Kategorie-Archiv: Photovoltaik

Deutschland wird immer mehr zum EE Entwicklungsland

Momentan bin ich mal wieder ziemlich tief unten! Die Motivation zum schreiben sinkt weil der Widerstand bei vielen Projekten einfach enorm ist. Ich engagiere mich ja momentan für die Plug In Module und stelle fest, wir werden auf allen Ebenen, in allen Hierarchien behindert, bekämpft und für bescheuert erklärt. Immer wieder erfahre ich den Hinweis, dass geht so nicht weil wir es noch nie so gemacht haben… Aber ich bin mir sicher auch dies Nuß (eigentliche viele Nüsse!) knacken wir noch.

Während ich mit meinen Mitstreitern ein Plug In Modul “legal ans Netz” anschließen möchte und endlos Bedenkenträger überzeugen muß macht es uns Bangladesch vor.

Drei Milliionen “Solar Systems” seit Mai diesen Jahres installiert! Hut ab! Da können sich unsere Bedenkenträger eine Scheibe abschneiden…

Wenn ich nicht ein Ur-Bürstädter wäre, würde ich am liebsten nach Bangladesch fliehen!

Photovoltaik ohne Förderung

Ja es geht! Wenn die Politik die EEG Förderung zu kompliziert macht, dann müssen wir eben ohne EEG auskommen, so einfach ist das Herr Gabriel. Wir machen dies nicht gern, denn wer sich auf Nischen einlässt der verpasst eigentlich das Machbare! Aber wir stellen derzeit fest eine normale Infoveranstaltung zu Photovoltaik lockt nicht viele Zuhörer an und unsere Installationsbetriebe müssen schließlich von irgendetwas leben…
Nur auf eine vernünftige Politik zu warten erscheint uns aussichtslos…

Wir machen es einfach und hier ist wieder ein Ergebnis: Photovoltaik ohne EEG und ohne Firlefanz!

2014-11-14 11.10.26

Ich weiß, das Kabel ist noch nicht verlegt, die Neigung des Moduls ist schlichtweg verkehrt aber darum geht es nicht. Wichtig sind das Solarmodul, das Kabel und der Stecker. Ein Steckdosenmodul!

Wir haben es “installiert” mitsamt dem Wechselrichter der hier nicht zu sehen ist. Natürlich ist beabsichtigt, das Kabel ordentlich zu verlegen. Die Neigung auf 28 Grad einzurichten, aber dies ist nachrangig. Wichtige Botschaft ist, es geht Mann/Frau kann ein Modul an den Balkon hängen und per Stecker und Steckdose den Strom in den eigenen Haushalt einfließen lassen. Ohne dass irgendeine Förderung notwendig ist. Solch ein Plug In Modul braucht kein EEG, braucht kein KfW Darlehen es braucht keine Genehmigung. Wenn man es richtig macht! Dies sind wir gerade am checken! Was man allerdings machen muss ist eine Anmeldung beim Netzbetreiber. Der sollte schon davon wissen, dass hier ab sofort ein Solarmodul Strom einspeist. Jetzt haben wir schon zwei Module “am Hausnetz” ein Wandmodul und ein Balkonmodul. Wie erwartet läuft nicht alles rund, aber genau aus dem Grund “testen” wir ja die “Guerilla-PV” um zu testen wo es hakt und es hakt tatsächlich an den Punkten die wir nicht erwartet hatten. Aber jeder haken sollte umgehbar sein und dann machen wir die “Ein Modul Revolution”! Wenn die “Haken” enthakt sind kommen weitere Infos. Wer auch ohne EEG einspeisen möchte kann sich gerne bei mir melden.

Wenn Bürger lästig sind!

Vor meinem Urlaub habe ich den Ball an die Politik im Bundestag, im Landtag und im Kreistag gegeben. Heute möchte ich Bilanz ziehen. Wobei die Bilanz ernüchternd aussieht. Ich habe nur eine Rückmeldung erhalten und zwar von Angela Dorn von den Grünen im Hessischen Landtag, die meine Mail über den Fraktionsvorsitz (Matthias Wagner) anscheinend erhalten hatte. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit ihr in Verbindung setzen. So stelle ich mir Demokratie vor. Meine Mail wurde von den hessischen Grünen im Landtag Ernst genommen.

Alle anderen meinen wohl, mich müsste man nicht ernst nehmen.
Alle anderen werden mich auch noch kennenlernen!
Alle anderen kann ich nur sagen, setzen Note “6”!

Ich hatte folgende Fraktionsvorsitzende ohne Rückmeldungen angeschrieben:

Bund CDU Volker Kauder volker.kauder@bundestag.de
Bund SPD Thomas Oppermann oeffentlichkeitsarbeit@spdfraktion.de
Bund Die Linke Gregor Gysi fraktion@linksfraktion.de
Bund Grüne Katrin Göring-Eckardt + Anton Hofreiter info@gruene-bundestag.de
Hessen CDU Michael Boddenberg ‘cdu-fraktion@ltg.hessen.de’
Hessen SPD Thorsten Schäfer Gümbel ‘t.schaefer-guembel@ltg.hessen.de’
Hessen Die Linke Janine Wissler ‘j.wissler@ltg.hessen.de’
Bergstraße CDU Alfons Haag ‘info@bergstrasse.cdu.de’
Bergstraße SPD Josef Fiedler ‘ub.bergstrasse@spd.de’
Bergstraße Grüne Evelyn Berg + Thilo Figaj ‘mail@gruene-bergstrasse.de’

Keiner dieser angeschriebenen “Fraktionsvorsitzenden” hat sich bei mir zurückgemeldet! Die Mailadressen scheinen korrekt zu sein, jedenfalls kam keine zurück. Die Fraktionsvorsitzenden hatten also meine Mail. Aber keiner hat sich mit mir in Verbindung gesetzt. Es könnte ja sein, dass die Fraktionsvorsitzende nicht die richtigen Ansprechpartner sind. Aber nein, meine Mail vergammelt in irgendwelchen Postfächern. Denn weitergeleitet haben die Fraktionsvorsitzenden meine Mail auch nicht. Sonst hätte sich doch irgendjemand gemeldet? In jedem dieser Parlamente sind Abgeordnete die mich persönlich kennen. Ich bekam nur die eine Rückmeldung. Wenn dies demokratische Mitbestimmung ist kann ich drauf verzichten!

Ist es Größenwahnsinnig wenn ich von den Fraktionsvorsitzenden um eine Weiterleitung an die Fraktionsmitglieder bitte? Oder habe ich nicht das Recht als Bürger auf eine Weiterleitung? Ich weiß es nicht, aber wenn mir keiner Rückantwort gibt stehe ich ganz schön im Regen. Was soll ich denn als Bürger tun? Ach so, wenn Wahl ist soll ich ein Kreuz machen. Mach ich auch aber ein wenig würde ich schon mein Fachwissen akzeptiert wissen…

Die “Energiewende” wird immer wieder bei politischen Sonntagsreden als dezentral und Bürger basierend betitelt. Wenn aber die Bürger von den Politikern nicht mehr ernst genommen werden dann ist was faul in unserem System. Egal auf welcher Ebene ich die Fraktionsvorsitzenden angeschrieben habe, das Energiethema ist auf allen politischen Ebenen präsent. Deshalb finde ich die Ignoranz der politisch Verantwortlichen meines offenen Briefes ist ein Schlag in das Gesicht unserer Demokratie. Ich erwarte Rückmeldungen wenn ich meine Abgeordneten anschreibe und nicht ein wegducken vor meinen Fragen. Ihr kennt den Sonnenflüsterer und ihr wißt damit ist nicht Ende meiner Aktion. Die Fraktionsvorsitzenden werden demnächst von mir hören… Auf welchem Weg verrate ich noch nicht…

Nochmals vielen, vielen Dank an Angela Dorn und den Hessischen Grünen es hat mich sehr gefreut von euch eine Rückmeldung zu erhalten. Ich melde mich demnächst bei Angela und ich bin mir sicher mit unserer Erneuerbaren Power schaffen wir die Energiewende auch wenn viele andere uns ignorieren, bremsen oder Knüppel zwischen die Beine werfen wollen.

Wir können schreiben und reden was wir wollen, wenn uns keiner liest oder zuhört ist all dies unnötig. Wichtiger ist natürlich nicht nur zuhören oder lesen sondern handeln. Wem dies immer noch nicht genug ist dem empfehle ich diese 6 Minuten Rede. Da ist alles gesagt:

Referenten machen Solarenergie bewußt teuer

Was ist das eigentlich für eine Politik die immer erst mal “Referentenentwürfe” im Netz kursieren läßt bevor die echten Entscheider ihre Gesetzentwürfe auf den Tisch gelegt werden? Im Moment kann man den “Referentenentwurf” zur “PV-Pilotauschreibung” im Netz finden.

Natürlich hat der nix damit zu tun was die Bundesregierung machen möchte! Oder doch? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass der Vorschlag im “Referentenentwurf” die größe der Photovoltaikanlagen auf 10 MW zu begrenzen nicht zu akzeptieren ist. Was würden denn die Windparkplaner sagen wenn es EEG Vergütung nur noch für Windparks bis 10 MW gäbe? Wenn der Park größer ist gibt es nix mehr. Wäre doch bekloppt oder? Wenn große Flächen zur Verfügung stehen und Photovoltaik seine Stärke ausspielen könnte, warum sollte dann der kostengünstige Solarstrom nicht produziert werden? Das einzige was doch dagegen spricht wäre: wir wollen, dass viele Menschen in Deutschland an vielen Stellen Solarkraftwerke bauen. Ja dann, wenn wir das wirklich wollen, dann laßt uns den idiotischen Deckel (Ausschreibungsdeckel 600 MW im Jahr) in die Tonne treten.

Wenn juwi in Amerika Photovoltaikstrom für 4 Cent die kWh produzieren kann, dann könnten meine Rheinland Pfälzischen Freunde dies sicherlich auch in Deutschland! Dann laßt es uns endlich tun und Kohlekraftwerke abschalten (und nicht deren Arbeitsplätze erhalten!) damit Bürger die Bürger Energie produzieren wollen, wieder eine Chance haben.

Pecha Kucha beim 6. MPS Energie Gespräch Bergstrasse

Wir hatten am Freitag den 31.10. wieder ein Energie Gespräch in Heppenheim. Mit 26 Anwesenden war es wieder eine gut besuchte Veranstaltung und mit Dr. Peter Kosack hatten wir einen engagierten Referenten. Seinen Vortrag werde ich demnächst veröffentlichen denn Peter möchte seinen Vortrag noch kommentieren damit interessierte Leser auch verstehen können was er in Heppenheim in seinem Vortrag erzählt hat.

Eingebürgert hat sich auch mein Einleitungsvortrag im Pecha Kucha Stil. Er fordert zwar sowohl mich als auch die Zuhörer aber ich werde diese Art der Einleitung beibehalten. Im Vortrag zeige ich was mich energetisch in letzter Zeit bewegt und möchte Anstösse geben. Hier zum reinschauen was ich in 6:40 Minuten so gezeigt habe.

Die einzelnen Folien sind natürlich nur Plakativ und zu jeder Folie könnte ich eine ganze Geschichte erzählen. Da ich mich aber weder auf wenige Infos beschränken möchte habe ich mich zu pecha kucha enschlossen. Wer den Blog liest hat sicherlich schon von den verschiedenen Themen gelesen aber natürlich sind Fragen zu einzelnen Folien zulässig. Einfach kommentieren dann erzähle ich die Geschichte die hinter den Folien steht.

EEG Vergütung für Photovoltaikstrom eine Schande!

Der Photovoltaikstrom ist für die atomar/fossilen Stromunternehmen die größte Gefahr. Bei Windenergie haben diese Unternehmen die Möglichkeit sich beim Ausbau zu engagieren. Besonders Offshore bleibt ein Riesen Geschäft für die Konzerne. Ich möchte heute aus der Prognos Studie “Zukunft der bayrischen Stromversorgung” die Folie 6 “Mittlere Gestehungskosten der Erneuerbaren Energien nach Regionen für 20 Jahre” näher anschauen. Dort ist klar zu erkennen die Photovoltaik wird bewusst zu niedrig vergütet um weitere Investitionen in diese Technik zu verhindern zum Schutz der atomar/fossil betriebenen Kraftwerke!

Vergleich Strom Gestehungskosten der Regionen

Zum einen wird darin belegt, dass in Bayern + Baden Württemberg die Photovoltaik bereits die kostengünstigste Erneuerbare Energie ist! Ich gehe davon aus, dass die Kostensenkungen bei der Photovoltaik auch weiterhin noch rasanter wie bei der Windenergie vorangehen werden.

Weiterhin fällt auf dass die EEG Vergütungen wie sie aktuell per Gesetz festgelegt wurden die Photovoltaik massiv benachteiligen. Dazu habe ich die Prognos Zahlen mit den Vergütungen 2015 gegenüber gestellt. Die Biogas und Biomasse Werte können vernachlässigt werden da dort ja nur noch ein minimalster Ausbau erfolgen wird.

Prognos Kostenvergleich mit Einspeisung

Bei der Dachphotovoltaik habe ich nur die bis 10 kWp Vergütungen angeführt. Es wird klar, dass nur durch einen gehörigen Anteil von Eigenverbrauch die Photovoltaikanlage wirtschaftlich betrieben werden können. Obwohl die Vergütung viel niedriger ist wie z.B. bei der Offshore Technik wird somit der Ausbau dieses Segmentes der Erneuerbaren Energien bewusst gebremst. Natürlich sind die Prognos Werte, Durchschnitts Werte und in der Realität gibt es immer wieder Abweichungen die sicherlich tendenziell zu günstigeren Kosten führen. Die Projekte die schlechtere Werte hätten werden in der realen Welt schließlich nicht realisiert…

Bei den Freiflächen ist es ähnlich. Die reine EEG Vergütung deckt gerade mal die Kosten im Süden obwohl die Freiflächen dort die Kostengünstigste Erneuerbare Energie darstellt. Im Norden sind PV Freiflächen nur realisierbar wenn ein Stromabnehmer vor Ort vorhanden ist.

Bei der Windenergie zeigt die Prognos Studie das Nord/Süd Gefälle sehr gut auf. Wenn im Norden an fast jedem Ort ein Windrad betrieben werden kann, sind im Süden die wirtschaftlichen Standorte mit der Lupe zu suchen. Die zweite Vergütungsstufe (4,95 Cent je kWh) wird im Süden sowieso fast nie erreicht. Mit diesem Stufen Vergütungsmodell wird ja versucht die Standortnachteile im Süden auszugleichen. Laut Prognos liegen die Kosten zwischen Süd und Nord bei der Windenergie um ca. 40 Prozent auseinander. Wenn ich die Unterschiede bei Sonnenenergie anschaue sind es “nur” 20 Prozent. Bei der Photovoltaik gibt es aber keinen Ausgleich für Standortnachteile!

Völlig absurd wird es wenn man dann noch die Offshore Windvergütung anschaut. Dort wird acht Jahre lang mit 19 Cent vergütet und erst danach abgesenkt auf die 3,5 Cent. Dem Investor (Konzerne) kann dies aber egal sein, denn nach 8 Jahren sind die Investitionen schon längst eingespielt! Dann kann auf eine EEG Vergütung auch verzichtet werden, da diese Konzerne den direkten Zugang zu den Netzen und den Endverbrauchern haben. Die kleinen Betreiber von PV Anlagen bleiben aber immer Abhängig von den EEG Vergütungen. Sie tragen das Risiko, welches die Konzerne nicht tragen. Deshalb sind die aktuellen Vergütungssätze eine bewußte Vollbremsung für Photovoltaik. Meint jedenfalls der Sonnenflüsterer…

Der Ball liegt bei der Politik!

Ich geh jetzt mal in Urlaub! Die Arbeit ist getan! Die Photovoltaik ist die kostengünstigste Erneuerbare Energie. Da ich jetzt circa zwei Wochen weg bin hab ich mich entschlossen “meine Abgeordneten” vom Kreistag über den Hessischen Landtag bis zum Bundestag den Staffelstab zu übergeben. In einem offenen Brief fordere ich sie auf sich für die Solarenergie zu engagieren.

Handlungsbedarf haben wir bei den Megawattanlagen und den Steckdosenmodulen. Letztere könnte sich jeder Abgeordnete als Zeichen pro Erneuerbare Energien an sein Haus hängen…

Oder was meint ihr? Hier der Text meines offenen Briefes:

Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende im Bundestag, im Hessischen Landesparlament und im Kreistag Bergstraße,

ich bitte um Weiterleitung dieses offenen Briefes an alle Mitglieder Ihrer Fraktion. Mein Name ist Erhard Renz, einige der Abgeordneten kennen mich persönlich aus meinen Aktivitäten der letzten 15 Jahre.

Ich gehöre zu den 56.000 Menschen die Ihren Arbeitsplatz in der Solarbranche verloren haben. Da ich nur 6 Jahre in der Solarbranche aber davor bereits 37 Jahre in der Automobilbranche gearbeitet habe, kann ich mir eine Frühpension leisten.

Jetzt werde ich erst einmal in Urlaub fahren, denn ich habe mit meinen Freunden aus der Solarbranche unseren Teil der Arbeit erledigt.

Photovoltaik ist inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie
Der Ball liegt jetzt bei Ihnen, den politischen Vertretern!

Im August und September haben wir erstmals, dank des EEG, Solarkraftwerke gebaut mit niedrigeren Kosten wie sie derzeit für die Windenergie gezahlt werden. Die Vergütung (Kosten) wurden von ehemals gut 57 Cent auf 8,79 Cent je kWh (für Anlagen bis 500 kWp) verringert. Kostenreduzierung auf ein Sechstel der ehemaligen Kosten!

Leider wird dieser Preis nur für mittlere Kraftwerke vergütet. Große Photovoltaikkraftwerke (über 10 MW), wie sie derzeit weltweit gebaut werden, sind in der Deutschen Förderung nicht mehr enthalten. Warum nicht? Darauf hätte ich gerne von Ihnen eine Antwort.

Wenn Sie die Kosten der Erneuerbaren Energien bemängeln, dann müssen Sie auch Photovoltaik Großkraftwerke in der Förderung berücksichtigen.

Die Diskussionen um das EEG 2014 gingen immer um die Kosten. Wenn aber die Photovoltaik inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie ist darf man den Ausbau der PV nicht durch unsinnige Gesetze stoppen.

Wenn Sie jetzt sagen dies wäre nur für die Großinvestoren interessant und vom Bürger bezahlt, dann verweise ich auf die inzwischen technisch einwandfreien Steckdosenmodule. Mit einem Solarmodul inclusive Wechselrichter kann inzwischen jeder Bürger Strom selbst produzieren. Die Module können an den Balkon, im Garten, an der Wand oder auf das Dach selbst auf der Nordseite installiert werden. Kostenpunkt für dieses System ca. 600 Euro. Alle Normen und Sicherheitsvorgaben werden natürlich inzwischen eingehalten. Wer in solch ein Steckdosenmodul investiert belastet die EEG Umlage nicht.
Also woran scheitert es, diese Technik zu fördern?
Sie unterstützen Hartz IV Empfänger mit einer Prämie von 150 Euro für die Anschaffung eines Energiesparenden Kühlschrankes. Warum stellen sie diesen Betrag nicht für den Kauf eines Steckdosenmoduls zur Verfügung? Oder um es noch zukunftsfähiger zu machen geben sie weitere 150 Euro für den Kauf eines kleinen Stromspeichers dazu.

Sie sehen wir die Macher in der Solarbranche haben alles technisch Notwendige getan um eine kostengünstige „Energiewende“ zu schaffen. Wir haben die Technik, jetzt sind Sie als politische Abgeordnete gefragt. Handeln Sie!

Geben Sie auch für Megawatt Photovoltaik Anlagen eine Minimal Vergütung und überlassen Sie den Menschen vor Ort wo diese Anlagen entstehen sollen. Geben Sie dem Bürger ebenfalls eine Unterstützung beim Kauf eines einzelnen Moduls welches er an die Steckdose anschließen kann und hören Sie auf die Photovoltaik auszubremsen. Am besten Sie kaufen selbst als Vorbild ein Steckdosenmodul als Zeichen, dass Sie ein Unterstützer der Energiewende sind.

Der Ruf der Solarbranche ist ramponiert durch Halbwahrheiten in den Medien und negativer Polemik. Die Branche benötigt eine Kampagne die der Solarenergie ihren alten Zauber wieder gibt. Ohne Unterstützung sind weitere Arbeitsplätze und der Anschluss an die Weltspitze der Solarbranche in Gefahr.

Sie machen ansonsten die Erfolgsgeschichte „Deutsche Energiewende“ lächerlich. Die Welt schaut auf Deutschland ob das hoch technologisierte Land den Atomausstieg schafft.

Deutschland hat der Welt die Photovoltaik geschenkt.
Wir sollten dieses Geschenk aber auch selbst nutzen!

Nach meinem Urlaub werde ich mich erneut bei Ihnen melden.

Ich bitte die Fraktionsvorsitzenden mir eine Rückmeldung zu geben ob Sie den offenen Brief an die Abgeordneten weitergegeben haben.

Natürlich werde ich den offenen Brief über meine Kanäle entsprechend verteilen

Mit sonnigen Grüßen

Erhard Renz
Gutenbergstraße 8
68642 Bürstadt

www.sonnenfluesterer.de

mehr als 200 Vorträge zum Thema Erneuerbare Energien
2013 Deutscher Solarpreis für persönliches Engagement von Eurosolar
2013 Gründungsmitglied der Energieblogger
2012 Gründungsmitglied des Deutschen Solarbetreiber Clubs e.V.
2012 Repowering der eigenen PV Anlage und Installation eines Stromspeichers
2011 Solarbotschafter bei „Woche der Sonne“
2010 Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg e.V.
2009 Initiator Photovoltaikanlage an Lärmschutzwand
2006 Gründungsmitglied von Metropolsolar Rhein Neckar e.V.
2006 Verlierer der Solarwette gegen Landrat des Kreis Bergstraße
2005 Meine Heimatstadt wird Meister der Solarbundesliga
2005 Initiator der Weltgrößten Photovoltaikanlage 5 MW und 23 Mio. Euro Investition.
2005 Gründer der Solar Bürger eG (Energiegenossenschaft)
2005 Landesehrenbrief (Hessen)
2004 Umweltpreis der Stadt Bürstadt
2001 Bau der ersten PV Anlage

Pecha Kucha beim 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße

So hab ich mir es vor einem Jahr gewünscht. Wir waren ca. 35 Personen die sich am Freitag Abend in Heppenheim trafen. Dort gab es von Wolfgang Müller allumfassende Infos zu seinem Balkonmodul mit Stromspeicher. Vor seinem Vortrag gab es eine Vorstellungsrunde und von mir den 6 Minuten 40 Sekunden dauernden Pecha Kucha Vortrag. Ich werde diese Art des Vortrags auf den Bergsträßer Energie Gesprächen beibehalten. Auch wenn 20 Sekunden je Folie für mich manchmal kaum ausreichen und 20 Folien in dieser Zeit auch die Zuhörer überfordern. Aber ich möchte ja nur Appetit wecken was alles möglich ist um selbst bei der Energiewende etwas zu tun. Schaut euch selbst die Präsentation an und wenn etwas unverständlich ist einfach kommentieren. Ich halte das schon aus! ;-)

Doch der Appetithappen soll natürlich den Vortrag von Wolfgang nicht in den Schatten stellen. Mich hat das Steckdosenmodul überzeugt. Es war ein Klasse Energie Gespräch nochmals Dank an Wolfgang Müller er hat alles gehalten was versprochen war. Ich bin bereit damit eine Kampagne loszutreten. Allerdings muß ich noch die Füße still halten. Denn vom 5.10.-15.10. bin ich im Urlaub der Sonne etwas näher. Aber danach geht es weiter mit dem wenden der Energie. Das Ziel steht immer noch.

100% Erneuerbare Energien in Bürgerhand!

Photovoltaikanlagen seit 2006 um 15% billiger

ralosHistory 21.10.2008 (erste Veröffentlichung)

Immer gegen Ende eines Jahres wird uns die Frage gestellt ob die Preise im nächsten Jahr sich reduzieren werden. Jetzt fehlt uns natürlich jede Begabung in die Zukunft zu schauen. Deshalb sind Prognosen für das nächste Jahr immer schwierig. Sicherlich werden die weltweiten Entwicklungen auf den größeren Märkten wie Spanien, Italien und China eine große Rolle spielen. Wenn die Modulfirmen dort ihre Produkte zu guten Preisen absetzen können werden die Preise in Deutschland nicht so stark sinken. Aber wie gesagt alles Kaffeesatzleserei…

Was wir allerdings können sind die Preis Entwicklungen der letzten Jahre zu verfolgen.

2008 12 13

Der Bundesverband Solarwirtschaft ermittelt regelmäßig die durchschnittlichen Verkaufspreise und veröffentlicht diese auf seiner Homepage. Wie aus dieser Grafik abzulesen ist haben sich die Preise um mehr als 15% reduziert obwohl sich die Einspeisevergütungen im selben Zeitraum “nur” um zehn Prozent reduziert haben. An dieser Erhebung kann man ableiten, dass die Branche sicherlich auch 2009 in der Lage sein wird die Kosten entsprechend zu senken um weiterhin dem Kunden eine attraktive Verzinsung anbieten zu können.

Bei dieser Statistik wird allerdings ein breites Spektrum betrachtet. Da Anlagen bis zu 100 kWp in die Statistik einfließen reden wir um eine Investition von ca. 400.000 Euro. Dass bei dieser Größenordnung ein geringerer kWp Preis gezahlt wird als bei einer 5 kWp Anlage dürfte jedem klar sein. Die Grundbotschaft stimmt allerdings 15% Preisreduktion in zwei Jahren. Das sollen uns die fossilen und atomaren Energien erst mal nachmachen…

Mikro PV Anlage!

Elektroinnungsfachbetriebe dürfen Mikro PV Anlagen an die Elektroanlage anschließen! So jedenfalls Franz Koller (Vorstandsmitglied der Elektroinnung NOK) in seinem Leserbrief in der Rhein Neckar Zeitung.
2014 09 24 Balkonmodul Leserbrief
Jetzt hab ich noch einen Namen “Mikro PV Anlage” für ein einzelnes Solarmodul welches an das eigene Stromnetz angeschlossen wird.

Ob Balkonmodul, Guerilla PV, Mikro PV Anlage, Steckdosenmodul oder Wandmodul es geht derzeit um das einfache anschließen einer kleinen PV-Anlage an das eigene Stromnetz! Es zeigt sich dass unser 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße morgen (26.9.2014) den Nerv der Szene getroffen hat. Interessenten bitte unbedingt im Doodle anmelden. Wir stellen entsprechend die Stühle im Saal!

Klar dass bei dem kostengünstigen Strom aus einem Solarmodul auch die Elektroinnung ihren Anteil am Kuchen haben möchte. Ich geb H. Koller ja Recht, ich würde mein Guerilla Modul natürlich nur von einem Fachmann installieren lassen. Aber verboten ist es nicht wenn Mann/Frau (auf eigenes Risiko) ein Modul anschließt. Ich lasse mal ganz bewußt weg, wie der Anschluß getätigt wird! ;-)

Bei meinem Artikel über Christines “Balkonmodul” hat Stefan ja Fragen im Kommentarfeld gestellt. Die “gute Frau” berichtet gern was sie gemacht hat. Das “Balkonmodul” wurde beim örtlichen Netzbetreiber, wie eine “große” PV-Anlage mit dem gleichen Formular angemeldet. Erst nach der “Genehmigung” (ich weiß aber nicht wie die erfolgte?) durfte gebaut werden…

Das “Balkonmodul” wurde nicht als EEG Anlage gemeldet und hat keinen Anspruch auf Vergütung. Sollte das Modul mehr Strom produzieren wie im Haus benötigt wird fließt der Strom ins öffentliche Netz. Dieses Stromgeschenk wird nicht gezählt und damit auch nicht vergütet. Für die Techniker es wird ein Zähler mit Rücklaufsperre benötigt. Dieser läßt zwar den Stromfluß (aus dem Haus in das öffentliche Netz) zu zählt aber diesen Strom nicht!

Da die Einspeiseleistung dieses “Balkonmoduls” so klein ist (max. 250 Watt!) verzichtet der Netzbetreiber auch auf die “Prüfung der Netzstabilität” und auf das Einspeisemanagement. Beim Einspeisemanagement wird ja die Abregelung der Anlage oder die Reduzierung der Spitzenleistung auf 70% gefordert…

Ich kann mich nur der Aufforderung vom DGS anschließen:

“Bürger! Baut Guerilla-PV Anlagen auf jeden Balkon, auf jedes Dach! Blockiert die Energiekonzerne durch direkte Solarstromnutzung”

2014 09 24 Steckdosenmodul DGS

Übrigens hat die “gute Frau” schon auf den Leserbrief reagiert und wartet auf Veröffentlichung:

Leserbrief „Alles im grünen Bereich!“

Ich bedanke mich bei Herrn Koller, dem Vorstandsmitglied der Elektro-Innung NOK, für seine ergänzenden Hinweise in Hinblick auf die Installation eines Solarsteckdosensystems, auch Mikro-PV-Anlage genannt. Selbstverständlich  dürfen alle Arbeiten mit dem Solarsteckdosensystems nur im Rahmen der technischen und gesetzlichen Bestimmungen geschehen. Auf diese wird in unseren Vorträgen und in allen Selbstbaukursen, die von verschiedener Seite angeboten werden, in aller Deutlichkeit hingewiesen.  Die Vorschriften umfassen z. B. sowohl eine Einbaugenehmigung des örtlichen Stromversorgers (in Mosbach sind dies die Stadtwerke) sowie den endgültigen Anschluss der Anlage durch einen Fachbetriebs des Elektrohandwerks. Nur autorisierte Fachleute dürfen diese Verbindung durchführen. Der Selbstbau bezieht sich lediglich auf „ungefährliche“ Maßnahmen wie Montagen und Anschlussfertigungen, bei denen man nicht mit gefährlichen Strom- bzw. Spannungsstärken in Berührung kommen kann.

Den Verantwortlichen von S.U.N. e. V. ist das Gefahrenpotential der Arbeit mit elektrischem Strom in vollem Umfang bewusst. Und wir legen großen Wert darauf, hier immer mit dem notwendigen Verantwortungsbewusstsein  tätig zu sein. Wir freuen uns über die gute langjährige Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk und sind sicher, dass dafür auch in Zukunft Grund bestehen wird. Denn Ziel unseres Vereins ist nicht nur die Stärkung der regenerativen Energien, sondern uns liegt auch das Prinzip der Regionalität sehr am Herzen!

Wer sich über das Solarsteckdosensystem informieren möchte, ist zu den nächsten Vorträgen eingeladen: am 8. Oktober, 19 Uhr, in Buchen im Hotel „Prinz Carl“ und am 22. Oktober, 19 Uhr, in Sinsheim-Ehrstädt im Hotel „Kamps“. Weitere Informationen unter www.sun-ev.de.

Christine Denz, Mosbach, S.U.N.-Vorsitzende

Ihr seht, Metropolsolar mach Ernst mit der Informationskampagne zu den Balkonmodulen, Guerilla PV, Mikro PV Anlagen, Steckdosenmodulen oder Wandmodulen.
Wir organisieren ständig Energie Gespräche in unserer Region. Wo, wann, wer mit wem könnt ihr auf der Homepage Energie Info erfahren. Am besten den Newsletter bestellen. Noch besser ist aber sich schon morgen in Heppenheim zu der Solar Guerilla Infoveranstaltung kommen. Unbedingt anmelden…