Kategorie-Archiv: Argumente

Die Argumente enthält einzelne Folien aus meinen Vorträgen

Wenn Bürger lästig sind!

Vor meinem Urlaub habe ich den Ball an die Politik im Bundestag, im Landtag und im Kreistag gegeben. Heute möchte ich Bilanz ziehen. Wobei die Bilanz ernüchternd aussieht. Ich habe nur eine Rückmeldung erhalten und zwar von Angela Dorn von den Grünen im Hessischen Landtag, die meine Mail über den Fraktionsvorsitz (Matthias Wagner) anscheinend erhalten hatte. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit ihr in Verbindung setzen. So stelle ich mir Demokratie vor. Meine Mail wurde von den hessischen Grünen im Landtag Ernst genommen.

Alle anderen meinen wohl, mich müsste man nicht ernst nehmen.
Alle anderen werden mich auch noch kennenlernen!
Alle anderen kann ich nur sagen, setzen Note “6”!

Ich hatte folgende Fraktionsvorsitzende ohne Rückmeldungen angeschrieben:

Bund CDU Volker Kauder volker.kauder@bundestag.de
Bund SPD Thomas Oppermann oeffentlichkeitsarbeit@spdfraktion.de
Bund Die Linke Gregor Gysi fraktion@linksfraktion.de
Bund Grüne Katrin Göring-Eckardt + Anton Hofreiter info@gruene-bundestag.de
Hessen CDU Michael Boddenberg ‘cdu-fraktion@ltg.hessen.de’
Hessen SPD Thorsten Schäfer Gümbel ‘t.schaefer-guembel@ltg.hessen.de’
Hessen Die Linke Janine Wissler ‘j.wissler@ltg.hessen.de’
Bergstraße CDU Alfons Haag ‘info@bergstrasse.cdu.de’
Bergstraße SPD Josef Fiedler ‘ub.bergstrasse@spd.de’
Bergstraße Grüne Evelyn Berg + Thilo Figaj ‘mail@gruene-bergstrasse.de’

Keiner dieser angeschriebenen “Fraktionsvorsitzenden” hat sich bei mir zurückgemeldet! Die Mailadressen scheinen korrekt zu sein, jedenfalls kam keine zurück. Die Fraktionsvorsitzenden hatten also meine Mail. Aber keiner hat sich mit mir in Verbindung gesetzt. Es könnte ja sein, dass die Fraktionsvorsitzende nicht die richtigen Ansprechpartner sind. Aber nein, meine Mail vergammelt in irgendwelchen Postfächern. Denn weitergeleitet haben die Fraktionsvorsitzenden meine Mail auch nicht. Sonst hätte sich doch irgendjemand gemeldet? In jedem dieser Parlamente sind Abgeordnete die mich persönlich kennen. Ich bekam nur die eine Rückmeldung. Wenn dies demokratische Mitbestimmung ist kann ich drauf verzichten!

Ist es Größenwahnsinnig wenn ich von den Fraktionsvorsitzenden um eine Weiterleitung an die Fraktionsmitglieder bitte? Oder habe ich nicht das Recht als Bürger auf eine Weiterleitung? Ich weiß es nicht, aber wenn mir keiner Rückantwort gibt stehe ich ganz schön im Regen. Was soll ich denn als Bürger tun? Ach so, wenn Wahl ist soll ich ein Kreuz machen. Mach ich auch aber ein wenig würde ich schon mein Fachwissen akzeptiert wissen…

Die “Energiewende” wird immer wieder bei politischen Sonntagsreden als dezentral und Bürger basierend betitelt. Wenn aber die Bürger von den Politikern nicht mehr ernst genommen werden dann ist was faul in unserem System. Egal auf welcher Ebene ich die Fraktionsvorsitzenden angeschrieben habe, das Energiethema ist auf allen politischen Ebenen präsent. Deshalb finde ich die Ignoranz der politisch Verantwortlichen meines offenen Briefes ist ein Schlag in das Gesicht unserer Demokratie. Ich erwarte Rückmeldungen wenn ich meine Abgeordneten anschreibe und nicht ein wegducken vor meinen Fragen. Ihr kennt den Sonnenflüsterer und ihr wißt damit ist nicht Ende meiner Aktion. Die Fraktionsvorsitzenden werden demnächst von mir hören… Auf welchem Weg verrate ich noch nicht…

Nochmals vielen, vielen Dank an Angela Dorn und den Hessischen Grünen es hat mich sehr gefreut von euch eine Rückmeldung zu erhalten. Ich melde mich demnächst bei Angela und ich bin mir sicher mit unserer Erneuerbaren Power schaffen wir die Energiewende auch wenn viele andere uns ignorieren, bremsen oder Knüppel zwischen die Beine werfen wollen.

Wir können schreiben und reden was wir wollen, wenn uns keiner liest oder zuhört ist all dies unnötig. Wichtiger ist natürlich nicht nur zuhören oder lesen sondern handeln. Wem dies immer noch nicht genug ist dem empfehle ich diese 6 Minuten Rede. Da ist alles gesagt:

Referenten machen Solarenergie bewußt teuer

Was ist das eigentlich für eine Politik die immer erst mal “Referentenentwürfe” im Netz kursieren läßt bevor die echten Entscheider ihre Gesetzentwürfe auf den Tisch gelegt werden? Im Moment kann man den “Referentenentwurf” zur “PV-Pilotauschreibung” im Netz finden.

Natürlich hat der nix damit zu tun was die Bundesregierung machen möchte! Oder doch? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass der Vorschlag im “Referentenentwurf” die größe der Photovoltaikanlagen auf 10 MW zu begrenzen nicht zu akzeptieren ist. Was würden denn die Windparkplaner sagen wenn es EEG Vergütung nur noch für Windparks bis 10 MW gäbe? Wenn der Park größer ist gibt es nix mehr. Wäre doch bekloppt oder? Wenn große Flächen zur Verfügung stehen und Photovoltaik seine Stärke ausspielen könnte, warum sollte dann der kostengünstige Solarstrom nicht produziert werden? Das einzige was doch dagegen spricht wäre: wir wollen, dass viele Menschen in Deutschland an vielen Stellen Solarkraftwerke bauen. Ja dann, wenn wir das wirklich wollen, dann laßt uns den idiotischen Deckel (Ausschreibungsdeckel 600 MW im Jahr) in die Tonne treten.

Wenn juwi in Amerika Photovoltaikstrom für 4 Cent die kWh produzieren kann, dann könnten meine Rheinland Pfälzischen Freunde dies sicherlich auch in Deutschland! Dann laßt es uns endlich tun und Kohlekraftwerke abschalten (und nicht deren Arbeitsplätze erhalten!) damit Bürger die Bürger Energie produzieren wollen, wieder eine Chance haben.

Pecha Kucha beim 6. MPS Energie Gespräch Bergstrasse

Wir hatten am Freitag den 31.10. wieder ein Energie Gespräch in Heppenheim. Mit 26 Anwesenden war es wieder eine gut besuchte Veranstaltung und mit Dr. Peter Kosack hatten wir einen engagierten Referenten. Seinen Vortrag werde ich demnächst veröffentlichen denn Peter möchte seinen Vortrag noch kommentieren damit interessierte Leser auch verstehen können was er in Heppenheim in seinem Vortrag erzählt hat.

Eingebürgert hat sich auch mein Einleitungsvortrag im Pecha Kucha Stil. Er fordert zwar sowohl mich als auch die Zuhörer aber ich werde diese Art der Einleitung beibehalten. Im Vortrag zeige ich was mich energetisch in letzter Zeit bewegt und möchte Anstösse geben. Hier zum reinschauen was ich in 6:40 Minuten so gezeigt habe.

Die einzelnen Folien sind natürlich nur Plakativ und zu jeder Folie könnte ich eine ganze Geschichte erzählen. Da ich mich aber weder auf wenige Infos beschränken möchte habe ich mich zu pecha kucha enschlossen. Wer den Blog liest hat sicherlich schon von den verschiedenen Themen gelesen aber natürlich sind Fragen zu einzelnen Folien zulässig. Einfach kommentieren dann erzähle ich die Geschichte die hinter den Folien steht.

Meinung des Tages!

Nachdem am Montag im Blog Energiezukunft meine Meinung der Woche veröffentlicht wurde, möchte ich heute meine Tagesmeinung nachschieben. Als Blogger bin ich nun mal ein Schnellschreiber und kein Redakteur oder sogar Wissenschaftler der sich lange mit einem Thema beschäftigt. Wenn mir was durch den Kopf geht dann muss es raus! Aber bei dem Thema “Ist eine RWE Aktie Bürgerenergie” da schwirren auch Tage danach noch Ideen durch meine Birne die ich heute nachschieben möchte.

Vor allem der Abschnitt “Effizienz durch Bürgerenergie” möchte ich ergänzen/präzisieren. Durch das miserable EEG 2014 gehen momentan den Energiegenossenschaften die Projekte aus. Die Energiegenossenschaften brauchen aber ein Wachstum denn die wenigsten sind schon mit so vielen Projekten gesegnet, dass ein Wirtschafltiches Überleben für die nächsten Jahre gewährleistet ist. Ich befürchte, dass beim “ersten Sturm” einige Genossenschaften in Insolvenz gehen. Deshalb müssen Projekte her die den Genossenschaften eine breite Basis an Projekten gibt. Ich weiß nicht in wie vielen Vorträgen ich von der wichtigen Effizienz gehört habe die angeblich für den Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien notwendig ist. Nur getan hat sich wenig, viel zu wenig und ein sexy Konzept ist mir auch nicht bekannt.
Warum also machen wir es mit unseren Energiegenossenschaften nicht selbst?
Wir kaufen Grundstücke in unseren Kommunen auf und peppen die Grundstücke mit Häusern, nach dem neuesten Energiesparstandard, auf? Finanziert über die Energiegenossenschaft, geplant von unseren lokalen Architekten, gebaut von unseren lokalen Handwerken bewohnt von Mietern denen ein Haus mit wenigen Nebenkosten etwas Wert ist.

Ich erlebe in unseren Kommunen immer wieder, dass Häuser von älteren Menschen bewohnt werden die sich aufgrund ihres Alters kaum noch um ihre Immobilie kümmern können. Das Haus wird abgewohnt! Die Kinder sind weltweit unterwegs und wohnen nicht nah bei den Eltern sondern in der Nähe des Arbeitsplatzes. Wenn dann die Eltern sterben wird der Verkaufspreis des Grundstückes inclusive Haus oft zu hoch angesetzt. Die Folge, das Grundstück wird nicht verkauft und vergammelt noch mehr. Erst wenn die Vergammelung so weit fortgeschritten ist und die Kinder entnervt aufgeben wird verkauft und der Käufer kümmert sich wieder um eine Instandsetzung des Hauses. Ob dann ein Energie-Spar-Haus oder sogar ein Energie Plus Haus gebaut wird steht in den Sternen. Die Nachbarn dieses Grundstückes müssen Jahre lang den Siechtum der Immobilie ertragen. Dadurch dass in diesem Haus weder Strom verbraucht, noch Wasser genutzt, noch Internet genutzt wird, beteiligt sich dieses “Grundstück” nicht an den “Gemeinkosten” die in solch einer “Gemeinde” anfallen.

Wenn wir uns mit unseren Energiegenossenschaften um solche Grundstücke kümmern erhalten wir die kommunale Infrastruktur und schaffen einen Anschub in Richtung Energieeffizienz. Die Grundstücke müssen allerdings immer im Eigentum der Genossenschaft bleiben. Nur der Grundbesitz sichert langfristig das überleben der Gemeinschaft.

Es ist natürlich auch denkbar, dass die Genossenschaft nur das Grundstück ankauft und einem Bauwilligen unter der Voraussetzung ein Energie Effizientes Haus zu bauen, langfristig verpachtet.

Ich glaube wir wären in der Lage für alle Genossen der Genossenschaft, Architekten, Handwerken und Bewohner der Immobilie eine finanziell attraktive Perspektive zu bieten. Sicherlich ist auch diese “Tagesmeinung” noch nicht zu Ende gedacht aber ich finde zwei Tage bevor ich mich in Urlaub abmelde ist es eine gute Diskussionsbasis oder was meint ihr?

Sammlung: Erneuerbare sind zu teuer

Wie oft hab ich schon gehört Erneuerbare Energien wären teuer!
Nach 37 Jahren Daimler Benz im Rechnungswesen, weiss ich es kommt immer drauf an wie die Rechnung aufgemacht wird. Was rechnen wir in die “Kosten” ein? Bei Atomkraftwerken die Lagerkosten von zig Generationen? Bei Kohlekraftwerken die Atemwegserkrankungen von Kindern? Wie bewerten wir das Husten der Kinder in Euro?

Hier in dieser Sammlung werde ich die Artikel erwähnen und sammeln, die den Spruch oder dem Sinn nach von “Erneuerbare Energien sind teuer” schreiben. Als legendäre Aussage des Ex-Vorstandsvorsitzenden der RWE möchte ich Jürgen Großmann mit seinem Ananas Spruch anführen…

Ganz aktuell (9/2014) kommt Robin Grimes (Nuklearphysiker!) zu der Erkenntnis “Es sei aber “nicht wahr”, dass Nuklearenergie teurer als etwa erneuerbare Energien sei – die echte Konkurrenz seien lediglich billige, aber umweltschädliche Stoffe wie Kohle, sagt Grimes.” Eine Begründung hat die Lusche anscheinend nicht aber Hauptsache mal einen dummen Spruch losgelassen.

Auch an den Unsinn eines Professors mit dem ungerechtfertigten Namen Sinn möchte ich erinnern (3/2012) der mit seiner Einschätzung “…der Markt für die Erneuerbaren auf absehbare Zeit von öffentlichen Subventionen lebt und nicht vom ureigenen Interesse der Nachfrager getrieben ist.” lag er ordentlich daneben. Inzwischen werden Erneuerbare Energien auch ohne Förderung genutzt. Aber trotzderm wird dieser Unsinn immer noch als Experte gehandelt.

Ich bin mir sicher, dass es noch munter weitergeht mit dem Spruch Erneuerbare Energien sind teuer und ich werde noch öfter meine Sammlung erweitern drüfen. Wer einen Artikel mit diesem Unsinn findet bitte melden…

Energiewende das Karussell dreht sich weiter

Wer gedacht hat mit dem EEG 2014 wird es ruhig an der Front des Umbaus unseres Energiesystems der hat sich getäuscht. Es wird eigentlich immer wilder! Die Lobbyisten der konventionellen Energien laufen durch die Drehtüren der Bundesregierung wann und so oft sie wollen! Während die Freunde der Erneuerbaren Energien bitten und betteln müssen.
Reuters berichtet: Jedes fünfte deutsche Unternehmen hat einer Umfrage zufolge über Probleme mit der Energiesicherheit Ja was haben sie denn? Nix genaues erfährt man nicht, im Artikel. Aber Reuters liegt “in Auszügen” die Umfrage vor. Wenigstens vollständige Sätze hätte ich von Reuters erwartet. Dass die Chinesen uns den Rang ablaufen war schon lange klar. Mehr Solarthermie, mehr Windenergie und mehr Photovoltaik installieren die Chinesen schon lange als wir Deutschen. Aber unsere Story war doch so schön! Aber lang ist es her…

Aktuell erreicht mich die Nachricht, dass die Windparkeröffnung am kommenden Sonntag in Freiensteinau von einer Gegendemo begleitet wird. Natürlich komme ich vor Ort zu meinem Freund Michael (Fa. Luftstrom) der bereits 2009 bei der Einweihung von Demonstranten beehrt wurde… Auch damals war ich vor Ort und hab mir die “Argumente” der BI’s angehört. Vermutlich werden es immer noch die gleichen “Argumente” sein die ich dort am Sonntag zu hören bekommen. Ich geh mal davon aus, dass die Gegner in diesen fünf Jahren sich an der Veränderung unserer Energieversorgung nicht aktiv beteiligt haben. Da dies nur eine Vermutung ist werde ich mal nachfragen…

Im Artikel der Kinzigtal Nachrichten findet man jedenfalls nur eine “lose Sammlung” von Gegenargumenten. Hauptsache mal auf den Grünen Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir draufgeklopft. Dass wir einen Hessischen Energiegipfel hatten auf dem die angeprangerten Zahlen beschlossen wurden, ignorieren die Freunde des “schönen Ausblicks”. Sie werden trotzdem das alte Lied “die Grünen sind die Schuldigen” singen. Dass die Veränderung der Energieversorgung ein muss ist haben diese Menschen noch nicht begriffen. Da greift wieder mal mein Begriff der “biologischen Lösung“! Anders wird es da nicht gehen…

Tarek al Wazir hat sich auf seiner Sommertour auch auf der Neutscher Höhe bei der Energiegenossenschaft Starkenburg sehen lassen. Dort war das Windrad so leise, dass die Geräusche von den drei Flügeln durch die Kühlung am Fuß des Windrads übertönt wurden… Leider hatte Tarek wenig Zeit und ich konnte nicht mit ihm reden und am Sonntag wird es vermutlich noch schwieriger werden. Bei 700 angekündigten Windkraftgegnern wäre es nett wenn sich viele meiner Freunde und Bekannte auch mal als Freunde der Windenergie in Freiensteinau sehen lassen würden. Also auf geht’s am Sonntag nach Freiensteinau! Ich gebe mir auch noch Mühe die Wolken vor der Sonne zu vertreiben und regnen wird es schon gar nicht wenn der Sonnenflüsterer kommt!

Sammlung: Netzkollaps

Ja das Netz wird den schnellen Wandel von zentraler Stromeinspeisung in dezentrale Erneuerbare Energien nicht aushalten. Das Netz bricht zusammen. Wie oft habt ihr das schon gehört? Ich kann es nicht sagen jedenfalls hab ich mich entschlossen eine Sammlung der Netzkollaps Meldungen zu sammeln. Mal sehen was wir so alles finden…
Ich glaub ja schon selbst dran, dass es irgendwann mal passieren wird!
Warum auch nicht? In solchen Situationen fällt mir immer die A-Klasse meines geliebten Ex-Arbeitgebers Daimler ein. Kurz vor dem Verkaufsstart der A-Klasse kam ein Elch (Elchtest) und ließ das Auto aus der Spur kommen. Der Konzern baute damals kurzerhand das ESP in alle Fahrzeuge der A-Klasse ein. Durch diese “Fahrdynamikregelung” haben sich nach einhelliger Meinung der Fahrzeughersteller die Unfälle reduziert. Oft muß halt erst das Unglück tatsächlich passieren damit gehandelt wird.

Aber zurück zu den Prophezeiungen des Netzkollapses.

16.10.2010 Energie Agentur warnt
Netz droht Kollaps durch Solarstrom-Ausbau

Aber es gibt sie wirklich die Netzausfälle dank Sonnenstrom! Jeder kennt doch Dietershofen, den Ortsteil von Oberschönegg.
18.5.2011 Strahlender Sonnenschein sorgt für Stromausfall
Zweihundertsiebenundsechzig Einwohner waren ohne Strom. Oder besser geschrieben der Transformator konnte die Sonnenstromproduktion nicht aufnehmen. Strom war ja auf den Dächern der Gemeinde, aber eben nicht im Netz!

Der Schaden hielt sich wohl in Grenzen. Jedenfalls scheint inzwischen das Problem gelöst zu sein und der Sonnenstrom wird aus der Gemeinde exportiert, was ja im Sinne des Erfinders ist. Wenn wir Öl aus dem anderen Ende der Welt in unsere Keller transportieren können, werden unsere Techniker doch in der Lage sein das bißchen Solarstrom in die nächste Gemeinde zu exportieren!!!

Momentan geistert ja der Super Solar Gau (Sonnenfinsternis!) durch einen Artikel des Spiegels ausgelöst durch das Netz. “Eine partielle Sonnenfinsternis könnte nach SPIEGEL-Informationen die Netze gefährden.” Am 20. März 2015 ist es soweit. Ich empfehle Getränkevorräte, Lebensmittel, Toilettenpapier zu horten. Es wird schrecklich werden. Wir werden (allerdings nur partiell) zwei Minuten und 27 Sekunden vom Mond von der Sonne ausgesperrt! Landwirte planen schon im Jahr 2015 komplett in Urlaub zu fahren und nicht auszusäen! Die Landschaft wird versteppen. Vermutlich jedenfalls…

14.4.2011 Bild Zeitung
Ministerium warnt vor Strom-Kollaps
Damals waren es noch die geringe Anzahl (sechs!) von laufenden Atomkraftwerken und die vielen AKW’s die nicht produzieren würden. Sogar Auswirkungen auf die Nachbarländer wurden an die Wand gemalt. Da bin ich aber froh, dass die Wand sehr, sehr geduldig ist…

Natürlich freue ich mich über weitere Links die ich nach und nach hier einarbeiten werde. Ich bin mir sicher dieser Beitrag wird enorm an Länge gewinnen.

Unbewohnbar dank Atomkraft?

Da ich nur 8 km von den beiden Atomruinen in Biblis entfernt wohne setze ich mich natürlich immer wieder mit der wahrscheinlichkeit von Atomunfällen auseinander. Ich könnte stundenlang lesen wenn ich den vielen schlauen Mathematikern trauen würde. Da gibt es den unabhängigen Denker Blog aus Karlsruhe, Der die wahrscheinlichkeit eines Atomunfalls mit Lottospielen vergleicht. Die FAZ läßt auch einige Experten zu Wort kommen die u.a. die Sprache als Problem orten. Aber auch die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkreiges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) sehen das Risiko bei 16%!

Also hab ich mit meine eigenen Gedanken gemacht. Es gibt mehr als 400 AKW’s auf der Erde. Damit ich leichter rechnen kann nehme ich mal 500 an!
In Fukushima und Tschernobyl sind meines Wissens die Unfälle so groß gewesen, dass im Umkreis von 8 km kein normale Leben mehr möglich ist. Damit wir hier keine Diskussion bekommen. Die Werte meines Besitzes (z.B. Haus, Auto) dürften gegen null gehen. Dass die Versicherung der AKW Betreiber lächerlich gering sind hab ich ja schon mal geschrieben

In Fukushima standen mal 6 Atomkraftwerke von denen 4 durch Erdbeben zerstört wurden. In Tschernobyl waren es 4 Atomkraftwerke und eines davon erzeugte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl.

Als alter Controller beim Benz in Mannheim kann ich jetzt den Dreisatz ansetzen und sagen:
Wenn es 500 Atomkraftwerke gibt und um 10 Atomkraftwerken die Umwelt so zerstört wurde, dass dieser Lebensraum unbewohnbar ist, dann liegt das Risiko für mich bei 2%! Da in Biblis 2 Atomruinen stehen wären es sogar 4%! Gottseidank sind es keine laufenden Atomkraftwerke mehr in Biblis, sondern nur noch Ruinen die zurückgebaut werden müssen.

Das sind ja strahlende aussichten…

Energiewende am Ende?

Mit der jetzigen Regierung ja! Aber wir haben ja die Chance etwas zu ändern. Vielleicht kommt ja auch irgendwann die Erkenntnis, dass Erneuerbare Energien die Zukunft sind und dann bleibt ja immer noch die Hoffnung auf Biologische Lösungen. Dass der momentan eingeschlagene Weg die selbst gesteckten Ziele aus dem Jahr 2010 nicht erreicht hat Dr. Joachim Nitsch auf dem 3. Windbranchentag Hessen eindrucksvoll und in wenigen Folien (Download unter 11:10 Uhr)  aufgezeigt.

Die Mindesterfüllung (Folie 2) der Klimaziele, bis 2020 sollen 40% weniger CO2 Emissionen und bis 2040 mindestens 80% weniger CO2 ausgestoßen werden, sind absolut notwendig. Dr. Nitsch stellt zwei Szenarien gegenüber. Das Szenario GroKo “eine eingriffsarme Energiepolitik mit unkoordinierten Einzelaktivitäten” und das Szenario 100 “aktive, koordinierte Energiepolitik mit Blick auf das Gesamtsystem”.

Auf Folie 4 zeigt er die vergessenen Ziele die nicht mehr im Fokus (Koalitionsvertrag) der GroKo stehen. Dass dadurch die CO2 Ziele (Folie 5) nicht mehr zu erreichen sind schert Angela Merkel und den Sigmar Gabriel natürlich nicht. Das ist ja noch so weit weg!

In den nächsten Folien macht Dr. Nitsch auf den “Repowering Effekt” aufmerksam. Damit ist gemeint, dass nach einer gewissen Lebensdauer von PV oder Windkraftanlagen diese Kraftwerke ersetzt werden müssen. Bei dem geringen geplanten Zubau der GroKo führt dies bei PV und Biogasanlagen in Summe zu weniger installierten Kraftwerken! Damit sind die Mindestziele der Bundesregierung natürlich nicht zu erreichen. Bei der Erneuerbaren Wärme Erzeugung (Folie 10 rechts) sieht das Ganze noch dramatischer (planloser!) aus. In 35 Jahren soll nur 50% mehr Wärme durch Erneuerbare Energien erzeugt werden. Erbärmlich, fremdschämen und Wut sind da meine Gefühle!

In Folie 11 sagt Dr. Nitsch den eindeutigen Satz: “Mit der Energiepolitik der GroKo über längere Zeit, würde die fossil (atomare = eigene Anmerkung!) Energieversorgung auf sehr lange Zeit stabilisiert!”

Die 12. Folie hat zum Inhalt wie wenig ambitioniert das Energiekonzept der GroKo in Bezug auf Energieimporte ist. Wie unsere Volkswirtschaft diese Verschwendung von Geld ausgleichen soll ist mir schleierhaft wenn es den einfachen Weg “Ausbau Erneuerbare Energien” gibt?

Seine vier Erkenntnisse möchte ich nur kurz wiederholen und auf ganzer Linie unterstützen.

1. Grundvoraussetzung: Der CO2-Preis muss deutlich erhöht werden
2. Fossile Kraftwerksstruktur konsequent umbauen
3. Grundelemente des EEG erhalten, Vorrang für EE-Nutzung beibehalten
4. Voraussetzungen für wirksame Effizienzstrategie im Wärmesektor schaffen

Da bleibt mir nur zu sagen vielen Dank Dr. Joachim Nitsch es war eine tolle Ausarbeitung leider saßen im Plenum wie immer nicht die richtigen. Denen müssen wir aber immer wieder aufzeigen, ihr habt den falschen Weg eingeschlagen…

Windenergie in Hessen

Auf dem Windbranchentag hat unser Landesvorsitzender Joachim Wierlemann die aktuelle Situation in Hessen beleuchtet. Es tut sich was in Hessen!

Den Windbranchentag hatte unter anderen Dr. Sandra Hook (Abo Wind) vorbereitet. Sie moderierte auch die Veranstaltung und schließlich hat sie auch die Präsentationen gesammelt und allen (hier) zur Verfügung gestellt.

Joachim zeigte auf Folie 2, dass der Windradzubau in den letzten vier Jahren auf niedrigem Niveau angestiegen ist. Im Bundesland Ranking hat es Hessen in 2013 geschafft den Anschluss an das Mittelfeld zu schaffen und beim Zubau Thüringen hinter sich zu lassen. Das erbärmliche Zubau Ergebnis von BaWü möchte ich nur mal so nebenbei erwähnen… Für Hessen sollte aber Rheinland Pfalz das Maß sein! Dass selbst Bayern noch vor Hessen liegt ist unglaublich!

Was derzeit in den Regierungsbezirken an Vorrangflächen ausgewiesen ist zeigte Joachim auf Folie 3. Wie daraus auf Landesebene 2% Vorrangflächen werden sollen ist mir nicht zugänglich. Im Regierungsbezirk Darmstadt gibt es 30.000 Einwendungen! Da die Einwendungen zum Regionalplan sowohl positiv als auch negativ sind weiß momentan keiner wieviel Fläche von den 2,8% übrig bleiben…

Auf Folie 5 werden die Vorrangflächen rund um Stephanshausen gezeigt. Da wird selbst der härteste Windkraftfreund sagen: Über diese Vorrangflächen sollten wir nochmal reden.

Vielen Dank an Joachim der Vortrag hat in aller Kürze uns den Überblick für Hessen geschaffen. An die Landesregierung möchte ich nur adressieren. Da geht noch mehr!