46% erneuerbare Energien am Stromverbrauch in 2020?

ralosHistory 26.3.2008

Bei einer gleichmäßigen Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien wären wir 2020 bei 46% Anteil am Stromverbrauch. Ich kenne natürlich die Argumente was sollen wir mit dem vielen Strom machen wenn der Wind gerade dann weht wenn auch noch die Photovoltaik ihren Einspeisehöhepunkt hat oder umgekehrt wenn kein Wind weht und es gerade Nacht ist?

Ich meine wir könnten vielleicht mal den Markt spielen lassen. Dem Kunden günstige Zeitzonen anbieten bei denen der gekaufte Strom günstiger ist oder eben zu Spitzenzeiten teurer. Technisch ist dies heute schon machbar die einfachste Variante wird schon ewige Zeiten genutzt um den nächtlichen Atomstrom an den Mann/Frau zu bringen. Es ginge aber inzwischen mit intelligenteren Zählern und Haushaltsgeräten noch besser.

Wieder einmal sind es Hessen die Vorne sind.
Das Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) aus Kassel hat die Technik dazu.
Bisher interessieren sich nur Stadtwerke aber nicht die großen Vier (EON, Vattenfall, EWR und EnBW) für die Technik. Die Technik macht natürlich nur Sinn wenn der Verbraucher an den Vorteilen des Stromlieferanten beteiligt wird. Der Stromlieferant muß keinen teuren Spitzenlaststrom mehr produzieren, sondern kann den Verbrauch und die Erzeugung anpassen. Der Kühlschrank oder die vorbereitete Waschmaschine starten erst dann wenn der Strom günstig angeboten wird bei Verbrauchsspitzen bleiben diese Geräte aus. Durch die steuernden Eingriffe in die Verwendung von Haushaltgeräten lassen sich bis zu einem Drittel des Spitzenlaststroms vermeiden.

Der zweite Weg mit überschüssigem Strom oder fehlendem Strom umzugehen wird die Speicherung sein. Nur wohin wird immer wieder die Frage gestellt wohin soll der Strom gespeichert werden. Zwei Zeitschriften die “Sonnenenergie” und “Sonne Wind & Wärme” haben in ihren neuesten Ausgaben die gleiche Lösung beschrieben. Die Zukunft liegt im Elektro Auto. Mit ihren Akkus können die Lastspitzen und -tiefen abgefangen werden. Wenn zu viel Strom produziert wird dann übernehmen unsere Elektro Autos Strom aus dem Netz wenn zu wenig produziert wird geben die Autos aus ihren Akkus Energie ab. Die Techniken dazu sind bis auf die Leistungsfähigen Batterien vorhanden.

Wir brauchen hier also einen Anreiz damit Batterien für diese Anwendungen entwickelt werden.
Auch hier gilt wieder, die ersten werden diejenigen sein bei denen die Arbeitsplätze entstehen.
Auf geht’s…

 

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