Die Energiewende ist wunderbar!

Da hat Professor Doktor Eicke Weber vollkommen recht. Die Energiewende ist wunderbar und absolut notwendig. Deshalb nehmt euch die vier Minuten Zeit um „eine der größten Schweinereien im gesamten Deutschen Energiesystem“ anzuhören. Auszahlungen haben sich verdoppelt aber die Umlage verfünffacht!

Seine Grafik die er zeigt wurde von Tina, Energiebloggerin 🙂 und Mitbetreiberin des Photovoltaikbüros, erstellt.

Aber all die vielen Argumente die wir gegen das ab August gültige EEG geschrieben haben sind verhallt.

Nur eines noch heute bei Franz Alt auf der Sonnenseite wurde der Grenzüberschreitende Stromhandel von 2013 analysiert. Für 3,76 Milliarden Euro wurde Strom exportiert und nur für 1,82 Mrd. Euro wurde importiert. Der durchschnittliche Preis für die exportierte Kilowattstunde war 5,2 Cent je kWh! Importiert wurde aber für 4,9 Cent je kWh! Ende der Diskussion! Energieversorger machen damit ein Geschäft hier in Deutschland fossile und atomare Kraftwerke zu betreiben und damit die umliegenden Länder zu versorgen. Die Umweltbelastungen haben wir dann hier in Deutschland! Vielen Dank liebe Konzerne!

Das EEG 2.0 hat den Zweck den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu bremsen.

Das nützt denjenigen die momentan ihr Geld mit gefährlichem Strom (aus Atomkraftwerken), dreckigem Strom (aus Braunkohlekraftwerken oder Steinkohlekraftwerken) verdienen. Es nützt auch denen die sich nicht an der Umgestaltung der Energieversorgung finanziell beteiligen. Die keine EEG Umlage zahlen, kaum Netzkosten bezahlen und selbst nicht in Erneuerbare Energien investieren. Selbst die Energieeffizienz ist für diese Unternehmen keine Option da sie ja günstige Energie (subventioniert vom Bürger!) erhalten und ihre Renditeansprüche jede Investition in Effizienz unmöglich machen.

Was müssen wir tun. Wenn wir nicht schnellstens die Macht der Energiekonzerne verringern, müssen wir noch lange kämpfen. Machen wir also kurzen Prozess! Nehmt den Konzernen (hauptsächlich E.ON und RWE) die Renditen dann geht es mit der Energiewende, die ja „so wunderbar“ ist, schneller. Jede Solaranlage, jedes Windkraftwerk, jede LED Lampe, jeder Stromspeicher nimmt den Konzernen Umsatz/Rendite und damit Kraft gegen die notwendige Energiewende anzukämpfen.

Also kämpft. Baut Solaranlagen! Kauft LED Lampen! Beteiligt euch an Genossenschaften. Von mir aus rasiert euch naß statt elektrisch aber bitte tut was.

Nachdem die Politik (egal welche Partei!) gezeigt hat sie kriegt es nicht gebacken müssen wir es tun!

6 Gedanken zu „Die Energiewende ist wunderbar!

  1. Burkhard Vetter

    „Baut Solaranlagen! Kauft LED Lampen! Beteiligt euch an Genossenschaften. Von mir aus rasiert euch naß statt elektrisch aber bitte tut was.“

    Aufruf ist angekommen Herr Renz, Mittwoch 23.07. Punkt 14 Uhr geht meine vorerst letzte PV Anlage (9,81 Kw/p) ans Netz, leider habe ich nicht mehr Fläche für weitere Anlagen zur Verfügung.
    P.S. Ich rasiere mich immer naß !!!

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    1. Erhard Beitragsautor

      Mensch Klasse, das hätte ich nicht gedacht, dass mein Blog auch in meiner Heimatstadt gelesen wird.
      Vorerst letzte hört sich gut an. Schauen wir doch mal ob wir nicht doch noch was für Sie finden. Das Gerüst hab ich gesehen aber nicht die Module! Die Firma http://www.clearsky-energie.de/ kenn ich leider auch nicht.

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      1. Burkhard Vetter

        Doch man kann die Module sehen, wenn man auf der Höhe der ehemaligen Bäckerei Helwig ist kann man die Module sehen, manche liegen im 45 Grad Winkel manche sind flacher, die kann man nicht so gut sehen. Am besten sieht man das Dach aber vom Bahndamm oben aus. Vielleicht macht auch mal Google bald ein Update von Bürstadt. Meine 2006er Module kann man da sehr gut sehen.
        Clearsky sind in Heidelberg und die haben hervorragend gearbeitet.

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  2. Rainer

    Ja, ja „Die Energiewende ist wunderbar!“

    Zumal sich auch „etwas“ an dem Verlauf der so schön in der Grafik zu sehen ist geändert hat ! Weil´s so schön war habe ich die Grafik DORT (einfach „Rainer klicken“) weiter aufgedröselt

    Das ist ganz nebenbei nicht das erste mal das wir beiden auf diese Grafik eingehen. Nur habe ich mir mal die Entwicklung der schönen gelben Säulengrafik näher angesehen. Die letzte Säule welche 2013 repräsentiert war ein wenig kürzer. Um 270 Millionen €uro kürzer !

    Wer sich meine Grafik genauer ansieht wird (hoffentlich) bemerken, um den jährlichen „Auszahlungsbetrag“ darzustellen, habe ich alle Erhöhungen seit 2001 in der jeweils darüber liegenden Zeile 21mal „fortgeschrieben“ und im 22. Jahr entfallen lassen (was exakt der maximal möglichen Vertragsdauer entspricht). So entfällt die Zahlung Wert 2000 im Jahr 2021 und jedes weitere Jahr die jeweils nächste Zahlung. Das bedeutet, in sieben Jahren beginnen die Vertragsenden und die damit verbundenen Zahlungen entfallen innerhalb der nächsten 12 Jahr vollständig.

    Das 13. Jahr nach dreizehn Jahren. Doch das repräsentiert ein jährlich fortzuschreibendes Minus von 270 Millionen €uro. Da ich meine Kristallkugel verlegt habe, kann ich nicht sagen wie hoch der der Betrag in 2014 oder in den Folgejahren sein wird. Was aber klar sein dürfte, egal wann, bis 270 Millionen Erhöhung, bleiben für die daraus entstehenden Zahlungen zwar nicht neutral, würden aber lediglich auf den Wert von 2012 wieder ansteigen.

    Sinkt auch in diesem Jahr die Auszahlungssumme weiter, „erhöht“ sich dieses Jahresminus für ebenfalls weitere 21 Jahre.

    Nun ist die Auszahlung kein Gnadenakt für nicht erbrachte Leistung, sondern repräsentiert auch den Verkaufswert von sauberem, CO2 freiem Strom. Irgendwer wird mal eine vergleichbare Summe aus fossilem Strom errechnen, welche alle Subventionen und Folgekosten einschließt. Ich bin sicher diese Ergebnis für die gesamte Zeitspanne wird desaströs hoch sein. Gegenwärtig wird allerdings mit völligen Mondzahlen für fossile und atomare Energie gerechnet. Diese Kosten sind real ungleich höher als die Auszahlungssumme von immerhin 396,12 Milliarden €uro für 32 Jahre was im Durchschnitt ~12,4 Milliarden pro Jahr ausmacht.

    Dia Balance zwischen anfänglicher Gier und nun staatlich verordnetem Geiz ist leider nicht erreicht. Spätestens unserer Enkel werden dafür ein vielfaches (nach)bezahlen müssen um auch nur annähernd den gegenwärtigen energetischen Raubau zu eliminieren.

    Wen es interessiert, habe ich maleine Kosten / Nutzen Bilanz zusammengestellt

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  3. Rainer

    Kann man noch vorbildlicher sein lieber Erhard ?

    Ich rasiere mich trocken und ohne jede Elektrik, Schaum usw. Am Anfang deutlich gewöhnungsbedürftig 😯 aber auszuhalten – nun suche ich noch nach einer Methode die Haarschnipsel ohne Wasseraufwendung zu entfernen – ob der nächste Starkregen vielleicht ….. :mrgreen:

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  4. Tina Ternus

    Da das immer wieder zur Verwirrung führt, zu Fehlinterpretationen und falschen Schlüssen, hier ergänzend eine wichtige Erklärung der Grafik von der Autorin, die „eine der größten Schweinereien im gesamten Deutschen Energiesystem” entschlüsselt hat. Sprich, die Entkopplung der Entwicklung der EEG-Fördersummen von der Entwicklung der EEG-Umlage.

    Die gelben Balken sind die umlagefinanzierten Auszahlungssummen. Diese sind auf der website der Übertragungsnetzbetreiber unter http://www.netztransparenz.de zu finden.
    http://www.netztransparenz.de/de/EEG_Jahresabrechnungen.htm

    Bis 2011 sind das ausschließlich die EEG-Vergütungssummen. Ab 2012 gab es die Direktvermarktung über das Prämienmodell. Der Direktvermarkter erhält als Geldfluss in Summe: Marktprämie + Börsenerlös. Die Marktprämie und auch Managementprämie sind strompreisfinanziert. Der Börsenerlös hingegen ist der direktvermarktete Teil, um den sich der Anlagenbetreiber, bzw. dessen Dienstleister selbst gekümmert hat. Diese Summe geht zwar ebenfalls auf sein Bankkonto, aber NICHT durch den Verbraucher finanziert.

    Umlagefinanziert (gelbe Balken) sind somit ab 2012 neben der EEG-Vergütung auch die Marktprämie, die Managementprämie, sowie die Flexibilitätsprämie für Biomasse-Anlagen. Die Managementprämie und Flexibilitätsprämie für Biomasse-Anlagen sind unter Marktprämie, bzw. Zeile 1a des EEG-Kontos subsumiert.

    Ab 2012 berechnen sich also die Gesamtausgaben aus:
    Auszahlung gesamt = EEG-Vergütungen + Marktprämie

    Gemäß der Jahresabrechnung hat man z.B. für 2012 folgende Rechnung:
    2012: 15,41 EEG-Verg. + 3,7 Marktpr. = 19,12 Mrd. Euro insgesamt.

    In 2013 ist die Gesamtsumme nicht nur stagniert sondern gesunken. Dies liegt aber NICHT, wie Herr Weber leider fälschlicherweise bei seinem Vortrag erläutert hat, an den so stark reduzierten Vergütungen. Egal wie niedrig die Vergütung ist, jede neu zugebaute Anlage mit EEG-Vergütung erhöht die Gesamtsumme natürlich, wenngleich mit nur noch geringer Steigerungsrate. Nein, die Reduktion liegt AUSSCHLIEßLICH daran, dass einige der Windkraftbetreiber und auch einige Solarparks von reiner EEG-Vergütung auf das Modell der Direktvermarktung gewechselt haben. Das zeigt sich auch daran, wenn mans im EEG-Konto auseinanderdröselt, dass die Summe der Marktprämie stärker angestiegen ist und die EEG-Vergütungssummen hingegen abnimmt.

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