Erneuerbare Energien 2008 – politisch gedrückt

Nachdem der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) die “vorläufigen” 2008er Produktionszahlen der erneuerbaren Energien veröffentlich hat möchte ich mir ein paar Hinweise nicht verkneifen.

Zuerst natürlich das Positive. Die Photovoltaik hat am stärksten zugelegt. Mit 800 Mio. kWh mehr als im Jahr zuvor erreichen die PV Branche jetzt 4,3 TWh (4.300 Mio. kWh) immerhin ein halbes Atomkraftwerk. Da wir nur ein schwaches Sonnenjahr hatten vermute ich mal, daß da im nächsten Jahr eine größere Steigerung ansteht. Denn ich hoffe auf ein fettes Sonnenjahr…

Bevor die Windgegner wieder jubeln und die magere Steigerungsrate von ebenfalls “nur” 800 Mio. kWh als Ende des Windbooms in Deutschland titulieren möchte ich auf den politischen Unsinn (Einführungsdatum!) hinweisen. Durch die EEG Novelle wurde für Windenergie eine höhere Vergütung beschlossen. Aber erst ab Jan. 2009 das verlockt natürlich die Windräder erst ab diesem Datum an das Netz anzuschließen. Denn die Vergütung ist schon ordentlich erhöht worden. Übrigens mit dem Argument der steigenden Stahlpreise. Die sind inzwischen aber wieder auf das Niveau von 2006 gefallen. Nichts desto trotz mit den “2008er” Anlagen dem Anreiz der höheren Vergütung und natürlich auch hier wieder ein winhöfigeres Jahr 2009 dürften im nächsten Jahr die Steigerungen wieder größer sein.

Noch blöder waren natürlich die Entscheidungen bei den Biokraftstoffen. Wie vorhergesagt bricht der Markt für Pflanzenöl um 50% und der bei Biodiesel um 20% ein. Damit wurde der ganze Mehrertrag durch erneuerbare Energien wieder aufgefressen und wir stehen leider wieder bei 9,6% Anteil am Endenergieverbrauch. Das ist wie beim Monopoly gehe zurück auf Los ziehe nicht 4.000 ein.

Auf ein gute Neues Jahr 2009!

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