Kategorie-Archiv: Argumente

Die Argumente enthält einzelne Folien aus meinen Vorträgen

Leistungssteigerung durch effizientere Montage

ralosHistory 1.4.2010 (erste Veröffentlichung)

Jetzt sind wir uns sicher. Die März Erträge haben unsere Vermutungen bestätigt. Ab 1.7. werden wir die Montage entsprechend der effizienteren Methode anpassen. Die Unterkonstruktionen sind bestellt und wir sind zuversichtlich, dass wir durch diese Art der Montage den Wirkungsgrad der Installation um ca. 1 Prozent erhöhen können. Durch diese Montage Effizienz sind wir in der Lage die geplante Einspeisereduzierung der Bundesrepublik abzufangen. Die Idee haben wir Florian zu verdanken, dem während seines Praktikums der Effekt aufgefallen ist. Bei dem Studium der Erträge der Photovoltaikanlage Lorentz stellte er einen erhöhten Ertrag in den Morgenstunden auf. Bei gleicher Einstrahlung erzielt die Anlage Lorentz morgens mehr Ertrag wie die anderen Anlagen der Solarakademie. Nachmittags und abends war es genau umgekehrt die Erträge waren geringer wie bei den Anlagen die sich mit der Sonne drehten. Die Anlage “kippt” während des Tages. Morgens ist die rechte Ecke unten abends die linke Ecke unten.
nachgeführte Anlage

Wir haben diese Beobachtung genauestens untersucht und haben folgendes festgestellt. Die Solarzellen der Anlage Lorentz stehen morgens auf der Ecke und die Elektronen die durch die Sonnenstrahlen in Bewegung geraten werden durch die Leiterbahnen im wahrsten Sinne des Wortes “angezogen”. Abends müssten die Elektronen “bergauf” fließen und von der Erdanziehung wie bei einem Gummiband angezogen.

Modul Ecke

Morgens wenn die Leiterbahnen schräg nach unten verlaufen sausen die Elektronen auf dieser “Rutsche” verstärkt durch die Erdanziehung nach unten. Dieser Sog zieht wiederum weitere Elektronen nach und dadurch Erhöht sich letztendlich die Anzahl und die Geschwindigkeit der “geernteten” Elektronen.

Bei der traditionellen Montage sieht es etwas anders aus.

traditionelle Montage

Die Elektronen streben zu den Leiterbahnen und bewegen sich auf der Geraden in Richtung Busbar. Erst auf dem Busbar kommt die Unterstützung der Erdanziehung hinzu und es kommt zur Sogwirkung für die Elektronen. Leider hat dieser Sog keine weiteren positiven Auswirkungen.

Diesen Erdanziehungs Effekt werden wir zukünftig nutzen. Mit unserem RazFaz Untergestell sind wir ab 1.7.2010 in der Lage die Module wie bei der nachgeführten Anlage Lorenz zu montieren. Das heißt die Module stehen auf der “Ecke” und es entstehen völlig neue optische Gegebenheiten. Uns ist natürlich klar, dass nicht jeder Kunde die effiziente Montage möchte. Deshalb haben wir uns entschlossen die alte traditionelle und die Effizienz Montage anzubieten.

Wir bitten deshalb unsere Kunden sich die Vorteile der Effizienz Montage vor Augen zu halten und uns zu signalisieren ob die Effizienz Montage gewünscht ist. Den Umbau von bestehenden Anlagen halten wir jedoch noch nicht für angeraten. Der Aufwand für die Demontage und Neuaufbau können durch das eine Prozent Wirkungsgradsteigerung nicht aufgefangen werden. Diejenigen Betreiber denen aber das ökologische Engagement wichtig ist können gerne mit uns reden denn mit den gleichen Solarzellen einen höheren Ertrag zu erzielen, dass muss das Ziel der Systemintegratoren wie Ralos sein.

Ich werde natürlich hier im Blog von der ersten Effizienz Montage berichten und bedanke mich schon einmal bei der Bundesregierung die durch den sich anbahnenden Kostendruck diese Innovative Montagekonstruktion erst ermöglicht hat.

Radioaktive Messwerte nicht ausreichend!

Gestern wurde von Priska Hintz (Hessische Grüne Umweltministerin) ja die Homepage mit den Messwerten rund um die Atomruinen in Biblis bekanntgegeben. Die Homepage ist ein guter Anfang aber noch lange nicht ausreichend um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Schon gestern bin ich kurz auf die Pressemitteilung der Ministerin eingegangen. Es kann nicht sein, dass durch wortschöpferische Prosa das Infoforum schöngeschrieben wird. Die Forderung nach Veröffentlichung von Messwerten war meine persönliche Forderung bereits beim ersten Infoforum.
Ich bin dort als Anwohner der Atomruinen und nicht als Mitglied des Infoforums!
Ich erhalte keinerlei Vergütung für meine Anwesenheit.
Ich handle im Eigeninteresse und bin niemandem verpflichtet!

Wenn jetzt nach 9 Monaten und vier Sitzungen das erste vorzeigbare Ergebnis präsentiert werden kann, darf dies nicht die Realität verzerren. Die Hälfte der 21 Personen im Infoforum haben “bis Heute” kein Wort an diesen Veranstaltungen gesprochen? Mein spezieller Freund Renè Rock von der FDP und Mitglied im hessischen Landesparlament fehlt meist unentschuldigt! Das Infoforum hat meinem Begehren zugestimmt, dies ist richtig aber der Anstoß kam durch einen “besorgten Bürger”. Mir ist diese “Selbstbeweihräucherung” so wichtig, weil ich keinen Bock habe, die nächsten zehn/zwanzig Jahre den “besorgten Bürger” auf dem Infoforum zu spielen. Es muss klar werden in der Öffentlichkeit, wer sich einbringt der kann was erreichen. Wer es den Gremien überlässt, der ist verlassen! Wir brauchen mehr “besorgte Bürger” und nicht nur Ingo und mich die das Wort ergreifen!

Wenn ich das Wort auf dem Infoforum ergreife werde ich ja auch schon vom Sitzungsleiter (Matthias Schimpf) persönlich angesprochen. Da kann ich auch erwarten, dass meine Anregungen auch mir zugeschrieben werden und nicht dem Infoforum allgemein. Punkt!

Vollkommener Quatsch ist auch die Aussage: “Dieses Gremium wurde von dem Landkreis Bergstraße und der Gemeinde Biblis mit Unterstützung des Umweltministeriums ins Leben gerufen.” Liebes Umweltministerium, dieses Infoforum wurde vom Land Hessen eingesetzt und die Herren Kusicka und Schimpf haben schon mehrfach geäußert, dass sie zwar die Verantwortung aber keinerlei zusätzliche Ressourcen erhalten haben…

Jetzt zu den veröffentlichten Messdaten.
Aus meiner Sicht sind nur die vier Messwerte direkt um die Atomruinen (Nr. 16, 17, 18 und 19) für Anwohner interessant. Dies schreibe ich weil es ein enormer Aufwand ist, jede einzelne Messstation aufzurufen! Was gefordert ist sind längere (derzeit nur ein Tag!) zeitliche Zyklen. Sowie eine Übersicht aller ausgewählten Messstationen. Die Messwerte sind Stundenwerte und damit schon gemittelt. Gemessen wird aber im zehn Minuten Takt! Was nützt einem Anwohner Stundenmittelwerte die ca. 2 Stunden nach der Messung veröffentlicht werden? Da muss bei erhöhten Werten längst gewarnt sein!

Was gemittelte Werte bedeuten müsste doch jedem klar geworden sein bei den Wormser Kläranlagen Werten vom 24.4.2014!

Der Stundenwert lag bei 1,625 was immerhin ein 20-fach höherer Wert wie der Langzeitmittelwert (0,079) war. Der 10-Minuten Wert lag allerdings bei 9,314 dem mehr als 100-fachen des Langzeitmittelwertes! Aufklärung Messwerte

Auch wenn dieser Wert vom Rheinlandpfälzischen Umweltministerium als Messfehler deklariert wurde möchte ich eine schnelle Bereitstellung der Original Messwerte und keine homöopathische Berichterstattung! In Worms wurde auch nie eine ernsthafte Überprüfung vorgenommen. Jedenfalls wurden wir nie informiert ob die “Vermutungen” in irgendeiner Art und Weise gecheckt wurden. Oder ob das Messgerät vielleicht sogar ausgetauscht wurde? Nix, null Info! Transparenz sieht anders aus!!!

Eine Verbesserung der Hessischen Veröffentlichung gegenüber der Pfälzischen ist meines Erachtens die Kommentier Funktion. Selbst heute steht der Pfälzische “Messfehler” noch immer unkommentiert auf deren Homepage! Es interessiert keine S.. was da im Netz steht…
Deshalb meine klare Forderung es muss ein Alarmsystem geben!

Ab wann werden die Bürger per Radio informiert?

Ich könnte noch viel schreiben. Über die Tolle Deutschlandkarte vom Bundesamt für Strahlenschutz mit Messdaten. Da gibt es sogar eine “Messstrategie im Notfall” die mir als Bürger wenig nützt wenn ich nix davon erfahre! Ich will wissen wer informiert mich wann und wie ab welchen Messwerten. Ist diese Forderung so schwer zu verstehen?

Es gibt auch noch Fragen über die historischen Messdaten auf die ich zufällig gestossen bin. Auch hier, die Messdaten im Internet sind geduldig. Wenn keiner nachfragt warum sich die Messwerte in zehn Jahren um 10% um die Atomruinen rum erhöht haben?

historische Messdaten

Eines noch.
Es hat sich mal wieder ein feiges anonymes A……. im Kommentarfeld verewigt! Normal lösche ich solchen Mist.

“Name: ein unbedeutender
Mail: un@bedeuten.de

Hey Danke….DU und nur DUUUU bist der aller alller GRÖSSTE!”

Es zeigt mir, nicht nur Freunde der Erneuerbaren Energien lesen den Blog. Das freut mich natürlich. Aber wer nur anonym rumblubbert bleibt immer unbedeutend. Ich verändere aber! Offen und mit Namen!

Dank der Veröffentlichung der Messwerte ist RWE gezwungen sorgfältig zu arbeiten. Jeder Fehler der zu erhöhten Strahlen Werten wird veröffentlicht und kann nicht vertushct werden!
Dies ist mein Ziel und ich werde es erreichen.

Bin ich dass Informationsforum?

Ja so geht es wenn man nicht aufpasst. Da sitz ich mir ehrenamtlich stundenlang im Informationsforum zum Rückbau von Biblis die Beine in den Hintern und hör mir den größten Bananen Quatsch an und wenn ich dann meine Interessen einbringe, dann heißt es “Das Infoforum war’s“!

Nein liebe Parteigenossin Priska, es war der Sonnenflüsterer, der die Forderung bereits bei der ersten Sitzung des Infoforums einbrachte. Messwerte müssen im Internet veröffentlicht werden.

Ich der “Bürger” der nur Fragen stellen darf hat dieses Thema auf die Tagesordnung gebracht nicht die 21 Personen aus den “gesellschaftlichen Gruppen” von denen einige gut bezahlt und meist ohne Worte im Infoforum rumsitzen. Wobei diejenigen die da sind, noch zu den besseren gehören. Der Vertreter der “gesellschaflichen Gruppe FDP” Renè Rock fehlt ja meist. Als Landtagsabgeordneter hat er natürlich andere Termine.

Danke trotzdem an Priska Hintz, dass auf den letzten Drücker (im März sollte die Veröffentlichung erfolgen) die Daten veröffentlicht wurden. Ich werde mir in nächster Zeit die Homepage genauer ansehen. Natürlich steh ich schon in den Startlöchern mit dem nächsten Schritt nach den veröffentlichten Werten!

Wir brauchen ein Alarmsystem… und auch das hat der Sonnenflüsterer gefordert und nicht das “Infoforum” Frau Ministerin! ;-)

P.S.: Natürlich bin ich stolz wie Bolle, dass meine Forderung zur Sicherheit aller in den nächsten zig Jahren beiträgt!

Wirtschaftlichkeit von Plug In Modulen

Bisher habe ich nur von den technischen, rechtlichen und politischen Hindernissen der Balkonmodulen geschrieben. Heute gehe ich auf die Kosten und die Wirtschaftlichkeit ein. Wobei ich ja mal folgendes geschrieben habe:
Über Geld reden wir nicht! Wer bei dieser Aktion über Kosten redet den frag ich wie wirtschaftlich die Fahrt von Bertha Benz vor 126 Jahren war? Welcher Controller hat diese Fahrt kalkuliert? Mit dem ersten Plug In System ging es nur darum aufzuzeigen, dass es eigentlich keine stichhaltigen Hindernisse gibt. Dies ist uns gelungen.

Wir haben gezeigt, es geht ein Steckdosenmodul technisch und rechtlich einwandfrei anzuschließen. Jetzt müssen auch die Finanzdaten stimmen um aus dem einzelnen Leuchtturmprojekt eine Massenbewegung zu machen. Dabei rede ich nicht von Millionen Stückzahlen sondern ich wäre froh wenn wir 2015 die vierstelligen Installationszahlen erreichen.

Was ein Plug In System kostet ist individuell stark unterschiedlich. Bei unserem Projekt in Mörlenbach war viel ehrenamtliches Engagement im Einsatz. Die Hardware Kosten lagen aber unter 700 Euro brutto. Wer sich überlegt ein Plug In System für sich selbst mal durch zu kalkulieren habe ich hier die aktuelle Preisliste hinterlegt.

So nachdem wir Wissen wieviel unser System kostet (ca. 700 Euro) stellt sich die Frage wieviel Strom produziert das Plug In System?
Die Spitzenleistung von einem Modul liegt bei 250 Watt! Bei optimaler Installation (Südausrichtung, 30 Grad Neigung und vielleicht auch noch manuell nachgeführt!) können 250 Kilowattstunden produziert werden!
Es kann aber auch bei mieser Ausrichtung, schlechter Neigung (Wandmontage!) und Verschattung (z.B. Balkongeländer) zu viel schlechteren Erträgen kommen. Ich setz einfach mal den Wert von 150 Kilowattstunden im Jahr als “dümmste Installation”!
Jetzt brauchen wir noch die Zahl wieviel Strom wir dem Netzbetreiber schenken weil wir den produzierten Strom nicht zeitgleich im eigenen Haus verbrauchen und der gute Ökostrom kostenlos in das öffentliche Netz fließt.
Hier haben wir keine Praxis Zahlen und selbst wenn wären die nicht übertragbar! Wir bräuchten dann ja den Produktionszeitpunkt und die Verbrauchszahlen des Haushaltes. In der jetzigen Phase des Projektes ist dies illusorisch hier belastbare Zahlen zu ermitteln. Ausserdem weigere ich mich bei den paar Kilowatt im Jahr eine 20 Jahre Prognose für eine Kalkulation zu erstellen. Hier heißt es Mut zur Lücke! :-)
Ich reduziere deshalb die produzierte Strommenge auf die genutzte Strommenge auf bestenfalls 240 Kilowattstunden im Jahr und im miesesten Fall auf 140 Kilowattstunden im Jahr.
So jetzt haben wir die Kosten und den Ertrag in Kilowattstunden im Jahr.
Wenn wir jetzt noch wüßten was dem Plug In Betreiber der Strom bei seinem Stromlieferant kostet könnten wir einen Ertrag errechnen.
Der aktuelle Strompreis ist kein Problem, der liegt zwischen 25 bis 30 Cent je Kilowattstunde. Die Preisentwicklung der nächsten 20 Jahre ist das Problem? Da könnte ich jetzt die tollsten Philosophien anstellen. Will ich aber nicht!
Bestenfalls:
Bei 240 Kilowattstunden und einem Strompreis von 30 Cent spare ich im ersten Jahr 72 Euro ein! Bezahlt hab ich 700 Euro!
Dümmste Installation:
Bei 140 Kilowattstunden und einem Stormpreis von 25 Cent sind es nur 35 Euro erspartes aber die gleichen Investitionskosten von 700 Euro!
So jetzt wisst ihr wie die Kostensituation derzeit bei Plug In ist und wer genau rechnen möchte der sollte sich die Stückliste vom S-I-Z anschauen da sind alle Teile aufgeführt die gebraucht werden um das System zu befestigen.

Es ist natürlich klar, dass dies nur die erste Grobkalkulation (bei mehreren Modulen wird es günstiger!) für die Leuchtturmprojekte und die “Plug In Guerillas” ist. Aber ich denke auch Bertha Benz ging es nicht um die wirtschaftliche Lösung sondern es ging ihr um den Fortschritt und ihr persönliches “Gutes Gefühl”. Auf gehts ihr Guerillios!

Guerilla PV

Ein Modul geht immer habe ich im Artikel vom 11.3.2015 geschrieben. Dass dies nicht die ganze Wahrheit ist hab ich damals nicht geschrieben. Nicht immer macht es Spaß sich dem ganzen geforderten Papierkram des Netzbetreibers, der Bundesnetzagentur oder dem Finanzamt zu widmen. Der Aufwand sich wegen einem Modul diesem Papierterror auszusetzen steht in keinem Verhältnis zu dem was dieser Verwaltungsakt an Vorteilen bietet. Deshalb könnte der Plug In System Käufer ja auf die Idee kommen als PV Guerillio sein Modul zu betreiben. Dass ist viel einfacher… aber leider nicht erlaubt!

Der PV Guerillio kauft sich ein Plug In System welches die Norm der VDE-AR-N 4105 (z.B. das System von S-I-Z) erfüllt. Soviel Sicherheit muss selbst bei Guerillios sein!
Dann schraubt er einen Schuko Stecker an das System! Den muss er sich allerdings selbst kaufen denn bei der Auslieferung von S-I-Z ist ein “Verwechslungssicherer” Stecker vorgesehen. Dann sucht er einen Einspeisestromkreis und steckt den Stecker rein! Guerilla PV installiert! Schneller geht’s nicht! Achtung ist aber nicht legal, ist eben formal nicht o.k…

Technisch sollte man auch nicht die erst beste Steckdose verwenden sondern da gilt es schon sorgfältig vorzugehen. Das Problem liegt in den verlegten Kabeln im Haus. Diese sollten nicht überlastet werden! Einen Stromkreis mit nur einer Steckdose wäre ideal! Wenn in dieser einzelnen Steckdose das Plug In Modul angeschlossen wird, wäre dies ein “Einspeisestromkreis“! Auf keinen Fall an diese einzelne Steckdose einen Mehrfachstecker einstecken! Wenn jetzt kein Uralt-Kabel (von vor dem zweiten Weltkrieg) verlegt ist und die Sicherung im Sicherungskasten 16 Ampere absichert ist es technisch o.k. Das Plug In System hat eine Stromstärke von ein Ampere.

Sollten im Haus nur Stromkreise mit mehreren Verbrauchsmöglichkeiten (z.B. Steckdosen und elektrische Geräte) verlegt sein kann der Guerillio zu verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen greifen. Er könnte die Sicherung dieses Stromkreises von 16 Ampere durch eine mit 10 Ampere ersetzen. Dadurch würde die Sicherung bereits bei einer Stromstärke von 10 Ampere auslösen. Die Belastung des Stromkabels könnte dann maximal den 10 Ampere aus dem öffentlichen Netz und einem zusätzlichen Ampere aus dem Plug In System betragen und somit von dem Kabel keine Gefahr ausgehen. Oder aber es gibt einen Stromkreis mit mehreren Steckdosen bei denen alle Steckdosen bis auf die eine “Einspeisesteckdose” stillgelegt werden. Dazu können einfach die überflüssigen Steckdosen entfernt oder mit einem Deckel verschraubt werden.

Natürlich bekommt ein Guerillio für den Strom, den er selbst nicht verbrauchen kann und der unabänderlich in das öffentliche Netz fließt, keine EEG Vergütung. Aber so sind sie halt die Guerillios! Wobei auch hier noch eine Fußangel zu beachten ist. Wenn ein Stromzähler installiert ist ohne Rücklaufsperre, dann läuft der Stromzähler rückwärts! Dass dies nicht Gesetzeskonform ist brauch ich nicht extra zu erwähnen! Wenn aber die Neueren Stromzähler mit Rücklaufsperre im Haus vorhanden sind, dann läuft der Strom in das öffentliche Netz, zwar immer noch, aber der Zähler registriert dies nicht! Wir reden hier über Schätzungsweise 20 kWh (immer ein Modul mit 250 Watt voraus gesetzt!) im Jahr! Wenn der Zähler rückwärts läuft dann wird bei hoher Sonnenstrahlung (und wenig Eigenbedarf) Strom in das öffentliche Netz eingespeist der später dann wieder entnommen wird. Zählertechnisch ergibt sich in Summe zwar ein Nullsummenspiel. Aber die Peanutszähler meinen es wäre eine “Fälschung technischer Aufzeichnungen (§ 268 StGB)” bei rücklaufenden Zähler!

Ja, ja wenn der Netzbetreiber Zähler installiert die auch Stromrückflüsse zählt sich anschließend beschwert dass diese Funktion auch in Betrieb genommen wird! :-) :-) :-) Da kann ich nur grinsen… Aber ihr wisst ja, so was macht man nicht!

Guerilla PV geht und wird praktiziert, genauso wie auf den Gehwegen geparkt wird, in Städten schneller gefahren wird wie 50 km und mit Küchenmesser werden Schwiegermütter erstochen. Die Welt ist voller Guerillios!

Bei meiner letzten Diskussion zu diesem Thema hatte ich gefragt ob beim Autokauf der Verkäufer auf die Straßenverkehrsordnung hinweist? Ober er dem Käufer mit erhobenem Finger sagt: “Im Ort aber nie über 50 km/h fahren!”. Darauf hin kam der Einwand, dafür gäbe es die Führerscheinprüfung. Guter Hinweis und ich war auch ziemlich perplex aber heute hätte ich die Antwort. Ein Auto kann man auch ohne Führerschein kaufen. Vermutlich kann man ein Auto auch ohne Führerschein bei der Versicherung versichern lassen.

Was ich meine ist wir müssen über Plug In Module viel mehr Wissen an die Menschen bringen. Wir müssen aber auch die Netzbetreiber dazu bringen klar zu definieren, was sie von den Plug In Modul Betreibern für Unterlagen wollen. Ob die Bundesnetzagentur jedes 250 Watt in seiner Datenbank braucht zweifle ich auch an. Die Politik muss natürlich die Rahmenbedingungen stricken und die Verbände (z.B. VDE) sollten mal ihre Regeln der Technik auf den Neuesten Stand bringen.

Ansonsten werden wir immer mehr solcher Plug In Module, installiert von zwielichtigen Guerillios, sehen:3 Guerillia PV

Plug In und die Bundesnetzagentur

So jetzt liegt mir eine schriftliche Stellungnahme von der Bundesnetzagentur zu den Plug In Modulen vor. Allerdings hab ich bezüglich der Netzeinspeisung über die “Steckdose” keine Rückmeldung erhalten sondern es ging nur um meine Frage: “Muss diese Mini Solaranlage tatsächlich bei Ihnen gemeldet werden?”
Kurz zusammengefasst heißt die Antwort “ja”. Jede PV Anlage muss gemeldet werden. Die Original Antwort der Bundesnetzagentur hier:

“Sehr geehrter Herr Renz,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

Die Meldepflichten im PV-Meldeportal und im Anlagenregister bestehen unabhängig von der Anlagengröße und unabhängig davon, ob für den in der Anlage produzierten Strom eine finanzielle Förderung in Anspruch genommen werden soll.

Bitte beachten Sie auch weitere gesetzliche Voraussetzungen für den Betrieb von plug-in-Anlagen so zum Beispiel:

•    Jede Einspeisung muss einem Bilanzkreis zugeordnet werden, was sich aus dem Energiewirtschaftsgesetz und der Stromnetzzugangsverordnung ergibt. Zur Klärung dieser Fragen müssen sich Anlagenbetreiber an den zuständigen Anschlussnetzbetreiber wenden.

•    Das elektrotechnische Risiko der Überlastung des Hausnetzes darf nicht außer Acht gelassen werden: § 49 Energiewirtschaftsgesetz verlangt, dass die anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden – diese sind bei einer Einspeisung hinter einem Zähler, der dafür nicht ausgelegt ist, nicht eingehalten.

•    Für Eigenversorger besteht unter Umständen eine Meldepflicht bei Bundesnetzagentur und den Netzbetreibern aufgrund zu entrichtender Umlagezahlungen.

Verstöße gegen einige der gesetzlichen Bestimmungen können zu Bußgeldern führen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe…”

Man kann ja geteilter Meinung sein. Aber mich stören die Hinweise auf “unter Umständen … zu entrichtende Umlagezahlungen” und “Verstöße … können zu Bußgeldern führen.

Es wird also mal wieder angedroht mit Besteuerung des Eigenverbrauchs auch in Homöopathischen Grössenordungen die Solarfreunde zu verunsichern. Ebenso wird gleich die Bußgeldstrafe in die Diskussion gebracht.

Ich möchte auf meinen Kampf um den Rückbau der Atomruinen in Biblis verweisen. Dort gibt es kein Bußgeld wenn Radioaktivität austreten würde. Mich haben sowohl die RWE Mitarbeiter als auch die Mitarbeiter des Umweltministeriums verständnislos angeschaut als ich nachgefragt habe ob es solch ein Bußgeld gibt. In Biblis geht es um Gesundheitsschädliche Emissionen die von einem Konzern verursacht werden, bei Plug In um einen Verstoß gegen die Anmeldepflicht eines Bürgers.

Dem Plug In Bürger wird also bei den ( ca. 200 kWh jährlichem Eigenverbrauch) und einer EEG Umlage von derzeit ca. 6 Cent, ein maximal Betrag von 12 Euronen im Jahr die er als Umlage zahlen soll angedroht! Für was eigentlich?
Die Atomkonzerne drehen den Spieß um und lassen sich ihre radioaktiven Giftmischereien durch Klagen gegen Land und Bund noch vergolden.

Verhältnismäßigkeit? Ich glaube es nicht, wir sollten daran was ändern!

Einfach gesagt die politischen Mehrheit (CDU/CSU) muss gekippt werden. Ich benenne es so deutlich weil ich es Leid bin um den heißen Brei herumzureden!

Solar to go!

Vor ca. 5 Monaten habe ich das 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße mit dem Thema Plug In System organisiert. Warum es legal sei dieses Balkonmodul anzuschließen habe ich auch schon geschrieben. Dass es Probleme gab/gibt ebenfalls. Heute kann ich verkünden das Balkonmodul hängt und der Netzbetreiber hat uns zumindest schon mündlich bestätigt:

“GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTSMEHR DAGEGEN”

IMG_0317

So jetzt (nach 5 Monaten) gibt es natürlich viel zu erzählen!

Mit welchem Stecker haben wir angeschlossen?
Was für eine Steckdose wurde verwendet?
Kann ich am Stecker einen Stromstoß kriegen wenn Sonne auf das Modul scheint?
Ist der Wechselrichter VDE geprüft?
Erfüllt der Wechselrichter die VDE 4105?
An welchen Stromkreis wird eingespeist?
Was passiert mit dem Strom der nicht im Haus verbraucht wird?
Wurde das Modul bei der Bundesnetzagentur angemeldet? Wenn ja warum?Weiß der Netzbetreiber Bescheid?
Gab es Probleme?
Warum haben wir kein Guerilla-Modul installiert?
Was kostet so ein System? Antwort: Nicht die Welt! ;-)

Da passt es doch hervorragend wenn ich auf dem 7. MPS Energie Gespräch Bergstraße davon berichten kann.

Die Veranstaltung findet am 27.2.2015 um 19:00 Uhr im “Restaurant Stadtgraben” in Heppenheim, Gräffstraße 8 statt. Wie immer bitten ich um Anmeldung damit wir entsprechend die Bestuhlung vornehmen können. Maximal können wir 75 Stühle (dann aber ohne Tische) stellen.

Biblis zum Niedrigstrahlungs Kurort

Diese Überschrift ist mir spontan eingefallen wie ich im Flyer von Rainer Klute den Spruch “Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Niedrigstrahlung die Abwehr des Körpers gegen höhere Strahlung stärkt.” gelesen habe!
Rainer Klute hat zum gestrigen Blogartikel kommentiert. Ich kenne Rainer Klute als fleißigen Twitterer der in unendlichen Tweet-Serien einem Tage und Wochen versauen kann.
Rainer Klute hat seine Meinung und die verteilt er auch. In derzeit mehr als 46.000 Tweets zwitschert er das Internet voll. Auch Facebook bleibt von ihm nicht verschont. Es macht für mich keinen Sinn mich mit Rainer Klute auseinander zu setzen. Ich nehme auch für mich die Dickköpfigkeit der “biologischen Lösung” in Anspruch. Rainer Klute wird mich nicht dazu bringen seine tausend links zu verfolgen und seinen Gedankengängen zu folgen. Ich brauche keine Papierberge, Tweetsfriedhöfe und Likesammlungen. Mich überzeugen Projekte! Real umgesetzte Dinge die ich sehen und angreifen kann.

Wenn also die Niedrigstrahlung so stärkend für den Körper ist, warum hilft dann Rainer Klute der stark gebeutelten Bibliser Bevölkerung nicht mit seinem Wissen? Die Gemeinde Biblis ist händeringend auf der Suche nach einem neuen Konzept, wie die Gemeinde attraktiv für Investoren wird. Biblis ist seit 2011 Vorranggebiet und wird von der EU gefördert. Da käme doch der Vorschlag Biblis zum Niedrigstrahlungs Kurort mit EU Gelder zu entwickeln gerade recht! Da wäre doch mal was Reales statt immer nur zu Twittern, Facebooken und Gutachten zu lesen. Meint jedenfalls der Sonnenflüsterer.

P.S.: Außerdem melde ich mich ab bis nächsten Mittwoch. Wer jetzt nicht erkennt was ich meine dem gebe ich den Hinweis: Da gibt es Asche auf mein Haupt! Wer Sehnsucht nach mir hat kann ja am Sonntag nach Bürstadt kommen. Es wird gemunkelt ich wäre leicht wieder zu erkennen

Stellungnahmen zu PV Ausschreibungen

Was nützt es wenn sich die verschiedensten Institutionen zu Wort melden dürfen wenn sich keiner die Mühe macht die Beste Lösung zu finden? Ich habe eine unvollständige Sammlung von Anmerkungen zur Freiflächenausschreibung hier aufgeführt:
Erneuerbare Energie Magazin für Erneuerbare Energien, Dr. Florian Valentin Rechtsanwalt spezialisiert auf Energierecht ( hier Zusammenfassung), BEE Bundesverband Erneuerbare Energien (16 Seiten), Grüne Bundestag ,
BWE Jan Hinrich Glahr BWE Vizepräsident und Hans Josef Fell.

Das Bundeskabinett scheren solche Hinweise von ausgewiesenen Fachleuten nicht. Die machen ihr Ding, sie führen die Energiewende bewusst an ihr Ende. Mit dieser Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen wird ein weiterer Sargnagel für die schnelle 100% Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien eingeschlagen. Sigmar Gabriel preist diese Verordnung in den höchsten Tönen und merkt nicht wie sehr er sich in einem planwirtschaftlichen Energiewendelchen verirrt! Er redet schon von 2017 als ob er wüßte dass die PV Ausschreibung in Deutschland ein Erfolg wird. Es ist ein bürokratisches Monster welches Bürger abschrecken wird sich zu engagieren.

Natürlich gibt es auch schon eine kleine Zusammenfassung wer was zu der BMWI Verordnung geschrieben hat. Dem IWR sei Dank dass wir weitere Stunden unseres Lebens für die Energiewende mit dem Lesen von guten Hinweisen verbringen können. Auch bei PV Magazin, bei meinem Blogger-Kollegen Björn und nicht zu vergessen Eurosolar können weitere Minuten zur Erweiterung des eigenen Horizontes aufgewendet werden.

Andere handeln derweil!
In China wird massiv die Photovoltaik ausgebaut! China bumps! Dort bumpst es richtig! Schaut euch mal das Bild in dem Artikel an. Dezentrale Energie direkt auf den Häusern und nicht wie bei uns, Windräder mitten ins Meer…
Dort wird der Ausbau der kostengünstigen Photovoltaik betrieben, in Deutschland werden unsägliche Verordnungen (104 Seiten) geschrieben wie man die gefährliche Photovoltaik in typisch deutsch geordnete Bahnen lenken kann.

Da wird es richtig zur Nebensache wenn die Atomenergie von der Windenergie weltweit überholt wird! Wie ich bereits vor einem halben Jahr angekündigt habe, sind die Deutschen Zubauzahlen von Windenergie in 2014 sensationell und sie werden auch 2015 und 2016 sensationell sein! Selbst BaWü ist aus seinem Windschlaf erwacht und die Grün/Rote Landesregierung hat die Energiewende in BaWü in die richtige Richtung gestellt. Aber auch dort wird 2017 von Sigmar Gabriel die Ausschreibung eingeführt und dann ist auch bei der Windenergie der Wind aus den Segeln genommen. Die Ausschreibung macht die Bürgerenergiewende kaputt! Warum lassen wir uns dies gefallen?

Wir lassen uns viel zu viel gefallen von denen die nur den Profit sehen und nicht die Natur und die Menschen die eigentlich in den Vordergrund gehören! Hier ein aktuelles Beispiel von der Firma die auf dem IrRWEg ist und bleibt!

Für mich zeigt sich klar wir können so nicht weiter machen. Dieses Klein-Klein von vielen kleinen Organisationen, Bloggern und Lobbyisten. Wir brauchen etwas Neues! Einen kleinen Denkanstoß dazu hier aber wen interessiert denn das? Wer liest denn so viele Links durch? Kein Mensch und trotzdem sag ich euch, wir müssen was tun!

Denn diesmal gilt die Ausrede nicht, wir wussten davon nix!

 

Schon wieder ein frecher Energieblogger

Was, da will ein Einzelner den Großen den Strommarkt erklären?
Wie, das Modell will keinen Profit aus der Angst vor Versorgungssicherheit schlagen?
Wer, Thorsten Zoerner? Nie gehört, ach so, schon mal gelesen (Blog stromhaltig) aber…
Wann, gerade jetzt werden die Voraussetzungen geschaffen
Wo, natürlich auf Startnext eine Projektbeschreibung hat bereits die notwendigen Fans erreicht aber…

Kaum ist Conny von der letzten Preisverleihung zuhause angekommen darf Sie sich mit dem nächsten Energieblogger Projekt beschäftigen. Thorsten Zoerner unser fleißigster Energieblogger (derzeit fast 500 Artikel veröffentlicht) sucht Unterstützung. Bei seinem Projekt Hybridstrommarkt geht es aber nicht um einen weiteren Artikel sondern um ein Buch!
“Diese Veröffentlichung – mit ISBN-Nummer und Eintragung in der Deutschen Nationalbibliothek – stellt sicher, dass es nicht “zufällig verschwindet” und ermöglicht es gleichzeitig einen Großteil, der in der Branche beteiligten Personen zu informieren. “

Boah, in der “Nationalbibliothek” (wußte gar nicht dass es sowas gibt) soll das Buch veröffentlicht werden! Darf ich gleich mal fragen, gibt es auch eine Nationalbloggerthek und steh ich da vielleicht sogar schon drin? Na ja, das wird man ja mal fragen dürfen…

Thorsten möchte einen Gegenentwurf die “Energiewirtschaft überraschen” und dazu braucht er Unterstützung (Fans) auf der Startnext Seite. Hoffentlich verbrennt er sich dabei nicht die Finger?
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Thorsten bei der Entwicklung des Hybridstrommarkt Modells! ;-)

Bei seinem Hybridstrommarkt sollen alle Akteure (auch die kleinen wie ich!) sich beteiligen können. Nicht nur die ehemals Big Four (man beachte das “ehemals” :-) ).

Aber was versuche ich Strommarktlaie hier zu erklären was der “Ehrenamtlicher Strommarkt Designer” viel besser kann. Schaut es euch an und werdet Fans wir brauchen bessere Modelle wie sie uns von den Alten Vier vorgegeben werden.

Ich vertraue Thorsten voll und ganz er ist ein Energieblogger! Die sind einfach Suuppper!