Integrierte Lebensmittel und Energiesysteme

Einer meiner Weggefährten hat sich den nächsten Schritt der Energiewende vorgenommen. Franz Schreier möchte auf der gleichen Fläche Lebensmittel produzieren und Energie produzieren! Die Motivation holt sich Franz nicht nur aus seiner Einstellung gegen Atom sondern er möchte nach Peak Oil auch noch Lebensmittel kostengünstig und in notwendiger Menge erzeugen. Dass dies eine andere Landwirtschaft benötigt wie wir sie heute haben dürfte jedem klar sein. Auf dem Metropolsolar Kongress “Voller Energie 2013″ waren Franz und ich im selben Forum und durften unsere neuesten Erkenntnisse und Praxiserfahrungen vorstellen. Ich berichtet von meiner Batterie und Franz von seinem “Gewächshaus” Projekt. Mal ganz abgesehen davon, dass in einer Stunde vier Referenten angekündigt waren hätte Franz (ich natürlich auch :-) ) alleine die Stunde füllen können. Ich hatte jedoch schon meine Folien auf das notwendige reduziert Franz aber schöpfte aus dem vollen. In 75 Folien erklärt er seinen aktuellen Stand. Ich finde es zukunftsweisend was Franz da beschreibt. Er erzeugt in seinem Gewächshaus Strom läßt Nahrungmittel (Pflanzen) wachsen und zieht auch noch Fische groß. Diese sind ebenfalls zum Verzehr gedacht. Diese intelligente “Mehrfachnutzung” von Fläche wird die Zukunft sein. Auch wenn momentan nur der erste Prototyp bei uns im Kreis Bergstraße steht so bin ich doch zuversichtlich, dass demnächst noch mehr entsteht. Denn eines dürfte jedem klar sein:

Energie ist Luxus aber Nahrungsmittel sind absolut notwendig!

Langfristige Tages/Stunden Solarprognose

Wer beim Wetter in die Zukunft schauen möchte ist ziemlich alleingelassen. Vor allem wenn es mehr wie zwei Wochen sind dann finden sich keine belastbaren Werte wie hoch z.B. die Sonneneinstrahlung sein wird. Was müsste man aber tun wenn man den Tagesertrag meiner Photovoltaikanlage für den 15.5.2014 berechnen sollte? Wie es die Energieversorger (EVU) tun möchte ich mal erläutern.

Nehmen wir mal an das EVU geht von einem Jahresertrag von 1.000 kWh aus. Idealerweise (auch um leichter rechnen zu können) ordne ich diesem Ertrag eine installierte Leistung von einem kWp zu. Jetzt geht es auf die unterjährige Verteilung. Nur als Exkurs, bei Biomasse gehen die EVU von einer Grundlast aus egal zu welcher Jahreszeit und Uhrzeit! Bei Windenergie und kleiner Wasserkraft haben sie einen Wert je Monat und diesen aber ebenfalls rund um die Uhr.

Nur bei der Photovoltaik da haben sie Viertelstunden Werte! Da diese Werte natürlich gemittelt sind kommen in diesen “Einspeiseprofilen” keine Spitzenwerte vor. Bei dem Einspeiseprofil welches mir vorliegt ist der Maximal Wert unter 55% für den gemittelten Stundenwert! Dies ist natürlich Quatsch denn eine Photovoltaikanlage kann diesen Wert ohne weiteres übertreffen. In der Vorhersage natürlich nicht! Denn um in meinem Beispiel zu bleiben kann der 15.5.2014 sonnig sein oder aber bedeckt! Seriöse Daten welches Wetter aber in einem Jahr genau an diesem Tag herrscht kann Gott sei Dank (noch?) niemand sagen.

Ich habe also diese Viertelstunden Werte je Monat als erstes mal zu Monatswerten aufaddiert.
Lastgang Jahr Prozentverteilung
Damit kann ich mit meiner 8,88 kWp Photovoltaikanlage natürlich noch wenig anfangen. Deshalb rechne ich mal aus, von was die EVU’s so ausgehen was ich am 15.5.2014 für einen Photovoltaikertrag haben werde!
Lastgang Monatsertrag
Auch hier erkennt man nur, daß im Mai 2014 mit einem täglichen Ertrag von 37 kWh zu rechnen ist! Erst wenn ich die Stundenwerte (aus den Viertelstunden Einspeiseprofilen erzeugt) anschaue, könnte ich mir einen Stromertragsplan für meine Photovoltaikanlage ausgeben!
Lastgang Tagesverteilung
Damit könnte ich jetzt (heute am 15.5.2013!) eine Stunden genaue Planung für den 15.5.2014 machen. Zum Beispiel wann ich eine Waschmaschine voll Wäsche im 60 Grad Waschgang mit meinem eigenen Photovoltaikstrom zum laufen bringen könnte!
Klar wird jetzt jeder sagen, so was kann nicht funktionieren. Tut es auch nicht.

Jedenfalls nicht im kleinen Stil auf der Ebene eines Hauses/einer Photovoltaikanlage, aber und da werden diese Einspeiseprofile eingesetzt, auf der Ebene eines ganzen Verteilnetzbetreibers. Das ganze ist natürlich eine fürchterliche Krücke und hat sicherlich nichts mit den tatsächlichen Einspeisewerten am 15.5.2014 zu tun. Für die Statistik und die langfristige Einkaufsplanung werden diese Werte aber anscheinend verwendet.
Heute hab ich mal richtig Mitleid mit den EVU’s…

Energiesparen mit dem Stromspeicher!

Nachdem ich ja meine Photovoltaikanlage “repowert” habe und mit der Batterie meinen Stromverbrauch ziemlich gut untersuchen kann habe ich einen weiteren Schritt zu meiner Energieautonomie unternommen. Auslöser waren die Untersuchungen meines Stromverbrauchs anhand der Statistiken die bei der Sonnenbatterie ausgewiesen werden.

Ich habe eine neue Kühl Gefrierkombination gekauft! Natürlich mit A+++ !

Da meine alte Kühl Gefrierkombination schon 23 Jahre alt war konnte ich den Austausch ruhigen Gewissens tätigen. Auch wenn die “Alte Kiste” noch funktionierte!

Für meine Vorträge habe ich eine Folie zum Thema erstellt:
Neuer Kühlschrank spart Strom

Die linke Grafik zeigt den Stromverbrauch am 17.4.2013 dem letzten vollständigen Tag meiner alten Kühl/Gefriertruhe. Rechts der erste vollständige Tag der neuen Truhe.

Zu beachten ist die blaue Kurve die den Stromverbrauch des Hauses anzeigt. Zur Veranschaulichung habe ich in beide Grafiken einen gleich großen roten Balken gesetzt. Man erkennt, dass die neue Truhe nachts (z.B. 2 Uhr) viel gleichmäßiger einschalten und auch nicht so viel Strom verbraucht wie die alte Truhe. Der gemessene Verbrauch der alten Truhe lag bei 600 kWh im Jahr! Die  neue soll laut Produktbeschreibung mit 205 kWh auskommen. Damit würde ich 400 kWh Strom im Jahr sparen! Bei meinem “Luxusverbrauch” sind das gut 10% des Jahresverbrauchs!

Was mich allerdings ärgert war die Erkenntnis, dass 2012 nur knapp 8% der verkauften Kühl/Gefriertruhen Geräte mit A+++ waren. Es gibt also noch viel zu tun.

Fossile Energien werden teurer, oder auch nicht?

Bisher ging ich immer davon aus, dass Öl, Gas und Kohle immer teurer werden. Nach Peak Oil (oder Peak Kohle/Gas) wenn die Nachfrage die Förderung übersteigt bin ich immer davon ausgegangen, dass der Preis steigt. “Natürliches” Marktgeschehen eben. Wenn die Ware zur Mangelware wird steigt der Preis. Gerade eben bin ich in dieser Annahme verunsichert!

Denn wir wollen ja dass die Klimaerwärmung maximal 2 Grad betragen soll. Weltweit versteht sich! Wobei ich gerade lese, dass Angela Merkel diese Ziel schon nicht mehr für erreichbar hält! Na ja ist ja auch wurscht, jedenfalls wird es eine Begrenzung der Klimaerwärmung geben MÜSSEN. Egal was Angela so sagt und egal wie diese Begrenzung definiert/beschlossen wird.

Jetzt sitzen aber unsere großen Aktiengesellschaften auf einem Riesen großen Berg von gespeichertem CO2! Da spielt es keine Rolle ob Kohle, Gas oder Öl. Es spielt auch keine Rolle ob diese Ressourcen für die Stromgewinnung oder für Wärme verbrannt wird. Gefördert und verbrannt bedeutet ein weiterer Anstieg des CO2 Gehaltes in der Luft!

Wenn wir also jemals eine weltweite Vereinbarung haben um welchen maximalen Wert sich die Klimaerwärmung erhöhen darf wird klar sein, dass nicht alle in den Büchern dieser Konzerne stehenden “Vorräte” verbrannt werden dürfen. Jeder Konzern wird aber versuchen “seine” Vorräte noch schnell zu Dollars zu machen. Wird deshalb nicht der Preis sinken? Hohes Angebot und niedrige Nachfrage wären dann doch die klassische Situation für fallende Preise?

Jeder kann sich natürlich ausrechnen, dass die Aktionäre der Konzerne “not amused” sein werden und die Vorstände alle Hebel in Bewegung setzen werden um ihre “Vorräte” zu Cash zu machen. Sie werden die Erneuerbaren Energien bekämpfen. Mit Geld, mit Lügen, mit Verleumdungen, mit Bestechung, mit allen legalen und illegalen Mitteln. Darauf können wir uns schon einstellen.

Es wird deshalb um so wichtiger sein eine Lösung zu finden die den Kohlenstoff in der Erde läßt! Sowohl in Ecuador als auch in Bürstadt gibt es keine all zu Große Hoffnung, dass wir es schaffen. Entscheidend wird der Preis für das Öl sein und ob der Preis für Öl tatsächlich steigen wird, da bin ich mir heute nicht mehr so sicher…

Alle wollen nur mein Bestes!

Ja sie wollen alle mein Geld! Für die tollsten Dinge!

Aber der Reihe nach. Mein Briefkasten war mal wieder voll mit persönlichen Anschreiben. Ich fange mal mit dem Anschreiben an welches in Ordnung ist denn bei dieser Firma bin ich schon Kunde und ich könnte mir auch eine weitere Beteiligung vorstellen. Wenn ich das dazugehörige “Kleingeld” verfügbar hätte.
SolarArt

Die Firma Solarart bietet die Beteiligung an einem Solarkraftwerk in Kroatien an. Der Zinsertrag kann bis zu 8% betragen. Der prognostizierte Ertrag je kWp liegt bei 1.400 kWh fast 50% mehr wie im “Sonnenarmen” Deutschland! Ich möchte nicht näher auf das Projekt eingehen auf jeden Fall würde ich mich für dieses Projekt interessieren “wenn ich investiern könnte”! Kann ich aber im Moment nicht. Wer sich informieren möchte kann dies hier tun. (Man beachte die Sparte “U35″ unter der Rubrik Produkte. Das freut mich als Ü50ziger dass es jetzt auch was für jüngere gibt.

Das zweite Kuvert machte mich auch noch neugierig. Hier bieter die Firma GrüneWerte Energie GmbH ebenfall Beteiligungen an.
Grüne Werte
GrüneWerte Energie Gmbh spricht von 5,5% Zinsen die ansteigen bis auf 10%! Ich kenne die Firma nicht würde ein Invest aber nicht ausschließen. Natürlich würde ich mich erst einmal ordentlich informieren. Auch wenn mich die Homepage als erstes mal abschreckt! Die ansteigende Zinsen begeistern mich nicht…

Wenn die zwei Angebote nicht gleichzeitig im Briefkasten gewesen wären, hätte das dritte Anschreiben von der Krüger Gruppe sofort seinen Weg in die Papier Recycling Tonne gefunden. Aber so möchte ich dieses Investitionsangebot euch nicht vor enthalten: 14% Ausschüttung sind doch goldige Aussichten, oder?
Krüger Gruppe
Für mich jedenfalls nicht! Spätestens nachdem ich die Homepage aufgerufen hatte und sehe, dass die auch in Öl und Gas investieren sag ich nö danke. Dann lieber bei SolarArt mit ein paar Prozentchen weniger investieren!

Aber was uns zu denken geben sollte:

Wenn wir in unseren “ökologische sinnvollen” Projekten immer eine niedrigere Rendite haben wie die konventionellen. Wie soll dann die Energiewende funktionieren? Das Vermögen wird dann doch immer bei denen bleiben die heute schon viel haben!

Ist PV Eigenverbrauch ungerecht?

Zu diesem Thema habe ich schon einmal geschrieben aber diesmal möchte ich provokativ feststellen wir Eigenverbraucher von Solarstrom werden ungerecht behandelt. Wir liefern Strom (z.B. 1 kWh) in das öffentliche Netz und wenn wir diese 1 kWh etwas später wieder aus dem Netz entnehmen zahlen wir mehr wie wir bekommen haben. Ich empfinde dies zumindest als ungerecht da ich das Invest für die Produktionsanlage getätigt habe und auch das Risiko trage. Wie ich im Detail zu dieser Aussage komme möchte ich anhand einer Umfangreichen Präsentation demonstrieren:

Zu jeder Folie habe ich eine kurze Erläuterung. Sollte ich etwas falsch sehen würde ich mich über Rückmeldungen freuen.

Folie 1: Auf dieser Folie sieht man die drei Ebenen die eine Rolle spielen. Oben links das Mittelspannungsnetz (braune Linie) die in der bisherigen Welt (ohne Erneuerbare Energien) immer den Strom an das Niederspannungsnetz (lokale Netz in grün) an einer Übergabestation anlieferte. Die Bewohner der Häuser waren “nur” Verbraucher keine Erzeuger.

Folie 2: Jetzt gibt es aber plötzlich Verbraucher die auch Storm erzeugen möchten! Das Haus unten links installiert eine Photovoltaikanlage.

Folie 3: Wenn jetzt die Sonne scheint…

Folie 4: produziert diese Photovoltaikanlage…

Folie 5: eine Kilowattstunde Strom.

Folie 6: Dies bedeutet, dass eine Kilowattstunde Strom weniger vom Mittelspannungsnetz abgenommen wird!

Folie 7: Diese eine Kilowattstunde “versickert” im regionalen Niederspannungsnetz. In irgendeinem der Häuser wird diese Kilowattstunde verbraucht. Wer diesen Solarstrom verbraucht kann nicht festgestellt werden. Wichtig ist aber, dass der Solarstrom so lange im Niederspannungsnetz verbraucht wird, bis die Summe aller Solarstromproduktionen, den momentanen Stromverbrauch überschreiten. Erst dann würde ein Stromexport in das übergeordnete Mittelspannungsnetz erfolgen. Diese Betrachtung schalte ich erst einmal aus, weil diese Situation derzeit noch nicht (zumindest bei mir in Bürstadt) und wenn dann nur wenige Stunden im Jahr vorkommen könnte.

Folie 8: Jetzt schauen wir uns den Stromverbrauch im PV-Haus an der in der Nacht erfolgt.

Folie 9: Wenn jetzt Strom benötigt wird kann der Solarbetreiber den Strom nicht von der PV Anlage beziehen!

Folie 10: Dieser Strom wird aus dem lokalen Stromnetz bezogen und …

Folie 11: diese Kilowattstunde Strom muss aus dem Mittelspannungsnetz bezogen werden.

Folie 12: Hier möchte ich eine Bilanz des Stroms vornehmen.

Folie 13: Unbestritten wurde eine Kilowattstunde vom Mittelspannungsnetz geliefert.

Folie 14: Eine Kilowattstunde wurde von einem der Verbraucher im Niederspannungsnetz verbraucht!

Folie 15: Der Bewohner des “PV Hauses” hat eigentlich keine Kilowattstunde verbraucht die irgendjemand geliefert hat! Er hat eine Kilowattstunde eingespeist und eine entnommen. In Summe null Kilowattstunden!

Folie 16: Jetzt möchte ich die Transportbilanz aufstellen.

Folie 17: Die Solarenergie wurde direkt vor Ort, regional auf die Solarmodule angeliefert :-) !

Folie 18: Die produzierte Kilowattstunde wurde im Niederspannungsnetz transportiert.

Folie 19: Verbraucht wurde diese Kilowattstunde regional, vor Ort in einem elektronischen Gerät.

Folie 20: Nachts muß natürlich der benötigte Strom im “PV Haus” vom Mittelspannungsnetz ins Niederspannungsnetz transportiert werden.

Folie 21: Was wurde jetzt eingespart?

Folie 22: Das Mittelspannungsnetz musste nur eine Kilowattstunde Strom liefern. Wir ersparen uns also “Übertragungskapazität” denn dieser Strom wird ja von irgendwoher geliefert. Aus meiner Sicht, ist dies eine echte Einsparung!

Folie 23: Jetzt möchte ich eine Kostenbilanz aufstellen. Der Einfachheit halber habe ich den lokalen Netzbetreiber mit dem Energieversorger gleichgesetzt. Denn wenn ich jetzt noch die unterschiedlichen Stromlieferanten ins Spiel bringen wird es wieder unübersichtlich und genau dies wollen ja die großen Konzerne. Strom soll nicht durchschaubar sein…
Der Stromverbraucher zahlt für seine verbrauchte Kilowattstunde 27 Cent. Also vollkommen unbeteiligt an der ganzen Verrechnung.
Der PV Anlagenbesitzer zahlt für seine Kilowattstunde ebenfalls 27 Cent erhält aber für seine gelieferte Kilowattstunde “nur” 19 Cent (16 Cent EEG und 3 Cent Umsatzsteuer). Es gibt also drei Rechnungen!

Folie 24: Der Lokale Stromnetzbetreiber hat also 35 Cent auf seinem Konto!

Folie 25: Der Photovoltaikanlagenbesitzer hat eine Kilowattstunde Strom geliefert und eine verbraucht. Auf seinem Bankkonto hat er aber ein Minus von 8 Cent!!!

Folie 26: Derjenige der nichts getan hat darf natürlich für seine Kilowattstunde 27 Cent zahlen…

Ich bin der Meinung, der PV Anlagenbesitzer muß berechtigt werden einen rücklaufenden Stromzähler zu installieren. Bei meiner PV Anlage würde dies bedeuten ich produziere im Jahr ca. 9.000 kWh Strom und ich verbrauche 3.500 kWh in meinem Haus. Dann bleiben noch 5.500 kWh Strom über für die ich eine EEG-Vergütung erwarte. Sonst nichts! Ich möchte keine Strom mehr kaufen müssen schließlich produziere ich mehr wie ich verbrauche. Warum sollte ich also theoretisch Strom einkaufen??? Jetzt freu ich mich auf eine rege Diskussion…

LED Beleuchtung

Seit ich meine “Alte PV Anlage” repowert habe und meinen geilen Solarstrom selbst nutzen darf, bin ich ganz heiß auf Energieeinsparung! Heute möchte ich das Ergebnis eines Leuchtmitteltauschs beschreiben. Unterstützt wurde ich durch den europäisch agierenden LED Fachhändler LEDHUT der mich jederzeit top beraten hat. Die haben auch einen informativen Blog zum Thema LED der empfehlenswert ist. Der heutige Beitrag beschränkt sich auf unser Wohnzimmer in dem an der Decke bisher 5 Halogenlampen mit je 50 Watt hingen. Diese Stromschlucker hab ich durch 5 warmweiße LED Strahler ersetzt die zusammen nur noch 20 Watt verbrauchen! Jetzt ist natürlich die Frage ob es ich seit dieser Zeit im dunkeln gut munkeln läßt oder ob die LED Strahler tatsächlich hell strahlen. Dazu habe ich vorher/nachher Fotos gemacht. Sehr selbst:

Da ich das komplette Wohnzimmer nicht auf Bild bekommen habe, gibt es einen Vergleich der rechten Seite und der linken Seite. Vor allem auf der linken Seite kommen die aus meiner Sicht besseren Lichtverhältnisse voll zur Geltung. Das erste Foto ist jeweils mit den Halogenlampen gemacht und das folgende Foto mit den LED Strahlern.
Wenn ihr zwischen den Bildern drei und vier hin und her blättert erkennt ihr am besten die verbesserte Beleuchtung. Dass die Wände “grünlich” schimmern hängt nicht an den Leuchten sondern daran, daß unsere Wände tatsächlich sanft grün gestrichen sind. Bei Bild drei sind auch die Schatten hinter der Uhr und die hellen Stellen an der Wand durch die Halogenleuchten zu erkennen. Bei den LED gibt es solche hellen “hot spots” nicht. Natürlich kann auch in die LED weder hinein fotografiert noch reingesehen werden. Aber die Lichtausbeute ist aus meiner Sicht viel harmonischer wie mit den Halogenstrahlern. Dieser erste Test ist jedenfalls voll für die LED’s augegangen. Wie hoch allerdings die Einsparung durch die stromsparenden LED sein wird kann ich nicht sagen. Vor allem weil wir abends wenn wir auf der Couch sitzen die Deckenfluter als indirekte Beleuchtung (300 Watt!) nutzen. Leider gibt es für diesen Deckenfluter noch keine LED Leuchtmittel. Aber die Diskussion für eine neue Energiesparende LED Beleuchtung ist bei uns im vollen Gange. Wer meine Vorträge schon besucht hat weiß Bescheid. Bei der täglichen Klimakonferenz am Kaffeetisch wird heftig diskutiert ob wir nicht die alte Stromschleuder rausschmeißen. Ich halte euch auf dem laufenden.
Wenn Silke bügelt dann ist sie jedenfalls vom Licht der LED’s begeistert und dass ist doch die ganze Sache schon alleine Wert. Die nächsten Aktionen sind zwei indirekte Lampen im Esszimmer durch LED zu ersetzen und dann noch die Lampe im Esszimmer (6 Halogenlampen zu je 50 Watt) durch LED’s zu ersetzen. Dafür benötige ich allerdings noch Zeit. Denn die LED’s verbrauchen so wenig Strom, dass auch der Transformator ausgetauscht werden muß! Beim alten Transformator flackern die LED’s weil zu wenig Strom verbraucht wird. Aber auch dies kriege ich zusammen mit der LEDHUT Hotline in den Griff. Jedenfalls nochmals vielen Dank an alle Fachleute von LEDHUT ihr habt einen tollen Job gemacht! :-)

Schaltet doch endlich Atomkraftwerke ab!

Nachdem ich gestern meine Strombilanz des ersten Quartals veröffentlicht habe möchte ich einen Artikel zum Stromexport 2012 der Bundesrepublik schreiben. Seit sechs Jahren exportieren wir mehr Strom wie wir über die Stromleitungen in unser Land holen. In 2012 waren es laut dem statistischen Bundesamt 22,8 Terawattstunden Strom. Die Photovoltaik produzierte ganze 28 TWh in 2012 und die PV wird oft auch als Auslöser für den hohen Stromexport im Zusammenhang mit der Windenergie genannt. Natürlich sehe ich dies ganz anders!

Schaltet endlich weitere Atomkraftwerke ab. Ich sehe es nicht ein, daß wir gesellschaftlich das Risiko tragen damit Konzerne weiterhin Milliarden scheffeln. Wenn andere Länder Strom benötigen können sie gerne in Erneuerbare Energien investieren. Unsere Firmen (soweit sie noch nicht Pleite sind!) stehen gerne bereit. Ich schlage mal vor die beiden ältesten Atomkraftwerke Grafenrheinfelden und Grundremmingen B sofort abzuschalten. Die wissen sowieso nicht wohin mit Ihrem Atommüll. Zusammen haben die beiden AKW’s 20,968 Terawattstunden Strom in 2012 produziert. Wir hätten also immer noch einen Export Überschuß von 2 Terawattstunden in 2012 gehabt. Die strahlenden Kraftwerke sollten sowieso 2015 und 2017 abgeschaltet werden. Herr Altmaier sollte mal eine Atommüll-Bremse diskutieren/Twittern. Dann bekäme er sicherlich auch einen Candy-Storm und nicht wie momentan (Berechtigterweise!) gerade mal wieder einen Shit-Storm.

Da die Grünen (ich weigere mich diese Bezeichnung auf mich gelten zu lassen – trotz meiner Mitgliedschaft!) in Ihrem Wahlprogramm weder Atom noch Uran noch Forschungsgelder für Atomkraft problematisieren empfehle ich die aktuelle ausgestrahlt Aktion. Schenkt den Grünen eure ausgelatschten Turnschuhe. Sie haben es verdient!

Strombilanz erstes Quartal 2013

Dass durch den Stromspeicher in meinem Haus sich der Einkauf von Strom reduziert hab ich ja bereits in meinem letzten Artikel geschrieben. Jetzt habe ich allerdings das erste Quartal 2013 an Produktions-, Verkaufs- und Verbrauchszahlen in meinem Haus vorliegen. Für uns ist es enorm spannend, auch wenn viele der Aussagen einfach zu erwarten waren, aber seitdem wir den Stromspeicher im Haus haben ist Stromsparen ein Thema. In unseren Verbrauchszahlen kann dies aber noch nicht abgelesen werden. Zu vielfältig sind die Einflussfaktoren auf den Stromverbrauch. Als vollkommen unkalkulierbar schätze ich den unregelmäßigen Gebrauch der privaten Sauna ein. Ich vermute mal einen Verbrauch von ca. 10 kWh je Saunanutzung, wobei ich dies noch nicht gemessen habe. Aber wie so oft schon von mir angedeutet mein Engagement für saubere Energie werde ich nicht so weit treiben, dass ich auf irgendwelche Vergnügen verzichte. Im Gegenteil ich genieße sie!

Jetzt zu den Zahlen. Wir verbrauchen ziemlich konstant je Monat 325 kWh Strom (Jan. 329, Feb. 325, März 328). Wie der Stromverbrauch sich auf das Jahr verteilt ist mir nicht bekannt. Aber ich werde es ja im Laufe des Jahres sehen. Fürs erste hab ich mal eine Grafik erstellt die je Monat die PV Produktion dem Verbrauch gegenüber stellt. Des weiteren kann der Eigenverbrauch und der Export angesehen werden.
Produktion 2013 Quartal 1

Wenn man sich den Januar und Februar anschaut, erkennt man warum ich erst nach drei Monaten die Statistik veröffentlicht habe. Die ersten beiden Monate sind einfach zu deprimierend wenn man sich die Stromproduktion anschaut. Aber wenn keine Sonnenproduktion stattfindet kann auch im eigenen Haus nix verbraucht werden. Aber im März ist zu erkennen, daß bereits 193 Kilowattstunden im eigenen Haus verbraucht wurden. Mal gespannt wie es die nächsten Monate weitergeht. Momentan jedenfalls scheint die Sonne und der Geschirrspüler läuft. Natürlich nur mit Sonnenenergie!

Die Batterie wirkt!

Die ersten Auswirkungen meiner repowerten Photovoltaikanlage machen sich bemerkbar. Völlig überraschend habe ich eine Stromrechnung von meinem Ökostromlieferant Naturstrom erhalten.
Die letzte Abrechnung hatte ich erst im September 2012 erhalten. Weshalb jetzt schon wieder abgerechnet wird erschließt sich mir nicht. Aber es freut mich dass mein theoretischer Jahresverbrauch sich reduziert hat! Die monatliche Abschlagszahlung reduziert sich um 10 Euro!

Verbrauchssenkung

Natürlich sind viele Veränderungen im Haus dafür verantwortlich aber sicherlich auch schon ein wenig die repowerte Photovoltaikanlage und die Batterie. Zumindest ist es erfreulich, dass mein Stromkauf jetzt nach und nach weniger wird. Die ersten Stromsparmassnahmen habe ich ja bereits in Angriff genommen. Eine effizientere Zirkulationspumpe und den Einsatz von LED Lampen. Dazu gibt es demnächst mehr Infos. Mein Ziel liegt jedenfalls bei 1.500 kWh pro Jahr zu erreichen. Mal sehen bis wann ich brauche um dieses Ziel zu erreichen. Angestrebt wird spätestens das Jahr 2015!