Energiesparen mit dem Stromspeicher!

Nachdem ich ja meine Photovoltaikanlage „repowert“ habe und mit der Batterie meinen Stromverbrauch ziemlich gut untersuchen kann habe ich einen weiteren Schritt zu meiner Energieautonomie unternommen. Auslöser waren die Untersuchungen meines Stromverbrauchs anhand der Statistiken die bei der Sonnenbatterie ausgewiesen werden.

Ich habe eine neue Kühl Gefrierkombination gekauft! Natürlich mit A+++ !

Da meine alte Kühl Gefrierkombination schon 23 Jahre alt war konnte ich den Austausch ruhigen Gewissens tätigen. Auch wenn die „Alte Kiste“ noch funktionierte!

Für meine Vorträge habe ich eine Folie zum Thema erstellt:
Neuer Kühlschrank spart Strom

Die linke Grafik zeigt den Stromverbrauch am 17.4.2013 dem letzten vollständigen Tag meiner alten Kühl/Gefriertruhe. Rechts der erste vollständige Tag der neuen Truhe.

Zu beachten ist die blaue Kurve die den Stromverbrauch des Hauses anzeigt. Zur Veranschaulichung habe ich in beide Grafiken einen gleich großen roten Balken gesetzt. Man erkennt, dass die neue Truhe nachts (z.B. 2 Uhr) viel gleichmäßiger einschalten und auch nicht so viel Strom verbraucht wie die alte Truhe. Der gemessene Verbrauch der alten Truhe lag bei 600 kWh im Jahr! Die  neue soll laut Produktbeschreibung mit 205 kWh auskommen. Damit würde ich 400 kWh Strom im Jahr sparen! Bei meinem „Luxusverbrauch“ sind das gut 10% des Jahresverbrauchs!

Was mich allerdings ärgert war die Erkenntnis, dass 2012 nur knapp 8% der verkauften Kühl/Gefriertruhen Geräte mit A+++ waren. Es gibt also noch viel zu tun.

2 Gedanken zu „Energiesparen mit dem Stromspeicher!

  1. Rainer

    „Energiesparen“ durch Verlagerung…

    Nicht umsonst habe ich „Energiesparen“ mit Anführungszeichen versehen. Inzwischen gibt es ja wenigstens zwei Gruppen von Verbrauchern. Die einen beziehen ihre el. Leistung permanent aus dem „Netz“. Da ist die Einsparung von möglichst großen Energiemengen über ein Jahr (klar auch im nächsten..) der Hauptantrieb. Im günstigsten Fall geht das unterm Strich mit weniger finanziellem Aufwand einher. Die Mehrkosten für die Anschaffung energieeffizienter Geräte (falls sowieso ein Ersatzkauf ansteht) müssen über die Einsparungen wieder „erwirtschaftet“ werden. Wenn ausschließlich wegen Energieeinsparung erneuert wird, ist der gesamte Kaufpreis die Grundlage.

    Wie das ganze in der Energiebilanz aussieht (der Bau, Transport und „Entsorgung“ des Altgeräts), ist mir bei dieser Gerätegattung leider nicht bekannt. Bei aufwendigeren Konstruktionen (z.B. PKW) ist es besser den geringeren Energiebedarf durch weitere möglichst auch geringere Nutzung herbeizuführen, weil die Herstellung und Lebensdauer solcher „Gerätschaften“ eher die schöne Energiebilanz verderben. Fall da jemand belastbare Zahlen hat (für Haushaltsgeräte) – nur zu. Meine Vermutung könnte falsch sein, ich nutze derartiges Gerät bis zum „technischen Aus“.

    Das klingt nicht sehr erfreulich, doch falls es so ist, sollte man / frau das sorgfältig abwägen.

    Doch wo Zweifel sind, ist auch Hoffnung. Wer seinen Strom von der Sonne bezieht, dem könnte das gleichgültig sein. Zumindest, wenn die Sonne fröhlich scheint – also in der Regel tagsüber. Nun „tripple A“ bedeutet, die jeweilige Kiste ist um einiges besser gedämmt, als ihre energieschleudernden Vorgänger. Dafür ist der Stauraum um einiges geringer (jedenfalls wenn das Teil noch den Normmaßen entsprechen soll). Weniger Stauraum, bedingt auch geringere Kühlleistung. Das wird eher nicht „gegengerechnet“ bei der positiven Jahresbilanz. Nun ja das sollte man auch wissen. Ob in Zukunft Vakuumdämmungen durch Massenproduktion das bezahlbar machen werden (für alle, die weniger sparen wollen, als es zu müssen), ist leider noch offen.

    Auch ich habe diese Geräte ausgetauscht. Leider etwas früher und so war A+ alles was da zu haben war. Doch wenigstens habe ich einen separaten Gefrierschrank und Kühlschrank gewählt. Eine für viele sicher auch die bessere Lösung. Zum einen können hier die notwendigen Größen besser angepasst werden und im „Gebrauch“ sind die Verluste durch das Öffnen sicher geringer. Eine Kühltruhe statt eines Schranks wäre immer dann günstiger, wenn das benötigte Volumen größer sein muss (was allerdings auch den notwendigen Raum voraussetzt).

    Im Zusammenhang mit Nutzung der eigen PV-Produktion, kommt noch positiv hinzu, ein Gefriergerät ist im Prinzip ein „Kältespeicher“. Durch gezielte Unterkühlung, während Energie im Übermaß vorhanden ist, kann man die Eigennutzung ebenfalls steigern. Damit kann der el. Speicher wiederum kleiner ausfallen. Nicht unähnlich der Speicherung von Wärme in einem ausreichend großen Warmwasserspeicher. Beide Geräte sollten während der sonnenlosen Zeiten möglichst keine „Nachschaltung“ verlangen. Im Fall des warmen / heißen Wassers sicher eher unkritisch. Beim Gefriergerät muss bei Unterschreitung von echten -18°C unbedingt „nachgeladen werden, weil sonst dessen „Zweck“, Nahrung genießbar zu lagern, ernsthaft gefährdet wäre.

    Für PV-Betreiber wäre es also sehr erfreulich, wenn eine wie immer geartete Regelung das zuverlässig „übernehmen“ würde. Leider (soweit mir bekannt) gibt es da noch nichts was schon eingebaut diese Funktion leisten könnte. Konkret in meinem Fall möchte ich über ein zusätzliches Thermostat diesen „oberen Grenzwert“ (-18°C) überwachen um dann auch (notwendige) teure „Fremdenergie“ zu beziehen. Aber eben nur dann !

    Wer eine Batterieanlage als Pufferspeicher hat, sollte ähnlich verfahren. Schließlich ist el. Speicherkapazität noch sündhaft teuer. Auch der Gedanke „Speicher thermisch + Speicher elektrisch“ macht größeren Gesamtspeicher, ist im Hinblick auf abertausende von Anwendungen in D, eher nicht trivial.

    Wenn schon (wie Fraunhofer erforscht hat) allein das Verschieben von Belastungen wie der Betrieb einer Geschirrspülmaschine – weitflächig – das Gefüge der Lastkurve günstig bzw. ungünstig verändern kann, ist die „intelligente Nutzung“ über Multi-Tarife etwas, was ganz sicher nicht vermeidbar sein wird. Sprich, es wird teurer als es jetzt schon ist, in Spitzenlastzeiten Strom aus dem Netz zu beziehen. Mit den nach EU-Recht [Europäische Richtlinie zu Energieeffizienz und Energiedienstleistungen (EDL 2006/32/EG) Artikel 13, in welcher es heißt: „Die Abrechnung auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs wird so häufig durchgeführt, dass die Kunden in der Lage sind, ihren eigenen Energieverbrauch zu steuern] geforderten Einführung dieses Zählertyps, wird das auch möglich.

    Mein zweiter elektronischer Zähler kann (könnte) über HT, NT und PV-Überschuss hinaus nochmal drei Tarife abrechnen (wenn ich die Gerätebeschreibung richtig verstanden habe). Spätestens dann wird eine Regelung im Haushalt, welche all diese Aspekte berücksichtigt, auch für alle die eben keine eigene PV haben unumgänglich sein. Bezahlbare Reglungen die das dem einzelnen Nutzer zuverlässig abnehmen, werden ein weiterer „Nebeneffekt“ des Betreibens von inzwischen Millionen PV-Anlagen sein. Dort macht ein automatisiertes „Energiemanagement“ schon jetzt Sinn.

    Leider kocht da jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Meine Kiste liefert z.B. die Daten an einen Internetserver und ich erhalte täglich per E-Mail was gestern los war. Die beiden Smartmeter lese ich derzeit täglich „händisch“ ab, weil die EVU sich über eine entsprechende Softwarelösung nicht einigen konnten. Dabei könnten diese Rohdaten zusammen mit lokalen Parametern problemlos eine optimale Regelung erlauben. Ja auch die Entscheidung, ob nun ein el. Speicher „sich bereits rechnet“ und wie groß / klein denn „optimal“ wäre….

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  2. Pingback: Cool Kühlschrank Gefrierschrank images | GrossGerat

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