Kategorie-Archiv: Argumente

Die Argumente enthält einzelne Folien aus meinen Vorträgen

Wer schreibt der bleibt!

Diese alte Skatregel gilt auch heute noch! Gut einen Monat nach der 3. Sitzung des Infoforums zum Rückbau der Atomruinen in Biblis wurde das Protokoll veröffentlicht. Jetzt kann jeder selbst sich ein Urteil dazu bilden. Wie Bürgernah die Informationen des Öko-Institutes waren. Als Beispiel möchte ich nur die Folie 11 aus der Präsentation von Christian Küppers zeigen. Die komplette Präsentation kann als pdf im Protokoll aufgerufen werden.
Öko Institut Freimessung

Was sagt die Folie dem interessierten Anwohner?

Antwort: Mir sagt das nix!

Mir erscheint der ganze Vortrag als scheinheilig wenn ich die Schlussfolgerungen auf Folie 17 anschaue.

“Die Freigabe von gar nicht oder nur sehr gering radioaktiv belasteten Räumen und Materialien macht Sinn, wenn sie unter kontrollierten Bedingungen erfolgt.” Wir sollen also die Freigabe der “sehr gering radioaktiv belasteten Materialien” nur zum Zeitpunkt der Freigabe betrachten. Nicht die Jahrzehnte, Jahrhunderte oder gar Jahrtausende danach. Denn wenn sie mal auf der Hausmülldeponie liegen dann sind sie ja Hausmüll! Was mit dem Hausmüll danach “unkontrolliert” passiert kann der Herr Küppers mit seinen Formeln natürlich nicht berechnen. Da muss jeder Körper dann selbst mit fertig werden…Schaut euch die Präsentation an inclusive drei ähnlicher Formeln die für Anwohner der Atomruinen gedacht war. Das “Öko-Institut” wurde uns als Leckerli angepriesen! Als ob diese Präsentation auf die Bedenken der Anwohner auch nur im Geringsten eingegangen wäre…

Meine Fragen zur Finanzierung (gestellt im August 2014) des Rückbaus entwickeln sich zur “never ending story“. Dabei sind die Fragen doch klar verständlich und könnten kurz und knapp beantwortet werden!

Ich will doch nur drei einfache Antworten auf diese Fragen:

Entspricht der Monitor Bericht der Wahrheit?
Wurden die Atomruinen in Biblis auch in eine Tochtergesellschaft übergeben?
Wie ist der Name Tochtergesellschaft von der RWE AG?

Ich wiederhole hier die Fragen weil im Infoforum niemand wusste was ich gefragt habe. Die Sitzungsleitung hatte die Fragen nicht veröffentlich! Im Protokoll bleibt man diesem Stil treu und veröffentlicht alle Fragen (auch die 31 Fragen von Ingo!) nur meine Fragen werden “per Prosa” protokolliert.
Anfrage von Herrn Renz. Sicherung der Finanzierung des Rückbaus.”

Dass RWE zur Beantwortung dieser Frage angesprochen wurde habe ich auch schon geschrieben. Aber auf einen Satz im Protokoll möchte ich schon hinweisen. Wobei dieser Satz natürlich keinerlei rechtliche Bedeutung hat und wenn wir über den Rückbau von zwei Atomruinen reden werden nur die Dinge zählen die rechtlich “atombombensicher” abgedeckt sind. Es ist der letzte Satz wie er vom Kraftwerksleiter zitiert wird:
“Dies gilt auch für den Rückbau, so dass die finanzielle Vorsorgemaßnahme entsprechend verlängert werden muss.”

Aus meiner Sicht ist es die Bestätigung des Monitor Berichtes. Der Rückbau deutsche Atomkraftwerke ist nur bis 2022 durch die Mutterkonzerne abgedeckt. Danach “muß die finanzielle Vorsorgemaßnahme entsprechend verlängert werden“.

Wer glaubt ein Dax-Konzern würde so einfach die Risiken (Kosten) des Rückbaus von Atomruinen länger wie rechtlich vereinbart übernehmen, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank!

Ab 2022 zahlt der Bürger, fangt schon an zu sparen RWE wird nix mehr dazugeben!

P.S.: Übrigens war die FDP schon wieder nicht anwesend! Weiß jemand ob es die noch gibt?

Stromsparstrumpf und Strom Girokonto

Angeregt durch einen Beitrag im Windwärts Blog zum Thema Strom Girokonto möchte ich dieses Thema heute vertiefen. Mein erster Artikel zum Solarstrom Girokonto liegt ja bereits zweieinhalb Jahre zurück. Anschaulicher habe ich vor eineinhalb Jahren dieses Thema unter dem Titel “Ist Eigenverbrauch ungerecht?” dargestellt. Schön, dass diese Überlegungen jetzt von der MVV, der Uni Stuttgart und dem Batteriehersteller ads-tec aufgegriffen wurde. Aus meiner Sicht steigen die Projektpartner allerdings schon eine Stufe zu hoch ein und die Stufe  des Bargeldes im Geldbeutel, Geldkarte, Sparschwein oder Sparstrumpf übergangen. Im Stromsektor meine ich den Stromspeicher im eigenen Haus. Den habe ich natürlich auch seit gut zwei Jahren im Keller stehen!

Ich kann die Projektbeteiligten ja verstehen, sie suchen natürlich ein Geschäftsmodell für ihre Unternehmen. Eine Privatperson wie ich versucht aber so wenig wie möglich Energie zu kaufen und viel selbst zu erzeugen. Deshalb sind unsere Girokonten vom Denkansatz etwas unterschiedlich.

Da vom Projektbeteiligten bisher keinerlei Kostenaussagen veröffentlicht wurden, spare ich mir diese Betrachtung heute ebenfalls. Ich rechne da sowieso nicht sondern ich mache es einfach mit der Begründung: “es ist der richtige Weg”.

Technisch gesehen ist die Betrachtung der Projektbeteiligten sowieso falsch oder diplomatisch ausgedrückt “wir betrachten die kaufmännische Seite”.
Wenn ein Besitzer einer PV Anlage mehr Strom produziert wie er im eigenen Haushalt benötigt fließt dieser Strom in das öffentliche Netz. Dort wird dieser Strom nicht in den Batteriespeicher fließen, sondern in das Nachbarhaus und dort verbraucht. Erst wenn im lokalen Stromnetz mehr Strom produziert würde, wäre es sinnvoll im Ortsspeicher (Niederspannungsnetz) Strom zwischen zu speichern. Im Artikel “Ist Eigenverbrauch ungerecht?” habe ich eigentlich die detaillierte Beschreibung hinterlegt. Als weitere Komponente fehlt da “nur” der Ortsstromspeicher.

Wenn wir über die zukünftige Stromversorgung reden sollten wir immer von unten nach oben denken. Erst im Haushalt so wenig Energie wie möglich verbrauchen, soviel als möglich selbst produzieren und kleine Zwischenspeicher nutzen. Erst wenn die Kapazitäten im eigenen Haushalt überschritten werden, wird Energie exportiert oder importiert.

Sollte die übergeordnete Ebene (Ortsnetz!) dazu bereit sein, kann eine Abstimmung der zeitlichen Verbräuche zu einer gemeinsamen Optimierung erfolgen.Hier hänge ich gerade in meinem realen Leben, der örtliche Netzbetreiber hat “Null Bock” mit mir über solche Themen zu diskutieren. Denen ist es egal wann ich meinen Speicher be- oder entlade…

Ich könnte mir z.B. vorstellen meine Strombatterie nicht sofort am Morgen mit Sonnenstrom zu füllen, sondern wenn im lokalen Netz günstiger Strom vorhanden ist. Ebenso wäre es sinnvoll meine Batterie auch in jeder Produktionslosen Zeit (Nachts!) vollständig zu entleeren und nicht so wie heute nur so viel Energie zu entnehmen wie ich im eigenen Haushalt gerade benötige.

Die finanzielle Optimierung muß natürlich auch von unten nach oben erfolgen. Eine Abstimmung zwischen Hausbesitzer und lokalem Netzbetreiber muß unter dem Gesichtspunkt der lokalen Wertschöpfung laufen und nicht mit einem marktwirtschaftlichen Geschwafel vermischt werden. Wenn der lokale Netzbetreiber “Leipziger Börsenpreise” für den Strom aus der lokalen Solaranlagen in die Diskussion einbringt dann ist die Basis für eine partnerschaftlichen lokalen Energieversorgung nicht gegeben… Oder wenn der Gesetzgeber meint der lokale Energiehandel müsste sich an den Kosten des “europaweiten/weltweiten Energiehandels” beteiligen dann sind die lokalen Bemühungen für die Tonne!

Ich bin mal gespannt ob es erneut mehr als ein Jahr dauert bis der Stromgirokonto Eröffnung einen Schritt näher kommen. ;-)

Die Zukunft der abgebrannten Energien

Seit sich die Nachricht vom “radikal” verändernden E.on Konzern verbreitet, berichten die unterschiedlichsten Medien gerade so als ob es eine andere Alternative gegeben hätte. Der Vorstandschef steht schließlich ca. 60.000 Mitarbeitern vor. Er hat 31 Milliarden Schulden im Konzern und soll für den Rückbau der Atomkraftwerke weitere 14,5 Milliarden irgendwann mal flüssig machen. Für seinen Kohlestrom kriegt er Jahr für Jahr weniger und im Geschäft mit den Erneuerbaren Energien sind die Renditen nicht in “AG-Höhe” zu erwirtschaften.

Oder habe ich da was verpasst und die 800 Energiegenossenschaften betreiben Kraftwerke mit einem üppig gut bezahlten Personalstand und geben ihren Genossen noch eine auskömmliche Ausschüttung. Den Genossenschaften wohlgesonnenen Verbände werden Spenden überwiesen und der Werbewirtschaft werden tausende von Euros zugeschoben um das Energiegenossenschaftsmarketing zu betreiben. Nee, ich hab nix verpasst. Mit den Einspeisetarifen die momentan für Erneuerbare Energien gezahlt werden kann kein Konzern alle seine Nutznießer weiter beschäftigen. Ausnahmen gibt es natürlich wie immer! Mit der Offshore Windenergie ist es möglich die satten Strukturen eines Konzerns zu ernähren. Der Netzbetrieb (mit staatlich garantierten 9,05 Prozent ) ist natürlich auch ein Leckerli was sich ein E.on gerne einverleiben würde. Unter dem schicken Wort “Kundenbetreuung” darf man sich den Rundum-Sorglos-Flatrate Energie Kunden vorstellen, der nur noch die Abbuchungserlaubnis vom Girokonto unterschreiben muss. Ansonsten ist alles in der Flatte-Ratte drin. Aufgehübscht natürlich von tollen Bildern der exklusiven E.on App die allen Kunden Tag und Nacht zur Verfügung stehen.

Die “Neue E.on” will also mit Offshore Kraftwerken Strom produzieren, über eigene Netze transportieren und den zufriedenen Kunden frei Haus liefern.
Wohlgemerkt mit 40.000 Mitarbeitern!
Wohlgemerkt die Gehälter in dieser Branche sind nicht die schlechtesten!
Wohlgemerkt die Sozialleistungen bei E.on liegen leicht über denen der Branche der Erneuerbaren Energien! (Achtung da spielte leichte Ironie mit!)

In die noch Neuere E.on, (übernehmen wir einfach mal den Namen E.off aus der Süddeutschen) steckt das Management von E.on mal kurz 20.000 Mitarbeiter und alle Kraftwerke der abgebrannten Energien. Das sind dann die Öl, Gas, Kohle und Atomkraftwerke. Die E.off wird dann nach und nach ihre Einnahmequellen verlieren, denn E.on baut ja Kraftwerke mit Erneuerbaren Energien! Viele Kraftwerke müssen es schon sein wenn tausende E.on Mitarbeiter davon leben wollen! Die Aktionäre von E.on wollen natürlich auch ernährt werden! Wobei die E.on Aktionäre anscheinend eine gleiche Anzahl von den tollen E.off Aktien erhalten sollen! Nicht erklärt wurde wie der Aktienkurs der Neuen E.on Aktien stabil bleiben soll wenn man die 20.000 Mitarbeiter inclusive aller Kraftwerke rausnimmt und an der Börse Aktien von E.off anbietet! Wo der Mehrwert herkommen soll erschließt sich mir nicht. Oder vielleicht hab ich doch so eine klitzekleine Ahnung was da angedacht ist. Wenn die Aktionäre von E.off plötzlich nicht in Deutschland sondern aus dem Ausland nicht an die Gerichten sondern ein frei verhandelbares “Investor-Staat-Schiedsverfahren” anstreben, dann ist klar wo der Mehrwert liegt. Die ziehen uns BürgerInnen in den Hinterzimmern bei Kaffee, Schampus und Häppchen die Kohle in einer Art “Flatrate” für abgebrannte Energien aus dem Hintern.

Aber das war doch klar!
Nachdem wir schon üppig für die Bereitstellung von Energie gezahlte haben, fleißig das Quecksilber aus den Schloten der Kohlekraftwerken inhaliert haben, die atomare Minimalststrahlung in unseren Körpern biologisch abgebaut haben zahlen wir auch in naher Zukunft für den IrRWEg der abgebrannten Energien. Wer sonst als die Bürger?

Was allerdings auch klar ist! Wir Bürger können es kostengünstiger! Wir müssen es nur tun. Deshalb mein Tip wie immer: Baut Photovoltaikanlagen!

5.000 Volllaststunden mit Windenergie im Binnenland!

Ja da können wir im Binnenland von träumen, aber es ist ein Traum der demnächst Realität werden könnte. Aber erst mal “Guude Mosche” an alle meine Leser ich bin nach dem Geburtstagsstreß wieder online. Obwohl ich bereits zum 60sten mal dieses Fest feiern durfte war es alles andere als Routine. Vielen Dank an alle die an mich gedacht haben und die Zeit fanden mir Wünsche zu übermitteln. Es sind einfach zu viele  die sich über Whats App, Twitter, Facebook, Telefon und Mail meldeten. Danke an euch alle es hat mich sehr gefreut.

Gefreut hat mich natürlich auch der tolle Vortrag am 14. November in Heppenheim-Kirschhausen von Alexander Bohrmann und seinem fliegenden Drachen Enerkite.

Da bahnt sich eine Sensation in der Windenergie an. Dies war meine Einschätzung nach den ca. 2 Stunden Vortrag, Fragen und Diskussionsrunde. Die ca. 40 ZuhörerInnen waren fasziniert von der Chance der Windenergie “ohne Turm”. Es war der 10. Windstammtisch vom Bundesverband Windenergie in Südhessen. Zusammen mit Franz Mitsch hatte ich schon lange die “windige Truppe” um Alexander Bohrmann auf meiner Referentenliste stehen. Aber mit solchen klaren Vorstellungen wie die Drachenenergie zur Wirtschaftlichkeit gebracht werden sollen, hatte ich nicht gerechnet. Natürlich stelle ich euch gerne die Präsentation von Alexander zur Verfügung. Allerdings solltet ihr (wenn ihr den noch heute am 1.12.2014) lest erst beim Live-Stream vorbeischauen. Die fliegen gerade einen Testflug in Brandenburg. Ich lach mich kaputt die machen gerade “eine kurze Zwischenlandung wegen eines “Akkuwechsels für Beleuchtung des Flügels”!
Enerkite Zwischenlandung
Am Wochenende hatte ich mehrfach vorbeigeschaut im Livestream und immer ist Enerkite bei ca. 8 m/s geflogen und hat zwischen 25 und 30 kW/h Strom produziert. Aber jetzt schnell rüber zum Live Stream und schaut selbst!

Ich weiß in der Flugphase ist das Video langweilig deshalb hier noch die Präsentation von Alexander.

Die Knaller aus der Präsentation:

Ziel ist weniger wie 4 Cent je Kilowatt Stunde Strom!
Ressourcensparende Technik – 3 Gummibärchen Material für den täglichen Strombedarf! Der Drachen startet alleine “ohne Wind”! (rotierender Ankermast – Folie Transport und Errichtung)
und was auch wichtig ist! Bei Flaute sehen ja Windräder richtig Sch…e aus. Bei Flaute, bei Gewitter, wenn Wildgänse oder Fledermäuse fliegen landet Enerkite einfach und wartet bis die Luft wieder “rein” ist.

Späßle am Rande: Es ist kein “Luftfahrtgerät” sondern ein Drachen der den Luftraum nur als Hindernis nutzt . (siehe Folie Genehmigungen!)

Es war ein toller 10. Windstammtisch mit Visionen, Fakten und Potentialen zu “Flugwindkraftanlagen”. Wer noch mehr Infos möchte oder noch besser wer sich finanziell beteiligen möchte der kann dabei sein. Unter FunderNation sammelt Dr. Alexander Bohrmann und sein sensationelles Windteam Geld um dieses Projekt voran zu bringen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen…

P.S.: Inzwischen fliegt er wieder. :-)
Enerkite Leistungsbetrieb

Wenn Bürger lästig sind!

Vor meinem Urlaub habe ich den Ball an die Politik im Bundestag, im Landtag und im Kreistag gegeben. Heute möchte ich Bilanz ziehen. Wobei die Bilanz ernüchternd aussieht. Ich habe nur eine Rückmeldung erhalten und zwar von Angela Dorn von den Grünen im Hessischen Landtag, die meine Mail über den Fraktionsvorsitz (Matthias Wagner) anscheinend erhalten hatte. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit ihr in Verbindung setzen. So stelle ich mir Demokratie vor. Meine Mail wurde von den hessischen Grünen im Landtag Ernst genommen.

Alle anderen meinen wohl, mich müsste man nicht ernst nehmen.
Alle anderen werden mich auch noch kennenlernen!
Alle anderen kann ich nur sagen, setzen Note “6”!

Ich hatte folgende Fraktionsvorsitzende ohne Rückmeldungen angeschrieben:

Bund CDU Volker Kauder volker.kauder@bundestag.de
Bund SPD Thomas Oppermann oeffentlichkeitsarbeit@spdfraktion.de
Bund Die Linke Gregor Gysi fraktion@linksfraktion.de
Bund Grüne Katrin Göring-Eckardt + Anton Hofreiter info@gruene-bundestag.de
Hessen CDU Michael Boddenberg ‘cdu-fraktion@ltg.hessen.de’
Hessen SPD Thorsten Schäfer Gümbel ‘t.schaefer-guembel@ltg.hessen.de’
Hessen Die Linke Janine Wissler ‘j.wissler@ltg.hessen.de’
Bergstraße CDU Alfons Haag ‘info@bergstrasse.cdu.de’
Bergstraße SPD Josef Fiedler ‘ub.bergstrasse@spd.de’
Bergstraße Grüne Evelyn Berg + Thilo Figaj ‘mail@gruene-bergstrasse.de’

Keiner dieser angeschriebenen “Fraktionsvorsitzenden” hat sich bei mir zurückgemeldet! Die Mailadressen scheinen korrekt zu sein, jedenfalls kam keine zurück. Die Fraktionsvorsitzenden hatten also meine Mail. Aber keiner hat sich mit mir in Verbindung gesetzt. Es könnte ja sein, dass die Fraktionsvorsitzende nicht die richtigen Ansprechpartner sind. Aber nein, meine Mail vergammelt in irgendwelchen Postfächern. Denn weitergeleitet haben die Fraktionsvorsitzenden meine Mail auch nicht. Sonst hätte sich doch irgendjemand gemeldet? In jedem dieser Parlamente sind Abgeordnete die mich persönlich kennen. Ich bekam nur die eine Rückmeldung. Wenn dies demokratische Mitbestimmung ist kann ich drauf verzichten!

Ist es Größenwahnsinnig wenn ich von den Fraktionsvorsitzenden um eine Weiterleitung an die Fraktionsmitglieder bitte? Oder habe ich nicht das Recht als Bürger auf eine Weiterleitung? Ich weiß es nicht, aber wenn mir keiner Rückantwort gibt stehe ich ganz schön im Regen. Was soll ich denn als Bürger tun? Ach so, wenn Wahl ist soll ich ein Kreuz machen. Mach ich auch aber ein wenig würde ich schon mein Fachwissen akzeptiert wissen…

Die “Energiewende” wird immer wieder bei politischen Sonntagsreden als dezentral und Bürger basierend betitelt. Wenn aber die Bürger von den Politikern nicht mehr ernst genommen werden dann ist was faul in unserem System. Egal auf welcher Ebene ich die Fraktionsvorsitzenden angeschrieben habe, das Energiethema ist auf allen politischen Ebenen präsent. Deshalb finde ich die Ignoranz der politisch Verantwortlichen meines offenen Briefes ist ein Schlag in das Gesicht unserer Demokratie. Ich erwarte Rückmeldungen wenn ich meine Abgeordneten anschreibe und nicht ein wegducken vor meinen Fragen. Ihr kennt den Sonnenflüsterer und ihr wißt damit ist nicht Ende meiner Aktion. Die Fraktionsvorsitzenden werden demnächst von mir hören… Auf welchem Weg verrate ich noch nicht…

Nochmals vielen, vielen Dank an Angela Dorn und den Hessischen Grünen es hat mich sehr gefreut von euch eine Rückmeldung zu erhalten. Ich melde mich demnächst bei Angela und ich bin mir sicher mit unserer Erneuerbaren Power schaffen wir die Energiewende auch wenn viele andere uns ignorieren, bremsen oder Knüppel zwischen die Beine werfen wollen.

Wir können schreiben und reden was wir wollen, wenn uns keiner liest oder zuhört ist all dies unnötig. Wichtiger ist natürlich nicht nur zuhören oder lesen sondern handeln. Wem dies immer noch nicht genug ist dem empfehle ich diese 6 Minuten Rede. Da ist alles gesagt:

Referenten machen Solarenergie bewußt teuer

Was ist das eigentlich für eine Politik die immer erst mal “Referentenentwürfe” im Netz kursieren läßt bevor die echten Entscheider ihre Gesetzentwürfe auf den Tisch gelegt werden? Im Moment kann man den “Referentenentwurf” zur “PV-Pilotauschreibung” im Netz finden.

Natürlich hat der nix damit zu tun was die Bundesregierung machen möchte! Oder doch? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass der Vorschlag im “Referentenentwurf” die größe der Photovoltaikanlagen auf 10 MW zu begrenzen nicht zu akzeptieren ist. Was würden denn die Windparkplaner sagen wenn es EEG Vergütung nur noch für Windparks bis 10 MW gäbe? Wenn der Park größer ist gibt es nix mehr. Wäre doch bekloppt oder? Wenn große Flächen zur Verfügung stehen und Photovoltaik seine Stärke ausspielen könnte, warum sollte dann der kostengünstige Solarstrom nicht produziert werden? Das einzige was doch dagegen spricht wäre: wir wollen, dass viele Menschen in Deutschland an vielen Stellen Solarkraftwerke bauen. Ja dann, wenn wir das wirklich wollen, dann laßt uns den idiotischen Deckel (Ausschreibungsdeckel 600 MW im Jahr) in die Tonne treten.

Wenn juwi in Amerika Photovoltaikstrom für 4 Cent die kWh produzieren kann, dann könnten meine Rheinland Pfälzischen Freunde dies sicherlich auch in Deutschland! Dann laßt es uns endlich tun und Kohlekraftwerke abschalten (und nicht deren Arbeitsplätze erhalten!) damit Bürger die Bürger Energie produzieren wollen, wieder eine Chance haben.

Pecha Kucha beim 6. MPS Energie Gespräch Bergstrasse

Wir hatten am Freitag den 31.10. wieder ein Energie Gespräch in Heppenheim. Mit 26 Anwesenden war es wieder eine gut besuchte Veranstaltung und mit Dr. Peter Kosack hatten wir einen engagierten Referenten. Seinen Vortrag werde ich demnächst veröffentlichen denn Peter möchte seinen Vortrag noch kommentieren damit interessierte Leser auch verstehen können was er in Heppenheim in seinem Vortrag erzählt hat.

Eingebürgert hat sich auch mein Einleitungsvortrag im Pecha Kucha Stil. Er fordert zwar sowohl mich als auch die Zuhörer aber ich werde diese Art der Einleitung beibehalten. Im Vortrag zeige ich was mich energetisch in letzter Zeit bewegt und möchte Anstösse geben. Hier zum reinschauen was ich in 6:40 Minuten so gezeigt habe.

Die einzelnen Folien sind natürlich nur Plakativ und zu jeder Folie könnte ich eine ganze Geschichte erzählen. Da ich mich aber weder auf wenige Infos beschränken möchte habe ich mich zu pecha kucha enschlossen. Wer den Blog liest hat sicherlich schon von den verschiedenen Themen gelesen aber natürlich sind Fragen zu einzelnen Folien zulässig. Einfach kommentieren dann erzähle ich die Geschichte die hinter den Folien steht.

Meinung des Tages!

Nachdem am Montag im Blog Energiezukunft meine Meinung der Woche veröffentlicht wurde, möchte ich heute meine Tagesmeinung nachschieben. Als Blogger bin ich nun mal ein Schnellschreiber und kein Redakteur oder sogar Wissenschaftler der sich lange mit einem Thema beschäftigt. Wenn mir was durch den Kopf geht dann muss es raus! Aber bei dem Thema “Ist eine RWE Aktie Bürgerenergie” da schwirren auch Tage danach noch Ideen durch meine Birne die ich heute nachschieben möchte.

Vor allem der Abschnitt “Effizienz durch Bürgerenergie” möchte ich ergänzen/präzisieren. Durch das miserable EEG 2014 gehen momentan den Energiegenossenschaften die Projekte aus. Die Energiegenossenschaften brauchen aber ein Wachstum denn die wenigsten sind schon mit so vielen Projekten gesegnet, dass ein Wirtschafltiches Überleben für die nächsten Jahre gewährleistet ist. Ich befürchte, dass beim “ersten Sturm” einige Genossenschaften in Insolvenz gehen. Deshalb müssen Projekte her die den Genossenschaften eine breite Basis an Projekten gibt. Ich weiß nicht in wie vielen Vorträgen ich von der wichtigen Effizienz gehört habe die angeblich für den Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien notwendig ist. Nur getan hat sich wenig, viel zu wenig und ein sexy Konzept ist mir auch nicht bekannt.
Warum also machen wir es mit unseren Energiegenossenschaften nicht selbst?
Wir kaufen Grundstücke in unseren Kommunen auf und peppen die Grundstücke mit Häusern, nach dem neuesten Energiesparstandard, auf? Finanziert über die Energiegenossenschaft, geplant von unseren lokalen Architekten, gebaut von unseren lokalen Handwerken bewohnt von Mietern denen ein Haus mit wenigen Nebenkosten etwas Wert ist.

Ich erlebe in unseren Kommunen immer wieder, dass Häuser von älteren Menschen bewohnt werden die sich aufgrund ihres Alters kaum noch um ihre Immobilie kümmern können. Das Haus wird abgewohnt! Die Kinder sind weltweit unterwegs und wohnen nicht nah bei den Eltern sondern in der Nähe des Arbeitsplatzes. Wenn dann die Eltern sterben wird der Verkaufspreis des Grundstückes inclusive Haus oft zu hoch angesetzt. Die Folge, das Grundstück wird nicht verkauft und vergammelt noch mehr. Erst wenn die Vergammelung so weit fortgeschritten ist und die Kinder entnervt aufgeben wird verkauft und der Käufer kümmert sich wieder um eine Instandsetzung des Hauses. Ob dann ein Energie-Spar-Haus oder sogar ein Energie Plus Haus gebaut wird steht in den Sternen. Die Nachbarn dieses Grundstückes müssen Jahre lang den Siechtum der Immobilie ertragen. Dadurch dass in diesem Haus weder Strom verbraucht, noch Wasser genutzt, noch Internet genutzt wird, beteiligt sich dieses “Grundstück” nicht an den “Gemeinkosten” die in solch einer “Gemeinde” anfallen.

Wenn wir uns mit unseren Energiegenossenschaften um solche Grundstücke kümmern erhalten wir die kommunale Infrastruktur und schaffen einen Anschub in Richtung Energieeffizienz. Die Grundstücke müssen allerdings immer im Eigentum der Genossenschaft bleiben. Nur der Grundbesitz sichert langfristig das überleben der Gemeinschaft.

Es ist natürlich auch denkbar, dass die Genossenschaft nur das Grundstück ankauft und einem Bauwilligen unter der Voraussetzung ein Energie Effizientes Haus zu bauen, langfristig verpachtet.

Ich glaube wir wären in der Lage für alle Genossen der Genossenschaft, Architekten, Handwerken und Bewohner der Immobilie eine finanziell attraktive Perspektive zu bieten. Sicherlich ist auch diese “Tagesmeinung” noch nicht zu Ende gedacht aber ich finde zwei Tage bevor ich mich in Urlaub abmelde ist es eine gute Diskussionsbasis oder was meint ihr?

Sammlung: Erneuerbare sind zu teuer

Wie oft hab ich schon gehört Erneuerbare Energien wären teuer!
Nach 37 Jahren Daimler Benz im Rechnungswesen, weiss ich es kommt immer drauf an wie die Rechnung aufgemacht wird. Was rechnen wir in die “Kosten” ein? Bei Atomkraftwerken die Lagerkosten von zig Generationen? Bei Kohlekraftwerken die Atemwegserkrankungen von Kindern? Wie bewerten wir das Husten der Kinder in Euro?

Hier in dieser Sammlung werde ich die Artikel erwähnen und sammeln, die den Spruch oder dem Sinn nach von “Erneuerbare Energien sind teuer” schreiben. Als legendäre Aussage des Ex-Vorstandsvorsitzenden der RWE möchte ich Jürgen Großmann mit seinem Ananas Spruch anführen…

Ganz aktuell (9/2014) kommt Robin Grimes (Nuklearphysiker!) zu der Erkenntnis “Es sei aber “nicht wahr”, dass Nuklearenergie teurer als etwa erneuerbare Energien sei – die echte Konkurrenz seien lediglich billige, aber umweltschädliche Stoffe wie Kohle, sagt Grimes.” Eine Begründung hat die Lusche anscheinend nicht aber Hauptsache mal einen dummen Spruch losgelassen.

Auch an den Unsinn eines Professors mit dem ungerechtfertigten Namen Sinn möchte ich erinnern (3/2012) der mit seiner Einschätzung “…der Markt für die Erneuerbaren auf absehbare Zeit von öffentlichen Subventionen lebt und nicht vom ureigenen Interesse der Nachfrager getrieben ist.” lag er ordentlich daneben. Inzwischen werden Erneuerbare Energien auch ohne Förderung genutzt. Aber trotzderm wird dieser Unsinn immer noch als Experte gehandelt.

Ich bin mir sicher, dass es noch munter weitergeht mit dem Spruch Erneuerbare Energien sind teuer und ich werde noch öfter meine Sammlung erweitern drüfen. Wer einen Artikel mit diesem Unsinn findet bitte melden…

Energiewende das Karussell dreht sich weiter

Wer gedacht hat mit dem EEG 2014 wird es ruhig an der Front des Umbaus unseres Energiesystems der hat sich getäuscht. Es wird eigentlich immer wilder! Die Lobbyisten der konventionellen Energien laufen durch die Drehtüren der Bundesregierung wann und so oft sie wollen! Während die Freunde der Erneuerbaren Energien bitten und betteln müssen.
Reuters berichtet: Jedes fünfte deutsche Unternehmen hat einer Umfrage zufolge über Probleme mit der Energiesicherheit Ja was haben sie denn? Nix genaues erfährt man nicht, im Artikel. Aber Reuters liegt “in Auszügen” die Umfrage vor. Wenigstens vollständige Sätze hätte ich von Reuters erwartet. Dass die Chinesen uns den Rang ablaufen war schon lange klar. Mehr Solarthermie, mehr Windenergie und mehr Photovoltaik installieren die Chinesen schon lange als wir Deutschen. Aber unsere Story war doch so schön! Aber lang ist es her…

Aktuell erreicht mich die Nachricht, dass die Windparkeröffnung am kommenden Sonntag in Freiensteinau von einer Gegendemo begleitet wird. Natürlich komme ich vor Ort zu meinem Freund Michael (Fa. Luftstrom) der bereits 2009 bei der Einweihung von Demonstranten beehrt wurde… Auch damals war ich vor Ort und hab mir die “Argumente” der BI’s angehört. Vermutlich werden es immer noch die gleichen “Argumente” sein die ich dort am Sonntag zu hören bekommen. Ich geh mal davon aus, dass die Gegner in diesen fünf Jahren sich an der Veränderung unserer Energieversorgung nicht aktiv beteiligt haben. Da dies nur eine Vermutung ist werde ich mal nachfragen…

Im Artikel der Kinzigtal Nachrichten findet man jedenfalls nur eine “lose Sammlung” von Gegenargumenten. Hauptsache mal auf den Grünen Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir draufgeklopft. Dass wir einen Hessischen Energiegipfel hatten auf dem die angeprangerten Zahlen beschlossen wurden, ignorieren die Freunde des “schönen Ausblicks”. Sie werden trotzdem das alte Lied “die Grünen sind die Schuldigen” singen. Dass die Veränderung der Energieversorgung ein muss ist haben diese Menschen noch nicht begriffen. Da greift wieder mal mein Begriff der “biologischen Lösung“! Anders wird es da nicht gehen…

Tarek al Wazir hat sich auf seiner Sommertour auch auf der Neutscher Höhe bei der Energiegenossenschaft Starkenburg sehen lassen. Dort war das Windrad so leise, dass die Geräusche von den drei Flügeln durch die Kühlung am Fuß des Windrads übertönt wurden… Leider hatte Tarek wenig Zeit und ich konnte nicht mit ihm reden und am Sonntag wird es vermutlich noch schwieriger werden. Bei 700 angekündigten Windkraftgegnern wäre es nett wenn sich viele meiner Freunde und Bekannte auch mal als Freunde der Windenergie in Freiensteinau sehen lassen würden. Also auf geht’s am Sonntag nach Freiensteinau! Ich gebe mir auch noch Mühe die Wolken vor der Sonne zu vertreiben und regnen wird es schon gar nicht wenn der Sonnenflüsterer kommt!