Archiv der Kategorie: Bürgerbeteiligung

Neue Balkonmodule können als Accessoires betrieben werden

Nachdem die Klimaretter, die demnächst nur noch Klimareporter sein wollen, über den bürokratischen Betrieb eines Balkonmoduls berichten, ist mal wieder ein Kommentar von mir nötig.

Der Betrieb von PlugIn Modulen ist sicher.
Natürlich müssen die Hinweise und Empfehlungen der Hersteller beachtet werden. Am sichersten sind die Balkonsysteme wenn sie als Balkon-Accessoires betrieben werden. Damit ist gemeint ein Solarmodul absturzsicher zu befestigen. Dazu benötigt es keiner Fachkraft sondern nur die Beachtung der vom Hersteller angegebenen Befestigungsmethoden. Zwei linke Hände sind natürlich etwas hinderlich aber ein einigermassen geschickter Mensch kann das.

Den mitgelieferten Stecker kann jeder so behandeln wie er möchte.
Zum Beispiel wenn Besuch angekündigt ist, kann der Stecker vor der Schukosteckdose arrangiert werden. Bei der Gestaltung des Kabels sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich empfehle zum Beispiel grünes frisches Efeu um das Kabel geschlungen. Wenn gerade auf dem Rasen vorhanden können Gänseblümchenblüten eingearbeitet werden.
In der Weihnachtszeit empfiehlt sich eine Lichterkette… (da bin ich ganz traditionell!)

Natürlich muß nicht bei jedem Besucher dieser besondere Aufwand getätigt werden. Wenn gute Freunde kommen kann der Stecker auch in der Schukosteckdose drin bleiben. Das sieht zwar stinknormal aus und hat keinerlei besonderen ästhetischen Auswirkungen aber gute Freunde sollten dies ertragen können. Ansonsten wenn kein Besuch angekündigt ist und ihr alleine zu Hause seid. Macht mit dem Stecker was ihr wollt. Am besten ihr steckt ihn in die Schukosteckdose, da geht er auch nicht verloren und ihr wisst immer wo er ist.

Klar ist der hohe Aufwand zu beachten immer den Stecker in einen ästhetischen Zustand zu versetzen, wenn nicht die besten Freunde in die Wohnung kommen. Aber mir sind wirklich nur wenige Besucher bekannt, die sich zur Besichtigung eines als Accessoires betriebenes Balkonmoduls angemeldet haben und unangekündigten Besuch müsst ihr nicht in die Wohnung lassen. So ein als Accessoires betriebenes Balkonmodul kann wirklich schick wirken und die Nachbarn zum nachmachen anregen. Beim Betrieb eines als Accesoires betriebenen Solarmoduls treten die wirtschaftlichen Belange in den Hintergrund. Oder hat jemand von euch schon mal eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für eine Blumenvase gemacht?

Mein Vorschlag deshalb auch an die PlugIn Verkäufer. Ihr solltet eure Preisgestaltung nochmals überdenken. Leider habe ich noch keine Idee wie der Wechselrichter aufgehübscht werden könnte. Aber wie das so ist im Leben ich kann nicht alles durchdenken.
Beim Vertrieb öffnen sich natürlich ungeahnte Verkaufkanäle. Es gibt unzählige Läden in den Innenstädten die schönen Schnick-Schnack ohne Sinn anbieten. Wenn die PlugIn Module dort Einzug gehalten haben, sollten die Verkaufsstückzahlen auch ansteigen.

So weit mein Kommentar zu dem PlugIn Normungsverfahren. Wenn es keine Bürgerverständliche Betreibungsart für PlugIn Module gibt, bleiben der Guerilla Betrieb und der Accessoires Betrieb die sinnvollsten Betriebsarten.

Die Schönheit eines Accessoires-Balkonmoduls kann auf diesem Foto bestaunt werden!

Bei diesem als Accessoires betriebenen PlugIn Moduls besticht die äußert hübsch geschlungene Verkabelung in schwarz, die im Kontrast zu den Fliesen ein anregendes Gefühl von Heimat vermittelt. Oder so ähnlich…

V.I.P. Team

Very Important Person (V.I.P.) auf deutsch eine sehr wichtige Person, diesen Status hat sich das Team der Klimalotsen inzwischen redlich verdient. Im KIVA System sind über 1,7 Millionen Geldgeber registriert. Diese Geldgeber sind teilweise in über 35.000 Teams organisiert. Wobei einige dieser Teams sind „Karteileichen“ die noch keine Darlehen vergeben haben. Aber über 10.000 Teams haben bereits mehr als 1.000 Dollar verliehen. Da das Klimalotsen Team in seiner 20 monatigen Existenz (seit Aug. 2016) schon 143.125 $ verliehen hat liegt es im KIVA Ranking der Teams auf Platz 350 (von 35.874 Teams) und gehören somit zu dem einen Prozent an Teams, die das meiste Geld verliehen haben. Weiterlesen

224 Solarprojekte bereits unterstützt!

Während Conny in Österreich 1001 Dächer bis 2020 mit Photovoltaikmodulen beglücken möchte, geht die Heidelberger Energiegenossenschaft (HEG) mit Riesenschritten ohne konkretes Ziel an die Verwirklichung von Solarprojekten. Conny hat derzeit 180 realisierte Dächer vorzuweisen die HEG dagegen kommt schon auf 224 Solarprojekte die sie unterstützt haben.

O.K. der Vergleich hinkt.
Aber es zeigt auch mit welcher Kraft das verleihen von Geld wirkt! Natürlich sind die realen Projekte vor Ort bei Conny in Österreich und die Projekte im Umkreis von Heidelberg wichtig, aber auch die Unterstützung von Solarprojekten in der ganzen Welt kann die Aufgabe von Genossenschaften sein. Innerhalb von zwei Monaten konnten wir diese Projekte weltweit unterstützen… und diesen Projekten haben die HEG und ich uns angenommen. Weiterlesen

Crowdfunding von Kleinkrediten

Bisher habe ich KIVA nur als Kleinkredit System beschrieben und dabei ganz vergessen dass die Kreditsumme durch Crowdfunding bereitgestellt wird.
Am Beispiel zweier Projekte die ich je mit 25 Dollar unterstützt habe möchte ich die Spanne aufzeigen die in KIVA vorhanden ist.

Jamic und Delores sind zwei Frauen die beide Geld benötigen um sich mit Solarenergie zu versorgen. Dabei sind die Bedürfnisse der beiden Frauen enorm unterschiedlich.
Jamic benötigt 50 Dollar und Delores 3.000 Dollar.
Ich möchte niemandem einen Vorwurf machen denn Delores lebt in USA in einem kleinen Haus und möchte sich eine Solaranlage installieren lassen. Na klar, braucht sie da mehr Geld wie Jamic. Die Kulturen sind nun mal unterschiedlich und es ist schon traurig dass in USA noch Kleinkredite benötigt werden… Weiterlesen

Die Heidelberger Energiegenossenschaftsklimalotsen

Energiegenossenschaften sind eine meiner Leidenschaften, auch wenn ich leider nicht in der Lage bin das Tagesgeschäft zu machen… Aber gründen konnte ich!
Damals zum Beispiel 2005 eine der ersten „neuen Energiegenossenschaften“ Die Solar-Bürger-Genossenschaft. In Freiburg sind die Solar-Bürger noch sehr aktiv und ihr könnt euch so wie ich dort jederzeit beteiligen.

Seit letztem Jahr bin ich auch Mitglied bei der Heidelberger Energiegenossenschaft eG mit denen ich seit Jahren schon Kontakt hatte. Ich hab sie immer die „jungen Wilden“ betitelt. Genau mein Stil. So geht Kommunikation… Weiterlesen

Photovoltaikforum ein Jahr bei KIVA

Ein Jahr ist es jetzt her, dass Jürgen vom Photovoltaikforum über meinen Artikel „Solarstrom nur für Eigenbedarf“ auf Sou aus Kambodscha aufmerksam wurde. Sou hat 850 Dollar für ein Solarmodul (mit Lampe) benötigt und Jürgen hat sich spontan entschieden dieses Projekt zu unterstützen. Damit nicht genug er schrieb auch noch einen Artikel in seinem Photovoltaikforum und er stellte seinem Forum die Frage:

Vielleicht ist heute auch noch jemand so spontan wie ich?

Nun ja, nach drei Stunden hatte Sou ihr Geld und einige aus dem Photovoltaikforum haben sich zum ersten Mal bei KIVA engagiert. Inzwischen ist die Diskussion im Photovoltaikforum auf 146 Artikel auf 15 Seiten angewachsen! Aufgerufen wurden diese Diskussionen über 38.000 mal… Weiterlesen

Spenden statt verleihen

In den Gesprächen, Mails oder Vorträgen bekomme ich öfter den Hinweis, der Aufwand für die Vergabe der KIVA-Darlehen ist denjenigen zu viel. Das KIVA System finden Sie aber gut und könnten sich auch vorstellen Geld dafür zu geben.

Na als her damit! 🙂

Dafür habe ich natürlich auch eine Lösung. Weiterlesen

Neustart Informationsforum AKW Biblis

Mal so zwischendurch kein Kleinkredit sondern ein offener Brief an die hessische Umweltministerin Priska Hinz den ich gestern abgeschickt habe…

Offener Brief

Hallo Frau Hinz,

bevor das von allen ungeliebte Informationsforum AKW Biblis vollständig in der Versenkung verschwindet, würde ich Ihnen gerne meine persönlichen Vorschläge unterbreiten.

Seit Beginn des Informationsforums bin ich als Anwohner (8 km) regelmäßiger Besucher der Veranstaltungen in Biblis. Dabei muss ich nach zehn Foren feststellen, auch nach dem vielbeschworenen Neustart fehlt es dem Informationsforum an Ernsthaftigkeit und Professionalität. Weiterlesen

Energieblogger sind Kleinkreditgeber

Endlich finde ich Zeit über das Ergebnis der Energieblogger Aktion zu schreiben. Lange vor dem Barcamp renewables hatte ich ja schon die Werbetrommel für KIVA gerührt und exemplarisch einen Kredit (an Mercy) vergeben. Mercy hat bisher pünktlich alle ihre Raten bezahlt und wir haben von den 25 Dollar bereits 10,50 $ wieder auf unserem Konto drauf. Tolle Sache – oder? Weiterlesen