Der Ball liegt bei der Politik!

Ich geh jetzt mal in Urlaub! Die Arbeit ist getan! Die Photovoltaik ist die kostengünstigste Erneuerbare Energie. Da ich jetzt circa zwei Wochen weg bin hab ich mich entschlossen „meine Abgeordneten“ vom Kreistag über den Hessischen Landtag bis zum Bundestag den Staffelstab zu übergeben. In einem offenen Brief fordere ich sie auf sich für die Solarenergie zu engagieren.

Handlungsbedarf haben wir bei den Megawattanlagen und den Steckdosenmodulen. Letztere könnte sich jeder Abgeordnete als Zeichen pro Erneuerbare Energien an sein Haus hängen…

Oder was meint ihr? Hier der Text meines offenen Briefes:

Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende im Bundestag, im Hessischen Landesparlament und im Kreistag Bergstraße,

ich bitte um Weiterleitung dieses offenen Briefes an alle Mitglieder Ihrer Fraktion. Mein Name ist Erhard Renz, einige der Abgeordneten kennen mich persönlich aus meinen Aktivitäten der letzten 15 Jahre.

Ich gehöre zu den 56.000 Menschen die Ihren Arbeitsplatz in der Solarbranche verloren haben. Da ich nur 6 Jahre in der Solarbranche aber davor bereits 37 Jahre in der Automobilbranche gearbeitet habe, kann ich mir eine Frühpension leisten.

Jetzt werde ich erst einmal in Urlaub fahren, denn ich habe mit meinen Freunden aus der Solarbranche unseren Teil der Arbeit erledigt.

Photovoltaik ist inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie
Der Ball liegt jetzt bei Ihnen, den politischen Vertretern!

Im August und September haben wir erstmals, dank des EEG, Solarkraftwerke gebaut mit niedrigeren Kosten wie sie derzeit für die Windenergie gezahlt werden. Die Vergütung (Kosten) wurden von ehemals gut 57 Cent auf 8,79 Cent je kWh (für Anlagen bis 500 kWp) verringert. Kostenreduzierung auf ein Sechstel der ehemaligen Kosten!

Leider wird dieser Preis nur für mittlere Kraftwerke vergütet. Große Photovoltaikkraftwerke (über 10 MW), wie sie derzeit weltweit gebaut werden, sind in der Deutschen Förderung nicht mehr enthalten. Warum nicht? Darauf hätte ich gerne von Ihnen eine Antwort.

Wenn Sie die Kosten der Erneuerbaren Energien bemängeln, dann müssen Sie auch Photovoltaik Großkraftwerke in der Förderung berücksichtigen.

Die Diskussionen um das EEG 2014 gingen immer um die Kosten. Wenn aber die Photovoltaik inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie ist darf man den Ausbau der PV nicht durch unsinnige Gesetze stoppen.

Wenn Sie jetzt sagen dies wäre nur für die Großinvestoren interessant und vom Bürger bezahlt, dann verweise ich auf die inzwischen technisch einwandfreien Steckdosenmodule. Mit einem Solarmodul inclusive Wechselrichter kann inzwischen jeder Bürger Strom selbst produzieren. Die Module können an den Balkon, im Garten, an der Wand oder auf das Dach selbst auf der Nordseite installiert werden. Kostenpunkt für dieses System ca. 600 Euro. Alle Normen und Sicherheitsvorgaben werden natürlich inzwischen eingehalten. Wer in solch ein Steckdosenmodul investiert belastet die EEG Umlage nicht.
Also woran scheitert es, diese Technik zu fördern?
Sie unterstützen Hartz IV Empfänger mit einer Prämie von 150 Euro für die Anschaffung eines Energiesparenden Kühlschrankes. Warum stellen sie diesen Betrag nicht für den Kauf eines Steckdosenmoduls zur Verfügung? Oder um es noch zukunftsfähiger zu machen geben sie weitere 150 Euro für den Kauf eines kleinen Stromspeichers dazu.

Sie sehen wir die Macher in der Solarbranche haben alles technisch Notwendige getan um eine kostengünstige „Energiewende“ zu schaffen. Wir haben die Technik, jetzt sind Sie als politische Abgeordnete gefragt. Handeln Sie!

Geben Sie auch für Megawatt Photovoltaik Anlagen eine Minimal Vergütung und überlassen Sie den Menschen vor Ort wo diese Anlagen entstehen sollen. Geben Sie dem Bürger ebenfalls eine Unterstützung beim Kauf eines einzelnen Moduls welches er an die Steckdose anschließen kann und hören Sie auf die Photovoltaik auszubremsen. Am besten Sie kaufen selbst als Vorbild ein Steckdosenmodul als Zeichen, dass Sie ein Unterstützer der Energiewende sind.

Der Ruf der Solarbranche ist ramponiert durch Halbwahrheiten in den Medien und negativer Polemik. Die Branche benötigt eine Kampagne die der Solarenergie ihren alten Zauber wieder gibt. Ohne Unterstützung sind weitere Arbeitsplätze und der Anschluss an die Weltspitze der Solarbranche in Gefahr.

Sie machen ansonsten die Erfolgsgeschichte „Deutsche Energiewende“ lächerlich. Die Welt schaut auf Deutschland ob das hoch technologisierte Land den Atomausstieg schafft.

Deutschland hat der Welt die Photovoltaik geschenkt.
Wir sollten dieses Geschenk aber auch selbst nutzen!

Nach meinem Urlaub werde ich mich erneut bei Ihnen melden.

Ich bitte die Fraktionsvorsitzenden mir eine Rückmeldung zu geben ob Sie den offenen Brief an die Abgeordneten weitergegeben haben.

Natürlich werde ich den offenen Brief über meine Kanäle entsprechend verteilen

Mit sonnigen Grüßen

Erhard Renz
Gutenbergstraße 8
68642 Bürstadt

www.sonnenfluesterer.de

mehr als 200 Vorträge zum Thema Erneuerbare Energien
2013 Deutscher Solarpreis für persönliches Engagement von Eurosolar
2013 Gründungsmitglied der Energieblogger
2012 Gründungsmitglied des Deutschen Solarbetreiber Clubs e.V.
2012 Repowering der eigenen PV Anlage und Installation eines Stromspeichers
2011 Solarbotschafter bei „Woche der Sonne“
2010 Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg e.V.
2009 Initiator Photovoltaikanlage an Lärmschutzwand
2006 Gründungsmitglied von Metropolsolar Rhein Neckar e.V.
2006 Verlierer der Solarwette gegen Landrat des Kreis Bergstraße
2005 Meine Heimatstadt wird Meister der Solarbundesliga
2005 Initiator der Weltgrößten Photovoltaikanlage 5 MW und 23 Mio. Euro Investition.
2005 Gründer der Solar Bürger eG (Energiegenossenschaft)
2005 Landesehrenbrief (Hessen)
2004 Umweltpreis der Stadt Bürstadt
2001 Bau der ersten PV Anlage

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