Kategorie-Archiv: Photovoltaik

Das erste Plug In Modul genehmigt am Netz

Es ist so weit. Wir haben die schriftlichen Unterlagen erhalten, dass unser Plug In Modul ordentlich genehmigt am Netz ist. Wobei das Wort genehmigt eigentlich falsch ist. Aber gut ich möchte heute ganz kurz schreiben was notwendig ist um ein Plug In Modul rechtlich sicher an das Hausnetz anzuschließen. Wobei ich nicht den Sonnenflüsterer Style verwende sondern die rechtliche einwandfreie Wortwahl verwende… ;-) (ich versuch es jedenfalls!)

Die Installation und der Anschluss der PV-Anlage muss durch einen eingetragenen Elektroinstallateur unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Regeln der Technik (TAB, VDE-AR-N 4105) erfolgen.

Die Einspeisung und Absicherung erfolgt über einen separaten Einspeisestromkreislauf.

Durch den Betrieb der Anlage dürfen keine störenden Rückwirkungen auf das Netz des Netzbetreibers und damit auf andere Kundenanlagen ausgehen.

Es ist erforderlich, den bisherigen Bezugszähler gegen einen Zähler mit Rücklaufsperre auszuwechseln, um bei Überschusserzeugung einen Rücklauf des Bezugsmengenzählwerkes auszuschließen.

Der Netzbetreiber muß von der Inbetriebnahme des Plug In Systems und vom Zählerwechsel informiert werden.

Es erfolgt keine Vergütung gemäß EEG!

So einfach kann es sein!

Beim 7. MPS Energie Gespräch hatten wir über dreißig Gäste! Wir haben die nächsten zwei Interessenten gefunden die gerne ein Plug In Modul zusammen mit dem Netzwerk von Metropolsolar ordentlich anschließen wollen.IMG_0488

Allerdings gab es auch einige die sich lieber auf die PV Guerilla Inbetriebnahme konzentrieren. Das geht ja auch aber nicht ganz legal! Guerilla PV eben. Wie so etwas aussehen kann hab ich natürlich auch wieder ein Beispiel vorrätig!

002 G IMG_2302

Ja, ja ich weiß es entspricht nicht allen Vorschriften so Strom zu produzieren…

Aber ich hab jetzt endlich meine beiden Kampagnen Fotos für Solar to go festgelegt. Von einem MPS Mitglied mitgenommen (am Bahnhof in Barcelona fotografiert!)

Solar to go 1

und “fachgerecht” in Spanien ans Netz genommen…

Solar to go 2

Ich lach mich kaputt. So geht Solar to go Guerilla PV.

Plug In System “ordentlich” anschließen

Heute möchte ich beschreiben wie wir es geschafft haben ein Balkonmodul so anzuschließen, dass es vom Netzbetreiber “achselzuckend” akzeptiert (Zwergen Modul) wurde. Ich gehe nicht auf die Schwierigkeiten ein sondern beschreibe nur die Lösungen. Wir sind froh dass wir den ersten Netzbetreiber so weit haben dass er nicht mehr weiter weiß und das Plug In Modul akzeptiert. Natürlich werden wir an jedem einzelnen Punkt arbeiten und versuchen die Akzeptanz auf das notwendigste zu reduzieren.

Von Björn-Lars (Energieblogger) kam ja der Hinweis, dass die Bundesnetzagentur eigentlich keine Anmeldung verlangt. Also frag ich bei Björn mal nach ob er was Schriftliches hat. Es wäre die erste “Verbesserung” die wir durch unsere “Solar to go” Kampagne erzielt hätten! Denn die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur war eines der unverständlichen Aktionen die wir durchgeführt haben.

Wenn ich von wir schreibe dann meine ich die fünf Aktiven von Metropolsolar die sich dem Thema angenommen haben. Dem Tüftler, dem Elektriker, dem Aktiven vor Ort, der Spinne im Netz, dem Flüsterer der nur viel darüber redet und natürlich der Person bei der wir das Balkonmodul installiert haben.

Über Geld reden wir nicht! Wer bei dieser Aktion über Kosten redet den frag ich wie wirtschaftlich die Fahrt von Bertha Benz vor 126 Jahren war? Welcher Controller hat diese Fahrt kalkuliert? Mit dem ersten Plug In System ging es nur darum aufzuzeigen, dass es eigentlich keine stichhaltigen Hindernisse gibt. Dies ist uns gelungen.

Klar das System speist nicht über eine SchuKo Steckdose (schutz Kontakt Steckdose) sondern über eine Wielandsteckdose (siehe Foto) in das Hausnetz!Wieland Steckdose

Die Steckdose wurde extra gesetzt und mit dem Sicherungskasten über eine eigene Leitung direkt verbunden. Es gibt also keine weitere Steckdose oder einen weiteren Stromabnehmer. Wir nennen dies Einspeisestromkreis im Gegensatz zum Endstromkreis aus dem normalerweise Strom entnommen wird und auch mehrere Geräte angeschlossen werden können. Durch Stillegung von Steckdosen könnte aus einem Endstromkreis auch ein Einspeisestromkreis gemacht werden! Haben wir in diesem Fall aber nicht!

Durch den speziellen Stecker kann das Solarsystem nicht an jede x-beliebige SchuKo Steckdose angeschlossen werden. (Wir meinen es wäre ohne Risiko möglich auch über SchuKo Stecker einzuspeisen da beim ziehen des Steckers in 0,1 Sekunden keine Spannung mehr am Stecker anliegt!). Aber wie gesagt des Netzbetreibers Wunsch war uns Befehl!!!

Die Sicherung im Stromkasten wurde mit 10 Ampere abgesichert.
Das verwendete Plug In System haben wir vom Solar Info Zentrum beschafft. Der verwendete Wechselrichter entspricht dem VDE-AR-N-4105 diese Prüfung hat der Wechselrichter im Februar 2014 erhalten. Wenn ihr deshalb ältere Aussagen über Plug In Systeme seht, geht mal davon aus, dass die damals noch nicht den Wechselrichter von der Firma AE Conversion aus Bielefeld kannten. Die Anlage wird ohne EEG betrieben, dies bedeutet Strom der nicht im Haus verbraucht wird fließt in das Netz ohne Vergütung und ohne dass irgendjemand zählt wieviel Strom die ist!
Der Elektriker bestätigte dem Netzbetreiber die Ordnungsgemäßt Installation des Systems. Die Gebäudebesitzerin hat das komplette System beim Netzbetreiber gemeldet und dieser hat bisher nur mündlich durch den Kommentar “GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTSMEHR DAGEGEN” sein Einverständnis gegeben. Wir gehen deshalb davon aus, das Modul ist legal am Netz! Aber ich bin mir sicher, dass es dazu auch andere Meinungen gibt. Wir jedenfalls machen uns weiter auf den Weg und suchen weitere Interessenten die im Gebie Metropolregion Rhein Neckar zusammen mit uns Plug In Module in Betrieb nehmen. Keine Angst einfach melden mit zwei Interessenten bin ich schon im Kontakt. Wer noch mehr erfahren will der sollte am Freitag in Heppenheim um 19 Uhr im Restaurant “Restaurant Stadtgraben” vorbeischauen. Aber bitte unbedingt anmelden!

Mit Küchenmesser könnte man auch die Schwiegermutter erstechen!

Kein Mensch käme auf die Idee beim Kauf eines Küchenmesser vom Verkäufer den Hinweis zu bekommen: “bitte erstechen Sie damit nicht ihre Schwiegermutter…”

Natürlich ersticht man seine Schwiegermutter nicht und schon gar nicht mit einem Küchenmesser. Aber allem zum Trotz es passiert!

Ebenso wird kein Autokäufer sagen, bitte parken Sie mit dem tollen SUV nicht auf dem Gehweg! Oder bitte fahren Sie mit dem schnittigen Sportwagen nicht zu schnell in der Spielstraße! Trotzdem fahren täglich abertausende zu schnell auf Deutschlands Straßen und Millionen verstellen täglich Fußgängern den Gehweg.

Warum erzähl ich dies? Bei den Plug In Solarmodulen haben die Menschen noch kein Gefühl was legal und was illegal ist. Dies möchte ich heute beleuchten.

Natürlich ist dies keine rechtliche Beratung! Noch nicht mal eine fachmännische! Wer den Sonnenflüsterer liest, der weiß der Sonnenflüsterer hat bestimmte Erfahrungen gemacht, mehr nicht. Wer absolut sicher gehen will soll zum Rechtsanwalt gehen. Wer fachmännische Infos will kann sich die aktuelle Ausgabe (Februar 2015) von Öko Test kaufen. Der Artikel “Kleine Solaranlagen” (S.98 – 103) von meinem Freund Thomas Seltmann gibt seine fachmännischen Kommentare dazu. Bei Thomas findet ihr auch unendlich viel fachmännische Informationen zum Thema Photovoltaik. Die Homepage sieht auf den ersten Blick zwar übersichtlich aus aber sie hat ungeahnte Tiefen. Top Empfehlenswert.

Gehwegparken
Wenn ich einen Schritt von meinem Computer weggehe habe ich diese Aussicht! Zwei Autos die auf dem Gehweg parken. Illegal aber alle Akzeptieren es. Aber wenn ich sage hängt ein Solarmodul an den Balkon und schließt es an den Stromkreis an, dann hagelt es sofort Hinweise es wäre illegal. Ist es aber nicht!

Auch Thomas Seltmann schreibt in seinem Öko-Test Artikel: “Unbestritten ist, dass man solch eine Anlage anschließen und betreiben darf!“. Es geht aber um das wer, wie, was anschließt. Deshalb habe ich mich entschlossen so nach und nach die zwei “extremst” Varianten zu beschreiben wie ein System betrieben werden kann. Natürlich kann keiner dem Balkonmodul ansehen wie es betrieben wird und wer es wie angeschlossen hat. Die Balkonmodule sehen alle gleich aus!1 Plug In

Typisch deutsche Gartenzwergengründlichkeit sind solche Module die alle Normen gerecht werden, vom ordentlichen Elektriker installiert wurden, bei der Bundesnetzagentur angemeldet sind und auch vom Netzbetreiber ein o.k. bekommen haben. Ich hab das mal so dargestellt:

2 Micro PV
Meine fleißigen Zwerge waren aktiv und haben ordentliche Arbeit (Zwergen System) geleistet. Natürlich zeigen sich die Zwerge nie bei Tageslicht und schon gar nicht so, dass Nachahmer auf die Idee kämen es dem ordentlichen Plug In Solarmodul Betreiber nachzueifern. Die Plug In Module sollen ja nach der Denke der Konzerne ein Nischenprodukt bleiben.

Gott sei Dank gibt es auch die Guerilla PV Fraktion. Da sieht die Modulmontage dann anders aus! Ist natürlich nicht erlaubt und sollte nicht nachgemacht werden. Aber ich hab gehört es sollen immer mehr schwarzhaarige Guerillios aktiv sein? Ein Bild davon hab ich auch schon

3 Guerillia PV

Der schwarzhaarige Geselle (links hinter dem Modul ist der Schopf zu sehen) macht sich im dunklen an die Arbeit. Er schraubt an das Solarmodulkabel (Guerilla-PV) einen Schuko Stecker (Panik ), er meldet das Modul nicht bei der Bundesnetzagentur (Schreck! ) und sagt auch nix dem Netzbetreiber (Netzkollaps? ::D:)! Guerilla eben. Macht alles was nicht erlaubt ist!!!

Aber ich muss sagen “auch dass funktioniert” ! Guerilla mäßig eben.
So ähnlich wie falschparken! Natürlich sollte der schwarzhaarige Geselle wissen was er macht! Die Gehwegparker wissen es ja auch! Die parken nur dort wo noch “genügend Platz” für die Fußgänger ist.

Was will ich mit dem merkwürdigen Artikel sagen. Wer es wirklich will kann ein Plug In Modul rechtlich einwandfrei betreiben. Dazu bedarf es einiger Spezialisten und viel Ausdauer. Er wird auf viele Menschen treffen die erzählen dies wäre nicht erlaubt – das muss er aushalten. Aber Bertha Benz hatte in ihrer ersten Fahrt auch nicht ihren guten alten “Carl Benz” mitgenommen. Der war nämlich auch der Meinung das Produkt ist noch nicht fertig. War es auch nicht. Auch heute ist das Auto noch nicht fertig und es werden immer wieder “unsichere” Teile eingebaut!

Lasst uns deshalb mit “Solar to go” den Plug In Modulen den Weg ebnen immer mit dem Blick die Sicherheit nicht aus den Augen zu verlieren. Aber auch nicht blind den Behörden oder Konzernen zu vertrauen die sicherlich wissen was sie wollen. Ich will was anderes wie Konzerne und Netzbetreiber!
Den ersten Netzbetreiber haben wir so weit, dass er Plug In akzeptiert! Andere werden folgen. Helft dass dieser Vorgang schnell über die Bühne geht um den Plug In Modulen einen Massenmarkt zu öffnen!

Ich will 100% Erneuerbare Energien dezentral und da sind die Plug In Module eine Super Sache! Wer Bock auf mehr hat am kommenden Freitag erzähl ich mehr dazu!

Die “Solar to go” Kampagne

Gestern hab ich ja schon den Kampagnen Namen verraten. “Solar to go” soll in der Metropolregion Rhein Neckar zu einem Begriff werden. Seit 2006 versuchen wir von MetropolSolar Rhein-Neckar e.V. die 100%igen Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Wenn wir ehrlich sind mit mehr oder minderem Erfolg. Wie der aktuelle Bericht von Daniel aufzeigt legen wir uns letztendlich mit den großen Playern dieser Welt an. Ich habe keine Lust mit meinen bescheidenen Blogger Mitteln gegen diese GroßKotz anzurennen.
Meine Ebene ist die unterste!
Der einzelne Mensch. Jeder muss für sich entscheiden wo er seine Energie her bekommt. Mit der gestrigen Rückmeldung des genervten Netzbetreibers: “GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTSMEHR DAGEGEN” ist für mich der Startschuss gefallen. Jeder kann sich sein Solarsystem an das eigene Stromnetz anschließen. Punkt.

Terrassenmodul
Beipiel Foto

Ja aber, werden jetzt 90 plus X Prozent der Leser sagen.
-wie ist es mit der Netzüberlastung?
-darf an der Schukosteckdose Strom eingespeist werden?
-läuft der Zähler rückwärts?
-ist das sinnvoll ein Modul, ein Wechselrichter, ein Anschluss?
-kann das Potential (z.B. Einstrahlungswinkel, Ausrichtung) voll ausgenutzt werden?
-wird der NA-Schutz (Netz und Anlagenschutz VDE-AR-N-4105) erfüllt?
und und und.

Es gibt noch viele Fragen! Aber wir haben diese Fragen alle beantwortet!
Unser Solarmodul hängt am Balkon, die Bundesnetzagentur weiß es, die Hausbewohner wissen es und der Netzbetreiber weiß es und das Modul hängt immer noch und speist ein!
Gut Angela Merkel und Sigmar Gabriel wissen es noch nicht und dass ist auch gut so!

In unserem 5 monatigen ehrenamtlichen Engagement sind uns viele Vorurteile über den Weg gelaufen. Ich will keinem Vorwürfe machen sondern ich möchte mit meinen Freunden vom MPS Netzwerk aufzeigen dass es geht.

Ein Solarsystem kann wie ein Becher Kaffee “to go” verkauft werden. Wohlgemerkt “kann”! Es muss nicht!

Das wichtigste ist, von dem Solarsystem geht keine Gefahr aus! Selbst wenn (bitte nicht machen ;-) ) an dem Solarsystem ein Schukostecker angeschlossen wäre, geht von den beiden “Zinken” des Steckers keine Gefahr eines Stromstoßes aus! Die können angefingert werden auch mit nassen Fingern!

Natürlich macht es keinen Sinn etwas öffentlich zum Kauf anzupreisen was nicht legal verwendet werden darf. Da kommt jetzt unsere Kampagne ins Spiel! Woher soll der Käufer wissen wie sein Netzbetreiber auf das “Plug In” Modul reagiert? Die wenigsten Kunden haben Lust sich 5 Monate mit Ihrem Netzbetreiber freundlichst zu unterhalten ob auch der letzte Mitarbeiter dort schon von den neuen tollen “Solar to go” Solarsystemen erfahren hat. Wir brauchen also eine Aufstellung derjenigen Netzbetreiber die “Solar to go” Solarsysteme akzeptieren. Der erste Netzbetreiber den wir beglückt haben, hat sich ja auch erst mündlich nur zu einem “GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTSMEHR DAGEGEN” durchgerungen!

Ich werde deshalb in nächste Zeit dokumentieren wie sich die Strom-Netzbetreiber in der Metropolregion Rhein-Neckar zu den Plug In Solarsystem stellen. Dazu gehört natürlich auch die Dokumentation welche Solarsysteme akzeptiert sind. Denn nicht jeder Wechselrichter erfüllt die Anforderungen der Netzbetreiber…

Da ich keine theoretischen Textwüsten erstellen möchte, habe ich geplant einfach “Solar to go” Systeme in der Region aufzuhängen. Ich suche also Standorte für Plug In Module. Am liebsten wäre mir am Balkon im 50. Stock des Collini-Centers in Mannheim. Aber natürlich sind mir auch ganz normale Wände, Balkone, Terrassen, Garagen oder Dächer recht. Hauptsache ich kann anschließend die Reaktion der Netzbetreiber dokumentieren und die verschiedensten Varianten ausprobieren. Mit Varianten meine ich z.B. haben wir in unserem ersten System einen Spezialstecker (Wielandsteckdose Folie Nr. 24) verwendet. Mich interessiert aber warum ein Schukostecker nicht auch verwendet werden darf. Ich weiß, dann kann ja das “alte Mütterchen” den Stecker an den falschen Stromkreis anschließen… hab ich alles schon x-mal gehört. Ich will es ausprobieren und ich werde es tun egal wie viele jetzt mir den Untergang des Abendlandes prophezeien! Ich brauche aber Mitstreiter! Wer Bock auf “Solar to go” hat einfach melden. Auch ich werde nicht meine ganze Kraft für die Kampagne einstellen können, aber voranbringen werde ich “Solar to go” schon. Bevorzugt behandelt werden natürlich Mitglieder von Metropolsolar e.V. oder Mitglieder von befreundeten Organisationen wie Solaranlagenverein Bensheim e.V., Arbeitsgemeinschaft Solartechnik Bergstraße e.V., Initiative Windkraft Odenwald e.V., Energiegenossenschaft Starkenburg eG oder Heidelberger Energiegenossenschaft eG

Zum Schluß noch der Hinweise: im Vordergrund steht für mich natürlich weiterhin mein Lebensmotto: Leben Lieben Lachen

P.S.: Wer den Schnell Info Check haben will sollte sich zum Vortrag anmelden!

Solar to go!

Vor ca. 5 Monaten habe ich das 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße mit dem Thema Plug In System organisiert. Warum es legal sei dieses Balkonmodul anzuschließen habe ich auch schon geschrieben. Dass es Probleme gab/gibt ebenfalls. Heute kann ich verkünden das Balkonmodul hängt und der Netzbetreiber hat uns zumindest schon mündlich bestätigt:

“GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTSMEHR DAGEGEN”

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So jetzt (nach 5 Monaten) gibt es natürlich viel zu erzählen!

Mit welchem Stecker haben wir angeschlossen?
Was für eine Steckdose wurde verwendet?
Kann ich am Stecker einen Stromstoß kriegen wenn Sonne auf das Modul scheint?
Ist der Wechselrichter VDE geprüft?
Erfüllt der Wechselrichter die VDE 4105?
An welchen Stromkreis wird eingespeist?
Was passiert mit dem Strom der nicht im Haus verbraucht wird?
Wurde das Modul bei der Bundesnetzagentur angemeldet? Wenn ja warum?Weiß der Netzbetreiber Bescheid?
Gab es Probleme?
Warum haben wir kein Guerilla-Modul installiert?
Was kostet so ein System? Antwort: Nicht die Welt! ;-)

Da passt es doch hervorragend wenn ich auf dem 7. MPS Energie Gespräch Bergstraße davon berichten kann.

Die Veranstaltung findet am 27.2.2015 um 19:00 Uhr im “Restaurant Stadtgraben” in Heppenheim, Gräffstraße 8 statt. Wie immer bitten ich um Anmeldung damit wir entsprechend die Bestuhlung vornehmen können. Maximal können wir 75 Stühle (dann aber ohne Tische) stellen.

Photovoltaik im World Wide Web

Seit sieben Jahre schreibe ich Artikel in Blogs und beschäftige mich mit Photovoltaik im Internet. Es gab immer ein kommen und gehen von Erwartungen und Befürchtungen. Heute möchte ich dank Google Trends (Insight) einen Rückblick auf die letzten zehn Jahre geben. Mit diesem Tool kann die Google Suche ausgewertet werden. Am Beispiel von “Photovoltaik” möchte ich den zeitlichen Verlauf der Abfragen im Netz aufzeigen. Google Trends zeigt nach Eingabe des Trend Wortes (im Beispiel “Photovoltaik”) eine Grafik an in der derjenige Monat mit den meisten Suchaufrufen des Trend Wortes mit 100 gesetzt wird. Bei “Photovoltaik” war dies der September 2009. Wenn ihr mit dem Zeiger über die Grafik fahrt blendet Google Trends die Zahlen ein.
Ihr seht also dass bereits 2004 (so lange kann Google Trends zurückschauen!) lagen die Zugriffe ca. auf dem Level “50” vom Topwert im Sep. 2009. Aktuell sind wir davon weit entfernt! Gerade mal ein Viertel (“27″ Jan. 2015) der Suchanfragen nach dem Wort Photovoltaik wie vor 5 Jahren! Kein Wunder, dass die Branche keine neuen Kunden gewinnt! Wer heute eine größere Anschaffung (z.B. Photovoltaik) macht der sucht im Netz! Wenn aber nur noch ein Viertel des Höchstwertes nach dieser Technik suchen, dann hat sich was verändert! Ich zeige mal den Verlauf des Wortes “Smartphone” auf:
Damit dürfte wohl klar sein dass bei der Photovoltaik etwas passiert ist! Die Politik hat mit Absicht die Photovoltaik mit allen Mitteln in den Abgrund gestürzt. Dazu wurden Begriffe wie Strompreisbremse, Deckel und Atempause kreiert. Der Erfolg des politischen Angriffs kann mit Google Trends klar aufgezeigt werden.

Ein weiterer schöner Gimmick ist die geografische Verteilung des Suchwortes, von wo der Begriff am häufigsten aufgerufen wurde!

Logo hat jeder gewusst in Bayern natürlich. Aber wie war der zeitliche Verlauf? Den kann ich leider nicht hier im Blog abbilden den müsst ihr in Google Trends  anschauen. Wenn ihr bei der Deutschlandkarte “Veränderung im Zeitablauf” anklickt könnt ihr euch die zeitliche Abfolge des Suchwortes über die zehn Jahre anzeigen lassen.

Wenn ich es kurz beschreibe ist es so, dass im Süden (hauptsächlich Bayern) der Hype begann. Auf Westdeutschland schwappte die Photovoltaiksuche in 2009 über und den Osten erreichte die Photovoltaik erst 2011.

Die Auswertung kann mit individuellen Parametern noch beliebig eingeschränkt werden. Spielt einfach mal mit dem Tool es kommen ganz interessante Erkenntnisse dabei raus.

Vielleicht wird manchem damit klar was es bedeutet wenn Google solche Informationen schon kostenlos im Netz zur Verfügung stellt was dieser Konzern für Möglichkeiten hat aus Massendaten Erkenntnisse zu gewinnen…

Stellungnahmen zu PV Ausschreibungen

Was nützt es wenn sich die verschiedensten Institutionen zu Wort melden dürfen wenn sich keiner die Mühe macht die Beste Lösung zu finden? Ich habe eine unvollständige Sammlung von Anmerkungen zur Freiflächenausschreibung hier aufgeführt:
Erneuerbare Energie Magazin für Erneuerbare Energien, Dr. Florian Valentin Rechtsanwalt spezialisiert auf Energierecht ( hier Zusammenfassung), BEE Bundesverband Erneuerbare Energien (16 Seiten), Grüne Bundestag ,
BWE Jan Hinrich Glahr BWE Vizepräsident und Hans Josef Fell.

Das Bundeskabinett scheren solche Hinweise von ausgewiesenen Fachleuten nicht. Die machen ihr Ding, sie führen die Energiewende bewusst an ihr Ende. Mit dieser Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen wird ein weiterer Sargnagel für die schnelle 100% Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien eingeschlagen. Sigmar Gabriel preist diese Verordnung in den höchsten Tönen und merkt nicht wie sehr er sich in einem planwirtschaftlichen Energiewendelchen verirrt! Er redet schon von 2017 als ob er wüßte dass die PV Ausschreibung in Deutschland ein Erfolg wird. Es ist ein bürokratisches Monster welches Bürger abschrecken wird sich zu engagieren.

Natürlich gibt es auch schon eine kleine Zusammenfassung wer was zu der BMWI Verordnung geschrieben hat. Dem IWR sei Dank dass wir weitere Stunden unseres Lebens für die Energiewende mit dem Lesen von guten Hinweisen verbringen können. Auch bei PV Magazin, bei meinem Blogger-Kollegen Björn und nicht zu vergessen Eurosolar können weitere Minuten zur Erweiterung des eigenen Horizontes aufgewendet werden.

Andere handeln derweil!
In China wird massiv die Photovoltaik ausgebaut! China bumps! Dort bumpst es richtig! Schaut euch mal das Bild in dem Artikel an. Dezentrale Energie direkt auf den Häusern und nicht wie bei uns, Windräder mitten ins Meer…
Dort wird der Ausbau der kostengünstigen Photovoltaik betrieben, in Deutschland werden unsägliche Verordnungen (104 Seiten) geschrieben wie man die gefährliche Photovoltaik in typisch deutsch geordnete Bahnen lenken kann.

Da wird es richtig zur Nebensache wenn die Atomenergie von der Windenergie weltweit überholt wird! Wie ich bereits vor einem halben Jahr angekündigt habe, sind die Deutschen Zubauzahlen von Windenergie in 2014 sensationell und sie werden auch 2015 und 2016 sensationell sein! Selbst BaWü ist aus seinem Windschlaf erwacht und die Grün/Rote Landesregierung hat die Energiewende in BaWü in die richtige Richtung gestellt. Aber auch dort wird 2017 von Sigmar Gabriel die Ausschreibung eingeführt und dann ist auch bei der Windenergie der Wind aus den Segeln genommen. Die Ausschreibung macht die Bürgerenergiewende kaputt! Warum lassen wir uns dies gefallen?

Wir lassen uns viel zu viel gefallen von denen die nur den Profit sehen und nicht die Natur und die Menschen die eigentlich in den Vordergrund gehören! Hier ein aktuelles Beispiel von der Firma die auf dem IrRWEg ist und bleibt!

Für mich zeigt sich klar wir können so nicht weiter machen. Dieses Klein-Klein von vielen kleinen Organisationen, Bloggern und Lobbyisten. Wir brauchen etwas Neues! Einen kleinen Denkanstoß dazu hier aber wen interessiert denn das? Wer liest denn so viele Links durch? Kein Mensch und trotzdem sag ich euch, wir müssen was tun!

Denn diesmal gilt die Ausrede nicht, wir wussten davon nix!

 

1.600 Solarmitarbeiter machen Atempause (SMA)

So wörtlich hätten es die Kassler Freunde nicht nehmen müssen wenn Angela Merkel meint “Die Photovoltaik braucht eine gewisse Atempause“. Auch wenn SMA jetzt eine Neue Bedeutung “Solarmitarbeiter machen Atempause” bekommt. Von 4.667 Arbeitsplätzen sollen 1.600 wegfallen. Das ist jeder dritte Arbeitsplatz! Beim Handelsblatt löst dies nur einen besorgten Blick auf den Aktienkurs aus. Dieser “sackte” um 3% ab. Oh, weh da werden aber die lieben Kapitalgeber Trauer tragen…

Atempause” ist ein schickes Wort für ca. 1.000 demnächst Deutschen arbeitslose EX-SMA-MitarbeiterInnen. Einem Innovativen Unternehmen das den Ausbau der Photovoltaik maßgeblich weltweit positiv beeinflußt hat. Wieviel Geld wurde in die Ausbildung dieser Mitarbeiter gesteckt? Wieviel Zeit wurde aufgewendet um diese Anzahl von Menschen in die Geheimnisse der Wechselrichter einzuweihen? Ich bin mal gespannt ob sich in Kassel ein Politiker sehen läßt. Die Spezie die bei jedem Neubau vor Ort war und bunte Bänder durchgeschnitten hat. Ach so der Siggi ist ja derzeit privat unterwegs und kümmert sich um die PEGIDA’nesen. Dann war’s dass wohl gewesen liebe SMA’ler. Ihr habt euch eure “Atempause” hart erarbeitet. All eure Innovationen die jetzt weltweit zum Einsatz kommen könnt ihr euch mit angehaltenem Atem von zu Hause aus anschauen. Wie diese zum Wohle der Menscheit wirken. Ihr aber dürft eine “Atempause” einlegen. Gut wenn ihr das Häuschen, das Auto oder eure eigene Photovoltaikanlage auf Kredit gekauft habt müsst ihr euch was überlegen. Vielleicht solltet ihr in die Politik gehen. Dort wäre Innovation gefragt. Die vielen Freunde der atomaren/fossilen Energien sind eigentlich diejenigen denen wir eine Atempause verschaffen sollten.
Noch keine 7 Uhr heute morgen und mir ist Grottenschlecht.

Wie lange schauen wir uns das Gemurkse von Angela und Siggi noch an?
Angela und Sigge schenken der Solarbranche keine Atempause sondern sie erdrosseln sie!

And the Winner is: Conny – Energiebloggerin der ersten Stunde

Ja da freuen wir, die Energieblogger, uns alle! Conny hat den ersten Greenstart Wettbewerb zusammen mit zwei anderen Start Up’s gewonnen. Herzlichen Glückwunsch an unser Energieblogger Gründungsmitglied Cornelia Daniel-Gruber zu diesem tollen Erfolg.

Ihr Projekt Tausendundeindach ist ja auch ein feines Projekt. Sie hat wie auf ihrer Homepage zu entnehmen ist “das unfassbare Ziel” auf 1.001 Gewerbe Dächer Photovoltaikanlagen zu bauen. Wer jetzt denkt das geht doch, muß wissen Conny agiert in Österreich und wenn ich an Österreich denke dann fällt mir erst mal Schnee ein aber weniger Sonne! Mit ein klein wenig nachdenken erkenne ich aber, dass Österreich ja südlich meiner Heimatstadt liegt und dort die Einstrahlung um einiges besser sein muß wie hier in der rheinischen Tiefebene. Wenn in Österreich die Photovoltaik noch nicht die Rolle spielt wie in Deutschland dann hat dies politische Hintergründe. Dort gab es in den letzten 15 Jahren kein vergleichbares Erneuerbare Energien Gesetz und so blieb die PV Entwicklung in den Kinderschuhen. Das läßt aber Conny nicht verzagen, wie alle Energieblogger hat sie Erneuerbare Energie im Blut und ihre Idee Gewerbetreibende zusammen zu fassen um zu Großhandelspreise einzukaufen begeisterte nicht nur die Jury von Greenstart sondern auch die zigtausend Stimmen-Geber aus dem Online Voting.

Ich wünsche Conny dass sie viele gute Kontakte mit den auf der Preisverleihung anwesenden Investoren und Business Angels gefunden hat und mache schon mal den Vorschlag dass die Energeiblogger eine “Hall of Fame” auf der Energieblogger Homepage einrichten.

 

PV Ausschreibung – Widerstand geboten!

Am 15. Januar wurde der Referentenentwurf “Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen der finanziellen Förderung für Freiflächenanlagen sowie zur Änderung weiterer Verordnungen zur Förderung der erneuerbaren Energien” veröffentlicht! Mir fällt als erstes auf, dass der/die Referenten auf das Wort Photovoltaik verzichten? Keine Angst ich hab die 101 Seiten nicht gelesen. Da schließe ich mich den Anmerkungen von Hans Josef Fell an. Wer über 100 Seiten Papier braucht um die Ausschreibung von 400 MW Photovoltaik zu regeln der hat nur eines im Sinn. Die Energiewende zu sabotieren.

Natürlich hab ich mir den Referenten Entwurf doch ein wenig angesehen und als erstes ist mir aufgefallen im Entwurf wird 639 Mal das Wort Gebot verwendet. Wobei ich keine Garantie auf Richtigkeit gebe da ich nach alter Inventur Sitte per Hand gezählt habe, ohne elektronische Unterstützung. Mich erstaunte vor allem was es für tolle “Gebots” worte gibt. Ich versuche mal alle aufzuzählen:

Angebot
Angebots
angeboten
Dumpinggebote
Gebot
Gebote
Geboten
geboten
gebotene
gebotenen Gebotsmenge
Gebots
Gebotsabgabe
Gebotseingänge
Gebotserstellung
Gebotsfrist
Gebotsgebühr
gebotsgleichen Gebots
gebotsgleiche Gebote
Gebotshöhe
Gebotsmenge
Gebotsmengen
Gebotspreisverfahren
Gebotsprüfung
Gebotstermin
Gebotstermine
Gebotsterminen
Gebotstermins
Gebotsumfang
Gebotsumfangs
Gebotsunterlagen
Gebotsverhalten
Gebotswert
Gebotswerte
Gebotswerten
Höchstgebot
Höchstgebotes
Spaßgebote

Auch hier keine Gewähr auf Vollständigkeit. Wenn man bedenkt dass Moses mit zehn Geboten die katholische Kirche beglücken konnte, kann man sich ausrechnen, wie glücklich die Solarbranche mit diesen Geboten sein wird.

Werft den Dreck in den Eimer ich hab anderes zu tun als solch einen Schund zu lesen. Schließlich bin ich in der wohlverdienten “Angela Merkelschen Atempause” und ich beteilige mich nicht an diesem unsinnigen Geschachere. Wir brauchen keine Ausschreibung sondern wir benötigen feste Tarife auch für doppelt genutzte Freiflächen und keinen Gebote Dschungel.