Keine Suche mehr nach Kohlenstoffen!

Ich hab eine „schöne“ Heimatstadt! Auf dem zentralen Platz der Stadt soll eine offene Markt-Halle gebaut werden aber auf dem Dach möchten die städtischen Gremien trotz meiner massiven Widerreden keine PV Anlage installieren. In nördlicher Richtung hab ich in 8 km Entfernung die beiden abgeschalteten AKW’s von Biblis mit seinen strahlenden Brennstäben. Aus südlicher Richtung habe ich die Firma Rhein Petroleum die sich aufgemacht hat in Bürstadt nach Öl und Gas zu suchen…

Mir bleibt aber auch nix erspart!

Jetzt habe ich mit meiner grünen Fraktion im Bürstädter Stadtparlament zwei grüne ExpertInnen zu diesem Thema eingeladen. Am 3.7.2013 werden Angela Dorn und Oliver Krischer nach Bürstadt kommen…

Das Thema wird die Öl und Gassuche sein. Ich hab Oliver in Heidelberg bei der Eurosolar Stadtwerke Konferenz angesprochen und das Thema bereits kurz angerissen. Jetzt aber bleiben zwei Stunden um mich mit den beiden Top Leuten über dieses Thema zu unterhalten. Bei der Vorbereitung auf diese Veranstaltung habe ich mich inzwischen schon auf meine plakative Forderung festgelegt:

„Es darf keine weiter Suche nach Öl, Gas und Kohle in Deutschland geben!“

Klar ist doch wenn erst einmal die Claims vom Regierungspräsidium (in meinem Fall Darmstadt) an einen Investor (Rhein Petroleum) vergeben wurde ist es schon zu spät. Der Investor sucht und wenn er fündig ist wird er einen Förderantrag stellen und ihn auch bekommen. Dass er dabei die gängigen Umweltauflagen einhalten muss ist klar. Dass er kein Fracking anwenden darf ist sowieso klar in unserem Fall aber auch noch nie angesprochen worden.

So lange wie niemand einen Claim zum Suchen nach Öl und Gas besitzt gehören die „Bodenschätze“ der Allgemeinheit. Erst durch die Claimvergabe droht eine Förderung der CO2 Senke! Wir wissen aber inzwischen, daß wir mehr als genug bekannte Öl, Gas und Kohlefelder bereits kennen! Wir dürfen davon sogar nur noch maximal 20% davon verbrennen. Wenn wir das Klimaziel maximale Temperaturerhöhung von 2% Grad einhalten wollen. Das bedeutet aber auch die großen Konzerne denen diese Reserven gehören und dies sie in ihren Bilanzen eingearbeitet haben, diese Reserven sind finanziel viel zu hoch bewertet!

Will natürlich niemand wissen!

Weder die Konzerne, noch die Aktionäre und schon gar nicht die Banken die den Konzernen Darlehen gegeben haben. Die freuen sich, dass dies CO2 Blase heute noch nicht platzt. Sie freuen sich nicht nur, sondern sie bekämpfen natürlich noch die Erneuerbaren Energien. Da ich es sicherlich nicht schaffen werde denen die Bilanzen zu korrigieren möchte ich als erstes ein Gesetz welches festlegt keine Claims für Öl, Gas und Kohle mehr freizugeben. Dazu gehört natürlich auch das Verbot von Enteignungen wie sie momentan vor dem Bundesverfassungsgericht entschieden werden.

Ich freu mich heute schon drauf!

Ein Gedanke zu „Keine Suche mehr nach Kohlenstoffen!

  1. Rainer

    “Es darf keine weiter Suche nach Öl, Gas und Kohle in Deutschland geben!” wirkt auf mich genauso apodiktisch wie andere Forderungen „etwas dürfe nicht geschehen“. Leider hält sich nur niemand daran. Besonders dann, wenn „er/sie“ damit eigene Gewinne zu realisieren erhofft. Tut mir leid, aber jedes Verbot, welches nicht tatsächlich direkt auf eine so vermeidbare Gefahr bezieht, trägt lediglich zu „Verbotsinflation“ bei.
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    Keiner fühlt sich verpflichtet ein solches Verbot einzuhalten. Hier, wo es um Zusammenhänge geht, welche ein „gerüttelt Maß“ an Bildung erfordert (über die wohl nur wenige zu verfügen scheinen), kann der „natürliche Gegner“ sehr leicht eine schöne „Gegenstrategie“ zimmern. Tenor „die Nutzer der EE möchten „andere womöglich sinnvolle“ Strategien verbieten um selbst den größtmöglichen Nutzen für sich daraus zu „schöpfen“. Der „Erfolg“ (Juristen meinen da den „Schaden“) tritt ja erst in kommender Generation ein.
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    Nachdem ich mich gerade durch die „Argumentationskette“ – „Alternative Energie Das falsche Versprechen“ http://www.zeit.de/2013/19/defekte-solaranlagen der recht aktuellen Leserkommentare durch gequält habe, wurde mir zum wiederholten Male klar, egal welche Dummheit, mit Verbieten ist da nichts zu machen. Zu dem Thema könne ich nun wenigstens ein Dutzend Links hier einbinden. Nur wer von denen, welche bereits eine bestimmte „fest verankerte Meinung“ dazu haben, würde die überhaupt lesen ? Wer von denen lässt sich durch wissenschaftliche Erkenntnisse gar umstimmen ? Nachdem durch die Segnungen des Mediums Internet, jeder auch den gröbsten Unfug „frei“ verbreiten darf und je bescheuerter die Argumente sind, eine damit wachsende freudige Schar von „Gläubigen“ finden wird, fehlt mir inzwischen jede Hoffnung diese Themen einem breiten Publikum so zu vermitteln, auf das daraus der notwendige positive Trend entsteht.
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    Heute habe ich (was zu meinem Urteil beigetragen hat) auch mal im „befreundeten Photovoltaikforum umgesehen“ (ging mir da um eine technische Frage) und durfte zu meinem Entsetzen feststellen, auch dort finden sich „Verschwörungstheorien“ als „Argumentationshilfen“ wenn es darum geht, sich zu erklären wie „Politik“ funktioniert. Diese „wohlunterrichteten Kreise“ versammeln alles was es da so gibt, bis hin zu den Leugnern von menschlichem Einfluss bei der Entwicklung des Weltklimas.
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    Die Methode des „Fracking“ wird hier http://www.peak-oil.com/2013/03/facts-on-fracking-eine-deutsche-zusammenfassung/ (ein Link muss sein) recht gut erklärt. Doch falls es eine Skala für die notwendigen Bildungsvoraussetzungen bei derartigen Themen geben würde, vermute ich mal, nur ein sehr geringer Teil der werten Leserschaft wäre da wohl „ausreichend qualifiziert“. Die Mehrheit (soweit diese die Trägheit, sich einer Sache die nicht leicht verdaulich ist, „zuzuwenden“ überwindet), wird das lesen – wir „sie“ das aber auch verstehen ? Was die Gegner jeglicher Veränderung lieben sind dann plakative Behauptungen „die wollen uns nur verbieten, was doch so gut für uns wäre“ – wunderbare Quellen von Energie, welche direkt unter unseren Füßen nur darauf warten endlich angezapft zu werden. Sozusagen die „Wunderwaffen“ die den „energetischen Endsieg“ garantieren werden. Nur deswegen meine Ablehnung – eine eher taktisch / strategische Überlegung.
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    Der Widerspruch, hier eine „völlig unausgereifte Technologie (PV)“ die erst noch ihre Tauglichkeit beweisen müsste (jenseits der Sahara !), dort die wahrhaft phantastischen Bodenschätze die „wir“ nur anzapfen müssen, scheiß aufs Wasser, davon gibt es ja überreichlich, wie wir gerade erleben dürfen …. [/ Ironie off]

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