Atomkraft im Kreis Bergstraße ja aber keine Windräder

Diese Zeit ist jetzt vorbei. Gleich in zwei Städten haben sich die politischen Parteien für eine Ausweisung von Windvorrangflächen ausgesprochen. In Heppenheim gab Donnerstag schon einen Beschluß der Stadtverordnetenversammlung mit 19 zu 17 Stimmen für die Windvorrangfläche. Dagegen war das Votum in Bürstadt einstimmig für die Windvorrangfläche. Allerdings war dies erst der Bauausschuß und die Stadtverordnetenversammlung muß diesem Votum noch zustimmen. Im Ergebnis dürfte sich daran nichts änderen es könnte aber sein, daß sich einzelne Stadtverordnete dann doch gegen die Windvorrangfläche entscheiden. Warten wir es mal ab.

In Heppenheim ging es aber in der Stadtverordnetenversammlung anscheinend hoch her. Ansonsten kann man sich die Sprüche von FDP und CDU bezüglich Atomenergie nicht vorstellen.
Windräder werden derzeit durchgesetzt, wie die Atomkraftwerke in den sechziger Jahren: noch unausgegoren und ineffizient” (Hans-Peter Falter, CDU-Fraktionsvorsitzender).

Mit dem heutigen Wissen über die Problematik der Endlagerung würde Biblis sicher nicht gebaut” (Hubert Vettel, FDP-Stadtverordneter).

Natürlich hat dieses geplapper der Kommunalpolitiker nichts mit der Windenergie zu tun. Es zeigt aber auf wie hier im Kreis keine 20 km vom Atomkraftwerk Biblis entfernt selbst die Politiker von CDU und FDP über die “sichere” Atomenergie in Wahrheit denken.

Auf jeden Fall ist der Bann erstmal gebrochen. Zwei Kommunen im Kreis Bergstraße wollen Windvorrangflächen in ihrer Gemarkung. Jetzt bin ich gespannt ob weitere Kommunen folgen und wie dann die Regionalversammlung entscheidet.

Ich würde den Windanlagen Planern empfehlen auf jeden Fall einen Bauantrag zu stellen. Wollen wir doch mal sehen was dann geschieht. Es geht voran…

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