Mikrokredit Live erleben auf dem Frühlingsfest

Am Sonntag den 19.3.2017 von 14 bis 18 Uhr werde ich in Bensheim im Naturschutzzentrum Bergstrasse beim Frühlingsfest sein. Dort werde ich live Kleinkredite in KIVA vergeben. Aber nicht nur die Kleinkredite sondern auch das restliche Programm ist wie immer im Naturschutzzentrum sehenswert. Klar ich bin parteiisch denn wenn ich an das Naturschutzzentrum denke dann fallen mir immer wieder diese Phantastischen Abende (2012, 2013 und 2014) ein…

Es gibt natürlich auch die „Arbeitstage“ im Natz wie z.B. der 1. Bensheimer Energie- und Klimaschutztag die in mir tolle Erinnerungen wecken. So ein Arbeitstag wird das Frühlingsfest für mich werden. Veronika hat es in ihrem Blog „Klimalotsen agieren weltweit“ genannt und sie hat Recht. Wer tolle Bilder sehen will der muss einfach nur Lindmayer’s Liveblick durchblättern sie kann die Natur wunderschön in Bilder einfangen aber auch genauso gut reden! 🙂

Wer jetzt Zeit, Lust und Laune hat dem empfehle ich vorbeizuschauen. ich beabsichtige jeweils zur vollen Stunde (15, 16 und 17 Uhr) ein Darlehen öffentlich zu vergeben. Voraussetzung neben gutem Wetter ist allerdings ein schneller Internetanschluss der uns im Natz manchmal (wie das Wetter auch) im Stich lässt. Trotzdem werde ich für jeden Rede und Antwort stehen zu den vielen Fragen um KIVA, Klimalotsen, Kleinkredite und ich verrate euch dann auch welcher Bio-Kuchen der leckerste ist… (Achtung Geschmackssache…)

Heute habe ich mein täglich Geld fasten Darlehen an Albert in Kenia vergeben. Albert benötigte nur 75 Dollar und ich hab die letzten 25 Dollar dazu gegeben damit sein Wunsch in Erfüllung geht.

Meine Verlinkung bei den Energiebloggern geht heute an Daniel von Metropolsolar. Der meint wer wollte der konnte schon 2008 wissen, dass ein Kohlekraftwerk in Mannheim (Block 9) sich nicht rechnen wird. Wer aber nicht wollte der hat einfach weggesehen und falsch entschieden. So werden auch heute noch viele Entscheidungen durch wegsehen getroffen…

Balkonmodul

Ich erhalte immer wieder Anfragen und Kommentare zu der Kampagne Solar2Go. Es tut mir Leid aber ich habe diese Aktion eingestellt. Ich möchte diese Fragen/Kommentare nicht mehr beantworten, wir drehen uns im Kreis!

Wir haben genügend Fälle dokumentiert bei denen die Netzbetreiber quer im Stall stehen und entgegen den Hochglanzbroschüren die Energiewende im Kleinsten blockieren. Es gab keinen der Energieversorger der das „Risiko“ eines Solarmoduls angeschlossen an eine Schuko Steckdose akzeptierte. Immer wieder wurden Forderungen nach fachgerechter Installation gefordert und diejenigen die ihr Plug In Modul ordentlich anmelden wollten mit Forderungen überschüttet. Unsere Leute die Guten Willens waren haben allerdings nicht das Geld, die Zeit und das Wissen in entsprechenden Rechtsstreitigkeiten den Betrieb eines Balkonmoduls vor Gericht zu erstreiten. Selbst bei denjenigen die ein Modul installiert und „ordentlich“ gemeldet haben und ablehnenden Schriftverkehr mit ihrem Netzbetreiber hatten „versandete“ irgendwann die Kommunikation mit dem Netzbetreiber. Fazit das Modul hängt noch, produziert noch und keinen interessiert es. So gefährlich kann es wohl doch nicht sein…

Der offizielle Weg einer Normierung ist beschritten. Ich habe mitgeholfen die DGS Seite PVPlug zu füllen und die Gruppe der Fachleute bestärkt sich in die Gremien einzubringen. Da gibt es auch erste Erfolge aber eben nicht den „Gesamtsieg“. Dazu braucht es Zeit, Fachleute und Bürokraten. Wer sich informieren will dem empfehle ich (neben der PV-Plug Seite des DGS) die Seite „Balkonmodul“ von Wolfgang Müller der sich engagiert in den Normungsprozess eingebracht hat. Dort könnt ihr euch bestens informieren. Was allerdings auch geht ist weiterhin eine Guerilla Installation vorzunehmen. Mir sind keine Fälle bekannt wo der Betreiber eines Guerilla Moduls bestraft, angezeigt oder sonstwie belästigt wurde. Also macht es einfach.

Wer sich allerdings auch weltweit den Betrieb von Solarmodulen vorstellen kann dem empfehle ich heute ein KIVA-Projekt im Kongo. Die beiden Mädels machen zwar finstere Gesichter aber sie sind nun mal Händlerinnen, da muss Frau wohl so dreinschauen…. Die brauchen 5.000 Dollar und ich war der erste der 25 zur Verfügung gestellt hat. 🙂

Dass meine Bloggerkollegen von der Stromauskunft jetzt zum erstenmal von einem „virtuellen Sonnenstromkonto“ ausgerechnet von einer E.ON Pressemeldung erfahren haben ist für mich gelinde gesagt „überraschend“. Bei mir hieß dieses Thema bereits vor 5 Jahren Solarstrom Girokonto und bei dem Namen kann sich sicherlich auch jeder vorstellen was damit gemeint ist.

Energiearmut – Bangladesch zeigt wie es geht!

Während hier in Deutschland nur ungern über „Energiearmut“ geredet wird, wird überall in der Welt an Lösungen gearbeitet. Schon Ende letzten Jahres habe ich diesen Bericht aus Bangladesch bei energyload gefunden. Man stelle sich vor, eine Solaranlage beliefert Nachbarn mit Strom. Was wir hier in Deutschland dann für ein Geschrei haben. Die nutzen das öffentliche Stromnetz dann müssen sie auch dafür bezahlen. Sie sollen auch für die Übertragungsnetze zahlen. Die Umsatzsteuer natürlich auch und die EEG Umlage sowieso.
Was weiß ich was unsere Bürokratenmonster sich noch einfallen lassen…
In real stellt sich dann das „öffentliche Stromnetz“ als 10 Meter Kabel raus die bereits in der Erde liegen…

In Bangladesch wurde dagegen pragmatisch ein Gleichstromnetz für zehn Haushalte aufgebaut. Sicherlich kein Konzept für uns in Deutschland, aber die Idee Strom auch produktionsnah zu verbrauchen die muss verfolgt und unterstützt werden. Die Energiearmut in Bangladesch kann damit in kleinen Schritten angegangen werden. In Deutschland wird lieber über Energiearmut geredet und in Wahlkampfzeiten immer wieder gern mal spekuliert was zu machen wäre. Aktuell berichtet die taz über die sozialdemokratischen Erinnerungsschwächen in Berlin bezüglich ihrer Ankündigungen zum Thema Energiearmut. Es ist eine never ending Story weil niemand die bestens bezahlenden Stromkunden wirklich aus der Energiearmut führen will. Kunden denen der Strom abgestellt wurde sind alle im Grundtarif und zahlen den höchsten Tarif. Ich fordere schon jahrelang jedem dieser Menschen statt den Strom abzustellen ein PV Plug In Modul an die Außenwand zu hängen. Aber auf mich hören die in Berlin ja nicht… die machen lieber Leuchtturmprojekte…

Mein Leuchtturmprojekt des Tages wird in Nicaragua von Ismael errichtet. Bei den Energiebloggern habe ich heute keine spezielle Empfehlung. Die sind gerade etwas veröffentlichungs faul. Sucht euch am besten einen Artikel aus dem bunten Strauß der Energieblogger aus.

Legal oder Illegal?

Am Samstag war es so weit. Die Anti Atombewegung hat nach Heilbronn eingeladen. Mit 500 Demonstranten hatten die Organisatoren geplant, gekommen sind ca. 700. Mit der tollen Bildergalerie in der Heilbronner Stimme kann sich jeder ein Bild von der Demo machen. Ich hatte mir „frei genommen“ und kann in der Bildergalerie einige „alte“ Bekannte 😉 erkennen. Die Piraten-Ente als sympatischer Eycatcher scheint ja die Anti Atombewegung zu begeistern. Ich bleibe immer noch bei meinen viel symbolischeren GELBEN SÄCKEN! Eine Demonstration sollte nicht den Folklore Status erfüllen sondern den Protest auf den Punkt bringen. Ob es legal oder illegal wäre ist mir wurscht. Ich finde die Transporte auf dem Neckar auch nicht legal…

Wenn ich mir anschaue was dem Bürger mit dem gelben Sack an Auflagen aufgebürdet wird und bei den Atomkonzernen immer wieder alle beiden Augen zugedrückt werden wird mir schlecht.

Ich will hier keinen neuen Streit anfechten um den „größten Drecksack“ sondern um die Art und Weise wie wir bürgerliche Konflikte angehen. Der Atommüll von Obrigheim soll nach Neckarwestheim transportiert werden. Die Begründungen dafür sind rein wirtschaftlich, vorgetragen von einer Aktiengesellschaft. Es kann nicht sein, dass die Bürgerschaft keine andere Möglichkeit erhält diesen Unsinn zu stoppen und ihre Bedenken nicht ernst genommen werden.

Alles nur weil drei Generationen lang Strom produziert wurde und 20.000 Generationen auf den radioaktiven Mist jetzt aufpassen müssen! (Siehe Transpi in der Bildergalerie)

Da liebe ich doch meine drei Solar Projekte die ich in den letzten Tagen (je mit 25 Dollar) im Rahmen des Geld fastens unterstützt habe.

Bakhtiyor, Tajikistan, 1.900 Dollar (Samstag 4.3.)
Kanoni Twetungure Group, Uganda, 1.075 Dollar (Sonntag 5.3.)
Conrad Kenia 75 Dollar (Montag 6.3.)

Wobei Conrad und die Gruppe aus Uganda ihre Darlehenssumme bereits beisammen haben. Bei Bakhtiyor aus Tajikistan stockt es! Dabei ist die Beschreibung für was er sein Geld braucht äußerst vernünftig! Ich denke aber es werden sich noch genügend KIVA Begeisterte finden die ihm in den nächsten 28 Tagen das Geld vorlegen…

Wie im Alltag Strom gespart werden kann zeigt mal wieder der Energiesparmeister. Seine Jahresbilanz lässt mich mit einem schlechten Gewissen zurück. Da bin ich eine richtige Energieschleuder!

Henri’s Solar Kiosk wird zum mobilen WiFi

Am 26.11.2014 hab ich Henri aus Ruanda bereits einen KIVA Kredit für sein Solar Kiosk gegeben. Das Projekt war damals schon spektakulär da er 10.000 Dollar wollte und dies auch von 274 KIVA Geldgeber zur Verfügung gestellt bekam. Davon konnte er 10 Kioske finanzieren. Die 10.000 Dollar hat Henri pünktlich wie angekündigt in 17 Monaten zurückgezahlt!

Dass Henri die Öffentlichkeitsarbeit beherrscht, zeigte sich bereits Anfang 2015 da konnte ich hier im Blog über ihn berichten.

Jetzt gibt es wieder Neuigkeiten er hat sein Kiosk technisch überarbeitet und versucht erneut über Crowd Finanzierung das Geschäft anzukurbeln. Schaut es euch an. Bei Greentec Capital hab ich den Bericht gefunden und finanziell könnt ihr Henri bei StartSomeGood unterstützen. Von mir wird es keine finanzielle Unterstützung geben da ich eingeschworener KIVA’ner bin und nicht x-verschiedene Konten einrichten möchte. Aber natürlich werde ich Henri weiter beobachten ich sage ihm eine sonnige Zukunft voraus. 😉

Meine heutigen 25 Dollar während des 40 tägigen Geld Fastens hab ich Navy aus Kambodscha versprochen. Wenig spektakulär aber ihr „Field Partner“ finde ich besonders empfehlenswert. Kamworks Solar Power nennt sich selbst „number 1 solar energy company“ in Kambodscha. Nur so wird das was mit der solaren Weltrevolution.

Sowohl bei Henri als auch bei Navy kann das „gesamt System“ noch übersehen werden, bei uns in Deutschland dagegen stehen wir vor einer digitalen Revolution. Frank vom EnWiPo Blog schreibt über die aktuellsten Entwicklungen. Aus eigener Erfahrung sage ich, da läuft noch viel Wasser den Rhein runter, bis wir gut kommunizierende Heizungsanlagen in unseren Häusern haben. Wer sich bei Frank die „RWE-Grafik“ anschaut der kann erahnen wie komplex die Thematik ist…

Fischkonsum als Gerechtigkeitsfrage

Die TAZ stellte diese Frage Anfang des Jahres und stellte die Forderung des WWF Fischereiexperten Karoline Schacht „Fisch als Delikatesse und nicht als alltägliches Konsumgut“ in den Raum. In der Fastenzeit dürfte dies eine relevante Überlegung sein. Bei einer Weltbevölkerung von über 9 Milliarden Menschen wird die Ernährungsfrage immer wichtiger.

Dieser Bericht ist mir heute Morgen bei der Verleihung meines Fasten-Geldes gekommen. Weiterlesen

Geld fasten

So, es ist rum!

Heute vor zwei Jahre ist die Entscheidung gefallen zusammen mit meiner Frau das Bürstädter Prinzenpaar darzustellen. Mit dem verschlingen der obligatorischen Heringe wird dieses Kapital heute Abend geschlossen. Eine tolle Zeit ist vorbei, hinterlässt aber viele tolle Momente.

Logo, dass gleich eine neue Sau vom Sonnenflüsterer durch das Dorf gejagt wird. Ich werde nach der 5. Jahreszeit 40 Tage fasten. Aber nicht wie gewöhnlich sondern ich möchte Geld fasten. In den 40 Tagen werde ich täglich ein Projekt in KIVA finanziell unterstützen. Beim Prinzenpaar was meist die erste Frage der Skeptiker, dass kostet doch Geld? Viel Geld? Nun ja wie man es sieht. Bei meinem Geld fasten kann ich genau sagen was es kostet. 1.000 Dollar werde ich in den 40 Tagen verleihen und wenn alles gut geht bekomme ich das Geld ja in der fetten Zeit wieder zurück. Weiterlesen

Über Geld spricht der Bischof nicht

Ja der Kölner Bischof der spricht nicht über Geld. Wer viel Geld hat der spricht nicht gerne über sein Handeln. Dass ist schade und ich als nicht katholischer kann es auch nicht ändern. Natürlich hoffe ich dass die Correctiv.org mit ihrer Klage Transparenz in das christliche Geschäft bringen. Schließlich hat der Boss vom Bischof in seiner Enzyklika von einer ökologischen Umkehr geschrieben. Da wäre es doch schön wenn sich dies in den Geldanlagen der katholischen Kirche wiederspiegeln würde. Oder? Weiterlesen

KIVA Mikrokredit first

Das wird mein 1.189 Artikel im Sonnenflüsterer Blog und ab und an ist es Zeit sich neu zu besinnen. Um nicht lange um den heißen Brei zu schreiben, ich werde mich auf nachhaltige Mikrokredite in KIVA konzentrieren. In den letzten zwei Monaten habe ich ja fast in jedem Artikel auf ein KIVA Projekt verwiesen. Für all diese Projekte habe ich jeweils 25 $ verliehen. Die Rückmeldungen dazu sind durchweg positiv aber auch mit viel Unwissen behaftet. Die Hemmschwelle in KIVA ein Darlehen zu vergeben ist enorm groß.
Der Wunsch KIVA in Deutscher Sprache anzubieten ist nicht realistisch. Weiterlesen

Windenergie Investoren sind in Torschlusspanik

Wer jemals in seinem Leben ein langfristiges Projekt angegangen ist weiß, es gibt viele Möglichkeiten dass der Terminplan aus den Fugen gerät. Windkraftplaner können davon ein Lied singen. Die längsten Planungszeiten können schon mal im Extrem 10 Jährchen betragen. Da die CDU im Jahrestakt versucht den Ausbau Erneuerbaren Energien zu bremsen und auf den St. Nimmerleins Tag zu verschieben entstehen die merkwürdigsten Situationen.

Mit dem EEG 2014 wurden für die Windenergie, Ausschreibungen angekündigt. Bis zum 31.1.2017 konnten noch Bauanträge für Projekte gestellt werden mit der Option Einspeisevergütung nach dem EEG zu bekommen. Danach gibt es nur noch bundesweite Ausschreibungen. Es müsste eigentlich jedem klar gewesen sein, dass jeder Windkraftplaner der ein Projekt begonnen hat, für dieses Projekt bis zum 31.1.2017 eine Genehmigung anstrebt. Mit allen Mitteln. Was heißen will, er hat seit 2014 bis heute Mitarbeiter auf seine laufenden Projekte angesetzt um unbedingt diesen Termin zu halten. Wenn die Baugenehmigung nicht vorliegt kann hier im Süden Deutschlands derzeit keiner sagen ob wir noch einen Zuschlag für Windprojekte erhalten… Weiterlesen