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Überraschung im Naturschutzzentrum

Wenn im Naturschutzzentrum Ferienspiele angesagt sind dürfen die Kinder immer mit Überraschungen rechnen. So auch am letzten Dienstag als ich bei den 25 Kids vorbeischaute. Eigentlich hatte ich mit Veronika ausgemacht ich fang um 13.30 Uhr an, das sollte sich aber spontan verschieben. Zum einen dauerten die am Lagerfeuer gegrillten Würstchen etwas länger und dann kam auch noch mit riesen Getöse ein Bullodzer um die Ecke gefahren. Vom benachbarten Kieswerk gab es ein Angebot den sanften Sandhügel wieder in einen für Kinder interessanten Sandberg zu verwandeln.
Nur ausgerechnet heute am Ferienspiele Tag!
Was den Verantwortlichen den Schrecken in die Augen trieb ließ die Kinderaugen verzücken. Die am Lagerfeuer gegrillten Würstchen wurden zur Nebensache. Dann überfuhr der Bulldozer auch noch den Lederball der mit lautem Knall seinen Geist aufgab. Jetzt war ihm endgültig alle Aufmerksamkeit der Kinder sicher. Kurzerhand beschlossen Veronika und ich wir lassen den Kids die Gaudi beim Bulldozerfestival. Es war dann auch spannend zu beobachten wie der beschauliche Sandhügel sich wieder zu einem Berg auftürmte. Aber auch hier konnte ich erleben wie das vielfältge Angebot für die Kids in diesen spannenden Momenten gerne angenommen wurde. Da stocherte ein Junge im Lagerfeuer, der andere schnitzte mit einem Taschenmesser an einem Stock, ein anderer schraubte an seiner halb fertigen Steinschleuder und selbst im Gebäude werkelten einige Kids weiter an ihren Ton Tieren oder sie filzten Figuren. Dies ist auch das spannende am Naturschutzzentrum, es ist immer für jeden etwas dabei. Nachdem der Bulldozer seine Arbeit getan hatte, musste Veronika nicht lange choregraphieren. Es galt den ersten Sprung vom neuen Sandberg zu dokumentieren.

Bis dieser Sandhügel wieder sanft ansteigt, dürften einige Feste im Naturschutzzentrum vergehen.
Nach dem Sandhüpfer fragte Veronika bei den 25 Kids wer mit mir Mikrokredite vergeben möchte…
Im Nachhinein muss ich sagen, dass war schon eine Frechheit von uns, aber immerhin fünf Jungs sind in den großen Raum gekommen. Ich habe auch gleich gesagt wir machen nur eine kurze Session von 30 Minuten und danach können Sie wieder toben. Schließlich hatte ich eine wichtige Botschaft zu überbringen. Seit der letzten Veranstaltung sind die Klimalotsen wahnsinnig gewachen. Sowohl bei der Vergabe von Krediten als auch bei den Mitgliedern. Doch dies war nicht der „Knüller“ sondern was noch keiner der Kids wusste, wir haben dank einiger Spenden inzwischen ein prall gefülltes KIVA Konto. Mitte Dezember hatte ich das Spendenkonto hier im Blog veröffentlicht. Zu unserer Freude haben einige Spender uns finanziell unterstützt. Allerdings gibt es einen besonders spendablen Geldgeber der uns einen wirklich unerwartet großen Geldbetrag überwiesen hat.
Vielen Dank noch einmal an alle die uns Geld zum Klimafreundichen Verleihen in KIVA spenden.

Natürlich sind 30 Minuten nicht ausreichend um alle diese Spenden in Darlehen umzusetzen. Ich habe mir mit den Kids aber Mühe gegeben. Fünf Darlehen sind es dann doch geworden. Da im Naturschutzzentrum inzwischen ein funktionierender W-LAN zur Verfügung steht konnten wir spontan Darlehen vergeben.
Dabei entstand z.B. folgende Entscheidungskette.
Wir wollen in das ärmste Land der Welt Geld vergeben.
Doch keiner wusste welches Land dies ist!
Dann zeigte ich die KIVA Länderauswahlseite und der Blick der Kids fiel auf Indien.
Aus Indien kannten alle Aishu die acht Monate das Team vom Naturschutzzentrum verstärkte. Inzwischen ist sie wieder zurück in ihrer Heimat. Aber alle wollten der sehr beliebten Aishu eine Freude machen uns so vergaben wir zwei Darlehen nach Indien.

Ja jetzt haben wir das Problem! Viel Geld auf dem Konto und zusammen mit den Kids kommen wir nicht nach mit der Darlehensvergabe… Aber keine Angst der Captain vergibt nach und nach Klimafreundlich Darlehen.
Leider habe ich verpasst mit den Kids eine Diskussion zu führen ob wir den in Massen vorhandenen Projekten aus Kenia, die Solarlampen kombinieren mit Hybridsamen und Kunstdünger, Geld geben wollen!!!
Also habe ich vorerst für mich entschieden wir fördern diese Projekte weiterhin nicht.

Reine Solarprojekte sind derzeit sehr rar gesät! Deshalb habe ich ein weiteres Ziel definiert. Derzeit bietet KIVA Projekte aus 77 Ländern an und wir hatten erst ca. 30 dieser Länder vom Naturschutzzentrum aus bedacht. Ich werde also versuchen in neuen Länder Klimafreundliche Kredite zu vergeben.

Weiterhin versuche ich immer am ersten Mittwoch des Monats um 14 Uhr im Naturschutzzentrum ein für alle zugängliches „KIVA Captains Dinner“ mit der Vergabe von Kleinkrediten durchzuführen. Der erste Termin ist fix am 7. Februar 2018 um 14 Uhr kann jeder vorbeikommen.
Das „Dinner“ wird sich in Grenzen halten aber ich werde da sein und gerne Fragen zu KIVA beantworten und natürlich Kredite vergeben. Mal sehen wie das läuft. 🙂

Heute möchte ich auf die Kollegen von Milk the Sun verweisen die zur Blogparade der Energieblogger einen Artikel onlinge gestellt haben. Viel Spaß!

Mein KIVA Sparbuch

Trara hier ist es:

Mein virtuelles KIVA-Sparbuch!
Angekündigt habe ich es ja bereits Mitte November ab 2018 jeden Monat 25 Euro auf mein KIVA Sparbuch zu überweisen. Es hat zwar einiges an organisatorischen Aufwand gekostet aber letztendlich war mir von vornerein klar, hier soll in der Praxis aufgezeigt werden:
Mit einem KIVA Konto kann man auch Geld ansparen.
Der Anfang ist gemacht. Pünktlich am 1.1.2018 habe ich die ersten 25 Euro zur Verfügung gestellt. Da ich noch keinen Weg gefunden habe 25 Euro auf das KIVA Konto zu überweisen, habe ich 25 Dollar über PayPal von meinem Girokonto (natürlich bei der GLS) abgebucht. Der Dollarkurs lag 1,16016 und somit habe ich auf meinem KIVA Sparbuch 25 Dollar (21,55 Euro) und in meiner virtuellen Euro Kasse noch 3,45 Euro die ich in den nächsten Monat mitnehme.

Mein KIVA Sparbuch sieht somit momentan noch sehr einfach aus!

Den Spezialisten fällt sofort auf, ich habe natürlich die 25 Dollar als Darlehen verliehen. Es freut mich natürlich, dass am 1.1.2018 gerade mal wieder ein Solarkühlschrank zu finanzieren war. Edgar aus Nicaragua benötigte 2.650 Dollar und ich hab ihm meine 25 Dollar von meinem Sparbuch dazu gegeben. Den Rest hat er von 94 anderen Geldgebern erhalten. Unter diesen Geldgebern waren in Summe 5 Klimalotsen beteiligt und damit waren wir das Team mit den meisten Geldgebern. 🙂

Das einzige Manko bei der Kreditvergabe ist die Laufzeit mit 26 Monaten! Bei einem normalen Sparbuch wäre dies natürlich anders. Aber genau deshalb habe ich ja mit meinem KIVA Sparbuch Projekt begonnen um auf die Unterschiede zu einem „normalen“ Sparbuch aufmerksam zu machen. Jedenfalls möchte Edgar in 8 Raten (Repayment schedule – anklicken) seinen 2.650 Dollar Kredit zurückzahlen. Die erste Rate wird im Mai 2018 fällig.

So das wars in diesem Monat von meinem KIVA Sparbuch! Ups fast hätte ich es vergessen, natürlich ist mein KIVA Sparbuch auch Mitglied bei den Klimalotsen und vergibt seine Kredite für das Team!