Kategorie-Archiv: Allgemeines

Das Energie Autonomie Haus

Ich habe mal wieder für MetropolSolar Rhein-Neckar e.V. am Freitag, den 31. Oktober um 19 Uhr ein MPS Energie Gespräch Bergstraße organisiert. Das Energie Gespräch findet im Restaurant „Am Stadtgraben“ in Heppenheim, Gräffstraße 8 statt.
Thema “Die Politik versagt, die Bürger machen die Energiewende jetzt selbst – Beispiel das Energie-Autonomie-Haus“.
Referent ist Dr.-Ing. Peter Kosack von der TU Kaiserslautern.

Auch bei diesem Bergsträßer Energiegespräch werde ich einen “Pecha Kucha” Vortrag halten. Keine Angst wer sich darunter nicht vorstellen kann, es tut nicht weh und dauert nur 6:40 Minuten. Der Pecha Kucha Vortrag gibt einen Überblick was mich momentan energetisch bewegt aber auch was jeder machen kann um dem Ziel 100% Erneuerbare Energien näher zu kommen.

Nach dem Vortrag von Peter Kosack gibt es Gelegenheit zu Diskussion mit fließendem Übergang zu Stammtischgesprächen bei Essen und Trinken.

MetropolSolar Rhein-Neckar e. V. lädt bereits zum 6. Mal in Zusammenarbeit mit dem „Sonnenflüsterer“ Erhard Renz aus Bürstadt zum MPS Energie Gespräch ein. Der Verein ist ein finanziell und politisch unabhängiges Netzwerk für 100% Erneuerbare Energien in der Region.

Damit wir besser planen können, bitte unbedingt anmelden oder per Mail an erhard.renz (ät) t-online.de.

 

Bürgerkonvent

Am Wochenende war ich in Fulda beim 1. Bürgerenergie-Konvent vom Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn). Es erinnerte mich ein wenig an die Regiosolar Veranstaltungen die ich im Laufe meines sonnigen Lebens schon erlebt habe. Begonnen hat Regiosolar 2004 in Berlin später dann 2008 in Marburg oder 2009 in Erfurt. Es gab jährliche Veranstaltungen bei denen sich die Solarinitiativen trafen. Leider war Erfurt die letzte Veranstaltung dieser Art und das Treffen fehlt uns auch heute noch. Deshalb ist es gut, dass es eine Neue Form des bürgerlichen Engagements gibt. Die Gründungsinitiatoren sichern die Zielsetzung der Bürgerenergie und stehen mit Ihrem Namen für eine Energieversorgung mit den Bürgern für die Bürger.

Neben den bereits installierten Gremien wie Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung sollte auf dem Konvent acht Personen gewählt werden die im “Rat für Bürgerenergie” tätig sein sollen. Die acht Räte sollen mit ihrer Kompetenz den Diskurs entscheidend mitgestalten und maßgeblich dazu beitragen, die Kultur der Bürgerenergie weiterzuentwickeln. Na wenn dass nicht interessant wäre habe ich mir gedacht. Also hab ich mich für einen Sitz im Rat beworben.

In der kurzen Zeit von zwei Minuten sollten die Kandidaten vorstellen, was für mich natürlich eine Herausforderung war. Ich gebe es zu ich hab gnadenlos überzogen…
Aber trotzdem hat meine Bewerbungsrede wohl gezündet denn ich wurde gewählt. Danke an alle die mir dieses Vertrauen geschenkt haben und dies obwohl ich mich als “Anfänger bei Erneuerbaren Energien” bezeichnete! Anfänger in dem Sinn, dass ich gerne was Neues Anfange. Warum sollte ich auch Dinge tun für die andere bereit stehen? Ich möchte an der Spitze der Bewegung sein so lange wie ich dieses Tempo halten kann und momentan traue ich mir dieses Tempo noch zu.

Schön ist natürlich, dass weitere Mitglieder von Metropolsolar in den Rat gewählt wurden. Kai Hock und Felix Schäfer von den Bürgerwerken . Auf dem Bild erzählen sie gerade wie der Strom von den von Genossenschaften betriebenen Kraftwerken zum Stromverbraucher kommen.

BBEn konvent publikum
Fotos Copyright: Bündnis Bürgerenergie

Natürlich stell ich dann auch gleich das offizielle “Ratsbild” vom Sonnenflüsterer vor.
Rat BBEn 2014
Es gibt noch viel zu tun. Dass Erneuerbare Energien die Zukunft sind ist klar, ob die Kraftwerke in Bürgerhand betrieben werden steht noch in den Sternen. Lasst uns für die Bürger werben und die Konzerne außen vor!

Also los geht’s.

Deutscher Solarpreis der Zweite!

Herzlichen Dank an Eurosolar und ebenfalls mein allerherzlichstes Dankeschön an alle anderen Energieblogger! Wir haben es gemeinsam geschafft als unabhängige Energieblogger in der Kategorie Medien den Deutschen Solarpreis 2014 überreicht zu bekommen. Wir haben ja mit 19 Blogs die “lockere Gemeinschaft” gegründet und waren überrascht wie schnell wir inzwischen auf über 50 Energieblogs anwuchsen. Dass uns Eurosolar aber den Deutschen Solarpreis in der Kategorie Medien in diesem Jahr verleihen würde, damit hatten wir nicht gerechnet.
Ich schon gar nicht! Schließlich durfte ich erst im letzten Jahr in der Kategorie “Sonderpreis für persönliches Engagement” meinen eigenen Deutschen Solarpreis entgegennehmen. Als “Verfechter einer regionalen Energiewende in Bürgerhand” für die ich lange, lange Zeit schon aktiv bin.

Dass wir, die Energieblogger, jetzt schon nach “nur” 3.156 Artikeln (davon 223 oder ca. 7% von mir!) den Preis erhalten, schreibe ich (Mister 7%! ;-) ) der jungen, wilden Truppe zu. Schließlich sind wir anders! Anders wie die großen Medien. Wir haben keine Rücksicht zu nehmen auf Abonnenten, auf Geschäftsführer, auf Kunden oder Lieferanten. Auch der Politik schreiben wir unsere Gedanken ungefiltert auf. Wir sind wie Erneuerbare Energien lokal, dezentral und erneuerbar, aber wir sind nicht aufzuhalten. Um es mit Franz Alt zu schreiben die Sonne schreibt keine Rechnung die Energieblogger auch nicht!

Ich glaube auch unsere Unbekümmertheit hat uns viel zu diesem Preis verholfen. Wir sind nie erstarrt vor der Aufgabe die vor uns steht und vor den Widersachern die wir noch in die Insolvenz schicken müssen…

Damit allen klar wird in welche Fußstapfen wir treten hier die Auflistung aller 18 Solarpreisträger in der Kategorie Medien seit 1994:

1994 Franz Alt
1996 Sophia und Stefan Behling
1997 Anne Kreutzmann, Photon
1998 Fechner Media GmbH
1999 Volker Angres, ZDF Redaktion Umwelt    
2000 Michael Franken       
2001 Solarthemen  
2002 Rolf Schlenker, Jens Dücker und Dietrich Krauß (SWR)  
2003 Rolf Hug, Solarserver           
2004 Bigi Alt         
2005 Stadt Oederan          
2006 B.A.U.M. Consult GmbH   
2007 Martin Unfried und Zeitschrift für Neues Energierecht
2009 Wir-Klimaretter.de   
2010 Bernward Janzing    
2011 Agentur für Erneuerbare Energien  
2013 TU Darmstadt Architektur   

Nochmals vielen, vielen Dank an meine Mitbloggerinnen und Mitblogger ihr seid wunderbar und wir haben gemeinsam etwas erreicht was FAZ und die BILD nie erreichen können. Wir räumen am Samstag den “Deutschen Solarpreis in der Kategorie Medien” in Witten ab und danach geb ich allen Bloggern einen aus. Prost!

Damit meine Leser sich einen Überblick über die unterschiedlichsten Berichte unserer Community machen können hier die Linkliste aller bisher erschienen Beiträge:

Andreas Raetsch, Energieblog Niedersachsen “Die Energieblogger erhalten deutschen Solarpreis 2014!
Jörg Heidjann, Stromauskunft “Deutscher Solarpreis 2014 – Energieblogger erhalten Auszeichnung
Andreas Raetsch 2, Energieblog Niedersachsen “Deutscher Solarpeis: zum zweiten mal Sonnenflüsterer Renz dabei!
EnergiezukunftEnergieblogger erhalten Deutschen Solarpreis 2014
Björn-Lars Kuhn, Proteus Solution “Deutscher Solarpreis 2014 geht an die Energieblogger
Cornelia Daniel-Gruber, ecoquent, “Und der Deutsche Solarpreis geht an: DIE ENERGIEBLOGGER

Freibrief

Guude Mosche! (Für nicht Südhessen “Guten Morgen”)

Ich bin aus dem Urlaub zurück und möchte als erstes von einer Veranstaltung am Wochenende berichten. Nein heute geht es noch nicht um den Konvent vom Bündnis für Bürgerenergie sondern um “eine dreigedrehte Dorfgeschichte” dem “Deppenkaiser” dem ich in Darmstadt beiwohnen durfte. Endlich war es so weit wir hatten Karten für in die Comedy Hall zum Kikeriki Theater und deren legenderem Puppentheaterstück “Deppenkaiser”. Ich durfte selbst erleben was es mit diesem “Deppenkaiser” auf sich hat.

Es ist nicht einfach Karten vom Kikeriki Abendprogramm zu ergattern. Momentan sind die nächsten 59 Veranstaltungen ausverkauft! Wenn ihr dann noch einen besonderen Wunsch habt kann es noch länger dauern bis es überhaupt mal Sinn macht anzurufen. Karten für die nächste Samstagsvorstellungen wären momentan z.B. am 2.5.2015 zu haben. Sollten dann noch besondere Sitzplatzwünsche vorhanden sein, dann sag ich “Guuds Nächtle dess wert in näxschde Zeit nix”. Eines der Erfolgsrezepte des Kikeriki Theaters (4.900 ausverkaufte Vorstellungen!) ist ihre Südhessische Mundart! Das kommt mir natürlich sehr entgegen…

Wer das Erfolgsgeheimnis vom Kikeriki Theater kennen lernen möchte sollte sich deren zehn Thesen anschauen. Die sind nicht nur am Bühneneingang genagelt sondern die Jungs und Mädels “leben diese Thesen” auch!

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Natürlich bin ich auch stolz wie Bolle, dass ich jetzt auch noch Besitzer des Freibriefs von “Freiherr Franz von Zossenhain” bin wobei ich ehrlich sagen muß, meine Lieblingsfigur war natürlich der “Häbärrt”(Herbert der Äbbelwoi Händler) mit seinen unnachahmlichen derben Kommentaren…

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Natürlich ist der nächste Besuch schon besprochen. Aber wie geschrieben der Kampf um Karten ist ein schwerer…

Noch was zu meinem Urlaub. Ich war zwar auf Gran Canaria aber ich habe nichts mit den Demonstrationen gegen die Erdölförderung zu tun.Wobei ich das Ansinnen der Insulaner natürlich Voll und Ganz unterstütze. Auch in Spanien will die Landesregierung anscheinend die Bürger vor Ort nicht in die Entscheidungen einbeziehen. (dass kenn ich doch?)

Ich lag nur am Strand und am Pool. Mehrmals wurde ich auch in Restaurants und natürlich in den lokalen Fischrestaurants der Fischergenossenschaften (Cofradia de Pescadores) gesehen. Wer leckeren und frischen Fisch essen möchte sollte sich in jedem spanischen Hafen nach diesen Restaurants umsehen. Immer eine Empfehlung!
Ich schließe mich der Topbewertung von Uschi im Holidaycheck an. Bei uns gabs leckere Muscheln als Tapa und ne ordentliche Fischportion (850 Gramm!) der Sorte “Sama” (Rotbrasse) als Hauptspeise. Bilder gefällig?
“Tapa” Muscheln

Tapa Muscheln auf Gran Canaria

Hauptspeise “Sama” Rotbrasse

Kanarische Rotbrasse "Sama"

Guude Abbedid!

Der Ball liegt bei der Politik!

Ich geh jetzt mal in Urlaub! Die Arbeit ist getan! Die Photovoltaik ist die kostengünstigste Erneuerbare Energie. Da ich jetzt circa zwei Wochen weg bin hab ich mich entschlossen “meine Abgeordneten” vom Kreistag über den Hessischen Landtag bis zum Bundestag den Staffelstab zu übergeben. In einem offenen Brief fordere ich sie auf sich für die Solarenergie zu engagieren.

Handlungsbedarf haben wir bei den Megawattanlagen und den Steckdosenmodulen. Letztere könnte sich jeder Abgeordnete als Zeichen pro Erneuerbare Energien an sein Haus hängen…

Oder was meint ihr? Hier der Text meines offenen Briefes:

Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende im Bundestag, im Hessischen Landesparlament und im Kreistag Bergstraße,

ich bitte um Weiterleitung dieses offenen Briefes an alle Mitglieder Ihrer Fraktion. Mein Name ist Erhard Renz, einige der Abgeordneten kennen mich persönlich aus meinen Aktivitäten der letzten 15 Jahre.

Ich gehöre zu den 56.000 Menschen die Ihren Arbeitsplatz in der Solarbranche verloren haben. Da ich nur 6 Jahre in der Solarbranche aber davor bereits 37 Jahre in der Automobilbranche gearbeitet habe, kann ich mir eine Frühpension leisten.

Jetzt werde ich erst einmal in Urlaub fahren, denn ich habe mit meinen Freunden aus der Solarbranche unseren Teil der Arbeit erledigt.

Photovoltaik ist inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie
Der Ball liegt jetzt bei Ihnen, den politischen Vertretern!

Im August und September haben wir erstmals, dank des EEG, Solarkraftwerke gebaut mit niedrigeren Kosten wie sie derzeit für die Windenergie gezahlt werden. Die Vergütung (Kosten) wurden von ehemals gut 57 Cent auf 8,79 Cent je kWh (für Anlagen bis 500 kWp) verringert. Kostenreduzierung auf ein Sechstel der ehemaligen Kosten!

Leider wird dieser Preis nur für mittlere Kraftwerke vergütet. Große Photovoltaikkraftwerke (über 10 MW), wie sie derzeit weltweit gebaut werden, sind in der Deutschen Förderung nicht mehr enthalten. Warum nicht? Darauf hätte ich gerne von Ihnen eine Antwort.

Wenn Sie die Kosten der Erneuerbaren Energien bemängeln, dann müssen Sie auch Photovoltaik Großkraftwerke in der Förderung berücksichtigen.

Die Diskussionen um das EEG 2014 gingen immer um die Kosten. Wenn aber die Photovoltaik inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie ist darf man den Ausbau der PV nicht durch unsinnige Gesetze stoppen.

Wenn Sie jetzt sagen dies wäre nur für die Großinvestoren interessant und vom Bürger bezahlt, dann verweise ich auf die inzwischen technisch einwandfreien Steckdosenmodule. Mit einem Solarmodul inclusive Wechselrichter kann inzwischen jeder Bürger Strom selbst produzieren. Die Module können an den Balkon, im Garten, an der Wand oder auf das Dach selbst auf der Nordseite installiert werden. Kostenpunkt für dieses System ca. 600 Euro. Alle Normen und Sicherheitsvorgaben werden natürlich inzwischen eingehalten. Wer in solch ein Steckdosenmodul investiert belastet die EEG Umlage nicht.
Also woran scheitert es, diese Technik zu fördern?
Sie unterstützen Hartz IV Empfänger mit einer Prämie von 150 Euro für die Anschaffung eines Energiesparenden Kühlschrankes. Warum stellen sie diesen Betrag nicht für den Kauf eines Steckdosenmoduls zur Verfügung? Oder um es noch zukunftsfähiger zu machen geben sie weitere 150 Euro für den Kauf eines kleinen Stromspeichers dazu.

Sie sehen wir die Macher in der Solarbranche haben alles technisch Notwendige getan um eine kostengünstige „Energiewende“ zu schaffen. Wir haben die Technik, jetzt sind Sie als politische Abgeordnete gefragt. Handeln Sie!

Geben Sie auch für Megawatt Photovoltaik Anlagen eine Minimal Vergütung und überlassen Sie den Menschen vor Ort wo diese Anlagen entstehen sollen. Geben Sie dem Bürger ebenfalls eine Unterstützung beim Kauf eines einzelnen Moduls welches er an die Steckdose anschließen kann und hören Sie auf die Photovoltaik auszubremsen. Am besten Sie kaufen selbst als Vorbild ein Steckdosenmodul als Zeichen, dass Sie ein Unterstützer der Energiewende sind.

Der Ruf der Solarbranche ist ramponiert durch Halbwahrheiten in den Medien und negativer Polemik. Die Branche benötigt eine Kampagne die der Solarenergie ihren alten Zauber wieder gibt. Ohne Unterstützung sind weitere Arbeitsplätze und der Anschluss an die Weltspitze der Solarbranche in Gefahr.

Sie machen ansonsten die Erfolgsgeschichte „Deutsche Energiewende“ lächerlich. Die Welt schaut auf Deutschland ob das hoch technologisierte Land den Atomausstieg schafft.

Deutschland hat der Welt die Photovoltaik geschenkt.
Wir sollten dieses Geschenk aber auch selbst nutzen!

Nach meinem Urlaub werde ich mich erneut bei Ihnen melden.

Ich bitte die Fraktionsvorsitzenden mir eine Rückmeldung zu geben ob Sie den offenen Brief an die Abgeordneten weitergegeben haben.

Natürlich werde ich den offenen Brief über meine Kanäle entsprechend verteilen

Mit sonnigen Grüßen

Erhard Renz
Gutenbergstraße 8
68642 Bürstadt

www.sonnenfluesterer.de

mehr als 200 Vorträge zum Thema Erneuerbare Energien
2013 Deutscher Solarpreis für persönliches Engagement von Eurosolar
2013 Gründungsmitglied der Energieblogger
2012 Gründungsmitglied des Deutschen Solarbetreiber Clubs e.V.
2012 Repowering der eigenen PV Anlage und Installation eines Stromspeichers
2011 Solarbotschafter bei „Woche der Sonne“
2010 Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg e.V.
2009 Initiator Photovoltaikanlage an Lärmschutzwand
2006 Gründungsmitglied von Metropolsolar Rhein Neckar e.V.
2006 Verlierer der Solarwette gegen Landrat des Kreis Bergstraße
2005 Meine Heimatstadt wird Meister der Solarbundesliga
2005 Initiator der Weltgrößten Photovoltaikanlage 5 MW und 23 Mio. Euro Investition.
2005 Gründer der Solar Bürger eG (Energiegenossenschaft)
2005 Landesehrenbrief (Hessen)
2004 Umweltpreis der Stadt Bürstadt
2001 Bau der ersten PV Anlage

Sammlung: Erneuerbare sind zu teuer

Wie oft hab ich schon gehört Erneuerbare Energien wären teuer!
Nach 37 Jahren Daimler Benz im Rechnungswesen, weiss ich es kommt immer drauf an wie die Rechnung aufgemacht wird. Was rechnen wir in die “Kosten” ein? Bei Atomkraftwerken die Lagerkosten von zig Generationen? Bei Kohlekraftwerken die Atemwegserkrankungen von Kindern? Wie bewerten wir das Husten der Kinder in Euro?

Hier in dieser Sammlung werde ich die Artikel erwähnen und sammeln, die den Spruch oder dem Sinn nach von “Erneuerbare Energien sind teuer” schreiben. Als legendäre Aussage des Ex-Vorstandsvorsitzenden der RWE möchte ich Jürgen Großmann mit seinem Ananas Spruch anführen…

Ganz aktuell (9/2014) kommt Robin Grimes (Nuklearphysiker!) zu der Erkenntnis “Es sei aber “nicht wahr”, dass Nuklearenergie teurer als etwa erneuerbare Energien sei – die echte Konkurrenz seien lediglich billige, aber umweltschädliche Stoffe wie Kohle, sagt Grimes.” Eine Begründung hat die Lusche anscheinend nicht aber Hauptsache mal einen dummen Spruch losgelassen.

Auch an den Unsinn eines Professors mit dem ungerechtfertigten Namen Sinn möchte ich erinnern (3/2012) der mit seiner Einschätzung “…der Markt für die Erneuerbaren auf absehbare Zeit von öffentlichen Subventionen lebt und nicht vom ureigenen Interesse der Nachfrager getrieben ist.” lag er ordentlich daneben. Inzwischen werden Erneuerbare Energien auch ohne Förderung genutzt. Aber trotzderm wird dieser Unsinn immer noch als Experte gehandelt.

Ich bin mir sicher, dass es noch munter weitergeht mit dem Spruch Erneuerbare Energien sind teuer und ich werde noch öfter meine Sammlung erweitern drüfen. Wer einen Artikel mit diesem Unsinn findet bitte melden…

Atommüll Alarm!

Überall in Deutschland liegt Atommüll und keinen interessiert es! Keinen? Doch eine kleine Schar von unentwegten kümmert sich und sie schlagen Atommüll Alarm. Radioaktivität geht jeden an. Vor allem wenn man sich anschaut was mit den radioaktiven Materialien aus den abgeschalteten Atomkraftwerken gemacht werden soll. Die per Definition als “Hausmüll” titulierten Materialien sollen bundesweit “gleichmäßig” verteilt werden. Wo letztendlich der “Hausmüll” landet wird nicht mehr nachvollziehbar sein. Jedenfalls dann wenn mal ein paar Jahre in die Lande gezogen sind. Nicht vom Winde verweht, sondern von Managern verkauft, verschoben und vergraben…

Es ist deshalb enorm wichtig, dass sich viele Menschen jetzt in die Diskussionen um die Lagerung der strahlenden Materialien einbringen. Wer sich informieren möchte hat dazu viele Möglichkeiten. Die Atommüll Alarm Web Seite ist ein Anfang. Anstatt sich am Sonntag einen Tatort reinzuziehen können auf dieser Seite viele Tatorte innerhalb Deutschlands ausgemacht werden. Wo lagern heute schon radioaktive Materialien, wer engagiert sich wann und welche Veranstaltungen gibt es zu diesem Thema.

Bei mir sind es natürlich die acht Kilometer entfernten Atomruinen des AKW Biblis die demnächst abgebaut und in Deutschland verteilt werden sollen. Der BUND Hessen hat gerade heute eine Pressemitteilung dazu veröffentlicht. Der BUND weist auf den wachsweichen Antragstext von RWE hin der laut BUND “vielfach unbestimmt und nicht prüfbar” geschrieben ist! Der BUND zählt die Wörter “vor allem”, “eventuell”, “geschätzt”, “gegebenenfalls” und “ist zu erwarten” als Beispiel auf.

Alles andere als wachsweich wird sich dagegen Ingo Hoppe, von der Bürgerinitiative AK.W.Ende Bergstraße morgen in Biblis, äußern. Seine Informations- und Diskussions- Veranstaltung läuft unter dem Titel: “Was passiert mit dem AKW Biblis – Rückbau für lau?”. Da die Veranstaltung in Biblis (Lindenstraße 33, Gasthaus “Lindenhof”) stattfindet dürfte die Diskussion, ich deute es mal sachte an, “lebhaft” werden.

Der Atommüll und seine Gefahren muss nicht einfach Geduldet werden, sondern jeder ist aufgefordert sich bei der Findung eines möglichst sicheren Lagerortes einzubringen. Auch wenn wir schon jahrelang (genauer Jahrzehntelang) schon der Meinung waren, dass Strom aus Atomkraftwerken der falsche Weg ist. Aber wenn wir nicht die Stimme erheben, werden andere handeln und dann wird es eine strahlende Zukunft geben. Vielleicht nicht mehr für mich aber für unsere Nachfahren…

Enerkite die Drachenbauer brauchen Kröten!

So jetzt sind mal wieder die Geldgeber (Pfeffersäcke?) gefragt! Die geile Truppe der Drachenbauer von Enerkite hat Ihre Geschäftsidee zumindest im Video präzisiert. Vor zwei Jahren auf der Husum Messe konnte ich ja die ersten Ergebnisse schon sehen aber jetzt könnt ihr euch ansehen wie man mit Drachen Geld verdienen kann. Schaut es euch mal an…

Ich weiß jetzt kommen die Bedenkenträger (auch Pfeffersäcke!) die schon alles Wissen warum es nicht geht… aber es geht doch und sehen könnt ihr es hier:

Wer noch nicht kapiert hat wo Drachenstrom sinnvoll eingesetzt werden kann dem empfehle ich die beiden Verkaufsvideos ;-)

Video: Windenergie im Überfluss auch für Blonde!

Oder hier die Männer Version…

 

Gesucht werden 100 registrierte Nutzer die Enerkite cool finden und Interesse signalisieren zwischen 100 und 100.000 Euro zu investieren. Wie gesagt bitte keine Pfeffersäcke sondern Enthusiasten, Vordenker und Macher oder einfach Wind oder Drachenbegeisterte. Natürlich wird dieses Projekt per “Krautfaunding” finanziert! Woher das Geld kommt weiß allein der Wind wäre zu naiv. Schaut euch mal die Beschreibung auf Fundernation an. Diskutiert dort mit dem Drachen-Enthusiasten Alexander Bormann direkt und am Schluss die Bitte, tragt euch bei den “registrierten Nutzern” ein.

Dass ist jedenfalls der aktuelle Stand zur Finanzierung von Enerkite und um es mit Stefan zu sagen: “Bin kein Klugscheißer ich weiß es wirklich!”

Wandmodul oder Guerilla-PV?

Bei meiner Solarmitstreiterin Christine ist die Entscheidung klar. Es ist ein “Wandmodul” und wurde ordentlich beim örtlichen Stromversorger angemeldet. Somit hat Christine alles richtig gemacht und ihr Strom direkt von der Sonne in das eigene Haus hat nix mit Guerilla-PV zu tun. Selbst der Versicherung hat sie das Mini-Kraftwerk gemeldet! Diese Meldung an die Versicherung halte ich allerdings für nicht nötig. Ich sag meiner Versicherung ja auch nicht, dass ich eine Tiefkühltruhe gekauft habe. Na, ja aber es ist toll, dass wir mit Christines “Wandmodul” jetzt ein Vorzeigemodul bei Metropolsolar haben. Wer Christine nicht kennt kann sie im Zeitungsbericht der Rhein Neckar Zeitung mit ihrem Installateur Uwe Bauer sehen.

Da Christine mir Bilder vom Aufbau zur Verfügung gestellt hat möchte ich euch die Montage des Wandmoduls gerne vorstellen…

Da an der Außenwand keine Steckdose vorhanden ist musste ein Loch gebohrt werden. Im Keller wurde ein Leerrohr verlegt.

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Danach wurde ein Stromkabel eingeführt.

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An der Wand wird hinter der Holzverkleidung das Elektrokabel nach oben geführt und die Halterung des Wandmoduls vorbereitet.

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Die Befestigung besteht aus zwei Dreiecken die als Unterkonstruktion fungieren. Auf Bild eins sieht man die Alu-Dreiecke noch am Boden und dann das Balkonmodul bereits installiert von unten fotografiert. Natürlich wird versucht einen optimalen Anstellwinkel zur Sonne zu montieren. Am Modul ist der kleine Wechselrichter angebracht. Der Wechselrichter ist auf dem Bild der Rhein Neckar Zeitung ebenfalls gut zu erkennen.

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Das Modul aus dem Fenster von oben fotografiert sieht natürlich noch schöner aus!
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Das “Neue” Wandmodul (blau) zeigt auch noch schön die “Weiterentwicklung” der PV. Bei den alten Modulen wurden noch Zellen verwendet die nicht die ganze Fläche nutzten und die weißen unproduktiven Flächen waren eine lange Zeit das “Markenzeichen” der monokristallinen Solarmodulen. Lang, lang ist es her…

Noch schöner sieht natürlich Christines neue Hausfassade aus.

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Wobei ich ehrlich sagen muss das Foto in der Rhein Neckar Zeitung ist das beste von allen!

Wer sich für diese Technik interessiert dem kann ich nur das 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße am 26.9.2014 um 19 Uhr in Heppenheim im Restaurant Am Stadtgraben in der Gräffstraße 8 empfehlen. Wir haben bereits 15 Anmeldungen und ich bin mir sicher wir werden interessante Gespräche führen. Wolfgang Müller der Geschäftsführer vom Solar Info Zentrum in Neustadt/Weinstraße wird zum Thema „Weltneuheit Steckdosenmodul und Speichersysteme“ sprechen. Er bietet also auch noch zusätzlich zum Solarmodul einen kleinen Stromspeicher an! Damit wird es natürlich noch attraktiver zum Guerilla PV’ler zu werden. Oder? Auf jeden Fall solltet ihr euch anmelden (anklicken und in Liste eintragen) damit wir wissen wie viele Zuhörer kommen.

Atommüllreport

Seitdem am 13. November 1960 das erste AKW in Deutschland kritisch wurde bis zum heutigen Tag ist nicht klar, was passiert mit dem Atommüll. Von den Verantwortlichen wird wenig bis nichts unternommen um den gefährlichen Müll unter Kontrolle zu halten. Wie immer in solchen Momenten sind die atomkritischen Menschen da und tun was zu tun ist. Sie dokumentieren wo in Deutschland schon radioaktiver Müll gelagert wird. Ein mühsamer Prozeß aber wer sich den aktuellen Stand der Recherchen ansieht wird sagen “Hut ab vor den engagierten Anti Atomis“!

In Papierform wurde ja im letzten Jahr bereits der “Sorgenbericht” veröffentlicht. Schon diese Sammlung muß ein enormer Arbeitsaufwand gewesen sein. Was ihr aber jetzt einsehen könnt ist eine wahre Fundgrube von Informationen. Die Seite nennt sich “Atommüll Report” und soll ständig aktualisiert werden. Beim Redaktionsteam finden sich u.a. die beiden “lebenden Anti Atom Lexikas” Peter Dickel und Dieter Kaufmann wieder. Da bin ich mir sicher, die haben ihr wahnsinns Wissen über den Widerstand in Sachen Atom eingebracht. Wie so oft ist das Projekt auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Auf betterplace wurde deshalb das Projekt bis ins Detail vorgestellt und wer möchte kann sich dort vertieft informieren und was noch schöner wäre sich finanziell beteiligen. Bisher sind “erst” 2 Prozent der benötigten Summe (30.000 €uro) gefunden!

Auf jeden Fall ist es wichtig zu dokumentieren wo die radioaktiven Abfälle gebunkert werden. Denn eines ist eines der zentralen Forderungen der Anti AKW Bewegung wir wollen wissen wo der gefährliche Müll gelagert wird und es müssen die höchsten Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung eingerichtet werden. Koste es was es wolle. Natürlich finanziert von den Kraftwerksbesitzer! Die letzten beiden Sätze sollten sind natürlich ein Späßchen, zahlen werden die Bürger!

Mit dem Atommüll Report übernimmt die Anti AKW Bewegung nicht zum ersten Mal die Verantwortung für die Profit orientierten Kraftwerksbesitzer und der wegschauenden Politik. Atommüll schadet Ihrer Gesundheit, deshalb reden Sie mit der atomkritischen Bewegung und unterstützt sie.