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V.I.P. Team

Very Important Person (V.I.P.) auf deutsch eine sehr wichtige Person, diesen Status hat sich das Team der Klimalotsen inzwischen redlich verdient. Im KIVA System sind über 1,7 Millionen Geldgeber registriert. Diese Geldgeber sind teilweise in über 35.000 Teams organisiert. Wobei einige dieser Teams sind „Karteileichen“ die noch keine Darlehen vergeben haben. Aber über 10.000 Teams haben bereits mehr als 1.000 Dollar verliehen. Da das Klimalotsen Team in seiner 20 monatigen Existenz (seit Aug. 2016) schon 143.125 $ verliehen hat liegt es im KIVA Ranking der Teams auf Platz 350 (von 35.874 Teams) und gehören somit zu dem einen Prozent an Teams, die das meiste Geld verliehen haben.

Klar dass sich dieser Erfolg rumspricht und ich immer öfter angesprochen werde ob ich nicht über KIVA reden möchte. Natürlich findet sich immer ein Weg um dies zu realisieren. Bei diesen Veranstaltungen finden sich auch meist neue Teammitglieder, denn KIVA überzeugt!

Die Kreditvergabe bei den Klimalotsen vom Naturschutzzentrum dagegen wird immer entspannter. Die Jungs (leider haben wir derzeit keine Klimalotsin!!!) sind cool drauf und überraschen immer wieder mit ihren Argumentationen.

Beim letzten Treffen konnten drei Darlehen vergeben werden. Ich hatte drei Projekte vorgeschlagen und die Jugendlichen gefragt ob Sie auch ein Projekt aus Indien unterstützen wollten. Indien deshalb, weil wir erst vor kurzem Aishu nach acht Monaten Freiwilligen Dienst in Ihre Heimat verabschiedeten. Aishu lebt in Indien und die Kids waren sofort begeistert und beschlossen ein Darlehen nach Indien zu vergeben. Wir selektierten in KIVA indische Projekte und schauten uns die ersten Projekte an. Sofort erkannen die Klimalotsen, da werden ja einige Projekte „gematcht„. Dies bedeutet wenn wir dem Projekt 25 Dollar geben dann gibt ein uns unbekannter Gönner weitere 25 Dollar für dieses Projekt. Damit war die erste Auswahl getroffen. Nach vielen weiteren Diskussionen wurde Monaben eine 48 Jahre alte Frau als Klimalotsen förderwürdig befunden. Ausschlaggebend für die Klimalotsen waren die Grundnahrungsmittel die von Monaben gekauft und verkauft werden sollen. Bei den drei zur Auswahl stehenen Solarprojekte wurde die „Händlerin“ ausgeschlossen. Die Argumentation: sie verkauft so viele andere elektronische Geräte (Radio, Fernseher etc.) da sind die Solamodule nicht ausreichend…
Am leichtesten hatte es Fadel aus Palestina da er das Solarmodul für Energiegewinnung braucht um Autos zu reparieren und reparieren das fanden die Klimalotsen prima. Bei Rin aus Cambodia dagegen gab es einige Bedenkenträger. Der braucht ja nur Licht in so einer Hütte ist das nicht notwendig…!!! Aber schon gab es widerrede von den anderen Klimalotsen wie wichtig Licht für diese Menschen ist und so hatten wir das dritte Darlehen an diesem Tag vergeben. Leider sind momentan alle drei Projekte noch nicht vollständig finanziert, vielleicht kann ja einer der Leser diesen Zustand beenden. 😉

Das nächste Monatstreffen der Klimalotsen findet auswärts statt und somit treffe ich die Klimalotsen Jugendlichen erst wieder am 15.6.2018. Allerdings werde ich wie gehabt mein monatliches Captains Dinner am 2.5. und am 6.6. jeweils um 14 Uhr im Naturschutzzentrum durchziehen. Ausserdem steht noch ein Vortrag am8.6.2018 bei der Windpark Ravenstein Gmbh&Co. KG auf deren Gesellschafterversammlung an.

Ja V.I.P. Team wird man nur wenn man was macht…

Mir machen diese positiven Geschichten viel mehr Spaß wie die ständigen Insolvenzmeldungen aus der deutschen Solarbranche. Nur gut dass ich eine Energieblogger (hier der Stromauskunft Blog) habe die sich auch um diese politischen Armutsgeschichten kümmern.