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Vier Energieversorger in einem Gebiet

Viele Köche verderben den Brei!
Vier Energieversorger in einer Kommune verderben die Energiewende!

Ja es ist kaum zu fassen meine Heimatkommune erlaubt sich den Luxus vier verschiedene Firmen auf der eigenen Gemarkung mit dem Thema Energie zu beauftragen. Da sind “traditionell” die Elektrizitätswerke Rheinhessen (EWR) die das Stromnetz (noch!) besitzen. Ebenso lang ist die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) für das Gasnetz (noch!) zuständig. Seit kurzem darf sich die Mainova um unsere Straßenbeleuchtung kümmern. Ja und dann kommt unser gemeinsames “Stadtwerk” die Energieried GmbH & Co. KG die sich vor allem um Lampertheim und Bürstadt kümmern soll. Bei der Energieried spielt allerdings ein weiterer Energieversorger die Gruppen- Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße AG (GGEW) mit einem 34,5% Anteil mit. Die Stadt Lampertheim hält 40,4% und meine Heimatstadt 25,1%.

Mit der Energieried, die seit 2006 sich um Bürstadt und Lampertheim energetisch kümmern soll, geht es allerdings nicht so richtig voran. Bei der Gaskonzession konnte Energieried zwar die Bürstädter Konzession bekommen und eine Rechtsstreitigkeit vor dem BGH in Karlsruhe gewinnen, aber der Kaufpreis für dieses Netz wartet derzeit auf gerichtliche Klärung! Ohne Kaufpreis kein Kauf!

Auch die Stromkonzession wurde am 1.1.2012 von den Städten Lampertheim und Bürstadt an die Energieried vergeben. Leider hat Energieried diese Konzession zurückgegeben! Die mir bekannten Begründungen sind nicht stichhaltig. Es gab zwar ein BGH Urteil in dem die Vergabe von Konzessionsverträgen nach bestimmten Kriterien (die in diesem Fall auch ausschlaggebend waren) zu beanstanden wären! Gegen die Vergabe der Konzession klagte niemand und auch das Bundeskartellamt hat sich nicht um unseren Fall (meines Wissens!) gekümmert. Hätte doch die Energieried, die Erlaubnis für 20 Jahre die Stromnetze zu betreiben, auch nutzen können? Es ist nicht zu erklären warum dieser wirtschaftliche Vorteil nicht genutzt wird? In diesem Fall gilt, wo kein Kläger, da ist auch kein Richter…

Aber was soll’s es wird die Zeit kommen wo der wahre Grund ans Tageslicht kommt. Momentan läuft die zweite Ausschreibung für unser Stromnetz. Über dieses Verfahren darf ich aber nix schreiben. Ist ja alles ganz, ganz Geheim! Die Öffentlichkeit wird regelmäßig ausgeschlossen bei allen Diskussionen. Soviel zur Beteiligung der Bürger an ihrer Energieversorger. Auf einem Vortrag von Professor Leprich sagte dieser, er verstehe nicht den Optimismus den die Freunde der Erneuerbaren Energien den Stadtwerken entgegenbrächten. Seiner Meinung nach sind 90% der Stadtwerke genau schlimm wie die 4 großen Konzerne. Das schreckliche an dieser Aussage ist der Professor hat recht. Die Stadtwerke die als GmbH geführt werden informieren ihre Bürger nicht ausreichend und ob sie an der Seite der Bürger bei der Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien stehen sehe ich auch seltenst. Bei der Energieried mündet dieses “Engagement” in der Aussage: Seit 2008 befassen wir uns mit der Planung zur Erschließung weiterer Geschäftsfelder im Bereich Erneuerbare Energien. Mit unseren Partnern arbeiten wir vielversprechend an Plänen für den Einsatz erneuerbarer Energien mit den Schwerpunkten Solar- und Windenergie. (Nachzulesen hier!)
Gemerkt hab ich davon bis heute nicht viel…

Stromversorger Märchen

Ich halte gerade mal wieder ein “Kundenmagazin” von EWR in der Hand. Wie so oft ärgern mich die Aussagen in den Hochglanzbroschüren. Diesmal erfreut mich ganz besonders folgender Absatz:

“EWR bietet seit vielen Jahren Anlagenbetreibern kompetente Beratung: technisch wie vertraglich. Inbesondere die Vertragsangelegenheiten haben an Bedeutung gewonnen, da die gesetzlichen Regelungen sehr komplex geworden sind. Hier ist es für die Anlagenbetrieber wichtig, alle Fallstricke zu kennen, um für die eigene Anlage die bestmögliche Förderung erhalten zu können.”

Es ist zwar schon mehr als acht Jahre her aber ich erinnere mich noch sehr gut als ich meine Photovoltaikanlage gebaut habe. Einen Einspeisevertrag bekäme ich “ausgehändigt” wenn die Anlage an das Netz angeschlossen wird. Vorher nicht.
Den eigenen Zähler könnte ich nicht installieren lassen. Das geht nicht!

Diese negative Einstellung Photovoltaikanlagen Besitzern gegenüber hat sich bis heute nicht geändert. Wer mir nicht glaubt kann die Bewertung des Einspeisevertrages von EWR gerne näher begutachten. Dank Photon kann jeder den Einspeisevertrag seines Netzbetreibers prüfen lassen. Eine gute Sache nur die Netzbetreiber schert es nicht, daß sie mit einem roten Daumen nach unten bewertet werden. Sie lügen lieber einfach irgendeinen Werbespruch in der Kundenzeitung. Das ist einfacher…

Preisreduzierung um einen Cent bei der Messgebühr

Photovoltaik wird immer günstiger… :freu: …sogar die Meßgebühren reduzieren sich. EWR Preisreduzierung um einen Cent um sensationelle “einen Cent” pro Monat!

Vielen Dank EWR für den Brief der sicherlich 55 Cent Porto gekostet hat. Ohne das Kuvert gerechnet und ohne das Anschreiben die Unterschriften… Grandiose Leistung.

Die Kosten so stark zu reduzieren! ::o:

Die Einspeise Zähler hängen ja seit Jahren fest an der Wand ohne Wartung etc. Ah jetzt fällt es mir auf. Der Ableser läuft inzwischen nicht wegen einer handvoll Photovoltaikanlagen durch Bürstadt sondern es sind inzwischen viele bei denen er vorbeischaut. Bei meinem alten Arbeitgeber habe ich das immer gelernt hohe Stückzahl bringt niedrigere Preise.

Kleiner Tipp an die EWR reduziert das nächste mal um zwei Cent und schreibt dies den Kunden mit der normalen Abrechnung auch wenn dann die Post jammert. Aber ihr hättet zumíndest ein bißchen Papier gespart und euch diesen lächerlichen blogeintrag erspart.