Klimakonferenz in Warschau oder am Kaffeetisch?

Die 19. UN Klimakonferenz in Warschau geht langsam dem Ende zu und die gut 10.000 Teilnehmer sind zerstritten wie eh und je! Gut zerstritten ist vielleicht das falsche Wort denn die Damen und Herren sitzen ja friedlich bei Kaffee und Schnittchen im warmen und trocken dürfte es dort auch sein. Nach jahrelangem gequatsche über CO2 Reduzierung und anschließenden Überlegungen wie man sich vor den Folgen schützen könnte sind die Teilnehmer der 19. UN Klimakonferenz bei den Folgekosten angekommen.

Na, Klasse jetzt diskutieren die 10.000 Teilnehmer endlich mal ein neues Thema! Übrigens auch bei dieser Diskussion gibt es „Kaffee und Schnittchen und warmen und trocken dürfte es dort auch sein“. Den einzigen Beschluss den die Teilnehmer machen werden ist einen Nachfolgetermin festzulegen. Dort ist das Klima kein Thema mehr!

In meinen Vorträgen habe ich deshalb seit längerem eine Folie zu diesem Thema. Ich nenne diese Folie „Klimakonferenz am Kaffeetisch“.
Klimakonferenz am Kaffeetisch

Ich bin der Meinung wir müssen die Klimaveränderung „von unten“ eindämmen. Dies kann nicht auf UN Klimakonferenzen mit tausenden Teilnehmern zentral geschehen. Wir wirken tagtäglich dezentral an Millionen Orten auf das Klima ein und wir können auch nur dort in die Klimaveränderung eingreifen. Am Kaffeetisch eben. Dort wo sich Menschen treffen und gemütlich beisammensitzen. Ich könnte auch die „Klimakonferenz am Stammtisch“ oder die „Klimakonferenz im Verein“ die „Klimakonferenz in der Zigarettenpause“ nennen. Am schönsten aber fand ich die Klimakonferenz am Kaffeetisch denn dort treffen sich Menschen. Der Mix am Kaffeetisch kann Generationenübergreifend, Geschlechterübergreifend, Abteilungsübergreifend … sein. Am Kaffeetisch treffen sich die unterschiedlichsten Menschen. Deshalb fordere ich euch auf macht am Kaffeetisch Klimakonferenzen. Redet, quatscht, babbelt, streitet, diskutiert einigt euch oder auch nicht. Wenn die Tassen leer sind dann trennt ihr euch und jeder macht was er will! Aber jetzt kommt das entscheidende!

Ihr macht auch was um die Klimaveränderung zu stoppen. Ihr kauft eine LED Lampe oder ihr esst weniger Fleisch (vielleicht nur einmal vielleicht aber auch immer öfter ohne Fleisch!) oder beim nächsten Einkauf achtet ihr auf ein regionales Produkt (möglichst Bio natürlich!). Ihr achtet beim Einkauf drauf dass eure „Euronen“ die ihr ausgebt dem Klima wohlgesonnen sind. Natürlich könnt ihr auch endlich die lang geplante PV Anlage installieren lassen. Ihr könnt euch bei einem Windrad (wir haben erst 1,8 Millionen Euronen und brauchen mehr als 5 Millionen!) beteiligen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten die jeder für sich entscheiden kann und diese Tipps wurden unendlich oft im Internet beschrieben. Macht was davon und…… jetzt kommt’s…

Bei der nächsten Klimakonferenz am Kaffeetisch erzählt ihr davon!

Redet, quatscht, babbelt, streitet, diskutiert einigt euch oder auch nicht. Wenn die Tassen leer sind dann trennt ihr euch und jeder macht was er will! Aber jetzt kommt das entscheidende!

Wer das Prinzip noch nicht verstanden hat möchte bitte beim obigen winke winke Männchen weiterlesen. Sollte dies nicht funktionieren empfehle ich ein Veranstaltung von Metropolsolar Rhein Neckar mit Fabio Longo in Bensheim da probieren wir es gerne auf die feine Art. Noch sind Plätze frei.

Der Vorteil der Klimakonferenz ist seine dezentralität!
Im kleinen Kreis einigt man sich schneller.Die Treffen finden öfter statt.
Nach einem Streit kann man sich schneller einigen.

Das verbindende zwischen der Klimakonferenz in Warschau und bei unseren Gesprächen ist der Kaffee. Deshalb wird der Kaffee entscheiden ob das Klima auf dieser Erde noch zu retten ist. Meint jedenfalls der Sonnenflüsterer. Prost!

2 Gedanken zu „Klimakonferenz in Warschau oder am Kaffeetisch?

  1. Rainer

    Nun ja darüber reden gibt hauptsächlich das Gefühl irgendetwas getan zu haben. Schön, die meisten hier tun tatsächlich etwas. Als erfahrener Homo (sapiens bedeutet u.a. auch „erfahren“) habe ich jedoch das Gefühl eines Pyrrhussieges. 1,3 Millionen PV-Anlagen haben bislang wohl nur die Gegner „wachgerüttelt“.

    Mit kleinteiligen Diffamierungskampagnen auf allen Ebenen halten sie immer erfolgreicher „dagegen“. Hermann Scheer dürfte im Grab rotieren angesichts eine „Kraft-vollen SPD“ die sich anschickt irgendwie ihrer „Noskementalität“ zu folgen. Hier ein Filmchen zur Erinnerung wenn der Link funzt : 14 tage vor plötzlichem Tod – Hermann Scheer

    Ansonsten mein Beitrag zur Klimakonferenz Prima Klima !

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  2. Erhard Beitragsautor

    Hallo Rainer,

    die links funktionieren.
    Was Hermann damals sagte hatte wie immer Hand und Fuß! Die damalige Diskussion mit dem Fuchs hat ihm sichtlich zugesetzt…

    Dein Link zu deinem Forum funzt auch und ich kann meinen Lesern nur empfehlen dort auch mal vorbeizuschauen…

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