Drama Sonnensteuer

Ich weiß kein Mensch kann diese elenden Diskussionen um das EEG 2014 noch hören. Da immer über alles diskutiert wird entstehen wahre Monsterdiskussionen und das Detail bleibt auf der Strecke.

Ich bin natürlich anders ich schaue mal ins Detail und schau mir die Eigenverbrauchsmenge und die privilegierte Strommenge an.
Es ist doch verwunderlich, dass die Eigenverbrauchsmenge die im Jahr 2014 immerhin 2.790 Gigawattstunden betragen soll in den nächsten Jahren auf bis auf 5.890 Gigawattstunden im Jahr 2018 mehr als verdoppeln soll! (Quelle: Frankfurter Rundschau)

Ich frag mich immer wie diese zukünftigen Zahlen wohl ermittelt werden? Eine Verdoppelung wie schrecklich, die Bürger entsolidarisieren sich und der klägliche Rest an Stromverbraucher muss die Lasten für Netz etc. alleine tragen. Damit dies nicht geschieht denken unsere Regierungspolitiker über eine Sonnensteuer nach, die nur diejenigen zahlen müssen die aus Sonnenstrahlen Strom machen und ihn unverschämter Weise auch noch selbst nutzen! Wer die Sonnenenergie auf seiner Fläche nicht nutzt, sozusagen verschleudert, muss keine Steuern zahlen. Er erhält also eine Art von Solar Subvention! 😉

Gleichzeitig schützen unsere Regierungspolitiker die „stromintensiven Unternehmen“ weil sie Angst haben diese Unternehmen würden in das Ausland abwandern. Die Arbeitsplätze dieser „stromintensiven Unternehmen“ würden dann verloren gehen. In der Argumentation werden aus den „stromintensiven Unternehmen“ plötzlich Unternehmen in denen viele Arbeitsplätze vorhanden sind. Welche Art von Arbeitsplätzen wird natürlich nicht diskutiert. Diese Unternehmen dürfen sich aus der Solidargemeinschaft der Energieverbraucher verabschieden. (Wohlgemerkt Begründung – stromintensive Unternehmen!). Zahlen dürfen die Strom sparenden Bürger und mittelständische Unternehmen…

Wenn man die Kilowattstunden sucht, die in 2014 von diesen stromintensiven Unternehmen (fast) Abgabenfrei konsumiert werden darf, stellt man fest:
Dies ist eine ordentliche Summe! Sie summiert sich auf
107.101 Gigawattstunden!

Wie bitte!

Befreit werden 107.101 Gigawattstunden (stromintensive Unternehmen)
Belastet werden 2.790 Gigawattstunden Betreiber von Erneuerbaren Energien mit Eigenverbrauch!

Die stromintensiven verbrauchen das 38-fache an Strom und werden entlastet und diejenigen die in Erneuerbare Energien investieren sollen per Gesetz mit einem Verwaltungsmonster belastet werden?

Liebe Bundesregierung mir reicht es für heute. Ich kann nur sagen:

Ihr habt nicht mehr alle Tassen im Schrank!

3 Gedanken zu „Drama Sonnensteuer

  1. Bastian Reimers

    Ist das deren Ernst? Jetzt wollen die eine Sonnensteuer einführen? Und mit welcher Rechtsgrundlage bzw. mit welcher Begründung müssen Großunternehmen über die hälfte weniger EEG-Umlage zahlen? Sie verursachen doch mehr Kosten. Die Mehrkosten gleicht der deutsche Steuerzahler durch seine höheren EEG-Umlagen aus. Und seit wann ist es mit dem Grundgesetz vereinbar, dass wir zur Finanzierung von Privatunternehmen gezwungen werden dürfen? Eine Zwangsfinanzierung von Unternehmen ist unzulässig, soweit ich das BGB und unser Grundgesetz kenne.

    Und jetzt noch eine Steuer für das Sonnenlicht? Wann kommt dann wohl die Luft/Erde/Wind/Feuer-Steuer?

    Antworten
  2. Rainer

    Da hilft nur Hohn und Spott,

    „die Bürger entsolidarisieren sich“ = „die (Staats) Bürgen entsolidarisieren sich“ – da besteht keinerlei Gefahr. Doch wem das noch nicht aufgefallen ist, welche Maßnahme die der Staat trifft, ist nicht eine Einseitige Begünstigung von vergleichsweise Wenigen ?

    Frei nach dem Vergleich „beide Beine sind gleich lang – besonders das Rechte (gern auch das Linke wegen der Ausgewogenheit)“ Autobahnen sind für alle da – besonders aber für Fuhrunternehmer, Flugplätze (auch jene die erst „später“ fertig werden) sind für alle da – besonders aber für Fluglinienbetreiber usw. usf.

    Strom ist für alle da – besonders für die Eigner von Großgeneratoren und Stromleitungsnetzen

    Ähnlich wie bei allen Beispielen werden die wahren Nutznießer durch von „Staatsbürgen“ finanzierter Infrastruktur jeglicher Art im „Hintergrund“ gehalten. Das „wir“ auch auf Autobahnen, Straßen, Flugplätzen, aus dem Stromnetz „bedient“ bzw. „verkehren“ dürfen, reicht völlig aus um weiter unsere volle „Solidarität“ zu beanspruchen.

    Nur dann, wenn die eigentlichen Gewinne ebenfalls „breiter gestreut“ werden sollen, wird das zu „unsolidarischem Verhalten“ deklariert. 1,4 Millionen zu 4 oder gern auch 10 „EVU“ ist umgekehrt proportional zum Verhältnis der „Befreiung“ von Belastung des Eigenverbrauchs :

    107.101 / 2.790 = 38
    1.400.000 / 10 = 140.000 (in grober Näherung, es gibt ja mehr als die 10 dominierende EVU)

    Mal sehen, wann sich welche, Parteien endlich der „Entsolidarisierung“ weiter Bevölkerungskreise strafend annehmen, die bislang durch Eigenanbau und frechem Eigenverbrauch, der „Rest“ der Bevölkerung und dabei ganz besonders die bedauernswerten Gemüse- und Obstverkaufenden um ihre bescheidenen Einkommen betrügen ?

    Wann endlich werden all jene in die Solidarität zurückbefohlen, welche sich gierig durch allerlei Dämmmaßnahmen von den armen – meist Mietern – in solidarischen Hochverbrauchsgbäuden nicht scheuen treu alle weiter zu unterstützen die ihr karges Auskommen mit einfachsten Heizungsmaschinen aufbessern müssen ?

    Wann kommt sie endlich die Fahrradsteuer – wann endlich wird dieser unsolidarische Haufen an die still leidenden Mineralölgesellschaften zurückbeordert ?

    Könnte bis dahin wenigstens eine klitzekleine Diätenerhöhungen die Götter im Reichstag* noch für eine Weile besänftigen ?

    Lasst uns dort* gemeinsam zum „Nordwestturm“ ziehen und dort stellvertretend Figur für „Elektrotechnik“ um Hilfe von Oben anflehen, weiter zum „Südwestturm“ bei der Figur (die obwohl gleich groß wie alle anderen, die kaum erkennbare) „Staatskunst“ symbolisiert, besonders inbrünstig um mehr, viel mehr, ultimativ mehr dieser ach so mikroskopisch kleinen Kunst flehen – Angehöriger religiöser Gruppen dürfen gern die für sie zuständigen Götter anrufen – viel hilft ja womöglich auch viel…..

    Danach sollten wir uns mit Wirten und Hersteller geistiger Getränke solidarisieren – anders ist all das kaum noch auszuhalten 😯

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  3. Pingback: Sonnenstrom, Eigenstrom-Umlage – was nun? | blog.stromhaltig

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