Solar Förder Verein und Energie in Bürgerhand

Da ich sowohl Mitglied beim Solar Förder Verein (SFV) bin aber auch Genosse bei Energie in Bürgerhand (EiB) möchte ich heute zu den negativen Aussagen des SFV bezüglich EiB schreiben.

Der SFV ist bekannt für seine Verdienste bezüglich der Kosten deckenden Vergütung oder vielen kleinen Verbesserungen im EEG für die Photovoltaik. Ebenso meldet sich der SFV regelmäßig zu allen die Photovoltaik betreffenden Diskussionen. Dabei ist der SFV auch immer für seine extreme Stellung pro Solarenergie berüchtigt. Bei der Beurteilung von EiB kann ich aber keinen einzigen der “Argumente” nachvollziehen.

Zu 1) Strom aus Sonne und Wind wird von privaten Betreibern billiger erzeugt

Was dieser Satz in Verbindung mit EiB aussagen soll ist mir schleierhaft. EiB kauft einen Anteil an der THÜGA. Die THÜGA wiederum ist an ca. 90 Stadtwerken beteiligt. Warum sollte es nich möglich sein durch Informationen aus den Stadtwerken und Information vor Ort in den Gemeinden der Stadtwerke die Erneuerbaren Energien voranzubringen?
Irgendjemand muß ja schließlich die Informationskampagnen machen. Bei aller Liebe zum SFV aber sowohl die Zeitschrift des SFV (Solarbrief) als auch die Homepage des SFV wird nur begrenzt gelesen. Wenn wir die Chance haben in den Kundenzeitschriften von ca. 90 Stadtwerken Werbung bei ca. 5 Millionen Kunden für Erneuerbare Energien machen können bewirkt dies ein vielfaches von den Statements des SFV. Eine Studie der RWE von 1993 sowie eine Stellenausschreibung von 1997 sollten langsam in das Archiv überführt werden. Im Zusammenhang mit den Stadtwerken der THÜGA stehen diese Argumente nicht.

Zu 2) Für die Bereitstellung weiterer Stromspeicherkapazitäten sind Stadtwerke und Stromkonzerne nicht die geeignete Adresse

Auch hier wird mit einer Aussage von RWE argumentiert. EiB kauft aber keine Anteile an der RWE sonder an der THÜGA und damit an ca. 90 Stadtwerken. Diese Stadtwerke agieren anders wie eine AG es sind Kommunale Versorger. Wenn wir viele Wind und Photovoltaikkraftwerke bauen werden Speicher benötigt. Aber es wird auch jemand benötigt der diese Speicherung managt. Da ist EiB bei den Stadtwerken goldrichtig.

Zu 3) Das Stromnetz muss verstaatlicht werden

Die Übertragungsnetze sicherlich aber doch nicht die Verteilnetze in den Städten. Die können ohne weiteres der Kommune (ihren Stadtwerken) gehören. Auch da ist es einfacher wenn wir gezielt die 90 Stadtwerke ansprechen und nach und nach deren Netze vollständig in die Hände der Stadtwerke holen. Ich wünsche mir jedenfalls keinen Staatlichen Netzbetreiber den ich im Call Center anrufen muß wenn in Bürstadt eine Störung im Stromnetz ist.

…und dann sind die Argumente auch schon alle. Es wird in keinster Weise honoriert, was EiB bereits jetzt bewegt hat. Wir sind in einen völlig neuen Markt eingetreten. Wir haben bereits 22 Mio. eingesammelt. Bereits 4.000 Menschen haben gezeichnet. Das sind mehr Zeichner wie der SFV Mitglieder hat. Ich finde es deshalb nicht in Ordnung, daß der SFV negative Äußerungen über EiB macht. Es gibt nicht den einen Königsweg um 100% Erneuerbare Energien zu erreichen. Wir müssen viel Aktionen in Gang setzen um auch das notwendige Kapital locker zu machen und das hat EiB bereits eindrucksvoll getan.

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