Heute wars keine Sau sondern ein Fuchs…

aber kein schlauer sondern der Michael Fuchs. Er wurde durchs Dorf Studio gejagt. Atomkraftwerke dürfen solange laufen wie sie sicher sind. Na Klasse, Tschernobyl war auch bis 3 Minuten vor dem Gau sicher.

Aber noch besser ist dass der schlaue Fuchs weiß, daß die Solarzellen in den letzten zwei, drei Jahren dreißig Prozent billiger wurden. Aha ein Fuchs der Solarzellen Preise kennt. Deswegen könnte man die Einspeisevergütung anpassen.

Schauen wir uns doch mal die Einspeisepreise von vor drei Jahren an:
2006 lag die Einspeisevergütung bei 51,80 Cent je kWh
2007 gabs nur noch 49,21 Cent je kWh
2008 warens dann nur noch 46,75 Cent je kWh
2009 werden momentan 43,01 Cent je kWh gezahlt
2010 gibt es warscheinlich noch 39,17 Cent je kWh (9% weniger wie 2008)

2006 waren es 51,80 nächstes Jahr 39,17 das sind 24,4% weniger Solarstromvergütung!

Herr Fuchs eine Solarzelle reicht nicht aus man braucht eine komplette Photovoltaikanlage ein System!
Deshalb fehlen in Ihrer Betrachtung die Modulfertigung, die Wechselrichter, die Montagegestelle, die Planung und die Montage der Photovoltaikanlage. Die Modulfertigung, die Wechselrichter und das Montagegestell sind nicht wie die Zellen um 30% günstiger geworden. Die Personalkosten für Planung, Gerüstbau und Montage dagegen wurden teurer.

Das bedeutet die von Ihnen angeführte Zellkostenreduzierung von 30% kann nicht einfach auf die Systemkosten einer Photovoltaikanlage übertragen werden.
Trotzdem hat alleine die bisherige Einspeisereduzierung von 2006 auf 2010 eine Reduzierung von 24,4% erfahren. Was wollen Sie dann noch mehr? Für 2011 sind im Gesetz noch einmal 10% Reduktion angesetzt das sind dann noch 35,25 Cent je kWh. Wir hätten dann von 2006 bis 2011 eine Einspeisereduktion von knapp 32% realisiert.

Ich habe leider kein Verständnis für Ihre Forderung noch mehr die Einspeisevergütung zu reduzieren. Mich erinnert dies an die zügellosen Forderungen nach Rendite von Managern und Bänkern die letztendlich die Finanzkrise verursacht haben.

Die Solarbranche ist Stolz auf das geleistete in den letzten Jahren. Wenn wir auf das Jahr 2003 zurückgehen, damals gab es 57,4 Cent und daneben stellen 2011 mit 35,25 Cent dann haben wir die Preise für Solarstrom um 38,6% reduziert. Sie können sich gerne informieren wie sich in der gleichen Zeit die Kosten für Atomstrom, Kohle oder Gasstrom (bei neuen Anlagen!) entwickelt haben. Sie werden sehen:

Solarstrom gehört die Zukunft!

Die deutsche Solarbranche steht bereit mit der besten Technik auch in Zukunft als Exporteur aufzutreten. Dazu brauchen wir weiterhin einen stabilen Binnenmarkt. Wenn Sie sich tatsächlich um Solarstrom kümmern wollen, dann sorgen sie dafür, daß weltweit diese Technik nachgefragt wird. Wir bilden momentan junge Menschen aus die auch in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz mit nachhaltiger Energieproduktion haben. Dann sind auch wir bereit unser Können und Wissen weltweit zur Verfügung zu stellen. Das Ziel sollte sein eine Photovoltaik Exportnation zu werden und nicht ein feiger Hase der Angst vor dem Wettbewerb hat.

Wenn wir Angst vor anderen Industrienationen haben, dann sagen sich hier bald Fuchs und Hase gute Nacht!

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