335 Milliarden Euro kostet die Energiewende

Jedenfalls bis zum Jahr 2030, so kann man es heute bei Welt-Online nachlesen. Errechnet hat das ganze das Basler Prognos-Institut im Auftrag der Vereinigung Bayrischer Wirtschaft (VBW).

Leider finde ich die Studie nicht im Netz und bin deshalb mal wieder ziemlich sauer wie dieser bayrische Lobbyverband agiert. Es ist auch bezeichnend, daß solch eine wischi-waschi Studie von einer Wirtschaftszeitung aufgegriffen und verbreitet wird. Natürlich mit dem Ziel, daß ausgerechnet diejenigen die viel Energie verbrauchen an der Energiewende finanziell nicht beteiligt werden. Klar die Energiewende sollen die Bürger bezahlen. Die haben ja auch die Vorteile in Form einer sauberen Umwelt, risikofreie Kraftwerke und Arbeitsplätzen. Der bayrische Lobbyverband macht es sich zu einfach wenn er meint er müsste sich nicht bewegen. Er ist aufgefordert in seinen Mitgliedsunternehmen die Energieeffizienteste Technik einzusetzen. Durch Effizienz den Energieverbrauch zu senken. Das wäre seine Aufgabe, aber nicht durch Kaffeesatzleserei die Kosten der Energiewende der nächsten 20 Jahre zu beziffern.

Wenn ich allein die angedrohte Erhöhung der EEG Umlage auf 6 Cent je kWh kriege ich die Krise. Da gibt es andere Kaffeesatzleser die sich in der Branche der Erneuerbaren Energien auskennen mit weit niedrigeren Zahlen. Momentan sind die 3,5 Cent je kWh nachweislich zu hoch angesetzt, werden den Bürgern aber erst einmal ein Jahr lang aus der Tasche gezogen.

Die Energiewende ist eine gemeinsame Aufgabe für Bürger und Unternehmen. Bei der Finanzierung von Windrädern und Solaranlagen haben sich die Unternehmen bisher nicht hervorgetan. Sich jetzt auch noch aus der Verantwortung stehlen zu wollen ist billig und unverantwortlich. Wie im Bericht angekündigt wird es einige Jahre nötig sein durch die EEG Umlage die neuen Techniken zu fördern. Langfristig und volkswirtschaftlich betrachtet wird die Energiewende ein Erfolg für die Vorreiter sein. Ich bin dafür, daß Deutschland diesen Weg als Vorreiter geht und sich nicht von den Bremsern (z.B. VBW) aufhlaten läßt.

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