Bürgerenergie Projekt Butendiek “fast” abgewickelt!

Am Wochenende hab ich die zweite Rückzahlung meiner Bürgerbeteiligung am Windpark Butendiek erhalten. Nach mehr als zwölf Jahren Beteiligung am Projekt endet ein hoffnungsvolles von Bürger getragenes Projekt. Ich hab ja schon öfter hier im Blog geschrieben zum Beispiel hier (Sept. 2008) damals noch Hoffnungsvoll, dann hier (Sept. 2010) euphorisch weil WPD die Anteile übernommen hatte oder hier wo wir WPD direkt angeschrieben hatten. Im Juli 2011 hab ich schon mal abgelästert! Aber jetzt war es so weit. Ich habe die zweite Rate von WPD erhalten.
Windpark Butendiek
Damit hab ich keine Rechte mehr am Windpark und kann in einem Jahr auf weitere 100 Euro hoffen. Da ich vor ca. 12 Jahren 500 DM gezahlt habe ein “dickes” Geschäft denn die erste Rate 300 Euro, plus die jetzige 200 Euro und die evtl. 100 Euro für die Netzanbindungskosten egeben ein Rücklauf von 600 Euro. Wären doch zumindest finanziell ein minimales Trostpflaster. Wenigstens kein finanzielles Desaster.

Den Reibach dürften andere machen die sich den Windpark unter den Nagel gerissen haben. Wir über 8.000 Butendieker wollten in Bürgerhand ein Kraftwerk in der Nordsee bauen. Dies misslang weil Konzerne, Banken und Politik den Bürgern nicht vertrauen. Wir Bürger sind ja zu blöd und nicht Kreditwürdig um ein Großprojekt zu stemmen.
Da lach ich mich tot, wer wenn nicht die Bürger soll denn das Geld haben und wer ist denn eigentlich Kreditwürdig?
Vor allem aber, würden wir nachfragen!
Wir würden auf Transparenz pochen!
Jede einzelne Bilanzposition würde diskutiert!
Wer will das schon?
Die Banken, die Politik und die Konzerne jedenfalls nicht!

Konzerne dagegen schaffen sich Vertrauen durch Geld! Wenn die Bank den Konzernen nicht traut, dann müssen zusätzliche Versicherungen her. Wenn die nicht einspringen macht es die Politik! Denn die jetzige Politik hat für Großkonzerne immer ein offenes Ohr.

Unter Bürgerbeteiligung versteh ich was anderes!

Aber jetzt fix die 100 Euro her die leg ich dann in der Schweiz an! Basta!!!

Einfach und klar!

Der Mann hat so einen klaren Kopf und eine Sprache die jeder versteht. Ich schreib vom Dalai Lama.

“Mittel und Arbeit in die Herstellung von Waffen zu stecken ist destruktiv und reine Geldverschwendung – stattdessen sollten wir Technologien und die Forschung fördern, etwa zur Solarenergie.”

Wenn ich dann das “geschrubbel” über CO2 Zertifikate, Welthandel, Exportüberschuss, Brustimplantate, Atommülltransport, Hilfspakete, Rettungsfonds, Flexi-Frauenquote, Klimakonferenzen und Strompreis lese finde ich es für heute überflüssig dem Dalai Lama irgendetwas hinzuzufügen. Let’s do it!

P.S.: „Eure Zukunft ist mit dem Rest der Welt verlinkt“ Ebenfalls Dalai Lama sprech! I like it!

Alle wollen nur mein Bestes!

Ja sie wollen alle mein Geld! Für die tollsten Dinge!

Aber der Reihe nach. Mein Briefkasten war mal wieder voll mit persönlichen Anschreiben. Ich fange mal mit dem Anschreiben an welches in Ordnung ist denn bei dieser Firma bin ich schon Kunde und ich könnte mir auch eine weitere Beteiligung vorstellen. Wenn ich das dazugehörige “Kleingeld” verfügbar hätte.
SolarArt

Die Firma Solarart bietet die Beteiligung an einem Solarkraftwerk in Kroatien an. Der Zinsertrag kann bis zu 8% betragen. Der prognostizierte Ertrag je kWp liegt bei 1.400 kWh fast 50% mehr wie im “Sonnenarmen” Deutschland! Ich möchte nicht näher auf das Projekt eingehen auf jeden Fall würde ich mich für dieses Projekt interessieren “wenn ich investiern könnte”! Kann ich aber im Moment nicht. Wer sich informieren möchte kann dies hier tun. (Man beachte die Sparte “U35″ unter der Rubrik Produkte. Das freut mich als Ü50ziger dass es jetzt auch was für jüngere gibt.

Das zweite Kuvert machte mich auch noch neugierig. Hier bieter die Firma GrüneWerte Energie GmbH ebenfall Beteiligungen an.
Grüne Werte
GrüneWerte Energie Gmbh spricht von 5,5% Zinsen die ansteigen bis auf 10%! Ich kenne die Firma nicht würde ein Invest aber nicht ausschließen. Natürlich würde ich mich erst einmal ordentlich informieren. Auch wenn mich die Homepage als erstes mal abschreckt! Die ansteigende Zinsen begeistern mich nicht…

Wenn die zwei Angebote nicht gleichzeitig im Briefkasten gewesen wären, hätte das dritte Anschreiben von der Krüger Gruppe sofort seinen Weg in die Papier Recycling Tonne gefunden. Aber so möchte ich dieses Investitionsangebot euch nicht vor enthalten: 14% Ausschüttung sind doch goldige Aussichten, oder?
Krüger Gruppe
Für mich jedenfalls nicht! Spätestens nachdem ich die Homepage aufgerufen hatte und sehe, dass die auch in Öl und Gas investieren sag ich nö danke. Dann lieber bei SolarArt mit ein paar Prozentchen weniger investieren!

Aber was uns zu denken geben sollte:

Wenn wir in unseren “ökologische sinnvollen” Projekten immer eine niedrigere Rendite haben wie die konventionellen. Wie soll dann die Energiewende funktionieren? Das Vermögen wird dann doch immer bei denen bleiben die heute schon viel haben!

Dachflächen für PV

Ich glaub es nicht!

In Bayern hat es sich herumgesprochen, daß die Immobilien des Freistaat Bayerns für Photovoltaik geeignet sind! Für einen 1. April Scherz ist es 12 Tage zu spät. Um es als innovativ zu verkaufen ist es aber 10 Jahre zu spät.

„Die Immobilien des Freistaats Bayern sollen für erneuerbare Energien genutzt werden“ hat Dr. Markus Söder am 10.4. auf der Homepage veröffentlicht.

Ich gebe ja zu, damit wird endlich auch in Bayern das notwendige für die “Energiewende” getan. Wer also Dachflächen sucht kann sich an den Ausschreibungen beteiligen. Ich befürchte allerdings, dass da für die lokalen Initiativen wenig übrig bleibt.

Für mich sind diese Dächer natürlich auch uninteressant denn die eine Klausel in der Ausschreibung finde ich schon lustig:

“-Der Nutzer hat dafür zu sorgen, dass bei Bedarf das Dach vom Schnee geräumt wird” :-)

Ist PV Eigenverbrauch ungerecht?

Zu diesem Thema habe ich schon einmal geschrieben aber diesmal möchte ich provokativ feststellen wir Eigenverbraucher von Solarstrom werden ungerecht behandelt. Wir liefern Strom (z.B. 1 kWh) in das öffentliche Netz und wenn wir diese 1 kWh etwas später wieder aus dem Netz entnehmen zahlen wir mehr wie wir bekommen haben. Ich empfinde dies zumindest als ungerecht da ich das Invest für die Produktionsanlage getätigt habe und auch das Risiko trage. Wie ich im Detail zu dieser Aussage komme möchte ich anhand einer Umfangreichen Präsentation demonstrieren:

Zu jeder Folie habe ich eine kurze Erläuterung. Sollte ich etwas falsch sehen würde ich mich über Rückmeldungen freuen.

Folie 1: Auf dieser Folie sieht man die drei Ebenen die eine Rolle spielen. Oben links das Mittelspannungsnetz (braune Linie) die in der bisherigen Welt (ohne Erneuerbare Energien) immer den Strom an das Niederspannungsnetz (lokale Netz in grün) an einer Übergabestation anlieferte. Die Bewohner der Häuser waren “nur” Verbraucher keine Erzeuger.

Folie 2: Jetzt gibt es aber plötzlich Verbraucher die auch Storm erzeugen möchten! Das Haus unten links installiert eine Photovoltaikanlage.

Folie 3: Wenn jetzt die Sonne scheint…

Folie 4: produziert diese Photovoltaikanlage…

Folie 5: eine Kilowattstunde Strom.

Folie 6: Dies bedeutet, dass eine Kilowattstunde Strom weniger vom Mittelspannungsnetz abgenommen wird!

Folie 7: Diese eine Kilowattstunde “versickert” im regionalen Niederspannungsnetz. In irgendeinem der Häuser wird diese Kilowattstunde verbraucht. Wer diesen Solarstrom verbraucht kann nicht festgestellt werden. Wichtig ist aber, dass der Solarstrom so lange im Niederspannungsnetz verbraucht wird, bis die Summe aller Solarstromproduktionen, den momentanen Stromverbrauch überschreiten. Erst dann würde ein Stromexport in das übergeordnete Mittelspannungsnetz erfolgen. Diese Betrachtung schalte ich erst einmal aus, weil diese Situation derzeit noch nicht (zumindest bei mir in Bürstadt) und wenn dann nur wenige Stunden im Jahr vorkommen könnte.

Folie 8: Jetzt schauen wir uns den Stromverbrauch im PV-Haus an der in der Nacht erfolgt.

Folie 9: Wenn jetzt Strom benötigt wird kann der Solarbetreiber den Strom nicht von der PV Anlage beziehen!

Folie 10: Dieser Strom wird aus dem lokalen Stromnetz bezogen und …

Folie 11: diese Kilowattstunde Strom muss aus dem Mittelspannungsnetz bezogen werden.

Folie 12: Hier möchte ich eine Bilanz des Stroms vornehmen.

Folie 13: Unbestritten wurde eine Kilowattstunde vom Mittelspannungsnetz geliefert.

Folie 14: Eine Kilowattstunde wurde von einem der Verbraucher im Niederspannungsnetz verbraucht!

Folie 15: Der Bewohner des “PV Hauses” hat eigentlich keine Kilowattstunde verbraucht die irgendjemand geliefert hat! Er hat eine Kilowattstunde eingespeist und eine entnommen. In Summe null Kilowattstunden!

Folie 16: Jetzt möchte ich die Transportbilanz aufstellen.

Folie 17: Die Solarenergie wurde direkt vor Ort, regional auf die Solarmodule angeliefert :-) !

Folie 18: Die produzierte Kilowattstunde wurde im Niederspannungsnetz transportiert.

Folie 19: Verbraucht wurde diese Kilowattstunde regional, vor Ort in einem elektronischen Gerät.

Folie 20: Nachts muß natürlich der benötigte Strom im “PV Haus” vom Mittelspannungsnetz ins Niederspannungsnetz transportiert werden.

Folie 21: Was wurde jetzt eingespart?

Folie 22: Das Mittelspannungsnetz musste nur eine Kilowattstunde Strom liefern. Wir ersparen uns also “Übertragungskapazität” denn dieser Strom wird ja von irgendwoher geliefert. Aus meiner Sicht, ist dies eine echte Einsparung!

Folie 23: Jetzt möchte ich eine Kostenbilanz aufstellen. Der Einfachheit halber habe ich den lokalen Netzbetreiber mit dem Energieversorger gleichgesetzt. Denn wenn ich jetzt noch die unterschiedlichen Stromlieferanten ins Spiel bringen wird es wieder unübersichtlich und genau dies wollen ja die großen Konzerne. Strom soll nicht durchschaubar sein…
Der Stromverbraucher zahlt für seine verbrauchte Kilowattstunde 27 Cent. Also vollkommen unbeteiligt an der ganzen Verrechnung.
Der PV Anlagenbesitzer zahlt für seine Kilowattstunde ebenfalls 27 Cent erhält aber für seine gelieferte Kilowattstunde “nur” 19 Cent (16 Cent EEG und 3 Cent Umsatzsteuer). Es gibt also drei Rechnungen!

Folie 24: Der Lokale Stromnetzbetreiber hat also 35 Cent auf seinem Konto!

Folie 25: Der Photovoltaikanlagenbesitzer hat eine Kilowattstunde Strom geliefert und eine verbraucht. Auf seinem Bankkonto hat er aber ein Minus von 8 Cent!!!

Folie 26: Derjenige der nichts getan hat darf natürlich für seine Kilowattstunde 27 Cent zahlen…

Ich bin der Meinung, der PV Anlagenbesitzer muß berechtigt werden einen rücklaufenden Stromzähler zu installieren. Bei meiner PV Anlage würde dies bedeuten ich produziere im Jahr ca. 9.000 kWh Strom und ich verbrauche 3.500 kWh in meinem Haus. Dann bleiben noch 5.500 kWh Strom über für die ich eine EEG-Vergütung erwarte. Sonst nichts! Ich möchte keine Strom mehr kaufen müssen schließlich produziere ich mehr wie ich verbrauche. Warum sollte ich also theoretisch Strom einkaufen??? Jetzt freu ich mich auf eine rege Diskussion…

LED Beleuchtung

Seit ich meine “Alte PV Anlage” repowert habe und meinen geilen Solarstrom selbst nutzen darf, bin ich ganz heiß auf Energieeinsparung! Heute möchte ich das Ergebnis eines Leuchtmitteltauschs beschreiben. Unterstützt wurde ich durch den europäisch agierenden LED Fachhändler LEDHUT der mich jederzeit top beraten hat. Die haben auch einen informativen Blog zum Thema LED der empfehlenswert ist. Der heutige Beitrag beschränkt sich auf unser Wohnzimmer in dem an der Decke bisher 5 Halogenlampen mit je 50 Watt hingen. Diese Stromschlucker hab ich durch 5 warmweiße LED Strahler ersetzt die zusammen nur noch 20 Watt verbrauchen! Jetzt ist natürlich die Frage ob es ich seit dieser Zeit im dunkeln gut munkeln läßt oder ob die LED Strahler tatsächlich hell strahlen. Dazu habe ich vorher/nachher Fotos gemacht. Sehr selbst:

Da ich das komplette Wohnzimmer nicht auf Bild bekommen habe, gibt es einen Vergleich der rechten Seite und der linken Seite. Vor allem auf der linken Seite kommen die aus meiner Sicht besseren Lichtverhältnisse voll zur Geltung. Das erste Foto ist jeweils mit den Halogenlampen gemacht und das folgende Foto mit den LED Strahlern.
Wenn ihr zwischen den Bildern drei und vier hin und her blättert erkennt ihr am besten die verbesserte Beleuchtung. Dass die Wände “grünlich” schimmern hängt nicht an den Leuchten sondern daran, daß unsere Wände tatsächlich sanft grün gestrichen sind. Bei Bild drei sind auch die Schatten hinter der Uhr und die hellen Stellen an der Wand durch die Halogenleuchten zu erkennen. Bei den LED gibt es solche hellen “hot spots” nicht. Natürlich kann auch in die LED weder hinein fotografiert noch reingesehen werden. Aber die Lichtausbeute ist aus meiner Sicht viel harmonischer wie mit den Halogenstrahlern. Dieser erste Test ist jedenfalls voll für die LED’s augegangen. Wie hoch allerdings die Einsparung durch die stromsparenden LED sein wird kann ich nicht sagen. Vor allem weil wir abends wenn wir auf der Couch sitzen die Deckenfluter als indirekte Beleuchtung (300 Watt!) nutzen. Leider gibt es für diesen Deckenfluter noch keine LED Leuchtmittel. Aber die Diskussion für eine neue Energiesparende LED Beleuchtung ist bei uns im vollen Gange. Wer meine Vorträge schon besucht hat weiß Bescheid. Bei der täglichen Klimakonferenz am Kaffeetisch wird heftig diskutiert ob wir nicht die alte Stromschleuder rausschmeißen. Ich halte euch auf dem laufenden.
Wenn Silke bügelt dann ist sie jedenfalls vom Licht der LED’s begeistert und dass ist doch die ganze Sache schon alleine Wert. Die nächsten Aktionen sind zwei indirekte Lampen im Esszimmer durch LED zu ersetzen und dann noch die Lampe im Esszimmer (6 Halogenlampen zu je 50 Watt) durch LED’s zu ersetzen. Dafür benötige ich allerdings noch Zeit. Denn die LED’s verbrauchen so wenig Strom, dass auch der Transformator ausgetauscht werden muß! Beim alten Transformator flackern die LED’s weil zu wenig Strom verbraucht wird. Aber auch dies kriege ich zusammen mit der LEDHUT Hotline in den Griff. Jedenfalls nochmals vielen Dank an alle Fachleute von LEDHUT ihr habt einen tollen Job gemacht! :-)

Der Verband der Energiezwerge

So langsam wird der Deutsche Solarbetreiber Club e.V. auch von den Medien wahrgenommen. In der Mitgliederzeitschrift des Bundesverband Wind Energie ab der Seite 64 widmet sich Jürgen Heup ganze vier Seiten dem neuen Club. Dass der DSC als Verband der Energiezwerge beschrieben wird find ich ganz passend. Eine ähnliche Aussage wäre ja gewesen wenn Herr Heup uns als Verband der “Davids” benannt hätte. Denn so fühlen wir uns oft. Wie David gegen Goliath. Allerdings wissen wir, dass es nicht reicht mit einem gut gezielten Schuß mit der Steinschleuder die vier Energieeriesen aus den Socken zu schießen. Wir brauchen einen langen Atem und wir brauchen viele Unterstützer. Denn was nützt es wenn es 1,4 Millionen Photovoltaikanlagenbesitzer gibt aber keinen starken Interessenverband. Deshalb die Bitte an alle die eine PV Anlage besitzen aber auch diejenigen die für die friedlichste Energieerzeugung sind, werdet Mitglied beim DSC. Wir können jeden gebrauche. Wenn ihr Mitarbeiten wollt seid ihr natürlich auch herzlichst willkommen. Ihr müsst natürlich fleißig sein, wie die Zwerge eben!

Solarindustrie wird zum Nettoenergieerzeuger!?

Für was amerikanische Unis Zeit haben! Wie wärs wenn ihr mal ausrechnet wann die Atomindustrie, die Kohleindustrie oder die Gasindustrie zum Nettoenergieerzeuger wird! Ich meine zwar dies wäre einfach zu berechnen. Denn ich glaube diese Industrien kommen niemals auf eine Nettoenergieerzeugung.

Jedenfalls die Schlauberger der Stanford Universität haben es in die Schlagzeilen gebracht. Endlich produzieren alle Solarmodule auf der Welt mehr Energie wie derzeit weltweit für die Produktion der neuen Solarmodule benötigt wird. Wobei das Wort produzieren auch schon wieder falsch ist. Die Solarmodule sammeln ja nur die Energie und speisen sie in das Netz ein! Umgekehrt wird die Energie ja in den Modulen gebunden.

Im Photon Newsletter bin ich auf die Stanford Berechnungen gestossen und im Newsletter wird zu Recht beschrieben, dass diese Berechnungen fast nur auf Schätzungen beruhen. Allein wenn die Energierücklaufzeit der Solarmodule niedriger angesetzt würden, wäre die solare Nettoenergieerzeugung bereits vor Jahren erreicht gewesen!

Aber was schreib ich da eigentlich, wen interessiert überhaupt was diese amerikanischen Universitätsgelehrten da veröffentlichen?

Schaltet doch endlich Atomkraftwerke ab!

Nachdem ich gestern meine Strombilanz des ersten Quartals veröffentlicht habe möchte ich einen Artikel zum Stromexport 2012 der Bundesrepublik schreiben. Seit sechs Jahren exportieren wir mehr Strom wie wir über die Stromleitungen in unser Land holen. In 2012 waren es laut dem statistischen Bundesamt 22,8 Terawattstunden Strom. Die Photovoltaik produzierte ganze 28 TWh in 2012 und die PV wird oft auch als Auslöser für den hohen Stromexport im Zusammenhang mit der Windenergie genannt. Natürlich sehe ich dies ganz anders!

Schaltet endlich weitere Atomkraftwerke ab. Ich sehe es nicht ein, daß wir gesellschaftlich das Risiko tragen damit Konzerne weiterhin Milliarden scheffeln. Wenn andere Länder Strom benötigen können sie gerne in Erneuerbare Energien investieren. Unsere Firmen (soweit sie noch nicht Pleite sind!) stehen gerne bereit. Ich schlage mal vor die beiden ältesten Atomkraftwerke Grafenrheinfelden und Grundremmingen B sofort abzuschalten. Die wissen sowieso nicht wohin mit Ihrem Atommüll. Zusammen haben die beiden AKW’s 20,968 Terawattstunden Strom in 2012 produziert. Wir hätten also immer noch einen Export Überschuß von 2 Terawattstunden in 2012 gehabt. Die strahlenden Kraftwerke sollten sowieso 2015 und 2017 abgeschaltet werden. Herr Altmaier sollte mal eine Atommüll-Bremse diskutieren/Twittern. Dann bekäme er sicherlich auch einen Candy-Storm und nicht wie momentan (Berechtigterweise!) gerade mal wieder einen Shit-Storm.

Da die Grünen (ich weigere mich diese Bezeichnung auf mich gelten zu lassen – trotz meiner Mitgliedschaft!) in Ihrem Wahlprogramm weder Atom noch Uran noch Forschungsgelder für Atomkraft problematisieren empfehle ich die aktuelle ausgestrahlt Aktion. Schenkt den Grünen eure ausgelatschten Turnschuhe. Sie haben es verdient!

Strombilanz erstes Quartal 2013

Dass durch den Stromspeicher in meinem Haus sich der Einkauf von Strom reduziert hab ich ja bereits in meinem letzten Artikel geschrieben. Jetzt habe ich allerdings das erste Quartal 2013 an Produktions-, Verkaufs- und Verbrauchszahlen in meinem Haus vorliegen. Für uns ist es enorm spannend, auch wenn viele der Aussagen einfach zu erwarten waren, aber seitdem wir den Stromspeicher im Haus haben ist Stromsparen ein Thema. In unseren Verbrauchszahlen kann dies aber noch nicht abgelesen werden. Zu vielfältig sind die Einflussfaktoren auf den Stromverbrauch. Als vollkommen unkalkulierbar schätze ich den unregelmäßigen Gebrauch der privaten Sauna ein. Ich vermute mal einen Verbrauch von ca. 10 kWh je Saunanutzung, wobei ich dies noch nicht gemessen habe. Aber wie so oft schon von mir angedeutet mein Engagement für saubere Energie werde ich nicht so weit treiben, dass ich auf irgendwelche Vergnügen verzichte. Im Gegenteil ich genieße sie!

Jetzt zu den Zahlen. Wir verbrauchen ziemlich konstant je Monat 325 kWh Strom (Jan. 329, Feb. 325, März 328). Wie der Stromverbrauch sich auf das Jahr verteilt ist mir nicht bekannt. Aber ich werde es ja im Laufe des Jahres sehen. Fürs erste hab ich mal eine Grafik erstellt die je Monat die PV Produktion dem Verbrauch gegenüber stellt. Des weiteren kann der Eigenverbrauch und der Export angesehen werden.
Produktion 2013 Quartal 1

Wenn man sich den Januar und Februar anschaut, erkennt man warum ich erst nach drei Monaten die Statistik veröffentlicht habe. Die ersten beiden Monate sind einfach zu deprimierend wenn man sich die Stromproduktion anschaut. Aber wenn keine Sonnenproduktion stattfindet kann auch im eigenen Haus nix verbraucht werden. Aber im März ist zu erkennen, daß bereits 193 Kilowattstunden im eigenen Haus verbraucht wurden. Mal gespannt wie es die nächsten Monate weitergeht. Momentan jedenfalls scheint die Sonne und der Geschirrspüler läuft. Natürlich nur mit Sonnenenergie!