelle bedienen zukünftig den Ausfall der Steuereinnahmen übernehmen. Wo kämen wir denn hin wenn sich jeder der kostenlosen Solarenergie bedient? Dann wären die vielen Stromnetze nicht ausgelastet! Richtig unsolidarisch ist es die Energie die auf das eigene Dach, an die eigene Hauswand und durch das offene Fenster in das Haus gelangt einfach steuerfrei zu nutzen!
Wer noch Kohle, Öl und Gas verfeuert muss dann alleine für den Transport und Infrastruktur aufkommen und die Sonnen Sozialschmarotzer sitzen im steuerfreien solar-energetisch beheizten/elektrisierten Haus. Dies ist ein Fall für die GESA Gesellschaft für Solar Ausnutzungsrechte!

Die EEG Umlage ist so negativ besetzt! Die Einnahmen (mehr als 6 Cent je kWh – allerdings nur von Bürgern und nicht von energieintensiven Unternehmen!)  erhöhen sich ständig und Ausgaben für Erneuerbare Energien reduzieren sich. Das EEG-Konto quillt über (derzeit 4,7 Milliarden Euro!) und Sigmar Gabriel kann gar nicht schnell genug weitere energieintensive Unternehmen von der Umlage freistellen.  Das Problem ist die Bürger zahlen zu viel und die Unternehmen können leider nicht schnell genug das Geld vom Konto abheben! 😉
Deshalb ist ein neuer “wirtschaftlicher Verein” analog der GEMA mehr als überfällig!

Deshalb wird ein weiterer sozialökologischer Umverteilungs Verein (analog GEMA)  gegründet. Die einfache Formel lautet wieviel Quadratmeter Fläche sind in ihrem Besitz! Ein einfaches Beispiel soll aufzeigen, dass der sozialökologische Ansatz gerecht ist. Wer ein Grundstück von 500 qm besitzt zahlt im Jahr 500 Euro für die uneingeschränkte Solare Nutzung. Ganz einfach! Oder?
Was er mit der Solarstrahlung macht ist ihm selbst überlassen! Da wir in einem Wohlstandsstaat leben ist weiter zu erwarten, dass die meisten Menschen diese Energie nicht kommerziell nutzen. Sie werden sich einfach bei besonders hoher Einstrahlung im Garten (oder auch Balkon, Terrasse) leicht bekleidet “in die Sonne” legen. Diese Art der Sonnenstrahlen Nutzung erfreut sich einer hohen Beliebtheit. Obwohl die Volllast Nutzungsstunden sehr niedrig sind.
Ob es eine Befreiung von der Abgabe für verschattete Grundstücke geben soll wird im Kanzleramt noch verhandelt. Da sind vor allem die Schattenminister gefragt.
Wie dem Wärmeklau begegnet werden soll, ist ebenfalls noch unklar. Mehrfach wurden schon PKW Besitzer (vor allem SUV’s) gesichtet, die absichtlich ihren PKW in der Sonne auf öffentlichen Plätzen “aufladen” und die eingesammelte Wärme schnell in die eigene Garage zu fahren! Vorschläge nehmen die Schattenminister gerne entgegen.

Bevor es so weit kommt möchte ich die solar Nutzung zur alltäglich unkomplizierten Nutzung bringen. Einfach ein Solarmodul kaufen, an den Balkon hängen und den Stecker in die Steckdose rein. Energie vom eigenen Balkon für die eigene Wohnung. Solar2go und keine GESA!
Die Nutzung der Sonnenenergie ist ein Grundrecht die jedem Bürger zusteht.

Atomwaffen – Büchel

Wenn momentan von Atomausstieg geschrieben wird dann steht meist die “zivile Nutzung” dieser Menschenverachtenden Technik im Vordergrund. Wer sich aber mit dieser Materie näher beschäftigt der merkt im Hintergrund gibt es auch die anders Seite diesert Technik. Die militärische Nutzung der “Kerntechnik”. Gerne wird dieses Thema verniedlicht so auch in Wikipedia in der “Liste von Kernwaffentest’s“. Da wird eine Auswahl aller ober und unterirdischen Test’s aufgelistet und die beiden Massaker in Japan (Hiroshima und Nagasaki) werden in der Tabelle noch unter “Name Testreihe Bombe” aufgeführt. Vielleicht kann ja einer der Leser diese makabere Überschrift ändern/ändern lassen? (ich habs mal probiert, sieht aber nicht gut aus?)

Wer in Wikipedia weiter liest stellt fest, diese Test’s wurden/werden vor allem durchgeführt um aufzuzeigen “wir sind eine Macht”, wir können Atombomben zünden. Wie hat ein bekannter Politiker mal zu meinem Entsetzen gesagt: “Es geht immer darum wer hat den längsten!”

Wer jetzt denkt diese Atomwaffen haben mit uns in Deutschland nix zu tun der wird staunen. Mitten in Deutschland lagert die USA noch Atomwaffen. Die scheinen zwar “veraltet” zu sein und zum Entsetzen der Bürger Initiativen, sollen diese Atomwaffen “modernisiert” werden. Damit dies nicht geschieht rufen die Initiativen zur gewaltfreien Blockade an 65 Tagen in Büchel auf. Da diese Blockaden immer wieder gewaltfrei verlaufen wird davon wenig in den Medien zu lesen sein. Schade eigentlich, denn wer Atomausstieg ernst nimmt, der entfernt auch diese Waffen aus Deutschland. Denn Energiewende heißt auch Finger weg von Waffen die Massenvernichtungswaffen und Menschenverachtend sind!

Hier der Flyer der Bügerinitiative und wer möchte kann sich auch auf deren Homepage Büchel Atomwaffenfrei informieren.

Wir machen die vier großen Atomkonzerne insolvent.

Der Text aus der Überschrift war mein zweiter Teil der Antwort auf die Frage der Reporterin: “Was ist ihr Ziel?“. Mein Antwort lautete “100% Erneuerbare Energien” und als Nachsatz “Dass heißt: Wir machen die vier großen Atomkonzerne insolvent!“.

Das mag zwar viele irritieren aber ich liebe solche klaren Statements. Es ist nicht mein Ziel alle vier insolvent zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass einzelne große Konzerne überstehen aber dann in der Hand der Bürger und nicht in der Hand von Managern mit Kurzzeitgedächtnis.

Aber von welchem Interview schreibe ich eigentlich? Am letzten Donnerstag war es so weit. Unser erstes offizielles Zwergen Solar Plug In System wurde vom Netzbetreiber in Betrieb genommen. Besser gesagt es wurde es nicht! Wir müssen nacharbeiten. Aber es sind nur noch Nuancen die uns vor dem “uneingeschränkten Pilotbetrieb” trennen.

Als erstes hier der Link zum SWR1 wo man den Bericht (noch vor der “Inbetriebnahme”) nachhören kann. Auch die beiden Mörlenbacher Aktivisten sind auf dem Foto zu sehen.

Nach der misslungenen Inbetriebnahme hat Hermann das System natürlich Ordnungsgemäß ausser Betrieb genommen.

Ausser Betrieb

Wobei jetzt das Risiko eigentlich erst recht vorhanden ist wenn ich die Hinweise des Netzbetreibers Ernst nehme. Denn das Solarmodul produziert Strom und wenn der Wechselrichter nicht ordnungsgemäß funktionieren würde (was er aber so weit wie wir wissen tut!) könnte Spannung an den Steckerkontakten anliegen. Wenn dann jemand in den Stecker fingern würde… Na, ja so weit wird es nicht kommen. Der Stecker liegt auf dem Balkon von Ute und die Balkontür ist abgeschlossen… Jedenfalls nehmen wir den Hinweis vom Netzbetreiber Ernst und werden um den Stecker und die Steckdose ein Kästchen bauen. Laut Hermann ist in Mörlenbach “der Dorfschmied” schon beauftragt. Als Beschriftung hab ich mir “Solar Castor” gewünscht! Mal sehen was draus wird. Eines ist klar ich berichte!

Vor Ort waren ausser fünf Mitarbeiter des Netzbetreibers und einige Aktiven von Metropolsolar noch der Mörlenbacher Bürgermeister, die Odenwälder Zeitung und ein Reporter vom HR! Leider sind mir noch keine Beiträge bekannt. Das wird aber noch!

Damit kann man sagen wir waren ein hochkompetentes Inbetriebnahme Team! :-)

Zur Technik noch einmal. Das Modul hängt am Balkon und kann nur über die Balkontür erreicht werden. Im Haus wohnen keine Kinder und als “Sicherung” dass niemand den Stecker unbedarf aus der Steckdose zieht hatten wir folgende “Lösung” eingebaut.

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Gut sieht vielleicht nicht so Professionell aus, aber aus unserer Sicht hätte es gereicht. Aus der Sicht des Netzbetreibers nicht. Na, ja da müssen wir halt nacharbeiten…

Inzwischen arbeiten wir aber nicht nur an dem einen Modul sondern durch die intensive Berichterstattungen und auch den Zugriffen hier im Blog unterstütze ich fünf weitere Solar Zwerge in vier verschiedenen Netzen! Natürlich sind wir bei allen noch in den Kinderschuhen aber auch dort geht es voran und wenn wir so weit sind gibt es hier im Blog Neues. Das Zwischenziel heißt “Solar2go” (Plug In Systeme verkaufen wie einen Becher Kaffee!) und das Gesamtziel 100% Erneuerbare Energien. Bis dahin gibt es noch viel zu schreiben im Sonnenflüsterer Blog. 😉

 

Atomrückstellung, Geheimniskrämerei und RWE als Billiger Jakob!

So, so die Bundesregierung zweifelt an der Sicherheit der Atom Rückstellung! So jedenfalls suggeriert es die Überschrift von Spiegel Online. Im Artikel findet sich dann aber keine Aussage von der Bundesregierung sondern nur viel “man weiß nicht genau” was in den Gutachten tatsächlich steht. Aber die liebe Bundesregierung hat mal wieder eine “positive” Schlagzeile.

Ich als Anwohner der beiden Atomruinen in Biblis sehe das Ganze etwas anders. Ich erwarte einen sicheren Rückbau der Atomruinen! Koste es was es wolle!

Mir ist es egal wer zahlt, vor allem weil ich sicher bin, dass letztendlich die Kosten doch durch die Bürger getragen werden.

Damit ich verstehe wie es derzeit rechtlich aussieht hab ich mir die Studie vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) angeschaut. In der Studie “Atomrückstellungen für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung” von 10/2014 kann hier eingesehen werden. Die Erkenntnisse sind mal wieder erschreckend widerlich wie mit dem Thema Atomkraft umgegangen wird.

Zwei Zitate aus der Studie:
“Der Bundesrechnungshof hat 2011 die bisherige Rückstellungspraxis kritisiert und weist darauf hin, dass keine staatliche Stelle die Höhe der Rücklagen fachlich beurteilen und damit feststellen könne, ob sie ausreichend sind.” (Seite 8)
“Im Koalitionsvertrag 2013 der Schwarz-Roten Koalition auf Bundesebene hatte insbesondere die SPD in Richtung einer Fondslösung verhandelt. Im Ergebnis wurde letztlich folgende Formulierung im Koalitionsvertrag aufgenommen:
„Wir erwarten von den Kernkraftwerksbetreibern ihre Mitwirkung an der Energiewende und die Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die geordnete Beendigung der Kernenergienutzung. Ziel ist es damit, in Deutschland die Sicherheit des Restbetriebs der Kernkraftwerke und ihrer Entsorgung auch finanziell zu sichern und sozialverträgliche Lösungen für die Beschäftigten zu finden. Wir erwarten, dass die Kosten für den Atommüll und den Rückbau der kerntechnischen Anlagen von den Verursachern getragen werden. Über die Realisierung der rechtlichen Verpflichtungen der Energie-versorgungsunternehmen wird die Bundesregierung mit diesen Gespräche führen.“ (CDU/CSU/SPD 2013)” (ebenfalls Seite 8)
Hier ist zu bemerken, dass die Anwohner keine Berücksichtigung finden, aber für die Beschäftigten “sozialverträgliche Lösungen” zu suchen sind! Eine geordnete Beendigung ist mir nicht ausreichend, ich erwarte den “sichersten” Rückbau!

Dass es den Konzernen nicht um den sichersten sondern um den billigsten Rückbau geht bekommen wir ja immer wieder von den Konzernangestellten vorgehalten. Zum Beispiel nachzulesen im Wortprotokoll vom Erörterungstermin zum Rückbau der beiden Atomruinen in Biblis.
“Wir leben in einem Rechtsstaat, und da wahren wir auch die Rechte unserer Aktionäre. Das ist ein ganz normaler Vorgang. Mehr ist dem an dieser Stelle nicht hinzuzufügen. – Danke schön.” (Seite 71)

Aus der Studie möchte ich auf Abbildung 1 hinweisen.Niedrige Rückstellungen

Hier kann die Entwicklung der Rückstellungen der vier großen Atomkonzerne für den Rückbau und die Stilllegung in Euro je kw verglichen werden.
Als erstes fällt auf.

RWE erhöhte seine Rückstellungen als einziger Konzern nicht!

RWE hat die niedrigsten Rückstellungen bisher gebildet!

Ich könnte als Anwohner der beiden Atomruinen von RWE befürchten dass RWE die billigste Art des Rückbaus anwendet und dafür auch noch nicht viel Geld als Rückstellung in die Bilanz eingestellt hat.
Wenn die RWE so ein günstiges Rückbau/Stilllegungsverfahren kennt, wäre es da nicht im Sinne der Aktionäre den anderen drei Atomkraftwerksbetreibern ein kostengünstiges Angebot zu unterbreiten und aus dem Rückbau/Stilllegung von Atomkraftwerken ein Geschäft zu machen? Sozusagen Synergieeffekte? Denn eines ist doch auch klar, irgendwelche Menschen müssen den Rückbau/die Stilllegung auch machen. Da wären Experten vielleicht besser wie jedes Mal mit Anfängern den Rückbau die Stilllegung anzugehen? Der Nebeneffekt wäre dann ja auch, dass die bisherigen Rückstellungen (36 Milliarden Euro) vielleicht weiter reichen denn die FÖS schätzt die Rückbau/Stilllegungskosten ja bereits auf 48 Milliarden Euro. Um aber all diese auftauchenden Fragen besser verstehen zu können müsste die Informationspolitik der Konzerne verbessert werden. Deshalb habe ich an das Infoforum wieder einmal eine einfache Frage gestellt:

“Wer prüft eigentlich ob die Rückstellungen ausreichend sind, und sich die Anwohner auf den geplanten Rückbau zeitlich/finanziell verlassen können?”

Mal gespannt was ich diesmal für eine Antwort erhalte!

Unabhängig von den merkwürdigen Rückstellungen der vier Atomruinen Konzernen führt FÖS auf Seite 5 der Studie folgende Aussage aus:
“Der kumulierte wirtschaftliche Vorteil aus den Rückstellungen im Zeitraum 1970 bis 2014 beträgt nominal 65 Mrd. EUR; in Preisen 2014 sind dies 79 Mrd. EUR.”

Da sage mir nochmal einer die Erneuerbaren Energien wären die Kostentreiber im Energiebereich!