Kategorie-Archiv: erneuerbare Energie

Die Müll Stiftung

Die Kosten tragen unsere Nachfahren.

Sie werden für etwas Verantwortung übernehmen müssen von dem sie nie einen Vorteil hatten. Dem giftigen, hochradioaktiven Atommüll!
So einfach ist es eigentlich, wenn wir uns über den Atommüll und seinen “Kosten” unterhalten wollen. Eigentlich will ich es nicht, denn es geht nicht um Kosten sondern um Sicherheit bei denjenigen die rund um das giftige radioaktive Gift wohnen, leben, beten, singen und arbeiten.

Aber die gesundheitlichen Risiken sind nie das Thema sondern momentan geht mal wieder eine Welle der “wer zahlt die nächsten RechnungenWeiterlesen

Das GroKo Sparbuch

Ich hatte als kleiner Steppke auch ein Sparbuch! Es war etwas Besonderes. Jede Freitag hat mir meine Mutter eine Mark (Deutsche Mark!) in die Hand gedrückt und ich durfte am “Schulsparen” teilnehmen. In der Schule bekam ich für die eine Mark zwei “Marken” à 50 Pfennige die ich in eine Karte einklebte. Einmal im Jahr am 30.Oktober war Weltspartag dann schleppte ich voller Stolz meine gefüllten Sparkarten und eine Sammelbüchse vor allem mit roten Münzen zur Sparkasse. Dort reihte ich mich in eine Schlange ein und mein gespartes wurde gezählt und sorgsam in meinem Sparbuch eingetragen. Da dieser Vorgang unspektakulär für mich kleinen Steppke war, gab es von der Sparkasse Geschenke. An ein Lineal kann ich mich noch erinnern…

Die GroKo hat auch so ein Sparbuch das EEG Konto. Da bezahlen die kleinen Leute auch ein. Weiterlesen

Bürgerenergie

Plopp! (Die richtige Sektflasche wird heute Abend mit meinem Sonnenschein geköpft!)

Es gibt einen Grund zum Feiern! Dies ist mein 1.000 Artikel.

Fast sieben Jahre habe ich dafür gebraucht um heute über mein Lieblingsthema Bürgerenergie zu schreiben.

Der Begriff Bürgerenergie wird ja heiß umkämpft und jeder möchte sich für sein Projekt dieses positiv besetzte Wort anwenden. Unbescheiden wie ich in meinen 999 Vorgänger Artikel war, möchte ich mein Projekt ganz eindeutig als “Bürgerenergie pur” bezeichnen.
Solar2go bedeutet ein Bürger produziert mit der Sonne Strom den er selbst verbraucht!
Ohne Förderung, ohne Papierkrieg, ohne Deckelung, ohne EEG, ohne Lärm, ohne bewegende Teile, ohne Umweltverschmutzung, ohne radioaktiven Müll, ohne etwas zu verbrauchen nur einfach so.
Sonne, Modul, Wechselrichter und Kabel zum Hausnetz.

Wie positiv dieser Gedanke aufgenommen wird habe ich in letzter Zeit immer wieder erfahren. Deshalb bin ich sicher wir werden mit diesem Projekt noch viel Spaß haben. Aber auch viel Ärger!

Denn nicht jeder versteht Spaß! Schon gar nicht wenn wir ihm seine beste Einnahmequelle entziehen. Solar2go ist für diejenigen interessant die den höchsten Preis je Kilowattstunde bezahlen und dies sind diejenigen im Grundversorgungstarif! Wer wenig hat, dem nehmen die Stromversorger auch noch viel für eine Kilowattstunde Strom!

Es wird schwer werden bei 15 Millionen Gebäuden in Deutschland 10 Millionen Solar2go Systeme zu platzieren. Vor allem wenn ich bedenke, dass ich momentan gerade mal bei drei Zwergen und drei Guerilla Module angekommen bin!
Aber wer hätte damals am 1.7.2008 gedacht, dass ich es jemals auf eintausend Artikel im Sonnenflüsterer Blog schaffen würde?

Antwort: keine Sau!

Deshalb lasst euch nicht entmutigen hier ein Auszug aus einem meiner ersten (nachvollziehbaren) Solar-Vorträgen aus dem Jahr 2002.
Bezüglich des Preises einer Beteiligungsmöglichkeit:

Ältester Vortrag 2002

In Worten 6.350 Euro für eine Beteiligung in Höhe von 1 kWp an einer Gemeinschaftsanlage… Wer kann sich daran noch erinnern?
Auf die Frage wie hoch der Photovoltaikanteil an der Gesamtstromproduktion damals war konnte ich mir nie behalten ob es 0,01 Prozent oder nur 0,001 Prozent waren…

Zum Abschluß diesen tollen Tages jetzt doch noch ein schönes Foto von der dritten Solar2go PV Anlage die noch keine 100 Stunden Strom produziert! 20150518_084555[1]

10. MPS Energie Gespräch Bergstraße Speichertechnologien

Wir haben mal wieder ein tolles Thema und einen noch tolleren Refernten für unser Metropolsolar Energie Gespräch Bergstraße.

MetropolSolar Rhein-Neckar e.V. lädt am Freitag, den 29. Mai um 19 Uhr zum MPS Energie Gespräch Bergstraße ein. Das Energie Gespräch findet im Restaurant „Am Stadtgraben“ in Heppenheim, Gräffstraße 8 statt.
Thema “Speichertechnologien für die Energiewende: was gibt es, was kost es und was wird es geben?“.
Referent ist: Prof. Dr. Matthias Rädle, er leitet seit 15 Jahren das Institut Prozessmesstechnik&Innovative Energiesysteme an der Hochschule Mannheim. In dem von ca. 40 Ingenieuren mit ca. 50 mittelständischen Firmen Entwicklungsprojekte durchgeführt werden.

Sein Impulsvortrag für den Abend:
„Eigentlich ist die Energiewende gelöst – wenn es nicht das lästige Problem des Energieangebotes zum falschen Zeitpunkt gäbe. Im Rahmen des Vortrages werden für ein Eigenheim, für ein Wohnviertel und einen Industriebetrieb an Technikbeispielen und Kostenbetrachtungen erläutert, was man so kennt und was man vielleicht noch nicht so kennt.” Mutig erzählt der Vortragende, was er in Zukunft erwartet und welche aktuell hochmodernen und gesellschaftsfähigen Fehlentwicklungen er sieht. Können auch klassische Energien und vorhandene Infrastrukturen, die hohe Investitionen verschlungen haben, in eine Energiezukunft einbezogen werden?

Ihr könnt sicher sein, dass Matthias spannendes zu berichten hat. Wer ihn kennt, weiß auch, da wird kein Auge trocken bleiben.

Nach dem Vortrag gibt es Gelegenheit zu Diskussion mit fließendem Übergang zu Stammtischgesprächen bei Essen und Trinken.

MetropolSolar Rhein-Neckar e. V. lädt bereits zum 10. Mal zum MPS Energie Gespräch ein. Der Verein ist ein finanziell und politisch unabhängiges Netzwerk für 100% Erneuerbare Energien in der Region.

Damit wir besser planen können, bitte unbedingt anmelden unter: http://doodle.com/fpvatz599pfgped5#table

Gerne erinnere ich mich an unser Treffen in Einhausen am Spezial Gewächshaus von Franz Schreier. Das war vor fast zwei Jahren…
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Erstes Pilotprojekt Energieautoarkes Gewächshaus! Bei Nacht sah es noch besser aus…

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Die speziellen Bewohner des Gewächshauses die unter anderem durch ihren Stoffwechsel zum Gelingen des Gesamtprojektes Beitragen waren besonders “Handzahm”…

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Was dass wohl für Bewohner sind?

Energiespeicher von der Natur lernen!

Wie kommt der blöde Löwenzahn durch die Nacht?
Die Antwort ist einfach.
Er speichert die Energie!

Mit solchen einfachen Beispielen hat mich Bene schon immer begeister. Oder sein Spruch: “Öltanker sind getarnte Geldtransporter!
Daraus folgert er dann “Jede Region, die sich überwiegend von außen mit Energie versorgt, ist von Wohlstandsverlust bedroht.

Boah starke Worte, einfach, verständlich und dann noch von einem Vorstand der inzwischen einem Unternehmen vorsteht das 50 Millionen Bilanzsumme vorweisen kann. Das muss schon ein besonerer “Bene” sein. Na der Nachname bringt dann den Ausgleich. Ein einfacher “Müller” aber der Mix der machts!

Bene Müller der vor 15 Jahren zusammen mit 19 anderen Bürgern die Firma solarcomplex gegründet hat ist einer der dem Löwenzahn genau auf die Blätter schaut! Wenn ich mich zurück erinnere hab ich zum ersten mal von ihm gehört als Solarcomplex 5 kWp Photovoltaikanlagen verkaufte. Wohlgemerkt “nur” 5 kWp Anlagen. Da wurde nicht beim Kunden gecheckt ob vieleicht 6,5 kWp oder 7,2 kWp auf die Hütte ging. Nein, Bene hat dem Kunden 5 kWp PV Anlagen verkauft. Da war der Wechselrichter optimiert, die Montage war klar, die Lagerhaltung war einfach. Das Gesamtpaket hat gepasst und kostengünstig. So richtig anders wie alle anderen PV Firmen. Nicht komplex sondern solarcomplex eben!

Aber die “solarcomplexer” können nicht nur einfache Photovoltaikanlagen, sondern die Spezialität von solarcomplex sind Bioenergiedörfer! Klar Biogasanlagen machen die auch. Wasserkraft auch. Windkraft da sind sie noch am planen, aber wer seinen Geschäftssitz in BaWü hat, der hat so seine Probleme mit den Windrädern. Aber klar, ich bin mir sicher wer das Löwenzahn Geheimnis knackt der baut auch Windräder. Dass die solarcomplex noch Holzenergie-Contracting kann zeigt: Die haben den Energiemix drauf!

Jetzt sucht Bene mal wieder Menschen vor Ort die bereit sind ihre Kohle in ein Unternehmen zu stecken dass keine Kohle braucht sondern Kohle, Öl, Gas und Uran ersetzen.

Ich kann nur empfehlen diesem innovativen Unternehme sein Vertrauen und seine Kohle anzuvertrauen. Der Bene machts schon. Hier im Blog hab ich ihn ja schon einmal erwähnt. Da war sein Bild auf dem Plakat für den Kinofilm “Die 4. Revolution” zwei Plätze neben Hermann Scheer! Ich muss es noch mal schreiben lieber Bene! Zwar bist du zwei Positionen links vom Hermann aber ich bin direkt neben ihm! :lachtot:

Kommt die GESA?

Wer schon mal auf Demonstrationen war kennt die GESA als Gefangenen Sammelstelle. Ich meine aber mit GESA die “Gesellschaft für Solare Ausnutzungsrechte” angelehnt an die GEMA die für die Nutzung von “Musik” die Rechte der Komponisten/Musiker vertritt.

Da bisher von atomar als auch fossilen Verbrennungskraftwerken Steuern gezahlt wurden, müssen natürlich diejenigen die sich der kostenlosen Energiequelle bedienen zukünftig den Ausfall der Steuereinnahmen übernehmen. Wo kämen wir denn hin wenn sich jeder der kostenlosen Solarenergie bedient? Dann wären die vielen Stromnetze nicht ausgelastet! Richtig unsolidarisch ist es die Energie die auf das eigene Dach, an die eigene Hauswand und durch das offene Fenster in das Haus gelangt einfach steuerfrei zu nutzen!
Wer noch Kohle, Öl und Gas verfeuert muss dann alleine für den Transport und Infrastruktur aufkommen und die Sonnen Sozialschmarotzer sitzen im steuerfreien solar-energetisch beheizten/elektrisierten Haus. Dies ist ein Fall für die GESA Gesellschaft für Solar Ausnutzungsrechte!

Die EEG Umlage ist so negativ besetzt! Die Einnahmen (mehr als 6 Cent je kWh – allerdings nur von Bürgern und nicht von energieintensiven Unternehmen!)  erhöhen sich ständig und Ausgaben für Erneuerbare Energien reduzieren sich. Das EEG-Konto quillt über (derzeit 4,7 Milliarden Euro!) und Sigmar Gabriel kann gar nicht schnell genug weitere energieintensive Unternehmen von der Umlage freistellen.  Das Problem ist die Bürger zahlen zu viel und die Unternehmen können leider nicht schnell genug das Geld vom Konto abheben! 😉
Deshalb ist ein neuer “wirtschaftlicher Verein” analog der GEMA mehr als überfällig!

Deshalb wird ein weiterer sozialökologischer Umverteilungs Verein (analog GEMA)  gegründet. Die einfache Formel lautet wieviel Quadratmeter Fläche sind in ihrem Besitz! Ein einfaches Beispiel soll aufzeigen, dass der sozialökologische Ansatz gerecht ist. Wer ein Grundstück von 500 qm besitzt zahlt im Jahr 500 Euro für die uneingeschränkte Solare Nutzung. Ganz einfach! Oder?
Was er mit der Solarstrahlung macht ist ihm selbst überlassen! Da wir in einem Wohlstandsstaat leben ist weiter zu erwarten, dass die meisten Menschen diese Energie nicht kommerziell nutzen. Sie werden sich einfach bei besonders hoher Einstrahlung im Garten (oder auch Balkon, Terrasse) leicht bekleidet “in die Sonne” legen. Diese Art der Sonnenstrahlen Nutzung erfreut sich einer hohen Beliebtheit. Obwohl die Volllast Nutzungsstunden sehr niedrig sind.
Ob es eine Befreiung von der Abgabe für verschattete Grundstücke geben soll wird im Kanzleramt noch verhandelt. Da sind vor allem die Schattenminister gefragt.
Wie dem Wärmeklau begegnet werden soll, ist ebenfalls noch unklar. Mehrfach wurden schon PKW Besitzer (vor allem SUV’s) gesichtet, die absichtlich ihren PKW in der Sonne auf öffentlichen Plätzen “aufladen” und die eingesammelte Wärme schnell in die eigene Garage zu fahren! Vorschläge nehmen die Schattenminister gerne entgegen.

Bevor es so weit kommt möchte ich die solar Nutzung zur alltäglich unkomplizierten Nutzung bringen. Einfach ein Solarmodul kaufen, an den Balkon hängen und den Stecker in die Steckdose rein. Energie vom eigenen Balkon für die eigene Wohnung. Solar2go und keine GESA!
Die Nutzung der Sonnenenergie ist ein Grundrecht die jedem Bürger zusteht.

BWE Delegiertenversammlung 2015 in Hannover

Letzten Donnerstag (16.4.2015) war ich in Hannover (Hannover Messe) als Delegierter des Regionalverbandes Südhessen unterwegs. Der Bundesverband Wind Energie hat ja seit ein paar Jahren keine Mitgliederversammlung mehr sondern im höchsten Gremium des Vereins entscheiden die ca. 400 Delegierten. So wie ich es verfolgt habe lag die höchste Beteiligung bei Abstimmungen bei 340 Stimmen. Eine sehr gute Beteiligung muss ich schon sagen.

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Der Bundesverband hat ja seine Zentrale in Berlin. In jedem Bundesland gibt es dann einen Landesverband und in den Flächen Ländern gibt es noch Regionalverbänden. In Hessen zum Beispiel sinnigerweise angepasst an die Genehmigungsbehörden drei Regionalverbände analog den Regierungspräsidien. Regionalverband Nordhessen für RP Kassel, Regionalverband Mittelhessen für RP Gießen und Regionalverband Südhessen für RP Darmstadt.

Im Aufbau sind gerade in den Bundesländern Landesbüros. In Neun Bundesländer kann auf die kompetente Hilfe vor Ort bereits zurückgegriffen werden.

Neben der Geografischen Struktur gibt es noch die Fachgremien. Hier nur ganz kurz die Beiräte:
Anlegerbeirat, Betreiberbeirat, Betriebsführerbeirat, Bürgerwindbeirat, Finanziererbeirat, Hersteller- und Zuliefererbeirat, Juristischer Beirat, Planerbeirat, Sachverständigenbeirat, Windgutachterbeirat und der Wissenschaftliche Beirat.

Doch damit noch nicht genug! Es gibt auch noch Arbeitskreise!
Den AK Direktvermarktung, AK Kennzeichnung, AK Luftverkehr und Radar, AK Naturschutz und Windenergie, AK Netze, AK Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, AK Rotorblatt, AK Tragstrukturen und den AK Weiterbetrieb.

Damit ist der Bundesverband WindEnergie aus meiner Sicht der am besten aufgestellte Branchenverband unter den Verbänden der Erneuerbaren Energien. Seine Verbands-Struktur sollte als “Blaupause” für die anderen dienen…

Nochmal zum auf der Zunge zergehen lassen: Neunundzwanzig Verbände die Erneuerbare Energien vertreten! Kein Wunder dass sich die Bundespolitik beschwert und auf “ein Sprachrohr” für die Erneuerbaren Energien drängt. Ich kann das nachvollziehen!

Ich war ja schon oft auf Mitgliederversammlungen und wie bei allen anderen Vereinen gab es auch beim BWE die “Versammlung Exoten” die einen Teil der Zeit aller Delegierten für sich vereinnahmten. Da gibt es die Festredner, den Öko und den Querulant! Teilweise kaum erträglich mit was da unsere Zeit vergeudet wird, aber andererseits der BWE geht damit professionell um. Vor allem das neue elektronische Abstimmsystem war eine Wohltat. Innerhalb zwei/drei Minuten eine Abstimmung durchzuführen und ein Ergebnis an die Wand zu werfen hilft sehr viel.

Heute möchte ich nur auf den Punkt 9 der Tagesordnung eingehen.
“Politische und strategische Weiterentwicklung des BWE und des BEE”.

Von Hermann Albers wurde die Situation (29 Verbände) und die Forderungen quer durch alle Fraktionen des Bundestages geschildert. Vor Wahlen stehen die 29 Verbände Schlange bei den Abgeordneten und versuchen ihre Interessen vorzutragen. Andere Interessenvertretungen wie der BDEW und VKU haben es da einfacher. Sie vertreten die alten/großen Unternehmen (BDEW) der fossilen und atomaren Energieversorgung und haben ihre eingefahrene Struktur. Ähnlich der VKU. Beide Verbände haben die Zeichen der Zeit erkannt und “räubern” immer mehr bei den Unternehmen der Erneuerbaren Branche. Für die Zukunft gilt es den steigenden Anteil der Erneuerbaren Energien auch in der Verbandsstruktur abzubilden. Wie bereits geschildert ist der BWE auf dem besten Weg dies zu realisieren. Bei den 28 anderen jedoch sieht es bitter (dies ist meine persönliche Einschätzung) aus. Als übergeordneter Verband soll der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. sein. Momentan beschreibt sich der Verband: “Der BEE – Stimme für die Erneuerbaren” Ziel muss es sein dass der BEE sich zukünftig aber als “Der BEE – die Stimme für Erneuerbare” platziert!

Dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Jedenfalls hat Hermann Albers eine motivierende Rede vor den Delegierten gehalten und um Rückmeldungen gebeten. Die hat er auch bekommen! In mehr als zehn Redebeiträgen forderten alle Redner einen schnellen Zusammenschluss der Verbände und der BWE (Hermann Albers) soll das Tempo noch erhöhen. Also los geht’s Hermann!

Wie dies gehen soll wird jetzt vom BWE Vorstand ausgearbeitet. Dass der BWE der Schrittmacher sein muss, wird jedem klar wenn er sieht dass der Bundesverband Erneuerbare Energien mit 30.000 Mitgliedern wirbt. Der BWE aber alleine mehr als 20.000 davon stellt.

Der Tag in Hannover hat mir gezeigt, dass der BWE der stärkste Verband der Erneuerbaren Energien derzeit ist und er allein in der Lage ist den Aufbau eines gemeinsamen Bundesverbandes aller Erneuerbaren Energien stemmen kann, aber auch stemmen muss. Ansonsten wird es vor der nächsten Bundestagwahl erneut Schlangen bei den wenigen Bundestagsabgeordneten (die uns überhaupt anhören!) geben um unsere Anliegen vorzubringen. Das zerfledderte Bild der Erneuerbaren Energien muss ein Ende haben. Wir brauchen einen starken Verband der bestens aufgestellt ist.

Die Verbandsstruktur des BWE (Bund, Land, Regional, Beiräte, Arbeitskreise) sollte dafür Vorbild für alle Erneuerbaren sein!

Prokon der Dritte!

Bei Prokon geht es in die “spannende” Phase. Jedenfalls für mich. Denn ich kann ganz entspannt zuschauen was passiert. Investiert habe ich nie in Prokon aber von Prokon geschrieben schon.

13.1.2014 meine “Einschätzung und Hoffnungen” zum Fall Prokon
14.1.2014 Nachschlag zum ersten Artikel
6.2.2014 Erwähnung bezüglich “Rendite”
17.7.2014 Erwähnung der Prokon Macher (Rodbertus und Investoren)

Leider war es mir nicht gegönnt den Macher von Prokon Carsten Rodbertus persönlich kennen zu lernen. Es ist mir immer wichtig selbst einzuschätzen mit welchen Menschen ich es zu tun habe. Aktuell kann jeder sehen wie mit Matthias Willenbacher in den Medien umgegangen wird. Ich kenne Matthias schon lange und habe ein anderes Bild von ihm. Er ist ein Macher und er wird uns weiter unterstützen auf unserem Weg zu 100% Erneuerbare Energien. Dazu braucht man nicht unbedingt einen Vorstandsposten.
Bei Carsten Rodbertus sehe ich es ähnlich. Sicherlich wurden Fehler gemacht, aber wer solch ein Unternehmen wie Prokon aufbaut der macht auch Fehler. Beiden ist gewiss, sie haben viele Neider und ihre Visionen wurden durch Angela Merkels Energiewendewendewende (sie dreht sich immer noch im Kreis) zerstört.

Ungeachtet der beiden stellt sich die Frage wie geht es weiter. Bei Juwi und der MVV ist “alles klar” die MVV entscheidet. Aber bei Prokon? Da ist es richtig spannend!

Es besteht die Chance, dass “die Freunde von Prokon” es schaffen die Insolvenz zu nutzen um eine “Mega-Genossenschaft” zu organisieren. Ich brauche nicht all die vielen Informationen zu wiederholen. Wer sich in dieses Thema einarbeiten möchte kann dies tun. Aber bitte nicht durch einseitige Presseberichte. (Dieser Satz war ausnahmsweise :-) mal zweideutig. ) Die “alte Prokon” hat sich mit vielen, mit vielen Mächtigen angelegt. Da ist es schwer, für sich “seine eigene Wahrheit” zu finden. Da muss jeder schon möglichst viele Informationen einholen. Natürlich auch auf der Prokon Seite selbst. Oder bei einer der vielen Veranstaltungen.

Ich sehe die Situation folgendermaßen:

An Prokon haben sich sehr viele Menschen mit viel Geld beteiligt. Die meisten von Ihnen sind nicht an der Mega Rendite interessiert, sondern an der Vision von Prokon!
Diese Einschätzung habe ich auch von den Mitarbeitern von Prokon.
Ich gehe auch davon aus, dass die vorhandenen Windparks solide errichtet und gewartet sind.
Es sollte gelingen einen Schnitt zu machen und sich von den Menschen zu trennen, die nur die Rendite im Blick haben. Dies muss geschehen!
Denn nur ein Neuanfang in einer Genossenschaft mit einem vertrauenswürdigen Management kann die Prokon 2.0 wieder in ruhige Fahrwasser führen. Wenn die Prokon 2.0 aber von “Genossen” finanziert werden die sich an ihrer jeweiligen persönlichen Situation orientieren, wird auch die Prokon 2.0 keine Ruhe finden. Die Prokon 2.0 muss sich Gesund schrumpfen. Genossenschaften leben von dem Vertrauen der Geldgeber (Genossen) in ihren Vorstand und in den Aufsichtsrat, aber auch in dem gemeinsamen Ziel! Dieses Ziel ist nun mal bei Genossenschaften nicht die maximale Rendite sondern ein gemeinsames Anliegen. Wenn es gelingt, dies den vielen Prokonern zu vermitteln sehe ich eine gute Chance Prokon 2.0 in einer Genossenschaft zu organisieren. Jedenfalls würde ich dies Prokon und seinen vielen ehrenamtlichen Aktivisten wünschen.

Eine Bemerkung noch zum Abschluss. Ich habe noch keinen Satzungsentwurf für die Genossenschaft gefunden? Wichtig wäre mir, dass jeder Genosse eine Stimme hat, egal wieviele Euros er investiert hat.

Liebe Freunde von Prokon der Sonnenflüsterer drückt euch auf jeden Fall die Daumen und würde sich freuen wenn eine mächtige Prokon 2.0 Genossenschaft entstehen würde.
Die vielen schönen Windräder dürfen nicht in die Hand eines Konzerns fallen.
Die vielen engagierten Freunde der Erneuerbaren Energien dürfen nicht enttäuscht werden, sondern weiter für 100% Erneuerbare Energien streiten.

Bitte engagiert euch für euer gemeinsames Ziel weiter!
Es wird alles Gut, glaubt jedenfalls der Sonnenflüsterer! 😉

Hybridstrommarkt für die Energiewende in Bürgerhand

Endlich schaffe ich es mal über das Buch von zwei Energieblogger der ersten Stunde Thorsten Zoerner und Björn-Lars Kuhn zu schreiben. Es geht um den Entwurf eines Neuen Strommarktes und ich sag es gleich es ist faszinierend was die beiden da in die Waagschale werfen. Das Buch nennt sich HybridStrommarkt – für die Energiewende in Bürgerhand. Wer das Buch kaufen möchte kann es auf der Seite von Björn bestellen. Für 6,45 Euro (davon 1,50 Euro Porto) erhält der Käufer die Überlegungen der beiden Datenbank-Freaks. Da die beiden aus der Sicht des Bürgers denken kann auch ich als einfacher Bürger das System verstehen. Ich kaufe beim Hybridstrommarkt nicht mehr meinen Strom bei einem Stromlieferanten sondern ich kaufe mir einen Anteil an einem Kraftwerk (egal ob Solar, Wind, Biogas etc.) und nur den Rest kauf ich bei einem “normalen Öko Strom” Lieferanten. Was dabei Verrechnungstechnisch im Detail abgeht muss ich nicht verstehen. Ich versteh ja auch im Detail nicht was in meinem Smartphone abgeht. Hauptsache ich kann meine übersichtliche Anzahl von Apps abrufen.

Das Ziel der beiden ist ein Gegengewicht zu denjenigen aufzubauen, die den Strommarkt von morgen von oben denken! Da ich bereits ein paar Bücher erstanden habe werde ich in nächste Zeit davon immer ein Exemplar im Smarti vorhalten. Smart Rechts 1

Wenn ihr mich seht, sprecht mich einfach an ich gebe diese Sinnvolle Lektüre gerne weiter. Einfach so, ohne Euros! Immer mit dem Gedanken alles was du gerne gibst wird dir irgendwann zurückgegeben.

Also immer Augen auf wo Smarti fährt dann gibt es den Einblick in den Hybridstrommarkt kostenlos.

Plug In und die Bundesnetzagentur

So jetzt liegt mir eine schriftliche Stellungnahme von der Bundesnetzagentur zu den Plug In Modulen vor. Allerdings hab ich bezüglich der Netzeinspeisung über die “Steckdose” keine Rückmeldung erhalten sondern es ging nur um meine Frage: “Muss diese Mini Solaranlage tatsächlich bei Ihnen gemeldet werden?”
Kurz zusammengefasst heißt die Antwort “ja”. Jede PV Anlage muss gemeldet werden. Die Original Antwort der Bundesnetzagentur hier:

“Sehr geehrter Herr Renz,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

Die Meldepflichten im PV-Meldeportal und im Anlagenregister bestehen unabhängig von der Anlagengröße und unabhängig davon, ob für den in der Anlage produzierten Strom eine finanzielle Förderung in Anspruch genommen werden soll.

Bitte beachten Sie auch weitere gesetzliche Voraussetzungen für den Betrieb von plug-in-Anlagen so zum Beispiel:

•    Jede Einspeisung muss einem Bilanzkreis zugeordnet werden, was sich aus dem Energiewirtschaftsgesetz und der Stromnetzzugangsverordnung ergibt. Zur Klärung dieser Fragen müssen sich Anlagenbetreiber an den zuständigen Anschlussnetzbetreiber wenden.

•    Das elektrotechnische Risiko der Überlastung des Hausnetzes darf nicht außer Acht gelassen werden: § 49 Energiewirtschaftsgesetz verlangt, dass die anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden – diese sind bei einer Einspeisung hinter einem Zähler, der dafür nicht ausgelegt ist, nicht eingehalten.

•    Für Eigenversorger besteht unter Umständen eine Meldepflicht bei Bundesnetzagentur und den Netzbetreibern aufgrund zu entrichtender Umlagezahlungen.

Verstöße gegen einige der gesetzlichen Bestimmungen können zu Bußgeldern führen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe…”

Man kann ja geteilter Meinung sein. Aber mich stören die Hinweise auf “unter Umständen … zu entrichtende Umlagezahlungen” und “Verstöße … können zu Bußgeldern führen.

Es wird also mal wieder angedroht mit Besteuerung des Eigenverbrauchs auch in Homöopathischen Grössenordungen die Solarfreunde zu verunsichern. Ebenso wird gleich die Bußgeldstrafe in die Diskussion gebracht.

Ich möchte auf meinen Kampf um den Rückbau der Atomruinen in Biblis verweisen. Dort gibt es kein Bußgeld wenn Radioaktivität austreten würde. Mich haben sowohl die RWE Mitarbeiter als auch die Mitarbeiter des Umweltministeriums verständnislos angeschaut als ich nachgefragt habe ob es solch ein Bußgeld gibt. In Biblis geht es um Gesundheitsschädliche Emissionen die von einem Konzern verursacht werden, bei Plug In um einen Verstoß gegen die Anmeldepflicht eines Bürgers.

Dem Plug In Bürger wird also bei den ( ca. 200 kWh jährlichem Eigenverbrauch) und einer EEG Umlage von derzeit ca. 6 Cent, ein maximal Betrag von 12 Euronen im Jahr die er als Umlage zahlen soll angedroht! Für was eigentlich?
Die Atomkonzerne drehen den Spieß um und lassen sich ihre radioaktiven Giftmischereien durch Klagen gegen Land und Bund noch vergolden.

Verhältnismäßigkeit? Ich glaube es nicht, wir sollten daran was ändern!

Einfach gesagt die politischen Mehrheit (CDU/CSU) muss gekippt werden. Ich benenne es so deutlich weil ich es Leid bin um den heißen Brei herumzureden!