Photovoltaik an einer Lärmschutzwand

Vor zwei Jahren am 15.11.2006 ging die Stadt Bürstadt an die Öffentlichkeit mit meiner Idee an der Lärmschutzwand eine Photovoltaikanlage (Bürstädter Sonnenwand) zu bauen. Jetzt zwei Jahre später steht die Photovoltaikanlage immer noch nicht. Ich bin heute aber noch genau so sicher wie vor zwei Jahre:

An dieser Lärmschutzwand wird eine Photvoltaikanlage stehen.

Sonnenflüsterer Lärmschutzwand(Auszug aus der Karikatur von Michael Hüter) Auch wenn jetzt noch die Bürgerinitiative dagegen demonstriert… Ich muß ja auch schon lange in Biblis (Hintergrund) demonstrieren. Das letzte mal unter dem Motto “Düblis nein Danke!

Lediglich wann, daß ist immer die große Frage gewesen. Wann wird die Photovoltaikanlage stehen. Derzeit stehen alle Ampeln auf grün und ich bin sicher in den nächsten Monaten wird die Anlage gebaut. Aber von vorn…

Im April 2005 habe ich aus der Zeitung erfahren, daß ein Neubaugebiet (ca. 70 Häuser) entstehen soll. Natürlich war ich aktiv und wollte für die Solarenergie ein Vorzeigeprojekt generieren da wir zu diesem Zeitpunkt ja gerade die weltgrößte Photovoltaikanlage abschlossen. Leider hab ich die politischen Gremien nicht einen können. Die SPD wollte eine generelle Ausrichtung der Dächer nach Süden und die CDU wollte auf meinen Hinweis eine Solare Beleuchtung für dieses Baugebiet. Leider mußte ich bei den Solarlampen feststellen, daß die Streetsun die deutschen Normen für befahrene Straßen noch nicht erfüllte. Jedenfalls wurde auch der SPD Wunsch von der CDU abgelehnt. Als kleinsten Kompromis taufte man das Baugebiet “Sonneneck” und alle Straßen erhielten Sonnennamen. (Solarweg, Heliosweg, Im Sonneneck, Sonnenblumenweg, Auroraweg im Sonnenried)

Das frustriert natürlich denn nur mit Sonnennamen halten wir weder die Klimaveränderung auf noch können wir Atomkraftwerke mit abschalten…

Deshalb musste was neues her und ich wurde fündig. Es war eine ca. 500 m lange Lärmschutzwand geplant. Ausrichtung von Ost nach West und im EEG steht die hohe Vergütung gibt es auf “Dächern und an Lärmschutzwänden“.

Das wars dachte ich mir: Kostengünstige Installation und Dach (Lärmschutzwand) Vergütung.

Da mir zu Beginn der Planungen kein Mensch sagen konnte wo genau die Lärmschutzwand gebaut wird, gab es zwei Möglichkeiten. Entweder wird die Wand auf Gelände von der Stadt oder vom Landkreis gebaut. Also hatte ich keine Ansprechpartner. Es ging nur um ein paar Meter hin oder her und für das Bauamt spielte diese Kleinigkeit keine Rolle. Deshalb konnte ich erst aktiv werden als die Lärmschutzwand gebaut war. Am 3.9.2006 habe ich die ersten Fotos von der Wand gemacht. Lärmschutzwand ohne Photovoltaikanlage

Als ich die Gabionen Lärmschutzwand zum ersten mal gesehen habe dachte ich das wird nie was. Aber für solche Fälle hab ich ja meine Spezialisten und Armin Hambrecht von der Firma Solarartprüfte die Fotos und entschied wir machen das…

Mit dem Artikel am 15.11.2006 ging die Hatz los. Wir bauten am 29.11.2006 zehn Module an die Lärmschutzwand damit sich alle beteiligten vorstellen konnten wie das aussieht.

Lärmschutzwand mit zehn Photovoltaikmodulen

Die zehn Module hängen immer noch einsam rum. Es bildete sich “Widerstand” eine Bürgerinitiative (50 Leute bei 16.000 Einwohner!) wurde aktiv.

Ich, Solarart und die Stadt aufs übelste beschimpft und ausgelacht.

Mit Rechtsanwälten gedroht aber meine Sonnenwand ist nicht aufzuhalten wir werden sie bauen. Bei mir dauert halt alles ein bißchen länger… aber davon demnächst mehr…

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