Das unmoralische Angebot eines Machers an die Kanzlerin

Gestern hatte ich das Buch von Matthias in der Post. „Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin“ hat mich sofort in den Bann gezogen und trotz der Einführungsfeier unserer neuen Bürgermeisterin (drittes Bild ganz rechts, der Beweis, ich sitz in der ersten Reihe! Grüner Stadtverodneter…) habe ich ca. die Hälfte bereits verschlungen. Absolut Lesenswert!

Allerdings nur wenn man an einer Energieversorgung von 100% interessiert ist! Der Leser sollte auch gerne selbst was machen wollen.

Das ist ein Buch „vom Macher für Macher“!

Denn Theorien findet man bei Matthias keine, sondern Anleitungen zum Handeln. Die Sprache von Matthias verstehe ich. Einfach und klar! Es ist ja auch eindeutig: Nur 100% Erneuerbare Energien können die Lösung sein!

Bei der Hälfte des Buches hab ich aufgehört denn mich haben diese Seiten emotional zu sehr beschäftigt. Matthias hat seinen Weg inklusive Hindernissen beschrieben. Da waren Sie dann wieder die ganzen Geschichten der letzten 15 Jahre. Diese Anschuldigungen es wäre unmöglich 100% Erneuerbare Energien zu erreichen. Der Name „Otfried Wolfrum“ hat auch uns Windfreunde im Odenwald zum Wahnsinn gebracht. Die Bürgerversammlung mit Beschimpfungen und die Ängste wenn man nach der Veranstaltung zum Auto lief und schnell einstieg und losfuhr um das gekeife hinter sich zu lassen. Ich freu mich auf die zweite Hälfte des Buches muß aber die erste Hälfte erst einmal sacken lassen. Matthias macht ja seine geile 100% Krawatte (zu Recht!) zum Thema ich will aber auf sein noch geileres T-Shirt hinweisen. Schließlich bin ich kein Krawattenträger mehr! Im Buch ging Matthias nicht näher drauf ein, obwohl er zweimal (S. 38 im Original und S. 61 eine Abwandlung?) mit dem Shirt zu sehen ist.

Es muss 1995 gewesen sein. Franz Mitsch hatte mal wieder zu seinen legendären monatlichen Vortragsabenden in den Halben Mond in Heppenheim eingeladen. Thema war Windmessungen und es kamen 170 interessierte die den ca. 15 Referenten begeistert lauschten. Wir hörten dann von den begeisterten Windpionieren wo sie welche Windmessungen machten und welche Ergebnisse sie schon hatten. Ziemlich zum Schluß kam einer der so gar nicht in die Referenten passte. Jung, smart und keinen Strickpulli und von Windmessung wollte er auch nicht reden. Er berichtete von der Windmühleneinweihung auf seinem elterlichen Hof! Der Schneeberger Hof war der Standort für eine 500 kW Windmühle und allen Zuhörern stand der Mund offen. Der Jungspund hatte geschafft was alle noch planten! So nebenbei zeigte er T-Shirts mit dem Motiv „Strom – aber natürlich“ welches er zur Windparkeinweihung in einer Auflage von 3.000 Stück hat anfertigen lassen. Zuufffälllig hatte Matthias noch zwei Kartons zum Stückpreis von 20 DM dabei und vertickerte sie an die Zuhörer. Klar ich hab auch zwei Stück erstanden. Für meine Kids natürlich! Ebenfalls klar war dass Matthias die zwei Kartons voller Shirts an diesem Abend verkaufte! Mir wurde an diesem Abend klar wer so agiert muß ein Händchen für Geschäfte haben. Es sollte sich bewahrheiten.

Das Shirt wurde von meinen Kindern nie getragen! Dafür hat es mir auf so mancher Demo gute Dienste getan und bei der Besichtigung des weltgrößten Windrades 2011 (Enercon 7,5 MW) auf dem Schneeberger Hof hab ich es auch getragen.
Erhard bestens gelaunt

Natürlich bei Sonnenschein und gutgelaunt. Mit meinen Freunden der Initiative Windenergie Odenwald hatten wir 2011 die Besichtigung mit Matthias vereinbart. Von oben aus hatten wir eine tolle Aussicht. Wenn ich richtig weiß sind diese Häuser die Heimat von Matthias der Schneeberger Hof.
Schneeberger Hof von der 7,5 MW Windmühle aus

Für Juwi war unsere Besichtigung ein schlechtes Geschäft, denn bei 15 Meter Windgeschwindigkeit die Mühle abzustellen nur damit die „Odenwälder“ sich die Pfalz anschauen können war schon heftig…
Zum damaligen Zeitpunkt war eine weiter 7,5 MW Enercon Windanlage im Bau.
Ausblick von der 7,5 MW Enercon auf dem Schneeberger Hof
Ein toller Standort der Schneeberger Hof!

Die 7,5 MW Enercon Anlage ist Phantastisch.
Enercon 7,5 MW auf dem Schneeberger Hof
Aber dies ist nicht nur die 7,5 MW Anlage sonder auch das Buch was der JuWi (Junge Wilde) da geschrieben hat. Danke Matthias alleine das halbe Buch hat mich wieder motiviert.
Wir wissen, dass wir auf dem rechten Weg sind.
Wir wissen, dass Erneuerbare Energien die Lösung für die Zukunft sind.
Wir wissen auch, dass viele es noch nicht wissen. Sie wollen es nicht wissen!
Deshalb lasst uns weiter einfach Dinge tun die andere ignorieren, belächeln oder bekämpfen. An vielen Tagen des Lebens macht es sogar richtig Spaß sich für 100% Erneuerbare Energien einzusetzen.

… und zum Schluß: Wir werden es erreichen. Sogar 100%+X

Ein Gedanke zu „Das unmoralische Angebot eines Machers an die Kanzlerin

  1. Achim

    Da war ich letztes Jahr auch, allerdings nur unten und außerhalb! Eine wirklich schöne WKA und die Erste die ich bisher völlig lautlos erlebt habe obwohl ich direkt unter den drehenden Rotoren stand.

    Antworten

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