Strombilanz Juni 2013 und Halbjahresbilanz!

Es wird Zeit meine Halbjahresbilanz 2013 vorzustellen. Jetzt wo die Sonne am höchsten steht verändern sich natürlich die Ertrags und Verbrauchszahlen im Vergleich zum Winter enorm. Als erstes möchte ich natürlich auf die Juni Werte eingehen.
Strombilanz 2013 06
Der Stromverbrauch lag erneut bei gut 250 kWh. Wie sich meine Stromsparinvestitionen (Kühlschrank, Zirkulationspumpen und LED Lampen) bisher auswirken kann ich natürlich nicht sagen. Denn mir liegen ja keine Vergleichswerte aus den Vorjahren vor. Ausserdem vermute ich dass die „großen“ Verbraucher wie Waschmaschine, Trockner und Sauna sich in der Bilanz schon sehr stark niederschlagen. Allerdings hab ich kein Bock drauf auch noch zu zählen wie oft ich gewaschen, getrocknet oder sauniert habe… Im Vordergrund sehe ich immer noch, dass ich ein angenehmes Leben durch den Einsatz von Strom habe.
Ebenfalls gegenläufig wäre bei einem direkten Vergleich die Anschaffung eines Induktionsherdes der einen Gasherd ersetzt hat! Auch hier wieder Komfort geht mir über Spargeiz!

Die PV Produktion lag diesmal bei über 600 kWh und ich hätte fast zwei weitere Haushalte mit Strom versorgen können! Der Eigenverbrauch lag erneut bei ca. 6 kWh täglich und sorgte damit für einen neuen Monats Einkaufsrekord von nur 72 kWh!

Die Halbjahresbilanz relativiert die Monatswerte die bisher von den schlechten Solarwertern der Wintermonate beherrscht waren. So kratze ich derzeit an der 50% Grenze bei der Eigenproduktion! Genau gesagt hab ich im ersten Halbjahr 49,7% meines Stromverbrauchs direkt vom eigenen Dach bezogen. Mit 1.772 kWh Stromverbrauch bewege ich mich auf dem Vorjahresniveau und von Einsparung kann ich noch nix erkennen. Aber ich hab ja auch keine Wetterbedingten Ausgleichsrechnungen in meiner Betrachtung…

Die PV Produktion im ersten Halbjahr war ja grottenschlecht wie es sicherlich jeder andere PV-Anlagenbesitzer bestätigen kann. Ich hab aber noch Hoffnung! Trotzdem gelang es den tatsächlichen Einkauf von Strom auf 891 kWh zu reduzieren. Da ich einen Arbeitspreis von fast 27 Cent je kWh habe und einen Grundpreis von 7,95 Euro in jedem Monat zahle, beträgt die Summe des Grundpreise bereits 17% von meinen Stromkosten. Aber keine Angst ich beabsichtige nicht mich an den Netzkosten nicht mehr zu beteiligen. Schließlich benötige ich die Stromnetze um meine Stromproduktion zu exportieren. 🙂

4 Gedanken zu „Strombilanz Juni 2013 und Halbjahresbilanz!

  1. Achim

    Nur mal zum Vergleich, 4,1 KWp ohne Akku.
    Juni 523 kwh ges. PV-Strom, davon 75 kwh für Eigenverbrauch, Rest „exportiert“. 65 kwh kamen vom Stromnetz, also 140 kwh Stromverbrauch.

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  2. Rainer

    Hallo Erhard,

    werde mal versuchen eine Aufstellung welche mit Deiner vergleichbar ist zu fabrizieren. Ein Zählerwechsel im Mai und seit dieser Zeit tägliche Ablesung von 4 Zählern um 22:00 Uhr täglich sozusagen „von Hand“, weil ich keine Online-Daten aus den beiden „Smartzählern“ bekommen kann. Auch meine SMA „SunnyWebBox“ liefert nur über eine sehr ungenaue tägliche meine Daten vom Vortag. Ein echt „schwarzes Loch“. Was dann so aussieht :

    Sunny Portal Info Report für Anlage: XXX für den 07.07.2013
    Tagesertrag: 62,557 kWh
    Leistung heute (max.): 9,157 kW
    Vergütung heute: 17,979 EUR
    CO2 Minderung heute: 43,79 kg

    Um die Zählerdaten komplett online zur Verfügung zu haben, sie zu speichern um daraus Steuerungsdaten und oder exakte Werte für jeweils 24 h zu bekommen, gibt es nach meinem derzeitigen Wissenstand keine Lösung. Ein dumme Lücke. Das „Propagandamaterial“ von SMA ist eher nebulös was die Anschlüsse an eine bestehende Anlage angeht. Kein Schaltplan zum downloaden, der klar sagt wo z.B. deren Gerätschaften angeschlossen werden müssen, bzw. können. Stattdessen nur unpräzise Werbeflyer.

    Gerade das WEB würde sich doch für Leute die Schaltpläne lesen können recht gut eignen. Im Grund möchte ich die Daten meiner zwei „Smartmeter“ online auslesen. Über einen normalen Ethernetzugang an ein „Modul“ / Router welches genau das ermöglicht. So auch (bzw. alternativ) am Wechselrichter. Nachgeschaltet eine Soft-Hardwarekombination, welche mir einerseits die gezielte Auswertung meiner Daten ermöglicht und andererseits eine Steuerung z.B. über eine SPS zulässt. Was wann wo und warum, ein bzw. ausgeschaltet wurde bzw. werden soll.

    Der Markt ist voll von Geräten, die bestenfalls über eine „Funksteckdose“ eine Steuerung zulassen. Etwas seltsam diese „Herangehensweise“. Im dafür „zuständigen Forum“ konnte ich vieles finden, nur keine „Schritt für Schritt“ Anleitung ob es so was bereits gibt, wer es zu welchem Preis verkaufen möchte. Offenbar haben die noch lebenden Firmen nicht wirklich erkannt, wie wichtig dieser Teil der solaren Energienutzung ist. Alles was ich bisher sehen kann ist teuer und die Funktion ist geradezu „bescheiden“. Mir sind in diesem Zusammenhang wunderhübsche grafische Darstellungen eher sche..egal. Ich möchte einzelne Geräte steuern, abhängig von der Situation, mit Vorrang vor oder zueinander usw. usf. Dabei möchte ich gerne (so käuflich) mit Fertigware arbeiten und keinesfalls selbst den Lötkolben schwingen (auch weil ich eben nicht die ganz ruhige Hand dafür habe).

    Die Probleme welche Du so ansprichst „Allerdings hab ich kein Bock drauf auch noch zu zählen wie oft ich gewaschen, getrocknet oder sauniert habe…“ zeigen überdeutlich, hier fehlt ein „Zwischenglied“, was sowohl den Einsatz solarer Energie weiter verbessert UND gleichzeitig über die dabei entstehenden Daten ein genaues „Bild“ über alle darin verbundenen Geräte liefert. Schade, das es da ganz offensichtlich noch nix vernünftiges gibt. Denn wenn Du mit all Deinen Kontakten in die „Szene“ nix besseres zu Verfügung hast – wer dann ?

    Ganz nebenbei, diese Daten könnten wenn „uniform“ sehr schnell ein klares Bild über den Nutzen von privaten PV Anlagen liefern. Mögen die PV-Anlagen dezentral sein, ihre Wirkung sollte in allen Fassetten möglichst „zentral“ auswertbar sein.

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  3. Rainer

    Sorry noch ein Kommentar…

    Du sagst „Aber keine Angst ich beabsichtige nicht mich an den Netzkosten nicht mehr zu beteiligen. Schließlich benötige ich die Stromnetze um meine Stromproduktion zu exportieren.“

    Nun bei den Gegnern, ganz besonders bei denen, welche technische Zusammenhänge am A… vorbeigehen, weil sie das entweder nicht verstehen oder schlimmer noch nicht verstehen wollen, ist das „Wasser auf deren Mühlen“. Dabei ist ein engmaschiges „Netz“ gerade bei einer dezentralen Versorgung unverzichtbar. Dieses Bild hier : https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ed/Stromversorgung.png gibt zunächst mal einen Überblick.

    Leider sagt diese Grafik nur andeutungsweise etwas über die darin massenhaft vorhandene „Netzform“, das „Niederspannung – Ortsnetz“ bzw. „Niederspannung – Stadtnetz“ (415/230V) aus. Dort muss (wenn man es auf die im Zusammenhang mit Klein-PV-Anlagen betrachtet) praktisch nichts verändert werden. Was so in ein gewöhnliches Haus „hinein fließt“, kann mindestens auch „heraus fließen“. „Heraus fließt“ bei aktiver PV lediglich die im Haus gerade nicht benötigte Energie in Form eines elektrischen Stroms, der über sämtliche Nachbarn in diesem „Netzknoten“ weiter und weiter „nützlich abgebaut wird“. Wo entstehen da „Netzkosten“, welche nicht auch in der gleichen Höhe anfallen würden, wenn der gesamte Energiefluss vom „Außen“ über die nächste Trafostation aus dem „Mittelspannungsnetz“ (1 … 50 KV) kommt ?

    Ist es nicht tatsächlich so, die Belastung der Mittelspannungsnetze nimmt im selben Maß ab, wie sich die untergeordneten „Netzknoten“ aus den dort vorhandenen PV-Anlagen quasi „selbst versorgen“ ? Sicher, mit Schwankungen die einerseits mit der zeitlich bedingten Lastkurve, andererseits mit der momentanen lokalen „Sonnenaktivität“ zu tun haben. Dabei fallen Lastkurve und solare Höchstwerte sehr erfreulich zusammen.

    Das in der „Verteilungshierarchie“ darüber liegende „Hochspannungsnetz“ (110 KV) wird nur „gefordert“, wenn Energie von punktuellen Erzeugern in vergleichsweise größerer Entfernung abgerufen werden muss. Das in der ständigen Diskussion befindliche Höchstspannungsnetz (220 und 380 KV) unverzichtbar wenn ein landesweiter / länderübergreifender „Ausgleich“ notwendig wird, bleibt bei PV-Produktion davon „unberührt“. Wo kein Bedarf ist, muss auch nix „ausgeglichen“ werden !

    Diesen Bedarf gibt es in erster Linie, weil die gesamte bundesrepublikanische Netzstruktur (noch und hauptsächlich) von vergleichsweise wenigen Kraftwerken abhängt, welche einen 24h „Rechteckbetrieb“ liefern, der systemimmanent „sehr schlecht“ regelbar ist. Keinen hat das bist Dato interessiert, das diese Art der Produktion wenig bis keine Rücksicht auf die seit Jahrzehnten bekannten Lastkurven nimmt und so unter bis zu ¾ der eingesetzten Betriebsstoffe „rund um die Uhr“ teilweise sinnlos verbrät um ¼ als el. Energie „bereitzustellen“ – auch wenn diese nur beschränkt oder in den Nachtstunden überhaupt nicht benötigt wird.

    Selbst wenn die fossilen „Brennstoffe“ unerschöpflich wären (was wohl eher unwahrscheinlich ist), sind es die zahlreichen „Nebenwirkungen“ das was den „Patienten“ letztendlich umbringen wird – jedenfalls soweit es uns den angeblichen „Homo Sapiens“ betrifft.

    Nach diesem „kleinen Ausflug“ in die Realität – wie sieht die „Bilanz“ für z.B. Bürstadt tatsächlich aus ? Was fließt da raus ? Was fließt rein ? Gibt es tatsächlich einen Überschuss der das Niederspannungsnetz „verlässt“ ? Falls ja, wie viel ? Wenn nein, wo – bei welchem Grad der Verbreitung von PV-Anlagen – würde sich dies nachweislich ergeben ?

    Wie würde die Rechnung aussehen, wenn PV-Anlagen auf lokale (privat finanzierte) Pufferspeicher „zurückgreifen“ können ? Was ist „uns“ ein weitgehend „unkaputtbares“ dezentral angelegtes Netzwerk überhaupt wert ? Beim Ausfall meiner PV-Anlage wäre dies ein „Nadelstich“. Der Ausfall von Großkraftwerken und Netzknoten, ist dagegen schon eher problematisch. Mir fällt dazu nur das Bild eines „ökonomisch“ sich weiterentwickelnden Baums ein – der (der Baum) hat erkannt, ein einziges Blatt ist kostensparender und somit gewinnbringender – eher unsinnig das „Natur“ zu derart irren Lösungen kommen würde – nur der „denkende Mensch“ ist zu so einem Unsinn fähig. Daher sind wir auch die „Krone der Schöpfung“ LOL

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  4. Stefan

    Man braucht nicht unbedingt die neuesten Steuerungslösungen, um den Eigenverbrauch von Solarstrom zu erhöhen. Eine Zeitschaltuhr am Kühlschrank/Gefrierschrank tut es auch. Ausserdem kann man, wenn draussen die Sonne scheint, drinnen staubsaugen oder saunieren und unterlässt dies eben in den Morgen- oder Abendstunden.

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