Kategorie-Archiv: Photovoltaik

Wir machen die vier großen Atomkonzerne insolvent.

Der Text aus der Überschrift war mein zweiter Teil der Antwort auf die Frage der Reporterin: “Was ist ihr Ziel?“. Mein Antwort lautete “100% Erneuerbare Energien” und als Nachsatz “Dass heißt: Wir machen die vier großen Atomkonzerne insolvent!“.

Das mag zwar viele irritieren aber ich liebe solche klaren Statements. Es ist nicht mein Ziel alle vier insolvent zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass einzelne große Konzerne überstehen aber dann in der Hand der Bürger und nicht in der Hand von Managern mit Kurzzeitgedächtnis.

Aber von welchem Interview schreibe ich eigentlich? Am letzten Donnerstag war es so weit. Unser erstes offizielles Zwergen Solar Plug In System wurde vom Netzbetreiber in Betrieb genommen. Besser gesagt es wurde es nicht! Wir müssen nacharbeiten. Aber es sind nur noch Nuancen die uns vor dem “uneingeschränkten Pilotbetrieb” trennen.

Als erstes hier der Link zum SWR1 wo man den Bericht (noch vor der “Inbetriebnahme”) nachhören kann. Auch die beiden Mörlenbacher Aktivisten sind auf dem Foto zu sehen.

Nach der misslungenen Inbetriebnahme hat Hermann das System natürlich Ordnungsgemäß ausser Betrieb genommen.

Ausser Betrieb

Wobei jetzt das Risiko eigentlich erst recht vorhanden ist wenn ich die Hinweise des Netzbetreibers Ernst nehme. Denn das Solarmodul produziert Strom und wenn der Wechselrichter nicht ordnungsgemäß funktionieren würde (was er aber so weit wie wir wissen tut!) könnte Spannung an den Steckerkontakten anliegen. Wenn dann jemand in den Stecker fingern würde… Na, ja so weit wird es nicht kommen. Der Stecker liegt auf dem Balkon von Ute und die Balkontür ist abgeschlossen… Jedenfalls nehmen wir den Hinweis vom Netzbetreiber Ernst und werden um den Stecker und die Steckdose ein Kästchen bauen. Laut Hermann ist in Mörlenbach “der Dorfschmied” schon beauftragt. Als Beschriftung hab ich mir “Solar Castor” gewünscht! Mal sehen was draus wird. Eines ist klar ich berichte!

Vor Ort waren ausser fünf Mitarbeiter des Netzbetreibers und einige Aktiven von Metropolsolar noch der Mörlenbacher Bürgermeister, die Odenwälder Zeitung und ein Reporter vom HR! Leider sind mir noch keine Beiträge bekannt. Das wird aber noch!

Damit kann man sagen wir waren ein hochkompetentes Inbetriebnahme Team! :-)

Zur Technik noch einmal. Das Modul hängt am Balkon und kann nur über die Balkontür erreicht werden. Im Haus wohnen keine Kinder und als “Sicherung” dass niemand den Stecker unbedarf aus der Steckdose zieht hatten wir folgende “Lösung” eingebaut.

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Gut sieht vielleicht nicht so Professionell aus, aber aus unserer Sicht hätte es gereicht. Aus der Sicht des Netzbetreibers nicht. Na, ja da müssen wir halt nacharbeiten…

Inzwischen arbeiten wir aber nicht nur an dem einen Modul sondern durch die intensive Berichterstattungen und auch den Zugriffen hier im Blog unterstütze ich fünf weitere Solar Zwerge in vier verschiedenen Netzen! Natürlich sind wir bei allen noch in den Kinderschuhen aber auch dort geht es voran und wenn wir so weit sind gibt es hier im Blog Neues. Das Zwischenziel heißt “Solar2go” (Plug In Systeme verkaufen wie einen Becher Kaffee!) und das Gesamtziel 100% Erneuerbare Energien. Bis dahin gibt es noch viel zu schreiben im Sonnenflüsterer Blog. ;-)

 

Solar to go mit Kampagnenbild!

Jetzt haben wir auch ein erstes Kampagnenbild für die Solar to go Kampagne!

Kampagnenbild solar2go

Ja ich weiß die großen vier würden mit anderen Bildern die Welt erfreuen. Aber wir sind nicht die großen vier sondern die vier kleinen die etwas Großes vorhaben.

Wir wollen dass Solarsystem zum mitnehmen verkauft werden. Es ist klar wir sind davon von weit weg, aber wir sind auf dem Weg und wer uns kennt der weiß wir werden täglich mehr!

Drei Dinge stehen jetzt auf der Agenda. Das einfachste ich möchte das Modul nur halb so groß! Es passt nicht in meinen Smart! ;-)
Es passt aber auch nicht in viele kleine Fahrzeuge, es ist groß und schwer. Ein 125 Watt Modul und der gleiche Wechselrichter wäre toll. Wer möchte kann sich ja zwei Module kaufen und beide an den Wechselrichter hängen. Aber ein 125 Watt Modul kann tatsächlich von jedem gekauft ins Auto gepackt und nach Hause transportiert werden. Oder im öffentlichen Nahverkehr mitgenommen werden. Das jetztige 250 Watt Modul mit ca. 1,00 Meter auf 1,60 Meter ist da zu unhandlich. Dieses Problem dürfte ein leichtes sein!

Zweitens möchte ich den Verwechslungssicheren Stecker durch einen Schukostecker ersetzen. Technisch sind die beiden Stecker identisch nur den Schukostecker kann ich in jede x-beliebige Steckdose stecken und davor wird gewarnt! Es könnte Stromkreise im Haus geben die durch den Strom aus dem 250 Watt (oder demnächst 125 Watt?) die durch das Plug-In-System “überlastet” (hust, hust) werden! Wir werden sehen welchen Netzbetreiber es diesmal trifft! :-)
Dieses Problemchen dürfte das größte Bröckelchen sein!

Dann sind wir beim dritten Thema! Wir suchen Pioniere die bereit sind ein Plug-In-Modul bei sich zu installieren und den steinigen offiziellen Weg der Anmeldung gehen. Wir unterstützen dabei! Das geht so weit, dass wir noch ein Modul derzeit zur Verfügung haben was wir kostenlos zur Verfügung stellen! Erst wenn das Modul installiert und vom Netzbetreiber genehmigt wurde entscheidet ihr ob ihr das Modul käuflich erwerbt oder wir das Modul abholen und beim nächsten Interessenten aufhängen. Am liebsten hätte ich jemand der im Gebiet eines der folgenden Netzbetreiber wohnt!

GGEW, KNS Kommunale Netzgesellschaft Südwest, Stadtwerke Schifferstadt, Stadtwerke Frankenthal, Stadtwerke Speyer, EWR Netz GmbH, MVV, Stadtwerke Viernheim, Stadtwerke Heidelberg, Stadtwerke Walldorf oder Stadtwerke Weinheim.
Natürlich könnt ihr euch auch mit mir in Verbindung setzen wenn ihr in einem anderen Netzgebiet wohnt. Lasst uns die Kampagne Solar to go voranbringen. Dies müsste aber das geringste Problemchen sein! Oder? Besprecht das mal morgen früh bei der Klimakonferenz am Kaffeetisch!

P.S.: Inzwischen gibt es weitere Radiobeiträge die mir allerdings noch nicht vorliegen und gleich haben wir einen Termin. Da ist ein weiterer Radiosender auf uns aufmerksam geworden. Solar to go

Wirtschaftlichkeit von Plug In Modulen

Bisher habe ich nur von den technischen, rechtlichen und politischen Hindernissen der Balkonmodulen geschrieben. Heute gehe ich auf die Kosten und die Wirtschaftlichkeit ein. Wobei ich ja mal folgendes geschrieben habe:
Über Geld reden wir nicht! Wer bei dieser Aktion über Kosten redet den frag ich wie wirtschaftlich die Fahrt von Bertha Benz vor 126 Jahren war? Welcher Controller hat diese Fahrt kalkuliert? Mit dem ersten Plug In System ging es nur darum aufzuzeigen, dass es eigentlich keine stichhaltigen Hindernisse gibt. Dies ist uns gelungen.

Wir haben gezeigt, es geht ein Steckdosenmodul technisch und rechtlich einwandfrei anzuschließen. Jetzt müssen auch die Finanzdaten stimmen um aus dem einzelnen Leuchtturmprojekt eine Massenbewegung zu machen. Dabei rede ich nicht von Millionen Stückzahlen sondern ich wäre froh wenn wir 2015 die vierstelligen Installationszahlen erreichen.

Was ein Plug In System kostet ist individuell stark unterschiedlich. Bei unserem Projekt in Mörlenbach war viel ehrenamtliches Engagement im Einsatz. Die Hardware Kosten lagen aber unter 700 Euro brutto. Wer sich überlegt ein Plug In System für sich selbst mal durch zu kalkulieren habe ich hier die aktuelle Preisliste hinterlegt.

So nachdem wir Wissen wieviel unser System kostet (ca. 700 Euro) stellt sich die Frage wieviel Strom produziert das Plug In System?
Die Spitzenleistung von einem Modul liegt bei 250 Watt! Bei optimaler Installation (Südausrichtung, 30 Grad Neigung und vielleicht auch noch manuell nachgeführt!) können 250 Kilowattstunden produziert werden!
Es kann aber auch bei mieser Ausrichtung, schlechter Neigung (Wandmontage!) und Verschattung (z.B. Balkongeländer) zu viel schlechteren Erträgen kommen. Ich setz einfach mal den Wert von 150 Kilowattstunden im Jahr als “dümmste Installation”!
Jetzt brauchen wir noch die Zahl wieviel Strom wir dem Netzbetreiber schenken weil wir den produzierten Strom nicht zeitgleich im eigenen Haus verbrauchen und der gute Ökostrom kostenlos in das öffentliche Netz fließt.
Hier haben wir keine Praxis Zahlen und selbst wenn wären die nicht übertragbar! Wir bräuchten dann ja den Produktionszeitpunkt und die Verbrauchszahlen des Haushaltes. In der jetzigen Phase des Projektes ist dies illusorisch hier belastbare Zahlen zu ermitteln. Ausserdem weigere ich mich bei den paar Kilowatt im Jahr eine 20 Jahre Prognose für eine Kalkulation zu erstellen. Hier heißt es Mut zur Lücke! :-)
Ich reduziere deshalb die produzierte Strommenge auf die genutzte Strommenge auf bestenfalls 240 Kilowattstunden im Jahr und im miesesten Fall auf 140 Kilowattstunden im Jahr.
So jetzt haben wir die Kosten und den Ertrag in Kilowattstunden im Jahr.
Wenn wir jetzt noch wüßten was dem Plug In Betreiber der Strom bei seinem Stromlieferant kostet könnten wir einen Ertrag errechnen.
Der aktuelle Strompreis ist kein Problem, der liegt zwischen 25 bis 30 Cent je Kilowattstunde. Die Preisentwicklung der nächsten 20 Jahre ist das Problem? Da könnte ich jetzt die tollsten Philosophien anstellen. Will ich aber nicht!
Bestenfalls:
Bei 240 Kilowattstunden und einem Strompreis von 30 Cent spare ich im ersten Jahr 72 Euro ein! Bezahlt hab ich 700 Euro!
Dümmste Installation:
Bei 140 Kilowattstunden und einem Stormpreis von 25 Cent sind es nur 35 Euro erspartes aber die gleichen Investitionskosten von 700 Euro!
So jetzt wisst ihr wie die Kostensituation derzeit bei Plug In ist und wer genau rechnen möchte der sollte sich die Stückliste vom S-I-Z anschauen da sind alle Teile aufgeführt die gebraucht werden um das System zu befestigen.

Es ist natürlich klar, dass dies nur die erste Grobkalkulation (bei mehreren Modulen wird es günstiger!) für die Leuchtturmprojekte und die “Plug In Guerillas” ist. Aber ich denke auch Bertha Benz ging es nicht um die wirtschaftliche Lösung sondern es ging ihr um den Fortschritt und ihr persönliches “Gutes Gefühl”. Auf gehts ihr Guerillios!

Balkonmodul “genehmigt” – Denen zeigen wir es!

So jetzt haben wir es schriftlich unser Balkonmodul wurde vom Netzbetreiber schriftlich “genehmigt” bisher hatten wir ja “nur” eine mündliche “Akzeptanz! Damit haben wir den Beweis, dass es möglich ist ein Balkonmodul, Plug In System, Wandmodul oder Micro Photovoltaik System egal wie man es benennt sicher und legal an das Stromnetz anzuschließen. Wir nehmen keine Förderung, kein EEG und keinerlei Finanzielle Förderung in Anspruch!

Mail des Netzbetreibers:

“Die Unterlagen sind soweit geprüft und genehmigt !
Wir werden mit Ihrem Installateur  im laufe  der nächsten Woche einen Termin zur Inbetriebnahme vereinbaren .
Da die Anlage die erste ihrer Bauart  im Netzgebiet der ….. ist , werden wir sie als Pilotanlage an das Netz anschließen , bis weitere Netzwirtschaftliche- und Messtechnische Klärungen  auf Bundesebene abgeschlossen sind .
Desweiteren werden wir auf Kosten der ….. einen Zählerwechsel vollziehen , um eine eventuelle Bewertung durch Überschussenergien bewerten zu können .”

Der Netzbetreiber installiert sogar einen Strozähler auf eigene Kosten um die “Überschussenergie” bewerten zu können.
Wir haben ein 250 Watt Modul installiert welches max. 250 Kilowattstunden im Jahr produziert die technisch bedingt zuerst im Haus genutzt werden und nur die “Überschussenergie” wird in das öffentliche Netz eingespeist. Da wird es aber spannend wie der Netzbetreiber die kostenlos gespendete Energie in seiner Bilanz einstellt! ;-)

Genehmigtes BalkonmodulIMG_0317

Parallel dazu hat der SWR2 einen Radiobeitrag zu unserem schönen Plug In Module gesendet. Besonders die schöne (aber nicht ganz gerechtfertige!) Bezeichnung “Stromrebellen von der Bergstraße” läßt ein Grinsen auf meinem Gesicht erscheinen. Hört einfach rein es macht richtig Spaß. Höhepunkt der Hinweis vom 72 jährigen “Urmensch” Friedrich (natürlich Metropolsolar Mitglied!) “Denen zeigen wir’s”

Hier als erstes die Anmoderation von Stephanie Ley:

Überall im Land glitzert es blau auf unseren Dächern!
Rund 1,5 Millionen Solaranlagen haben Häuslebauer zwischen Nordfriesland und der Zugspitze in den vergangenen Jahren installiert. Rein rechnerisch könnten mit der Energie 10 Millionen Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden, informiert der „Bundesverband Solarwirtschaft“ in Berlin – Rekord in Europa!!! Und doch ist der Markt für die Solarbranche überaus schwierig.
Etliche Unternehmen gingen schon Pleite- nicht nur wegen der Billig-Konkurrenz aus China, sondern vor allem aufgrund immer neuer politischer Rahmenbedingungen. So bremst etwa die Novellierung des „Erneuerbaren-Energien-Gesetzes“ den Photovoltaik-Boom aus, da mit ihr die staatliche Förderung zusammengestrichen wurde. Dennoch wollen sich viele Bürger das „Heft nicht aus der Hand nehmen lassen“ und mit Solarenergie ihren Beitrag zum Klimawandel leisten!!!! Warum also nicht ganz auf staatliche Förderung verzichten und Solarstrom ausschließlich für den Eigenbedarf produzieren, fragen sich etwa die „Stromrebellen von der Bergstraße“. Ihre bahnbrechende Idee: „Solar to go – für jedermann“!

Offen bleibt die Frage: “Was hat Hermann mit den 200 Kerzen und den 100 Gulaschsuppen gemacht!”

Weiter gehts in Bensheim, da freut sich jetzt schon der Netzbetreiber!

Übrigens suchen wir noch Menschen die bereit sind mit uns den nächsten Netzbetreiber mit einem “Solar to go” Modul zu beglücken. Schließlich ist dass Ziel Plug In Module legal bei jedem Netzbetreiber installieren zu können! Einfach melden, wir finden eine Lösung!

Guerilla PV

Ein Modul geht immer habe ich im Artikel vom 11.3.2015 geschrieben. Dass dies nicht die ganze Wahrheit ist hab ich damals nicht geschrieben. Nicht immer macht es Spaß sich dem ganzen geforderten Papierkram des Netzbetreibers, der Bundesnetzagentur oder dem Finanzamt zu widmen. Der Aufwand sich wegen einem Modul diesem Papierterror auszusetzen steht in keinem Verhältnis zu dem was dieser Verwaltungsakt an Vorteilen bietet. Deshalb könnte der Plug In System Käufer ja auf die Idee kommen als PV Guerillio sein Modul zu betreiben. Dass ist viel einfacher… aber leider nicht erlaubt!

Der PV Guerillio kauft sich ein Plug In System welches die Norm der VDE-AR-N 4105 (z.B. das System von S-I-Z) erfüllt. Soviel Sicherheit muss selbst bei Guerillios sein!
Dann schraubt er einen Schuko Stecker an das System! Den muss er sich allerdings selbst kaufen denn bei der Auslieferung von S-I-Z ist ein “Verwechslungssicherer” Stecker vorgesehen. Dann sucht er einen Einspeisestromkreis und steckt den Stecker rein! Guerilla PV installiert! Schneller geht’s nicht! Achtung ist aber nicht legal, ist eben formal nicht o.k…

Technisch sollte man auch nicht die erst beste Steckdose verwenden sondern da gilt es schon sorgfältig vorzugehen. Das Problem liegt in den verlegten Kabeln im Haus. Diese sollten nicht überlastet werden! Einen Stromkreis mit nur einer Steckdose wäre ideal! Wenn in dieser einzelnen Steckdose das Plug In Modul angeschlossen wird, wäre dies ein “Einspeisestromkreis“! Auf keinen Fall an diese einzelne Steckdose einen Mehrfachstecker einstecken! Wenn jetzt kein Uralt-Kabel (von vor dem zweiten Weltkrieg) verlegt ist und die Sicherung im Sicherungskasten 16 Ampere absichert ist es technisch o.k. Das Plug In System hat eine Stromstärke von ein Ampere.

Sollten im Haus nur Stromkreise mit mehreren Verbrauchsmöglichkeiten (z.B. Steckdosen und elektrische Geräte) verlegt sein kann der Guerillio zu verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen greifen. Er könnte die Sicherung dieses Stromkreises von 16 Ampere durch eine mit 10 Ampere ersetzen. Dadurch würde die Sicherung bereits bei einer Stromstärke von 10 Ampere auslösen. Die Belastung des Stromkabels könnte dann maximal den 10 Ampere aus dem öffentlichen Netz und einem zusätzlichen Ampere aus dem Plug In System betragen und somit von dem Kabel keine Gefahr ausgehen. Oder aber es gibt einen Stromkreis mit mehreren Steckdosen bei denen alle Steckdosen bis auf die eine “Einspeisesteckdose” stillgelegt werden. Dazu können einfach die überflüssigen Steckdosen entfernt oder mit einem Deckel verschraubt werden.

Natürlich bekommt ein Guerillio für den Strom, den er selbst nicht verbrauchen kann und der unabänderlich in das öffentliche Netz fließt, keine EEG Vergütung. Aber so sind sie halt die Guerillios! Wobei auch hier noch eine Fußangel zu beachten ist. Wenn ein Stromzähler installiert ist ohne Rücklaufsperre, dann läuft der Stromzähler rückwärts! Dass dies nicht Gesetzeskonform ist brauch ich nicht extra zu erwähnen! Wenn aber die Neueren Stromzähler mit Rücklaufsperre im Haus vorhanden sind, dann läuft der Strom in das öffentliche Netz, zwar immer noch, aber der Zähler registriert dies nicht! Wir reden hier über Schätzungsweise 20 kWh (immer ein Modul mit 250 Watt voraus gesetzt!) im Jahr! Wenn der Zähler rückwärts läuft dann wird bei hoher Sonnenstrahlung (und wenig Eigenbedarf) Strom in das öffentliche Netz eingespeist der später dann wieder entnommen wird. Zählertechnisch ergibt sich in Summe zwar ein Nullsummenspiel. Aber die Peanutszähler meinen es wäre eine “Fälschung technischer Aufzeichnungen (§ 268 StGB)” bei rücklaufenden Zähler!

Ja, ja wenn der Netzbetreiber Zähler installiert die auch Stromrückflüsse zählt sich anschließend beschwert dass diese Funktion auch in Betrieb genommen wird! :-) :-) :-) Da kann ich nur grinsen… Aber ihr wisst ja, so was macht man nicht!

Guerilla PV geht und wird praktiziert, genauso wie auf den Gehwegen geparkt wird, in Städten schneller gefahren wird wie 50 km und mit Küchenmesser werden Schwiegermütter erstochen. Die Welt ist voller Guerillios!

Bei meiner letzten Diskussion zu diesem Thema hatte ich gefragt ob beim Autokauf der Verkäufer auf die Straßenverkehrsordnung hinweist? Ober er dem Käufer mit erhobenem Finger sagt: “Im Ort aber nie über 50 km/h fahren!”. Darauf hin kam der Einwand, dafür gäbe es die Führerscheinprüfung. Guter Hinweis und ich war auch ziemlich perplex aber heute hätte ich die Antwort. Ein Auto kann man auch ohne Führerschein kaufen. Vermutlich kann man ein Auto auch ohne Führerschein bei der Versicherung versichern lassen.

Was ich meine ist wir müssen über Plug In Module viel mehr Wissen an die Menschen bringen. Wir müssen aber auch die Netzbetreiber dazu bringen klar zu definieren, was sie von den Plug In Modul Betreibern für Unterlagen wollen. Ob die Bundesnetzagentur jedes 250 Watt in seiner Datenbank braucht zweifle ich auch an. Die Politik muss natürlich die Rahmenbedingungen stricken und die Verbände (z.B. VDE) sollten mal ihre Regeln der Technik auf den Neuesten Stand bringen.

Ansonsten werden wir immer mehr solcher Plug In Module, installiert von zwielichtigen Guerillios, sehen:3 Guerillia PV

Das Plug In System von S-I-Z

Die Solar to go Kampagne ist nur möglich weil es eine entsprechende technische Weiterentwicklung in der Photovoltaik gegeben hat. Wobei die Technik bei den größeren EEG Photovoltaikanlagen gang und gebe war! Weiterhin ist wichtig dass die Plug In Systeme ohne EEG Förderung installiert werden. Sie rechnen sich also, obwohl die kleinste Photovoltaik Einheit durch die anfallenden Fixkosten (u.a. Mini Wechselrichter, Vertriebskosten, Beratungskosten) natürlich nicht an die Kosten Effektivität der großen PV System ( z.B. 5 kWp Dachanlage :-) heran kommen können!).
Nur bei Plug In Modulen die mit einem Mini Wechselrichter ausgestattet und über einen Stecker an das Stromnetz angeschlossen werden können, war die VDE (VDE-AR-N 4105) konforme Absicherung nicht integriert. Dies führte vor allem im Jahr 2013 zu diversen Schreiben in denen die Plug In Technik als gefährlich propagiert wurden.
Da wird z.B. vor den “steckerfertigen Erzeugungsanlagen” von der Deutschen Kommission Elektrotechnik (DKE) gewarnt. Die EnBW informiert alle im Installateursverzeichnis der EnBW eingetragene Firmen, dass “Durch Fehler im integrierten Wechselrichter kann an den freiliegenden Kontakten des Steckers eine lebensgefährliche Spannung anliegen, die bei Berührung zu einem tödlichen Stromschlag führen kann.”

Mein persönlicher Favorit ist der Brief des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HmWVL) der seine Erkenntnisse an das Rheinland Pfälzische LDEW weitergibt. Das HmWVL schreibt von den Bayern und dem VBEW ab. Dieses Verfahren nennt man im Kindergarten “stille Post“.

Dass inzwischen (12.2.2014 siehe download Firma S-I-Z) vom Wechselrichter Hersteller AEconversion die Zertifizierung für die VDE-AR-N-4105 erfüllt wurde, wollen viele nicht akzeptieren. Die Firma S-I-Z hat dies aber erkannt und um den Wechselrichter ein vollständiges Plug In System entwickelt, dass aus meiner Sicht als “Solar to go” taugt.

Aber nicht nur der Wechselrichter ist neuartig sondern auch der Rahmen der 250 Watt Solarmodule. Dieser 60 mm Rahmen eignet sich besonders als einfache und kostengünstige Montage an den unterschiedlichsten Orten. Ob an der Fassade, Balkongeländer, Dach oder Terrasse es findet sich immer eine Möglichkeit mit Hammerkopfschrauben das Modul “Sturmfest” zu befestigen.

Da die Rechtslage derzeit noch unklar ist hat sich S-I-Z entschlossen nicht “serienmässig” an die Schuko Steckdose anzuschließen, sondern die Auslieferung des Plug In Systems erfolgt ohne den Stecker. Empfohlen wird für eine rechtskonforme Installation der Verwechslungssichere “Wieland Stecker”.Wieland Steckdose

Damit ist gewährleistet dass der “Plug In unerfahrene Betreiber” das Solarsystem an den falschen Stromkreis anschließt. In anderen Ländern ist man mit diesem Problem unkritischer und wir arbeiten daran. Aber vorerst ist die Situation so wie sie ist! Wer sich nicht diesen Vorgaben unterwirft muss das Plug In System auf eigene Verantwortung als Guerilla PV System betreiben. Mit Solar to go wollen wir aber die Legalisierung der Plug In Module erreichen, um zu einem Massenmarkt für Solar Plug In Systeme zu kommen. Ziel ist immer noch 100% Erneuerbare Energien und da gehören auch Mini Solarsystem dazu!

Die Firma S-I-Z propagiert zum Plug In Solarsystem noch den Akkuspeicher für die Steckdose. Dieses Produkt bewerbe ich in der Solar to go Kampagne nicht, da ich denke, dass jeder der möchte sich diese Batterie kaufen und über die Steckdose anschließen kann. Da gibt es aus meiner Sicht keinen rechtlichen Klärungsbedarf! Oder doch? Egal, ich kann mich nicht um alles kümmern.

Mein Thema ist die Photovoltaik so weit zu bringen, dass ein Solar to go System im vorbeihgehen gekauft und zuhause durch Laien (IKEA Prinzip) angeschlossen werden kann. Dies wird vom Plug In System der Firma S-I-Z erfüllt.

Ich möchte allerdings anmerken dass ich Solar to go pushe und wenn es weitere Plug In Systeme gibt die den Anforderungen der Netzbetreiber entsprechen würde ich diese Systeme auch hier im Blog aufführen. Da mir derzeit keine bekannt sind bleibt es erst mal dabei. Solar to go und das S-I-Z Plug In System stehen gemeinsam den Netzbetreibern auf den Füssen!

Plug In und die Bundesnetzagentur

So jetzt liegt mir eine schriftliche Stellungnahme von der Bundesnetzagentur zu den Plug In Modulen vor. Allerdings hab ich bezüglich der Netzeinspeisung über die “Steckdose” keine Rückmeldung erhalten sondern es ging nur um meine Frage: “Muss diese Mini Solaranlage tatsächlich bei Ihnen gemeldet werden?”
Kurz zusammengefasst heißt die Antwort “ja”. Jede PV Anlage muss gemeldet werden. Die Original Antwort der Bundesnetzagentur hier:

“Sehr geehrter Herr Renz,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

Die Meldepflichten im PV-Meldeportal und im Anlagenregister bestehen unabhängig von der Anlagengröße und unabhängig davon, ob für den in der Anlage produzierten Strom eine finanzielle Förderung in Anspruch genommen werden soll.

Bitte beachten Sie auch weitere gesetzliche Voraussetzungen für den Betrieb von plug-in-Anlagen so zum Beispiel:

•    Jede Einspeisung muss einem Bilanzkreis zugeordnet werden, was sich aus dem Energiewirtschaftsgesetz und der Stromnetzzugangsverordnung ergibt. Zur Klärung dieser Fragen müssen sich Anlagenbetreiber an den zuständigen Anschlussnetzbetreiber wenden.

•    Das elektrotechnische Risiko der Überlastung des Hausnetzes darf nicht außer Acht gelassen werden: § 49 Energiewirtschaftsgesetz verlangt, dass die anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden – diese sind bei einer Einspeisung hinter einem Zähler, der dafür nicht ausgelegt ist, nicht eingehalten.

•    Für Eigenversorger besteht unter Umständen eine Meldepflicht bei Bundesnetzagentur und den Netzbetreibern aufgrund zu entrichtender Umlagezahlungen.

Verstöße gegen einige der gesetzlichen Bestimmungen können zu Bußgeldern führen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe…”

Man kann ja geteilter Meinung sein. Aber mich stören die Hinweise auf “unter Umständen … zu entrichtende Umlagezahlungen” und “Verstöße … können zu Bußgeldern führen.

Es wird also mal wieder angedroht mit Besteuerung des Eigenverbrauchs auch in Homöopathischen Grössenordungen die Solarfreunde zu verunsichern. Ebenso wird gleich die Bußgeldstrafe in die Diskussion gebracht.

Ich möchte auf meinen Kampf um den Rückbau der Atomruinen in Biblis verweisen. Dort gibt es kein Bußgeld wenn Radioaktivität austreten würde. Mich haben sowohl die RWE Mitarbeiter als auch die Mitarbeiter des Umweltministeriums verständnislos angeschaut als ich nachgefragt habe ob es solch ein Bußgeld gibt. In Biblis geht es um Gesundheitsschädliche Emissionen die von einem Konzern verursacht werden, bei Plug In um einen Verstoß gegen die Anmeldepflicht eines Bürgers.

Dem Plug In Bürger wird also bei den ( ca. 200 kWh jährlichem Eigenverbrauch) und einer EEG Umlage von derzeit ca. 6 Cent, ein maximal Betrag von 12 Euronen im Jahr die er als Umlage zahlen soll angedroht! Für was eigentlich?
Die Atomkonzerne drehen den Spieß um und lassen sich ihre radioaktiven Giftmischereien durch Klagen gegen Land und Bund noch vergolden.

Verhältnismäßigkeit? Ich glaube es nicht, wir sollten daran was ändern!

Einfach gesagt die politischen Mehrheit (CDU/CSU) muss gekippt werden. Ich benenne es so deutlich weil ich es Leid bin um den heißen Brei herumzureden!

Eins geht immer!

Ein Solarmodul kann jeder installieren oder installieren lassen! Deshalb habe ich mich in letzter Zeit so engagiert für die Realisierung von Solar to go eingesetzt. An jedem Haus, in jeder Mietwohnung ob Land oder Stadt ein Plätzchen findet sich immer um ein Solarmodul in der Größe 1 Meter auf 1,60 Meter pro Haushalt zu installieren. Jeder kann es und für jeden macht es Sinn! Ohne EEG Vergütung nur zur Stromproduktion für seinen eigenen Gebrauch! Die Sonne liefert die Energie und das Plug In Solarsystem wandelt die Sonne in Wechselstrom für den eigenen Haushalt. Ohne viel Papierkram, nur bei der Installation sind einige Dinge zu berücksichtigen.

Vor allem auf der elektrischen Seite sind einige Dinge zu beachten, aber wer es wirklich will der kann diese Voraussetzungen auch erfüllen.

Bei “Solar to go” verzichten wir bewusst auf die EEG Einspeisung indem wir das Solarsystem nicht fest mit dem Haus verbinden. Die Einspeisung erfolgt über einen Stecker. So kann jederzeit das Plug In Solarsystem von einem Mieter in die neue Wohnung mitgenommen werden. Einfach Stecker aus der Steckdose raus und das Solarsystem mitgenommen. Bisher haben wir einen “verwechslungsfreien” Stecker verwendet, der nur in die dafür vorgesehene Steckdose passt. In anderen Ländern ist es bereits möglich auch über eine Schuko Steckdose einzuspeisen. Bei unserer Installation haben wir eine Absicherung des Einspeisestromkreises von 16 Ampere auf 10 Ampere herabgesetzt. Damit erreichen wir, dass die Sicherung bereits bei einer Stromstärke von 10 Ampere auslöst! Der Stromkreis wird unterbrochen beim Überschreiten von 10 Ampere. Wenn es bisher möglich war an dieser Steckdose Geräte zu betreiben die eine Stromstärke von bis zu 16 Ampere benötigten, dann ist dies natürlich eine Einschränkung. Aus unserer Sicht aber eine akzeptable. Wenn das Plug In System bei Sonneneinstrahlung zusätzlich 1 Ampere zur Verfügung stellt könnte maximal Geräte bis zu 11 Ampere betrieben werden ohne dass die Sicherung auslöst. Da die verlegten Kabel bisher schon bis 16 Ampere ausgelegt waren kann es zu keiner gefährlichen Überlastung kommen. So jedenfalls verstehe ich die Sache…

Wir verwenden trotzdem noch einen “Einspeisestromkreis” also ein Stromkabel an dem nur eine Steckdose angeschlossen ist. Damit kann nur das Plug In Solarsystem an den Einspeisestromkreis angeschlossen werden.

Würde eine normale Schukosteckdose verwendet könnte dieser Einspeisestromkreis dadurch umgangen werden, durch das einstecken einer Mehrfachsteckdose! Wir gehen aber davon aus, dass unsere Plug In Solarsystem Käufer wissen auf was sie sich dann Einlassen.

Sollte kein separat abgesicherter Einspeisestromkreis in der Wohnung vorhanden sein, könnte dieser durch stilllegen von Steckdosen und weiterbetrieb von nur einer Steckdose erzeugt werden. Es geht also immer!

Natürlich muss der Wechselrichter (AEconversion) die Regeln der Technik (TAB, VDE-AR-N 4105) erfüllen. Damit ist z.B. gewährleistet, dass beim ziehen des Steckers bereits nach 0,1 Sekunden kaum noch Spannung auf den beiden Kontaktstiften anliegt.

Der überschüssige Strom fließt immer in das öffentliche Netz! Verboten ist es einen Stromzähler weiter zu benutzen der sich im Einspeisefall rückwärts dreht. Er muss ersetzt werden durch einen Stromzähler mit Rücklaufsperre. Dann fließt zwar immer noch der Strom in das öffentliche Netz, aber der Zähler nimmt dies nicht zur Kenntnis. Damit gibt es auch keine Vergütung für diesen Strom. Der lokale Netzbetreiber bedankt sich für diese Stromspende.

Der Plug In Käufer erhält vom Verkäufer (z.B. Solar Info Zentrum (S-I-Z)) ein Anzeigeformular für den Netzbetreiber, welches der Plug In Solarsystem Betreiber an den Netzbetreiber senden muss. Aber dies ist ja nur Formsache. Entscheidende Voraussetzungen sind die Nutzung des Einspeisestromkreises und die Erfüllung der VDE-AR-N 4105 um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Neben dem elektrischen ist natürlich auch die ordnungsgemäße Anbringung zu beachten. Aber da möchte ich aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten heute nicht drauf eingehen. Eines kann ich aber schon verraten. Eines der nächsten Module wird nicht am Balkongeländer installiert werden. Da die Balkonnutzung durch die Mietergemeinschaft erst genehmigt werden müsste und dafür haben wir momentan keine Zeit. Schließlich wollen wir möglichst schnell viele Netzbetreiber testen wie sie mit Plug In Solarsystem Betreibern umgehen…

Das erste Plug In Modul genehmigt am Netz

Es ist so weit. Wir haben die schriftlichen Unterlagen erhalten, dass unser Plug In Modul ordentlich genehmigt am Netz ist. Wobei das Wort genehmigt eigentlich falsch ist. Aber gut ich möchte heute ganz kurz schreiben was notwendig ist um ein Plug In Modul rechtlich sicher an das Hausnetz anzuschließen. Wobei ich nicht den Sonnenflüsterer Style verwende sondern die rechtliche einwandfreie Wortwahl verwende… ;-) (ich versuch es jedenfalls!)

Die Installation und der Anschluss der PV-Anlage muss durch einen eingetragenen Elektroinstallateur unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Regeln der Technik (TAB, VDE-AR-N 4105) erfolgen.

Die Einspeisung und Absicherung erfolgt über einen separaten Einspeisestromkreislauf.

Durch den Betrieb der Anlage dürfen keine störenden Rückwirkungen auf das Netz des Netzbetreibers und damit auf andere Kundenanlagen ausgehen.

Es ist erforderlich, den bisherigen Bezugszähler gegen einen Zähler mit Rücklaufsperre auszuwechseln, um bei Überschusserzeugung einen Rücklauf des Bezugsmengenzählwerkes auszuschließen.

Der Netzbetreiber muß von der Inbetriebnahme des Plug In Systems und vom Zählerwechsel informiert werden.

Es erfolgt keine Vergütung gemäß EEG!

So einfach kann es sein!

Beim 7. MPS Energie Gespräch hatten wir über dreißig Gäste! Wir haben die nächsten zwei Interessenten gefunden die gerne ein Plug In Modul zusammen mit dem Netzwerk von Metropolsolar ordentlich anschließen wollen.IMG_0488

Allerdings gab es auch einige die sich lieber auf die PV Guerilla Inbetriebnahme konzentrieren. Das geht ja auch aber nicht ganz legal! Guerilla PV eben. Wie so etwas aussehen kann hab ich natürlich auch wieder ein Beispiel vorrätig!

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Ja, ja ich weiß es entspricht nicht allen Vorschriften so Strom zu produzieren…

Aber ich hab jetzt endlich meine beiden Kampagnen Fotos für Solar to go festgelegt. Von einem MPS Mitglied mitgenommen (am Bahnhof in Barcelona fotografiert!)

Solar to go 1

und “fachgerecht” in Spanien ans Netz genommen…

Solar to go 2

Ich lach mich kaputt. So geht Solar to go Guerilla PV.

Plug In System “ordentlich” anschließen

Heute möchte ich beschreiben wie wir es geschafft haben ein Balkonmodul so anzuschließen, dass es vom Netzbetreiber “achselzuckend” akzeptiert (Zwergen Modul) wurde. Ich gehe nicht auf die Schwierigkeiten ein sondern beschreibe nur die Lösungen. Wir sind froh dass wir den ersten Netzbetreiber so weit haben dass er nicht mehr weiter weiß und das Plug In Modul akzeptiert. Natürlich werden wir an jedem einzelnen Punkt arbeiten und versuchen die Akzeptanz auf das notwendigste zu reduzieren.

Von Björn-Lars (Energieblogger) kam ja der Hinweis, dass die Bundesnetzagentur eigentlich keine Anmeldung verlangt. Also frag ich bei Björn mal nach ob er was Schriftliches hat. Es wäre die erste “Verbesserung” die wir durch unsere “Solar to go” Kampagne erzielt hätten! Denn die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur war eines der unverständlichen Aktionen die wir durchgeführt haben.

Wenn ich von wir schreibe dann meine ich die fünf Aktiven von Metropolsolar die sich dem Thema angenommen haben. Dem Tüftler, dem Elektriker, dem Aktiven vor Ort, der Spinne im Netz, dem Flüsterer der nur viel darüber redet und natürlich der Person bei der wir das Balkonmodul installiert haben.

Über Geld reden wir nicht! Wer bei dieser Aktion über Kosten redet den frag ich wie wirtschaftlich die Fahrt von Bertha Benz vor 126 Jahren war? Welcher Controller hat diese Fahrt kalkuliert? Mit dem ersten Plug In System ging es nur darum aufzuzeigen, dass es eigentlich keine stichhaltigen Hindernisse gibt. Dies ist uns gelungen.

Klar das System speist nicht über eine SchuKo Steckdose (schutz Kontakt Steckdose) sondern über eine Wielandsteckdose (siehe Foto) in das Hausnetz!Wieland Steckdose

Die Steckdose wurde extra gesetzt und mit dem Sicherungskasten über eine eigene Leitung direkt verbunden. Es gibt also keine weitere Steckdose oder einen weiteren Stromabnehmer. Wir nennen dies Einspeisestromkreis im Gegensatz zum Endstromkreis aus dem normalerweise Strom entnommen wird und auch mehrere Geräte angeschlossen werden können. Durch Stillegung von Steckdosen könnte aus einem Endstromkreis auch ein Einspeisestromkreis gemacht werden! Haben wir in diesem Fall aber nicht!

Durch den speziellen Stecker kann das Solarsystem nicht an jede x-beliebige SchuKo Steckdose angeschlossen werden. (Wir meinen es wäre ohne Risiko möglich auch über SchuKo Stecker einzuspeisen da beim ziehen des Steckers in 0,1 Sekunden keine Spannung mehr am Stecker anliegt!). Aber wie gesagt des Netzbetreibers Wunsch war uns Befehl!!!

Die Sicherung im Stromkasten wurde mit 10 Ampere abgesichert.
Das verwendete Plug In System haben wir vom Solar Info Zentrum beschafft. Der verwendete Wechselrichter entspricht dem VDE-AR-N-4105 diese Prüfung hat der Wechselrichter im Februar 2014 erhalten. Wenn ihr deshalb ältere Aussagen über Plug In Systeme seht, geht mal davon aus, dass die damals noch nicht den Wechselrichter von der Firma AE Conversion aus Bielefeld kannten. Die Anlage wird ohne EEG betrieben, dies bedeutet Strom der nicht im Haus verbraucht wird fließt in das Netz ohne Vergütung und ohne dass irgendjemand zählt wieviel Strom die ist!
Der Elektriker bestätigte dem Netzbetreiber die Ordnungsgemäßt Installation des Systems. Die Gebäudebesitzerin hat das komplette System beim Netzbetreiber gemeldet und dieser hat bisher nur mündlich durch den Kommentar “GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTSMEHR DAGEGEN” sein Einverständnis gegeben. Wir gehen deshalb davon aus, das Modul ist legal am Netz! Aber ich bin mir sicher, dass es dazu auch andere Meinungen gibt. Wir jedenfalls machen uns weiter auf den Weg und suchen weitere Interessenten die im Gebie Metropolregion Rhein Neckar zusammen mit uns Plug In Module in Betrieb nehmen. Keine Angst einfach melden mit zwei Interessenten bin ich schon im Kontakt. Wer noch mehr erfahren will der sollte am Freitag in Heppenheim um 19 Uhr im Restaurant “Restaurant Stadtgraben” vorbeischauen. Aber bitte unbedingt anmelden!