Kategorie-Archiv: Photovoltaik

Elektroautos fahren demnächst mit der Sonne

ralosHistory 10.12.2008 (erste Veröffentlichung)

Atomkraftwerke abschalten, keine neuen Kohlekraftwerke bauen und jetzt auch noch Autos elektrisch betreiben.

Wo soll denn der ganze Strom herkommen?
Diese Fragen kriege ich oft schon im hysterischen Tonfall gestellt. Die Antwort lautet wir werden mit den erneuerbaren Energiequellen diesen Bedarf decken können.
Heute würde ich gerne die Elektromobilität beleuchten.

Derzeit fahren mehr als 40.000.000 Automobile (PkW’s) in Deutschland. Bis auf eine Handvoll Prototypen werden bis 2010 keine nennenswerte Stückzahlen elektrisch in Deutschland fahren. Von den Grünen werden für 2020 allerdings dann schon eine Mio. Elektroautos gefordert. Bis 2030 werden von verschiedenen Seiten (z.B. DGS) ca. zehn Millionen Elektroautos ins Spiel gebracht.

Ein Elektro Smart verbraucht derzeit auf 100 km nur 12 kWh Strom. Ich rechne mal mit 20 kWh auf 100 km dies würde bedeuten, dass ein Elektro Fahrzeug bei 15.000 km Fahrleistung 3.000 kWh Strom verbraucht. (Dazu benötigt man ca. 30 qm Photovoltaikmodule!)
Eine Million Autos (im Jahr 2020) würden dann 3.000.000.000 kWh Strom verbrauchen.
Drei Milliarden Kilowattstunden sind 3 Terawatt Stunden (3TWh) Strom.

Selbst VW Chef Winterkorn meint man benötigt dafür Atomstrom. “Man müsse über Atomkraft neu nachdenken“. Ich sage verlorene Zeit, wir müssen Solarenergie ausbauen. Denn nach der Sarasin Studie werden wir 2020 mehr als 80 GW Photovoltaikkraftwerke in Deutschland installiert haben. Bei einem Ertrag von 900 kWh pro installiertem kWp gibt das 72.000.000.000 kWh (72 TWh) Stromertrag im Jahr. Die 3 TWh mehr Strom für eine Million Elektroautos sind also wirklich kein Problem.
Ich sehe das als Rechenungenauigkeit auf die nächsten 12 Jahre an…

Für 2030 gesehen: 10 Mio. Elektro Autos oder 30 TWh Stromverbrauch stehen lt. Sarasin ca. 340 GW installierte Photovoltaikanlagen in Deutschland oder jährlich 306 TWh Photovoltaikstrom Ertrag dagegen… Ich glaube eher, dass der günstige Solarstrom bis 2030 auf die Automobilhersteller einen Druck ausübt, dass wir eher 20 Mio. elektrisch betriebene Autos (auch kein Problem) haben werden. Rein Mengenmäßig kein Problem, aber bei der Speicherung da müssen wir in den nächsten Tagen nochmal genauer hinschauen…

Wir können also ohne weiteres Atomkraftwerke abschalten, wir brauchen keine Kohlekraftwerke bauen und das bisschen Elektro Mobilität können wir auch noch mit erneuerbaren Energien darstellen. Technisch kein Problem nur: Wir müssen es auch wollen!!!

Photovoltaik Erträge mit besonderen Dachneigungen und Ausrichtungen

ralosHistory 28.11.2008 (erste Veröffentlichung)

Nachdem ich das Letzte mal was zu der “einfachen” Auswertung von Photovoltaikanlagen geschrieben habe möchte ich mit dem gleichen Datenbestand speziellen Dachneigungen und Ausrichtungen beschreiben.
Grundlage ist wieder die Ertragsdatenbank des SFV. Nachdem die Postleitzahlen (z.B. 68000 – 69999) gekennzeichnet sind sollte diesmal der Knopf mit “Spezielle Orientierungen und Neigungen” gedrückt werden. Jetzt werden zwei Abfragen verlangt.
Zum einen die Ausrichtung des Daches. Dank der Kompassrose kann sich jeder sehr leicht die Angaben für sein eigenes Dach ermitteln. Wenn das Dach genau nach Süden ausgerichtet ist, dann sind 180 Grad anzugeben. Für die Auswahl sollte man ruhig größere Abstände (z.B. 225 Grad bis 270 Grad) angeben.
Ebenfalls bei der Neigung der Dächer kann man dank dem kleinen Bildchen die Neigungsgrade leicht für sein eigenes Dach abschätzen. Auch hier sollte man eine Spanne (z.B. 25 – 45 Grad) von bis angeben um eine relevante Anzahl von Dächern in der Auswertung zu haben. Diese Vier Angaben sind nötig damit das Programm aus dem Datenbestand von ca. 10.000 Solaranlagen die entsprechenden Einträge selektieren kann. Wenn jetzt der Knopf “Alle Jahre mit Auswahl einer Einzel-Datenansicht” gedrückt wird erhält man für jedes Jahr eine Übersicht.

Um einen Vergleich mit einer anderen Neigung oder Ausrichtung zu ermöglichen kann jetzt ein zweiter Bildschirm eröffnet (Strg+N) werden und in der Auswahl eine andere Dachausrichtung (z.B. 25 – 45 Grad)gewählt werden. Auch hier wieder den gleichen Auswahlknopf drücken und man erhält jetzt aus der gleichen Gegend (68-69999) mit der gleichen Neigungstoleranz (25-45 Grad) nur die Dächer mit einer anderen Dachausrichtung angezeigt.

Jetzt kann man sich in Ruhe die Jahreserträge beider Auswertungen vergleichen. Zu meiner Überraschung haben bei den beschriebenen Auswertungen die nach Süd-Ost ausgerichteten Dächer einen um ca. 5 % höheren Jahresertrag erzielt wie Süd-West Dächer. Aber na ja auch für mich hat die Photovoltaik noch täglich neu Erkenntnisse auf Lager.

Wandmodul oder Guerilla-PV?

Bei meiner Solarmitstreiterin Christine ist die Entscheidung klar. Es ist ein “Wandmodul” und wurde ordentlich beim örtlichen Stromversorger angemeldet. Somit hat Christine alles richtig gemacht und ihr Strom direkt von der Sonne in das eigene Haus hat nix mit Guerilla-PV zu tun. Selbst der Versicherung hat sie das Mini-Kraftwerk gemeldet! Diese Meldung an die Versicherung halte ich allerdings für nicht nötig. Ich sag meiner Versicherung ja auch nicht, dass ich eine Tiefkühltruhe gekauft habe. Na, ja aber es ist toll, dass wir mit Christines “Wandmodul” jetzt ein Vorzeigemodul bei Metropolsolar haben. Wer Christine nicht kennt kann sie im Zeitungsbericht der Rhein Neckar Zeitung mit ihrem Installateur Uwe Bauer sehen.

Da Christine mir Bilder vom Aufbau zur Verfügung gestellt hat möchte ich euch die Montage des Wandmoduls gerne vorstellen…

Da an der Außenwand keine Steckdose vorhanden ist musste ein Loch gebohrt werden. Im Keller wurde ein Leerrohr verlegt.

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Danach wurde ein Stromkabel eingeführt.

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An der Wand wird hinter der Holzverkleidung das Elektrokabel nach oben geführt und die Halterung des Wandmoduls vorbereitet.

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Die Befestigung besteht aus zwei Dreiecken die als Unterkonstruktion fungieren. Auf Bild eins sieht man die Alu-Dreiecke noch am Boden und dann das Balkonmodul bereits installiert von unten fotografiert. Natürlich wird versucht einen optimalen Anstellwinkel zur Sonne zu montieren. Am Modul ist der kleine Wechselrichter angebracht. Der Wechselrichter ist auf dem Bild der Rhein Neckar Zeitung ebenfalls gut zu erkennen.

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Das Modul aus dem Fenster von oben fotografiert sieht natürlich noch schöner aus!
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Das “Neue” Wandmodul (blau) zeigt auch noch schön die “Weiterentwicklung” der PV. Bei den alten Modulen wurden noch Zellen verwendet die nicht die ganze Fläche nutzten und die weißen unproduktiven Flächen waren eine lange Zeit das “Markenzeichen” der monokristallinen Solarmodulen. Lang, lang ist es her…

Noch schöner sieht natürlich Christines neue Hausfassade aus.

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Wobei ich ehrlich sagen muss das Foto in der Rhein Neckar Zeitung ist das beste von allen!

Wer sich für diese Technik interessiert dem kann ich nur das 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße am 26.9.2014 um 19 Uhr in Heppenheim im Restaurant Am Stadtgraben in der Gräffstraße 8 empfehlen. Wir haben bereits 15 Anmeldungen und ich bin mir sicher wir werden interessante Gespräche führen. Wolfgang Müller der Geschäftsführer vom Solar Info Zentrum in Neustadt/Weinstraße wird zum Thema „Weltneuheit Steckdosenmodul und Speichersysteme“ sprechen. Er bietet also auch noch zusätzlich zum Solarmodul einen kleinen Stromspeicher an! Damit wird es natürlich noch attraktiver zum Guerilla PV’ler zu werden. Oder? Auf jeden Fall solltet ihr euch anmelden (anklicken und in Liste eintragen) damit wir wissen wie viele Zuhörer kommen.

Geld für Erneuerbare!

Neue Ideen sind nicht das Problem sondern meist die Finanzierung. Bei Erneuerbaren Energien war dies in den letzten Jahren weniger problematisch. Wir konnten viele Projekte finanzieren. Jetzt ist es mir bei KIVA erstmals passiert, dass ein Solarprojekt nicht finanziert wurde. Dazu muss man wissen, dass jedes Pojekt nur 30 Tage zur Finanzierung im KIVA System angeboten wird. Wenn nach diesen 30 Tagen das Darlehen nicht finanziert wurde, werden die zugesagten Gelder wieder an die Darlehensgeber zurückgebucht. Dass die 4.650 Dollar letztendlich nicht als Darlehen zur Verfügung gestellt werden konnten ärgert mich. Es mag sein, dass Honduras bei den Geldgebern nicht so hoch im Kurs steht oder die Rückzahl über 27 Monat zu lange gewählt ist, in jedem Fall ist es ärgerlich dass dieses Projekt jetzt nicht realisiert wird.

Ich werde natürlich sofort eines der über anderen 90 Solar-Projekte unterstützen aber das hilft den Projekten in Honduras natürlich nicht weiter. Die werden jetzt ganz schön enttäuscht sein.

Es erscheint mir auch insgesamt bei KIVA einen Stau an zu finanzierenden Projekten zu geben? Über 6.500 Projekte suchen derzeit Geldgeber. Es ist klar, dass auch KIVA nicht unendlich wachsen kann! Aber es ist doch schade wenn Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen und es scheitert an ein paar Kröten! Beim Honduras Solar Projekt möchten die vier Parteien ein Darlehen in Höhe von 4.650 Dollar! Vier Haushalte die hofften mit einer von ihnen wohlüberlegten Investition ihrem Dasein ein Zukunft zu geben und dann scheitert es an den paar Kröten. Dabei möchten diese Menschen ja kein Geschenk sondern nur ein Darlehen! Eine Startfinanzierung aber keiner gibt Ihnen diese Chance. Mist sage ich da nur! Wenn wir die solar Weltrevolution wollen ist das auch mit Geld verbunden. Geld das benötigt wird um in die Mini-Kraftwerke zu investieren. Der Lohn ergibt sich erst durch eine lange Nutzungszeit aber er wird kommen, deshalb lasst es uns tun. ich jedenfalls werde gleich meine obligatorischen 25 Dollar einem Projekt zukommen lassen…

Elektromagnetische Strahlung – Elektrosmog

ralosHistory 25.11.2008 (erste Veröffentlichung)

Aus einer konkreten Anfrage möchte ich zum vielgefragten Thema Elektrosmog was schreiben.
Als gesetzliche Grenzwerte für die elektromagnetische Strahlung wird die 26. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV) und die Vor-Norm zum Schutz von Personen VDE V0848 4/A3 1995 07 herangezogen.
Da sich die BImSchV und die VDE auf gesicherte pathogene (krankheitsauslösende) Effekte beschränken, werden auch baubiologische Empfehlungen mit berücksichtigt. Damit das Ganze nicht zu trocken wird habe ich die Werte verglichen mit im Alltag vorkommenden elektrischen Geräten.

Elektrosmog wird umgangssprachlich für elektromagnetische Umweltverträglichkeit (EMVU) verwendet. Darunter wird die Wirkung elektromagnetischer Felder auf die Umwelt und insbesondere den Menschen
verstanden. Neben dem natürlichen Erdmagnetfeld werden elektromagnetische Felder durch eine Vielzahl von Elektrogeräten oder elektrischen Anlagen erzeugt. Hierbei sind je nach Gerät erzeugte Gleichfelder, niederfrequente Wechselfelder und hochfrequente Wechselfelder zu unterscheiden.

Gleichfelder entstehen durch Gleichspannungen oder Gleichströme, z.B. bei Photovoltaikmodulen,

niederfrequente Wechselfelder entstehen z.B. durch das 230 V/50 Hz Stromnetz und alle daran
angeschlossene Verbraucher,

hochfrequente Wechselfelder entstehen z.B. durch Mobilfunkanlagen, Handys und drahtlose
Computerkomponenten

Es ist umstritten ab welcher Dosis die elektromagnetische Strahlung einen schädlichen Einfluss auf den menschlichen Körper hat. Fest steht, dass elektromagnetische Strahlungen im menschlichen Körper einen Strom induzieren, der ab einer gewissen Stärke zur Reizung von Nerven und Muskelzellen führen kann.

Bei PV-Anlagen kommen die PV-Module, Verbindungsleitungen und Wechselrichter als mögliche Erzeuger von elektromagnetischer Strahlung in Frage.

Die PV-Module erzeugen Gleichstrom also wird ein magnetisches Gleichfeld erzeugt. Bei einzelnen Modulen ist die elektrische Feldstärke so gering, dass bereits nach ein paar Zentimeter nicht mehr nachweisbar. Erst wenn die Module zusammengeschaltet sind wird das Gleichfeld stärker und kann bis zum Abstand von 50 cm höher sein als das natürliche Magnetfeld.

Bei den Verbindungsleitungen zwischen PV-Modulen und Wechselrichter treten ebenfalls Gleichspannungen und somit magnetische Gleichfelder auf. Um diese bei Bedarf möglichst gering zu halten, empfehlen wir, die beiden Plus- und Minus-Leitung dicht nebeneinander zu verlegen. Dadurch heben sich die Magnetfelder beider Leitungen gegenseitig auf (Reduktionseffekt), so dass sich das elektrische Feld auf den kleinen Bereich zwischen den beiden Leitungen konzentriert.

Im Wechselrichter wird der von den PV-Modulen erzeugte Gleichstrom in netzüblichen Wechselstrom umgewandelt. Hierbei entstehen lediglich niederfrequente Wechselfelder, keine hochfrequenten. Diese Wechselfelder können mit haushaltsüblichen Großgeräten verglichen werden.

Die Messung elektromagnetischer Wechselfelder im 30 cm Abstand ergeben: (Angaben in Feldstärke in V/m)

4 – 8 V/m elektrischer Herd
11 V/m Wechselrichter mit 50 Hz Trafo
12 V/m Bügeleisen
5 – 40 V/m typischer Wohnungswert
10 – 60 V/m Energiesparlampen
60 – 90 V/m Farbfernseher
80 V/m Haarfön
100 V/m Handmixer
110 V/m Kühlschrank
260 V/m Boiler

Grenzwerte und Empfehlungen in V/m 10 m Abstand:

26. BISchV        5.000 V/m
Vor-Norm zum Schutz von Personen VDE V0848 4/A3 1995 07 -   6.500 V/m
Baubiologen 20 V/m

Fazit: Die PV-Generatoren und ihre Verbindungskabel zum Wechselrichter erzeugen überwiegend Gleichfelder, die schon in wenigen cm Abstand schwächer als die natürlichen Erdmagnetfelder sind.
Wechselrichter erzeugen am Tag (bei Sonnenschein) in ihrer Umgebung schwache niederfrequente Wechselfelder. Die Feldstärkeemissionen von PV-Anlagen liegen dabei deutlich unter den Grenzwerten der 26. BISchV. Bereits bei einem Abstand von 10 cm werden selbst die wesentlich strengeren baubiologisch empfohlenen Werte unterschritten.
Eine Gefährdung oder Beeinträchtigung der Bewohner durch elektromagnetische Strahlung durch die Photovoltaikanlage kann somit nach heutigem Kenntnisstand ausgeschlossen werden.

Risiken bei Photovoltaik und deren Versicherung

ralosHistory 24.11.2008 (erste Veröffentlichung)

Ertragsgarantie, garantierte Einspeisevergütung sanfte Technik aber irgendwo muss es doch auch Risiken geben. Für viele Interessenten stellt sich die Frage wo sind denn die Risiken und wie sichere ich mich gegen diese Risiken ab. Aus der Zeitschrift Neue Energie 11/2008 habe ich eine Grafik der Mannheimer Versicherung gefunden in der die prozentualen Kostenanteile der Schadensfälle von 2004 – 2007 aufgezeigt werden.

2008 11 24

Über die Hälfte der Schadenssumme Entsteht durch Feuer und Sturm also “ganz normale” Schadensfälle die bei jedem anderen Wirtschaftsgut auch anfallen können. Damit meine ich, wenn sich jemand einen teuren Wintergarten kauft, dann hat er die gleichen Risiken. Bei Feuer und Sturm kann es ihm passieren, dass er Schäden an seinem Hab und Gut erleidet.

Erst die drittteuerste Schadensklasse Überspannung (Blitzeinschläge) kann als “typischer” Solarstrom Spezialfall angesehen werden. Überspannung entsteht durch Blitzeinschläge in die Anlage aber auch Einschläge in der näheren Umgebung können zu Überspannungen führen. Aber auch diese Schadensfälle würden bei normalen Elektrogeräten entstehen wenn der Blitz in der Nähe des Gebäudes einschlägt. Die DGS schreibt in ihrer Richtlinie “Durch die Montage einer Photovoltaik erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines direkten Blitzeinschlages nicht, sofern die PV-Anlage nicht wesentlich über das Gebäude herausragt”.

Ähnliches gilt für den Schneedruck wenn durch hohe Schneelasten die Rahmen der Solarmodule sich verbiegen. Problematisch hierbei sind tauende und wieder gefrierende Wetterlagen. Es muss schon eine Menge Schnee auf den Modulen liegen um durch Druck den Rahmen des Moduls zu verbiegen. Große Photovoltaikflächen schützen eher das Dach vor hohen Schneelasten da durch die Glasfläche der Schnee schneller ins Rutschen kommt.

Diebstahl und Böswilligkeit können auf dem eigenen Einfamilienhaus in der Regel ausgeschlossen werden. Gestohlen und zerstört wird meist nur auf Dächern die “anonym” sind.

Der geringe Hagel Anteil an der Schadenssumme zeigt, dass die Module durch das spezielle Hartglas doch sehr gut geschützt sind. Obwohl diese Schadensklasse die häufigste Befürchtung von Photovoltaik Interessent ist.

Ich habe ja schon mehrfach hier im Blog meine Meinung zu Versicherungen geäußert. Bei einem selbst bewohnten Haus würde ich die Versicherung der Photovoltaikanlage in die bestehende Gebäudeversicherung mit aufnehmen. In dieser sind dann je nach Versicherung schon einige Schadensfälle zu einer günstigen Versicherungsprämie enthalten. Nur bei Investitionsobjekten im größeren Stil da würde ich zu einer speziellen Photovoltaik Versicherung raten

Sammlung: Netzkollaps

Ja das Netz wird den schnellen Wandel von zentraler Stromeinspeisung in dezentrale Erneuerbare Energien nicht aushalten. Das Netz bricht zusammen. Wie oft habt ihr das schon gehört? Ich kann es nicht sagen jedenfalls hab ich mich entschlossen eine Sammlung der Netzkollaps Meldungen zu sammeln. Mal sehen was wir so alles finden…
Ich glaub ja schon selbst dran, dass es irgendwann mal passieren wird!
Warum auch nicht? In solchen Situationen fällt mir immer die A-Klasse meines geliebten Ex-Arbeitgebers Daimler ein. Kurz vor dem Verkaufsstart der A-Klasse kam ein Elch (Elchtest) und ließ das Auto aus der Spur kommen. Der Konzern baute damals kurzerhand das ESP in alle Fahrzeuge der A-Klasse ein. Durch diese “Fahrdynamikregelung” haben sich nach einhelliger Meinung der Fahrzeughersteller die Unfälle reduziert. Oft muß halt erst das Unglück tatsächlich passieren damit gehandelt wird.

Aber zurück zu den Prophezeiungen des Netzkollapses.

16.10.2010 Energie Agentur warnt
Netz droht Kollaps durch Solarstrom-Ausbau

Aber es gibt sie wirklich die Netzausfälle dank Sonnenstrom! Jeder kennt doch Dietershofen, den Ortsteil von Oberschönegg.
18.5.2011 Strahlender Sonnenschein sorgt für Stromausfall
Zweihundertsiebenundsechzig Einwohner waren ohne Strom. Oder besser geschrieben der Transformator konnte die Sonnenstromproduktion nicht aufnehmen. Strom war ja auf den Dächern der Gemeinde, aber eben nicht im Netz!

Der Schaden hielt sich wohl in Grenzen. Jedenfalls scheint inzwischen das Problem gelöst zu sein und der Sonnenstrom wird aus der Gemeinde exportiert, was ja im Sinne des Erfinders ist. Wenn wir Öl aus dem anderen Ende der Welt in unsere Keller transportieren können, werden unsere Techniker doch in der Lage sein das bißchen Solarstrom in die nächste Gemeinde zu exportieren!!!

Momentan geistert ja der Super Solar Gau (Sonnenfinsternis!) durch einen Artikel des Spiegels ausgelöst durch das Netz. “Eine partielle Sonnenfinsternis könnte nach SPIEGEL-Informationen die Netze gefährden.” Am 20. März 2015 ist es soweit. Ich empfehle Getränkevorräte, Lebensmittel, Toilettenpapier zu horten. Es wird schrecklich werden. Wir werden (allerdings nur partiell) zwei Minuten und 27 Sekunden vom Mond von der Sonne ausgesperrt! Landwirte planen schon im Jahr 2015 komplett in Urlaub zu fahren und nicht auszusäen! Die Landschaft wird versteppen. Vermutlich jedenfalls…

14.4.2011 Bild Zeitung
Ministerium warnt vor Strom-Kollaps
Damals waren es noch die geringe Anzahl (sechs!) von laufenden Atomkraftwerken und die vielen AKW’s die nicht produzieren würden. Sogar Auswirkungen auf die Nachbarländer wurden an die Wand gemalt. Da bin ich aber froh, dass die Wand sehr, sehr geduldig ist…

Natürlich freue ich mich über weitere Links die ich nach und nach hier einarbeiten werde. Ich bin mir sicher dieser Beitrag wird enorm an Länge gewinnen.

Leistungsverlust bei Photovoltaik Modulen

ralosHistory 23.11.2008 (erste Veröffentlichung)

Wie lange halten denn die Module? Auch so eine Frage die fast jeder Interessent stellt. Meist überzeugen schon die Leistungsgarantien der Hersteller. Denn die meisten geben zwei Garantien. Zum einen wird garantiert, daß nach 10 Jahren noch 90 % der Leistung erzielt und zum zweiten nach 25 Jahren noch 80 % der Leistung eingefahren wird. Als Lebenserwartung geben wir 35 Jahre an. Wenn dann aber die Frage nach der Erfahrung kommt müssen wir “natürlich” passen. Unsere Geschäftsführer sind zwar schon sehr lange im Geschäft aber die ersten Anlagen wurden leider nicht vermessen. Diese Anlagen sind aber noch in Betrieb. In unserer Solarakademie haben wir eine 17 Jahrealte Anlage seit ca. einem halben Jahr installiert. Die Ergebnisse liegen leider noch nicht vor. Selbst wenn wir diese Anlagen aber auswerten könnten. Diese Anlagen wurden mit “uralter” Technik gebaut… Diese Module kann man heute nicht mehr kaufen, würde auch keiner.

Als Vergleich mag dieser Hinweis vor Augen halten was 25 Jahre Technik Weiterentwicklung heutzutage bedeutet. Am 21.9.1983 wurde in den USA das weltweit erste Handy Mobiltelefon Motorola DynaTAC 8000X zugelassen. Das Teil war 800 Gramm schwer…

Als weiteres Problem würde sich ergeben, dass von den Firmen vor 25 Jahren wahrscheinlich keiner mehr unter dem gleichen Namen firmiert… geschweige denn die gleiche Firmenphilosophie vertritt.

Im normalen Leben geben wir uns mit viel weniger zufrieden. Bei Autos, Elektrogeräte, Handys nehmen wir eine Lebenszeit von max. 10 Jahren als gegeben hin.

Warum muss dann eine Photovoltaikanlage “ewig” halten?

Wir sind gewohnt “billige” Energie aus Kohle, Öl, Gas und Atom zu beziehen. Deshalb erwarten wir, dass ein Stromkraftwerk mit Photovoltaik sich rechnet. Damit ist nicht die ökologische Rentabilität gemeint sondern die ökonomische. Ökologisch habe ich hier im Blog schon mehrfach geschrieben, dass nach max. vier Jahren der Strom (kWh) der zur Herstellung aufgewendet wird von der Photovoltaikanlage erzeugt wird.
Die Photovoltaikanlage muss sich also finanziell rechnen. Da wir “erst” nach ca. 10/11 Jahren die Investition durch den Stromverkauf wieder in der Kasse haben erwartet jeder, dass danach das goldene Ende seines Kraftwerkes kommt. Es soll weiterhin “volle Kanne” produzieren. Alle Unternehmen denken so…

Dieser Berechtigte Wunsch steckt also hinter der Frage wie lange halten Photovoltaikmodule.

Es wird auch in Zukunft immer ein Risiko für den Investor sein, aber alle die an der Produktion und Installation beteiligt sind verbessern ständig die Technik. Auch in der Forschung werden ständig neue Wege untersucht um die Photovoltaik langlebiger zu machen. Hierzu möchte ich ein paar Beispiele aufzeigen:

Fraunhofer ISE und TÜV Rheinland starteten 2007 das Projekt “Zuverlässigkeit von PV-Modulen”. Hier wurden verschiedenste Module von diversen Herstellern auf der Zugspitze, in der Negevwüste, in Indonesien und auf dem eigenen Dach in Köln installiert.

Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) befasst sich mit den Auswirkungen landwirtschaftlicher Ammoniakdämpfen (Schweinezucht) auf die Lebensdauer der Module.

Das Bayrische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) sucht ideale Einkapselungsmaterialien, um die Lebensdauer zu erhöhen.

Das Photovoltaik Institut (PI) in Berlin will mit der Messung der Elektroluminiszenz  herausfinden wo deren Schwachstellen liegen…

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung (ZWS) forscht an Methoden zur zuverlässigen Leistungsvermessung von CIS -Modulen und studiert die Degradationsmechanismen bei simulierter Alterung.

Daran kann man erkennen wir sind noch nicht am Ende sondern wir haben ein stabiles Produkt mit hohem Weiterentwicklungspotential.

Solar Inselanlagen vom Experten!

Der Trend geht ja immer mehr zur eigenen Strom Inselanlage. Wobei diese Lösung für mich nicht in Frage kommt, weil ich ja Strom “exportiere”. Natürlich nur im kleinen Stil, ich speise meinen überschüssigen Strom in das öffentliche Netz ein. Aber es kann natürlich aus Sinn machen eine gewisse Autarkie anzustreben.

Wer sich für eine Photovoltaik Inselanlage interessiert sollte sich Experten mit ins Boot holen. Am besten jemand der selbst “auf einer Insel” lebt und die Problemchen kennt!

Für mich ist es eine besondere Freude wenn ich “alte Freunde” wieder treffe die sich dem Photovoltaik Kahlschlag (Minus 56.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche) widersetzen. Basti war mit seiner Truppe schon früher bei Ralos ein Monteur für die “speziellen” Dächer und mit Basti gab es immer was zu lachen. Wie er es schafft den alten Benz am Laufen (fahren natülich!) zu halten kann ich nicht sagen aber er läuft und läuft und läuft. Was aber noch besser ist, Basti ist mit seinem alten Benz immer zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle! Ich erinnere mich immer wieder gerne an unseren “Sonntagsspaziergang” im Dezember 2009 bei minus 6 Grad in Biblis und zur Halbzeit stand plötzlich Basti mit seinem Benz und heißem Tee für 300 Demonstranten da! Einfach Klasse Basti!!!

Jetzt baut Basti zusammen mit Nikolas Photovoltaik Inselanlagen und der Firmenname spricht Bände.

Robinson Inselanlagen!

Die bauen keine Megawatt sondern Wattanlagen! Bei den Referenzen gibt es Anlagen mit 512 Watt! Inselanlagen für Wohnhäuser, Gartenhaus, Hausboot, auf PKW Anhänger, Pferdestall, für Zirkus und für mobile Theater. Da gibt es nix was es nicht gibt. Aus eigener jahrelanger Erfahrung weiß die Truppe wie man mit wenig Strom aus “Großverbraucher” wie Kreissäge und Schweißgerät mit Solarstrom betrieben werden kann!
Wer sich also mal eine autarke Stromversorgung zulegen möchte dem empfehle ich die mobile Truppe von Basti von Robinson Inselanlagen. Die Unabhängigkeit vom Stromversorger ist das Ziel dieser technischen Installationen.

Guerilla-PV – Balkonmodul – Steckdosenmodul?

Kaum haben wir das 4. MPS Energiegespräch hinter uns, hab ich das 5. MPS Energie Gespräch im Kasten. Am 26.9.2014 um 19 Uhr freue ich mich Wolfgang Müller der Geschäftsführer vom Solar Info Zentrum in Neustadt/Weinstraße begrüßen zu dürfen. Er wird zum Thema „Weltneuheit Steckdosenmodul und Speichersysteme“ sprechen. Die Steckdosenmodule, Balkonmodule oder Guerilla PV egal wie sie genannt werden sie sind geeignet für Balkon, Terrasse, Garten, Wand oder Dach. Ich erhoffe mir durch die niedrigen Kosten für die Einsteiger und die Neue Zielgruppe der Mieter einen neuen Markt. Ob wir ein Finanzierungsmodell auch für Hartz IV Empfänger hinbekommen weiß ich noch nicht aber wir diskutieren…

Es gibt viele Fragen aber mit Wolfgang Müller haben wir einen Referenten der auf diese Fragen auch Antworten geben kann. Deshalb merkt euch den Termin schon mal vor und wenn möglich meldet euch gleich hier an.

Dieses Thema hat sich beim 4. MPS Energie Gespräch Bergstraße herauskristallisiert. Ich hatte dort ja meinen ersten Pecha Kucha Vortrag gehalten. Ich war total überfordert. Seht euch an welche 20 Folien ich gezeigt habe…

Es war klar, die Folien enthalten viel zu viel Text wenn je Folie nur 20 Sekunden Zeit sind! Aber die Zuhörer waren augenscheinlich zufrieden. Wir haben erreicht was wir wollten. Wir hatten eine lebhafte Diskussion! Die Diskussion habe ich leider nicht unterbunden und dann kam das gemütliche Beisammensein bei essen und trinken etwas zu kurz…

Unser fachkundiges Publikum hatte sich festdiskutiert bei…? Na was wohl? Bei den Balkonmodulen, Guerilla PV oder auch Steckdosenmodulen. Deshalb auch Wolfgang Müller als nächster Referent am 26.9.2014. Es wird ganz bestimmt spannend es wäre nett wenn dieses mal noch mehr Zuhörer kämen. Bitte gleich anmelden.