Wandmodul oder Guerilla-PV?

Bei meiner Solarmitstreiterin Christine ist die Entscheidung klar. Es ist ein „Wandmodul“ und wurde ordentlich beim örtlichen Stromversorger angemeldet. Somit hat Christine alles richtig gemacht und ihr Strom direkt von der Sonne in das eigene Haus hat nix mit Guerilla-PV zu tun. Selbst der Versicherung hat sie das Mini-Kraftwerk gemeldet! Diese Meldung an die Versicherung halte ich allerdings für nicht nötig. Ich sag meiner Versicherung ja auch nicht, dass ich eine Tiefkühltruhe gekauft habe. Na, ja aber es ist toll, dass wir mit Christines „Wandmodul“ jetzt ein Vorzeigemodul bei Metropolsolar haben. Wer Christine nicht kennt kann sie im Zeitungsbericht der Rhein Neckar Zeitung mit ihrem Installateur Uwe Bauer sehen.

Da Christine mir Bilder vom Aufbau zur Verfügung gestellt hat möchte ich euch die Montage des Wandmoduls gerne vorstellen…

Da an der Außenwand keine Steckdose vorhanden ist musste ein Loch gebohrt werden. Im Keller wurde ein Leerrohr verlegt.

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Danach wurde ein Stromkabel eingeführt.

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An der Wand wird hinter der Holzverkleidung das Elektrokabel nach oben geführt und die Halterung des Wandmoduls vorbereitet.

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Die Befestigung besteht aus zwei Dreiecken die als Unterkonstruktion fungieren. Auf Bild eins sieht man die Alu-Dreiecke noch am Boden und dann das Balkonmodul bereits installiert von unten fotografiert. Natürlich wird versucht einen optimalen Anstellwinkel zur Sonne zu montieren. Am Modul ist der kleine Wechselrichter angebracht. Der Wechselrichter ist auf dem Bild der Rhein Neckar Zeitung ebenfalls gut zu erkennen.

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Das Modul aus dem Fenster von oben fotografiert sieht natürlich noch schöner aus!
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Das „Neue“ Wandmodul (blau) zeigt auch noch schön die „Weiterentwicklung“ der PV. Bei den alten Modulen wurden noch Zellen verwendet die nicht die ganze Fläche nutzten und die weißen unproduktiven Flächen waren eine lange Zeit das „Markenzeichen“ der monokristallinen Solarmodulen. Lang, lang ist es her…

Noch schöner sieht natürlich Christines neue Hausfassade aus.

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Wobei ich ehrlich sagen muss das Foto in der Rhein Neckar Zeitung ist das beste von allen!

Wer sich für diese Technik interessiert dem kann ich nur das 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße am 26.9.2014 um 19 Uhr in Heppenheim im Restaurant Am Stadtgraben in der Gräffstraße 8 empfehlen. Wir haben bereits 15 Anmeldungen und ich bin mir sicher wir werden interessante Gespräche führen. Wolfgang Müller der Geschäftsführer vom Solar Info Zentrum in Neustadt/Weinstraße wird zum Thema „Weltneuheit Steckdosenmodul und Speichersysteme“ sprechen. Er bietet also auch noch zusätzlich zum Solarmodul einen kleinen Stromspeicher an! Damit wird es natürlich noch attraktiver zum Guerilla PV’ler zu werden. Oder? Auf jeden Fall solltet ihr euch anmelden (anklicken und in Liste eintragen) damit wir wissen wie viele Zuhörer kommen.

6 Gedanken zu „Wandmodul oder Guerilla-PV?

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  2. Stefan

    Wie wurde das Modul genau angemeldet?
    Ich nehme an, als EEG-Anlage, aber ohne Inanspruchnahme der Vergütung (manche Netzbetreiber scheinen das aber nicht zu machen…).
    Anmeldung bei Bundesnetzagentur nötig?
    Zweirichtungszähler eingebaut?
    Einspeisemanagement? 70% ist bisschen schwer das exakt zu realisieren. Einfach eine höhere Modulleistung bei der Anmeldung anzugeben dürfte nicht ok sein (z. B. 330W Modulwechselrichter => 470W Modul bzw. 2x 235W).
    Kann die gute Frau berichten, was/wie/wo/welche Formulare nötig waren zur Anmeldung?
    LG

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    1. Erhard Beitragsautor

      Hallo Stefan,
      ich setz mich mit Christine in Verbindung, wobei die Frage bezüglich der 70% meines Erachtens keine Rolle spielt. Das Modul speist mit voller Leistung ein wenn die Sonne entsprechend scheint und eine Abregelung ist nicht vorgesehen. Wir reden hier von 75 Watt Abregelung (bei einem 250 Watt Modul) da ist das Wort Peanuts noch eine Übertreibung…

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  3. Rainer

    Als nun reale Demoanlage, sicher endlich mal eine Diskussionsgrundlage wie man / frau vorgehen kann.

    Während ich diese Antwort schreibe zeigt mein „Voltcraft Energy Logger 4000“ 228 W an. Das ist jedoch nur was mein PC nebst zwei 24“ Monitore so „schluckt“. Was noch fehlt ist meine gesamte „Kommunikation“ (DSL-Modem /Router – eine Telefonanlage – SunnyWebBox – Switch und drei AVM Funktelefone) der TV, der Klingeltrafo, ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank, die Zähler selbst – womit ich wohl meine „Grundlast“ hoffentlich komplett beschrieben habe.

    Nun meine 11kWp PV liefert lt. SunnyWebBox im Moment (09:53) 2.208 W was bedeutet ich gebe „etwas“ davon ins öffentliche Ortsnetz ab. Mein Vertrag sieht „Überschusseinspeisung“ vor und so ist „alles“ in den berühmten „feuchten Tüchern“ 🙄

    Gleichzeitig gibt das ein etwas realistischeres Bild was so an „Strom“ (einiges davon 24h/d = 8.760h/a) in der Masse der Haushalte fließen kann. Die damit verbundene „Verschwendung“ ist zumindest an solchen Tagen wie heute teilweise abgedeckt. Was fehlt ist ein „geeigneter Speicher“ der wenigstens die echte Grundlast zu 100% abdeckt.

    Wer mitrechnet, wird sich wohl schnell darüber im klaren sein, EIN Wandmodul allein hat den Charakter eines „Placebos“. Wenn schon, sollten es wohl wenigstens zwei Module sein. Wenn das Ganze dann noch mit einem Speicher zusammenarbeitet, wird auch für den Betreiber eine langfristig kostendeckende Sache daraus. Langfristig deswegen, weil die finanzielle Amortisation (alle Kosten eingerechnet) mehr als „insgesamt rund 800 Euro (inklusive aller Materialien und der Mehrwertsteuer)“ lt. Zeitungsartikel kosten dürfte. Es sei denn die eigentliche Installation ist kostenlos. Selbst bei weiter steigenden Strompreisen ist diese Anlage schlicht zu klein um ein vernünftiges Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen darzustellen. Zwar koste ein oder weitere Module zusätzlich, aber gleichzeitig ergibt sich ein höherer Nutzungsgrad. Wo da der „ideale Punkt“ liegen könnte, muss wohl auch bei derart kleinen Anlagen vorher ermittelt werden.

    Mir ist schon klar, einige Leute haben eben nicht (nur) den finanziellen Gewinn im Kalkül. Das ist auch gut so. Auch wenn ich mich selbst kritisch äußere, ich denke genauso. Doch für „Andere“ sollten wir „neutrale“ Lösungen erarbeiten, wo sozusagen „Vor und Nachteile auf dem Tisch liegen“ und nicht nur weil´s so schön wäre „unten Tisch fallen“. Die Idee, diese Dinge in Eigenleistung durchzuführen dürfte das Ganze voranbringen. Wer sich mit „anderen“ verbindet, wird sicher auch wenigstens einen Fachmann/frau finden, welcher die notwendige Gebrauchssicherheit sicherstellt. Das zu organisieren ist wohl genauso wichtig, wie die Idee selbst.

    Was Zeitungen so schreiben tss tss „Generell lässt sich sagen, dass sich Eigennetz und das Netz „draußen“ nicht berühren.“ Das ist schlicht falsch ! Auch wenn wegen der geringen Leistung dieser Anlage, nahezu Null Ampere in das öffentliche Netz fließen werden, die Verbindung ist „galvanisch“ vorhanden. Öffentliches Netz und Klein-PV sind solange verbunden, wie der (Verbindungs) Stecker in der Steckdose steckt. Unabhängig ob das nun über einen neuen separaten Stromkreis geschieht (die ideale Lösung) oder „billig“ einfach „irgendwo“ eingesteckt wird.

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  5. Joachim

    Gibts denn Prognosen wie lange so ein Wechselrichter am Modul hält? Im Sommer dürften die sehr heiß werden. Was kostet es diesen Wechselrichter zu ersetzen?

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