Solarindustrie wird zum Nettoenergieerzeuger!?

Für was amerikanische Unis Zeit haben! Wie wärs wenn ihr mal ausrechnet wann die Atomindustrie, die Kohleindustrie oder die Gasindustrie zum Nettoenergieerzeuger wird! Ich meine zwar dies wäre einfach zu berechnen. Denn ich glaube diese Industrien kommen niemals auf eine Nettoenergieerzeugung.

Jedenfalls die Schlauberger der Stanford Universität haben es in die Schlagzeilen gebracht. Endlich produzieren alle Solarmodule auf der Welt mehr Energie wie derzeit weltweit für die Produktion der neuen Solarmodule benötigt wird. Wobei das Wort produzieren auch schon wieder falsch ist. Die Solarmodule sammeln ja nur die Energie und speisen sie in das Netz ein! Umgekehrt wird die Energie ja in den Modulen gebunden.

Im Photon Newsletter bin ich auf die Stanford Berechnungen gestossen und im Newsletter wird zu Recht beschrieben, dass diese Berechnungen fast nur auf Schätzungen beruhen. Allein wenn die Energierücklaufzeit der Solarmodule niedriger angesetzt würden, wäre die solare Nettoenergieerzeugung bereits vor Jahren erreicht gewesen!

Aber was schreib ich da eigentlich, wen interessiert überhaupt was diese amerikanischen Universitätsgelehrten da veröffentlichen?

Ein Gedanke zu „Solarindustrie wird zum Nettoenergieerzeuger!?

  1. Rainer Mondorf

    Hallo Erhard,

    zu diesem Thema gibt es ein WIKI
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erntefaktor
    dort hat man u.a. detailliert zusammengestellt von welchen Faktoren de „energetische Amortisationszeit“ von PV-Anlagen im einzelnen abhängt (Zitat) :

    1. Wirkungsgrad einer Photovoltaikzelle
    2. Energetischer Aufwand für die Herstellung einer einzelnen Photovoltaikzelle und für die Herstellung des dafür benötigten Siliziums
    3. Energetischer Aufwand für die Herstellung eines Moduls (Rahmen, Glas) aus mehreren Photovoltaikzellen
    4. Energetischer Aufwand für den Transport (Rohstoffe zur Produktionsstätte sowie Modul bzw. Anlagenteile zum jeweiligen Einsatzort)
    5. Energetischer Aufwand für die Installation einer Photovoltaik-Anlage aus mehreren Modulen etwa auf Dächern
    6. Elektrische Einbindung der Photovoltaik-Anlage in ein Stromnetz inklusive Wechselrichter
    7. Energetischer Aufwand für den Abbau einer Photovoltaik-Anlage aus mehreren Modulen etwa auf Dächern
    8. Energetischer Aufwand für Entsorgung oder Recycling in wiederverwendbare Ausgangsstoffe (Zitatende)
    .
    9. Durch und durch „ehrlich“ und das muss wohl penibel auch auf andere „Energiewandler“ angewandt werden. Ganz besonders jene, welche nicht nur für die o.g. 8 Punkte Energie „wandeln“ müssen, sondern permanent selbst Energie in Form von „irgendwelchen“ fossilen oder nuklearen Quellen benötigen – inkl. permanentem Transport und Herstellung in eine Form, welche in der betreffenden Maschine „gewandelt“ werden kann.

    10. Hinzu kommt noch der Aufwand, welcher energetisch messbar, noch notwendig wird um die nicht verwertbaren Überbleibsel zu „entsorgen“ (was fälschlich suggeriert, danach müsse man sich keine Sorgen mehr machen).

    Was „untern Tisch fällt“, sind sämtliche „Neben“-Effekte, welche nicht direkt in Bezug gebracht werden. Doch bereits die beiden Punkte 9 und 10 lassen erkennen, wenn die Rechnung so erfolgt, gibt es keine positive Bilanz für die Lebensdauer ALLER derartigen Energiewandler. Schlau (so denken sie jedenfalls über sich selbst) die Befürworter der herkömmlich „üblichen“ Energiewandler lassen die zum Betreiben derartiger Anlagen notwendige Energiemenge einfach weg und verrechnen die Nettoenergie die solche Anlagen „wandeln“, mit der Energiemenge die lediglich zu deren Errichtung benötigt wird.

    Dadurch ist ein AKW in bereits 17 Tagen energetisch amortisiert. Eine sehr interessante „Milchmädchenrechnung“. Was aber typisch für das ganze Sachgebiet ist.

    Wer sich mal die Tabelle genauer ansieht, wird auf : b) Die Werte beziehen sich auf die gesamte Energieabgabe. Der Aufwand für Speicherkraftwerke, saisonale Reserven oder konventionelle Kraftwerke zum Lastausgleich ist nicht mit berücksichtigt. „stoßen“.

    Ebenfalls eine typische „Argumentationskette“, ganz so, als gäbe es diese Gesichtspunkte beim „konventionellen“ Energiewandel nicht auch und wesentlich zwingender. Wer durch die zugrundeliegende Technologie seinen „Energiewandel“ nur in sehr engen Grenzen regeln kann (und bis zu 36 Std benötigt, falls man das KW abschaltet) produziert über voraussehbare Zeit eine eigentlich nicht benötigte Energiemenge, welche noch mit einem „Umwandlungswirkungsgrad“ behaftet ist. Diese unerwünschte Wandlung (in den Nachtstunden z.B) wird „schlau“ bei der Bilanz mit eingerechnet und bei der gewonnene „Überschussleistung“ von PV und WKA als Problem dramatisiert.

    Dabei sind diese Beiden quasi „Zwillinge“, wenn auch keine „Eineiige“. Da zumindest PV-Anlagen bis anteilig 40% (nach der Fraunhofer Studie) kaum das Niederspannungsnetz verlassen, ist eine „Lenkung“ der Verbraucherseite, durchaus ausreichend um die natürlichen Überkapazitäten verlustfrei und wenigstens zu über bis zu 40% ohne Speicherung zu nutzen. Was allerdings sog. „intelligente Netze“ voraussetzt. Diese wiederum würden „intelligente Politiker“ voraussetzen.

    Ob der notwendige Paradigmenwechsel für Energie und alles was damit zusammenhängt zustande kommt ? Besser BEVOR die Energie welche zur Produktion nachhaltiger Energiewandler benötigt wird, so knapp und auch teuer wird, dass sich der bekannte Baron M. Sich nicht mehr selbst aus dem Sumpf ziehen kann.

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