Einspeisevergütung 2009

ralosHistory 10.7.2008

Nachdem letzte Woche das EEG für 2009 beschlossen wurde möchte ich heute die beschlossenen Einspeisewerte für Dachanlagen beschreiben. Es gab ja beachtliche Reduzierungen auf allen Ebenen.
Bei kleinen Anlagen (bis 30 kWp) wird der Einspeisepreis auf 43,01 Cent je Kilowattstunde (kWh) reduziert. Bei größeren Anlagen wird ab einer höheren Leistung von 30 kWp nur noch 40,91 Cent je kWh garantiert vergütet. Über hundert kWp gibt es nur noch 39,58 Cent je kWh und wenn die Anlage größer wie 1.000 kWp (1 MW) wird dann gibt es für diese kWh nur 33,00 Cent.

Hier auf dieser Ebene wird die Einspeisung um 25 % reduziert!!!

Für die ersten 30 kWp werden also immer 43,01 Cent gezahlt. Wen man jetzt eine Photovoltaikanlage mit 32 kWp Leistung baut wird der Einspeisepreis errechnet indem man einen Mittelwert aus der höheren Vergütung (43,01 Cent * 30) und der niedrigeren (40,91 Cent * 2) ermittelt. Durch diese Gewichtung wird bei einer 32 kWp Anlage ein Einspeisepreis von 42,94 Cent für jede kWh aus dieser Anlage gezahlt. Dies wird dann im Jahr der Montage und weiteren 20 Jahren garantiert vom Energieversorger gezahlt.

Es wird sich zeigen müssen ob wir mit diesen Reduzierungen weiterhin den notwendigen Ausbau der Photovoltaik schaffen. Es hat sich leider gezeigt, daß die CDU/CSU nicht den notwendigen Mut hat einen engagierten Ausbau durch Photovoltaik mitzugehen. Mit dem jetzigen Atomkraftgejammere können wir uns schon heute drauf einstellen was uns zur nächsten Bundestagswahl erwartet…

2 Gedanken zu „Einspeisevergütung 2009

  1. Rainer

    So, so, also 43,01 Cent je Kilowattstunde gab es im ganzen Jahr 2009

    Nun ich habe mir mal eine Tabelle gezimmert um herauszufinden was man so mit den Vergütungen errechnen kann – wann genau läuft ein Vertrag aus, wie viel €uronen könnten das pro Jahr sein, nach 20 Jahren, was ändert sich zwischen 2000 und dem Jahr 2014. Wie hoch ist der Betrag zwischen den nach unten sinkenden Vergütungen. Wie alt müsste ich werden um „vertragsfrei“ zu werden ?

    Teilweise „extrem“ wichtige Fragen ! Angefangen hat es damit, ich wollte eine fortlaufende Liste mit allen bisher geltenden Vergütungen haben, einfach um das mal „vor Augen zu haben“. Tabellen können mit einigem Geschick weitgehend durch „kopieren und einfügen“ erweitert werden. „LibreOffice“ gibt es im WEB für 0 €uro….

    Wie macht sich die Degression bemerkbar ? Zwar gab es 2000 bis 2003 schon Vergütungen >0,5€, aber 2004 wurde der Betrag auf 0,5740 €/kWh festgesetzt. Nimmt man eine Jahresleistung von 5.000 kWh an waren das 2.870 €/a. Wenn man das auf 20 Jahre (durchgängig) hochrechnet werden 57.400 € bis zu Jahr 2024 draus. Das war 2009 schon deutlich anders –0,1439 €/kWh, -720 €/a und -14.390 € bis Ende 2029.

    Vergleicht man mit dem Vergütungssatz „Juli 2014“ = 0,1288 €/kWh, 644 €/a 12.880 € bis 2034, da hat sich gegen 2004 „einiges“ verändert. Der Vergütungssatz = -0,4452 €/kWh, -2.226 €/a und 20 Jahre = -44.520 €. Ein wie immer gearteter „Gewinn“ ist damit wohl inzwischen eher nicht mehr möglich… Die voraussichtliche Inflationsrate noch nicht berücksichtigt.

    Nur soviel – mein eigener „Einstieg“ (2011) – die Differenz zu 2009, beträgt in etwa der Nettopreis meiner Anlage, allerdings nur, wenn ich jährlich „nur“ die Hälfte meiner Kapazität nutzen würde.

    Antworten
  2. Rainer

    Mit PV auf dem Dach reich werden ?

    Mal sehen ob sich das irgendwie rechnerisch nach- oder auch abweisen lässt. Zunächst ein paar technische und tarifliche Feststellungen.

    Bis vor kurzem habe ich mir überlegt wohin, bitteschön, fließt bei der Mehrheit allen PV-Betreiber der Strom aus dem Wechselrichter ? Besonders meine ich dabei die ~40% der Kleinanlagenbetreiber mit PV auf ihren eigenen Hausdächern. Deren Größe dürfte meist zwischen 2 – 5 kWp und nach „oben“ bei 10 kWp oder leicht darüber liegen. Meine eigene Anlage ist mit 12 kWp gemeldet und hat exakt 10,940 kWp.

    Meine durchschnittliche Jahresleistung liegt bei >10.000 kWh und ist nicht weit weg vom nächsten bislang stillgelegten AKW in Biblis. Damit kann ich sicher annehmen, eine nur etwa halb so große PV dürfte es wohl auf die halbe Jahresleistung bringen. Für das Rechnen also 5.000 kWh/a. Noch soviel zu meiner PV. Das Jahr der Inbetriebsetzung war 2011. Erfreulicherweise also zwischen dem 01.01. 2009 und dem 31.01.2012, mit der freiwilligen Möglichkeit seinen Selbstverbrauch aus der gesamten PV-Jahreslieferung heraus mit 2 vorgegebenen Abschlägen (jeweils bis einschließlich 30% der Jahresliefermenge, bzw. ab >30% der selben Jahresliefermenge) sich selbst zu verkaufen. Auch hier gab es sinkende unterschiedliche Tarife für jedes Jahr (2009 bis Jan. 2012).

    Alle anderen, einschließlich derer, welche von der o.g. Möglichkeit keinen Gebrauch machen wollten, haben eine einfache Rechnung PV-Zählerstand/a x Vergütung (in Abhängigkeit vom Jahr der Inbetriebnahme). Nehmen wir für die folgenden Betrachtungen an, es wären in schöner Regelmäßigkeit 5.000 kWh/a

    Soweit so schön ! Nun dem so generierten Strom wird allerlei zugetraut. Mal fließt der gar bis nach Paris oder irrt sonst wo herum. Das ist bei den mindestens 40% PV auf Hausdächern in Ortsnetzen völliger Unsinn. Bis alle Nachbarn inklusive des betrachteten PV-Haushalts, sich über den PV-Strom „hergemacht haben“, ist nix mehr übrig – nichts verlässt das Ortsnetz gegenwärtig und bei der neuen „Zubaugeschwindigkeit“ auch nicht mittelfristig. So ganz nebenbei, keiner muss also gegenwärtig oder mittelfristig an den Ortsnetzen etwas wegen diesem Teil der „Energiewende“ verändern.

    Nun was ist den mit dem Strom im „Häusle“ des PV-Betreibers ? ALLES ist ganz genau so wie bei allen seinen Nachbarn in Nah und Fern, welche warum auch immer noch keine PV-Anlage auf ihrer Hütte haben !

    Mutter schaltet den E-Herd, die Waschmaschine, den el. Backofen ein, der Kühlschrank und oder die Kühltruhe erledigt das selbstständig – egal was auch passiert, der „Bezugszähler“ rotiert oder zählt auch elektronisch den Stromfluss. Kein Milliwatt anders, als bei allen anderen !! Dem Zähler ist es sch…egal welcher Quelle sein derzeitiger Strom entspringt !!! Am Ende des Jahres kommt dann die Rechnung, ganz wie bei allen andern.

    Jeder darf gerne mal selbst nachgooglen, was Familie Muster – Mutter & Vater & ein Kind dafür bezahlen muss (4.250 kWh/a). Weil aus unserer Gegend, habe ich mal rechnen lassen, was man besser machen kann, wenn man NICHT den „EWR Herzstrom“ nehmen möchte (jede andere Rechnung sollte nicht allzu signifikant abweichen) Ein flüchtiger Blick über die Preise kleinster = 1.034,49 €uronen – höchster = 1.263,99 € (im ersten Jahr).

    Nun kann jeder „seinen PV-Tarif x 5.000“ gegenrechnen und einfach abziehen was er tatsächlich im Jahr bezahlt. Ich nehme mal den Preis für selbst erzeugte Leistung aus 2011 = 0,2874 € x 5.000 = 1.437 €

    Was bleibt also von der schönen PV-Leistung im Geldbeutel ? Meine Beispiele 1.437-1.035 = + 402 € oder dummer Bezugstarif 1.437-1.264 = 173 €

    Jeder wird nun sagen is doch klar, was willst Du uns eigentlich sagen ? Ich will sagen, rein rechnerisch (und wohl auch physikalisch – da rätseln wir noch, weil es einfach Spaß macht) stecken in der EVU-Rechnung (grob) folgende Bestandteile (alle möchte ich hier nicht wiedergeben !) Die Grundgebühr, der vom EVU festgelegte Strompreis UND UND alles was sich kluge Leute einfallen ließen um aus jeder kWh selbst das Beste obendrauf zu rechen – ähm natürlich auch wo immer es geht die MwSt !!!

    Das tolle ist, jeder erzeugt große Teile seines Haushaltsstroms selbst zum jeweiligen Einstandstarif und erhält den dann mit eine kleinen Aufschlag von eben mal ~49% wieder verkauft. Obwohl der Strom nicht mal um die Ecke musste, wird dabei so getan, als habe der alles so „genutzt“, wie die „weitgereiste kWh“ aus dem fernen Schleswig Holstein, aus sch..egal woher ….

    Damit konnte ich den Beweis antreten, wer seinen Strom ungezählt selbst nutzt, zahlt alles was sein Tarif nur „hergeben“ kann. Wo bitte möchte man also den Eigenverbrauch, der immer rein rechnerisch dem Bezug entspricht noch was „obendrauf packen“ ? Als Strafe dafür, das man ihn zu immer geringeren Preisen „frei Baustelle“ zur Verfügung stellt ???

    Wer zwischen 2009 und 2012 „eingestiegen ist“ und noch keine „Selbstverbrauchsvergütung“ in Anspruch nimmt, sollte da nachholen (dies Option ist soweit ich das weiß Vertragsbestandteil). Zum Trost für alle, die neidisch sind auf soviel leichtes Reichwerden, für Privathaushalte kommt auf die gesamte „Selbstverbrauchsvergütung“ noch die gesetzliche MwSt drauf schließlich ist man ja „Endverbraucher“ !

    Um das Reichwerden zu erklären – man nehme ~25.000.- € investiere das Geld in eine hübsche PV und kassiere dafür unterm Strich (ab 2011) jährlich je nach Bezugstarif zwischen 402 € und mindestens 173 € mit sinkender Tendenz bei steigenden Bezugspreisen, minus jährliche Inflationsrate (~1,5%), 2% Zinsen aufs „schnell wachsende“ Kapital, minus Einkommenssteuer, minus Kapitalertragssteuer je nach den pers. Verhältnissen.

    Dafür muss man dann wenigsten nicht zusammen mit einem gewissen Herrn Hoeneß die Pritsche teilen …

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