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Atommüll Kommission nur mit Vertrauenswürdigen Menschen!

Da haben wir uns was aufgehalst. Nur weil ein paar Experten meinten, wir sollten unsere Energieversorgung 50 Jahre lang mit der Kraft aus der Kernspaltung bereichern, dürfen wir uns damit beschäftigen wie die Hinterlassenschaft in den nächsten tausend Generationen sicher aufbewahrt werden kann. Ganz schön deppert!

Jeder der sich mit dem Problem befasst kommt schnell auf den Knackpunkt. Egal, wo in Deutschland der Müll gelagert werden soll, dort wird sich Widerstand bilden. Nur wenn ein transparentes Verfahren durch Vertrauenswürdige Menschen einen Vorschlag machen kann dieser Widerstand reduziert oder vermieden werden.

Von ausgestrahlt wurden die Gesellschaftsgruppen, die sich in der Atommüll-Kommission um einen Standort kümmern sollen, einer Vertrauensfrage unterzogen. Das Ergebnis ist für mich teilweise überraschend!

Dass die Bürger den Politikern und den Wirtschaftsvertretern kein Vertrauen entgegenbringen war für mich zu erwarten. Aber dass die Kirchenvertreter kein Vertrauen haben hat mich erschüttert. Schließlich soll nicht Franz-Peter Tebartz-van Elst (der Badewannen Bischof) in die Kommission sondern Ralf Meister (EKD), Georg Milbradt (CDU/Kommissariat der Deutschen Bischöfe). Ach so, der eine Kirchenvertreter ist auch Politiker na dann wird doch wieder ein Schuh draus!

Dass den “Wissenschaftlern” die bisher pro Atom agiert haben kein Vertrauen entgegengebracht wird war ebenfalls zu erwarten. Auch Juristen und Gewerkschafter erreichen noch nicht einmal die 50% Grenze. Das heißt für mich die Bevölkerung hat diesen Gesellschaftsgruppen gegenüber in der Frage der Atommüll-Lagerung kein Vertrauen sondern Misstrauen! Wenn die Menschen aber den Entscheidern misstrauen wie soll dann ein Lagerort gefunden werden der vor Ort akzeptiert wird?

Es gibt nur zwei Gesellschaftsgruppen die in der Bevölkerung Vertrauen haben, in dieser verzwickten Frage. Die Umweltverbände und die atomkritischen Wissenschaftler!

Warum wird dann aber genau denen die kein Vertrauen genießen die Mehrheit in der Atommüll Kommission überlassen? Schauen wir uns mal die Gesellschaft an:

Ursula Heinen-Esser (CDU) und Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) – Vertrauen 0 Prozent

Die “Unabhängigen Wissenschaftler”
Bruno Thomauske – Ex-Atommanager und Chef der Vattenfall-AKW Brunsbüttel und Krümmel.
(Vattenfall klagt gerade gegen die BRD ca. 1 Milliarde Euro!) – Vertrauen 0 Prozent
Hubert Steinkemper – kein Wissenschaftler, sondern Verwaltungsjurist und Atomhardliner aus dem Umweltministerium – Vertrauen 0 Prozent
Hartmut Gaßner – kein Wissenschaftler, sondern Rechtsanwalt, der im Regierungsauftrag unsichere Zwischenlagerhallen an den AKW-Standorten gegen den Willen der AnwohnerInnen durchboxte - Vertrauen 0 Prozent
Wolfram Kudla – Bauingenieur, hält ein Patent zum Verschluss von Stollen in Salzgestein
(wie will so eine Person entscheiden ob Ton, Salz oder Granit die richtige Lagerstätte ist?) - Vertrauen 0 Prozent
Armin Grunwald – Institutsleiter am KIT, das als „Kernforschungszentrum Karlsruhe“ jahrzehntelang Atomgefahren kleinredete, Atommüll produzierte und bedenkenlos verklappte und heute noch Transmutationsforschung betreibt (da bleibt selbst mir die Spucke weg!) - Vertrauen 0 Prozent

Es reicht! So geht es nicht! Was soll diese Kommission? Die Typen werden sich die Taschen voll stopfen und die Probleme kleinreden. Die Bevölkerung vor Ort die es trifft wird diesen Menschen kein Wort glauben! Die Politik muss auch raus, wie sollen Politiker die in Wahlperioden denken eine Antwort finden auf ein Problem welches uns und unsere Nachfahren noch tausende von Jahren beschäftigt?

Deshalb muss ein anderer Weg gefunden werden. Ich schlage vor wir lassen den Lagerort für die nächsten Jahre/Jahrzehnte?/Jahrhunderte?/Jahrtausende? von denen suchen die das Vertrauen der Menschen haben. Die atomkritischen Wissenschaftler und die Umweltverbände! Gebt Ihnen Zeit, Geld und Manpower und ihr werden den Standort in Deutschland finden der von den Menschen vor Ort am wenigsten bekämpft wird. Aber lasst die Menschen denen heute schon misstraut wird außen vor!

Wer sich die Vorstellungen von ausgestrahlt und Greenpeace anschauen möchte kann dies natürlich auch tun. Ich finde beide Organisationen haben ordentliche, vertrauenswürdige Arbeit gemacht!

Natürlich hätte diese Vorschlag noch einen hübschen Nebeneffekt!
Die Vertrauenswürdigen wären dazu nur bereit wenn die restlichen 9 Atomkraftwerk in Deutschland sofort abgeschaltet würden. Dass wäre Vertrauensvoll!

Ölsuche beendet?

Ja es gibt was Neues im hessischen Ried bezüglich der Ölförderung. Nachdem die Firma Rhein Petroleum sich in Bürstadt nicht viele Freunde schaffte, probierten es die Firma in der Spargelstadt Lampertheim. Die “junge” Firma mit “viel Erfahrung” (lt. Homepage!) vermutet aufgrund Ihrer seismischen Untersuchungen anscheinend gerade im Grenzgebiet zwischen Lampertheim-Hofheim und Bürstadt-Bobstadt Öl.

Nachdem es im Lampertheimer Parlament in den ersten Ausschüssen so aussah als ob Rhein Petroleum dort auf offene Ohren stößt kam es am Schluss dann doch ganz anders. Im “Umweltausschuss” hatte sich die SPD noch komplett enthalten! Damit wurde mit Mehrheit von CDU und FDP gegen die Stimmen der Grünen dem Ansinnen von Rhein Petroleum stattgegeben. Es ging eigentlich nur um die Frage ob die Stadt ihre Flächen für die Ölbohrungen zur Verfügung stellt. Im nächsten Ausschuss (Haupt-+Finanz) wandelte sich das Blatt und die SPD erklärte sie würde die städtischen Flächen nicht zur Verfügung stellen. Damit war die Mehrheit im Lampertheimer Parlament gegen die Ölförderung. Beachtenswert ist der letzte Satz in diesem Bericht. “Gernsbeck erklärte auch, Rhein Petroleum ziehe es grundsätzlich vor, nicht das Bergrecht durchzusetzen, sondern Einvernehmen mit den Kommunen zu erzielen.” Zur Erläuterung was H. Gernsbeck meint. Im Bergrecht besteht die Möglichkeit dass der Konzessionsnehmer (hier Rhein Petroleum) die benötigten Grundstücke durch Enteignung für ihr Projekt zu erlangen. Da H. Gernsbeck nur “im grundsätzlichen” die Rhein Petroleum Philosophie bemüht bin ich noch vorsichtig. Was interessiert ein Investor das Geschwätz von gestern.

Damit das Ganze dann Rechtskraft erlangt wird ein Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung benötigt. Allerdings zog Rhein Petroleum zur Überraschung aller seinen Antrag zurück und die Stadtverordnetenversammlung musste ohne diesen Tagesordnungspunkt durchgezogen werden.

Natürlich ist damit die Ölförderung noch lange nicht vom Tisch, aber ein Etappensieg ist schon mal eingefahren. Dass die Ölförderer jetzt erst einmal Stimmung machen zeigt mir dieser Artikel der vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde. Schade finde ich auch die “Selbstknebelung” die von den Lampertheimer Grünen als “Selbstkasteiung” in deren Presseartikel aufgelistet wird. Ich entschuldige mich nicht, dass ich Öl und Gas verbrenne. Ich stehe dazu und trotzdem finde ich dass eine Ölförderung in Bürstadt, eine Stromproduktion mit Kernspaltung in Biblis und Kohlestrom aus Block 9 in Mannheim unnötig sind. Wir können es besser. Deshalb nein zur Ölförderung in Bürstadt, nein zur Atomkraft in Biblis und nein zu Kohlestrom aus Block 9 in Mannheim und all dies ohne schlechtes Gewissen.

Meint jedenfalls der Sonnenflüsterer.

Kubicki lügt!

Eigentlich ist es viel zu Milde ihn nur in der Kategorie Dummbabbler und Deppenkaiser aufzunehmen. Wofgang Kubicki lügt und überschätzt sich selbst wenn er sagt: “Ich bin der letzte, der für längere AKW-Laufzeiten plädiert“.

Wie kann man so unverfroren sein und alle anderen (auch mich!) in die Nähe von Laufzeitverlängerung zu stellen? Da kann er lange warten der Fraktionsvorsitzende der Fast Drei Prozent Partei. Aber Hauptsache mal wieder was dumm gebabbelt und sich zum Deppenkaiser gemacht. Doch wie immer dümmer geht immer und so nimmt die Geschichte ihren Lauf:

„Aber wenn wir die Energiewende bis 2020 nicht hinkriegen sollten, müssen wir doch sehen, wo der Strom herkommt. Und dann sage ich: Doch lieber aus AKW als aus Braunkohlekraftwerken.“

Wenn wir” ist schon eine Frechheit Herr Kubicki! Wann haben Sie mal was für die Energiewende gemacht? Sie haben die Wende immer wieder gedreht aber keinen Schritt voran gebracht!

Welche Energiewende bis 2020? Sie hatten doch noch nie Ziele für 2020 oder täusche ich mich da Herr Kubicki?

Mann bin ich froh, dass die Fast Drei Prozent Partei derzeit nix zu sagen hat bei dem Personal…

Haben die Konzerne die Energiewende verschlafen?

Aus meiner Sicht nein, die Energiekonzerne haben die Energiewende nicht verschlafen. Auch wenn dies momentan durch die Presse geistert. Im Manager Magazin war dieser Spruch schon in 2013 nachzulesen. Aktuell behauptet es der Wirtschaftsredakteur des WDR Jürgen Döschner und die Frankfurter Rundschau verwendet diesen Spruch in der Überschrift.

Ich weiß nicht warum diese Menschen den Konzernen unterstellen geschlafen zu haben. Meine Erfahrung ist die Konzerne haben uns zu Beginn ausgelacht, später dann bekämpft und momentan läuft der Finalkampf! Von schlafenden Konzernen habe ich nichts gesehen.

Es war klar, dass sich Konzerne unter den im Jahr 2000 festgelegten Bedingungen (Renditen) nicht beteiligen werden. Besser gesagt nicht beteiligen können! Konzerne benötigen andere Renditen wie Bürger um zu handeln. Das kann man beklagen, ist aber so! Als das EEG geschaffen wurde im Jahr 2000 hat man Renditen von 7%-7,5% für jede Technik in Aussicht gestellt. Ich kenne ROI (Return on Investment) aus meiner Zeit bei Daimler. So brutal wie in Wikipedia beschrieben, dass der “primäre ROI in Jahren” unter zwei Jahren liegen soll, war es beim Benz zwar nicht, aber immer noch extrem anspruchsvoll! Die Wind und Solarenergie war in den letzten 14 Jahren nicht in der Lage ein ROI von 5 Jahren darzustellen und damit war die Investitionen für Konzerne unwirtschaftlich. Mein Freund Jürgen hat es auch erst getwitter:

Wobei den Konzernen ja noch ein Ausfall von Gewinn entstanden wäre, da sie mit ihren atomaren/fossilen Kraftwerken weniger Strom verkauft hätten.

Aber ich möchte auch mal die Rolle der Politik hinterfragen. War es den Politikern im Jahr 2000 nicht geläufig, dass unter diesen miserablen Renditeaussichten Konzerne nicht investieren können? Haben unsere Politiker dies bewusst so gemacht und gehofft dass die Bürger die Investitionen übernehmen? Dann war das EEG ja auch finanzpolitisch eine Revolution!

Jedenfalls sehe ich als Folge dieses Wandels ein Problem auf uns zukommen.

Es kann nur einen geben!

Es kann nur einen geben der die Menschen mit Energie versorgt. Der Bürger selbst oder die Konzerne. Die Konzerne sind verständlicherweise nicht bereit ohne Kampf mit allen Mitteln die Ihnen zur Verfügung stehen zu kämpfen. Sie kämpfen für Ihre eigenen gut bezahlten Arbeitsplätze. Ob dabei die Umwelt draufgeht ist da zweitrangig. Denen ist auch egal, dass 50.000 Arbeitsplätze bei der Solarenergie draufgehen. Hauptsache der eigene Arbeitsplatz wird gerettet und wenn es nur noch um ein paar Jahre geht dann kämpfen die umso härter.

Deshalb bin ich der Meinung wir sollten realistisch über die “Energiewende” reden und schreiben. Geschlafen haben die Konzerne nicht! Sie sitzen mit vielen Experten Tag für Tag in Ihren Büros und überlegen wo sie noch Geld für sich rausschlagen können. Besonders erfolgreich sind ja die Rechtsanwälte denen es immer wieder gelingt ein paar Milliönchen oder Milliardchen für Ihre Konzerne rausschlagen können.

Hört deshalb auf mit dieser Siegerromantik, dass Konzerne geschlafen haben. Wir haben noch einen harten Wettbewerb vor uns ob wir ihn gewinnen ist noch nicht klar. Auch schlafende Riesen können umfallen und Zwerge erschlagen.

Strompoker – wer zuerst abschaltet verliert!

Die Strompreise im Großhandel fallen auf Rekordtief!
Eigentlich müsste dass die Schlagzeile in den “politischen” Zeitungen unseres Landes sein. Aber die Zeit beschäftigt sich mit Facebook, die Welt beschwört den Wohlstandsknick und Rente, Focus hat 7 Fakten im Ukraine Konflikt und die Bild 7 Unwahrheiten des Kremel Zaren!

Aber zumindest die Badische Zeitung hat erkannt dass dies ein wichtiges Thema ist. Die Strompreishändler rechnen in den nächsten Jahren mit einem hohen Angebot an Rund-um-die-Uhr-Strom und daraus folgend (Markt!) niedrigen Strompreisen.
Zu den Zeiten in denen die 8 Atomkraftwerke abgeschaltet wurden haben die Zocker den Preis mal kurz auf 6 Cent gehoben. Nur um mal zu zeigen wie brandgefährlich die Abschaltung von AKW’s ist. Derzeit wird für 2015 bis 2017 der Rund-um-die-Uhr-Strom für 3,5 Cent gehandelt. Da geht selbst der EnBW die Rendite flöten. Der Chef der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis (Kandidat bei Dummbabbler und Deppenkaiser), schlägt mal gleich ein Kartell vor! Hey? Kartell? Preisabsprache? Oder was? Mafia vielleicht?

Gut dass wir eine “Energie Gehirngrube” (Energy Brainpool) in Berlin sitzen haben. Die verkaufen Beratung. Also Luft! Wissen! Aber auch Sprüche.

Der Frederico (von der “Energie Gehirngrube”) meint: “Ich gehe davon aus, dass auch der Strommarkt zu einem Schweinezyklus-Markt wird.” Das wird die Vegetarier (Erneuerbare Energien) aber freuen. Dass die Grube groß ist um das ganze Gehirn reinzupacken erkenne ich aber daran, dass Frederico (der von “Energie Gehirngrube”) einen sehr klaren, wahren Spruch raushaut:

“Aber keiner will der Erste sein”

Keiner von den Kraftwerksbesitzern will derjenige sein der eines seiner Kraftwerke als erstes abschaltet. Genau in dieser Situation befinden wir uns momentan. Jedem ist klar wir müssen die gefährlichen (Atomkraftwerke) die dreckigen (Kohlekraftwerke) abschalten weil genug Erneuerbare Energien da sind. Wissen tut das jeder “Aber keiner will der Erste sein” denn wer abschaltet verzichtet freiwillig, nachhaltig auf Einnahmen. Wenn andere abschalten dann wird das Angebot kleiner und der Markt beschert höhere Preise! Darauf warten die ganzen Zocker! Natürlich hoffen sie auch auf milde Gaben aus der Politik! Oder sie setzen ihre Rechtsanwälte auf die Gesetze der letzten Jahre an.

Aber auch wichtig und richtig was die Badische Zeitung am Schluß zusammenfasst: “Das kann man als Indiz werten, dass die Strombranche nicht daran glaubt, dass die Energiewende zum Erliegen kommt.”

Ich bin mir da ganz sicher, dass die Energiewende (scheußliches Wort!) nicht zum Erliegen kommt aber ich befürchte einen schweinischen Schweinezyklus der viele Arbeitsplätze (Branche der Erneuerbaren Energien) kosten wird!

Wenn die Kuh nicht pupst, dann könnten wir mehr Braunkohle verbrennen!

Es ist mal wieder an der Zeit einen Dummbabbler und Deppenkaiser vorzustellen. Diesmal kommt er von der Gewerkschaft (IG BCE) und er ist mit der Frau (Yasmin Fahimi) verheiratet die Metropolsolar zum Twittern brachte!

Er ist zwar kein Klimakiller aber er meint man müsste mit Tierzaubermittel (Tierpharmazie) die Methanausscheidungen von Kühen unterbinden!

Ich vermute dass sind dann Pillen die das Methan noch im Magen der Kuh aufsaugen? Oder Genveränderte Kühe die keine Mühe mehr machen? Denn wir wissen ja alle: “Eine Kuh macht Muh und viele Kühe machen Mühe!” Den mußte ich einfach auch noch raushauen!

Hier noch ein Filmchen (Hinweis von Daniel) zum Thema:

Wie erbärmlich muß es um eine Gewerkschaft stehen, deren 660.000 Mitglieder keinen besseren Vorsitzenden finden, der die Interessen der Menschen vertritt! Denn Mitarbeiter in den Branchen Bergbau, Chemie und Energien wären langfristig bei den Erneuebaren Energien besser aufgehoben wie bei den Pyromanen vom Braunkohletagebau.

In wessen Taschen steckt das Geld aus dem EEG?

Das Geschrei und der Zwang für ein neues EEG (auch EEG 2.0) stütz sich ja meist auf die Aussage, wird müssen immer mehr für die Erneuerbaren Energien bezahlen. Der Industriestandort sei gefährdet!

Meine hessischen PV Freunde aus Rüsselsheim haben in einer Grafik mal verglichen wieviel Euros bei den Kraftwerksbetreibern Erneuerbarer Energien ankommt und wieviel Cent je kWh die Stromverbraucher (EEG Umlage!) historisch gesehen bezahlen mussten.

Im Jahr 2000 wurde das EEG in Kraft gesetzt. Bereits 2003 wurden Industrie Privilegien für Energieintensive Betriebe die im internationalen Wettbewerb standen eingeführt. Einfach gesagt heißt dies, die befreiten Firmen zahlen nix dafür die Stromkunden mehr!

Die unten in der Grafik eingeblendeten Farben zeigen die Farben der politisch Verantwortlichen Parteien. Bis 2009 gab es eine parallele Entwicklung von EEG Umlage und Auszahlungen an die Kraftwerksbetreiber. Ab 2009 steigt die EEG Umlage steil an obwohl die Auszahlung bei weitem nicht so ansteigen wie es sich vermuten lässt. In 2013 wurde sogar weniger an die Kraftwerksbesitzer ausgezahlt wie 2012? Zumindest dieser Effekt kann einfach erklärt werden. Die Solarerträge 2011 und 2012 lagen jeweils gut 10% höher wie im Jahre 2013. Wobei auch das Jahr 2013 noch ein gutes Sonnenjahr war…

Der Grund warum die EEG Umlage ab 2011 enorm ansteigt liegt in der Ausgleichs Mechanismus Verordnung. In dieser Verordnung wird erstmals geregelt, dass der Ökostrom aus Erneuerbaren Energien an der Börse verschleudert werden muss. Wie soll eine Börse funktionieren an der die Käufer wissen, der Verkäufer muss verkaufen! Er muss verkaufen weil seine Ware nicht lagerfähig ist! Dadurch entsteht immer ein Ramschpreis der dem “wahren Preis” der Ware nicht entspricht.

Nicht genug der Leiden wurden die Ausnahmen für die Leidgeplagten Industrien ausgeweitet unter gleichzeitigem Gejammer die Hartz IV Empfänger müssten die Energiewende finanzieren. Es wurde argumentiert die Industrien wandern aus und die Hartz IV Empfänger zahlen den “Zahnärzten” die PV Anlagen und Windräder! Bereits im Jahr 2012 wurden die stromintensiven Industrien (damit die besonders viel Euros sparen!) von der EEG Finanzierung befreit. Die Hartz IV Empfänger warten noch immer auf ihre Entlastung. Momentan sind 16.000 Kühlschränke in zwei Jahren angedacht aber noch nicht beschlossen!

Jedenfalls haben sich die Befreiungen der Industrie schon ordentlich bemerkbar gemacht. Vom Stromverbraucher wird immer mehr gezahlt aber bei den Kraftwerksbesitzern der Erneuerbaren Energien kommt dieses Geld nicht an.

Dreimal dürft ihr jetzt raten in wessen Taschen das Geld steckt!

Kleiner Hinweis in den Taschen der nackten kann nix drin sein! Ihr dürft euch auch überlegen ob dieses Geld demnächst in die Taschen derjenigen wandert die das EEG 2.0 gerade beschließen?

Die Sendung mit der Maus “Solarenergie”

ralosHistory 16.7.2008

Wie entsteht der Strom?

Auf diese einfache Frage stottert man in der Regel einige Minuten rum erzählt was von Sonne, Photonen,Elektronen, Silizium, plus und minus um am Ende in ein ratloses Gesicht zu schauen. Meist fleht das Gesicht man möge doch endlich aufhören. So richtig verstehen tun es die wenigsten. (Na ja ich gehör auch dazu.) Es funktioniert halt und das ist wichtig!

Es gibt allerdings eine Chance auf einfache Weise (Kindgerecht) sich erklären zu lassen wie es funktioniert.

Man muss die Sendung mit der Maus anschauen!!!

Wenn sie jetzt denken dass wäre doch was für Kinder muss ich sie enttäuschen. Wir führen den Film immer wieder bei öffentlichen Veranstaltungen vor. Meist werden die Kinder von den Vätern in den Vorführraum gebracht. Nach einiger Zeit verdrücken sich die Kinder und die Väter sitzen allein vor dem Film und haben sich dann schon Verstärkung in Form der Großeltern herbeigerufen und schauen gemeinsam “die Maus“.

Ehrlich wer hat sich noch nicht die tollen technischen Filme von der Maus angesehen?

Jeder hat schon und die DVD für 14,90 Euro die man beim WDR bestellen kann ist jeden Cent wert. Wenn sie es also nicht mehr erwarten können bestellen sie sich die 30 Minuten DVD. Wenn sie allerdings noch etwas warten. Dann werden wir auf unserem nächsten Tag der offenen Tür in Michelstadt den Film wieder vorführen.

Und dann stellen wir auch Stühle für Erwachsene in den Vorführraum.

Spargel, Wein, Kultur, Energie und Wandern

Das Netzwerk Metropolsolar Rhein Neckar beteiligt sich wie im letzten Jahr an der Spargelwanderung zwischen Bürstadt und Lampertheim! Die Organisatoren werben mit Spargel.Wein.Kultur vom wandern wird da nicht gesprochen?
Aber wir die Metropol Solarier wir laufen und wir werden reden!

Wir reden in ungezwungener Umgebung über Energie! Das gibt ein Spaß sag ich euch! Was euch erwartet auf dem langen Weg der Energiewende am 27.4.2014 seht ihr im Flyer:

Die energetisch getriebenen Menschen von Metropolsolar und denjenigen die sich gerne mal mit uns unterhalten wollen ist

um 11:00 Uhr am Punkt 12 “Gärtnerei Haller” Treffpunkt.

Dort stellt uns Metropolsolar Mitglied Franz Schreier seine Fortschritte zum Thema “Integrierte Lebensmittel- und Energiesysteme” vor. Wir werden uns aber nicht lange dort aufhalten denn es soll ja gewandert werden. Damit wir wissen wer mitläuft bitte hier anmelden (wer mitwandert bitte bei 11 Uhr eintragen)!

Da es viel zu erzählen gibt und nicht jeder gut zu Fuß ist soll das Ziel (allerdings erst um 16 Uhr) erneut die “Gärtnerei Haller” sein. Dort können wir (wenn Platz vorhanden!) die Bewirtung von der Gaststätte “Zum Pit” (Spargelspezialitäten) sowie der Live-Musik von Patrick Embach genießen. Kaffee und Kuchen steuern die Landfrauen bei und erzählen ist auch hier wieder erlaubt. Natürlich wird Daniel dabei sein und bei blutigen Ohren steht ein Notarzt Koffer bereit ;-) !

Auch zu diesem “Sit in!” bitten wir um eine Anmeldung  für 16 Uhr! Um diese Zeit werden wir auch schauen was uns Franz Schreier neues zu bieten hat!

Wir treffen uns ziemlich genau in der Mitte (Punkt 11) des Spargelwanderwegs! Wer möchte kann von Lampertheim aus mit dem Shuttle-Bus bis zum Punkt 11 fahren und die restlichen paar Meter laufen! In der “Gärtnerei Haller” wird auch ein Banner von Metropolsolar stehen und eine Liste ausliegen. Dort kann sich jeder eintragen der sich uns anschließen möchte. Wir versuchen dann Kontakt (Mobiltelefon) aufzunehmen. Ich bin gespannt mit wievielen Menschen wir uns auf den Weg machen um Spargel.Wein.Kultur und Energie zu genießen!

3. MPS Energiegespräch Bergstraße

Endlich ist es soweit ich hab das 3. MPS Energiegespräch in Vorbereitung. Knackpunkt waren die Räumlichkeiten. Bisher mußte eine ordentliche Raummiete gezahlt werden und der Vorstand von Metropolsolar Rhein Neckar hat entschieden diese Kosten zu vermeiden. Natürlich bin ich froh ein tolles Restaurant gefunden zu haben. Mit 75 Plätzen im Nebenzimmer müsste auch genügend Platz für alle Zuhörer sein.

Wir treffen uns deshalb in 64646 Heppenheim, Gräffstraße 8 im Restaurant “Am Stadtgraben” am 25.4.2014 um 19 Uhr. Es wäre schön wenn sich jeder in die Teilnehmerliste einträgt. Beim letzten Bergsträßer Energiegespräch hatten wir ja knapp 50 Teilnehmer und deshalb ist es für uns als Veranstalter gut zu wissen wie die Nachfrage ist.

Jetzt aber zum Referenten des 3. Energiegesprächs. Es ist ein “alter” Bekannter in der Region! Josef Werum wird uns zum Thema „Neue regionale Vermarktungskonzepte für Ökostrom“ einiges erzählen. Wenn Josef über dieses Thema redet kann man sicher sein, dass er wieder von innovativen Themen berichtet. Ich kann mich an Veranstaltungen erinnern vor fast 15 Jahren als er bereits für die HEAG (heute HSE) Ökostrom verkaufte. Schon damals diskutierten wir wer “das richtige Vermarktungsmodell für Ökostrom” hat. Die Schönauer, die HSE und ich (pro Naturstrom) diskutierten Modelle. Inzwischen hat sich Josef mit Matthias Roth zusammen getan und die Firma in.power in Mainz gegründet. Ein “Unabhängiger Stromerzeuger” (independent power), dass ist es auch was derzeit bundesweit gesucht wird. Wie kriegen wir den Strom von der Windmühle am Stadtrand in die Häuser der Menschen?
Josef kennt die Antworten!

Von ihm habe ich auch die Information, dass die Vorhersage wieviel Strom morgen aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2004 noch mit einer Fehlerquote von 8% behaftet war! Im Jahr 2013 konnte diese Quote auf 3,6% gedrückt werden und die in.power Jungs und Mädels arbeiten ständig dran diesen Wert weiter zu senken!

Kennt ihr eigentlich Swimmy?
Nein, dass ist aber eine Wissenslücke, denn Swimmy verkörpert die Schwarmintelligenz wie sie in der Zukunft bei der Steuerung unserer Energieversorgung notwendig sein wird. Schaut euch Swimmy mal bei Josef auf der Homepage an oder noch besser kommt vorbei zum 3. MPS Energiegespräch Bergstraße. Ich freu mich drauf!