23 Jahre nach Tschernobyl

Am nächsten Wochenende sind es dann 23 Jahre her, daß in Tschernobyl der bisher größte Atomunfall begann. Es werden weltweit wieder viele Artikel über diese Panne? Unfall? techn. Versagen? menschliches Versagen? geschrieben werden. Die Anti Atomkraftszene wird einige Demos organisieren. Ich werde diesmal in Neckarwestheim meine Beine vertreten… :-) Wir werden all die Dinge die schon tausendmal gesagt und geschrieben wurden erneut wiedergeben. Ändern wird es bei der Einstellung von CDU und FDP gegenüber dem Atomausstieg nichts.

Beide Parteien propagieren die Laufzeit der Atomkraftwerke in Deutschland zu verlängern. Ungeachtet der erhöhten Gefahr von alten Atomkraftwerken. Ungeachtet der Erfahrungen aus Tschernobyl. Immer noch sind im Umkreis von 70 km um Tschernobyl keine Menschen zugelassen. Die Bewohner wurden evakuiert und sind in alle Winde verweht. Ich frag mich immer wer es verantworten will, wenn hier in Deutschland so etwas geschieht? Sie werden wieder alle sagen: “Wir haben es nicht gewußt”. Aber man sieht doch das Elend, daß in Tschernobyl, in Asse oder in Gorleben von den Atomkonzernen hinterlassen wird. Wer kümmert sich denn in Tschernobyl um den vor sich hin kokelnden Reaktor? Sie haben den immer noch mit Radioaktivität verseuchten und vor sich hinbrennenden Reaktor mit Beton zugeschüttet. Diesen Betonmantel will man demnächst mit Millionen Aufwand erneuern. Besser gesagt: “Sie schütten nochmal Beton obendrüber”. Dilletantischer geht’s nicht. Es gibt keine Lösung für die Beherrschung dieses Unglücks in Tschernobyl und es ist noch lange nicht klar wann dieser Unglücksreaktor unter Kontrolle ist.

Immer noch besteht die Gefahr, daß die Betonhülle einstürzt und die Radioaktivität wieder an die Umwelt abgegeben werden kann. Mir tun schon jetzt die vielen “Helden” leid die an die vorderste Front in Tschernobyl geschickt werden. Ich frag mich immer bin ich denn der einzige der diese Gefahren sieht? Nein es sind viele. Einige werden nach Neckarwestheim kommen. Andere an anderen Orten demonstrieren. Wieder andere sind zwar gegen Atomkraft aber sie haben nicht die Kraft dies öffentlich zu äußern. Ich erwarte als mindestens von allen diesen Menschen, daß Sie im September bei der Bundestagswahl das Kreuz an der der richtigen Stelle machen. Dazu muß der Mut reichen.

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