Wortprotokoll der Anhörung um das AKW Biblis

Zwei Monate nach dem Erörterungstermin zum Rückbau der beiden Atomruinen in Biblis, wurde vom Hessischen Umweltministerium das Wortprotokoll veröffentlicht. Auf 247 Seiten wird wörtlich dokumentiert wie Anwohner (auch ich und mein Sonnenschein) von RWE und dem Umweltministerium abgewatscht werden. Eines der „best off’s“ (Seite 39) als Schmankerl:

Petrick (HMUKLV):
Als Erstes möchte ich sagen: Natürlich nehmen wir die Sorgen und Bedenken der Bürger ernst. Transparenz ist uns ebenfalls wichtig. Ich denke, Sie haben auch bemerkt, dass doch viele Informationen, zum Beispiel die Antragsunterlagen, im Internet verfügbar waren. Wir als Behörde haben auch festgestellt, dass davon rege Gebrauch gemacht wurde. Die Bürger haben sich sehr wohl diese Unterlagen im Internet angesehen, haben sie heruntergeladen. Dass man das alles noch optimieren könnte, da gebe ich Ihnen recht; das können wir gerne als Vorschlag aufnehmen und mit unserer Hausleitung mal besprechen.
Wenn Sie jetzt vorschlagen, Sie hätten gerne eine eigene Internetplattform für den Rückbau Biblis, dann würde ich fragen: Sollen wir als Umweltministerium die betreiben, oder soll sie von einer unabhängigen Stelle betrieben werden? Wie stellen Sie sich das vor?
Renz (Einwenderin):
Ich gehe doch davon aus, dass die Genehmigungsbehörde eine unabhängige Stelle ist. So würde ich als Bürgerin das jetzt mal deuten.
(Vereinzelt Beifall)
Petrick (HMUKLV):
Danke für das Vertrauen. Ich gebe das dann so weiter bei uns im Haus. – Vielen Dank.

Das hessische Umweltministerium sieht sich selbst nicht als neutral an! Bleibt die Frage offen auf welcher Seite sich das Umweltministerium sieht! Auf der Seite der Konzerne oder der Bürger…

Demnächst mehr zu dieser tollen Quelle…

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