Kategorie-Archiv: Allgemeines

Strompoker – wer zuerst abschaltet verliert!

Die Strompreise im Großhandel fallen auf Rekordtief!
Eigentlich müsste dass die Schlagzeile in den “politischen” Zeitungen unseres Landes sein. Aber die Zeit beschäftigt sich mit Facebook, die Welt beschwört den Wohlstandsknick und Rente, Focus hat 7 Fakten im Ukraine Konflikt und die Bild 7 Unwahrheiten des Kremel Zaren!

Aber zumindest die Badische Zeitung hat erkannt dass dies ein wichtiges Thema ist. Die Strompreishändler rechnen in den nächsten Jahren mit einem hohen Angebot an Rund-um-die-Uhr-Strom und daraus folgend (Markt!) niedrigen Strompreisen.
Zu den Zeiten in denen die 8 Atomkraftwerke abgeschaltet wurden haben die Zocker den Preis mal kurz auf 6 Cent gehoben. Nur um mal zu zeigen wie brandgefährlich die Abschaltung von AKW’s ist. Derzeit wird für 2015 bis 2017 der Rund-um-die-Uhr-Strom für 3,5 Cent gehandelt. Da geht selbst der EnBW die Rendite flöten. Der Chef der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis (Kandidat bei Dummbabbler und Deppenkaiser), schlägt mal gleich ein Kartell vor! Hey? Kartell? Preisabsprache? Oder was? Mafia vielleicht?

Gut dass wir eine “Energie Gehirngrube” (Energy Brainpool) in Berlin sitzen haben. Die verkaufen Beratung. Also Luft! Wissen! Aber auch Sprüche.

Der Frederico (von der “Energie Gehirngrube”) meint: “Ich gehe davon aus, dass auch der Strommarkt zu einem Schweinezyklus-Markt wird.” Das wird die Vegetarier (Erneuerbare Energien) aber freuen. Dass die Grube groß ist um das ganze Gehirn reinzupacken erkenne ich aber daran, dass Frederico (der von “Energie Gehirngrube”) einen sehr klaren, wahren Spruch raushaut:

“Aber keiner will der Erste sein”

Keiner von den Kraftwerksbesitzern will derjenige sein der eines seiner Kraftwerke als erstes abschaltet. Genau in dieser Situation befinden wir uns momentan. Jedem ist klar wir müssen die gefährlichen (Atomkraftwerke) die dreckigen (Kohlekraftwerke) abschalten weil genug Erneuerbare Energien da sind. Wissen tut das jeder “Aber keiner will der Erste sein” denn wer abschaltet verzichtet freiwillig, nachhaltig auf Einnahmen. Wenn andere abschalten dann wird das Angebot kleiner und der Markt beschert höhere Preise! Darauf warten die ganzen Zocker! Natürlich hoffen sie auch auf milde Gaben aus der Politik! Oder sie setzen ihre Rechtsanwälte auf die Gesetze der letzten Jahre an.

Aber auch wichtig und richtig was die Badische Zeitung am Schluß zusammenfasst: “Das kann man als Indiz werten, dass die Strombranche nicht daran glaubt, dass die Energiewende zum Erliegen kommt.”

Ich bin mir da ganz sicher, dass die Energiewende (scheußliches Wort!) nicht zum Erliegen kommt aber ich befürchte einen schweinischen Schweinezyklus der viele Arbeitsplätze (Branche der Erneuerbaren Energien) kosten wird!

Wenn die Kuh nicht pupst, dann könnten wir mehr Braunkohle verbrennen!

Es ist mal wieder an der Zeit einen Dummbabbler und Deppenkaiser vorzustellen. Diesmal kommt er von der Gewerkschaft (IG BCE) und er ist mit der Frau (Yasmin Fahimi) verheiratet die Metropolsolar zum Twittern brachte!

Er ist zwar kein Klimakiller aber er meint man müsste mit Tierzaubermittel (Tierpharmazie) die Methanausscheidungen von Kühen unterbinden!

Ich vermute dass sind dann Pillen die das Methan noch im Magen der Kuh aufsaugen? Oder Genveränderte Kühe die keine Mühe mehr machen? Denn wir wissen ja alle: “Eine Kuh macht Muh und viele Kühe machen Mühe!” Den mußte ich einfach auch noch raushauen!

Hier noch ein Filmchen (Hinweis von Daniel) zum Thema:

Wie erbärmlich muß es um eine Gewerkschaft stehen, deren 660.000 Mitglieder keinen besseren Vorsitzenden finden, der die Interessen der Menschen vertritt! Denn Mitarbeiter in den Branchen Bergbau, Chemie und Energien wären langfristig bei den Erneuebaren Energien besser aufgehoben wie bei den Pyromanen vom Braunkohletagebau.

In wessen Taschen steckt das Geld aus dem EEG?

Das Geschrei und der Zwang für ein neues EEG (auch EEG 2.0) stütz sich ja meist auf die Aussage, wird müssen immer mehr für die Erneuerbaren Energien bezahlen. Der Industriestandort sei gefährdet!

Meine hessischen PV Freunde aus Rüsselsheim haben in einer Grafik mal verglichen wieviel Euros bei den Kraftwerksbetreibern Erneuerbarer Energien ankommt und wieviel Cent je kWh die Stromverbraucher (EEG Umlage!) historisch gesehen bezahlen mussten.

Im Jahr 2000 wurde das EEG in Kraft gesetzt. Bereits 2003 wurden Industrie Privilegien für Energieintensive Betriebe die im internationalen Wettbewerb standen eingeführt. Einfach gesagt heißt dies, die befreiten Firmen zahlen nix dafür die Stromkunden mehr!

Die unten in der Grafik eingeblendeten Farben zeigen die Farben der politisch Verantwortlichen Parteien. Bis 2009 gab es eine parallele Entwicklung von EEG Umlage und Auszahlungen an die Kraftwerksbetreiber. Ab 2009 steigt die EEG Umlage steil an obwohl die Auszahlung bei weitem nicht so ansteigen wie es sich vermuten lässt. In 2013 wurde sogar weniger an die Kraftwerksbesitzer ausgezahlt wie 2012? Zumindest dieser Effekt kann einfach erklärt werden. Die Solarerträge 2011 und 2012 lagen jeweils gut 10% höher wie im Jahre 2013. Wobei auch das Jahr 2013 noch ein gutes Sonnenjahr war…

Der Grund warum die EEG Umlage ab 2011 enorm ansteigt liegt in der Ausgleichs Mechanismus Verordnung. In dieser Verordnung wird erstmals geregelt, dass der Ökostrom aus Erneuerbaren Energien an der Börse verschleudert werden muss. Wie soll eine Börse funktionieren an der die Käufer wissen, der Verkäufer muss verkaufen! Er muss verkaufen weil seine Ware nicht lagerfähig ist! Dadurch entsteht immer ein Ramschpreis der dem “wahren Preis” der Ware nicht entspricht.

Nicht genug der Leiden wurden die Ausnahmen für die Leidgeplagten Industrien ausgeweitet unter gleichzeitigem Gejammer die Hartz IV Empfänger müssten die Energiewende finanzieren. Es wurde argumentiert die Industrien wandern aus und die Hartz IV Empfänger zahlen den “Zahnärzten” die PV Anlagen und Windräder! Bereits im Jahr 2012 wurden die stromintensiven Industrien (damit die besonders viel Euros sparen!) von der EEG Finanzierung befreit. Die Hartz IV Empfänger warten noch immer auf ihre Entlastung. Momentan sind 16.000 Kühlschränke in zwei Jahren angedacht aber noch nicht beschlossen!

Jedenfalls haben sich die Befreiungen der Industrie schon ordentlich bemerkbar gemacht. Vom Stromverbraucher wird immer mehr gezahlt aber bei den Kraftwerksbesitzern der Erneuerbaren Energien kommt dieses Geld nicht an.

Dreimal dürft ihr jetzt raten in wessen Taschen das Geld steckt!

Kleiner Hinweis in den Taschen der nackten kann nix drin sein! Ihr dürft euch auch überlegen ob dieses Geld demnächst in die Taschen derjenigen wandert die das EEG 2.0 gerade beschließen?

Die Sendung mit der Maus “Solarenergie”

ralosHistory 16.7.2008

Wie entsteht der Strom?

Auf diese einfache Frage stottert man in der Regel einige Minuten rum erzählt was von Sonne, Photonen,Elektronen, Silizium, plus und minus um am Ende in ein ratloses Gesicht zu schauen. Meist fleht das Gesicht man möge doch endlich aufhören. So richtig verstehen tun es die wenigsten. (Na ja ich gehör auch dazu.) Es funktioniert halt und das ist wichtig!

Es gibt allerdings eine Chance auf einfache Weise (Kindgerecht) sich erklären zu lassen wie es funktioniert.

Man muss die Sendung mit der Maus anschauen!!!

Wenn sie jetzt denken dass wäre doch was für Kinder muss ich sie enttäuschen. Wir führen den Film immer wieder bei öffentlichen Veranstaltungen vor. Meist werden die Kinder von den Vätern in den Vorführraum gebracht. Nach einiger Zeit verdrücken sich die Kinder und die Väter sitzen allein vor dem Film und haben sich dann schon Verstärkung in Form der Großeltern herbeigerufen und schauen gemeinsam “die Maus“.

Ehrlich wer hat sich noch nicht die tollen technischen Filme von der Maus angesehen?

Jeder hat schon und die DVD für 14,90 Euro die man beim WDR bestellen kann ist jeden Cent wert. Wenn sie es also nicht mehr erwarten können bestellen sie sich die 30 Minuten DVD. Wenn sie allerdings noch etwas warten. Dann werden wir auf unserem nächsten Tag der offenen Tür in Michelstadt den Film wieder vorführen.

Und dann stellen wir auch Stühle für Erwachsene in den Vorführraum.

Spargel, Wein, Kultur, Energie und Wandern

Das Netzwerk Metropolsolar Rhein Neckar beteiligt sich wie im letzten Jahr an der Spargelwanderung zwischen Bürstadt und Lampertheim! Die Organisatoren werben mit Spargel.Wein.Kultur vom wandern wird da nicht gesprochen?
Aber wir die Metropol Solarier wir laufen und wir werden reden!

Wir reden in ungezwungener Umgebung über Energie! Das gibt ein Spaß sag ich euch! Was euch erwartet auf dem langen Weg der Energiewende am 27.4.2014 seht ihr im Flyer:

Die energetisch getriebenen Menschen von Metropolsolar und denjenigen die sich gerne mal mit uns unterhalten wollen ist

um 11:00 Uhr am Punkt 12 “Gärtnerei Haller” Treffpunkt.

Dort stellt uns Metropolsolar Mitglied Franz Schreier seine Fortschritte zum Thema “Integrierte Lebensmittel- und Energiesysteme” vor. Wir werden uns aber nicht lange dort aufhalten denn es soll ja gewandert werden. Damit wir wissen wer mitläuft bitte hier anmelden (wer mitwandert bitte bei 11 Uhr eintragen)!

Da es viel zu erzählen gibt und nicht jeder gut zu Fuß ist soll das Ziel (allerdings erst um 16 Uhr) erneut die “Gärtnerei Haller” sein. Dort können wir (wenn Platz vorhanden!) die Bewirtung von der Gaststätte “Zum Pit” (Spargelspezialitäten) sowie der Live-Musik von Patrick Embach genießen. Kaffee und Kuchen steuern die Landfrauen bei und erzählen ist auch hier wieder erlaubt. Natürlich wird Daniel dabei sein und bei blutigen Ohren steht ein Notarzt Koffer bereit ;-) !

Auch zu diesem “Sit in!” bitten wir um eine Anmeldung  für 16 Uhr! Um diese Zeit werden wir auch schauen was uns Franz Schreier neues zu bieten hat!

Wir treffen uns ziemlich genau in der Mitte (Punkt 11) des Spargelwanderwegs! Wer möchte kann von Lampertheim aus mit dem Shuttle-Bus bis zum Punkt 11 fahren und die restlichen paar Meter laufen! In der “Gärtnerei Haller” wird auch ein Banner von Metropolsolar stehen und eine Liste ausliegen. Dort kann sich jeder eintragen der sich uns anschließen möchte. Wir versuchen dann Kontakt (Mobiltelefon) aufzunehmen. Ich bin gespannt mit wievielen Menschen wir uns auf den Weg machen um Spargel.Wein.Kultur und Energie zu genießen!

3. MPS Energiegespräch Bergstraße

Endlich ist es soweit ich hab das 3. MPS Energiegespräch in Vorbereitung. Knackpunkt waren die Räumlichkeiten. Bisher mußte eine ordentliche Raummiete gezahlt werden und der Vorstand von Metropolsolar Rhein Neckar hat entschieden diese Kosten zu vermeiden. Natürlich bin ich froh ein tolles Restaurant gefunden zu haben. Mit 75 Plätzen im Nebenzimmer müsste auch genügend Platz für alle Zuhörer sein.

Wir treffen uns deshalb in 64646 Heppenheim, Gräffstraße 8 im Restaurant “Am Stadtgraben” am 25.4.2014 um 19 Uhr. Es wäre schön wenn sich jeder in die Teilnehmerliste einträgt. Beim letzten Bergsträßer Energiegespräch hatten wir ja knapp 50 Teilnehmer und deshalb ist es für uns als Veranstalter gut zu wissen wie die Nachfrage ist.

Jetzt aber zum Referenten des 3. Energiegesprächs. Es ist ein “alter” Bekannter in der Region! Josef Werum wird uns zum Thema „Neue regionale Vermarktungskonzepte für Ökostrom“ einiges erzählen. Wenn Josef über dieses Thema redet kann man sicher sein, dass er wieder von innovativen Themen berichtet. Ich kann mich an Veranstaltungen erinnern vor fast 15 Jahren als er bereits für die HEAG (heute HSE) Ökostrom verkaufte. Schon damals diskutierten wir wer “das richtige Vermarktungsmodell für Ökostrom” hat. Die Schönauer, die HSE und ich (pro Naturstrom) diskutierten Modelle. Inzwischen hat sich Josef mit Matthias Roth zusammen getan und die Firma in.power in Mainz gegründet. Ein “Unabhängiger Stromerzeuger” (independent power), dass ist es auch was derzeit bundesweit gesucht wird. Wie kriegen wir den Strom von der Windmühle am Stadtrand in die Häuser der Menschen?
Josef kennt die Antworten!

Von ihm habe ich auch die Information, dass die Vorhersage wieviel Strom morgen aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2004 noch mit einer Fehlerquote von 8% behaftet war! Im Jahr 2013 konnte diese Quote auf 3,6% gedrückt werden und die in.power Jungs und Mädels arbeiten ständig dran diesen Wert weiter zu senken!

Kennt ihr eigentlich Swimmy?
Nein, dass ist aber eine Wissenslücke, denn Swimmy verkörpert die Schwarmintelligenz wie sie in der Zukunft bei der Steuerung unserer Energieversorgung notwendig sein wird. Schaut euch Swimmy mal bei Josef auf der Homepage an oder noch besser kommt vorbei zum 3. MPS Energiegespräch Bergstraße. Ich freu mich drauf!

“Anti Atomkraftwerk” gewinnt Rechtsstreit

ralosHistory 14.7.2008

Herzlichen Glückwunsch von der ganzen Ralos Familie an unseren Kunden
Reinhard Düsterhöft!!!

Endlich nach sieben Jahren kann Herr Düsterhöft mit ruhigem Gewissen seine von Ralos montierte Photovoltaikanlage genießen. In einem Rechtsstreit der über drei Instanzen ging musste er sich gegen seine Nachbarn durchsetzen. Dies ist ihm in vollem Umfang gelungen. Die Nachbarn bemängelten, dass die Solarmodule an 100 Tagen im Jahr, von 9:45 Uhr bis 10:30 Uhr, in ihr 40 m Abstand gelegenem Wohnzimmer blenden würden. Das Landgericht hatte einen Gutachter beauftragt, der bestätigte, dass “etwa 3 Prozent erhöhte Strahlung auf das Gebäude” trifft. Das Landgericht befand bei einem Vorort Termin die Strahlung als “nicht wesentlich störend” und beendete den Rechtsstreit. Die Module bleiben auf dem Dach und die Kosten des Verfahrens sind von den Nachbarn zu übernehmen.
Wir sind stolz, dass unser 80 jährige Kunde Reinhard Düsterhöft sich in seinem Alter noch so für die Photovoltaik einsetzt und sich durch nichts beirren lässt in seinem Glauben an eine atomstromfreie Zukunft. Auch vielen Dank an die Frankfurter Rundschau für den fairen Bericht und Kommentar. Dass der Reporter Jürgen Streicher nach sieben Jahren Rechtsstreit immer noch von Kollektoren (Solarthermie!) schreibt sei ihm verziehen.

Zum besseren Verständnis noch einmal:

warmes Wasser wird durch Kollektoren erzeugt
Strom durch Module!

 

Hessen jubelt über Fortschritte bei Kochkäs mit Musik Verschmelzung

Die Kockkäsfusion könnte die Energieprobleme der Menschheit mit einem Schlag lösen aber auch Hessen vom letzten Platz der Erneuerbaren Energien auf die Spitzenposition katapultieren! Doch seit Jahrzehnten versuchen Physiker vergeblich, sie zu zünden. Nun bestätigen Forscher aus dem Odenwald wichtige Fortschritte dank ultrakurzer besprühung durch Laserkanonen mit Ebbelwoi! Natürlich darf nur der echte Ourewäller Ebbler verwendet werden! Empfehlenswert wäre auch direkt aus dem im lieblichen Odenwald (nicht aus der Odenwaldhölle!) hergestellten Kochkäs zu nutzen. Momentan werden die Untersuchungsergebnisse noch mit den Wissenschaftlern des National Ignition Facility (NIF) abgestimmt um bei den Ergebnissen der verschiedensten Studien Synergien zu erschließen.

Eine detaillierte Beschreibung der Wissenschaftler aus den USA brachte den Odenwälder den Durchbruch:

“Wir legen die Kapsel mit dem Brennstoff in eine zylindrische Dose von einem Zentimeter Länge, dann schießen wir mit Laserstrahlen auf die Öffnung (…), um die Kernfusion auszulösen“

Die Odenwälder stecken dazu den Kochkäse (Brennstoff) plus “Musik” in die Bembel with Care Dose und warten dann ab…

In der nächsten Stufe sollen die Erkenntnisse des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) eines der renommiertesten internationalen Forschungszentren für Teilchenphysik in die Odenwälder überführt werden.

Es wird bereits gerätselt wo der dazu benötigte 100 Kilometer Tunnel entlang führen soll! Ob unter dem Lautertal der Tunnel durchführt kann noch nicht gesagt werden. Jedenfalls ist die Tunnelbau Kompetenz schon vorhanden und mit der gewonnenen Energie der Sonne könnten die Solardraisinen vom Überwald aus direkt hinabfahren in die Odenwaldhölle und die Freunde des CERN mit Sonnenenergie im Tunnel erfreuen.

Da im Odenwald dann keine Windräder mehr gebaut werden müssen, könnten die eingesparten Windräder dazu genutzt werden um die Küsten von New Orleans vor Hurrikans zu schützen. Der 100 km Tunnel könnte natürlich (wegen der Synergie!) gleich für erste Fracking Probebohrungen genutzt werden, da vollkommen überraschend die Analyse des Darmstädter Wissenschaftler Rudi Schmiede zum Ergenis kommt: “Knackpunkt ist der Arbeitsplatzmangel im Odenwaldkreis“. Dann wäre das mit den Arbeitsplätzen doch auch gelöst!

Solar Strom und warmes Wasser = Hybridmodul

ralosHistory 27.6.2008

Eine der gern gestellten Fragen auf Messen und Vorträgen ist die Frage nach den Kombimodulen. Solarthermie und Photovoltaik in einer Platte. Hört sich gut an wenn die 1.000 Watt Sonnenenergie die uns die Sonne kostenlos spendiert zu 20% photovoltaisch und ca. 650 Watt als thermische Solarenergie genutzt würden.

Leider habe ich bisher noch kein überzeugendes Modul, oder müsste ich Kollektor   sagen, gesehen.

Die Idee ist natürlich genial.

In einem thermischen Kollektor baue ich anstelle von Fensterglas ein Photovoltaik-Laminat ein und schon wird die PV-Zelle gekühlt, bringt mehr Erträge und das warme Wasser kann auch noch genutzt werden. Wer allerdings eine thermische Anlage besitzt kennt vielleicht den Effekt, dass im Sommer bereits um elf Uhr der Wärmespeicher bis zum Anschlag (bei 6 qm Kollektoren!) gefüllt ist. Dann gibt es keinen Kühleffekt mehr durch die Thermie… im Gegenteil, die PV-Zelle würde noch erwärmt?

Heiße Zellen haben aber den Nachteil, dass weniger Strom produziert wird. Bei 25 Grad Celsius Zelltemperatur und einer Einstrahlung von 1.000 Watt pro Quadratmeter leistet ein PV-Modul ca. 180 Watt. Um rund ein halbes Prozent sinkt die Leistung bei einem Grad wärmeren Modulen. Dies bedeutet noch 150 Watt bei 60 Grad oder nur noch 135 Watt bei 80 Grad heißen Modulen. Warme/Heiße Solarzellen würde Minderertrag beim Stromverkauf bedeuten!

Funktionieren könnte diese Technik in einem Schwimmbad. Wenn ich die komplette Wärme im Sommer in das Schwimmerbecken leite und mit dem 30 Grad warmen Wasser die Zellen kühle.  Dieser besondere Anwendungsfall (hoher Wärmebedarf im Sommer) findet sich jedoch in der Praxis sehr selten und wird vermutlich deshalb nicht von den Herstellern bedient. Oder die Neckarsulmer Langzeit Wärmespeicher Lösung für ganze Wohnsiedlungen könnte ein Abnehmer für viel Wärme im Sommer sein.
Nur die Module zu kühlen und die Wärme zu vergeuden (z.B. Schluckbrunnen, Wärmetauscher im Erdreich) nur für den höheren Ertrag (vielleicht 10% Mehrertrag) halte ich auf jeden Fall für den falschen weg.

Alle diese Sonderlösungen bringen durch die geringe Stückzahl oft keine finanziellen Vorteile gegenüber der getrennten Lösung von thermischer und photovoltaischer Anlage.
Deshalb hier meine praktische Empfehlung der zwei getrennten Anlagen:
eine sechs Quadratmeter große thermische Kollektorsolaranlage und die restlichen Quadratmeter mit Photovoltaik belegen. Diese Kennzahl gilt bis auf weiteres für einen vierköpfigen Haushalt und nur für die Warmwasserbereitung ohne Heizungsunterstützung. Natürlich gilt diese Empfehlung auch nur bei Altbauten.

Hurra wir werden bekämpft…

ralosHistory 18.6.2008

Mahatma Gandhi hatte über seine friedliche Revolution folgende Entwicklungsstufen benannt:

“Erst wirst du ignoriert,
dann wirst du ausgelacht,
dann bekämpft man dich
und dann hast du gewonnen”

 Seit den Diskussionen zum EEG 2009 hat die Photovoltaikbranche die dritte Stufe erreicht. Wir werden bekämpft. Die Zeit ist vorbei wo man eine PV-Anlage auf dem Dach als Spinnerei ignoriert. Ebenso wird ein Photovoltaikanlagenbesitzer nicht mehr ausgelacht. Wir haben eine Größenordnung erreicht die vielen ein Dorn im Auge ist und deshalb werden wir bekämpft. Aber ich bin mir sicher wir werden demnächst die letzte Stufe erreichen und die Photovoltaik wird gewonnen haben. Nämlich dann wenn PV wirtschaftlicher ist wie gekaufter Strom. Diese Stufe werden wir spätestens in zehn Jahren erreichen.

Aber vorerst bleibt der Kampf mit denjenigen die uns derzeit den Strom verkaufen und denen die daran partizipieren. Dazu gehört das RWI (Rheinisch Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung) dessen 33-seitiges Gutachten im Wesentlichen nur mit einem Satz von Presse und Politik zitiert wird. “Dreißig Prozent Senkung der Einspeisevergütung sind 2009 notwendig”. Dazu gehören auch einige der CDU Bundestagsabgeordneten die daraus (wie gnädig) eine zwanzig Prozentige Reduzierung der Einspeisevergütung für 2009 machen wollten. Was diese Professoren und Politiker an einer Technik auszusetzen haben die langfristig die Welt mit Energie versorgen wird ist kleinlich und engstirnig. Erneuerbare Energien garantieren für die Zukunft bezahlbare Energiepreise. Konventionelle Energien können nichts garantieren sondern sie sind demnächst nicht mehr vorhanden.
Der Einspeisepreis für Photovoltaikstrom wurde seit dem Einspeisegesetz im Jahr 2000 jedes Jahr um 5% reduziert. Das ist diesen Politikern und Professoren nicht genug.

Obwohl gleichzeitig die Ölpreise von 2000 bis 2007 sich verfünffacht (von 20 $ auf 100 $) haben.
Obwohl sich gleichzeitig der Kohlepreis je Tonne von 42 auf 93 Euro verteuert hat
und letztendlich sich Gas in diesem Zeitraum von 3 Cent je kWh auf 5,1 Cent verteuerte.

Fünf Prozent Preisreduzierung pro Jahr sind nicht genug es müssen zwanzig oder dreißig sein. Dass wir, das Elektrohandwerk, dabei zugrunde gehen verstehen diese Profs/Politiker nicht. Im Gegenteil diese weltfremden Gutachter schreiben:
“die Montierer sind in einer überlegenen Verhandlungsposition gegenüber den Modulherstellern, denn ohne die Montierer können die Solarmodule nicht abgesetzt werden”. (RWI Gutachten Seite 21)

Wer so einen Schwachsinn in einem Gutachten schreibt lebt entweder hinter dem Mond oder in einer von traditionellen Energieversorgern gesponserten Villa…
Wenn Ralos einem Modulhersteller drohen würde dessen Module nicht zu montieren geht dieser zum nächsten Elektrohandwerker drei Kilometer weiter und verkauft dort seine Module. Wir haben 90 Mitarbeiter die ständig verkaufen, planen und montieren müssen, damit am nächsten Monatsende genug Geld in der Kasse ist um die Gehälter zu zahlen. Ein Modulhersteller hält Drohungen von einem Montagebetrieb locker aus.

Das Gutachten ist es nicht wert, dass man sich mit den einzelnen Zahlen auseinandersetzt. Dies tut sowieso niemand, denn es wird ja immer nur der eine Satz zitiert: 30% Reduktion sind möglich. Auch wenn einzelne CDU Politiker diesen Prozentsatz auf 20 reduzieren zeigt dies doch wo unsere Gegner sitzen. Auch mit 20% Reduktion wären unsere Arbeitsplätze futsch.

Leider haben diese unsäglichen Diskussionen dazu geführt, dass wir eine erhöhte (8%) Degression ab 2009 erhalten werden. Die genauen Werte veröffentliche ich demnächst wenn eine endgültige Gesetzestextfassung mir vorliegt.
Wie sich diese Degression auswirkt kann ich noch nicht abschätzen. Es könnte sein, dass Kleinanlagen (Einfamilienhäuser) endgültig unwirtschaftlich für den Investor und den Handwerker werden. Oder aber die großen Megawatt Anlagen für die Investoren nicht mehr akzeptable Renditen abwerfen. Ich habe nur das Gefühl, da spielen ein paar mit unseren Arbeitsplätzen. Obwohl sie genau wissen müssten, demnächst (<10 Jahre) werden wir Strom in Deutschland mit Photovoltaik so günstig produzieren, dass dieser Strom billiger ist wie gekaufter Strom vom Energieversorger.
Aber wer soll bis dahin genügend qualifizierte Mitarbeiter angelernt haben?
Wer soll die Fabriken in Deutschland gebaut haben und damit langfristig die Wertschöpfung erhalten.
Die Branche braucht klare Zusagen der Politik um langfristige Planungen in die Tat umzusetzen. Aufzuhalten sind die erneuerbare Energien langfristig nicht mehr, nach dem Kampf kommt der Sieg und es ist nur fraglich wo dann die Arbeitsplätze entstanden sind… hier oder irgendwo auf der Welt.