Kategorie-Archiv: Allgemeines

Einfuhr Preisentwicklung bei Energieträgern

Ich habe mir erlaubt die Grafik “Index der Einfuhrpreise” des Statistischen Bundesamtes um den Energieträger Sonne zu erweitern. Schließlich höre ich ständig wir Solarfreunde sollten uns dem Markt stellen. Also habe ich mir die Mühe gemacht und in der Grafik die Preientwicklung der Solarstrahlung seit dem Basisjahr 2010 einzutragen.

Einfuhrpreise Sonne

Die rote Solarlinie zeigt die Kontinuität der letzten Jahren. Ohne besondere Hellseherische Fähigkeiten zu besitzen gehe ich mal für die nächsten hundert Jahre davon aus, dass sich daran nichts ändert. Vielleicht sogar die nächsten tausend Jahre.

Damit ist aber auch schon alles gesagt zum Thema wie geht es weiter bei der Solarenergie. Sie wird weiter kostenlos auf das Dach geliefert. Ob die politischen Gierhälse ihre Steuern auf diesen Energieträger in Zukunft erhöhen weiß ich natürlich auch nicht. Vermutlich ja, aber wenn dann bitte auf alle Flächen und nicht nur auf die Flächen, die Solarenergie zu Strom umwandeln. Unter dieser Voraussetzung wäre ich sogar für die Sonnensteuer!

Halt eines wäre noch zu sagen. Für Zocker, Glücksspieler und Gaukler ist die Solarenergie natürlich nicht zu gebrauchen. Diese Typen tummeln sich bei den anderen Energieträgern. Da wird munter gezockt auf steigende oder fallende Preise. Hauptsache der Kurs ändert sich. Irgendwie wird dann immer dran verdient. Bis der Kunde merkt wo der reale Preis liegen könnte ist schon die nächste Sau durchs Dorf gejagt und keiner kann sagen was eigentlich Sache ist. Erklärungen warum, wieso und weshalb werden auch täglich geliefert und keiner reflektiert warum die Vorhersagen von gestern so grottenschlecht waren.

Welche Tragik wenn Öl und Gas nicht mehr geschachert werden könnten! Wer verliert denn dann? Der Häuslebesitzer sicher nicht. Wieviele Statistiker verlieren dann ihren Arbeitsplatz? Gut die Einfuhrpreise für Kakao und Kaffee müssen immer noch dokumentiert werden. Dann bleiben die Arbeitsplätze im Statistischen Bundesamt ja doch erhalten. Obwohl die Einfuhrpreise so toll vorhergesehen werden können sind die Arbeitsplätze hoch volatil und ich hoffe dass bei den eventuell anstehenden betriebsbedingten Kündigungen keiner meiner BloggerfreundInnen ist! Ach so noch was: Es sind keine Betriebsbedingten Kündigungen sondern die Auswirkungen einer Bundeskanzlerin die den Mitarbeitern der Solarbranche eine Atempause verschrieben hat.

Wer hat das Modul zerstört?

Da wird doch nicht der Roland Koch jemanden motiviert haben das Modul zu zerdeppern? Bei meiner privaten PV Anlage hatte ich ja bereits das Verbotsschild aufgestellt an der Lärmschutzwand gibt es diesen Hinweis nicht und schwupps schon hat irgend ein Id… ein Solarmodul zerdeppert.

Defektes Solarmodul

Die Solaranlage steht jetzt gut 5 Jahre an der Lärmschutzwand und ich hab auch schon lange nichts mehr von den Gegnern gehört nachdem das Verwaltungsgericht in Kassel den Bebauungsplan für ungültig erklärte hat sich nix bewegendes mehr ereignet.

Ich selbst laufe auch nur alle paar Monate an der Sonnenwand vorbei und bemerke wenig Veränderung. Dass jetzt ein einzelnes Modul eindeutig durch einen Steinwurf zerstört wurde ist das einzig berichtenswerte. Wie auf der untersten Modulreihe zu erkennen ist wächst schon Moos über die Photovoltaikanlage die einst die Gemüter erzürnte

Da möchte ich doch hoffen dass die “Merkelsche Atempause der Solarbranche” nicht mehr so lange anhält und wir bald wieder 7 GW Photovoltaik jährlich installieren. Wenn dann ab und an ein Modul dank der Kochschen Anleitung kaputt geht soll es mir egal sein.

Henry der Solar Kiosk Besitzer

Ach wie geil ist dass denn? Dank eines persönlichen Tweets von meinem Metropolsolar Freund Herrmann bin ich auf einen Bericht über Henry dem Solar Kiosk Besitzer gestoßen! Als ich das Bild sah dachte ich mir, den kenn ich doch?

Ein kurzer Check und siehe da, ich hab Henry bei KIVA per Kleinkredit im November 2014 unterstützt! Er benötigte damals 10.000 Dollar! Damit wollte er zehn Solarkioske finanzieren. Natürlich hat KIVA es geschafft ihm die 10.000 Dollar zu beschaffen. Insgesamt 273 Menschen haben KIVA (für Henry) das Geld anvertraut.  Diese Menschen kommen aus allen Ecken der Welt. Schaut sie euch (bei KIVA nach unten scrollen) ruhig an, viele geben den Kredit nicht anonym sondern zeigen sich getreu dem Motto “tu gutes und schreib drüber” :-) !

Der Tilgungsplan für das Darlehen beginnt im Mai 2015 und endet nach 12 Raten (a 833,33 Dollar) im April 2016. Ich bin mir sicher, dass Henry es schafft dieses Geld wieder zurück zu zahlen.

Henry mit einem Solarkiosk Foto: a-r-e-d

Henry mit einem Solarkiosk Foto: a-r-e-d

Natürlich freut es mich ungemein, dass Henry inzwischen mehrfach ausgezeichnet wurde aber im letzten Satz des Artikels wird geschrieben “Denn bislang hat Nyakarundi das ganze Unterfangen gänzlich aus eigener Tasche finanziert.”

Klar er alleine trägt das Risiko aber wir Kreditgeber von KIVA haben ihm das Geld geliehen ohne dass wir Zinsen dafür verlangen. Deshalb finde ich, hätte hier ein Verweis auf KIVA erfolgen müssen! Na, ich hol es nach und werde im Blog kommentieren :-)

Der Oberhammer ist aber die Homepage von A-R-E-D (African Renewable-Energy-Distributor) auf der die Solar Kioske angepriesen werden! Da können sich so manche Deutsche Solarunternehmen eine Scheibe abschneiden…

Es ist das erste mal seit 6 Jahren, dass ich auf ein Darlehen über KIVA solch eine Presseresonanz gefunden habe. Es zeigt mir dass diese Art der finanziellen Unterstützung von Menschen vor Ort der richtige Weg ist.

Wir müssen von unten denken und nicht von oben. Dieses IrRWEgdenken hab ich ja im gestrigen Artikel beschrieben und es schüttelt mich wenn ich an die Milliarden denke die da verballert werden. Mein 25 Dollar Kredit dagegen verschafft mir wohlgefühl und Freude. Auf geht’s Henry “let us rock the world with solar energy!

5 Jahre Dess is Dreck

Mit viel Geld haben die Protagonisten jetzt schon fünf Jahre überlebt und sie feiern sich mal wieder selbst. Ich muss zugeben der Neue Namen Dii ist prägnanter wie Desertec! Das Ziel wurde inzwischen viel geschmeidiger ausformuliert. Es ist nicht mehr beabsichtigt Strom in der Wüste für Europa zu produzieren. Nein, erst soll “…Wüstenstrom in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) für den lokalen Bedarf beschleunigt produziert und dann auch auf dem Europäischen Markt angeboten werden kann.” Der Desertec Gründer freut sich sogar, dass die Wüste noch lebt! Sicher kein Ergebnis der Desertec Foundation aber um die Wüste geht es ja nicht, es geht um die gesamte Erde. Jetzt werden Lösungen für eine Welt mit Zehn Milliarden Menschen gesucht…

Ich bleibe dabei Dii oder Desertec ist der falsche Ansatz. Bereits vor sechs Jahren hab ich Desertec mit Malefiz verglichen und diese einfache Beschreibung gilt auch heute noch!
In 2009 war ich kreativ und hab den Namen “Dess iss Dreck” geboren und meine Grafiken noch mehr vereinfacht. Um anschließend eine Woche später auf eine “Micky-Maus” Grafik von Desertec mit meiner “potentiellen Solarmodulstandortgrafik” zu antworten.

Natürlich muss ich zugeben, dass die Grafiken von Dii viel schöner sind wie meine. So schön heile Welt! Wer in dreistelligen Milliardenbeträge rechnet hat natürlich eine andere Basis wie der Sonnenflüsterer. Bei meinem aktuellen Projekt geht es auch um dreistellige Beträge, allerdings Euro’s die von (fast) jedem aufgebracht werden können. Ich möchte nämlich keine Energielösung für 10 Milliarden Menschen die Sklaven einiger weniger Konzerne sind, sondern 10 Milliarden Menschen die sich einen Großteil ihrer Energie direkt von der Sonne besorgen. DIRVOSO könnte man dies vielleicht beim derzeitigen Abkürzungswahn nennen. Direkt von der Sonne!

Aus mit ausgestrahlt.de?

Stopp, keine Panik! So schlimm steht es mit meinen Freunden von ausgestrahlt nun doch nicht, aber der Kampf gegen atomar/fossile Kraftwerksbetreiber wird immer heftiger! Wer glaubt wir hätten schon gewonnen dem kann ich nur sagen, wir müssen verflucht aufpassen, dass die Konzerne sich nicht aus dem Staub machen und uns den Dreck und die Gefahren vor der Haustür hinterlassen.

Aktuelles Beispiel die Bergwerke die an Saar und Ruhr vor dreißig Jahren geschlossen wurden sollen geflutet werden. Bisher hat sich keiner um den Dreck gekümmert der in den Stollen rumliegt. Jetzt haben die Anwohner Angst, dass durch das nachströmende Wasser diese Umweltschäden ans Tageslicht kommen. Solche Umweltverschmutzungen müssen ans Tageslicht gebracht und auf Kosten der Konzerne beseitigt werden!

Aber um all die Themen um atomar/fossile Kraftwerke abzudecken bedarf es Peopel-Power und dies in ausreichender Anzahl. Es geht ja nicht nur um das Abschalten der restlichen neun Atomkraftwerke in Deutschland, sondern auch um die Unterstützung von internationalen Gruppierungen, der Unterstützung der Bürgerinitiativen die den Rückbau der Atomkraftwerke begleiten und letztendlich geht es ausgestrahlt um die Lagerung der hochradioaktiven Abfälle aus der unverantwortlichen Atomenergie. Da hat ausgestrahlt momentan ein Finanzierungsproblem seiner Mannschaft. Ausgestrahlt braucht Unterstützer!

Ich habe die Unterstützung von ausgestrahlt schon so oft in Anspruch genommen und kann deren Kompetenz und Hilfsbereitschaft nur in den höchsten Tönen loben. Hier eine kleine Auswahl wo der Sonnenflüsterer mit ausgestrahlt am gleichen Strang gezogen hat:

Gruppe Trio Plakataktion April 2009
Umzingelung Biblis April 2010Schluß Jetzt! August 2010
Abschaltparty July 2012
Energiewende Demo Oktober 2013, nochmal Energiewende… Februar 2014 und ihr glaubt es nicht Energiewende ohne Ende März 2014…

Deshalb meine Bitte überlegt euch ob ihr das Team um Jochen Stay mit einem monatlichen Beitrag unterstützen wollt. Das Geld ist gut angelegt. Wir brauchen starke Organisationen die sich in das Thema Ablösung der atomar/fossilen Energieerzeugung einmischen und stark ist das ausgestrahlt Team!

Null Grenzkosten

Es koschd nix, so würde man hier in Südhessen sagen! Mit Grenzkosten sind die finanziellen Mehraufwendungen gemeint die entstehen wenn ein Stück (z.B. eine Kilowattstunde Strom oder ein Handy) mehr produziert wird. Wenn dieses “Eine Stück” kaum was kostet dann spricht Jeremy Rifkin von “Null-Grenzkosten”.

Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft, ein Buch dass ich jedem empfehle der wissen möchte wie die Zukunft aussehen könnte. So sagt es Jeremy Rifkin!

Aber nur dann wenn wir es tatsächlich schaffen Erneuerbare Energien so voran zu bringen, dass atomar und fossile Energiegewinnung Geschichte ist. Da ich überzeugt bin, dass wir immer mehr atomare und fossile Kraftwerke stilllegen werden war ich enorm gespannt auf die Ideen des Visionärs. Ich bin nicht enttäuscht worden. Auch wenn ich das Buch erst zu zwei Drittel gelesen habe musste ich heute schreiben “Leute kauft das Buch und lest es”.

Jeremy versteht es weiter zu denken über Wahlperioden hinaus. Er denkt systematisch und zeigt auf wie sich die Welt verändern könnte oder noch schärfer ausgedrückt sie wird sich in diese Richtung verändern.

Die Untertitel des Buches weisen schon auf die Visionären Knackpunkte hin.

Das Internet der Dinge

Kollaboratives Gemeingut

Der Rückzug des Kapitalismus

An all diesen Dingen arbeite ich mit meinen bescheidenen Mitteln mit und Jeremy beschreibt die grandiosen Aussichten wenn wir zu “Null Grenzkosten” Menschen teilhaben lassen können! Mich mischt dieses Buch mal wieder mächtig auf und ich stelle Jeremy auf eine Ebene wie Hermann Scheer nur auf eine andere Art. Jeremy ist mehr wissenschaftlich und weniger politisch.

Für mich die größte Überraschung war die Erkenntnis dass wir auf dem besten Weg sind den Weltraum zu erobern. Ein Ziel dass ich in jungen Jahren at acta gelegt hatte. Wie sollten wir mit unseren lächerlichen Raketen jemals große Mengen an Materie auf andere Planeten unseres Sonnensystems bringen? Jeremy beschreibt diesen Schritt. Dabei nimmt er keine Hilfe in Form von Mutanten in Anspruch wie es damals bei Perry Rhodan war. Ich seh gerade die 2.787 Folgevon Perry Rhodan erscheint am 16. Januar 2015! In meiner aktiven Lesezeit hab ich die Romane zweihundert bis vielleicht vierhundert gelesen… Da muss ich noch lange Blogartikel schreiben um auf solch eine Bilanz zurückblicken zu können!

Auch wenn die von Jeremy beschriebenen Techniken (z.B. 3D-Drucker) nur ein kleiner Schritt sind, aber es könnte gelingen. Ich habe Hoffnung dass all diese Visionären Vorhersagen zum Wohle aller Menschen gelingen können.

Lasst und beginnen in kleinen Schritten. Baut Photovoltaikanlagen.

8 Tote pro Jahr sind o.k.! Aber…

Als praktizierender Atomkraftgegner möchte ich auch heute unser radioaktives Problem aus der Stromgewinnung aus der Atomkraft aufgreifen. In den nächsten Jahren werden ja in Biblis zwei Atomruinen zurückgebaut. Dabei fällt eine Unmenge an Material mit “leichter” Radioaktivität an. Dieses Material wird nach jetziger Rechtslage auf LKW’s verfrachtet und in Deutschland auf Mülldeponien verteilt. Die Genehmigung dafür basiert auf Grenzwerten die in Kauf nehmen dass es bei 100 Millionen Personen die der Strahlenbelastung ausgesetzt sind jährlich 10 Tote gibt. In Deutschland wären das acht Tote pro Jahr. Na ja acht Tote pro Jahr so viel ist das auch nicht oder?

Soweit die derzeitige Rechtslage. Wenn ich dem BUND Experten Werner Neumann seine Ausführungen zu dieser Strahlenbelastung anschaue wird mir schlecht! Er berechnet Werte von bis zu maximal 10.000 Tote pro Jahr. Dies ist ungefähr die Größenordnung die jährlich im Straßenverkehr sterben. Allerdings hätten die Menschen die durch Strahlen versterben keine Möglichkeit dies zu beeinflussen. Strahlung schadet ohne Ankündigung!

Wie kommt Werner Neumann zu seiner Zahl? Er hat als Experte vom BUND sich tief in die Materie eingearbeitet und als Einwendung zum Rückbau von Biblis schriftlich niedergelegt. Auf der Strahlentelex Seite wurden seine Berechnungen (pdf, Seite 1 bis 8) veröffentlicht. Aus meiner Sicht belegt er schlüssig dass systematisch das Risiko einer Krebserkrankung unterschätzt wurde. Er entlarvt den Trick durch viele kleine Faktorabweichungen ein Risiko kleinzurechnen.

Das dramatische ist: um in Summe das 1.000 fache…

Es setzt sich zusammen aus:

Faktor 10: Neubewertung des Risikofaktors der Strahlenbelastung
Als erstes zeigt Neumann auf, dass der rechtliche Wert auf Basis eines Strahlenbelastungswertes von 1977 (ICRP 26, 1977) basiert. Dieser wurde jedoch nach Tschernobyl um das zehnfache (BEIR-Bericht V 1990) erhöht.

Faktor 2: Wegfall des Dosis-Reduktionsfaktor
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat bereits im Jahr 2009 geschrieben dieser Reduktionsfaktor sollte nicht mehr angewandt werden!

 

Faktor 3: Aufrundens der Grenzwerte
Eine ganz billige Nummer ist das Runden von Werten. Üblich ist das kaufmännische Runden (0,5 wird auf 1 aufgerundet und 0,49 auf null abgerundet). In der Ableitung von Grenzwerten werden jedoch ganz andere Rundungen vorgenommen die in nachfolgenden Gutachten nicht berücksichtigt werden…

Faktor 5: höheren Gesamtanfalls von radioaktiven Abfällen
Die schwach radioaktiven Abfälle wurden zu Zeiten berechnet als noch keine Erfahrung mit dem Rückbau von AKW’s bestand. Durch den Atomausstieg werden die Mengen in Deutschland sich auf wenige “Hausmülldeponien” konzentrieren entsprechend steigt das Krebsrisiko.

Faktor X: Nicht-Berücksichtigung von allen Radionukliden
Man beschränkt sich auf die Messung nur einiger Radionuklide,
die man gut, schnell, einfach und kostengünstig messen kann
und unterstellt, dass damit auch
die nicht einfach, nicht schnell und nur sehr aufwändig messbaren anderen Radionuklide ausreichend erfasst wären.

Weiterhin benennt Neumann den Faktor 2 für zu geringen Dosisfaktor bei besonderen Risikogruppen und den Faktor 5 für zu geringe Transferfaktoren und willkürliches Anheben von Grenzwerten!

Natürlich sind dies alles nur “theoretische” Werte die Werner Neumann nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen hat. Dies ist immer so bei der Festlegung von Grenzwerten. Dem Betroffenen der sich mit Krebserkrankungen dann rumschlägt ist dies alles egal. Er trägt die Folgen dieser unverantwortlichen Stromgewinnung.

Als Beispiel möchte ich meine Operation vor gut 3 Jahren anführen. Mir wurde ein “gutartiger Darmtumor” entfernt. Natürlich kann auch ich nicht diese Erkrankung der jahrelangen Radioaktiven Strahlung vom 8 km entfernten Atomkraftwerk Biblis zuschreiben. Aber das Risiko war und ist da und aus meiner Sicht sollte es so gering als möglich gehalten werden. Deshalb geht mit dem strahlenden Müll sorglicher um wie bisher geplant. Ich werde auf jeden Fall den Rückbau der Atomruinen in Biblis weiter kritisch begleiten und danke Werner Neumann für seine akribische Aufarbeitung der aktuellen Situation.

2015 wird ein Gutes Jahr!

Denn wir schalten in Deutschland mindestens ein Atomkraftwerk (Grafenrheinfeld) ab! E.ON hat dies zumindest am 28.3.2014 hier angekündigt. Wer das Kleingedruckte liest weiß was solche Presseberichte Wert sind, nämlich nix! Aber trotzdem ich plane schon mal für den Mai ein Freudenfest! Nachdem vor mehr als drei Jahren (am 6.8.2011) die letzten Abschaltungen in Deutschland getätigt wurden bin ich Hoffnungsvoll!!!

Weiterhin hab ich noch Hoffnung, dass mit der Begründung der “mangelnden Wirtschaftlichkeit” (siehe E.ON Bericht :-) ) weitere AKW’s abgeschaltet werden. In Wikipedia werden je AKW zwei mögliche Abschalttermine geführt. Der eine Termin richtet sich nach einer Formel bezüglich der produzierten kWh und der andere nach dem Termin der im letzten Atomausstiegsgesetz vom 6.8.2011 festgelegt wurde. Bei Gundremmingen Block B läuft das Reststrommengen Kontingent am 3.1.2016 aus, da bestünde also Hoffnung noch in 2015 den Hebel umzulegen. :-)

Dass es immer anders kommt wie geplant kenne ich ja.

In Amerika wurde ebenfalls ein AKW (Vermont Yankee) nach 42 Jahren vom Netz genommen, weil es sich nicht mehr rechnet. Wohlgemerkt ein uraltes abgeschriebenes Atomkraftwerk “rechnet sich nicht mehr”.

Die Franzosen brauchen mal wieder länger und so genau wissen Sie es auch nicht! Na ja ein Freund der Franzosen war ich noch nie! Dies begründet sich auf die “Kernwaffentests auf dem Mururoa Atoll” die sich bis in die 90iger Jahre hinzogen… Fessenheim könnte 2016 dran sein. Mal sehen…

Währenddessen träumt die Deutsche Atomindustrie! Wie immer, es geht nur um die Kosten!

Wenn Heinz Seiffert der Meinung ist, in Deutschland wäre keine Endlagerung möglich, dann müssten eigentlich alle Atomkraftwerke in Deutschland sofort abgeschaltet werden. Denn nur unter der Voraussetzung dass die Lagerung des hochradioaktiven Mülls geklärt ist haben die Kraftwerksbetreiber eine Genehmigung erhalten… Aber natürlich ist dies nur als Geschwätz abzutun was Herr Seiffert da von sich gibt. Alleine die Begründung Deutschland würde französischen Atomstrom importieren ist so ein hanebüchener Quatsch! Seine wirren Äußerungen werden im letzten Satz zusammengefasst: Er will Förderung für neue Gaskraftwerke und “Anreize” (Übersetzung: Staatsgelder) für Speicher. Es geht immer nur ums Geld wenn solche Typen eine Plattform kriegen…

Ich bleibe dabei: Baut Photovoltaikanlagen auch in 2015. Es ist das Beste Mittel um den Großkonzernen und der GroKo Paroli zu bieten… Ich bin mir sicher, 2015 wird ein Gutes Jahr!

Mein dummer Stromzähler

Hallo hier bin ich wieder frisch aus dem Weihnachtsurlaub und schon wieder frustriert! Seit letztem Donnerstag versuche ich mit meinem “intelligenten Stromzähler” zu kommunizieren. Das hat bis heute nicht geklappt! Der scheint noch genau so blöd zu sein, wie letztes Jahr!

Liebe GroKo merkt ihr eigentlich, dass das “Stromzähler Chaos” schon da ist?
Nun gut, ich habe keinen Stromverbrauch von über 6.000 kWh im Jahr aber trotzdem hatte ich eigentlich vor, von Anfang an bei den intelligenten Stromzählern dabei zu sein…

Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet ja “intelligente Messsysteme” ab dem 1.1.2015! Nur leider fehlt die “technische Richtlinie”…

Schon im Jahre 2007 stellte der damalige Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) fest, “Die Ermittlung des Stromverbrauchs ist in Deutschland nicht auf der Höhe der Zeit”. Na und acht Jahre später ist der SPD Siggi mit der CDU Rauten Mutti an der Macht und es hat sich nichts geändert. Chaos pur!

Wie sollen wir die Bürger in “intelligente Messsysteme” investieren, wenn die Firmen keine verbindliche technische Richtlinie haben nach der sie produzieren können? Ich habe vor über zwei Jahren eine Batterie in meinen Keller installiert in der Hoffnung, dass sich bei der Intelligenz der Zähler (nicht der Politik!) was verbessert! Fehlanzeige bis heute!

Stillstand bei der Energiewende!

Die politischen Vorgaben müssen rechtzeitig kommen um mit einem zeitlichen Versatz von der Industrie umgesetzt zu werden. Die Installateure und Endkunden greifen dann gerne zu. Denn im Gegensatz zur Politik wollen die Bürger in eine saubere Energieversorgung investieren. Bei der Photovoltaik hat die Politik uns die Vormachtstellung schon gestohlen. Bei den intelligenten Messsystemen ist die Politik gerade dabei uns auch alle Zukunftschancen zu vermasseln…

Trotzdem wünsche ich allen Lesern ein frohes Neues Jahr und der Hinweis am Anfang des Artikels ich wäre frustriert war nicht richtig.

Ich bin motiviert bis in die letzte Faser meines Körpers. Erneuerbare Energien werden auch in 2015 ihren Siegeszug weiter gehen. Egal wie die GroKo uns in Deutschland behindert! Mir gehen da die wildesten Ideen durch den Kopf.

Packen wir es an! Baut Photovoltaikanlagen…

Haushaltsrede Bürstadt für 2015

Heute habe ich mal was lokales aus meiner Heimatstadt Bürstadt. Als Stadtverordneter schlage ich mich ja seit der letzten Kommunalwahl (19 %!) wieder durch. Da ich keine Mehrheitsmeinung habe ist dies natürlich mit viel unnützem Gerede verbunden. Am Mittwoch den 10.12. war es mal wieder so weit, dass wir den Haushalt der Stadt Bürstadt im Parlament diskutiert und beschlossen (ohne meine Stimme) haben.

Vor langer, langer Zeit dachte ich mal es wäre wichtig wenn ein Rederecht vorhanden ist. Inzwischen habe ich erfahren, dass dies nix nützt wenn keiner zuhört! So geschen an diesem 10.12… im Stadtparlament. Oh, verzeihung natürlich haben die Stadtverordneten aller Parteien zugehört. Der Jugendrat hat zugehört. Der Magistrat hat zugehört. Einige städtische Angestellte haben zugehört und die Presse hat zugehört…

Genützt hat es nichts da es keine Diskussion noch nicht einmal einen Zwischenruf zu meiner Rede gab. Ich hab gebabbelt danach wurde der Haushalt mit der Stimmenmehrheit von CDU/FDP durchgewunken. Vor meinem Redebeitrag ging es eigentlich ganz lustig zu. Warum nach meiner Rede so ruhig war weiß ich nicht und ich weiß auch nicht ob ich es überhaupt wissen will…
Die Bürstädter Zeitung hat mich zwar in einem Satz erwähnt aber wie gewohnt den Sinn nicht so richtig erfasst!

Aber für diejenigen die es interessiert, hier meine Haushaltsrede 2015 mit persönlichen Anmerkungen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bleibe dabei, wie im letzten Jahr, ich habe eine andere Auffassung über “Haushalten” wie Sie.

Eine Vorlage die mit einem Millionen Minus abschließt ist nicht haushalten!
Ich bin nicht bereit hier mit Sparvorschlägen aufzuwarten und in tausend Euro Schritten mit Ihnen zu diskutieren.
Sie die Regierungsparteien (CDU/FDP) sollten die Oppositionsparteien einbinden und einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.
Schließlich vertritt die Opposition gemeinsam 46% der Bürger. Wir können dann gerne gemeinsam über Mehrausgaben (auf Kredit!) reden.
So wie Sie es aber anlegen habe ich keinen Beratungsbedarf.

Ich habe auch eine andere Auffassung wie man an Geld von der Landesregierung rankommt.
Frau Schader ich möchte nicht, dass Sie in Wiesbaden betteln gehen. (In einem Zeitungsartikel wurde die Bürgermeisterin zitiert – sie würde um jeden Pfennig bei der Landesregierung betteln!)
Zeigen Sie auf was wir in Bürstadt leisten und sprechen sie entsprechende Fördertöpfe an, aber bitte betteln sie nicht. Jedenfalls nicht in meinem Namen!

Auch Ihre Bemerkungen wenn Alexander Bauer es in Wiesbaden „Pudding regnen“ lässt, müssten wir mit Löffeln bereitstehen empfinde ich nicht als angemessen. (auch dies ein Bürgermeisterinnen Zitat!)

Herr Bauer soll sein Mandat zum Wohl des Landes Hessen ausführen aber nicht um Vorteile für seine Heimatstadt. Wir sollten uns auf Bürstädter Stärken besinnen und die Schielerei auf Förderungen oder sogar Bettelgelder einstellen.

Ich habe auch eine andere Auffassung wenn es um 60.000 Miese beim Pur-Konzert geht.
Der Kulturbeirat war optimistisch und wurde von den 60.000 Euro Defizit überrascht. Sie als CDU/FDP planen aber absichtlich ein Millionen-Defizit! Sie handeln also mit Vorsatz.
Das betrachte ich als viel schlimmer wie das ungeplante Pur Defizit!

Sie beschließen Wohngebiete im Boxheimer Hof und ignorieren die absehbaren Mehrkosten die für solch ein Wohngebiet entstehen werden. Siehe aktuell 250.000 Euro außerordentliche Ausgaben für einen „Waldweg“ Richtung Boxheimer Hof

Sie erhöhen Steuern und passen Bürstädter Satzungen, an „Mustersatzungen“ an. Unsere Anmerkungen wischen sie als Populistisch vom Tisch. Wir sind aber keine Musterstadt sondern wir leben in Bürstadt!
Sie beschließen Satzungen mit einem Ordnungswidrigkeitskatalog, sind in der Verwaltung aber nicht in der Lage bei den Gehwegparkern diese Gelder für die Stadtkasse einzufordern. Mit diesen Satzungen wird Aktivität vorgegaukelt wo nichts ist.

Sie schaffen es sogar, die aktuell noch in Diskussion befindlichen “Gemeinde Hartz IV Almosen”, als Erfolg für Bürstadt zu kommunizieren. Wenn Bürstadt dank des Kommunalen Finanz Ausgleiches Geld bekäme, dann nur weil unsere Einnahmensituation im Vergleich zu anderen Gemeinden miserabel ist. Diese Situation haben wir aber einer jahrzehntelangen verfehlten CDU Politik in Bürstadt zu verdanken.
Es gibt also nix zu feiern wenn wir Geld über das KFA bekämen.

Da ich ein ewiger Optimist bin vielleicht zum Schluss doch noch ein Hinweis bezüglich Flüchtlingsunterkünfte.
Die Baugenossenschaft sieht laut Zeitungsbericht keinen Wohnungsbedarf in Bürstadt.
Vielleicht sollte die Stadt sich zusammen mit der Wohnungsbaugenossenschaft für den Bau von Häusern für diesen Menschen einsetzen.
Die Wohnungsbaugenossenschaft hat das wirtschaftliche Gespür was der Stadt fehlt und vielleicht wäre es ein schönes Projekt für bürgerliches Engagement wenn wir diesen Menschen helfen könnten.

Ansonsten werde ich dem Haushalt nicht zustimmen und bitte Sie, hören sie auf über unsere Verhältnisse zu leben und hören sie auf für Bürstadt zu betteln.