Kategorie-Archiv: Argumente

Die Argumente enthält einzelne Folien aus meinen Vorträgen

Solar to go!

Vor ca. 5 Monaten habe ich das 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße mit dem Thema Plug In System organisiert. Warum es legal sei dieses Balkonmodul anzuschließen habe ich auch schon geschrieben. Dass es Probleme gab/gibt ebenfalls. Heute kann ich verkünden das Balkonmodul hängt und der Netzbetreiber hat uns zumindest schon mündlich bestätigt:

“GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTSMEHR DAGEGEN”

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So jetzt (nach 5 Monaten) gibt es natürlich viel zu erzählen!

Mit welchem Stecker haben wir angeschlossen?
Was für eine Steckdose wurde verwendet?
Kann ich am Stecker einen Stromstoß kriegen wenn Sonne auf das Modul scheint?
Ist der Wechselrichter VDE geprüft?
Erfüllt der Wechselrichter die VDE 4105?
An welchen Stromkreis wird eingespeist?
Was passiert mit dem Strom der nicht im Haus verbraucht wird?
Wurde das Modul bei der Bundesnetzagentur angemeldet? Wenn ja warum?Weiß der Netzbetreiber Bescheid?
Gab es Probleme?
Warum haben wir kein Guerilla-Modul installiert?
Was kostet so ein System? Antwort: Nicht die Welt! ;-)

Da passt es doch hervorragend wenn ich auf dem 7. MPS Energie Gespräch Bergstraße davon berichten kann.

Die Veranstaltung findet am 27.2.2015 um 19:00 Uhr im “Restaurant Stadtgraben” in Heppenheim, Gräffstraße 8 statt. Wie immer bitten ich um Anmeldung damit wir entsprechend die Bestuhlung vornehmen können. Maximal können wir 75 Stühle (dann aber ohne Tische) stellen.

Biblis zum Niedrigstrahlungs Kurort

Diese Überschrift ist mir spontan eingefallen wie ich im Flyer von Rainer Klute den Spruch “Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Niedrigstrahlung die Abwehr des Körpers gegen höhere Strahlung stärkt.” gelesen habe!
Rainer Klute hat zum gestrigen Blogartikel kommentiert. Ich kenne Rainer Klute als fleißigen Twitterer der in unendlichen Tweet-Serien einem Tage und Wochen versauen kann.
Rainer Klute hat seine Meinung und die verteilt er auch. In derzeit mehr als 46.000 Tweets zwitschert er das Internet voll. Auch Facebook bleibt von ihm nicht verschont. Es macht für mich keinen Sinn mich mit Rainer Klute auseinander zu setzen. Ich nehme auch für mich die Dickköpfigkeit der “biologischen Lösung” in Anspruch. Rainer Klute wird mich nicht dazu bringen seine tausend links zu verfolgen und seinen Gedankengängen zu folgen. Ich brauche keine Papierberge, Tweetsfriedhöfe und Likesammlungen. Mich überzeugen Projekte! Real umgesetzte Dinge die ich sehen und angreifen kann.

Wenn also die Niedrigstrahlung so stärkend für den Körper ist, warum hilft dann Rainer Klute der stark gebeutelten Bibliser Bevölkerung nicht mit seinem Wissen? Die Gemeinde Biblis ist händeringend auf der Suche nach einem neuen Konzept, wie die Gemeinde attraktiv für Investoren wird. Biblis ist seit 2011 Vorranggebiet und wird von der EU gefördert. Da käme doch der Vorschlag Biblis zum Niedrigstrahlungs Kurort mit EU Gelder zu entwickeln gerade recht! Da wäre doch mal was Reales statt immer nur zu Twittern, Facebooken und Gutachten zu lesen. Meint jedenfalls der Sonnenflüsterer.

P.S.: Außerdem melde ich mich ab bis nächsten Mittwoch. Wer jetzt nicht erkennt was ich meine dem gebe ich den Hinweis: Da gibt es Asche auf mein Haupt! Wer Sehnsucht nach mir hat kann ja am Sonntag nach Bürstadt kommen. Es wird gemunkelt ich wäre leicht wieder zu erkennen

Stellungnahmen zu PV Ausschreibungen

Was nützt es wenn sich die verschiedensten Institutionen zu Wort melden dürfen wenn sich keiner die Mühe macht die Beste Lösung zu finden? Ich habe eine unvollständige Sammlung von Anmerkungen zur Freiflächenausschreibung hier aufgeführt:
Erneuerbare Energie Magazin für Erneuerbare Energien, Dr. Florian Valentin Rechtsanwalt spezialisiert auf Energierecht ( hier Zusammenfassung), BEE Bundesverband Erneuerbare Energien (16 Seiten), Grüne Bundestag ,
BWE Jan Hinrich Glahr BWE Vizepräsident und Hans Josef Fell.

Das Bundeskabinett scheren solche Hinweise von ausgewiesenen Fachleuten nicht. Die machen ihr Ding, sie führen die Energiewende bewusst an ihr Ende. Mit dieser Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen wird ein weiterer Sargnagel für die schnelle 100% Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien eingeschlagen. Sigmar Gabriel preist diese Verordnung in den höchsten Tönen und merkt nicht wie sehr er sich in einem planwirtschaftlichen Energiewendelchen verirrt! Er redet schon von 2017 als ob er wüßte dass die PV Ausschreibung in Deutschland ein Erfolg wird. Es ist ein bürokratisches Monster welches Bürger abschrecken wird sich zu engagieren.

Natürlich gibt es auch schon eine kleine Zusammenfassung wer was zu der BMWI Verordnung geschrieben hat. Dem IWR sei Dank dass wir weitere Stunden unseres Lebens für die Energiewende mit dem Lesen von guten Hinweisen verbringen können. Auch bei PV Magazin, bei meinem Blogger-Kollegen Björn und nicht zu vergessen Eurosolar können weitere Minuten zur Erweiterung des eigenen Horizontes aufgewendet werden.

Andere handeln derweil!
In China wird massiv die Photovoltaik ausgebaut! China bumps! Dort bumpst es richtig! Schaut euch mal das Bild in dem Artikel an. Dezentrale Energie direkt auf den Häusern und nicht wie bei uns, Windräder mitten ins Meer…
Dort wird der Ausbau der kostengünstigen Photovoltaik betrieben, in Deutschland werden unsägliche Verordnungen (104 Seiten) geschrieben wie man die gefährliche Photovoltaik in typisch deutsch geordnete Bahnen lenken kann.

Da wird es richtig zur Nebensache wenn die Atomenergie von der Windenergie weltweit überholt wird! Wie ich bereits vor einem halben Jahr angekündigt habe, sind die Deutschen Zubauzahlen von Windenergie in 2014 sensationell und sie werden auch 2015 und 2016 sensationell sein! Selbst BaWü ist aus seinem Windschlaf erwacht und die Grün/Rote Landesregierung hat die Energiewende in BaWü in die richtige Richtung gestellt. Aber auch dort wird 2017 von Sigmar Gabriel die Ausschreibung eingeführt und dann ist auch bei der Windenergie der Wind aus den Segeln genommen. Die Ausschreibung macht die Bürgerenergiewende kaputt! Warum lassen wir uns dies gefallen?

Wir lassen uns viel zu viel gefallen von denen die nur den Profit sehen und nicht die Natur und die Menschen die eigentlich in den Vordergrund gehören! Hier ein aktuelles Beispiel von der Firma die auf dem IrRWEg ist und bleibt!

Für mich zeigt sich klar wir können so nicht weiter machen. Dieses Klein-Klein von vielen kleinen Organisationen, Bloggern und Lobbyisten. Wir brauchen etwas Neues! Einen kleinen Denkanstoß dazu hier aber wen interessiert denn das? Wer liest denn so viele Links durch? Kein Mensch und trotzdem sag ich euch, wir müssen was tun!

Denn diesmal gilt die Ausrede nicht, wir wussten davon nix!

 

Schon wieder ein frecher Energieblogger

Was, da will ein Einzelner den Großen den Strommarkt erklären?
Wie, das Modell will keinen Profit aus der Angst vor Versorgungssicherheit schlagen?
Wer, Thorsten Zoerner? Nie gehört, ach so, schon mal gelesen (Blog stromhaltig) aber…
Wann, gerade jetzt werden die Voraussetzungen geschaffen
Wo, natürlich auf Startnext eine Projektbeschreibung hat bereits die notwendigen Fans erreicht aber…

Kaum ist Conny von der letzten Preisverleihung zuhause angekommen darf Sie sich mit dem nächsten Energieblogger Projekt beschäftigen. Thorsten Zoerner unser fleißigster Energieblogger (derzeit fast 500 Artikel veröffentlicht) sucht Unterstützung. Bei seinem Projekt Hybridstrommarkt geht es aber nicht um einen weiteren Artikel sondern um ein Buch!
“Diese Veröffentlichung – mit ISBN-Nummer und Eintragung in der Deutschen Nationalbibliothek – stellt sicher, dass es nicht “zufällig verschwindet” und ermöglicht es gleichzeitig einen Großteil, der in der Branche beteiligten Personen zu informieren. “

Boah, in der “Nationalbibliothek” (wußte gar nicht dass es sowas gibt) soll das Buch veröffentlicht werden! Darf ich gleich mal fragen, gibt es auch eine Nationalbloggerthek und steh ich da vielleicht sogar schon drin? Na ja, das wird man ja mal fragen dürfen…

Thorsten möchte einen Gegenentwurf die “Energiewirtschaft überraschen” und dazu braucht er Unterstützung (Fans) auf der Startnext Seite. Hoffentlich verbrennt er sich dabei nicht die Finger?
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Thorsten bei der Entwicklung des Hybridstrommarkt Modells! ;-)

Bei seinem Hybridstrommarkt sollen alle Akteure (auch die kleinen wie ich!) sich beteiligen können. Nicht nur die ehemals Big Four (man beachte das “ehemals” :-) ).

Aber was versuche ich Strommarktlaie hier zu erklären was der “Ehrenamtlicher Strommarkt Designer” viel besser kann. Schaut es euch an und werdet Fans wir brauchen bessere Modelle wie sie uns von den Alten Vier vorgegeben werden.

Ich vertraue Thorsten voll und ganz er ist ein Energieblogger! Die sind einfach Suuppper!

 

Wortprotokoll der Anhörung um das AKW Biblis

Zwei Monate nach dem Erörterungstermin zum Rückbau der beiden Atomruinen in Biblis, wurde vom Hessischen Umweltministerium das Wortprotokoll veröffentlicht. Auf 247 Seiten wird wörtlich dokumentiert wie Anwohner (auch ich und mein Sonnenschein) von RWE und dem Umweltministerium abgewatscht werden. Eines der “best off’s” (Seite 39) als Schmankerl:

Petrick (HMUKLV):
Als Erstes möchte ich sagen: Natürlich nehmen wir die Sorgen und Bedenken der Bürger ernst. Transparenz ist uns ebenfalls wichtig. Ich denke, Sie haben auch bemerkt, dass doch viele Informationen, zum Beispiel die Antragsunterlagen, im Internet verfügbar waren. Wir als Behörde haben auch festgestellt, dass davon rege Gebrauch gemacht wurde. Die Bürger haben sich sehr wohl diese Unterlagen im Internet angesehen, haben sie heruntergeladen. Dass man das alles noch optimieren könnte, da gebe ich Ihnen recht; das können wir gerne als Vorschlag aufnehmen und mit unserer Hausleitung mal besprechen.
Wenn Sie jetzt vorschlagen, Sie hätten gerne eine eigene Internetplattform für den Rückbau Biblis, dann würde ich fragen: Sollen wir als Umweltministerium die betreiben, oder soll sie von einer unabhängigen Stelle betrieben werden? Wie stellen Sie sich das vor?
Renz (Einwenderin):
Ich gehe doch davon aus, dass die Genehmigungsbehörde eine unabhängige Stelle ist. So würde ich als Bürgerin das jetzt mal deuten.
(Vereinzelt Beifall)
Petrick (HMUKLV):
Danke für das Vertrauen. Ich gebe das dann so weiter bei uns im Haus. – Vielen Dank.

Das hessische Umweltministerium sieht sich selbst nicht als neutral an! Bleibt die Frage offen auf welcher Seite sich das Umweltministerium sieht! Auf der Seite der Konzerne oder der Bürger…

Demnächst mehr zu dieser tollen Quelle…

5 Jahre Dess is Dreck

Mit viel Geld haben die Protagonisten jetzt schon fünf Jahre überlebt und sie feiern sich mal wieder selbst. Ich muss zugeben der Neue Namen Dii ist prägnanter wie Desertec! Das Ziel wurde inzwischen viel geschmeidiger ausformuliert. Es ist nicht mehr beabsichtigt Strom in der Wüste für Europa zu produzieren. Nein, erst soll “…Wüstenstrom in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) für den lokalen Bedarf beschleunigt produziert und dann auch auf dem Europäischen Markt angeboten werden kann.” Der Desertec Gründer freut sich sogar, dass die Wüste noch lebt! Sicher kein Ergebnis der Desertec Foundation aber um die Wüste geht es ja nicht, es geht um die gesamte Erde. Jetzt werden Lösungen für eine Welt mit Zehn Milliarden Menschen gesucht…

Ich bleibe dabei Dii oder Desertec ist der falsche Ansatz. Bereits vor sechs Jahren hab ich Desertec mit Malefiz verglichen und diese einfache Beschreibung gilt auch heute noch!
In 2009 war ich kreativ und hab den Namen “Dess iss Dreck” geboren und meine Grafiken noch mehr vereinfacht. Um anschließend eine Woche später auf eine “Micky-Maus” Grafik von Desertec mit meiner “potentiellen Solarmodulstandortgrafik” zu antworten.

Natürlich muss ich zugeben, dass die Grafiken von Dii viel schöner sind wie meine. So schön heile Welt! Wer in dreistelligen Milliardenbeträge rechnet hat natürlich eine andere Basis wie der Sonnenflüsterer. Bei meinem aktuellen Projekt geht es auch um dreistellige Beträge, allerdings Euro’s die von (fast) jedem aufgebracht werden können. Ich möchte nämlich keine Energielösung für 10 Milliarden Menschen die Sklaven einiger weniger Konzerne sind, sondern 10 Milliarden Menschen die sich einen Großteil ihrer Energie direkt von der Sonne besorgen. DIRVOSO könnte man dies vielleicht beim derzeitigen Abkürzungswahn nennen. Direkt von der Sonne!

8 Tote pro Jahr sind o.k.! Aber…

Als praktizierender Atomkraftgegner möchte ich auch heute unser radioaktives Problem aus der Stromgewinnung aus der Atomkraft aufgreifen. In den nächsten Jahren werden ja in Biblis zwei Atomruinen zurückgebaut. Dabei fällt eine Unmenge an Material mit “leichter” Radioaktivität an. Dieses Material wird nach jetziger Rechtslage auf LKW’s verfrachtet und in Deutschland auf Mülldeponien verteilt. Die Genehmigung dafür basiert auf Grenzwerten die in Kauf nehmen dass es bei 100 Millionen Personen die der Strahlenbelastung ausgesetzt sind jährlich 10 Tote gibt. In Deutschland wären das acht Tote pro Jahr. Na ja acht Tote pro Jahr so viel ist das auch nicht oder?

Soweit die derzeitige Rechtslage. Wenn ich dem BUND Experten Werner Neumann seine Ausführungen zu dieser Strahlenbelastung anschaue wird mir schlecht! Er berechnet Werte von bis zu maximal 10.000 Tote pro Jahr. Dies ist ungefähr die Größenordnung die jährlich im Straßenverkehr sterben. Allerdings hätten die Menschen die durch Strahlen versterben keine Möglichkeit dies zu beeinflussen. Strahlung schadet ohne Ankündigung!

Wie kommt Werner Neumann zu seiner Zahl? Er hat als Experte vom BUND sich tief in die Materie eingearbeitet und als Einwendung zum Rückbau von Biblis schriftlich niedergelegt. Auf der Strahlentelex Seite wurden seine Berechnungen (pdf, Seite 1 bis 8) veröffentlicht. Aus meiner Sicht belegt er schlüssig dass systematisch das Risiko einer Krebserkrankung unterschätzt wurde. Er entlarvt den Trick durch viele kleine Faktorabweichungen ein Risiko kleinzurechnen.

Das dramatische ist: um in Summe das 1.000 fache…

Es setzt sich zusammen aus:

Faktor 10: Neubewertung des Risikofaktors der Strahlenbelastung
Als erstes zeigt Neumann auf, dass der rechtliche Wert auf Basis eines Strahlenbelastungswertes von 1977 (ICRP 26, 1977) basiert. Dieser wurde jedoch nach Tschernobyl um das zehnfache (BEIR-Bericht V 1990) erhöht.

Faktor 2: Wegfall des Dosis-Reduktionsfaktor
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat bereits im Jahr 2009 geschrieben dieser Reduktionsfaktor sollte nicht mehr angewandt werden!

 

Faktor 3: Aufrundens der Grenzwerte
Eine ganz billige Nummer ist das Runden von Werten. Üblich ist das kaufmännische Runden (0,5 wird auf 1 aufgerundet und 0,49 auf null abgerundet). In der Ableitung von Grenzwerten werden jedoch ganz andere Rundungen vorgenommen die in nachfolgenden Gutachten nicht berücksichtigt werden…

Faktor 5: höheren Gesamtanfalls von radioaktiven Abfällen
Die schwach radioaktiven Abfälle wurden zu Zeiten berechnet als noch keine Erfahrung mit dem Rückbau von AKW’s bestand. Durch den Atomausstieg werden die Mengen in Deutschland sich auf wenige “Hausmülldeponien” konzentrieren entsprechend steigt das Krebsrisiko.

Faktor X: Nicht-Berücksichtigung von allen Radionukliden
Man beschränkt sich auf die Messung nur einiger Radionuklide,
die man gut, schnell, einfach und kostengünstig messen kann
und unterstellt, dass damit auch
die nicht einfach, nicht schnell und nur sehr aufwändig messbaren anderen Radionuklide ausreichend erfasst wären.

Weiterhin benennt Neumann den Faktor 2 für zu geringen Dosisfaktor bei besonderen Risikogruppen und den Faktor 5 für zu geringe Transferfaktoren und willkürliches Anheben von Grenzwerten!

Natürlich sind dies alles nur “theoretische” Werte die Werner Neumann nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen hat. Dies ist immer so bei der Festlegung von Grenzwerten. Dem Betroffenen der sich mit Krebserkrankungen dann rumschlägt ist dies alles egal. Er trägt die Folgen dieser unverantwortlichen Stromgewinnung.

Als Beispiel möchte ich meine Operation vor gut 3 Jahren anführen. Mir wurde ein “gutartiger Darmtumor” entfernt. Natürlich kann auch ich nicht diese Erkrankung der jahrelangen Radioaktiven Strahlung vom 8 km entfernten Atomkraftwerk Biblis zuschreiben. Aber das Risiko war und ist da und aus meiner Sicht sollte es so gering als möglich gehalten werden. Deshalb geht mit dem strahlenden Müll sorglicher um wie bisher geplant. Ich werde auf jeden Fall den Rückbau der Atomruinen in Biblis weiter kritisch begleiten und danke Werner Neumann für seine akribische Aufarbeitung der aktuellen Situation.

Wer schreibt der bleibt!

Diese alte Skatregel gilt auch heute noch! Gut einen Monat nach der 3. Sitzung des Infoforums zum Rückbau der Atomruinen in Biblis wurde das Protokoll veröffentlicht. Jetzt kann jeder selbst sich ein Urteil dazu bilden. Wie Bürgernah die Informationen des Öko-Institutes waren. Als Beispiel möchte ich nur die Folie 11 aus der Präsentation von Christian Küppers zeigen. Die komplette Präsentation kann als pdf im Protokoll aufgerufen werden.
Öko Institut Freimessung

Was sagt die Folie dem interessierten Anwohner?

Antwort: Mir sagt das nix!

Mir erscheint der ganze Vortrag als scheinheilig wenn ich die Schlussfolgerungen auf Folie 17 anschaue.

“Die Freigabe von gar nicht oder nur sehr gering radioaktiv belasteten Räumen und Materialien macht Sinn, wenn sie unter kontrollierten Bedingungen erfolgt.” Wir sollen also die Freigabe der “sehr gering radioaktiv belasteten Materialien” nur zum Zeitpunkt der Freigabe betrachten. Nicht die Jahrzehnte, Jahrhunderte oder gar Jahrtausende danach. Denn wenn sie mal auf der Hausmülldeponie liegen dann sind sie ja Hausmüll! Was mit dem Hausmüll danach “unkontrolliert” passiert kann der Herr Küppers mit seinen Formeln natürlich nicht berechnen. Da muss jeder Körper dann selbst mit fertig werden…Schaut euch die Präsentation an inclusive drei ähnlicher Formeln die für Anwohner der Atomruinen gedacht war. Das “Öko-Institut” wurde uns als Leckerli angepriesen! Als ob diese Präsentation auf die Bedenken der Anwohner auch nur im Geringsten eingegangen wäre…

Meine Fragen zur Finanzierung (gestellt im August 2014) des Rückbaus entwickeln sich zur “never ending story“. Dabei sind die Fragen doch klar verständlich und könnten kurz und knapp beantwortet werden!

Ich will doch nur drei einfache Antworten auf diese Fragen:

Entspricht der Monitor Bericht der Wahrheit?
Wurden die Atomruinen in Biblis auch in eine Tochtergesellschaft übergeben?
Wie ist der Name Tochtergesellschaft von der RWE AG?

Ich wiederhole hier die Fragen weil im Infoforum niemand wusste was ich gefragt habe. Die Sitzungsleitung hatte die Fragen nicht veröffentlich! Im Protokoll bleibt man diesem Stil treu und veröffentlicht alle Fragen (auch die 31 Fragen von Ingo!) nur meine Fragen werden “per Prosa” protokolliert.
Anfrage von Herrn Renz. Sicherung der Finanzierung des Rückbaus.”

Dass RWE zur Beantwortung dieser Frage angesprochen wurde habe ich auch schon geschrieben. Aber auf einen Satz im Protokoll möchte ich schon hinweisen. Wobei dieser Satz natürlich keinerlei rechtliche Bedeutung hat und wenn wir über den Rückbau von zwei Atomruinen reden werden nur die Dinge zählen die rechtlich “atombombensicher” abgedeckt sind. Es ist der letzte Satz wie er vom Kraftwerksleiter zitiert wird:
“Dies gilt auch für den Rückbau, so dass die finanzielle Vorsorgemaßnahme entsprechend verlängert werden muss.”

Aus meiner Sicht ist es die Bestätigung des Monitor Berichtes. Der Rückbau deutsche Atomkraftwerke ist nur bis 2022 durch die Mutterkonzerne abgedeckt. Danach “muß die finanzielle Vorsorgemaßnahme entsprechend verlängert werden“.

Wer glaubt ein Dax-Konzern würde so einfach die Risiken (Kosten) des Rückbaus von Atomruinen länger wie rechtlich vereinbart übernehmen, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank!

Ab 2022 zahlt der Bürger, fangt schon an zu sparen RWE wird nix mehr dazugeben!

P.S.: Übrigens war die FDP schon wieder nicht anwesend! Weiß jemand ob es die noch gibt?

Stromsparstrumpf und Strom Girokonto

Angeregt durch einen Beitrag im Windwärts Blog zum Thema Strom Girokonto möchte ich dieses Thema heute vertiefen. Mein erster Artikel zum Solarstrom Girokonto liegt ja bereits zweieinhalb Jahre zurück. Anschaulicher habe ich vor eineinhalb Jahren dieses Thema unter dem Titel “Ist Eigenverbrauch ungerecht?” dargestellt. Schön, dass diese Überlegungen jetzt von der MVV, der Uni Stuttgart und dem Batteriehersteller ads-tec aufgegriffen wurde. Aus meiner Sicht steigen die Projektpartner allerdings schon eine Stufe zu hoch ein und die Stufe  des Bargeldes im Geldbeutel, Geldkarte, Sparschwein oder Sparstrumpf übergangen. Im Stromsektor meine ich den Stromspeicher im eigenen Haus. Den habe ich natürlich auch seit gut zwei Jahren im Keller stehen!

Ich kann die Projektbeteiligten ja verstehen, sie suchen natürlich ein Geschäftsmodell für ihre Unternehmen. Eine Privatperson wie ich versucht aber so wenig wie möglich Energie zu kaufen und viel selbst zu erzeugen. Deshalb sind unsere Girokonten vom Denkansatz etwas unterschiedlich.

Da vom Projektbeteiligten bisher keinerlei Kostenaussagen veröffentlicht wurden, spare ich mir diese Betrachtung heute ebenfalls. Ich rechne da sowieso nicht sondern ich mache es einfach mit der Begründung: “es ist der richtige Weg”.

Technisch gesehen ist die Betrachtung der Projektbeteiligten sowieso falsch oder diplomatisch ausgedrückt “wir betrachten die kaufmännische Seite”.
Wenn ein Besitzer einer PV Anlage mehr Strom produziert wie er im eigenen Haushalt benötigt fließt dieser Strom in das öffentliche Netz. Dort wird dieser Strom nicht in den Batteriespeicher fließen, sondern in das Nachbarhaus und dort verbraucht. Erst wenn im lokalen Stromnetz mehr Strom produziert würde, wäre es sinnvoll im Ortsspeicher (Niederspannungsnetz) Strom zwischen zu speichern. Im Artikel “Ist Eigenverbrauch ungerecht?” habe ich eigentlich die detaillierte Beschreibung hinterlegt. Als weitere Komponente fehlt da “nur” der Ortsstromspeicher.

Wenn wir über die zukünftige Stromversorgung reden sollten wir immer von unten nach oben denken. Erst im Haushalt so wenig Energie wie möglich verbrauchen, soviel als möglich selbst produzieren und kleine Zwischenspeicher nutzen. Erst wenn die Kapazitäten im eigenen Haushalt überschritten werden, wird Energie exportiert oder importiert.

Sollte die übergeordnete Ebene (Ortsnetz!) dazu bereit sein, kann eine Abstimmung der zeitlichen Verbräuche zu einer gemeinsamen Optimierung erfolgen.Hier hänge ich gerade in meinem realen Leben, der örtliche Netzbetreiber hat “Null Bock” mit mir über solche Themen zu diskutieren. Denen ist es egal wann ich meinen Speicher be- oder entlade…

Ich könnte mir z.B. vorstellen meine Strombatterie nicht sofort am Morgen mit Sonnenstrom zu füllen, sondern wenn im lokalen Netz günstiger Strom vorhanden ist. Ebenso wäre es sinnvoll meine Batterie auch in jeder Produktionslosen Zeit (Nachts!) vollständig zu entleeren und nicht so wie heute nur so viel Energie zu entnehmen wie ich im eigenen Haushalt gerade benötige.

Die finanzielle Optimierung muß natürlich auch von unten nach oben erfolgen. Eine Abstimmung zwischen Hausbesitzer und lokalem Netzbetreiber muß unter dem Gesichtspunkt der lokalen Wertschöpfung laufen und nicht mit einem marktwirtschaftlichen Geschwafel vermischt werden. Wenn der lokale Netzbetreiber “Leipziger Börsenpreise” für den Strom aus der lokalen Solaranlagen in die Diskussion einbringt dann ist die Basis für eine partnerschaftlichen lokalen Energieversorgung nicht gegeben… Oder wenn der Gesetzgeber meint der lokale Energiehandel müsste sich an den Kosten des “europaweiten/weltweiten Energiehandels” beteiligen dann sind die lokalen Bemühungen für die Tonne!

Ich bin mal gespannt ob es erneut mehr als ein Jahr dauert bis der Stromgirokonto Eröffnung einen Schritt näher kommen. ;-)

Die Zukunft der abgebrannten Energien

Seit sich die Nachricht vom “radikal” verändernden E.on Konzern verbreitet, berichten die unterschiedlichsten Medien gerade so als ob es eine andere Alternative gegeben hätte. Der Vorstandschef steht schließlich ca. 60.000 Mitarbeitern vor. Er hat 31 Milliarden Schulden im Konzern und soll für den Rückbau der Atomkraftwerke weitere 14,5 Milliarden irgendwann mal flüssig machen. Für seinen Kohlestrom kriegt er Jahr für Jahr weniger und im Geschäft mit den Erneuerbaren Energien sind die Renditen nicht in “AG-Höhe” zu erwirtschaften.

Oder habe ich da was verpasst und die 800 Energiegenossenschaften betreiben Kraftwerke mit einem üppig gut bezahlten Personalstand und geben ihren Genossen noch eine auskömmliche Ausschüttung. Den Genossenschaften wohlgesonnenen Verbände werden Spenden überwiesen und der Werbewirtschaft werden tausende von Euros zugeschoben um das Energiegenossenschaftsmarketing zu betreiben. Nee, ich hab nix verpasst. Mit den Einspeisetarifen die momentan für Erneuerbare Energien gezahlt werden kann kein Konzern alle seine Nutznießer weiter beschäftigen. Ausnahmen gibt es natürlich wie immer! Mit der Offshore Windenergie ist es möglich die satten Strukturen eines Konzerns zu ernähren. Der Netzbetrieb (mit staatlich garantierten 9,05 Prozent ) ist natürlich auch ein Leckerli was sich ein E.on gerne einverleiben würde. Unter dem schicken Wort “Kundenbetreuung” darf man sich den Rundum-Sorglos-Flatrate Energie Kunden vorstellen, der nur noch die Abbuchungserlaubnis vom Girokonto unterschreiben muss. Ansonsten ist alles in der Flatte-Ratte drin. Aufgehübscht natürlich von tollen Bildern der exklusiven E.on App die allen Kunden Tag und Nacht zur Verfügung stehen.

Die “Neue E.on” will also mit Offshore Kraftwerken Strom produzieren, über eigene Netze transportieren und den zufriedenen Kunden frei Haus liefern.
Wohlgemerkt mit 40.000 Mitarbeitern!
Wohlgemerkt die Gehälter in dieser Branche sind nicht die schlechtesten!
Wohlgemerkt die Sozialleistungen bei E.on liegen leicht über denen der Branche der Erneuerbaren Energien! (Achtung da spielte leichte Ironie mit!)

In die noch Neuere E.on, (übernehmen wir einfach mal den Namen E.off aus der Süddeutschen) steckt das Management von E.on mal kurz 20.000 Mitarbeiter und alle Kraftwerke der abgebrannten Energien. Das sind dann die Öl, Gas, Kohle und Atomkraftwerke. Die E.off wird dann nach und nach ihre Einnahmequellen verlieren, denn E.on baut ja Kraftwerke mit Erneuerbaren Energien! Viele Kraftwerke müssen es schon sein wenn tausende E.on Mitarbeiter davon leben wollen! Die Aktionäre von E.on wollen natürlich auch ernährt werden! Wobei die E.on Aktionäre anscheinend eine gleiche Anzahl von den tollen E.off Aktien erhalten sollen! Nicht erklärt wurde wie der Aktienkurs der Neuen E.on Aktien stabil bleiben soll wenn man die 20.000 Mitarbeiter inclusive aller Kraftwerke rausnimmt und an der Börse Aktien von E.off anbietet! Wo der Mehrwert herkommen soll erschließt sich mir nicht. Oder vielleicht hab ich doch so eine klitzekleine Ahnung was da angedacht ist. Wenn die Aktionäre von E.off plötzlich nicht in Deutschland sondern aus dem Ausland nicht an die Gerichten sondern ein frei verhandelbares “Investor-Staat-Schiedsverfahren” anstreben, dann ist klar wo der Mehrwert liegt. Die ziehen uns BürgerInnen in den Hinterzimmern bei Kaffee, Schampus und Häppchen die Kohle in einer Art “Flatrate” für abgebrannte Energien aus dem Hintern.

Aber das war doch klar!
Nachdem wir schon üppig für die Bereitstellung von Energie gezahlte haben, fleißig das Quecksilber aus den Schloten der Kohlekraftwerken inhaliert haben, die atomare Minimalststrahlung in unseren Körpern biologisch abgebaut haben zahlen wir auch in naher Zukunft für den IrRWEg der abgebrannten Energien. Wer sonst als die Bürger?

Was allerdings auch klar ist! Wir Bürger können es kostengünstiger! Wir müssen es nur tun. Deshalb mein Tip wie immer: Baut Photovoltaikanlagen!