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Ein Jahr Klimalotsen

Ein Jahr ist es jetzt her, dass ich das Team Klimalotsen in KIVA angelegt habe.Mit über 700 Kleinkrediten und einer Darlehenssumme von über 19.000 Dollar kann sich das Ergebnis sehen lassen. Wir sind mit 91 Teammitgliedern eines der größten deutschen KIVA-Teams und ich sehe deshalb mit Freude der Zukunft entgegen. Vor allem weil mir die Ideen für das Wachstum der Klimalotsen nicht ausgehen. 😉

Die nächste Aktion ist ja bereits angekündigt und läuft! Beim Barcamp der Energieblogger werde ich meine KIVA Klimalotsen vorstellen. Aber es soll ja nicht beim vorstellen bleiben sondern die Teilnehmen sollen teil nehmen am Geld verleihen im Sinne der Klimalotsen…

Mal sehen wie die Energieblogger und die Teilnehmer des Barcamps (am 26.+27.10.2017) mitziehen…

Der Start der Klimalotsen hat sich lange hingezogen wie auch alle anderen Aktionen auch. Ich bin eben nicht mehr der Jüngste. Die Umstellung des Blogs hat mich beschäftigt und natürlich das KIVA System selbst. Mein Rechner crash vor fast zwei Wochen hat mich nochmal aus der Spur gebracht. Mal sehen ob wir am nächsten Wochenende wieder in die Spur finden.

Es kann aber auch nur gefühlt sein, denn mein Ziel bis Ende 2017 Darlehen in Summe von 10.000 Dollar zu vergeben haben wir heute schon locker getoppt. Die 100 Teammitglieder haben wir ja auch noch auf dem Schirm. Also alles halb so schlimm.

Überrascht bin ich von der Zurückhaltung vieler KIVA Geldgeber. KIVA bietet ja verschiedene Stufen der Anonymität die leidlich ausgenutzt werden. Zum einen kann jeder vollständig anonym seine Darlehen vergeben. Jeder kann sich einen Fake Namen vergeben. Selbst wenn der Vorname veröffentlicht wird, ohne Bild und ohne Wohnort ist es unmöglich die Geldgeber zuzuordnen. Da bin ich ganz anders, die alte Rampensau eben.

Ich glaube immer noch daran wer etwas Gutes tut, kann auch drüber reden. Nicht um gelobt zu werden, sondern um zu animieren. Im Fall KIVA glaube ich ist der Gedanke des Leihens statt schenken viel zu wenig bekannt. Deshalb engagiere ich mich mit den Klimalotsen für den Kleinkredit-Gedanken der KIVA innewohnt.

Heute habe ich wieder mein absolutes Lieblingsdarlehen vergeben. Ein Darlehen für eine Solarlampe die Kerosinlampen ersetzt. Raphael aus Kenia braucht dazu nur 50 Dollar, die ich und Brett Oaten aus Australien ihm für 13 Monate geliehen haben.

Natürlich ist es erschreckend bei Stromauskunft zu lesen, wie wenig Engagement die Deutschen für Umwelt und Klimaschutz aufbieten!!! Vielleicht schaffen es einige ja doch noch ein Klimafreundliches Darlehen (25 Dollar) für das Team Klimalotsen zu vergeben. Ihr kriegt ja die 25 Piepen wieder!

Sternewerfer – KIVA

Ich bewege mich derzeit sehr viel im KIVA System und lese viel über die Beweggründe des einzelnen Geldgebers. Eine besonders beeindruckende Geschichte finde ich die ursprünglich von Loren Corey Eiseley (1907 – 1977) in seinem Buch „The Star Thrower“ veröffentlichte.
Eine deutsche Übersetzung findet ihr hier.
Wer in KIVA 25 Dollar verleiht der muss sich einfach wie der kleine Junge am Meer fühlen. Was sollen die 25 Dollar bewirken bei Millionen von hungernden Menschen?

Ja was wohl?

Für den einen hat es Sinn!

Mein „Seestern“ dem ich mit 25 Dollar heute ausgeholfen habe, ist James aus Uganda. Er verkauft Elektronik Geräte, unter anderem Solarmodule (vermutlich Modülchen)

Die tolle Geschichte verdanke ich Charlotte die auch unsere Klimalotsen unterstützt, sich aber ganz besonders für das Team der Late Loaning Lenders (LLL) einsetzt.
Das LLL-Team beobachtet solche Projekte, die kurz vor dem Verfall stehen.
Da jedes KIVA-Projekt nur 30 Tage Zeit hat um sein Darlehensvolumen einzusammeln, stehen immer Projekte kurz davor, aus dem KIVA System entfernt zu werden. In KIVA findet ihr diese Projekte indem ihr die „Lend Liste“ nach dem Kriterium „Expiring Soon“ sortiert.  Dann seht ihr welches Projekt als nächstes aus dem KIVA System rausfällt und wie lange noch Zeit ist. Die Kunst vom Team-LLL besteht darin diesen Projekten noch genügend Geld zu verleihen, damit die benötigte Darlehenssumme noch zusammen kommt.

Leider schaffen dies die LLL-Teammitglieder nicht immer, aber immer öfter :-).

Wenn das Geld nicht komplett eingesammelt wird, erhalten alle Geldgeber ihre Dollars zurück und das Projekt wird nicht über KIVA finanziert.
Im positiven Fall jedoch schafft es das LLL-Team mit seinen 2.215 Mitgliedern das Projekt doch noch buchstäblich in letzter Sekunde zu finanzieren. Damit dies gelingen kann, benötigen die Teammitglieder ein ausgeklügeltes Informationssystem und da kommt erneut Charlotte in’s Spiel. Sie hat eine Internetseite mit einer Fülle von Informationen programmiert. Ich benutze besonders gern die „Expiring Soon“ Seite, weil mir dort die Informationen kompakter zur Verfügung gestellt werden. Leider für mich Südhesse nur in englisch…

Für diese tolle Website, die schöne Seesterne Geschichte und natürlich für Charlottes Mitgliedschaft bei den Klimalotsen möchte ich mich recht herzlich bedanken.

Wir werden weiterhin alles geben, um möglichst vielen neue Klimalotsen zu finden die bereit sind Geld zur Verfügung zu stellen, damit Menschen sich in ihrem Leben „freischwimmen“ können. Genau so wie die Seesterne in der Geschichte von Loren Corey Eiseley.

Mir ist klar, dass KIVA mit seinen weltweiten Projekten das krasse Gegenteil von den lokalen Projekten der Energiewende in Deutschland ist. Aber ich bin der Meinung es muss beides gleichzeitig angegangen werden und Andy hat einen lokalen Wettbewerb im Ruhrgebiet ausfindig gemacht. Schaut einfach dort mal vorbei und vielleicht könnt ihr euch ja bewerben.
Wenn nicht verleiht einfach 25 Dollarl (James benötigt aktuell noch 200 $)

Disruptionen der Energiewirtschaft

Wir treffen uns wieder. So richtig Life! Face to Face!!

Das Barcamp Renewables findet am 26. und 27. Oktober in Kassel statt. Auch in diesem Jahr schaffe ich es mit der jungen wilden Truppe in der Bar zu campen.

Infos zu der Veranstaltung findet ihr auf der Barcamp Renewables Seite. Wie immer hervorragend gestaltet vom Organisationsteam. Damit auch jeder Energie Revoluzzer kommen kann, gibt es auch in diesem Jahr keine „Teilnehmergebühr“ sondern jeder ist ein „Teilgeber“ jeder kann sein Wissen weiter geben!

Zu verdanken haben wir dies unseren Sponsoren bei denen ich mich herzlichst bedanken möchte. Sie ermöglichen uns eine Zusammenkunft, bei der jeder kommen kann und seine Ideen ungefiltert, unbeeinflußt und von Herzen kommend einbringen kann.
Ich bin bereit. Mein Thema steht.

Passend zum Barcamp Titel „Disruption Energiewirtschaft“ habe ich (wen wundert’s?) meine geliebten Klimafreundlichen Kleinkredite anzubieten.

In den nächsten Tagen werde ich das Thema näher beschreiben und als Themenvorschlag für eine Session schon vorab anbieten. Damit es nicht beim Barcamp geplauder bleibt, habe ich natürlich vor alle einzubinden. Eine „Disruption“ kann nur duch handeln ausgelöst werden, nicht allein durch theoretische Beschreibungen.

Deshalb habe ich bereits bei KIVA einen Account für die Energieblogger angelegt und mit 25 $ bestückt. Damit dieses Geld nicht unnütz auf einem Konto lagert habe ich es „klimafreundlich“ verliehen…


Die 25$ gingen an Mercy von den Philippinen.
Zusammen mit drei weiteren Geldgebern haben wir Mercy in Summe 125 Dollar geliehen. Sie wird uns in 14 Monaten dieses Darlehen zurückzahlen und wenn alles gut läuft haben wir am Barcamp schon die erste Rate von ihr auf dem Konto.

Mercy kauft sich eine Solarlampe!
Sie ist sich bewusst, dass sie mit der Solarlampe nicht nur Geld spart, sondern auch die Umwelt unterstützt und die Gesundheitsrisiken für ihre Familie reduziert.“
Soweit die Projektbeschreibung in KIVA. Aus meiner Sicht absolut „klimafreundlich“ und ein mögliches disruptions Energiewirtschafts Projekt. Licht wird überall auf der Welt benötigt!

Wir verdrängen Kerosinlampen bringen Licht und saubere Luft in die dunkelste Hütte. All dies für läppische 125$ die wir in 14 Monaten wieder zurück erhalten…

Meine Bitte an alle Teilnehmer des Barcamps. Unterstütz die Energieblogger bei ihrer KIVA Aktivität und spendet 25 Euro für unsere KIVA-Kleinkredit Projekte!
Das 2017er Barcamp ist die sechste Veranstaltung der Energieblogger. Dank unserer Sponsoren, der SMA Gastfreundschaft, der Unterstützung von deENet und dem Engagement unseres Energieblogger Orgateam ist das Barcamp kostenlos für die Teilnehmer.

Fünfundzwanzig Euro sind sicherlich für jeden machbar.
Allerdings sagen wir auch, es wäre uns noch lieber, ihr legt euch ein eigenes KIVA Konto an und vergebt einen klimafreundlichen Kredit.
Dann habt ihr zwar etwas Aufwand, aber ihr erhaltet von den Kreditnehmern euer Geld wieder auf euer Konto zurückgezahlt!
In diesem Fall hätte ich die Bitte werdet Mitglied beim Team Klimalotsen. Dieses Team wird seit knapp einem Jahr von mir als Captain organisiert. Dazu müsst ihr (am besten bevor der erste Kredit vergeben wird) dem Klimalotsen Team beitreten. Einfach Teamseite aufrufen und Join Team anklicken und schon seid ihr dabei.

Nachdem ihr euch angemeldet habt, Teammitglied seid bei den Klimalotsen dann wäre meine Empfehlung, wählt aus dieser Liste (Keywort „Solar“) ein Projekt aus. Oder nehmt einfach dieses…
Wie ihr es wünscht, sucht so lange bis ihr ein passendes Projekt für euch gefunden habt, aber dann verleiht auch mindestens 25 Dollar.

Übrigens gibt es neben dem Vereins Account auch Energieblogger (Andy, Jürgen, Thorsten, Daniel) die bei den Klimalotsen schon im Team dabei sind.

Noch ein Anliegen des Sonnenflüsterers!

Beim letzten Barcamp hatten wir volles Haus! Leider nur bei den Anmeldungen…
Zu viele hatten sich angemeldet und sind nicht gekommen. Schade wir hatten uns für alle gerichtet mit Kaffee, Keksen und Mittagessen.
Wir haben beschlossen weiterhin keine Anmeldegebühr zu verlangen, aber wenn ihr wollt, könnt ihr gleich heute spenden oder eine KIVA Darlehen vergeben, das hilft vielleicht, dass jeder der sich anmeldet auch kommt. 😉

Ich würde mich freuen wenn alle kommen und jeder mit einem KIVA Kredit zur Solar Licht Disruption beigetragen hat.

Banken sind pervers

Geld ist auch nicht mehr das was es mal war!

Letzten Freitag habe ich meine Rente beantragt! 🙂
Als ich am 1.9.1970 beim Benz in Mannheim begonnen habe zu arbeiten sagte man mir: „Geld arbeitet“. Das arbeitende Geld hat damals am Jahresende einen Zins abgeworfen. Anscheinend ist Geld inzwischen arbeitslos und bekommt noch nicht einmal mehr Hartz IV! Sonst könnte es nicht sein, dass die Geldprofis (das sollte ein Witz sein) nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld. In der heutigen Zeit gibt es Negativzinsen! Wenn ich das vor 47 Jahren in meiner Ausbildung zum Industriekaufmann gesagt hätte wäre ich aus der Schule geflogen. Im Kapitalismus dürfte es so etwas eigentlich nicht geben. Gibt es aber. Die Deppen im Anzug wissen nicht, was sie mit Geld mache sollen… deshalb legen sie es in Tresore und haben Angst es käme jemand und würde es klauen. Die spinnen…

Laut Spiegel sollen mehr als 10 Milliarden Euro das sind 10.000.000.000 Euro von Deutschen Banken zusätzlich in Tresoren gelagert worden sein…

Wenn dieses Geld in 200 Euro Scheinen gelagert wird, sind es 5 Tonnen Papier! (50 Millionen Scheine! Wer hat die gezählt?)
Es heißt zwar Geld stinkt nicht, aber ich glaube die 5 Tonnen stinken doch!

Das ganze System stinkt!
Während die gut bezahlten Banker nicht wissen was sie mit ihren 50.000.000 „Zweihundert Euro“ Scheinen machen sollen, suchen bei KIVA aktuell Menschen in aller Welt in 4.189 Projekten läppische 3,4 Millionen Dollar (für 800.000 Dollar haben sie schon eine Zusage!)

Mit einem dieser 50 Millionen Scheinen könnten sich in Cambodia Nin und Hai je einen Wasserfilter kaufen!
Die bezahlen das Geld auch in 8 Monaten vollständig zurück!

Aber nein hier in Deutschland wissen die Herren im Anzug nicht was mit dem Geld gemacht werden könnte. Einfallslose Sesselfurzer, es tut mir Leid wie verbohrt wir inzwischen sind…

Da ich meine täglichen 25 Dollar nicht in unserer Wohnung lagern kann habe ich sie der sympathischen Gruppe „Torre Forte I Group“ aus Brasilien für sechs Monate ausgeliehen. Die könnten noch zehn 200 Euro Scheine gebrauchen, solltet ihr also Deutsche Bänker Probleme haben beteiligt euch für 6 Monate in Brasilien…

Die EnergieAgentur NRW berichtet in ihrem heutigen Blogbeitrag von Schulen die Energie eingespart haben. Den Kids wurden 282.673 Euro Prämie zur Verfügung gestellt. Für was dieses Geld verwendet wurde wird leider nicht geschrieben. Mein Vorschlag: legt ein KIVA Konto an und lasst die Kid’s dieses Geld verleihen. Ihr glaubt nicht was dieses Geld bewirkt!

Nicht bei den Projekten, sondern bei den Kid’s

Mythos Solarstrom ist zu teuer

Immer wieder erlebe ich die Frage ob Solarenergie nicht zu teuer sei oder es wird sogar behauptet Photovoltaik ist zu teuer.

Na die vielen Experten müssen es ja wissen, so z.B. wird in diesem Video versucht diesem Mythos entgegen zu halten.

Mir persönlich geht das inzwischen ganz schön auf die Nerven. Was soll ich mich immer wieder wiederholen?

Unsere Politiker haben es in den letzten 10 Jahren geschafft die Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien immer mehr zu verkomplizieren. Sollte irgendjemand von euch meinen er kennt die Deutsche Gesetzeslage, dem empfehle ich die Übersichtskarte vom Wirtschaftsministerium. Wer sich diese Übersicht angeschaut hat weiß, dass er nichts weiß.

Aber es geht ja nicht um das kleine Deutschland es geht um die Welt. Siebenundneunzig Prozent (97%) der Wissenschaftler sind der Meinung der Mensch beeinflusst das Klima. Deshalb ist es nicht entscheidend ob Photovoltaik in Deutschland teuer ist sondern die Entscheidung fällt weltweit. Auch in Kenia.

Dort verbrannte Jeriah in stinkenden Lampen Kerosin um ein wenig flackerndes Licht als Gegenleistung zu erhalten. Allerdings ist diese Zeit Vergangenheit, denn dank eines 50 Dollar Darlehens konnte sich Jeriah eine Solarlampe kaufen. Die 50 Dollar zahlt sie in sechs Raten innerhalb von acht Monaten zurück. Dann gehört ihr dieses Kraftwerk und sie erhält Dank der kostenlosen Sonnenstrahlen Strom frei Haus. Umweltfreundlich und ohne Gestank ist dieser Strom natürlich auch. Die toxischen Dämpfe der Kerosinlampe sind Vergangenheit.

Wer diese Technik dann noch als „teuer“ bezeichnet hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Investition 50 Dollar innerhalb 8 Monaten Kredit zurückgezahlt danach gewinnt das Modul seine Energie, speichert sie in einen Akku und gibt die Energie in der Nacht kostenlos ab. Einfacher geht es nicht.

Sollte jemand aus der Energiebranche für Jeriah eine kostengünstigere Lösung parat haben sie wohnt in Kenyayena Kenia ihr Foto:

und über KIVA kommt ihr sicherlich an die genaue Adresse. Ich bin mir aber sicher die Atomfuzzis, die Kohleverstromer, die Gaskraftwerkshersteller, die Windkrafthersteller, die Wasserkraft sie werden alle scheitern und sich nicht melden. Warum auch, an Jeriah können sie nichts verdienen. Jeriah macht ihren Strom mit einem Minisolarmodul und ohne x-Gesetzen die in Deutschland nur noch zum Verwirren statt zum Regeln verschlimmbessert werden.

Für Jeriah ist Solarstrom die günstigste Energieform und wenn in Deutschland ohne die Umverteilung durch x-Gesetze kalkuliert würde, dann wäre die Photovoltaik schon längst die günstigste Stromerzeugung.

Jeriah ist meine heutige heimliche Energieheldin aber wer es eine Nummer größer mag der schaut mal beim Stromauskunfts Blog vorbei die zeigen auf Länder Ebene auf wer Energieheld ist.

Projekte finden

Ich habe die Sonnenflüsterer Leiste (Blog Übersichtsseite oben) überarbeitet und komplett für KIVA eingerichtet. Teilweise fehlen noch Inhalte, das wird aber nach und nach.

Heute will ich was zur Auswahl von Projekten in KIVA schreiben.

In KIVA werden sehr viele Projekte angeboten. Momentan sind es mehr als 5.000. Aus dieser Vielfalt deinen persönlichen Favoriten auszuwählen kann nerven. Es sind deshalb Einschränkungen vorzunehmen damit aus den 5.000 nur noch ein paar einzelne Projekte werden. Am Ende bleibt natürlich die Qual der Wahl deine 25 Dollar einem einzigen Projekt auszuleihen.

Ich habe eine Anleitung erstellt um einige wenige Auswahlkriterien aufzuzeigen. Eine weitere Möglichkeit ist diese Auswahl abzuspeichern und sich von KIVA per Mail benachrichtigen zu lassen wenn ein neues Projekt mit diesen Merkmalen eingestellt wurde. Schaut es euch an und wenn ihr Fragen habt entweder im Kommentar oder per Mail/Telefon.

Wie immer der Hinweis:
In KIVA werden Kleinkredite zinslos verliehen. Wir Geldgeber erhalten keine Zinsen, im Gegenteil da im Durchschnitt ca. 2,9 Prozent des ausgeliehenen Geldes aus den verschiedensten Gründen nicht zurückgezhalt werden, ist KIVA keine Geldanlage für die eigene Rente!
Wer eine Verzinsung seiner Geldanlage haben möchte dem empfehle ich heute mal beim technewable Blog vorbeizuschauen. Die haben einen Bericht über Schwarmfinanzierung veröffentlicht.

Kleinkredite funktionieren auch bei Vorträgen

Gleich zweimal hatte ich das Vergnügen das KIVA System bei Veranstaltungen vorzustellen. Zum einen in Bensheim beim BUND Bensheim und in Mannheim beim 2. Barcamp von Metropolsolar Rhein Neckar.

In Bensheim hatte ich leichtes Spiel denn ich wurde von Jan von den Klimalotsen und Veronika vom Naturschutzzentrum unterstützt. Die beiden hatten das Vergnügen zwei Kleinkredite (50 Dollar) zu vergeben. Sie einigten sich gemeinsam auf ein Projekt und zur Freude aller Anwesenden, erreichte das Darlehensvolumen genau die 10.000 Dollar Grenze!

Auf dem Screenshot haben ich diesen Moment festgehalten. Mit 367 Darlehen 10.000 Dollar vergeben vom Team Klimalotsen. Im Team waren zu diesem Zeitpunkt 47 Mitglieder dokumentiert. Aus dieser Informationsveranstaltung fand sich anschließend ein weiteres Teammitglied. Leider war keine Presse vor Ort…

Beim 2. Barcamp in Mannheim von Metropolsolar galt es, wie bei Barcamps üblich, sich erst einmal als Referent zu qualifizieren. Aber solche Herausforderungen nehme ich gerne an und schaffte es letztendlich gut 90 Minuten KIVA, Klimalotsen und Kleinkredite über einen hervorragenden WLAN Zugang vorzustellen. Der vergebene Kleinkredit an Jeriah aus Kenia wurde auch gleich von Rainer der nicht nur Klimalotse sondern auch Metropolsolar Mitglied ist vervollständigt. Diese 50 Dollar Kredite für Menschen die ihre Kerosin Lampe durch ein Solarsystem (Modul, Akku und Lampe) ersetzen, sind der Beweis, dass Photovoltaik wirtschaftlich ist. Zu beachten ist, Jeriah zahlt die 50 Dollar innerhalb von 8 Monaten zurück. Es entsteht durch das Solarmodul Wertschöpfung vor Ort und Geld wandert nicht mehr für Kerosin aus der Region ab.

Auch bei dieser Veranstaltung gab es ein neues Klimalotsen Mitglied. Ausserdem gab es eine Barspende für das Team der Klimalotsen.

Die Barspende galt es an das Naturschutzzentrum weiter zu überweisen, eine Spendenquittung auszustellen und anschließend vom Konto des Naturschutzzentrums die Euros in Dollar auf das KIVA Konto zu überweisen. Im Nachgang kann ich nur sagen es hat alles super geklappt. Wir sind also ab sofort in der Lage Spenden anzunehmen und der Jugendgruppe Klimalotsen in KIVA auf deren Konto zu überweisen. Natürlich erhalten die Spender eine Spendenquittung und können diese bei ihrer Jahressteuer angeben.

Weiterhin gab es einige Zusagen bei denen ich noch „Nacharbeiten“ muss. In Summe also eine rundum gelungene Veranstaltung für das Thema Mikrokredite.

Es geht also voran und inzischen sind wir bei 49 Mitglieder im Klimalotsen Team die 11.025 Dollar als Darlehen vergeben haben. Mal sehen wer das 50. Mitglied wird? Überlegt’s euch und denkt nicht zu lange nach. Die vergebene Kreditsumme dürfte sich auch demnächst erhöhen denn wie ihr wisst am 17. des Monats zahlt KIVA die Raten aus den Krediten zurück. Unsere Teammitglieder sind dann meist anschließend wieder aktiv. Am besten ihr schaut gleich auf euren KIVA Konten nach ob ihr wieder einen 25 Dollar Kredit vergeben könnt. Aktuell sind sehr wenige Solarprojekte im Angebot dafür aber in Summe über 4.800 Projekte.

Da dürfte es auch nicht mehr lange dauern bis wir die Milliarden Grenze aller vergebenen Darlehen überschreiten. Hier fehlen noch 2,5 Milllionen Dollar. Da gibt es in den nächsten Tagen was zu feiern!

Stecker Solar Geräte für Oma und Opa

Ich beginne mal mit der Handlungsempfehlung:

Wie in den Niederlanden mit 500 W und 2,25 A, in Österreich mit 600 VA und in der Schweiz mit 600 W und 2,6 A erprobt, kann mit einer Begrenzung des max. AC-Stroms z.B. auf 2,6 A eine Überlastung von Leitungen ausgeschlossen werden.
Da das Brandrisiko vor allem bei älteren Installationen auftritt, sollte bei Installationen mit Schraubsicherungen der Einbau einer kleineren Sicherung verlangt werden. (z. B. eine Reduzierung von 16 A auf 13 A) .

Mit dieser Handlungsempfehlung kann jeder Opa und jede Oma leicht ein Balkonmodul ohne Gefahr in Betrieb nehmen. Entschuldigung noch einfacher. Nicht nur in Betrieb nehmen sondern auch den Stecker in die Schukosteckdose reinstecken. Wer meinen Blog regelmäßig liest kennt diese „Empfehlung“ schon lange von mir, aber jetzt kann ich auf offizielle Messungen verweisen. Was die Jungs da gemessen haben verstehe ich zwar im Detail nicht aber die Handlungsempfehlung ist für mich ausschlaggebend.
Bevor mir jetzt wieder alle Stammtischbrüder, Elektriker, Energieversorgungsunternehmen, Übervorsichtige, AfD’ler, Atomkraftbefürworter, FDP’ler schreiben wie gefährlich es ist ein Solarmodul über die Schukosteckdose in Betrieb zu nehmen, lest erst mal die Untersuchung.
Lasst mich aber in Ruhe mit technischen Details. Da müsst ihr euch schon mit den Experten in Verbindung setzen. Aber Vorsicht, die haben es echt drauf…
Lasst mich auch in Ruhe mit dem Schreckgespenst die Oma und der Opa könnten viele solcher Module über die Steckdose anschließen. Richtig die könnten das tun, sie könnten auch eine Kiste Bier auf einmal trinken oder zwei Kisten. Ich kann niemanden daran hindern an jeder Steckdose ein Stecker Solar Gerät anzuschließen. Ich kann hier nur davor warnen!

Schließt maximal zwei Solar-Module über die Steckdose an.
Nochmal zum merken maximal zwei!

Wollen Sie mehr anschließen:
fragen Sie ihren Elektriker oder Solateur,
die können auch mehr.

Mich würde eher der „Elch-Test“ der Steckdosensolarmodule interessieren. Wo sind denn die kreativen Stromkünstler die nicht nur von der Gefährlichkeit von Steckdosen Modulen reden sondern auch im realen Test beweisen, dass die Stecker Solar Geräte für Oma und Opa gefährlich sind?

Gerne verweise ich noch auf Seite 7 von 38
„Der Stecker-Typ F hat den Praxistest mit 200.000 installierten Stecker-Solar-Geräten in den Niederlanden bereits bestanden und entspricht damit den allgemein anerkannten Regeln der Technik (aaRdT)“

Jede Wette, dass Dimila aus Mexiko unsere Probleme nicht verstehen würde. Ich hab ihr mal kurz 25 Dollar geliehen…

Stecker Solar Geräte sind ungefährlich jetzt auch mit Untersuchungen des Photovoltaik Instituts (PI) nachgewiesen. Wenn jetzt jeder Opa und jede Oma sich ein Modul an den Balkon hängt dann müssten die Jungs und Mädels vom EnWiPo blog auch im nächsten Jahr wieder berichten. 1. Quartal: Erneuerbare mit deutlichem Plus. 😉

Wem verleihe ich mein Geld?

Eines der spannendsten Themen in KIVA ist die Auswahl des Projektes. Die Zeiten in denen nur eine Handvoll Projekte in KIVA zur Auswahl standen sind vorbei. Aktuell kann aus knapp dreitausend Projekten gewählt werden. In den letzten Tagen kamen einige Wünsche an mich über die verschiedensten Kanäle um Projekte vor dem „Verfall“ (expiring) zu retten. Beim „Solar Kühlschrank“ Projekt ist mir dies ja gelungen. Die Kennzahlen zu dem Projekt waren 5 Tage vor Projektende fehlten noch 2.500 Dollar. Das Projekt war aus meiner Sicht außergewöhnlich (Solar Kühlschrank!) und ich wollte einiges ausprobieren und konnte viel Zeit investieren. Permanent kann ich dies nicht leisten.

Allerdings gibt es in KIVA schon eine Gruppe „Late Loaning Lenders“ das sich darauf spezialisiert hat, Darlehen (Loans), die kurz vor dem ablaufen stehen, noch über die Ziellinie zu schubsen. Allerdings alles in Englisch.

Für die Klimalotsen als Gruppe mit derzeit 45 Mitgliedern ist diese Unterstützung nicht realisierbar. Ich zeige mal wie viele Projekte gleichzeitig den „Bach runter“ gegangen sind.

diesen sechs Projekten fehlten in Summe ca. 2.000 Dollar!
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diesen sechs Projekten fehlten knapp 3.000 Dollar und ihnen standen nur noch 11 Minuten zur Verfügung. Selbst eine Mail für das Projekt James (ihm fehlten noch 50 Dollar) wäre schwierig zu realisieren gewesen.

Ich hatte mit meinen bescheidenen Mittel Annah’s Group (erstes Bild erste Reihe rechts) noch unterstützt. Aber nach einer guten Stunde kam die Rückabwicklung, es waren nicht genug Geldgeber die ihr Geld leihen wollten. Deshalb wurde nach insgesamt 30 Tagen das bereits zur Verfügung gestellt Geld zurückgezahlt und Annah’s Group erhält kein Darlehen…

Wem diese Regel zu hart erscheint dem empfehle ich mit der Abfrage „Lend/Sortierung Expiring soon“ immer mal nachzuschauen.  Hier werden die nächsten auslaufenden Projekte angezeigt. Dann könnt ihr versuchen mit euren finanziellen Mitteln Projekte zu „retten“. Ansonsten hilft nur neue Mitglieder für KIVA zu gewinnen denen die Idee hinter KIVA wichtig ist. Derzeit stehen mehr Projekte zur Verfügung wie Geldgeber vorhanden sind, es gab aber auch schon andere Zeiten.

Bei unserem Team der Klimalotsen muss momentan die Vergrößerung des Teams im Vordergrund stehen. Wer Mitglied bei den Klimalotsen ist kann über das KIVA Message Team „alamiert“ werden. Deshalb wieder der Aufruf meldet euch bei KIVA an und werdet Teammitglied bei den Klimalotsen. Die Mitgliedschaft ist ohne finanzielle Verpflichtungen für euch. Mit dem nächsten Darlehen eines unserer Mitglieder kommen wir auf 9.000 Dollar verliehenes Geld. Für die kurze Laufzeit des Teams eine tolle Leistung.

Wer lieber konkret hier in Deutschland jemand unterstützen möchte dem empfehle ich meinen Energieblogger Kumpel Andreas, er kann Unterstützung gut gebrauchen und euer Geld ist auch bei ihm gut angelegt.

Strom Offensive

Wer jetzt glaubt ich würde mich mit der deutschen Energiepolitik beschäftige irrt gewaltig. In Deutschland läuft der Wahlkampf an und das Thema Energie läuft unter Sonstiges. Bei uns ist die Bundeskanzlerin unumstritten aber ihre Energiepolitik ist katastrophal. In Kenia dagegen ist der Präsident umstritten seine Energiepolitik gilt dagegen als Erfolg. Vor vier Jahren waren nur 23 % der Haushalte am öffentlichen Stromnetz angeschlossen, heute sind es 65 Prozent! Über ein Atomkraftwerk wird schon jahrelang geschwafelt aber realisiert werden Windräder und vor allem Photovoltaik. Wer sich den Artikel in der Süddeutschen reinzieht erkennt mit welchen rigorosen Mitteln diese Fortschritte fast schon erzwungen werden.

Mit diesem Artikel wurde mir aber klar, warum in KIVA regelmäßig hunderte Projekte mit Solarenergie angeboten werden. Aktuell sind von den 935 Kleinkredit Projekten die in Kenia angeboten werden 263 Projekte zumindest mit einem Anteil von Solarenergie. In allen anderen Ländern zusammen sind es gerade mal 43 Solarprojekte die ihre Geldgeber suchen. So geht Energiewende oder besser geschrieben so bekommen die Menschen in Kenia endlich Zugang zu Energie.

Wenn ein Präsident wie in Kenia „auf den Tisch haut“ dann geht was. Was hier in Deutschland sicherlich nicht gehen würde und von mir auch nicht gewünscht wird. Aber wenn Frau Kanzlerin auch noch in die falsche Richtung läuft dann ist es schon bitter. Ich habe mich längst dran gewöhnt, dass ich nur noch kleine Brötchen backen kann. Was bei der Energiewende geht und was nicht, hat Kilian beim „vierten Open Table“ der Energieblogger beschrieben.

Egal was bei rauskommt, ich mach weiter, ich bin sicher in die richtige Richtung zu laufen. Wenn eine Wand kommen sollte, voll dagegen mit meinem Dickschädel kann es nicht schiefgehen.