Der alte Fritz Vahrenholt belehrt mal wieder

Wo war er nicht schon alles der gute alte Fritz. Umweltbundesamt Berlin, Umweltministerium Hessen, Umweltbehörde Hamburg, Hamburgische Elektricitäts Werke, Deutsche Shell AG, REpower Systems und jetzt RWE besser gesagt RWE Innogy. Er war noch nie mein Freund und jetzt hat er sich mal wieder belehrend zu Wort gemeldet.

Als erstes informiert er die staunende Zuhörerschaft, daß sich auch die RWE an einem 50 MW solarthermischen Kraftwerk beteiligt. Mit welchem Anteil wird natürlich nicht verraten dafür aber den entscheidenden Vorteil gegenüber der Photovoltaik. Die solarthermischen Kraftwerke können auch nachts, wenn die Sonne längst untergegangen ist, Strom produzieren. Da ist mir doch glatt dieses Bild eingefallen:
Lastgang und Anteil Photovoltaik

Die zukünftige Verbrauchsspitze die nicht durch Solarenergie abgedeckt ist entsteht kurz nach Sonnenuntergang aber nicht spät in der Nacht. Wir brauchen also Kraftwerke die den Sonnenuntergangs peak abdecken. Ob dies durch Saharakraftwerke abgedeckt werden soll halte ich für die falsche Lösung.

Im nächsten Satz pöbelt er mal so nebenbei über die Photovoltaik und schwärmt von dem Ziel 15% Desertec Strom. Hallo alter Fritz unser Ziel ist 100% Erneuerbare Energie dazu hat die PV-Industrie 12% Photovoltaikanteil Europaweit bis 2020 angekündigt. Wie die 15% zusammen kommen würde ich gerne mal detailliert sehen. Warten wir mal ab, wenn Desertec seine ersten Bettelbriefe an die Bundesregierung schreibt ob es dann nur 2 Milliarden jährlich sind.

Au Klasse im nächsten Abschnitt schreibt er was von 25 Cent je kWh. Muss natürlich noch billiger werden. Aber dann kommt gleich die Lösung. Den teuren Strom aus den ersten Kraftwerken könnten ja die Afrikanischen Staaten abnehmen.

Dann Philosophiert er über die “Sicherheit von Investitionen”, “Importabhängigkeit”, “Schaltern die durch bewusste aber auch höhere Gewalt” umgelegt werden können. Auch das viele Wasser in der Wüste wäre ein Problem so der alte Fritz.

Als Einleitung für die wichtige Botschaft wird dann noch ein bißschen Kabelmathematik vorgerechnet um dann in das grandiose Finale überzugehen.

Die überwältigende öffentliche Zustimmung (meinen Blog liest er anscheinend nicht!) darf nicht vor unseren “Schulaufgaben” ablenken. Eine sichere CO2 freie weniger importabhängige Stromversorgung zu garantieren.

Kurz gsagt: Der alte Fritz meint immer noch wir bräuchten Atomkraftwerke.
Hätte er doch auch gleich sagen können ohne den Desertec Umweg. Er wird halt schon alt der Fritz Vahrenholt.

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