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Wohin mit dem Müll?

Gestern habe ich mir mal wieder das zweifelhafte Vergnügen gegönnt, am 10. Informationsforum zum Rückbau der beiden Atomruinen in Biblis teilzunehmen. Es ist anstrengend das Hinhalten und Schweigen der Fachleute zu ertragen.

Dabei bin ich nicht aktiv wenn es um die hochradioaktiven Materialien geht. Da träumen die Verantwortlichen immer noch von Gorleben.

Es geht mir auch nicht um die Materialien (schwach radioaktiv) von denen die Träumer meinen sie könnten sie demnächst in der Asse versenken.

Ich hatte eine Frage zu den freigemessenen Materialien. Wobei mich auch die Art und Weise wie gemessen wird nicht interessiert. Ich verstehe es (jedenfalls bisher) nicht was da, wie gemessen wird und ich kann es nicht einschätzen. Was ich verstanden habe, es geht hier um 98% der Masse der beiden Atomruinen in Biblis und das sind viele, viele LKW’s voll Material.

Freigemessen bedeutet aus rechtlicher Sicht es ist ab sofort normaler Müll. Normaler Müll heißt er kann einfach auf eine Deponie gefahren werden. Bisher war ich der Meinung RWE kann sich die Kosten günstigste Deponie aussuchen. Doch wenn ich den Bericht der Stuttgarter Zeitung (vom 10.8.2017) richtig verstehe, dann muß der freigemessene Müll im Kreis Bergstraße entsorgt werden!

„Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes seien die jeweiligen Landkreise zur Entsorgung verpflichtet, schrieb das Ministerium.“

Jetzt bin ich mal wieder überfragt ob dies auch in Hessen gilt? Im Landkreis Bergstraße gibt es meiner Ansicht nach nur die Mülldeponie Hüttenfeld

Also habe ich gestern abend die Fachleute beim Infoforum gefragt. Der Kraftwerksdirektor der zuvor noch 30 Minuten lang bunte Bilder vom Abbau gezeigt hat, sagte er wisse das nicht!!!!
Seine fünf Mitarbeiter (sicherlich auch alle gut bezahlte Experten) sagten auch den ganzen Abend nichts.
Das Hessische Umweltministerium sagte zu diesem Thema auch nichts!
Ebenfalls mit einer handvoll Fachleute anwesend…

Wenn ich mit solch einer einfachen Frage wohin 98% des abzubauenden Materials hingeliefert werden dürfen, schon Ratlosigkeit auslöse, gehen bei mir alle roten Lampen an. Das kann nicht sein. Die wissen genau wo das Material hinsoll, nur sie sagen es nicht.

Nun ja es ist immer hilfreich wenn man über ein Thema gemeinsam redet. Nach der Veranstaltung hat mir jemand geflüstert, das stimmt alles nicht. Das freigemessene Material soll nicht im Kreis Bergstraße gelagert werden. Es soll nach Schaafheim und dort gibt es schon eine Bürgerinitiative die den Dreck nicht will.

Ich glaube ich sollte weitere Gespräche führen…

Vorher sollte ich mich aber über 95% der Bevölkerung freuen die mehr Erneuerbare Energien wollen. Einen Bericht dazu findet ihr bei meinen Energieblogger Freunden vom EnergieAgentur NRW Blog. Getwittert habe ich dazu schon mal, dass leider die restlichen 5% anscheinend gewählte Mandatsträger sind, sonst würde es doch schneller gehen mit dieser Energiewende. 😉

Bin ich dass Informationsforum?

Ja so geht es wenn man nicht aufpasst. Da sitz ich mir ehrenamtlich stundenlang im Informationsforum zum Rückbau von Biblis die Beine in den Hintern und hör mir den größten Bananen Quatsch an und wenn ich dann meine Interessen einbringe, dann heißt es „Das Infoforum war’s„!

Nein liebe Parteigenossin Priska, es war der Sonnenflüsterer, der die Forderung bereits bei der ersten Sitzung des Infoforums einbrachte. Messwerte müssen im Internet veröffentlicht werden.

Ich der „Bürger“ der nur Fragen stellen darf hat dieses Thema auf die Tagesordnung gebracht nicht die 21 Personen aus den „gesellschaftlichen Gruppen“ von denen einige gut bezahlt und meist ohne Worte im Infoforum rumsitzen. Wobei diejenigen die da sind, noch zu den besseren gehören. Weiterlesen

Der letzte Atomkraftgegner vor’m AKW Biblis

Ich war mal wieder gefragt, in meiner Rolle, als „Letzter Atomkraftgegner vor dem Atomkraftwerk Biblis“. Ab und an wenn das Sommerloch winkt braucht die lokale Presse den Artikel „Es gibt sie noch, die Atomkraftgegner!“. Dann machen sich die Redakteure auf die Suche und auch in diesem Jahr hatte ich die Ehre im zweistündigen Gespräch meine Sicht der Dinge zu erklären.

Ich weiß es gibt andere Menschen die gegen das AKW sind und die Näher als 8 km vom AKW Biblis wohnen. Aber nicht jeder mag sich outen und die Reaktionen sowohl in der Presse als auch privat zu ertragen. Auch dieses Mal hab ich wieder „Rückmeldungen“ erhalten. Danke dafür! Ich sag aber trotzdem, dass was meine Meinung ist und was mich bedrückt. Dass was in den Artikel geschrieben wird muss ja auch nicht unbedingt mit dem zweistündigen Gespräch übereinstimmen. Weiterlesen

Meine zweite Frage an das Informationsforum Rückbau Biblis

Heute habe ich meine zweite Anfrage an das Infoforum abgeschickt. Dieses mal geht es um die Frage wer haftet im Jahr 2023 wenn die Tochtergesellschaft ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommt?

Sehr geehrter Herr Meister,

ich habe in der Monitor Sendung Nr. 663 vom 10.7.2014 gesehen dass die Risiken des Rückbaus anscheinend nur bis 2022 von der Muttergesellschaft RWE abgedeckt sein sollen?

Ich stelle deshalb die Frage ob diese Informationen, die von Monitor veröffentlicht wurden, der Wahrheit entsprechen?

Zur Erklärung meiner Bedenken folgende Einzelheiten.
Im Beitrag ca. 3:10 min. wird angesprochen dass die Konzernmütter (in Biblis RWE) ihre Kernkraftwerke in Betreibergesellschaften (Tochtergesellschaften) ausgelagert haben.
Ist dies in Biblis so?
Wie heißt diese Tochtergesellschaft?

Im Beitrag ca. 4:50 min. behauptet Monitor dass die Tochtergesellschaft nur bis 2022 durch die Muttergesellschaft durch den „Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag“ abgesichert wäre?

Sollte dies der aktuellen Vertragssituation entsprechen, sehe ich erhebliche Risiken auf uns zukommen. Weiterlesen