Null Grenzkosten

Es koschd nix, so würde man hier in Südhessen sagen! Mit Grenzkosten sind die finanziellen Mehraufwendungen gemeint die entstehen wenn ein Stück (z.B. eine Kilowattstunde Strom oder ein Handy) mehr produziert wird. Wenn dieses „Eine Stück“ kaum was kostet dann spricht Jeremy Rifkin von „Null-Grenzkosten“.

Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft, ein Buch dass ich jedem empfehle der wissen möchte wie die Zukunft aussehen könnte. So sagt es Jeremy Rifkin!

Aber nur dann wenn wir es tatsächlich schaffen Erneuerbare Energien so voran zu bringen, dass atomar und fossile Energiegewinnung Geschichte ist. Da ich überzeugt bin, dass wir immer mehr atomare und fossile Kraftwerke stilllegen werden war ich enorm gespannt auf die Ideen des Visionärs. Ich bin nicht enttäuscht worden. Auch wenn ich das Buch erst zu zwei Drittel gelesen habe musste ich heute schreiben „Leute kauft das Buch und lest es“.

Jeremy versteht es weiter zu denken über Wahlperioden hinaus. Er denkt systematisch und zeigt auf wie sich die Welt verändern könnte oder noch schärfer ausgedrückt sie wird sich in diese Richtung verändern.

Die Untertitel des Buches weisen schon auf die Visionären Knackpunkte hin.

Das Internet der Dinge

Kollaboratives Gemeingut

Der Rückzug des Kapitalismus

An all diesen Dingen arbeite ich mit meinen bescheidenen Mitteln mit und Jeremy beschreibt die grandiosen Aussichten wenn wir zu „Null Grenzkosten“ Menschen teilhaben lassen können! Mich mischt dieses Buch mal wieder mächtig auf und ich stelle Jeremy auf eine Ebene wie Hermann Scheer nur auf eine andere Art. Jeremy ist mehr wissenschaftlich und weniger politisch.

Für mich die größte Überraschung war die Erkenntnis dass wir auf dem besten Weg sind den Weltraum zu erobern. Ein Ziel dass ich in jungen Jahren at acta gelegt hatte. Wie sollten wir mit unseren lächerlichen Raketen jemals große Mengen an Materie auf andere Planeten unseres Sonnensystems bringen? Jeremy beschreibt diesen Schritt. Dabei nimmt er keine Hilfe in Form von Mutanten in Anspruch wie es damals bei Perry Rhodan war. Ich seh gerade die 2.787 Folgevon Perry Rhodan erscheint am 16. Januar 2015! In meiner aktiven Lesezeit hab ich die Romane zweihundert bis vielleicht vierhundert gelesen… Da muss ich noch lange Blogartikel schreiben um auf solch eine Bilanz zurückblicken zu können!

Auch wenn die von Jeremy beschriebenen Techniken (z.B. 3D-Drucker) nur ein kleiner Schritt sind, aber es könnte gelingen. Ich habe Hoffnung dass all diese Visionären Vorhersagen zum Wohle aller Menschen gelingen können.

Lasst und beginnen in kleinen Schritten. Baut Photovoltaikanlagen.

5 Gedanken zu „Null Grenzkosten

  1. Joachim

    27 Euro! Schade dass er selbst nichts von seinen Thesen glaubt sonst hätte er das Buch als ebook den Lesern direkt, ohne Verlags- und Einzelhandelskosten, zu seinen Grenzkosten angeboten. 🙁

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    1. Erhard Beitragsautor

      Jeremy beschreibt eine Entwicklung! Wie sind noch nicht so weit. Deshalb finde ich es angemessen, dass er für sein Buch Geld verlangt.

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  2. Rainer

    „Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft: Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus“

    Kein E-Book ? Nun das stimmt so nicht – bei einem bekannten Unternehmen gibt es eine entsprechende Edition für 22,99 € was zugegeben immer noch recht teuer ist…

    „Die Befreiung vom Diktat des Eigentums hat begonnen und mit ihr eine neue Zeit.“

    Nun ja es gibt sicher eine Reihe Menschen welche sich gern weiter diesem Diktat unterwerfen würden – für sie ist diese wunderbare Zeit schon angebrochen – höchst unfreiwillig…

    Hier die http://www.taz.de/!146768/ mit einem Interview

    Wer lieber in englischer Sprache liest, kann das E-Book für 14,99 € auf seinen PC, Tablett laden. Vorteil das Original lesen ….

    „The Zero Marginal Cost Society: The Internet of Things, the Collaborative Commons, and the Eclipse of Capitalism (Englisch)“

    ZITAT eines Lesers :
    Die im Titel des neuen Buches angekündigten Themen haben mich direkt angesprochen, so dass ich nicht bis August auf die deutsche Übersetzung warten wollte – und es hat sich gelohnt!

    Rifkin untersucht den Kapitalismus mit seinen grundlegenden Marktmechanismen im Kontext der aktuellen massiven digitalen Technologieentwicklung. Es sind ähnliche Grundgedanken wie bei „Lights in the Tunnel“ von Martin Ford, aber Rifkin kommt zu anderen Schlussfolgerungen. Er geht davon aus (sehr stark verkürzt), dass sich der Kapitalismus in Zukunft nicht mehr lohnt, weil die Grenzkosten durch die Digitalisierung immer mehr gegen Null tendieren. Es sei denn, es bilden sich Monopole (wie es aktuell in der Internetwirtschaft geschieht) und die Anbieter können so ihren Vorteil aus anderen Mechanismen ziehen.
    ZITAT /

    Bei so einem Monopolisten habe ich eben für 14,99 € gekauft….

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  3. Claus Scheuber

    Apropos „Null-Grenzkosten“…

    …wer ein Buch gelesen hat, und Teile davon, besonders im vorliegenden Fall, verstanden gat, kann dieses Buch verleihen, verschenken oder zum Gebrauchtwert weiter veräußern – null Grenzkosten eben.

    in diesem Sinne: viele Erkenntnisse mit J.Rifkin

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