Die Müll Stiftung

Die Kosten tragen unsere Nachfahren.

Sie werden für etwas Verantwortung übernehmen müssen von dem sie nie einen Vorteil hatten. Dem giftigen, hochradioaktiven Atommüll!
So einfach ist es eigentlich, wenn wir uns über den Atommüll und seinen „Kosten“ unterhalten wollen. Eigentlich will ich es nicht, denn es geht nicht um Kosten sondern um Sicherheit bei denjenigen die rund um das giftige radioaktive Gift wohnen, leben, beten, singen und arbeiten.

Aber die gesundheitlichen Risiken sind nie das Thema sondern momentan geht mal wieder eine Welle der „wer zahlt die nächsten Rechnungendurch die Medien. Eines wird immer klarer, diejenigen die bisher gut von der Atomkraft gelebt und geprasst haben, werden nicht in der Lage sein die Rechnungen zu bezahlen…

Da hilft es wenig wenn die FAZ den ehemaligen Wirtschaftsminister und inzwischen Vorsitzenden der RAG Kohlestiftung (die kümmern sich um die „Ewigkeitskosten“ der Kohleförderung) um Rat fragt.
In diesen Stiftungen wird es auf lange Zeit gut bezahlte Jobs geben müssen. Ansonsten wird dieser Job keiner machen wollen… (Wächter des atomaren/fossilen Mülls)
Ob Kohlestiftung oder Atommüllstiftung, in jedem Fall reden wir nur von der Organisationsform und nicht von denen die für die Kosten aufkommen. Die Aktiengesellschaften verabschieden sich gerade aus der Finanzierung. Dabei spielt es keine Rolle ob die AG sich kontrolliert verabschiedet oder durch Insolvenz sich aus dem Staub macht. Bei Eon wird das geordnete aus dem Staub machen am konsequentesten verfolgt. Eon „regt“ eine Stiftung für den Rückbau an! Auch hier brauche ich nur kurz weiter zu überlegen um zu erkennen hier baut Eon ein neues Geschäftsfeld auf!

Die Stiftung würde den Rückbau organisieren und Eon würde seine „atomwirtschaftliche Kompetenz“ der Stiftung anbieten und seine „Dienste“ mit angemessener Rendite in Rechnung stellen…. Oder glaubt hier jemand die Stiftung würde eigene Mitarbeiter einstellen die sich um den Rückbau kümmern?

Der Westen meint der Steuerzahler würde das Risiko tragen. Diese Verharmlosung ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen die um den Müll herum wohnen, leben, beten, singen und arbeiten. Deren Risiko ist ein Gesundheitliches und Finanzielles! Das Risiko des Steuerzahlers ist immer begrenzt auf seine paar Kröten die er zum Ganzen beiträgt.

Welche Kosten auf unsere Nachfahren noch zukommen kann sich kein Mensch derzeit vorstellen. Als kleines Beispiel ein Blick nach Tschernobyl dreißig Jahre nachdem das Atomkraftwerk seinen Geist aufgab…
Dort bauen sie gerade ein weiteres Schutzschild mit dem sie hoffen 100 Jahre das radioaktive Gift einsperren zu können. Nur einsperren, wie sie es „entgiften“ dafür haben sie keine Zeit und kein Geld! Heute ist Tschernobyl in der Ukraine (lächerliche dreißig Jahre nach der Katastrophe) eines der untergeordneten Themen wenn in diesem Land geschätzte 1.000.000 Menschen Binnenflüchtlinge durch das Land irren dann sollen sich andere um das hochradioaktive Gift kümmern. Im Bericht der Welt wird am Ende die Grafik veröffentlicht wie sich 1986 das radioaktive Gift per Windenergie über die Welt verteilte… Damit wird auch klar wer das Geld in die Hand nehmen soll um sich eine giftfreie Zukunft zu erkaufen…

Diejenigen die viel Geld haben machen sich schon Gedanken wie sie sich um Zahlung der Zeche drücken können. Der weltweit zweitgrößte Pensionsfond wird viel viel Geld den Konzernen entziehen die uns den hochradioaktiven Müll beschert haben. Was es bedeutet wenn dieser Pensionsfond z.B. seine RWE Aktien an der Börse verscherbelt kann sich jeder denken. Der Aktienkurs wird sinken…, die Banken werden der AG kleinere Kreditrahmen zur Verfügung stellen…, höhere Zinsen verlangen und die Aktionäre??? Sie werden entweder ebenfalls sich verabschieden oder bis zum bitteren Ende dabei sein…

Oder ist dies alles falsch und Pressemeldungen wie die von der „Presseschleuder???“ eröffnen einen „Neuen Markt“ für Zocker? Da wird vom „immensen Anstieg der Kernkraftwerke“ philosophiert und für ein Investment von Uranminen geworben…

Zeitgleich reden sich die Protagonisten der Erneuerbaren Energien ein sie wären „unsozial“…
Liebe Freunde der Erneuerbaren Energien, es ist sozialer die Kosten für die Energieversorgung denjenigen aufzubürden die davon auch profitieren und nicht auf die Nachfahren zu verschieben. Dass die Verteilung der Kosten derzeit nicht bei denen ankommen die sie tragen sollten unterschreibe ich sofort. Aber im Vergleich zu den fossil/atomaren Kosten würde ich die Kostenverteilung der Erneuerbaren Energien als weitaus sozialer beschreiben.

Wenn die Bürger mitentscheiden sollen dann kann dies nur erfolgen wenn sie denjenigen die sie beauftragen Vertrauen!

Das Vertrauen der Bürger liegt aber bei den Kritikern der Atomkraft. Wir sollten diesen Menschen deshalb mehr Verantwortung geben… vielleicht auch weil es dadurch kostengünstiger wird und sicherer sowieso…
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