Negative Preise sind normal

Ich war mal wieder auf einer Veranstaltung einer Partei deren Parteifarbe von der Sonne geklaut wurde. Verdient hat diese Partei die Sonnenfarbe nicht!

Hysterisch wurde die Veranstaltung als es um die „negativen Strompreise“ ging die von den Endkunden bezahlt werden müssen. Mich erstaunt es immer wieder wie extrem auf diese „negativen Strompreise“ reagiert wird. Dabei sind negative Preise stinknormal, am Beispiel des Bäckers möchte ich dies aufzeigen.

Jeder Bäcker hat das Problem abzuschätzen wieviele Brötchen er für den nächsten Tag backen soll. Hat er zu wenig gebacken laufen ihm die Kunden weg. Wenn er allerdings mehr Brote gebacken hat wie seine Kunden an diesem Tag kaufen, hat er ein Problem. Die „alten“ Brote vom Vortag kann er „zum halben Preis“ noch verkaufen. Wobei er sich im klaren ist, jedes verkaufte „alte Brot“ schmälert seine Verkaufbilanz an frischem Brot. Verkauft er an diesem Tag das „alte Brot“ ebenfalls nicht, bleibt ihm noch das Brot selbst zu futtern, es anderen zu schenken, Weckmehl draus zu machen oder aber er muß es entsorgen!

Für diese Entsorgung muß er aber bezahlen. So entsteht der negative Preis! Bedauern kann man das, aber es liegt ja im Interesse des Bäckers diese Entsorgungskosten so niedrig wie möglich zu halten. Letztendlich entsteht der negative Brotpreis durch eine Überproduktion die keiner möchte, die aber nicht in allen Fällen vermieden werden kann.

Bei den negativen Strompreisen passiert genau das Gleiche. Nur gibt es mehr Beteiligte die sich gemeinsam um die Vermeidung von Überschüssen kümmern müssten. Tun sie aber nicht. Deshalb sollten wir uns vorerst mal an die negativen Strompreise die ab und an entstehen gewöhnen.

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