Kategorie-Archiv: erneuerbare Energie

In Summe 30.000 Dollar Kredite vergeben

Stammleser kennen diese Nachricht bei mir im Blog. In gewisser Regelmäßigkeit verkünde ich das Überschreiten einer Marke in KIVA. So geschehen im März 2013 (20.000 Dollar) und im November 2013 (25.000 Dollar). Jetzt habe ich mit meinen KIVA-Team-Freunden die 30.000 Dollar Marke geknackt. Wir sind inzwischen 34 “Members” die ihre Micro-Kredite dem Team “New Energy” zuordnen. Im KIVA Gesamt Team Ranking spielen wir keine Rolle (derzeit Platz 788 von 29.704) aber dies ist ja auch nur eine spielerische Motivationsvariante die mit dem eigentlichen Sinn von KIVA nichts zu tun hat. Trotzdem vielen Dank an meine KIVA-Team-Freunde es macht Spaß zu sehen, dass man nicht alleine Kredite an sinnvolle Projekte vergibt.

Wohlgemerkt keine Spenden sondern zinslose Kredite die wir vergeben haben. Wir erhalten also unser Geld zurück! Meine Kredite die ich vergebe sind kaum erwähnenswert weil ich immer “nur” 25 Dollar (die Mindestsumme) an ein Projekt vergebe. Das erscheint knauserig wenn man es liest, aber für mich ist es ein Ritual ein Projekt auszuwählen. Momentan suchen über 5.000 Projekte in KIVA nach Menschen die Projekte finanzieren. Es “erdet” mich jeden Tag wenn ich diese “25 Dollar Peanuts” vergebe. Meinen letzten 25 Dollar Kredit habe ich an Elsha aus Kenya vergeben. Sie benötigt die 100 Dollar zum Kauf eines Solar “panels”. Vermutlich ist das “panel” so groß wie ein DIN A 4 Blatt! Aber egal ihr hilft es enorm denn Sie hat dann am Abend Licht! Ein Luxus den wir hier in Europa nicht verstehen können. Aber die 46 Jahre junge verwitwete Dame hat auch noch 10 Kinder! Oh, Jesses!!! Keine Bank gäbe ihr einen Kredit! Aber KIVA kann es tun, denn die vier Menschen die je 25 Dollar zur Verfügung stellen glauben an Elsha. Auch ich bin mir sicher sie gibt mir meine 25 Dollar wieder zurück und wenn nicht, dann sag ich bitte Elsha du hast es zumindest versucht… Wer jetzt glaubt ich würde mein Geld nie wieder sehen der täuscht sich. Bei mir sind es nach sechs Jahren 98% meiner vergebenen Kreditsumme wurden zurückgezahlt. Die Mehrzahl der Menschen sind halt doch “gute”!

So jetzt aber noch etwas zur Statistik vom Team New Energy.
2014 11 21 KIVA Team 30.000

Unsere Kredite gingen zu 80% an Frauen! Leider ist unser Kreditvolumen welches wir vergeben haben gegenüber 2012 rückläufig! In welche Sektoren wir die Kredite vergeben ist oft nicht korrekt Klassifiziert.

Auch bei der Geographischen Verteilung kann KIVA mit einer Statistik aufwarten:
2014 11 21 KIVA Team 30.000 Statistik

Wie erwartet werden die Afrikanischen Länder auch vom Team New Energy bevorzugt. Wie ihr seht steht demnächst das nächste “Jubiläum” an! Denn im Moment haben wir 997 Darlehen vergeben das tausendste Darlehen wir also demnächst vergeben… Außerdem interessant, wir haben unsere Darlehen in 74 Ländern vergeben. Wenn man bedenkt, dass KIVA “nur” in 83 Länder bisher aktiv war haben wir schon sehr viel erreicht.

Auch wenn bisher alle meine Aufrufe (fast alle!) erfolglos waren, versuche ich es erneut. Ich kann jedem der ein paar Euro verkraften kann nur empfehlen mit KIVA direkt Menschen zu helfen. Wer weiß besser wie diese Menschen selbst was sie benötigen? Am Beispiel von Elsha ist klar zu erkennen, nur wenn Elsha den Kredit glaubt dass sie den Kredit zurückzahlen kann, wird sie investieren. Diese Entscheidung muss sie treffen. Wir geben ihr das Vertrauen und unsere paar Kröten das ist alles was wir tun. Es kann aber für die Einzelperson viel sein! Auch wenn es wie im Beispiel von Elsha “nur” 100 Dollar sind.

Natürlich wäre es nett wenn sich jemand entschließt bei KIVA mit zu machen wenn er sich dem Team New Energy anschließt, Dann kann ich bald wieder vom Überschreiten einer “magischen Grenze” berichten.

Energie Effizienz durch Bürgerenergie

Gestern hatte ich mein erstes Gespräch zum Thema “wie können wir unsere Kommune Energieeffizient umbauen”. Ich hatte dazu ja schon erste Meinungen veröffentlicht. Meine Idee dazu ist, zusammen mit innovativen Architekten Energieeffizienzprojekte zu identifizieren und diese dann über eine Energie Genossenschaft zu finanzieren. Dem Genossenschaftsmitglied kann es egal sein ob sein Geld für eine Photovoltaikanlage, ein Windrad oder eben ein Energie Effizientes Haus ausgegeben wird. Der ökologische Effekt kann der gleiche sein. Dies Auswirkung kann als angenehmer empfunden werden, wenn statt eines Windrades eine schöne neue Immobilie in der Innenstadt entsteht. Nur die Rendite muß natürlich auch vorhanden sein.

Durch die Einbindung von lokalen Architekten, Handwerkern und lokal vorhandenen Materialien kann die Verbundenheit der lokalen Bewohner erhöht werden. Beim Kauf von Solarmodulen und Windrädern wandert ja das Geld für die Module/Windräder aus der Kommune ab. Nur der Montageanteil oder kleinere Gewerke (z.B. Fundament) sind lokale Wertschöpfung. Beim Bau von Häusern kann viel plastischer aufgezeigt werden was Energieeffizienz vor Ort bereits erreichen kann. Es wäre doch toll wenn der Maler, der Elektriker und der Maurer vor Ort durch die Energiegenossenschaft profitiert.
Wenn wir es also schaffen herunter gewirtschaftete Häuser in der Innenstadt anzukaufen, zu renovieren oder abzureißen und neu zu bebauen, können Leuchtturmprojekte in der Kommune entstehen. Die Techniken die dabei eingesetzt werden können als Best Practice vor Ort gezeigt werden. Alle beteiligten Firmen zeigen was sie zum Thema Energie Effizienz drauf haben und den Genossen der Energiegenossenschaft bleibt die Rendite und ein gutes Energie Effizientes Gewissen (EEG!). Ich stelle immer wieder fest, dass die Anbieter von Effizienten Häusern, Gewerken immer wieder den Käufern nachlaufen! Warum nehmen wir die Projekte nicht ganzheitlich in Bürgerhand? Die Mieter dieser Objekte werden die beste Werbung sein die wir uns wünschen können.

Wir haben doch genügend Menschen die Energie Effiziente Häuser bauen können! Wenn denen “nur” das Geld fehlt, dann müssen die Energie Genossenschaften ran! Gebt das Geld der Genossen für Energie Effiziente Häuser. Vermietet die Häuser an Menschen die sich bisher vielleicht noch nie Gedanken über Energie Effizienz gemacht haben. Laßt sie einfach teilhaben an den Möglichkeiten die uns die Energie Effizienz bietet. Momentan höre ich doch von vielen Energie Genossenschaften “uns fehlen die Projekte”. Dann geht über in die Betrachtung von Technologieoptionen auf Gebäude- und Quartiersebene hinaus und ermöglicht eine integrierte Bewertung auf gesamtstädtischer Systemebene. Wenn dass kein Potential ist weiß ich es auch nicht mehr. Auf jeden Fall hat mein erstes Gespräch Appetit auf mehr gemacht und ich bin mir sicher, dass demnächst konkrete Projekte entstehen.

Wenn Bürger lästig sind!

Vor meinem Urlaub habe ich den Ball an die Politik im Bundestag, im Landtag und im Kreistag gegeben. Heute möchte ich Bilanz ziehen. Wobei die Bilanz ernüchternd aussieht. Ich habe nur eine Rückmeldung erhalten und zwar von Angela Dorn von den Grünen im Hessischen Landtag, die meine Mail über den Fraktionsvorsitz (Matthias Wagner) anscheinend erhalten hatte. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit ihr in Verbindung setzen. So stelle ich mir Demokratie vor. Meine Mail wurde von den hessischen Grünen im Landtag Ernst genommen.

Alle anderen meinen wohl, mich müsste man nicht ernst nehmen.
Alle anderen werden mich auch noch kennenlernen!
Alle anderen kann ich nur sagen, setzen Note “6”!

Ich hatte folgende Fraktionsvorsitzende ohne Rückmeldungen angeschrieben:

Bund CDU Volker Kauder volker.kauder@bundestag.de
Bund SPD Thomas Oppermann oeffentlichkeitsarbeit@spdfraktion.de
Bund Die Linke Gregor Gysi fraktion@linksfraktion.de
Bund Grüne Katrin Göring-Eckardt + Anton Hofreiter info@gruene-bundestag.de
Hessen CDU Michael Boddenberg ‘cdu-fraktion@ltg.hessen.de’
Hessen SPD Thorsten Schäfer Gümbel ‘t.schaefer-guembel@ltg.hessen.de’
Hessen Die Linke Janine Wissler ‘j.wissler@ltg.hessen.de’
Bergstraße CDU Alfons Haag ‘info@bergstrasse.cdu.de’
Bergstraße SPD Josef Fiedler ‘ub.bergstrasse@spd.de’
Bergstraße Grüne Evelyn Berg + Thilo Figaj ‘mail@gruene-bergstrasse.de’

Keiner dieser angeschriebenen “Fraktionsvorsitzenden” hat sich bei mir zurückgemeldet! Die Mailadressen scheinen korrekt zu sein, jedenfalls kam keine zurück. Die Fraktionsvorsitzenden hatten also meine Mail. Aber keiner hat sich mit mir in Verbindung gesetzt. Es könnte ja sein, dass die Fraktionsvorsitzende nicht die richtigen Ansprechpartner sind. Aber nein, meine Mail vergammelt in irgendwelchen Postfächern. Denn weitergeleitet haben die Fraktionsvorsitzenden meine Mail auch nicht. Sonst hätte sich doch irgendjemand gemeldet? In jedem dieser Parlamente sind Abgeordnete die mich persönlich kennen. Ich bekam nur die eine Rückmeldung. Wenn dies demokratische Mitbestimmung ist kann ich drauf verzichten!

Ist es Größenwahnsinnig wenn ich von den Fraktionsvorsitzenden um eine Weiterleitung an die Fraktionsmitglieder bitte? Oder habe ich nicht das Recht als Bürger auf eine Weiterleitung? Ich weiß es nicht, aber wenn mir keiner Rückantwort gibt stehe ich ganz schön im Regen. Was soll ich denn als Bürger tun? Ach so, wenn Wahl ist soll ich ein Kreuz machen. Mach ich auch aber ein wenig würde ich schon mein Fachwissen akzeptiert wissen…

Die “Energiewende” wird immer wieder bei politischen Sonntagsreden als dezentral und Bürger basierend betitelt. Wenn aber die Bürger von den Politikern nicht mehr ernst genommen werden dann ist was faul in unserem System. Egal auf welcher Ebene ich die Fraktionsvorsitzenden angeschrieben habe, das Energiethema ist auf allen politischen Ebenen präsent. Deshalb finde ich die Ignoranz der politisch Verantwortlichen meines offenen Briefes ist ein Schlag in das Gesicht unserer Demokratie. Ich erwarte Rückmeldungen wenn ich meine Abgeordneten anschreibe und nicht ein wegducken vor meinen Fragen. Ihr kennt den Sonnenflüsterer und ihr wißt damit ist nicht Ende meiner Aktion. Die Fraktionsvorsitzenden werden demnächst von mir hören… Auf welchem Weg verrate ich noch nicht…

Nochmals vielen, vielen Dank an Angela Dorn und den Hessischen Grünen es hat mich sehr gefreut von euch eine Rückmeldung zu erhalten. Ich melde mich demnächst bei Angela und ich bin mir sicher mit unserer Erneuerbaren Power schaffen wir die Energiewende auch wenn viele andere uns ignorieren, bremsen oder Knüppel zwischen die Beine werfen wollen.

Wir können schreiben und reden was wir wollen, wenn uns keiner liest oder zuhört ist all dies unnötig. Wichtiger ist natürlich nicht nur zuhören oder lesen sondern handeln. Wem dies immer noch nicht genug ist dem empfehle ich diese 6 Minuten Rede. Da ist alles gesagt:

Sammlung: Erneuerbare sind zu teuer

Wie oft hab ich schon gehört Erneuerbare Energien wären teuer!
Nach 37 Jahren Daimler Benz im Rechnungswesen, weiss ich es kommt immer drauf an wie die Rechnung aufgemacht wird. Was rechnen wir in die “Kosten” ein? Bei Atomkraftwerken die Lagerkosten von zig Generationen? Bei Kohlekraftwerken die Atemwegserkrankungen von Kindern? Wie bewerten wir das Husten der Kinder in Euro?

Hier in dieser Sammlung werde ich die Artikel erwähnen und sammeln, die den Spruch oder dem Sinn nach von “Erneuerbare Energien sind teuer” schreiben. Als legendäre Aussage des Ex-Vorstandsvorsitzenden der RWE möchte ich Jürgen Großmann mit seinem Ananas Spruch anführen…

Ganz aktuell (9/2014) kommt Robin Grimes (Nuklearphysiker!) zu der Erkenntnis “Es sei aber “nicht wahr”, dass Nuklearenergie teurer als etwa erneuerbare Energien sei – die echte Konkurrenz seien lediglich billige, aber umweltschädliche Stoffe wie Kohle, sagt Grimes.” Eine Begründung hat die Lusche anscheinend nicht aber Hauptsache mal einen dummen Spruch losgelassen.

Auch an den Unsinn eines Professors mit dem ungerechtfertigten Namen Sinn möchte ich erinnern (3/2012) der mit seiner Einschätzung “…der Markt für die Erneuerbaren auf absehbare Zeit von öffentlichen Subventionen lebt und nicht vom ureigenen Interesse der Nachfrager getrieben ist.” lag er ordentlich daneben. Inzwischen werden Erneuerbare Energien auch ohne Förderung genutzt. Aber trotzderm wird dieser Unsinn immer noch als Experte gehandelt.

Ich bin mir sicher, dass es noch munter weitergeht mit dem Spruch Erneuerbare Energien sind teuer und ich werde noch öfter meine Sammlung erweitern drüfen. Wer einen Artikel mit diesem Unsinn findet bitte melden…

Was können andere und wir nicht?

ralosHistory 12.12.2008 (erste Veröffentlichung)

Es ist unglaublich, wie wenig man der Solar Branche zutraut.

Der Ölmarkt wuchs zwischen 1862 und 1991 jährlich um 25%…
Die Atomkraft wuchs zwischen 1957 und 1977 jährlich um 36%…
Der Mobilfunk wuchs zwischen 1986 und 2000 jährlich um 48%…

Wenn die das konnten dann kann das die Solar Branche auch!
Wir sind es dem Klimawandel einfach schuldig.

Die Photovoltaik hat 2007 bereits drei Terawatt Stunden Strom in Deutschland eingespeist. Wenn wir “nur23 Jahre lang 25% Prozent Wachstum hätten, würden wir mehr Strom mit Photovoltaik produzieren wie derzeit in Deutschland verbraucht wird.

Ich weiß, dass geht nicht.
Wo sollen denn die ganzen Module hin? Wer soll das bezahlen? Wo soll das Silizium herkommen? Fragen über Fragen.
Aber beim Öl, den Atomkraftwerken und dem Mobilfunk hat es doch auch funktioniert?

Übrigens wird von der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) genau die Steigerungsrate von 25% vorhergesagt? Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) nimmt an, dass sich der Solarstrom bis 2040 in jeder Dekade verzehnfacht. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 30%.

Betrachten wir nicht nur die Photovoltaik sondern alle Erneuerbare Energien dann stellen wir eine Steigerung von 2005 auf 2006 von 14% fest. Auf 2007 bereits um 21% wenn wir diese 21% weiterdenken wären wir bereits 2017 bei einer 100%igen Vollversorgung mit erneuerbaren Energien beim Strom. Ohne eine kWh einsparen zu müssen.

Wir reden aber über Stromlücken? Bau von neuen Kohlekraftwerken. Gratis-Verschmutzungsrechten. Ausnahmen für die großen “Energie-Fresser”. Milliarden für Banken. Milliarden für die Automobilindustrie.

Ich wiederhole mich aber wir müssen es wollen und uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Einen kleinen Wink möchte ich mal geben schaut mal die Karikatur des SFV in seinem neuesten Solarbrief an. Der Weihnachtsmerkel müsste aus seinem Sack die richtigen bescheren…
…und hört auf uns kleinzureden. Wir sind eine Macht – wir würden auch Opel kaufen…

Energie in Bürgerhand ist Geschichte!

Wer mich kennt, weiß ich bin ein Anfänger. Ich bin gerne vorne dabei wenn es was Neues gibt! Aber da ich demnächst den 60sten Geburtstag feiern darf, muss ich mir auch eingestehen, ich befinde mich in der zweiten Hälfte meines Lebens! ;-)

Bei einigen dieser Projekte befinde ich mich in der “aktiven Rückzugsphase”. Ich stelle dabei allerdings fest, ein komplettes Abkoppeln oder Beenden eines gestarteten Projektes ist gar nicht so einfach. Bei der Energie in Bürgerhand ist dies aber geschafft. Die Gesellschaft ist liquidiert!

Was waren wir enthusiastisch gestartet! Mit mehr als 200 Aktiven trafen wir uns vor gut fünf Jahren in Freiburg und wollten die Thüga kaufen. Na ja 100 Millionen Euro haben wir nicht eingesammelt aber es war schon eine geile Aktion die ich mit einigen Artikeln auch beschrieben habe! Ich war sogar als Referent (wie immer ehrenamtlich) auf der Jagd nach Mitstreitern…

Selbst meinen Smarti verzierte ich mit dem EiB Aufkleber neben meinem Lieblings Aufkleber!
Aufkleber Energie in Bürgerhand
Jetzt werde ich den EiB Aufkleber wohl abkratzen dürfen. Der Anti Atom bleibt natürlich! ;-)

Die Gesellschaft Energie in Bürgerhand ist zwar liquidiert und abgeschlossen aber meine 1.000 Euro die ich in die Genossenschaft investiert hatte sind nicht verloren sondern die EiB wurde ja in die Netzkauf EWS eG “verschmolzen”. Ich bin jetzt Genossenschaftsmitglied bei den Schönauer Stromrebellen! Wer jetzt nichts mit dem Begriff “Stromrebell” anfangen kann dem empfehle ich unbedingt den Film “Das Schönauer Gefühl” (eine Stunde) anzuschauen. Da ich ja eigentlich ein naturstromer (seit 1999) bin, werde ich auch weiterhin meinen Strom bei Naturstrom beziehen und nicht von den Rebellen. Aber Ökostrom ist Ökostrom und beide Unternehmen sind für den Bezug von Strom wärmstens zu empfehlen…

Mit meiner Mitgliedschaft bei den Stromrebellen schließt sich auch ein weiterer Kreis. Denn 2003 durfte ich auf einem der ersten Rebellenseminare unser Megawatt-Projekt vorstellen… Das Rebellenseminar, Entschuldigung offiziell heißt es natürlich “Das Schönauer Stromseminar” wird 2015 bereits zum 16. Mal ausgerichtet. Ich kann dieses Seminar nur empfehlen. Wenn eure Batterien mal so richtig leer sind, dann auf geht’s in das schöne Schwarzwald Städtchen…

So habe ich zwar ein Projekt (Energie in Bürgerhand) beendet bin aber mitten drin in einem Neuen (EWS) und somit bleibt unter dem Strich die Erkenntnis:

Ein Ende ist immer mit einem neuen Anfang verbunden. Auf geht’s das Ziel heißt 100% Erneuerbare Energie!

Enerkite die Drachenbauer brauchen Kröten!

So jetzt sind mal wieder die Geldgeber (Pfeffersäcke?) gefragt! Die geile Truppe der Drachenbauer von Enerkite hat Ihre Geschäftsidee zumindest im Video präzisiert. Vor zwei Jahren auf der Husum Messe konnte ich ja die ersten Ergebnisse schon sehen aber jetzt könnt ihr euch ansehen wie man mit Drachen Geld verdienen kann. Schaut es euch mal an…

Ich weiß jetzt kommen die Bedenkenträger (auch Pfeffersäcke!) die schon alles Wissen warum es nicht geht… aber es geht doch und sehen könnt ihr es hier:

Wer noch nicht kapiert hat wo Drachenstrom sinnvoll eingesetzt werden kann dem empfehle ich die beiden Verkaufsvideos ;-)

Video: Windenergie im Überfluss auch für Blonde!

Oder hier die Männer Version…

 

Gesucht werden 100 registrierte Nutzer die Enerkite cool finden und Interesse signalisieren zwischen 100 und 100.000 Euro zu investieren. Wie gesagt bitte keine Pfeffersäcke sondern Enthusiasten, Vordenker und Macher oder einfach Wind oder Drachenbegeisterte. Natürlich wird dieses Projekt per “Krautfaunding” finanziert! Woher das Geld kommt weiß allein der Wind wäre zu naiv. Schaut euch mal die Beschreibung auf Fundernation an. Diskutiert dort mit dem Drachen-Enthusiasten Alexander Bormann direkt und am Schluss die Bitte, tragt euch bei den “registrierten Nutzern” ein.

Dass ist jedenfalls der aktuelle Stand zur Finanzierung von Enerkite und um es mit Stefan zu sagen: “Bin kein Klugscheißer ich weiß es wirklich!”

Geld für Erneuerbare!

Neue Ideen sind nicht das Problem sondern meist die Finanzierung. Bei Erneuerbaren Energien war dies in den letzten Jahren weniger problematisch. Wir konnten viele Projekte finanzieren. Jetzt ist es mir bei KIVA erstmals passiert, dass ein Solarprojekt nicht finanziert wurde. Dazu muss man wissen, dass jedes Pojekt nur 30 Tage zur Finanzierung im KIVA System angeboten wird. Wenn nach diesen 30 Tagen das Darlehen nicht finanziert wurde, werden die zugesagten Gelder wieder an die Darlehensgeber zurückgebucht. Dass die 4.650 Dollar letztendlich nicht als Darlehen zur Verfügung gestellt werden konnten ärgert mich. Es mag sein, dass Honduras bei den Geldgebern nicht so hoch im Kurs steht oder die Rückzahl über 27 Monat zu lange gewählt ist, in jedem Fall ist es ärgerlich dass dieses Projekt jetzt nicht realisiert wird.

Ich werde natürlich sofort eines der über anderen 90 Solar-Projekte unterstützen aber das hilft den Projekten in Honduras natürlich nicht weiter. Die werden jetzt ganz schön enttäuscht sein.

Es erscheint mir auch insgesamt bei KIVA einen Stau an zu finanzierenden Projekten zu geben? Über 6.500 Projekte suchen derzeit Geldgeber. Es ist klar, dass auch KIVA nicht unendlich wachsen kann! Aber es ist doch schade wenn Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen und es scheitert an ein paar Kröten! Beim Honduras Solar Projekt möchten die vier Parteien ein Darlehen in Höhe von 4.650 Dollar! Vier Haushalte die hofften mit einer von ihnen wohlüberlegten Investition ihrem Dasein ein Zukunft zu geben und dann scheitert es an den paar Kröten. Dabei möchten diese Menschen ja kein Geschenk sondern nur ein Darlehen! Eine Startfinanzierung aber keiner gibt Ihnen diese Chance. Mist sage ich da nur! Wenn wir die solar Weltrevolution wollen ist das auch mit Geld verbunden. Geld das benötigt wird um in die Mini-Kraftwerke zu investieren. Der Lohn ergibt sich erst durch eine lange Nutzungszeit aber er wird kommen, deshalb lasst es uns tun. ich jedenfalls werde gleich meine obligatorischen 25 Dollar einem Projekt zukommen lassen…

Elektromagnetische Strahlung – Elektrosmog

ralosHistory 25.11.2008 (erste Veröffentlichung)

Aus einer konkreten Anfrage möchte ich zum vielgefragten Thema Elektrosmog was schreiben.
Als gesetzliche Grenzwerte für die elektromagnetische Strahlung wird die 26. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV) und die Vor-Norm zum Schutz von Personen VDE V0848 4/A3 1995 07 herangezogen.
Da sich die BImSchV und die VDE auf gesicherte pathogene (krankheitsauslösende) Effekte beschränken, werden auch baubiologische Empfehlungen mit berücksichtigt. Damit das Ganze nicht zu trocken wird habe ich die Werte verglichen mit im Alltag vorkommenden elektrischen Geräten.

Elektrosmog wird umgangssprachlich für elektromagnetische Umweltverträglichkeit (EMVU) verwendet. Darunter wird die Wirkung elektromagnetischer Felder auf die Umwelt und insbesondere den Menschen
verstanden. Neben dem natürlichen Erdmagnetfeld werden elektromagnetische Felder durch eine Vielzahl von Elektrogeräten oder elektrischen Anlagen erzeugt. Hierbei sind je nach Gerät erzeugte Gleichfelder, niederfrequente Wechselfelder und hochfrequente Wechselfelder zu unterscheiden.

Gleichfelder entstehen durch Gleichspannungen oder Gleichströme, z.B. bei Photovoltaikmodulen,

niederfrequente Wechselfelder entstehen z.B. durch das 230 V/50 Hz Stromnetz und alle daran
angeschlossene Verbraucher,

hochfrequente Wechselfelder entstehen z.B. durch Mobilfunkanlagen, Handys und drahtlose
Computerkomponenten

Es ist umstritten ab welcher Dosis die elektromagnetische Strahlung einen schädlichen Einfluss auf den menschlichen Körper hat. Fest steht, dass elektromagnetische Strahlungen im menschlichen Körper einen Strom induzieren, der ab einer gewissen Stärke zur Reizung von Nerven und Muskelzellen führen kann.

Bei PV-Anlagen kommen die PV-Module, Verbindungsleitungen und Wechselrichter als mögliche Erzeuger von elektromagnetischer Strahlung in Frage.

Die PV-Module erzeugen Gleichstrom also wird ein magnetisches Gleichfeld erzeugt. Bei einzelnen Modulen ist die elektrische Feldstärke so gering, dass bereits nach ein paar Zentimeter nicht mehr nachweisbar. Erst wenn die Module zusammengeschaltet sind wird das Gleichfeld stärker und kann bis zum Abstand von 50 cm höher sein als das natürliche Magnetfeld.

Bei den Verbindungsleitungen zwischen PV-Modulen und Wechselrichter treten ebenfalls Gleichspannungen und somit magnetische Gleichfelder auf. Um diese bei Bedarf möglichst gering zu halten, empfehlen wir, die beiden Plus- und Minus-Leitung dicht nebeneinander zu verlegen. Dadurch heben sich die Magnetfelder beider Leitungen gegenseitig auf (Reduktionseffekt), so dass sich das elektrische Feld auf den kleinen Bereich zwischen den beiden Leitungen konzentriert.

Im Wechselrichter wird der von den PV-Modulen erzeugte Gleichstrom in netzüblichen Wechselstrom umgewandelt. Hierbei entstehen lediglich niederfrequente Wechselfelder, keine hochfrequenten. Diese Wechselfelder können mit haushaltsüblichen Großgeräten verglichen werden.

Die Messung elektromagnetischer Wechselfelder im 30 cm Abstand ergeben: (Angaben in Feldstärke in V/m)

4 – 8 V/m elektrischer Herd
11 V/m Wechselrichter mit 50 Hz Trafo
12 V/m Bügeleisen
5 – 40 V/m typischer Wohnungswert
10 – 60 V/m Energiesparlampen
60 – 90 V/m Farbfernseher
80 V/m Haarfön
100 V/m Handmixer
110 V/m Kühlschrank
260 V/m Boiler

Grenzwerte und Empfehlungen in V/m 10 m Abstand:

26. BISchV        5.000 V/m
Vor-Norm zum Schutz von Personen VDE V0848 4/A3 1995 07 –   6.500 V/m
Baubiologen 20 V/m

Fazit: Die PV-Generatoren und ihre Verbindungskabel zum Wechselrichter erzeugen überwiegend Gleichfelder, die schon in wenigen cm Abstand schwächer als die natürlichen Erdmagnetfelder sind.
Wechselrichter erzeugen am Tag (bei Sonnenschein) in ihrer Umgebung schwache niederfrequente Wechselfelder. Die Feldstärkeemissionen von PV-Anlagen liegen dabei deutlich unter den Grenzwerten der 26. BISchV. Bereits bei einem Abstand von 10 cm werden selbst die wesentlich strengeren baubiologisch empfohlenen Werte unterschritten.
Eine Gefährdung oder Beeinträchtigung der Bewohner durch elektromagnetische Strahlung durch die Photovoltaikanlage kann somit nach heutigem Kenntnisstand ausgeschlossen werden.

Energiewende das Karussell dreht sich weiter

Wer gedacht hat mit dem EEG 2014 wird es ruhig an der Front des Umbaus unseres Energiesystems der hat sich getäuscht. Es wird eigentlich immer wilder! Die Lobbyisten der konventionellen Energien laufen durch die Drehtüren der Bundesregierung wann und so oft sie wollen! Während die Freunde der Erneuerbaren Energien bitten und betteln müssen.
Reuters berichtet: Jedes fünfte deutsche Unternehmen hat einer Umfrage zufolge über Probleme mit der Energiesicherheit Ja was haben sie denn? Nix genaues erfährt man nicht, im Artikel. Aber Reuters liegt “in Auszügen” die Umfrage vor. Wenigstens vollständige Sätze hätte ich von Reuters erwartet. Dass die Chinesen uns den Rang ablaufen war schon lange klar. Mehr Solarthermie, mehr Windenergie und mehr Photovoltaik installieren die Chinesen schon lange als wir Deutschen. Aber unsere Story war doch so schön! Aber lang ist es her…

Aktuell erreicht mich die Nachricht, dass die Windparkeröffnung am kommenden Sonntag in Freiensteinau von einer Gegendemo begleitet wird. Natürlich komme ich vor Ort zu meinem Freund Michael (Fa. Luftstrom) der bereits 2009 bei der Einweihung von Demonstranten beehrt wurde… Auch damals war ich vor Ort und hab mir die “Argumente” der BI’s angehört. Vermutlich werden es immer noch die gleichen “Argumente” sein die ich dort am Sonntag zu hören bekommen. Ich geh mal davon aus, dass die Gegner in diesen fünf Jahren sich an der Veränderung unserer Energieversorgung nicht aktiv beteiligt haben. Da dies nur eine Vermutung ist werde ich mal nachfragen…

Im Artikel der Kinzigtal Nachrichten findet man jedenfalls nur eine “lose Sammlung” von Gegenargumenten. Hauptsache mal auf den Grünen Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir draufgeklopft. Dass wir einen Hessischen Energiegipfel hatten auf dem die angeprangerten Zahlen beschlossen wurden, ignorieren die Freunde des “schönen Ausblicks”. Sie werden trotzdem das alte Lied “die Grünen sind die Schuldigen” singen. Dass die Veränderung der Energieversorgung ein muss ist haben diese Menschen noch nicht begriffen. Da greift wieder mal mein Begriff der “biologischen Lösung“! Anders wird es da nicht gehen…

Tarek al Wazir hat sich auf seiner Sommertour auch auf der Neutscher Höhe bei der Energiegenossenschaft Starkenburg sehen lassen. Dort war das Windrad so leise, dass die Geräusche von den drei Flügeln durch die Kühlung am Fuß des Windrads übertönt wurden… Leider hatte Tarek wenig Zeit und ich konnte nicht mit ihm reden und am Sonntag wird es vermutlich noch schwieriger werden. Bei 700 angekündigten Windkraftgegnern wäre es nett wenn sich viele meiner Freunde und Bekannte auch mal als Freunde der Windenergie in Freiensteinau sehen lassen würden. Also auf geht’s am Sonntag nach Freiensteinau! Ich gebe mir auch noch Mühe die Wolken vor der Sonne zu vertreiben und regnen wird es schon gar nicht wenn der Sonnenflüsterer kommt!